Montag, 26. September 2016

Die magische Blogtour mit Nadja Losbohm




Vom 03. Oktober bis 09. Oktober 2016 findet auf verschiedenen Blogs eine Blogtour zu Nadja Losbohms neuem Buch statt.

Wir können Euch eins garantieren: es wird magisch... 

Na, Euer Interesse ist geweckt? Dann notiert Euch den Termin. Am Ende der Tour gibt es auch etwas zu gewinnen.

Viele Grüße, 
Eurer Bücherkleeblatt






Montag, 19. September 2016

Audrey Carlan: Calendar Girl - Verführt von CORINNA

Quelle: Ullstein
INHALT:
Sie braucht Geld, viel Geld.
1.000.000,00 $ um genau zu sein.

Doch woher nehmen und nicht stehlen? Und wie kann sie ihren Vater helfen, wenn er bei seinen Kredithaien am Ende ohne Geld dasteht? Mia Saunders hat keine andere Wahl. Ihr Vater liegt im Koma und sie fühlte sich bereits ihr Leben lang für die Familie verantwortlich. Also nimmt sie den ihr angebotenen Job, als Escort-Dame, bei ihrer Tante an.
12 Monate Arbeit, 12 Männer, jeden Monat ein neuer Kunde und am Ende des Jahres ist die Familie schuldenfrei. Sex ist ausdrücklich kein Teil des Deals, doch bereits Mr. Januar bringt Mia ins Grübeln...




„Calendar Girl“ ist eine Reihe die auf vier Bücher ausgelegt wurde. Jedes dieser Bücher beinhaltet ein Quartal des Jahres und somit drei Kunden von Mia. Schließlich gilt jeder Job 4 Wochen lang und erst dann darf die junge Frau weiterziehen.

Auch wenn Mias Job als Escort-Girl keine sexuelle Gefälligkeiten beinhalten muss, so war ich doch sehr unsicher ob mir dieses Buch gefallen kann. Hat es doch etwas von einem Job im roten Milleu, wenn eine Protagonistin monatsweise für Kunden arbeitet und dabei hauptsächlich mit ihrem Aussehen glänzen muss.

Doch auf der anderen Seite ist hier auch diese Spannung. Zu wem muss sie gehen, wie wird es ihr ergehen und was wird Mia erleben?

Also habe ich mich auf die Geschichte eingelassen und fand mich in einem locker-leichtem Buch wieder. Die Autorin Audrey Carlan hat mit Mia eine taffe, selbstbewusste und willensstarke Frau erschaffen, die sich nicht unterkriegen lässt. Man merkt, dass sie Mia mag, auch wenn sie ihr kein leichtes Leben erschaffen hat.

Ich für meinen Teil konnte diesen Roman in einem Zug weglesen und war schon vom ersten Monat begeistert. Denn hier treffen wir auf Wes, der sich in Mias Herz schleicht, aber auch nur einen Monat in diesem Jahr hat. Trotzdem habe ich ihn nicht vergessen und ihn sehr schätzen gelernt.

© Corinna Pehla

Was mich allerdings gestört hat war die Tatsache das bisher alles sehr glatt läuft. Attraktive Männer, ein guter Job, schnelles Geld und keine weiteren Sorgen. Denn sind wir mal ehrlich. Auch wenn Sex kein Vertragspunkt ist, natürlich kommt er vor. Und in der Wirklichkeit ist es so, dass Frau nicht jeden Mann anziehend findet und auch nicht jede Vorliebe teilt. Dies ist mir hier noch nicht begegnet, was ich schade finde.
So manche „Barbie“ wird dieses Buch eindeutig zu ernst nehmen und denken, dass es sich hier um einen Traumjob handelt, was er eindeutig nicht ist. Auch Mia ist niemand, die freiwillig dieser Tätigkeit nachgeht und dies nur für das Geld tut, welches sie dringend benötigt. Und leider wird diese Tatsache zwar erwähnt, aber meiner Meinung nach nicht deutlich genug.

Trotzdem bin ich gespannt wie das Jahr weitergehen wird. Denn unterhaltend ist dieses Buch auf jeden Fall und auch die Erotik trifft hier ins Schwarze. Sie ist kein zu großer Teil der Geschichte, aber auch kein zu kleiner Part.

Mein Fazit:
Eine unterhaltende Geschichte die hier mit dem Januar, Februar und März des Jahres startet. Ich bin gespannt wie es mit Mia weitergeht und ob sie auch einmal an Kunden gerät, die ihr alles andere als zusagen.

8 von 10 Punkten

Verlag: Ullstein
Erschienen: 2016
Seiten: 368
ISBN: 978-3-548288840 
Format: Taschenbuch

M. L. Stedman - Das Licht zwischen den Meeren von SONJA


Quelle: Blanvalet
Quelle: Blanvalet


INHALT:
Australien 1920: Tom nimmt als Kriegsveteran einen Job als Leuchtturmwärter an, um Ruhe für seine geschundene Seele zu finden. Isabel sucht in der Nachkriegszeit einen Mann, der in der Lage ist, eine Familie mit ihr zu gründen. Nach einigen Besuchen, heiraten die beiden und versuchen in der Abgeschiedenheit auf Janus eine Familie zu gründen. 
Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Izzy erleidet eine Fehlgeburt nach der anderen und so ist die Gefühlswelt der beiden in heller Aufruhr als eines Tages ein Boot mit einer männlichen Leiche und einem gesunden Baby strandet. Sie behalten das Baby und Jahre später wird ihre Entscheidung auf eine harte Probe gestellt, denn sie erfahren, dass diese Entscheidung ein anderes Leben zerstört hat.

FAZIT:
Ich habe das Buch schon lange bei mir liegen und habe es nie gelesen. Ich war vom alten Cover bezaubert und hatte dennoch das Gefühl, dass es der falsche Moment war. Als ich nun die Kinovorschau mit dem wundervollen Meer und dem Leuchtturm sah, wusste ich jetzt oder nie....

Das Buch ist ein ruhiges Buch. Ich empfand das Lesen als sehr ruhig und entspannend. Der Erzählstil hat mich auch sehr an die beruhigende Wirkung des Meeres erinnert. Auch die Schilderungen von Janus und dem Leuchtturm empfand ich als sehr gelungen und wunderschön und ich liebe das Meer wirklich!

Der Leidensweg von Tom und Izzy und ihren familiären Erfahrungen verdeutlicht die Emotionen und lässt einen als junge Mutter selbst grübeln. Ich denke, dass dieses Buch nicht für Leserinnen geeignet ist, die vergeblich versuchen schwanger zu werden oder die bereits ein Kind verloren haben! Das Buch ist diesbezüglich wirklich schonungslos.

Wie würde man selbst entscheiden und was passiert mit dem Kind, wenn es nicht bei der richtigen Mutter aufwächst? Was ist vererbbar und was ist anerzogen? 

Obwohl es kein "actionreiches" Buch ist, habe ich mich auf keiner Seite der 448 Seiten gelangweilt. Volle Punktzahl für die Hommage an die Familie, das Meer, das Leben und die Liebe.

Außerhalb der Buchbewertung möchte ich Euch noch die Verfilmung ans Herz legen. Ein gelungener Film mit wunderbaren Schauspielern, stimmungsvoller Musik und beeindruckenden Landschaftsaufnahmen.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Seiten: 448
ISBN: 978-3442384006


© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

Sonntag, 18. September 2016

Debbie Macomber - Herbstleuchten von SONJA


Quelle: Blanvalet

INHALT:
Jo Marie muss die Neuigkeiten von Marks Geständnis erstein Mal verkraften. Doch das Bed and Breakfast hat sich inzwischen etabliert und es kündigen sich neue Gäste mit neuen Problemen an. Bleibt da Jo Marie die Zeit, ihr eigenes Leben zu ordnen?

FAZIT:
Herbstleuchten ist der vierte Band der Rose Harbor Reihe und wurde von mir lange herbei gesehnt. Denn Jo Marie und ihr kleiner eigenwilliger Hund Rover sind einem wirklich ans Herz gewachsen.

An dieser Stelle empfehle ich alle Bände in der richtigen Reihenfolge (Winterglück, Frühlingsnächte, Sommersterne, Herbstleuchten) zu lesen, da die Geschehnisse und die Gefühle von Jo Marie besser nachzuvollziehen sind. Das Örtchen Cedar Cove und seine Einwohner sind einfach einen ausführlichen Leseausflug wert!

Jo Marie und Mark haben die Grenzen ihrer Freundschaft erreicht und in diesem Buch werden die Weichen für eine mögliche Liebe gestellt. An dieser Stelle kann ich offen sagen, ich fand die Lösung bzw. das Ende etwas zu offen.  Aufgrund der Jahreszeiten im deutschen Titel kommt der deutsche Leser schnell zu der Vermutung, dass es nur vier Teile gibt. Ein Blick auf die englische Homepage lässt mich jedoch hoffen, dass es weitere Übersetzungen geben wird (http://debbiemacomber.com/books#/series/rose-harbor), denn es ist nach diesem vierten Teil noch lange nicht Schluss.

Die Gäste haben es diesmal auch in sich. Coco und Katie kommen für ein Klassentreffen nach Cedar Cove. Beide haben gute und schlechte Erinnerungen und wünschen sich Rache bzw. ein Happy End. Doch in diesem Buch scheinen die ersehnten Happy Ends nicht so einfach zu sein und so muss der Leser recht lange mit den drei Damen mit fiebern.

Herbstleuchten ist ein Buch, das man nicht einfach aus der Hand legen kann, da die Wünsche und Motive der Charaktere sehr schön dargestellt werden und man einfach mitleidet/-fiebert. Volle Punktzahl und ich erhoffe mir ein Wiedersehen mit dem Rose Harbor Inn!

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2016
Seiten: 416
ISBN: 978-3734102943

© Sonja Kochmann

Debbie Macomber - Wolkenküsse von SONJA


Quelle: Blanvalet

INHALT:
Manchmal ist ein Wechsel der Perspektive sehr interessant. In diesem Buch erzählt Mark ein paar Anekdoten von sich und Jo Marie.

FAZIT:
Diese short story bietet einen gelungenen Bonus. Denn während die Romane aus der Sichtweise von Jo Marie geschrieben sind, kommt endlich mal ein Mann zu Wort.

Er berichtet, wie Jo Marie und ihr nutzloser Hund sein Leben auf den Kopf stellen und er sich doch eingestehen muss, dass da mehr ist. Die männliche Perspektive der turbulenten Geschehnisse empfand ich als sehr gelungen, auch wenn diese Geschichte für das Verständnis der Reihe nicht notwendig ist. Volle Punktzahl für diesen muffeligen Handwerker.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2016
Seiten: 53
ASIN: B01HWGL7EW

© Sonja Kochmann

Freitag, 16. September 2016

Lesung: Tess Gerritsen - Totenlied von SONJA


Das Buch Totenlied von Tess Gerritsen hatte es mir vom Klappentext angetan, so dass ich mir schon weit vor der Veröffentlichung eine Karte für die musikalische Lesung in Hannover zugelegt habe. Man gut, denn obwohl die Lesung nicht direkt in der Buchhandlung Leuenhagen und Paris stattfand, sondern in der Apostelkirche, war die Lesung ausverkauft. 


© Sonja Kochmann


Tess Gerritsen füllt eine Kirche bis auf den letzten Platz! Durch meine Neugier hatte ich das Buch schon einige Wochen vor der Lesung gleich nach dem Erscheinen gelesen und mit allerlei Nervennahrung verschlungen (Rezension HIER).


© Sonja Kochmann


Ich war gespannt auf die musikalische Umsetzung. Denn obwohl ich kein Instrument spiele, hatte ich mir beim Lesen natürlich eine Art "musikalisches Bild" gemacht.

Die Moderation des Abends übernahm Margarete von Schwarzkopf und führte, wie gewohnt, sicher durch den Abend. Den deutschen Part las die Schauspielerin Claudia Michelsen. Den eindrucksvollen musikalischen Part übernahm der Violinist Jörg Widmoser.


© Sonja Kochmann


Wir erfuhren an diesem Abend, dass die Idee für das Buch tatsächlich aus einem Alptraum stammt, in dem bei einem Baby die Augen rot anfingen zu glühen. Dies passierte tatsächlich während einer Venedigreise UND während Tess Gerritsen darauf wartete, dass ihr erstes Enkelkind (!) geboren wird. Vermutlich hat ihr da ihr Unterbewusstsein einen ordentlichen Nervenkitzel beschert.

Während dieser Reise entdeckte sie in dem jüdischen Ghetto eine hölzerne Gedenktafel auf der eine große Gruppe mit dem Nachnamen Tudesco gelistet ist. Dies war der Anfang von dem jungen Lorenzo aus dem Buch.

Aufgrund ihrer Erfahrungen als Ärztin und als Mutter hat sie sich die Ängste von Eltern für diesen Roman zu Nutzen gemacht: Die Angst vor dem eigenen Kind kann grausam sein, denn das Unschuldige trifft das Böse - oder etwa nicht? Wer Tess Gerritsen kennt (so erklärt sie lächelnd), weiß, dass in ihren Büchern, das was man sieht, nicht unbedingt das ist, was wirklich passiert. Daher hat sie medizinische Fakten, musikalische Emotionen und die Geschichte miteinander verwoben, so dass ein Psychothriller erster Güte entstanden ist.


© Sonja Kochmann


Schließlich mache es ihr Spaß, Leute zu ängstigen. Dieses Buch liegt ihr jedoch am Herzen, denn es ist auch ein Buch der Erinnerung. Man soll nicht vergessen, was man nicht wiederholen will. Die schreckliche Zeit des Faschismus und die mutigen Menschen, die versucht haben, andere zu retten, dürfen nicht vergessen werden.

Die Musikstücke des Abends wurden übrigens von der Autorin selbst komponiert und klangen in der Kirche einfach wundervoll.


© Sonja Kochmann



video

                                                                                       © Sonja Kochmann 


Nächstes Jahr wird es übrigens einen neuen Rizzoli und Isles Thriller geben. Vielen Dank für diesen wundervollen Abend!


© Sonja Kochmann

Tess Gerritsen - Totenlied von SONJA


Quelle: Limes


INHALT:
Die Violinistin Julia bringt von einer Italienreise ein ganz besonderes Souvenir mit. Einen alten Bogen mit Noten und die haben es in sich: Sie fordern Julias musikalisches Können bis aufs Äußerste und immer wenn Julia die aufwühlenden Noten spielt und der faszinierende Walzer ertönt, scheint etwas Merkwürdiges mit Julias dreijähriger Tochter zu passieren. Aus Angst und Sorge fängt Julia an zu recherchieren und schwebt dabei in tödlicher Gefahr....

FAZIT:
Obwohl die Autorin sehr fleißig ist, habe ich bislang noch nichts von ihr gelesen. Doch dieser Klappentext sprach mich an. Ich war sowas von neugierig...und da es ein Einzelband ist, griff ich zu und konnte es kaum aus der Hand legen.

Das Buch hat zwei Zeitschienen: Zum einen die aktuellen Geschehnisse um Julia in der heutigen Zeit und zum anderen der Entstehungszeitpunkt der Noten. Ihre Welt wird durch das Musikstück komplett aus den Angel gehoben. Durch Julias fast fanatische Art sich auf das Musikstück einzulassen, droht ihrer Familie eine undefinierbare Gefahr. 

Aufgrund des Hintergrunds der Autorin (Ärztin und Violinen- und Klavierspielerin) ist dem Leser von Anfang an klar, dass "das was man sieht, nicht unbedingt das ist, was passiert" (Zitat von der Lesung - Bericht findet sich HIER).

Der Leser wird - damit verrate ich nicht zuviel - zusätzlich auch noch auf eine andere Fährte gelockt, denn die zweite Zeitschiene spielt während des Faschismus in Italien. Der Komponist ist ein junger jüdischer Italiener namens Lorenzo, der.....

Mehr verrate ich nicht. Denn die Kombination aus Thriller und "Geschichte gegen das Vergessen" ist wundervoll gelungen. 

Das Buch ist für Krimi/Thrillerliebhaber und Fans von historischen Romanen Rund um den Zweiten Weltkrieg. Dinge die in Erinnerung bleiben sollen, werden mahnend mit den aktuellen Geschehen verflochten, wobei es die Autorin geschafft hat, mir den Faschismus in Italien näher zu bringen. Viele Fakten waren mir unbekannt, obwohl ich in der Schule Geschichteleistungskurs mit u.a. diesen Themen hatte. Das Buch enthält auch eine traurige Liebesgeschichte, denn Lorenzo wurde von einer Katholikin geliebt.....volle Punktzahl für dieses eindrucksvolle Buch.

Verlag: Limes
erschienen: 2016
Seiten: 320
ISBN: 978-3809026709

© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann

Bassermann - Die besten Kühlschrank-Torten von SONJA


Quelle: Bassermann


INHALT:
Ein Kuchen für die sommerliche Kaffeetafel ohne vorher in der Küche vor dem brütenheißen Ofen zu stehen? Bitte sehr: Bassermann macht es möglich.

FAZIT:
Ich habe zu diesem Buch gegriffen, da mein Mann mich bat,"frische" Kuchen zu machen. Bei dieser Bitte half mir dieses Buch doch sehr. Denn hier werden Kuchenträume ohne zu backen wahr. Etwas Platz im Kühlschrank wird allerdings benötigt. Also das Grillfleisch etwas anders stapeln und schön können kühle und frische Tortengenüsse produziert werden.

Das Buch ist schön übersichtlich gestaltet. Auf je einer Doppelseite befindet sich das Rezept mit Zubereitungszeit, Kalorien (das will man zwar nicht wissen, aber es steht trotzdem klein da und kann gut überlesen werden), Zutaten und ein schickes großes appetitanregendes Foto.

Toll finde ich auch die extra hervorgehobenen Tipps, in denen zum Beispiel darauf hingewiesen wird, wie lange sich ein Kuchen hält oder maximal vorher zu bereitet werden kann.

Manche Rezepte haben für den Boden Mandeln oder Nüsse verwendet. Die musste ich bislang überblättern, da mir noch keine Idee eingefallen ist, wie ich diese ersetzen könnte. Hier wäre ein Tipp schön, denn es gibt inzwischen doch einige Allergiker.

Die Varianten und Obstauswahl sind abwechslungsreich und die Kuchen meiner Meinung nach auch für die übrigen Jahreszeiten geeignet. Wer sich aus Platzmangel im Kühlschrank gegen dieses Buch entscheidet, kann ja im Winter, das Törtchen auf den Balkon stellen.

Volle Punktzahl. Empfehlenswert.

Verlag: Bassermann
erschienen: 2016
Seiten: 128
ISBN: 978-3809435198


© Sonja Kochmann

Ulla Scheler - Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen von SONJA



Quelle: Heyne fliegt


INHALT:
Ben und Hanna. Hanna und Ben. Seit langer Zeit unzertrennliche Freunde und nun rückt das Abitur immer näher und beide drohen sich aufgrund von unterschiedlichen Zukunftsperspektiven zu entzweien, da entfliehen beide mit einem voll gepackten Auto der Realität, campen am Strand, träumen von der Zukunft und lesen sich Geschichten vor....bis etwas schreckliches passiert.

FAZIT:
Anhand der Leseprobe habe ich ein Buch erwartet, in dem Träume realisiert werden. Etwas Verrücktes angestellt wird. Etwas Spektakuläres, was Hanna und Ben für immer verändert, doch ich wurde enttäuscht.

Hanna ist sehr zurückhaltend und hat konservative Erwartungen vom Leben. Ben ist das Gegenteil und aufgrund seiner Vergangenheit psychisch angeschlagen. Die beiden scheinen überhaupt nicht zueinander zu passen und ich hatte während des gesamten Buches Schwierigkeiten, die beiden als Paar zu sehen. Die typische gemeinsame Entwicklung von Held und Heldin unterbleibt. Es ist als ob beide Probleme haben, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Das Verhalten und auch ihre Handlungen fand ich sehr kindisch und auch leider nicht spannend. Das gegenseitige pushen mit "i dare you" empfand ich wie eine Mutprobe von 12jährigen und nicht wie von gerade frisch gebackenen Abiturienten.

Die Handlung plätschert so dahin und ich fand es sehr schleppend und mühselig zu lesen. Auch als die weiteren Charaktere, Chloé und Sam, hinzukommen und Unruhe stiften, konnte mich das Buch nicht fesseln. Ich fand zwar die Dialoge zwischen Sam und Hanna spannender als die mit Ben, aber die richtige Lesestimmung kam nicht auf.

Eine Schauergeschichte (passend zur Zeltlagerromantik) soll Bens Ausbruch aus den Erwartungen etwas aufpeppen, kam aber für mich albern herüber, da man nicht wusste wohin das ganze die Handlung bringt. Die Geschichte bzw. die Auswirkungen auf Ben und Hanna werden dann zu allem Überfluss auch nur recht spärlich aufgeklärt, so dass dieses Buch für mich tatsächlich kein Knüller war. 

Vielleicht bin ich aber auch schon zu erwachsen, um das Ausbrechen aus den Erwartungen in dieser Form als gut zu empfinden? Vielleicht auch zu konservativ erzogen? 4 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne fliegt
erschienen: 2016 
Seiten: 368
ISBN: 978-3453270435



© Sonja Kochmann

Donnerstag, 15. September 2016

Interview: Ella Simon (Sabrina Qunaj) - Ein Gefühl wie warmer Sommerregen von SONJA

Quelle: Goldmann


Vor einiger Zeit habe ich das Buch "Ein Gefühl wie warmer Sommerregen" gelesen und war begeistert. (Die Rezension findet Ihr HIER.)


© Foto Puntigam


Ich wollte mehr über die Autorin erfahren und fand heraus, dass hinter dem Namen Ella Simon Sabrina Qunaj steckt. Über den Verlag ergab sich die Gelegenheit nachzufragen:
Quelle: Goldmann

Sie haben bislang unter ihrem richtigen Namen Sabrina Qunaj historische Romane veröffentlicht. Woher kam die Idee für dieses Buch und das Pseudonym?
Ich lese sehr gerne Liebesromane und spielte schon länger mit dem Gedanken, einen zu schreiben. Es war eine glückliche Fügung, dass meine Lektorin und ich zur selben Zeit den Einfall hatten, dass ich dieses Genre versuchen könnte. Die Idee zu Alis‘ Geschichte kam mir dann bei den Vorbereitungen zu meiner Recherchereise nach Wales für die historischen Romane. Ich stolperte über ein Video des Tenby Lifeboats und war sofort fasziniert. In Wales, inmitten dieser wunderbaren Landschaft, nahm die Idee dann weiter Form an.
Die Entscheidung für ein offenes Pseudonym fiel sehr schnell, da die Bücher unter meinem richtigen Namen alle etwas Mystisches haben – die Fantasy für Jugendliche und Erwachsene und das Mittelalter bei den historischen Romanen. Als Ella Simon bewege ich mich ausschließlich in der Gegenwart und ohne phantastische Elemente. Das Pseudonym entstand dann in mehreren Brainstorming-Runden mit Verlag und Agentur.

Wer hat Ihnen bei den Fakten zur Tiermedizin oder zur Royal National Lifeboat Institution geholfen?
Bei der Tiermedizin hatte ich das Glück, dass meine Stiefschwester und meine Freundin beide Tierärztinnen sind. Um Informationen über die RNLI zu bekommen, habe ich sehr viel gelesen, unzählige Einsatzvideos angesehen und die Station in Tenby auch mehrmals besucht. Besonders hilfreich war der Mechaniker der Station, der mich herumgeführt und all meine Fragen beantwortet hat. So durfte ich sogar auf dem Sitz des Bootsführers Platz nehmen und ganz in Alis‘ Schuhe schlüpfen.

Woher kommt das Interesse an Wales, wo sie doch selbst aus der Steiermark kommen?
Schon als Kind hegte ich eine Faszination für britische Mythologie und das keltische Volk. Mich interessierten Geschichten über Merlin, Arthur, Tristan und Isolde usw. immer mehr als heimische Märchen. Beim Lesen von historischen Romanen über Großbritannien fiel mir dann oft auf, dass Wales so gut wie nie eine Rolle spielt, was mich persönlich aber am meisten interessiert hätte. Also beschloss ich, selbst diese Lücke zu füllen. Ich tauchte tiefer ein in die Geschichte dieses Landes und je länger ich mich damit beschäftigte, umso mehr fühlte ich mich dort zu Hause.

Sie sagen von sich selbst, dass Sie ein Bücherwurm sind. Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller? Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Das ändert sich eigentlich ständig, es gibt so viele großartige Autoren und Bücher. Rebecca Gablé und Bernard Cornwell zählen aber definitiv zu meinen Lieblingen bei den historischen Romanen und Susan Elizabeth Phillips bei den Liebesromanen.

Was lesen Sie gerade?
„Gegen den Wind“ von Sean Thomas Russell, der vierte Band einer Reihe, ein historischer Seekriegs-Roman, ein wenig wie „Hornblower“.

An dem Buch kann man die Liebe zu Pferden deutlich erkennen. Seit wann reiten Sie und haben Sie noch andere Hobbies?
Mit dem Reiten begonnen habe ich mit neun, mit achtzehn kaufte ich mir mit meinen ersten eigenen Gehältern nach dem Schulabschluss ein eigenes Pferd. Mittlerweile ist auch meine siebenjährige Tochter eine begeisterte Reiterin. Ansonsten habe ich neben meiner Familie kaum Hobbys. Ich mag es, die Familie zu bekochen und Spiele mit ihnen zu spielen, Ausflüge zu unternehmen oder einfach nur zusammengekuschelt auf der Couch ein Buch zu lesen.

Wer oder was hat Sie generell zum Schreiben gebracht?
Die Antwort ist ziemlich unromantisch: Pure Langeweile! Nach der Geburt meiner Tochter wusste ich nicht viel mit mir anzufangen. Ich war es gewohnt, 40 Stunden die Woche im Büro zu sitzen und meine Tochter war ein außergewöhnlich ruhiges Baby, das sehr viel schlief und nie weinte. Bei den stundenlangen Spazierfahrten mit dem Kinderwagen hing ich wie immer Fantasiegeschichten nach und da ich plötzlich so viel Zeit hatte, begann ich, sie zu Hause aufzuschreiben. Bald waren tausend Seiten fertig und mein Debütroman „Elfenmagie“ erwachte zum Leben.

Wie schreiben Sie an einem ganz normalen Tag mit Heim, Mann und Kindern?
Immer dann, wenn ich Zeit finde, ich habe keinen festen Plan. Das ist das Schöne an meinem Beruf, ich kann mich ganz nach der Familie richten. Oft schreibe ich vormittags, wenn die Kinder im Kindergarten bzw. in der Schule sind oder abends, wenn sie schlafen. Manchmal unternimmt mein Mann nachmittags etwas mit den beiden und ich habe auch Zeit.

Wie stehen Sie zum Ebook?
Ich gestehe, ich lese fast ausschließlich E-Books. Meinen ersten E-Book-Reader gönnte ich mir zur Geburt meines zweiten Kindes. Das Lesen fällt mit einem Baby auf dem Arm sehr viel leichter, wenn man nicht umblättern oder schweres Gewicht tragen muss. Ich bin aber nach wie vor Print-Fan und nicht selten kaufe ich mir Bücher, die mich als E-Book begeistern, auch noch als Print fürs Regal.

Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher? Sind diese einfacher zu schreiben?
Als Leser wie auch als Autor bevorzuge ich Reihen, in denen jeder Band abgeschlossen ist, ich bin kein Fan von Cliffhangern. Wenn ich einen Band beenden kann, ohne die Fortsetzung lesen zu müssen, bin ich ein absoluter Reihenfan. Besonders, wenn ich ein Buch entdecke, das mich begeistert, kann ich nicht genug davon haben. Ob Reihen oder Einzelbände einfacher zu schreiben sind, kann ich nicht sagen. Ich plane keine Reihe als Ganzes, sondern arbeite mich von Band zu Band weiter und jeder hat eine eigene Geschichte. Das ist also, als würde ich Einzelbände schreiben, nur ist das Universum dasselbe. Ich stelle es mir aber schwierig vor, über mehrere Bände hinweg zu planen.

Wollen Sie zukünftig auch unter Ella Simon weiter Bücher schreiben?
Im Moment schreibe ich gerade meinen zweiten Ella Simon Roman – eine Fortsetzung des ersten Bandes, aber gleichzeitig auch eine eigenständige Geschichte, die ohne Vorwissen des ersten gelesen werden kann.

(Kleiner Einschub: Juhu!)


© Sonja Kochmann


Wollten Sie schon immer Autor/in werden?
Überhaupt nicht, der Gedanke kam mir eigentlich nie bis zu meinen Schreibversuchen nach der Geburt meiner Tochter. Ich versuchte mich als Teenager zwar an ein paar Fanfictions, aber ich stellte nichts fertig und nahm es auch nicht ernst.

Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?
Das wäre Rebecca Gablé. Ich würde mich gerne mit ihr über das britische Mittelalter und ihre Recherchemethoden austauschen.

© Foto Puntigam


Vielen lieben Dank an die Autorin und den Verlag für diese Ein- und Ausblicke. Bei der Fortsetzung bin ich auf jeden Fall dabei.