Mittwoch, 12. Juni 2013

Marc Linck - Das Majestic-12-Dokument von SINA

Quelle: Periplaneta
Dr. Colin Wallace bekommt mitten in der Nacht ein Fax mit einem doch sehr kryptischen Text. Er kann vorerst nichts damit anfangen, bis sein ehemals bester Freund Ethan auftaucht und unbedingt etwas dringendes mit ihm besprechen möchte. Sie verabreden sich für den Abend, doch als Colin bei Ethan auftaucht, liegt dieser tot in seinem Hotelzimmer. Ab diesem Zeitpunkt wird Colin beobachtet und gejagt.
Da taucht Susan Barett auf und erzählt Colin eine haarsträubende Geschichte über die AREA 51 und Außerirdische. Zusammen stoßen sie auf das Majestic-12-Dokument, welches über abgestürzte Ufos berichtet.

Der Klappentext des Buches liest sich schon mal sehr gut und so war ich gespannt auf diesen Thriller, der sich auch um eines meiner Lieblingsthemen, die AREA 51 dreht.

Doch habe ich bei diesem Buch emischte Gefühle. Einerseits hat es mich wirklich gefesselt, andererseits waren einige Szenen darin, die in meinen Augen eigentlich unnötig waren. Aber von vorne.

Der Anfang erinnert mich ein bisschen an die Rober-Langdon-Reihe von Dan Brown. Ein Wissenschaftler bekommt mitten in der Nacht ein Fax mit einem kryptischen Text, weiß vorerst nichts damit anzufangen, bis er unerwartet Hilfe von einer hübschen, jungen Frau bekommt. Der Wissenschaftler und die Frau beginnen ein Wettrennen gegen die Zeit und werden von skrupellosen Leuten gejagt, die ebenfalls hinter das Geheimnis kommen wollen.

Doch dann ändert sich die Geschichte und es geht nicht um Kirche oder kunsthistorische Rätsel, sondern um Außerirdische und ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Die am Anfang blassen Figuren bekommen Tiefgang und man erfährt einiges über die AREA 51 (ob wahr oder fiktiv sei dahingestellt) sowie militärische Anordnungen, die (ebenfalls wahr oder fiktiv) eine Unwahrscheinlichkeit darstellen, die ihresgleichen sucht.

Der Ansatz des Buches ist gelungen. Ich war begeistert von der Idee und der Umsetzung.

Leider gab es einige Szenen, die in meinen Augen unnötig waren bzw. anders hätten ausgelegt werden sollen. Und dies gibt Punkteabzug.
Auch war mir von vorneherein klar, wie sich manche Figuren entwickeln würden und diese Vorhersehbarkeit führt leider auch zu Punkteabzug.

Ansonsten hat mir die Schreibweise des Autors sehr gut gefallen. Er konnte mich mit seinem Erzählstil fesseln und mein Kopfkino hatte auch einiges zu tun.

Fazit:
Ein solider Thriller mit sehr guten Ansätzen, der leider erst in der zweiten Hälfte des Buches richtig in Fahrt kam.

6/7 von 10 Punkten.

Verlag: Periplaneta, Edition Totengraeber
erschienen: 2010
Printseiten: 302
ISBN: 978-3-940767-58-5

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