Mittwoch, 17. April 2013

Nina Melchior - Die Vampirheilerin: Himmelsgnade (01) von SINA


bookshouse

Ich muss gleich am Anfang sagen, dass ich skeptisch war, ob man eine logische Erklärung für das Heilen von Vampiren finden kann. Ich habe überlegt und mir verschiedene Dinge zurechtgesponnen und bin eigentlich immer wieder dabei gelandet, dass man sie doch pfählen muss, doch die Autorin hat es geschafft, einen völlig neuen Weg zu finden und die Sache mal andersherum anzugehen. Warum töten, wenn auch heilen geht? So denkt sich dies die Hauptprotagonistin Elise Brennan, die ein Jahr nach dem grausamen Tod ihres Vaters nun endlich bereit ist, dessen Erbe anzutreten: die Heilung von Vampiren. Doch Elise weiß nichts genaueres, hat sie doch nur die unvollständigen Aufzeichnungen ihres Vaters.
Zusammen mit Michael, in welchen sie verliebt ist, diese Liebe jedoch nicht erwidert wird, macht sie sich auf die Suche nach der Zusammensetzung.
Doch gleichzeitig wird sie von einem weiteren Mann „belästigt“, dem Vampir Magnus, der nur eins im Sinn hat. Sie zu töten oder selbst zu einem Vampir zu machen. Bis er herausfindet, woran Elise arbeitet...

Schon gleich am Anfang ist man irgendwie gebannt von der sehr gefühlvollen Art der Autorin. Ich hatte mehr als einmal das Bedürfnis, Elise in die Arme zu nehmen und zu halten und ihr beruhigende Worte zuzuflüstern. Ich wollte sie schütteln, sie dazu anhalten, endlich aus sich herauszugehen, ihre Gefühle zuzulassen und tapfer zu sein. Mit ihr lachen, weinen und lieben.
Die Geschichte ist in Irland angesiedelt – Elise lebt alleine auf einem Schloss – und man konnte sich gut das Verlassene und Einsame vorstellen, das Elise umgibt.

Mit Michael hat Elise einen Beschützer an der Seite, der ihre verliebten Gefühle jedoch nicht erwidern kann. Warum erfährt man im Laufe der Geschichte. Gestört hat mich jedoch, dass Elise's Spitzname für Michael „Micha“ ist. Irgendwie passte dies nicht in die englischen/irischen Namen, die in der Geschichte verwendet werden. „Mike“ wäre vielleicht besser gewesen. Micha ist für mich ein deutscher Name.

Trotz diesem kleinen Manko ist die Geschichte gerade durch das sehr Gefühlvolle wunderbar zu lesen und man fühlt sich auch irgendwie mittendrin.

Michael und Magnus, die beiden Männer, für die Elise's Herz schlägt, sind sehr sympathisch und haben ihre Reize. Ich kann Elise sehr gut verstehen, dass sie sich zu beiden hingezogen fühlt.

Ich hatte viel Spaß beim Lesen des Buches, gerade weil es nicht darum ging, dass Vampire getötet werden oder Vampire gut sind, sondern dass es darum geht, ob Vampirismus eine Krankheit ist, die geheilt werden kann.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, endet jedoch im letzten Satz mit einem kleinen Cliffhanger. Der zweite Teil ist schon in Arbeit und ich bin gespannt, wie es mit Elise, Magnus und Michael weitergeht.

Fazit:
Eine gefühlvolle Geschichte, die fast ganz ohne Gewalt und Sex auskommt. Wunderbar!

09 von 10 Punkten

Verlag: bookshouse
erschienen: 2013 unter dem Namen "Für Elise", 2015 bei bookshouse
Printseiten: 244
Format: Kindle Edition
ISBN: 9789963527052

s. a. Bibliografie Nina Melchior

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