Mittwoch, 18. Februar 2015

Hilke-Gesa Bussmann - Die Legenden der Weltentaucher: Der Aufbruch (01) von SINA

Hilke-Gesa Bussmann
Acadius ist ein Einzelgänger. Deswegen hat er es als Student an der Universität nicht gerade leicht. Seine Leidenschaft, die Alchemie, ist für ihn nicht nur ein Fach, es ist seine Bestimmung. Die geheimen Schriftrollen, die sich in seinem Besitz befinden, geben ihm die Möglichkeit, einen Trank zu brauen, der ihn in die Alte Welt zurückversetzt. Die Welt, die von allen gesucht wird. Acadius sucht die seltenen Zutaten zusammen und hier benötigt er einige Geduld, denn es gibt nicht mehr alle Pflanzen, die für den Trank benötigt werden. Sein Geheimnis ist jedoch nicht sicher, und so muss Acadius sich bald um mehr fürchten, als zornige Professoren.

Schon länger war mir die Reihe „Die Legenden der Weltentaucher“ der Autorin ein „Dorn“ im Auge. Gerade bei Facebook habe ich schon einiges mitbekommen und nun ergab sich die Chance, die Reihe einmal anzufangen.

Der Auftakt zur Reihe hat mich allerdings am Ende etwas ratlos zurückgelassen. Die Autorin geht sehr sparsam mit Informationen um. Gleich am Anfang wird man in ihre Welt „geschmissen“ und muss sich zurechtfinden. Dies gelingt auch relativ schnell nach ein paar Seiten, trotzdem fragt man sich die ganze Zeit: Wo genau bin ich? Was hat es mit allem auf sich?
Erst gegen Ende kann man sich dann denken, um was es geht. Nur um dann im zweiten Teil zu erfahren, dass man mit seinen Gedanken völlig daneben gelegen hat. Man wird quasi ins kalte Wasser geschmissen, muss sich selbst zurechtfinden und wenn man glaubt, dies zu können, sagt die Autorin „Ätschibätsch, so isses gar nicht“. Und das hat mir gut gefallen.

Acadius ist ein sehr introvertierter junger Mann, der sich am Liebsten nur seinen Studien widmen möchte, und hier insbesondere der Alchemie. Für ihn wird es fast zur Besessenheit, einen Trank zu mischen, der es ihm ermöglicht, in die Alte Welt einzutauchen. Doch gibt es die Pflanzen, die zum Brauen benötigt werden, leider nicht mehr. Und so fängt Acadius an, zu experimentieren.

Kritisch beäugt wird er dabei von den Professoren der Universität und hier insbesondere von Phobos.

Auch wenn Acadius eher etwas hochnäsig beschrieben wird, hat er doch etwas sehr sympathisches an sich. Seine zwanghafte Art bringt ihn zwar in Teufels Küche und lässt ihn Dinge machen, die er sich nie vorstellen konnte, doch ist es für mich auch ein Pluspunkt, dass er sein Ziel so stur verfolgt. Er möchte eigentlich ja nur Gutes tun, auch wenn er es falsch anpackt.

Das Ende birgt einen Cliffhanger und ich war froh, gleich den zweiten Teil zur Hand zu haben, der nahtlos an den ersten anschließt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr harmonisch. Detaillierte Beschreibungen mancher Szenen lassen einem ein gutes Bild vor Augen entstehen und so hat das Kopfkino auch einiges zu tun.

Leider gibt der etwas holprige Anfang von mir einen Punkteabzug, trotzdem lohnt es sich, bei der Stange zu bleiben und da ich gerade den zweiten Band lese, kann ich sagen, dass nun Fahrt in die Geschichte kommt.

Fazit:
Leichte Startschwierigkeiten, trotzdem eine unterhaltsame Geschichte, die noch einiges an Spannung verspricht. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2012
Format: ebook
Printseiten: ca. 80
ASIN: B008RZY05Q
ISBN (Taschenbuch): 978-1484175361

s. a. Bibliografie Hilke-Gesa Bussmann

Reihenfolge
01 Der Aufbruch
02 Die Suche (Rezension)
03 Der goldene Pfeil (Rezension)

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