Mittwoch, 31. Mai 2017

Debbie Macomber - Das Muster der Liebe von SONJA


Quelle: Mira Taschenbuch


INHALT:
Lydia hat den Krebs zweimal überlebt. Nun will sie endlich ihren Traum verwirklichen: Sie eröffnet einen Wollladen "The Good Yarn" in der Blossom Street. Bei dem Strickkurs finden vier Frauen zueinander, die außer den Maschen, die sie stricken, nichts gemeinsam haben, doch am Ende sind sie fest miteinander verbunden.

FAZIT:
Ich habe schon vor einigen Jahren ein Buch gelesen, in dem eine Strickgruppe mit unterschiedlichen Charakteren, während des Strickens zueinander gefunden und Probleme gelöst hat. Leider fällt mir der Titel nicht mehr ein, aber da mir die Thematik so gut gefallen hat und Debbie Macomber durch ihre "Rose Harbour Reihe" mit zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, musste ich bei dieser Reihe natürlich zuschlagen.

Der Schreibstil ist einfach zu lesen. Die Kapitel sind nach den vier Protagonistinnen unterteilt. Man kann hier auch nicht durcheinander kommen, da der Name der jeweiligen Person über dem Kapitel steht. Hinzu kommt ab und an ein schönes Zitat über das Stricken.

Die Protagonistinnen haben eine Vielzahl an Sorgen und Probleme. Nicht alles läuft rund im Leben und einige Probleme lassen sich mit wenig Aufwand lösen und manche Sorgen lassen die Person fast daran zerbrechen. Das Miteinander der Personen ergibt spannende Dialoge und Handlungsabläufe, die man nicht unbedingt kommen sieht. 


Zitat: 1. Kapitel "Aus dem Garn werden die Maschen geformt, durch das Stricken die Freundschaften geknüpft und die Kunst verbindet die Generationen" - Karen Alfke, Unpattern-Designerin und Stricklehrerin

Wir hätten da Lydia, die Krebs zweimal überlebt hat, Carol, die unbedingt ein Baby bekommen möchte, aber schon zahlreiche Fehlgeburten hatte, die wohlhabende Jaqueline, die mit Ihrer Südstaatenschwiegertochter überhaupt nicht warm wird und dadurch ihren Sohn zu verlieren droht und Alix, die rebellische Punkerin, die durch den Strickkurs nur Sozialstunden ableisten will. Eine bunte Mischung, die für zahlreiche Stunden Lesegenuss sorgt. 

Diese Reihe wird übrigens im Englischen unter "Blossom Street" geführt und hat bereits 13 Teile! Da wollen wir doch hoffen, dass Harper Collins auch die übrigen Teile nach und nach veröffentlicht. Volle Punktzahl!

Ich benötige unbedingt die bereits erschienen bzw. demnächst erscheinenden Teile "Die Maschen des Schicksals", "Der Garten des Lebens" und "Die Farben der Herzen.". Ich muss wissen, wie es auf der Blossom Street weitergeht. 

Derzeit findet man ja bei vielen Büchern, in denen Leckereien vorkommen am Ende Rezepte; hier gibt es für Leser, die einen Versuch starten wollen, eine Strickanleitung.



Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2017
Seiten: 416
ISBN: 978-3956496530


© Sonja Kochmann

Sonntag, 28. Mai 2017

Love Letter Convention 2017 - Schnipsel von SONJA

© Sonja Kochmann


Meine zweite Love Letter Convention war wieder wunderbar. So viele Eindrücke, lesebegeisterte Menschen und und und ...

Ich versuche mal die Eindrücke zu ordnen und habe ein paar Schnipsel für Euch:


  • Echte Cowgirls tragen rosa Cowboystiefel, die jederzeit durch pinke High Heels ersetzt werden können.
© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

  • Beim Bullenreiten gab es ordentlich Gejohle und der arg betatschte und vom Östrogen gebeutelte Cowboy sah neben der dynamischen Autorin alt aus. Ponyreiten für ihn beim nächsten Mal.
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Videos - © Sonja Kochmann

  • Newcomer freuen sich erfrischend ehrlich, wenn sie ihr erstes Autogramm auf der LLC schreiben dürfen.
© Sonja Kochmann

  • Manche Autoren dagegen erschüttern, wenn man die tatsächliche Einstellung zu Fans mitbekommt. Kleiner Tipp: Niemals auf dem LLC Gelände über Fans lästern, die haben tatsächlich Ohren!
  • Manche lesen hot, hotter und ... aber beim round table schaffte es so manche Autorin, dass die Zuhörer mit roten Ohren verlegen giggelten.
© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

  • Bei Stadt, Mann Kuss gab es lustige Kombinationen und erstaunliche viele Schummler. Doch der Spaßfaktor war hoch. 
  • Beim Romance Quiz gab es eine blöde Frage über Anwälte....Millionäre, Familienclans und Co. waren allerdings kein Problem. Die verdiente Siegerin Annie Stone ärgerte hinterher Poppy J. Anderson freundschaftlich.
  • Bei Poppy gab es optische und kalorienreiche Appetithäppchen und einen Ausblick auf die nächsten Bände.
© Sonja Kochmann

  • Im persönlichen Gespräch lernt man, dass Pseudonyme, wenn sie bis dato unbekannt waren, die Wunschliste sprunghaft verlängern.
  • Wo kommt nur der Appetit auf Apfelkuchen und der Wunsch nach Nordseeurlaub her?
© Sonja Kochmann
  • Die Deutsche Bahn erhöht immer wieder den Stressfaktor.
  • Die Organistatoren und die Security waren wie immer erfreulich gelassen und freundlich und so mancher (Marijo) hat inzwischen seinen eigenen Fanclub.
  • Was macht bloß Prinz Harry beim meet and greet auf der LLC und warum ist er so klein?
© Sonja Kochmann

  • Kristina Günak hat ab sofort ein piependes Hundekörbchen, sofern der Täter das geniale Geschenk nicht durchschaut.
© Sonja Kochmann
  • Cupcakes sind immer gut anzuschauen (Happy Birthday, Lyx!), schmecken aber extrem süß. Poppys Cake Pop gewinnt deutlich.
© Sonja Kochmann
  • Die dezente Farbe der LLC-Tasche macht sie diesmal alltagstauglich. Bitte auch für 2018 dezent. Marineblau? Grau?
  • Ich habe Dank Charlotte Taylor meinen Faible für kilted yoga entdeckt. Schaut mal bei You Tube rein.
© Sonja Kochmann

  • Bleistifte mit Glitzer sind toll.
  • Buchtrends und Wünsche von Hardcore Fans scheinen nicht immer das Gleiche zu sein oder wie geht es Euch mit Millionären, SM und Dreiecksgeschichten? Ich will small town, Sportler und gesunde Liebe und keinen massiv gestörten Helden, die ein Fall für die Klapse sind!
© Sonja Kochmann

  • Creme Brülee im Restaurant "Die Schule" ist unglaublich und auch nächstes Jahr wieder Pflicht. Auf die Pizza mit Haar von der Pizzeria gegenüber und Cuba Libre vom unfreundlichen Kellner bei "Tauro gusto y pasión" verzichten wir allerdings gern.
  • Dieses Wetter hätten wir auch gern 2018. Ab wann gibt es eigentlich Karten? ;)
  • Liebe Leute an der Signierstunde müssen wir alle dringend arbeiten.
© Sonja Kochmann

Danke auch an die Organisatoren und die Security, die immer freundlich waren und natürlich von einigen Unverbesserlichen ordentlich Kritik bezüglich der Signierstunde einstecken mussten. 
(Kleiner Tipp: Nur ein Arzt kann wirklich unterscheiden, wer eingeschränkt anstehen kann, denn man sieht es nicht jedem an. Wenn der Spaß an der Veranstaltung nicht verloren gehen soll, nehmt den Druck raus. 
Verteilt die Bücher zum Beispiel schon vorher über die Taschen. Es kann dann halt getauscht werden und bei den meet and greets in Ruhe signiert werden. 
Der Verkauf sollte Bücher von allen Autoren anbieten, so dass bei Bedarf halt gekauft werden kann, wenn man sein Buch halt nicht in der Tasche hatte. Ansonsten muss bald ein Attest vorgelegt werden und ich finde es eigentlich auch für die Autoren, die Sonntag noch eine Veranstaltung haben, etwas doof, wenn da kaum einer sitzt, weil alle seit 3 Stunden vor der Aula campen.)

Julie Briac - Château de Mérival: Der Geschmack der Leidenschaft von SONJA


Quelle: Knaur TB


INHALT:
Auf einer Weinprobe gewinnt die Londonerin Cora ein Stück Land: ein kleines Eckchen in Médoc im Südwesten von Frankreich. Ein kleiner Kurzurlaub zeigt Cora wie wundervoll dieser Landstrich mit seinen Weinreben und seinen Männer sein kann. Denn ihr Stück Land liegt genau zwischen zwei verfeindeten Winzerfamilien und jede hat einen schicken Franzosen zu bieten, der Coras Herz höher schlagen lässt.


FAZIT:
Das Buch ist genau richtig für den Sommer. Ich habe es zwar auf Balkonien gelesen, aber während die Sonne auf meinen ebook Reader fiel, träumte ich von den Weinranken, der Sonne.....und war sofort drin in der Geschichte. Der Schreibstil der Autorin lässt sich schnell und locker lesen und man kann Coras Wünsche, Sorgen und Nöte schnell nachvollziehen. Man gönnt ihr den Sommer in Frankreich und auch die schrulligen Nebenprotagonisten sorgen für ordentliche Schmunzler.

Denn hier tauchen englische Nudisten mit Wohnwagen, eine kernige Haushälterin, verbissene Immobilienhaie und und und auf. 

Die Engländer contra Franzosen bieten einen interessanten Gegensatz im Buch. Kulinarisch und auch vom Verhalten lernen die Protagonisten voneinander und ich bin gespannt, wo das alles hinführt. Der Prozess der Weinlese ist ein interessanter Nebenaspekt im Buch und sorgt für ein schönes Sommerfeeling.

Wer hier ein erotisches Buch vermutet, liegt völlig falsch. Nach einem Küsschen kommt der Schwenk zum Kamin (das war bei der Love Letter Convention 2017 die Umschreibung für harmlose Liebesromane) bzw. hier der Schwenk zum Weinfass.   ;)

Die Landschaft, die Sonne, der Wein, das Essen und die Männer (Pascal und Robert) beeindrucken Coras Herz und das Buch fährt ordentlich Zündstoff auf. Natürlich hat das Buch einen Cliffhanger und so müssen sich die Leser wohl bis zum Erscheinen von Band 2 und 3 gedulden, aber dann bin ich auf jeden Fall wieder dabei: Volle Punktzahl.

Verlag: Knaur TB
erschienen: 2017
Seiten: 272
ISBN: 978-3426519813

© Sonja Kochmann

Bibliografie: Julie Briac


Château de Mérival:

01) Der Geschmack der Leidenschaft
02) Der Traum vom Glück
03) Das Ende der Sehnsucht

Quelle: Knaur TB
Quelle: Knaur TB
Quelle: Knaur TB

Caroline Roberts - Rosen, Tee und Kandiszucker von SONJA


Quelle: Mira Taschenbuch


INHALT:
Ellie hat einen Traum: Backen. Als sie eine Annonce in der Zeitung entdeckt, in der eine Pächterin für die Teestube in Clavenham Castle gesucht wird, bewirbt sie sich kurzerhand. Beim Vorstellungsgespräch lernt sie den mürrischen alten Schlossbesitzer Lord Henry und den gut aussehenden Gutsverwalter Joe kennen. Können sich ihre Träume verwirklichen?

FAZIT:
Bereits beim Klappentext hatte das Buch gewonnen. Ich liebe derzeit Geschichten, die in England spielen und als ich dann die ersten Zeilen mit der sympathischen Ellie las, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.

Caroline Roberts hat einen leichten, schwungvollen Schreibstil, der Seite um Seite den Leser mit nimmt. Dies kann allerdings auch an Ellies Tatendrang gelegen haben. Sie lässt einen beim Lesen Schmunzeln und man bekommt Hunger auf die tollen Gebäckstücke, die sie dort zaubert.
Lord Henry, Joe, Ellies Familie und die Nebencharaktere Doris, Nicole, Deanna sind wundervoll gelungen und man hat richtig Lust, durch das Schloss und die Anlagen zu streifen und anschließend ein Tässchen Tee zu trinken.

Trotz aller Romantik und Träume hat das Buch auch ernste Töne, denn ein Schloss muss renoviert werden und verursacht hohe Kosten und eine Teestube zu betreiben, wenn keine Touristen kommen, muss kalkulatorischen durch Gewinne in der Saison ausgeglichen werden. Interessant, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen...ach nein Rosen, Tee und Kandiszucker ist. (Mir hat da der englische Titel "The Cosy Teashop in the Castle" übrigens ein bisschen besser gefallen.)

Liebe ist natürlich auch mit dabei, genauso wie ein kleines Geheimnis, was etwas Würze am Ende verleiht: 9 von 10 Punkten.


Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2017
Seiten: 400
ISBN: 978-3956496622

© Sonja Kochmann

Molly McAdams - Trusting Liam: Tief in meinem Herzen von SONJA


Quelle: Mira Taschenbuch


INHALT: 
Kennedy trifft nach einem zurückliegenden One Night Stand besagten Liam wieder. Doch die Umstände haben sich geändert.....finden die beiden zueinander?

FAZIT:
Dies ist nicht mein erstes Buch von Molly McAdams. Bisher überraschten die Bücher immer mit verrückten Dreiecksgeschichten und plötzlichen Wendungen, so dass man das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Daher griff ich auch hier zu.

Der Schreibstil lässt sich einfach lesen, jedoch ist die Geschichte hier mehr als verzwickt. Ich habe nichts dagegen, wenn die Protagonisten aus anderen Büchern wieder auftauchen, wenn es gut gemacht ist. Bei kleinen Dörfchen, Inseln oder Familien kommt dies ja häufig vor und ist ein bewährtes Mittel.

Die Autorin hat dies ja auch in den beiden Bänden "Love and Lies: Alles ist erlaubt und Alles ist verziehen" bereits gemacht. Denn dort finden die Eltern von Kennedy zusammen und hier wird die Grundlage für Kennedys und Kiras Umzug geschaffen. Kira? Ja, Kira - Kennedy hat noch eine Zwillingsschwester und Liam war in einem Zeitstrang, der vor dem Buch spielt ein One Night Stand von Kennedy. Liam ist der Sohn von Harper, Brandon und Chase aus "Taking Chances". Warum zwei Väter? Lest selbst, wenn ihr Geduld habt, denn das Buch war (noch) gut.

Da "Love and Lies" und "Taking Chances" bereits massiv verzwickte Familiengeschichten haben, war es meiner Meinung nach eine Zumutung für den Leser, die Familien zusammenzuführen. Die Autorin  verliert sich in Erläuterungen und es wäre wohl einfacher gewesen, neue Protagonisten zu erschaffen. Dadurch zieht sich das Buch wie ein Kaugummi und weist kaum eigene Handlung auf.

Achja, da kommt dann noch ein Kerl, der.....also es ist eine Art Vierecksgeschichte, die mich echt Nerven gekostet hat. Dennoch wollte ich wissen, wie es ausgeht: 2 von 10 Punkten.

Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2016
Seiten: 304
ISBN: 978-3956495892

© Sonja Kochmann

Inka Loreen Minden - Hot Heroes: Stranded von SONJA


Quelle: beHEARTBEAT by Bastei Entertainment

INHALT:
Jayden ist Pilot und Survivaltrainer in einem thailändischen Urlaubsressort. Die Reiseleiterin Ranja ist mehr als interessiert. Doch nach einem heißen Techtelmechtel zeigt Jayden ihr die kalte Schulter. Doch die Lage ändert sich dramatisch, als die beiden mit der kleinen Cessna über einer kleinen unbewohnten Insel abstürzen......

FAZIT:
Hot , hotter.... hot heroes! Ganz klar und eindeutig. Der Schreibstil von Inka Loreen Minden ist wie gewohnt lustig, mitreißend und spritzig (darf man das bei so einem Genre überhaupt so schreiben?   ;)  ).

Die Protagonisten sind interessant gestaltet und bieten einen Einblick in das heutige Thailand nach dem Tsunami. Durchaus ein interessanter Aspekt, der einen zusätzlich zu der heißen Liebesgeschichte nachdenklich stimmt. Die menschlichen Tragödien, die Zerstörung der Natur und die Not der Bevölkerung kurz nach dem Tsunami sind aufgrund der zeitlichen Distanz inzwischen in Vergessenheit geraten. Die Atmosphäre ist natürlich einfach genial und man ahnt, wo die Autorin mal Urlaub gemacht hat.

Etwas schwer tat ich mich diesmal mit der "Ich-Form", denn die Geschichte wird aus Ranjas Sicht erzählt und eine klitzekleine Halbthailänderin hat doch andere Sicht- und Denkweisen als eine 1,87m große Blondine. 

Der gequälte Held und die freche Halbthailänderin waren dennoch ein würziges Appetithäppchen für zwischendurch: 8 von 10 Punkten.

Verlag: beHEARTBEAT by Bastei Entertainment
erschienen: 2017
Seiten: 124
ASIN: B01MSPGGCQ

© Sonja Kochmann
Mein Beitrag zu  #beebooks #cautionhotcontent.

Samstag, 27. Mai 2017

Mechthild Gläser - Emma, der Faun und das vergessene Buch von SINA

Loewe

Emma besucht das Internat auf Schloss Stolzenburg. Beim Aufräumen der Bibliothek stößt sie zufällig auf eine alte Chronik des Schlosses. Beim Lesen merkt sie jedoch, dass es sich um eine Art Tagebuch handelt und dass Eintragungen in das Buch in Erfüllung gehen. Emma benutzt dies natürlich auch gleich, um selbst einige Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Anfangen möchte sie mit dem unmöglichen Darcy de Winter, der sich aufführt, als gehöre ihm das Schloss. Emma merkt jedoch bald, dass ihre "Wünsche" aber nicht richtig ausgeführt werden und sich auch unnatürliche Sachen zutragen. So macht sie sich daran, herauszufinden, was es denn mit dem Buch auf sich hat. Und mit dem Faun, von dem im Buch ständig die Rede ist. 
Gleichzeitig versucht sie auch etwas über Darcys Schwester Gina zu erfahren, die vier Jahre zuvor verschwunden ist. Dabei kommen sich Darcy und Emma näher, doch das macht Darcy auch nicht sympathischer. Glaubt Emma zumindest...

Ich muss zugeben, das Buch war ein reiner Coverkauf. Aber die tollen Farben und der ungewöhnliche Buchtitel haben mich dazu verleitet. 
Dass sich dahinter dann noch eine süße Geschichte verbirgt, war dann ein reiner Glückstreffer. Leider habe ich von der Autorin nämlich noch nichts gelesen, obwohl ich auch "Die Buchspringer" noch ungelesen im Regal stehen habe. Dies wird sich aber nun ändern.

Die Autorin nimmt uns mit auf das Schloss Stolzenburg, ein ehrwürdiges und traditiosnreiches Internat. Mit ihren 16 Jahren ist die Protagonistin Emma sehr selbstständig und gewissenhaft. Ihr Engagement für die Schule ist beispielhaft. Sie hilft, wo es geht, hat gute Noten und ist beliebt. Dies macht sie in meinen Augen schon etwas zu perfekt. Bis Darcy de Winter plötzlich auftaucht und Emma mal so gründlich aus dem Konzept bringt.
Die beiden sind wie Feuer und Wasser. Der eine kann nicht mit dem anderen und so ergibt sich so mancher herrlicher Schlagabtausch.

Durch das traumhafte Setting (Schloss, eingebettet im Wald mit anschließender Klosterruine, gelegen am Rhein) ergibt sich zauberhaftes Bild. Man gerät schon fast ins Schwärmen, wenn man an das Internat denkt. Denn hier scheint es einfach perfekt zu sein. Emma zumindest hat nichts auszusetzen und auch die anderen Schüler sind allesamt stolz, hier zur Schule zu gehen. Tradition wird großgeschrieben.

Mit viel Geschick lässt die Autorin auch eine Liebesgeschichte einfließen, die an "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen erinnert und so ergibt sich eine Mischung aus Romantik, Komödie und Fantasy. Gepaart mit der Jugend der Protagonisten ist eine locker-flockige Geschichte entstanden, die durch ein paar "düstere" Fantasy-Elemente noch einen gewissen Kick bekommt.

Auch wenn es einige langgezogene Szenen in dem Buch gab, überwog der Unterhaltungswert. Die Jane Austen-Erinnerung ist übrigens gewollt. Die Autorin wollte zum 200. Todestag der berühmten Autorin eine Adaption der Figuren und Motive aus deren Büchern zaubern und greift deshalb die Romane auf. 

Die Idee des Buches konnte mich sehr überzeugen, allerdings gab es einige Stellen, die meiner Meinung nach nicht so recht in die Geschichte passten und deswegen das Buch unnötig in die Länge zogen. Dafür war mir das Ende etwas zu schnell und hätte bestimmt noch einige Seiten mehr vertragen können.

Man merkt jedoch deutlich, dass das Buch eher an jüngere Leser gerichtet ist. Die Geschichte wirkt süß und klebrig, jedoch im positiven Sinne. Sie zeigt mir deutlich, dass man so auch mal dem Alltag entfliehen kann und man sich einfach auch mal etwas Zucker gönnen sollte. Deswegen kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass mich die Geschichte einfach sehr gut unterhalten hat und mich die witzige und vor allem erfrischende Art der Autorin für ein paar Stunden ins Reich der Fantasie schicken konnte.

Fazit:
Eine süße Geschichte rund um ein vergessenes Buch, dass Wünsche wahr werden lässt. Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.

Verlag: Loewe
erschienen: 2017
Printseiten: 416
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-7855-8512-2







Anthony O`Neill - Dark Side von SINA

Droemer Knaur

Damien Justus wird als Polizeilieutenant auf der dunklen Seite des Mond eingesetzt, um dort in der Kolonie Purgatory für Recht und Ordnung zu sorgen. Kaum hat er mit der Arbeit angefangen, erwartet ihn auch schon ein kniffliger Fall. Ein Mord nach dem anderen wird ausgeübt und irgendwie stehen alle mit dem Gründer der Kolonie, Fletcher Brass in Verbindung. 
Auf der anderen Seite des Mondes macht sich ein wahnsinniger Androide auf den Weg in die Kolonie und hinterlässt dabei ebenfalls eine Spur aus Leichen.
Doch wie steht dies alles miteinander in Verbindung? Justus Recherche lässt ihn immer weiter in die dunkelsten Geheimnisse von Purgatory eindringen.

Nach dem ersten Lesen des Klappentextes war ich nicht so recht überzeugt, ob dieses Buch etwas für mich ist. Aber bekanntlich soll man ja allem eine Chance geben.

"Dark Side" hat definitiv eine Chance verdient, denn der abgedrehte Schreibstil, die düstere Atmosphäre aufgrund des Settings (dunkle Seite des Mondes) und die herrlich durchgeknallten Charaktere ergeben eine Mischung der besonderen Art.

Purgatory ist eine Kolonie auf der dunklen Seite des Mondes, die von dem eigensinnigen Milliardär Flechter Brass gegründet wurde. In Purgatory und deren Hauptstadt Sin finden sich jegliche Kriminelle, die es auf der Erde nicht mehr ausgehalten haben und dort ein neues Leben anfangen wollen. 

Natürlich gibt es Polizei, doch Korruption ist Alltag und die Polizisten drücken eher ein Auge zu oder handeln unverantwortlich. Bis der unbestechliche Lieutenant Damien Justus auftaucht und anfängt für Recht und Ordnung zu sorgen...

Die Geschichte beginnt damit, dass einem erst mal der Mond an sich vorgestellt wird. Man wird direkt vom Erzähler angesprochen und bekommt eine Führung der besonderen Art. Dieses "Ansprechen" gibt es nochmals in einigen Kapiteln und macht mir ehrlich gesagt den Mond nicht gerade schmackhaft. Aber gut, dass dort oben ja keiner lebt. Oder doch?

Ansonsten spielt die Handlung abwechselnd aus Sicht von Justus oder einem Opfer des Androiden. 

Auf der Rückseite im Klappentext steht, dass das Wallstreet Journal folgendes zu dem Buch sagt: "Hochinspirierter Wahnsinn...". Meiner Meinung nach trifft dies den Nagel auf den Kopf. 

Der Schreibstil des Autors hat etwas fesselndes. Nicht nur sein Erzählstil ist ungewöhnlich, auch die Story, die sich langsam abzeichnet, ist so dermaßen anders als man gewohnt ist.

Und doch gab es Momente, in denen ich dachte: Stop. Das ist jetzt aber wirklich zu viel. Doch diese hielten sich in Grenzen.

Die Vorstellung des Lebens auf dem Mond hat der Autor hier sehr gut gelöst. Es gibt so einiges, über das er sich Gedanken gemacht hat und das auch vernünftig erklärt wird. Dass sich in der Kolonie Purgatory, die ja auf der dunklen Seite des Mondes liegt, der Abschaum der menschlichen Rasse angesiedelt hat, passt auch sehr gut. 

Die Charaktere sind allesamt sehr gut getroffen. Der Lieutenant Justus kam mir allerdings manchmal etwas zu "cool" vor. Seine Gefühle hat er sehr gut verstecken können und es bringt ihn auch fast nichts aus der Fassung. Vor allem, wenn er von seinen "Kollegen" verspottet wird. Hier hätte er als Chef schon mal eingreifen müssen. Der respektlose Umgang mit ihm hat viel von seiner Sympathie einbüßen lassen.

Dass sich neben den Ereignissen in der Hauptstadt Sin dann auch noch ein wahnsinniger Androide von der anderen Seite des Mondes auf den Weg nach Purgatory macht und dabei ein Blutbad hinter sich her zieht, hat dann noch einmal einen gewissen Kick in die Geschichte gebracht. Man rätselt, was der denn eigentlich will. Nach und nach zeichnet sich jedoch ein Bild ab, welches dann aber doch noch gegen Ende der Geschichte total über den Haufen geworden wird.

Fazit:
Ungewöhnliches Setting, ungewöhnlicher Plot, ungewöhnliche Umsetzung. Mir hat es Spaß gemacht, mich mal auf die dunkle Seite zu begeben. Von mir gibt es deshalb 8 von 10 Punkten. 

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2017
Printseiten: 412
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-3426518656

Dienstag, 23. Mai 2017

Jennifer L. Armentrout - Morgen lieb ich Dich für immer von SINA


cbt

Mallorys Kindheit in einer grausamen Pflegefamilie führte dazu, dass Panikzustände ihr Leben beherrschen. Mit Therapien und ihren neuen liebevollen Pflegeeltern Carl und Rosa schafft sie es jedoch, sich ein neues Leben aufzubauen. Mit 17 Jahren wagt sie es nun, an der Highschool ihren Abschluss zu machen. Trotzdem hat sie immer noch Probleme mit anderen zur reden oder überhaupt Vertrauen zu fassen. Auch wenn es zu laut ist, muss sich Mallory zusammenreißen, damit ihre Angst sie nicht überwältigt. Als sie am ersten Tag in der neuen Schule auf Rider trifft, weiß sie nicht, ob dies gut oder schlecht für sie ist. Denn Rider war ebenfalls in dieser grausamen Pflegefamilie und hat eigentlich auch ein kaputtes Leben. Aber Rider war auch ihr Bezugspunkt in der schweren Zeit, ihr Beschützer und ihr Freund. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen, und nun scheint es so, als sei Rider derjenige, der alles besser verkraftet hat. Bis Mallory merkt, dass auch Rider ziemliche Probleme hat.

Ich dachte eigentlich, ich komme so langsam auf den Geschmack von Liebesromanen, merke aber auch nach Lesen dieser Geschichte, dass mir dieses "Liebesding" einfach zu schnulzig ist. Es gibt Ausnahmen, wenn die Liebe sich nicht zu arg in den Vordergrund drängt oder zu schmalzig ist. Dies war hier leider nicht der Fall. 
Und doch habe ich das Buch fertig gelesen, weil ich einfach wissen musste, wie sich Mallory und Rider aus ihrem Elend mit der schlimmen Kindheit befreien.

© Sina Frambach

Jennifer L. Armentrout ist ja bekannt, dass sie gut "Drama" schreiben kann. Und hier konnte sie sich so richtig austoben.

Mallory und Rider hatten keine schöne Kindheit. Die leiblichen Eltern tot oder ohne Interesse an ihnen, wachsen beide in einer Pflegefamilie auf. Sie erfahren keine Liebe, nur Schmerz und Hass. Dabei haben Rider und Mallory nur sich. Rider ist der Beschützertyp und steckt auch mal Schläge ein, die Mallory galten. Und Mallory ist eine kleine graue Maus, die sich gerne versteckt und keinen Mucks von sich gibt. Beide werden erst nach langer Zeit mit 13 Jahren aus der Familie geholt und kommen unterschiedlich unter.

Vier Jahre später hat sich einiges geändert und sie sehen sich durch Zufall auf der Highschool wieder. Beide haben aber auch immer noch ihr Päckchen zu tragen, obwohl ihr Leben sich grundlegend geändert hat.

Die Geschichte wird aus Mallorys Sicht geschildert. So bekommt man hautnah auch ihre Gefühle und Ängste mit. Und das ist teilweise schwer verkraftbar.

© Sina Frambach

Ich muss zugeben, dass mich beim Lesen dann nur noch gereizt hat, mitzubekommen, wie Mallory denn ihr Leben auf die Reihe kriegt, nachdem sie mit solch schweren Angstzuständen zu kämpfen hat. Die Liebesgeschichte habe ich dabei etwas ausgeblendet, obwohl ich sagen muss, dass bis zum Ende hin doch eine gewisse Neugier vorhanden war.

Mallorys Panikattacken werden durch simple Dinge ausgelöst. In erster Linie Lärm und viele Menschen. Auf einer Highschool ja nicht wegzudenken. In zweiter Linie, überhaupt zu sprechen und dann noch vor vielen Leuten.
Eine Therapie konnte ihr helfen, doch muss sie raus, sie muss praktisch verarbeiten, was sie theoretisch vom Therapeuten erzählt bekommen hat.

Also wechselt sie vom Privatlehrer an die öffentliche Highschool und trifft dort prompt auf ihre Vergangenheit in Form von Rider. 

Und dass dies nicht einfach wird, ist ja wohl vorprogrammiert. Doch nicht nur Mallory hat Probleme damit, auch Rider. Als sich die beiden dann auch noch verlieben, wird es richtig schwer. Denn Rider hat so einiges in den vier Jahren gemacht, dass Mallory sich gar nicht vorzustellen wagte. 

Hinzu kommt der sehr gefühlvolle Schreibstil der Autorin. Dadurch kann man sich wunderbar in Mallory hineinversetzen und auch teilweise ihre Panik spüren. 
Rider bekommt man nur aus ihrer Sicht vorgestellt. Er scheint der perfekte Junge, immer bemüht, es Mallory recht zu machen. Doch das machte ihn in meinen Augen zu perfekt, bis zu dem Zeitpunkt, als die Stimmung im Buch umschlägt und es zu einer Tat kommt, die ich unheimlich traurig fand. Was genau passiert, kann ich nicht schreiben. Ich kann nur sagen, dass sich ab diesem Zeitpunkt so einiges ändert.

Mallorys Entwicklung ist sehr interessant. Die Reaktionen in ihrem Umfeld aber auch. Gerade das Verständnis der Mitschüler fand ich ein bisschen unglaubwürdig, da Kinder bzw. Jugendliche doch sehr viel verletzender sein können. 

Ab der zweiten Hälfte des Buches hatte ich jedoch Probleme, dies wegzulegen, da die Dramatik einfach so sehr anstiegt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie nun alles endet. 

Fazit:
Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Die Liebesgeschichte war mir jedoch etwas "too much". Deswegen gibt es von mir 7 von 10 Punkten.

Verlag: cbt
erschienen: 2017
Printseiten: 544
Format: Paperback
ISBN: 978-3-570-31141-7

Doctor Who: Gefangene der Zeit (2) von SINA


Panini Comics

Über 50 Jahre Doctor Who - Zeit für ein außergewöhnliches Abenteuer: die ersten 11 Doctoren müssen sich vereinen. Ihre Begleiter verschwinden spurlos. Die Suche gestaltet sich schwierig, bis der Elfte Doctor auf das Versteck des Entführers stößt. 

Bei diesem Band handelt es sich um den zweiten Teil des groß angelegten Abenteuers, dass die ersten 11 Doctoren miteinander vereint. Vom Siebten bis zum Elften Doctor ist jedem ein eigenes Kapitel gewidmet, welches jeweils damit endet, dass die aktuelle Begleitung des Doctors spurlos verschwindet. Entführt von einer mysteriösen Gestalt. 
Nach und nach treten also die Doctoren und deren Begleitung auf. Angefangen bei dem Siebten Doctor und dessen Begleitung Ace.

© Sina Frambach

Im Abschlusskapitel (dem 12.) kommt es dann zum großen Showdown mit jeder Menge Action und natürlich der gewohnt sarkastischen Logik des Doctors, diesmal in 11 verschiedenen Variationen und geballt auf einem Haufen. 

© Sina Frambach


Von Doctor Who geht eine Faszination aus, der sich fast keiner entziehen kann. Diese Faszination ist aber auch sehr schwer zu beschreiben. Der ungewöhnliche Plot, die faszinierenden neuen Welten, die unterschiedlichen Charaktere und Figuren, seien sie nun Alien oder Mensch, ergeben eine perfekte Mischung, die sich durch alle Staffeln der Serie sowie der Comics und Geschichten zieht. 

Die einzelnen Kapitel sind spannende und typische Abenteuer, die der Doctor mit seinen jeweiligen Begleitern erlebt. Dabei hat mir vor allem Kapitel 9 und 10 sehr gut gefallen. 10 vor allem deshalb, weil die Inkarnation des Zehnten Doctors meine liebste ist. Ebenso die Begleiter, hier allen voran Rose Taylor, dicht gefolgt von Amy Ponds.

© Sina Frambach


In dem Comic ist all das vorhanden, was man sich von einer guten Geschichte wünscht. Spannung, Leid, Witz, Action, Neid und Hass sind gut verteilt, ergeben tolle Storys und erwecken die Sehnsucht, auch mal mit dem Doctor in der Tardis in fremde Welten zu reisen. 
Die Suche nach Hinweisen bezüglich des Entführers hat  mir auch sehr gut gefallen. Und der Sarkasmus kam natürlich auch nicht zu kurz.

Nach jedem Kapitel erwartet einem ein kleiner Beitrag eines "Angehörigen" von Doctor Who, also jemandem, der irgendwie an der Serie, den Comics oder den Geschichten beteiligt war oder ist. John Freeman (ehemaliger Redakteur des Doctor Who-Magazins), Scott Gray (Autor), Clayton Freeman (Umschlaggestalter) und Tony Lee (Autor) erzählen über ihre Erfahrungen. Außerdem erwartet einem am Ende ein Interview mit John Ridgway, dem Comic-Zeichner schlechthin. Hier gibt es auch interessante Einblicke in dessen Arbeit mit Doctor Who.

Die Texte im Comic sind von Scott & David Tipton. Die Zeichnungen sind in den Kapiteln jeweils von anderen angefertigt. Und so ergeben sich für jedes Kapitel andere Zeichenstile, wobei mir persönlich der Stil von Kapitel 8 nicht gefallen hat, da er mir zu "kindlich" wirkte.

© Sina Frambach


Ansonsten ist fast alles vorhanden. Ein harter, dunkler Stil, ein weicher, heller Stil. Mal farbenfroh, mal trist. Jeweils passend zu der Story.

Durch die Vielfalt der Mitwirkenden an dem zweiten Band ergibt sich ein spannendes und rasantes Abenteuer mit einem Wiedersehen aller Inkarnationen bis zum Elften Doctor.

Fazit: 
So macht Zeitreisen Spaß. Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.

Verlag: Panini Comics
erschienen: 2017
Printseiten: 160
Format: Softcover
ISBN: 978-3-741600517

© Sina Frambach