Mittwoch, 27. März 2013

Lena Klassen - Wild (Sina)

Quelle: Drachenmond Verlag

Für mich war dies das erste Buch aus dem Drachenmond Verlag und schon bin ich dem kleinen Verlag total verfallen. Denn schon allein mit den wunderschönen Covern sind echte Hingucker entstanden, so auch mit dem mir jetzt vorliegenden Roman „Wild“.

Und der Titel passt, wie die Faust aufs Auge. Es geht um Gefühle, wilde Gefühle. Was für uns alltäglich ist, ist für die Hauptcharaktere alles andere als normal. Denn einmal wöchentlich bekommen sie ihre Glücksinjektion. Doch irgendwie wirkt diese gerade bei Peas nicht. Sie fühlt sich nicht glücklich und weiß, dass mit ihr etwas nicht stimmen kann. Als eine Glücksinjektion versagt, weiß Pi, dass es eigentlich nur einen Ausweg gibt. Sie muss in die Wildnis, die ihre Heimat umgibt. Doch dort herrschen angeblich Krankheit und Not...

Der Klappentext ist sehr ansprechend, gerade auch, weil ich zur Zeit den Dystopien total verfallen bin. Und schon von Anfang an ist man in der Geschichte gefangen und kann sie – wie fast immer – gar nicht vorstellen, dass es mal eine solche Zukunft geben könnte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und ich konnte kaum von dem Buch loslassen, aber leider gab es auch noch einen Job und Hausarbeit, die erledigt werden wollten.

Diese zukünftige Welt, die die Autorin geschaffen hat, war für mich sehr düster, trotz des vielen Glücks, das vorrangig herrscht. Man fühlt die unterschwellige Gefahr, die überall lauert, sollte jemand aus dem sog. Glücksstrom herausfallen.

Zeitweise störte mich jedoch, dass sich Peas, trotz ihres Klarblicks nach Versagen der Glücksdroge, nur wenig Gedanken darüber machte, warum eigentlich die Menschen in Neustadt eine Droge verpasst bekommen, um glücklich zu sein. Sie macht sich mehr Gedanken um sich selbst und um den Jungen, in den sie verliebt ist, als sich zu fragen, was hinter all dem steckt.

Insoweit sind einige Fragen offen geblieben und leider konnte ich nirgends nachlesen, ob es vielleicht eine Fortsetzung zu dem Buch gibt.

Trotz allem war es ein Lesevergnügen, dass ich absolut empfehlen kann.

Fazit:
Kleiner Punkteabzug wegen offener Fragen, trotzdem Spannung pur.

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Verlag: Drachenmond Verlag
erschienen: 2013
Printseiten: 381
ISBN: 978-3--931989-79-8

s. a. Bibliografie Lena Klassen

1 Kommentar:

  1. Hihi,

    Mich hat das Buch auch nicht wirklich losgelassen. Wild ist alles, nur kein Klischee. Bestimmte Sachen sind Geschmackssache, das Ende,zum Beispiel, weil es ja eigentlich nur ein Anfang ist, oder der besondere Schreibstil. Wer gewöhnlich erwartet, wird sicher von dem Buch enttäuscht sein, wer mal was anderes will, sollte es wirklich lesen. Gerade für Vielleser ist es besonders schön, weil es anders ist als der übliche Einheitsbrei. Schon der erste Satz ;-) Ich habe die Lektüre wirklich genossen!

    lg

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