Montag, 23. Mai 2016

Thomas Thiemeyer - Chroniken der Weltensucher: Der Palast des Poseidon (2) von SINA

Loewe
Kaum sind von Humboldt, Oskar, Charlotte und Eliza von ihrem Abenteuer in Peru zurückgekehrt, erwartet sie schon der nächste Auftrag. Diesmal führt sie ihr Weg nach Griechenland. Dort verschwinden Schiffe im Meer und es geht das Gerücht, dass ein Seeungeheuer sein Unwesen treibt. Also genau das Richtige für die vier Abenteurer. Doch was sie im Mittelmeer erwartet, hätte noch nicht mal Jules Verne in seinen kühnsten Romanen schreiben können.

Das zweite Abenteuer von Oskar, von Humboldt, Charlotte und Eliza beginnt genauso spannend wie der erste Teil. Angeheuert von einem griechischen Reeder machen sie sich sofort auf, um nach Hinweisen zu suchen.
Natürlich gibt es wieder jemanden, der sich in den Kopf gesetzt hat, von Humboldt und seine Begleiter aufzuhalten. Diesmal in Form des Norwegers, einem Assassinen, der beauftragt wurde, die vier zu töten. 
Und so ergibt sich ein spannender Wettlauf, der sich von Berlin über Griechenland und Paris bis hin ins kretische Meer zieht. 
Hier finde ich es wieder hochinteressant, dass einem nicht nur eine Abenteuergeschichte erzählt wird, sondern auch vieles Lehrreiches vermittelt wird. Griechische Götter, minoische Kulturen und das sagenumwobene Atlantis sind nur einige der historischen Dinge, die angesprochen werden. Es ist für jeden etwas dabei.

Auch trifft man auf bekannte historische Figuren wie Nikola Tesla und Jules Verne. Der Autor hat diese Personen geschickt in seine Geschichte mit einbezogen und so tragen diese mehr oder weniger zur Geschichte bei. Dies hat mir im ersten Teil auch schon gut gefallen.

Oskar hat sich weiter entwickelt und weiß, dass er mit seinen Diensten bei von Humboldt den richtigen Weg eingeschlagen hat. Dies zeigt ihm auch deutlich ein Ausflug in eine alte Stammkneipe, aus welcher er nur mit Mühe und Not wieder entkommen kann.

Und dann sind da noch seine Gefühle für Charlotte, von Humboldts Nichte. Aber irgendwie lässt er sie nicht zu bzw. gesteht sie sich nicht ein. Und als dann noch die französische Versuchung namens Oceanne auftaucht, ist er sich gar nichts mehr sicher.

Aber auch von Humboldt und Eliza überraschen mit einigem und der kleine Begleiter der vier Abenteuer, ein Kiwi namens Wilma hat eine größere Rolle zu spielen. Der kleine Vogel bringt tolle Abwechslung in die Geschichte.

Alles in allem erwartet einem wieder ein toller Ausflug in ein spannendes Abenteuer und vielen geheimnisvollen Ansätzen. 
Und am Ende gibt es noch eine große Überraschung für Oskar, die sich aber schnell in eine Enttäuschung wandelt. Hier bin ich gespannt, wie das Dilemma gelöst werden soll, denn ich wünsche mir für Oskar, dass er das bekommt, was er sich nunmehr sehnlichst wünscht. Aber da muss ich wohl zum nächsten Band greifen. 

Der Autor baut geschickte Wendungen ein, um den Leser bei der Stange zu halten. Es hat bei mir gewirkt, denn den zweiten Teil habe ich auch in Rekordzeit verschlungen. 

Und gleichzeitig wurde die Lust geweckt, mal zu einem Klassiker zu greifen. "20.000 Meilen unter dem Meer" von Jules Verne liegt sogar auf meinem SuB. Und rückt jetzt in greifbare Nähe.
Ich finde es immer toll, wenn Autoren es schaffen, dass man sich für die Klassiker erwärmt und so auch mal älteren Büchern eine Chance gibt.

Auch die Cover der Reihe sind erwähnenswert. Sie passen wunderbar zu den Abenteuern und vermitteln auch richtig Lust auf das, was sich im Inneren verbirgt.

Fazit: 
Ein gelungener zweiter Teil. Die Reihe hat es zu meinen Favoriten geschafft. Von mir gibt es wieder die volle Punktzahl.

Verlag: Loewe
erschienen: 2010
Printseiten: 480
Format: ebook
ISBN: 978-3-7320-0048-7

s. a. Bibliografie Thomas Thiemeyer

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