Mittwoch, 31. Juli 2013

Marlies Lüer: Melissas Welt von CORINNA

© Marlies Lüer
INHALT:
Zwanzig Jahre sind vergangen.
Melissa lebt nun mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern im Lindenhaus. In Gedanken ist sie noch oft bei Mira, jener älteren Dame und Freundin, der sie so viel zu verdanken hat.

Und ihr Leben scheint auch sehr harmonisch zu verlaufen. Die Familie betreibt eine Gartenbaufirma, Melissa arbeitet an Kinderbüchern und sie haben ein gemütliches Zuhause. Doch dunkle Wolken ziehen auf...
Miri, die jüngere Tochter, gerät in die falschen Kreise, wirkt abweisend und nicht mehr so, wie sie ihre Eltern kennen. Auch die Firma läuft schlechter, als Melissa dachte und damit dies alles nicht genug ist, wird bei ihrer Mutter auch noch Demenz festgestellt.

Doch Melissas und ihr Mann Robert sind Kämpfer und hoffen die dunklen Wolken vertreiben zu können...



Da ich vor kurzem bereits den ersten Teil (Miras Welt) gelesen habe, war ich gespannt auf die Fortsetzung „Melissas Welt“ von Marlies Lüer.

Melissa lernte ich ja bereits kennen und ich freute mich schon vor dem Lesen auf ein „Wiedersehen“ mit ihr.
In diesem Buch sind Jahre vergangen und Melissa lebt nun mit ihrer eigenen Familie im Lindenhaus. Doch diese Umstellung und die Tatsache das Mira in diesem Buch bereits verstorben ist, brachte meinem Lesefluss keinen Abbruch.

Oder um es anders zu sagen, ich war von dem 2. Buch sehr positiv überrascht. Marlies Lüer hat auch dieses Werk sehr flüssig geschrieben und mir selber gefiel es noch besser als der Vorgänger.

Melissa und ihr Mann Robert werden ja mit einigen Problemen konfrontiert, an denen ich regelrecht teilnahm. Ob es nun die Sorgen um die Tochter, das liebe Geld oder die kranke Mutter waren, immer war alles sehr realistisch und ich litt bei einigen Momenten regelrecht mit.

Gerade das Thema Demenz ging mir selber doch sehr nahe. So hatten wir in der Familie bereits zwei Pflegefälle, die ebenfalls an dieser grausamen Krankheit erkrankten und ich konnte mich in die Situation der Familie sehr gut einfinden.
Auch hier schrieb die Autorin mit viel Einfühlungsvermögen über die Situation, die doch so viele Menschen betrifft.

Zusätzlich, und das schreibe ich ganz offen, schaffte es Marlies Lüer mich wieder zu Tränen zu rühren. Sie hat so eine Art zu erzählen, die mir an bestimmten Stellen schon sehr Nahe geht. Und gerade bei schweren Themen ist dies ein großes Kompliment, denn was gibt es schlimmeres, als ein Buch das die Leser nicht emotional trifft?

Zusätzlich, enthält dieses Buch am Ende noch „Das Märchen vom Lavendelpferd und dem Roseneinhorn“, welches mir auch sehr gut gefallen hat.

Mein Fazit:
Wo ich den Vorgänger (Miras Welt) schon sehr gut fand, war ich von „Melissas Welt“ regelrecht begeistert. Ich konnte mit dem Lesen kaum enden und war am Ende traurig mich von der Familie verabschieden zu müssen.
Denn auch wenn dieses Buch keine leichte Kost ist, mir hat es gut gefallen
  1. Miras Welt
  2. Melissas Welt

9,5 von 10 Punkten!

Velag:  Chichilli Verlag (mit anderem Cover)
Erschienen: 2012
Seiten: 185
ISBN: 3-8450-1095-9

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