Donnerstag, 6. April 2017

Sebastian Fitzek - AchtNacht von SONJA


Quelle: Knaur TB

INHALT:
Am 8.8. um 8:08 Uhr wird die Todeslotterie gestartet. Ein Name. Eine Bundesrepublik voll Menschen. Jeder darf straffrei den Gejagten töten und erhält ein Kopfgeld in der Höhe von Millionen.
Ein massenpsychologisches Experiment, das leider außer Kontrolle geraten ist. Was muss der Nominierte tun, um zu Überleben? 

FAZIT:
Als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, musste ich sofort an das Buch "Anonym" von Ursula Poznanski und Arno Strobel (HIER) denken. Doch als ich Achtnacht las, entdeckte ich zwar Parallelen, aber keine identische Handlung.

Das Buch "Anonym" beschreibt zwar auch eine Art Jagd. Konzentriert sich aber mehr auf das Ermittlerteam der Polizei. 
Sebastian Fitzek spielt mit seiner gewohnt sadistischen (hoffentlich nur literarischen) Art mit dem scheinbaren Opfer, dem Nominierten. Doch das die Rahmenbedingungen ein bisschen anders sind, als sie anfänglich erscheinen, wissen Fitzek Leser ja inzwischen und muss jeder Seite für Seite selbst entdecken. 

Die Parallele: In der Anonymität des Internets haben mehr und mehr Menschen den Mut, sich am Rande der Gesetze zu bewegen und den Schritt darüber hinaus zu wagen. Das diese drei Bestsellerautoren in relativ kurzer Zeit auf ähnliche Ideen kamen, zeigt doch eher, wie nah wir an den beschriebenen fiktiven Wirklichkeiten sind. Beängstigend. (Auch gibt es ja in den letzten Tagen durch die Berichterstattungen zu Hasskommentaren auf facebook wieder ein akuelles Beispiel für diesen gesellschaftlichen Wandel.)

Das Buch stimmt nachdenklich und man fiebert dennoch mit dem armen Kerl mit. Nähere Details über Ben und seinen Background möchte ich bewusst an dieser Stelle nicht verraten.

Inspiriert von dem Film "The Purge", den man durchaus gesehen haben sollte, hat Sebastian Fitzek einen überzeugenden Thriller geschaffen, der mich auf 416 Seiten gut unterhalten hat: volle Punktzahl.

Verlag: Knaur TB
erschienen: 2017
Seiten: 416
ISBN: 978-3426521083


© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

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