Mittwoch, 12. Oktober 2016

[Filmrezension] Die Insel der besonderen Kinder von SINA


Jake liebt seinen Großvater, auch weil er ihm immer tolle Geschichten erzählt. Monster, fliegende oder unsichtbare Kinder und ein geheimnisvolles Haus auf einer Insel sind nur Teile der Geschichten. Als der Großvater stirbt, sieht Jake eines dieser Monster, von denen sein Opa immer erzählt hat. Doch niemand glaubt ihm und auch Jake denkt langsam, dass er verrückt wird. Als seine Psychiaterin es für eine gute Idee hält, die Insel aufzusuchen, um sich davon zu überzeugen, dass die Geschichten des Großvaters nur seiner Fantasie entsprungen sind, macht er sich auf, die Wahrheit zu finden. Doch was er findet, übersteigt sämtliche Vorstellungen.

2013 hatte ich den ersten Teil der mittlerweile als Trilogie angelegten Reihe von Ransom Riggs gelesen und war gleich total gefangen von der ungewöhnlichen Geschichte, die sich zwischen den Buchdeckeln versteckte.
Als 2015 der zweite Teil "Die Stadt der besonderen Kinder" erschien, war dieser ebenso schnell gelesen und nun warte ich sehnsüchtig auf das Ende der Trilogie in gedruckter Form (Die Bibliothek der besonderen Kinder).

Aber das Warten auf den letzten Teil wird einem versüßt durch den Gang ins Kino, denn "Die Insel der besonderen Kinder" hat es nun auf die Leinwand geschafft und ich kann eins vorweg sagen: Es. Lohnt. Sich.

Ich sehe gerne Filme, auch gerne Buchverfilmungen. Aber es gibt wenige Buchverfilmungen, die es schaffen, dem Buch gerecht zu werden. "Die Insel der besonderen Kinder" hat es aber definitiv geschafft.

Droemer Knaur
Dies liegt aber auch an den Schauspielern, denen die Rollen quasi auf den Leib geschrieben sind. Allen vorweg Eva Green, die die Miss Peregrine verkörpert. Ihre Mimik ist einzigartig und die schauspielerische Leistung ist grandios. Vor allem die Augen von Eva Green sind mehrere Blicke wert. 

Aber auch Samuel L. Jackson, der Barron spielt, hat eine herrliche Art, die Figur zu verkörpern. 

Auch die anderen Schauspieler, allen voran Asa Butterfield, der den jungen Jake verkörpert, hat diese Rolle sehr gut gemeistert. 


Die Landschaftsaufnahmen sind wunderschön. Ein besonderer Drehort ist Roseland Peninsula in Protholland, einer Halbinsel in Cornwall. Dieser Ort diente als Vorlage für die Insel, die Jake besucht, um dort die Antworten auf seine Fragen zu finden. Der Ort wirkt regnerisch, wenig bewachsen. Farben sind fast keine zu sehen. Es ist rau und felsig. Als sich Jake dann jedoch zu dem Waisenhaus aufmacht, von welchem sein Großvater immer sprach, ändert sich die Kulisse. Es ist sonnig, die Pflanzen wuchern fast und es wirkt freundlich und warm. Gemütlich. Dieser krasse Gegensatz hat mich sehr fasziniert.

Tim Burton, der sich der Umsetzung des Buches angenommen hat, hat seinen Job mal wieder richtig gut gemacht. Ich liebe seine Filme. Angefangen hat alles mit "Edward mit den Scherenhänden". Aber auch "Sleepy Hollow", "Charlie und die Schokoladenfabrik" oder "Alice im Wunderland" konnten mich schon begeistern. Er gehört definitiv zu meinen Lieblingsregisseuren.

"Die Insel der besonderen Kinder" bietet den Stoff, den Tim Burton braucht, um daraus einen richtig guten Film zu machen.

Die guten Schauspieler, die gute Story, der gute Regisseur - dies alles führt zu einem richtig guten Film, bei dem man gar nicht merkt, dass er 127 Minuten geht. Von mir aus hätte man ruhig noch eine Stunde dran hängen können.

Ich hoffe, dass noch viele andere wie ich so denken und es dazu führt, dass der zweite und dritte Teil der Trilogie von Ransom Riggs auch verfilmt werden.

Fazit:
Für Fans von Tim Burton, für Fans von Ransom Riggs, für Fans von richtig gutem Kino.

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