Mittwoch, 11. Dezember 2013

Sascha Schröder - Taliel: Erwachen (01) von SINA

Quelle: BookRix
Cathryne Bennett wusste schon immer, das etwas nicht mir ihr stimmt. Als sie dann in einer Privatschule in London erst gemobbt und dann von ihren Mitschülerin gemieden wird, zieht sie sich immer weiter zurück. Ihr einziger Wunsch, endlich jemanden zu haben, mit dem sie reden kann. Als zwei neue Schülerinnen eingeschult werden, freundet sich Cathryne mit den beiden an. Und blüht auf, bis sie merkt, dass eine ihrer neuen Freundinnen ein falsches Spiel treibt. Aber auch Cathryne verändert sich und weiß nun: sie ist anders, als die anderen.

Der Klappentext hat sich sehr gut angehört, doch leider muss ich zugeben, dass mir letztendlich das Gesamtergebnis nicht so gut gefallen hat. Die Geschichte an sich kann ich nur loben. Die Idee ist gut, nur die Umsetzung hat mich etwas gestört.

Als erstes ist mir der Schreibstil des Autors aufgefallen, mit dem ich einige Schwierigkeiten hatte. Die Geschichte wird meines Erachtens einfach „herunter“erzählt, wie in einem Schulaufsatz. Mir fehlen Details und Eindrücke. Weiter blieben die Charaktere für mich sehr farblos. Ich konnte mir nicht richtig vorstellen, die wie einzelnen Figuren aussahen. Nur einzelne Attribute wurden wiedergegeben, die jedoch zum Ende hin kein harmonisches Bild ergaben.

Die Geschichte an sich fand ich wiederum sehr ansprechend. Gut gegen Böse – der Kampf ums Überleben, die Furcht vor dem Unbekannten. Dies wurde gut in die Story eingebracht. Aber auch hier fehlten mir wieder Details und so blieben am Ende doch einige Fragen offen, die aber bestimmt im zweiten Teil geklärt werden.

Auch Cathrynes Mutter Melissa war für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Cathryne ist sehr offen ihr gegenüber und erzählt ihr fast alles. Auch die beunruhigenden Dinge. Und doch geht Melissa dem ganzen nicht nach und versucht nur, beschwichtigend auf Cathryne einzuwirken. Ich als Mutter würde mir doch da mehr Gedanken machen und versuchen, dem ganzen auf die Spur zu gehen. So war Melissa für mich entweder eher uninteressiert an ihrer Tochter oder – was wahrscheinlicher ist – nicht realistisch genug gestaltet.

Insgesamt war ich also nicht so begeistert von dem Buch, da es aufgrund des Schreibstils und der Umsetzung her einfach nicht dem entsprochen hat, was ich hinter dem doch recht ansprechenden Klappentext erwartet habe.

Fazit:
Schade, hat die Geschichte doch Potenzial.

Ich vergebe 5 von 10 Punkten.

Verlag: bookRix
erschienen: 2013
Printseiten: 496
Format: ebook
ISBN: 978-3-7309-3552-1


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