Dienstag, 20. Dezember 2016

Sam Hearn - Sherlock & Co. jagen den Museumsräuber (1) von Sina

© Sina Frambach

John Watson kommt nach einem Schulwechsel an die Baker-Street-Schule. Gleich am ersten Schultag lernt er Martha kennen, die ihn herumführt und die Schüler vorstellt. Darunter ist auch Sherlock Holmes. Und ab da ist Johns Leben ein einziges Abenteuer. Schon der erste Schulausflug ins Museum führt dazu, dass John, Martha und Sherlock einem Juwelendieb auf der Spur sind. Und wie wir Sherlock kennen, ist seine Kombinationsgabe natürlich hervorragend, selbst in seinen jungen Jahren.

Als Buchflüsterer bei buecher.de weiß man nie, was einem für ein Buch erwartet. Diesmal war ich sehr überrascht, ein Kinderbuch erhalten zu haben, welches eine Mischung aus Comic, Kinderbuch und Internet- sowie Zeitungsartikeln ist.

© Sina Frambach
Sherlock Holmes ist jedem bekannt, die meisten kennen ihn jedoch im Erwachsenenalter. Es gibt eine Buchreihe, in welcher es um den jungen Sherlock Holmes (Young Sherlock Holmes) geht, doch Sherlock in Zeichentrickformat war für mich dann doch noch einen Ticken neuer.

Zu Anfang lernt man erst mal John Watson kennen, der durch einen Schulwechsel an der Baker-Street-Schule landet und dort auf Martha trifft. Martha hilft ihm am ersten Tag, sich zurechtzufinden. Und so trifft John auch auf Sherlock. Es herrscht gleich Sympathie zwischen den beiden und schon bald sind Sherlock, John und Martha unzertrennlich. Erst recht, als es im Museum zu einem Diebstahl des Alpinsteines kommt.

© Sina Frambach

Sherlock Holmes, bekannt dafür, dass er durch brillante Kombinationsgabe jeden Fall lösen kann, wird uns nun in jungen Jahren vorgestellt. Und auch hier ist er schon leicht arrogant dargestellt, trotzdem kommt ab und zu etwas kindliches zum Vorschein.

Natürlich tauchen auch weitere uns bekannte Figuren auf. Alle eben nur etwas jünger. Allen voran James Moriarty, Sherlocks fieser Gegenspieler. Auch als Jugendlicher ist er schon sehr fies und will sich alles unter den Nagel reißen. 

© Sina Frambach
Dann gibt es da noch den Schulhund namens Baskerville, was natürlich auch eine Anspielung auf den von Arthur Conan Doyle geschriebenen Fall "Der Hund von Baskerville" ist. 

© Sina Frambach
Ach, es gibt so viele Anspielungen, die meisten habe ich bestimmt nicht verstanden. Aber nicht nur der "alte Sherlock" wird hier jung dargestellt, es gibt auch weitere Dinge, die einem bei näherer Betrachtung auffallen. Zuerst einmal die Baker-Street-Schule, dann wohnt Martha in der Baker Street 221 b, in der zufällig das obere Stockwerk freisteht und die Kinder es nun als Hauptquartier nutzen. 
Der Reichenbachfall wird erwähnt, aber auch die verschiedenen Schauspieler von Sherlock Holmes werden geschickt miteingeflochten. So gibt es z. B. einen Journalisten namens Benedict Cabbagebat.

Der junge Sherlock "raucht" Lakritzpfeifen, spielt gerne Geige, findet im Kostümfundus von Marthas Mutter Mütze und Mantel und auch sein Bruder Mycroft spielt eine Rolle.

© Sina Frambach

Alles in allem eine gelungene Umsetzung als Kinderbuch, da es einiges vereint, was für Kinder wichtig ist. Bilder, kurze Texte, spannende Szenen, ein niedlicher Hund, tolle Charaktere und natürlich der Diebstahl eines teuren Juwels.

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und mitgerätselt, wer denn wohl der Dieb ist, aber wie in allen Sherlock-Fällen komplett daneben gelegen. 

Die Zeichnungen sind ebenfalls liebevoll gestaltet. Ich muss nur zugeben, dass ich manchmal nicht wusste, wo genau bei dem Comic denn das nächste Bild weitergeht, weil es zeitweise dann etwas wirr war. Aber das tat der tollen Geschichte keinen Abbruch.

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch mit allem, was dafür nötig ist. Von mir gibt es für den ersten Teil der Serie 10 von 10 Punkten.

Verlag: Schneiderbuch
Erscheinungsdatum: Februar 2017
Format: Hardcover
Printseiten: 190
ISBN: 978-3-505-13973-4

© Sina Frambach

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