Dienstag, 9. September 2014

[Hrsg.] George R.R. Martin - Wild Cards: Spiel der Spiele (01) von SINA

Penhaligon

Jonathan Hive ist ein Ass, weil er sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann. Aufgrund dessen bewirbt er sich bei der Fernsehshow „American Hero“, die neueste Casting Show im Fernsehen, die herausfinden will, wer Amerikas größter Held ist. Er kämpft mit anderen Assen um eine Million Dollar. Doch seine Chancen stehen eher schlecht und so nimmt er sich vor, die Show als Recherche für seinen Blog zu nutzen und die Hintergründe zu erkunden.
Als aufgrund eines Attentats in Ägypten Unruhen ausbrechen und die dortigen Lebenden Götter angegriffen werden und unschuldige Menschen sterben müssen, beschließt Jonathan zusammen mit anderen Assen, etwas gegen diese Unruhen zu unternehmen.
Die Show läuft jedoch weiter, aber bald merken die Mitspieler, was wahre Helden ausmacht.

Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich erwartet, aber ich wusste schon vor Lesen des Buches, dass ich es lieben werde. Es ist mein persönliches Highlight des bisherigen Jahres. Ich habe mich sofort verliebt.

Die Geschichte erinnert an die X-Men, mutierte Wesen mit besonderen Fähigkeiten, gepaart mit Antihelden, die durch ihre miesepetrige Stimmung eher in die Kategorie „unsympathisch“ fallen. Man meint gerade, in eine Mischung aus den Comichelden von DC und Marvel geraten zu sein.

Was harmlos als Fernsehshow beginnt, die ein bisschen an Dschungelcamp vs. Big Brother erinnert, wird zu einem Kampf für Gerechtigkeit und gegen das Verbrechen.

Der Auftakt der Reihe fesselt gleich von Anfang an. Man lernt Charaktere kennen, die man auf den ersten Blick nicht leiden kann und Menschen, die einem gut erscheinen, in denen man sich aber komplett irrt.

Ein außerirdischer Virus ist dafür verantwortlich, dass manche Menschen ungewöhnliche Fähigkeiten entwickelt haben. Dies führt über „normale“ Fähigkeiten wie außergewöhnliche Stärke oder Größe, bis hin zu fliegen, teleportieren oder das Wetter beeinflussen. Andere können aus dem Nichts Stahlträger entstehen lasse oder durch bloßes berühren der Erde, Löcher buddeln oder Sandtürme entstehen lassen. Die Fähigkeiten sind weitreichend und der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die wohl außergewöhnlichste Figur war ein Mann mit sechs Armen, der auf der Brust mehrere Trommelfelle besitzt und somit als menschliches Schlagzeug in einer Band fungiert.

Das weitere Ungewöhnliche an dem Buch ist, dass jeder Charakter von einem anderen Autoren erfunden wurde und sich das Buch quasi aus Kapitel zusammensetzt, die immer von einem anderen Autoren geschrieben wurden. Dabei passen die ganzen Schreibstile jedoch so perfekt zusammen, dass man die Unterschiede fast gar nicht merkt. Sie sind eben ein eingespieltes Team.

Die von den Autoren so erschaffene neue Welt ist weitläufig und nach Belieben erweiterbar.

Im Amerikanischen gibt es bereits mehrere Bände dieser Wild Cards-Reihe, hier dann immer aus der Sicht eines Asses oder Jokers. Ich freue mich schon, dieses komplette Universum rund um die Wild Cards zu erforschen und hoffe, dass noch mehrere Bände auf deutsch erscheinen werden.

Fazit:

Ungewöhnlich gut, ungewöhnlich stark, ungewöhnlich wild. 10 von 10 Punkten.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2014
Printseiten: 544
Format: Paperback
ISBN: 978-3-7645-3127-0

Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Ahh, nachdem ich jetzt einige kritische Stimmen gehört habe, finde ich doch auch jemanden, den das Buch genauso begeistert hat :D
    Ich fands echt klasse und hoffe, dass auch bald die Fortsetzungen erscheinen werden!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ich bin immer noch total begeistert von dem Buch und werde diese Serie definitiv weiterverfolgen.

      Liebe Grüße

      Sina

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  2. Ich kann mich dem positiven Fazit nur komplett anschließen.
    LG Gabi

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