Montag, 9. April 2018

Rezension // Sara Rider - Going for the Goal von SONJA


INHALT:
Sportagentin Jillian Nichols musste viel für ihren Kundenstamm tun, um sich in einer Männerdomäne behaupten zu können. Doch als Nick „The Punisher“ Salinger, Eishockeyrüpel wie er im Buche steht, sie um einen Vertrag bittet, will sie aufgrund ihrer eisernen Grundsätze am liebsten ablehnen. Doch kann und will sie dies überhaupt? Vor Jahren hat er ihr bereits den Kopf verdreht....

FAZIT:

Aufgrund des Klappentextes musste ich unbedingt zugreifen. Denn ich liebe solche Liebesgeschichten, die sich um kernige Sportler drehen.

Dieses Buch ist Teil der Reihe "The Perfect Play". Allerdings merkt man beim Lesen nicht, dass es zwei Vorbände "For the Win" und "Keeping Score" gibt. In "For the Win" geht es um Lainey Lukas, die hier überhaupt nicht erwähnt wird. In "Keeping Score" geht es um Jaime Chen, die als Nebenfigur in einigen kleinen Szenen vorkommt.

Sara Rider hat einen erfrischenden Schreibstil und so fliegen die Seiten leicht und locker mit Witz und Charme der Protagonisten nur so dahin. Die zu erwartende Dosis Erotik kommt natürlich mit einigen zu lösenden Problemen hinzu.

Jillian ist eine tatkräftige Heldin. Sie kann fast jedes Problem für ihre Schützlinge lösen und geht in ihrem Job auf. Dass sie sich dabei meist selbst vergisst, ist ihr egal. Sie will als Sportagentin, dass beste für ihre Schützlinge. Ihre Beweggründe sind glaubhaft dargestellt und sie findet in dem scheinbar skrupellosen Eishockeyrowdy Nick einen ungewohnten Beschützer. 

Nick, der aufgrund seiner Position auf dem Eis und seiner Medienberichte eher als Schläger wahrgenommen wird, hat jedoch eine fürsorgliche Seite. Damit ergänzen sich beide schneller als gedacht (trotz zurückliegender Ereignisse). Was da noch alles passieren muss, damit die Kuh vom Eis oder der Eishockeyspieler vom Eis ins Bett kommt, müsst ihr selbst lesen!

Ich würde mir vom Verlag wünschen, dass auch die übrigen Bücher übersetzt werden, denn Sara Rider kann mit den bisher in Deutschland erschienenen "Sportlerliebesgeschichten" hervorragend mithalten: volle Punktzahl.

Verlag: forever
erschienen: 2018
Seiten: 370
ISBN: 978-3958189638


© Sonja Kochmann

Rezension // Jennifer Ryan - Montana Dreams: So tief wie die Sehnsucht von SONJA


INHALT:
Colt und Luna: es gab einen Kuss vor einiger Zeit und dennoch wurden beide kein Paar. Als Luna ein Jobangebot in einer anderen Stadt erhält und ihr väterlicher Freund Wayne stirbt, überschlagen sich die Ereignisse. Haben die beiden eine Chance?

FAZIT:
Ich bin bzw. war verwirrt. Laut Ankündigung des Verlages soll dies der vierte Teil der Reihe "Montana Dreams" sein.

Aber ... das macht keinen Sinn, weil im dritten deutschen Band "So berauschend wie die Liebe" wir die Kendricks das erste Mal am Rande kennen lernen. Alle drei Söhne sind zu diesem Zeitpunkt Single. 

Hier erfahren wir nun, dass Rory Kendrick Sadie heiraten wird und dass es ein ordentliches Drama um die beiden gab. Colt Kendrick und Luna haben sich bereits kennengelernt und wohl auch geküsst. Warum? Wieso?

Ich habe mich ein Drittel des Buches gefragt, warum ich die ablaufende Handlung nicht nachvollziehen kann, weil die Protagonisten, wie es ja bei diesen Reihen üblich ist, einfach da weiter machen, wo die Handlung aufhörte (nur halt mit neuer Pärchenbildung). 

Ich habe auf der Homepage der Autorin herausgefunden, dass der englische Band "Stone Cold Cowboy" im Deutschen übersprungen wurde. Schade. Das Buch verliert einiges dadurch. 
Der nächste Band wäre der verbliebene Bruder Ford Kendrick mit "His Cowboy Heart". 

Zu beiden Teilen konnte ich noch keine Vorankündigung finden, was ich sehr ärgerlich finde. Denn die drei Brüder gehören zusammen, was anhand der beschriebenen Familienbande sehr deutlich wird.

Räumt man die Fragezeichen der fehlenden Geschichte beiseite, so ist die Familie Kendrick und auch die Ranchmitarbeiter von Wayne ein liebenswerter Haufen, der Luna hilft, sich als echte Ranchbesitzerin zu bewähren. 

Die Gefahr durch die Neider ist sehr spannend und mehr möchte ich, trotz meiner Kritik, über die erotische Lovestory im Westernstyle nicht verraten. Da dies jedoch meinen Lesespaß zu Beginn des Buches sehr beeinflusst hat, vergebe ich nur 5 von 10 Punkten, was der Verlag durchaus hätte vermeiden können!


Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2018
Seiten: 384
ISBN: 978-3956497704



© Sonja Kochmann

Sonntag, 8. April 2018

Rezension // Geneva Lee - Game of Destiny von SONJA



INHALT:
Emma Southerly und Jamie West: eine ereignisreiche Nacht in Las Vegas brachte die beiden zusammen. Doch der Mörder von Jamies Vater ist noch auf freiem Fuß und die beiden stolpern bei der Recherche über ein Geheimnis nach dem anderen. Haben die beiden eine Chance?

FAZIT:
Endlich ist der dritte und letzte Teil da. Endlich werden wir erfahren, was es für Geheimnisse um Emma und Jamies Familien gibt. Und wer ist denn nun der Mörder? In einer Stadt wie Las Vegas kann es jeder sein. Sex, Geld, Macht und Sünde spielen um die Gunst der Bewohner und der Touristen.

Geneva Lee hat es geschafft in allen drei Teilen (1. Game of Hearts und 2. Game of Passion) die Spannung konstant zu halten. Nie wurde es langweilig. Denn die Suche nach dem Täter lässt die beiden Hauptprotagonisten erwachsen werden. 

Das Buch gehört meiner Meinung nach zum Young Adult Genre, aber nun...haben Emma und Jamie....es getan und müssen mit den Konsequenzen leben. 

Aktuelle Themen wie z. B. der Hollywoodskandal um #metoo und Instagramaccounts machen das Buch, trotz der funkelnden und strahlenden Umgebung von Las Vegas, brandaktuell und glaubwürdig .

Die Vielzahl der Tatverdächtigen und der Motive sorgen für eine spannende Trilogie mit einem überraschenden und meisterlich gelösten Verbrechen. Volle Punktzahl.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2018
Seiten: 304
ISBN: 978-3734104817


© Sonja Kochmann

Donnerstag, 5. April 2018

Rezension // Andy Weir - Artemis von SINA


Jazz ist Schmugglerin. Schließlich ist das Leben auf dem Mond recht teuer und so verdient sie sich einiges mit dieser Tätigkeit dazu. Ihr eigentlicher Job ist Trägerin, d. h. sie bringt Waren, die von der Erde kommen zu ihren Empfängern. Als sich eines Tages ein illegaler Job als sehr lukrativ für erweist, schlägt sie zu, weil sie mit dem zu verdienenden Geld endlich ein besseres Leben führen kann. Doch alles geht schief und plötzlich wird Jazz zu der Person, die die Menschen auf dem Mond retten muss.

Nach "Der Marsianer" war ich sehr gespannt auf das neueste Werk des Autors. Diesmal befinden wir uns auf dem Mond und schmuggeln zusammen mit Jazz Bashara Luxusgüter, die eigentlich auf dem Mond verboten sind. 
Dabei lernen wir so einige Personen der Stadt Artemis kennen, die allesamt eine wichtige Rolle spielen.

Der Autor hat es wieder geschafft, alle technischen oder physikalischen Begebenheiten so zu beschreiben, dass auch ein Laie versteht, wie denn die Stadt auf dem Mond überhaupt existieren kann. Dabei bedient er sich auch einer sehr bildgewaltigen Sprache, so dass man keinerlei Mühe hat, sich vorzustellen, dass auf dem Mond tatsächlich solch eine gewaltige Anlage entstanden ist. 

Jazz ist eine liebenswerte junge Frau, die sich eigentlich nur wünscht, endlich aus dem "armen" Leben, dass sie führt, zu fliehen und ein "reiches", d. h. besseres Leben in einem anderen Stadtteil zu führen. Dabei führt sie kleinere kriminelle Schmuggeleien durch, um sich das Leben zu ersparen, dass sie sich wünscht.

Die Aussicht, etwas schneller an dieses Leben heranzukommen, führt Jazz dazu, einen größeren Auftrag auszuführen und damit eine Firma zu ruinieren, um einer anderen Firma die Möglichkeit zu geben, die größte der Stadt zu werden. Und plötzlich kommt sie dabei einer Verschwörung auf die Spur.

Jazz ist nicht auf den Mund gefallen. Sie sagt, was sie denkt und eckt dabei auch gewaltig an. Aber weil sie eben ihr Herz auf der Zunge trägt, macht sie sich so einige Freunde und kann deshalb auf Hilfe zählen, als sie diese am dringendsten braucht.

Mir hat es Spaß gemacht, Jazz auf dem Mond zu begleiten. Die Idee, die der Autor hier verarbeitet hat, war sehr interessant, gut durchdacht und bietet eine Menge Potential.

Und doch hat mir "Der Marsianer" besser gefallen, weil einfach mehr Spannung vorhanden war. Außerdem ist Jazz ein sehr cleveres Mädchen. Sie könnte ihr Potential ausschöpfen und eigentlich einen richtig guten Job machen. Doch verlegt sie sich lieber aufs Schmuggeln. 

Die technischen Begebenheiten, die auf dem Mond verarbeitet sind, sind klug durchdacht. Großen Respekt vor dem Autor, dass er sich hier so in die Materie eingearbeitet hat, diese aber so einfach und spielerisch erklärt, dass sie jeder versteht. Dies hat mir in dem Vorgängerroman schon gefallen und ich hoffe, dass der Autor diesen Stil auch weiter beibehält.

Fazit:
Ein Ausflug zum Mond mit spannenden Abenteuern. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne
erschienen: 2018
Printseiten: 432
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-27167-8

Rezension // Anja Janotta - Die Trabbel-Drillinge: Heimweh-Blues & Heisse Schokolade (1) von SINA



Franka, Vicky und Bella sind eineiige Drillinge. Klar, dass sie dies natürlich berühmt macht. Schließlich kommt so etwas nur 1 : 200 Millionen mal vor. Als ihre Mutter auf dem Land ein Bio-Hotel eröffnen will, wissen die drei, dass das bestimmt ganz schön öde wird. Und tatsächlich: mieses Internet, keine Freunde und zu dritt in einem Doppelbett, weil der Rest des Hotels eine Baustelle ist. Die Drillinge wissen jedoch auch, dass Zusammenhalt das Wichtigste ist und mit Schokolade und guten Ideen ganz sicher alles wieder gut wird.

Franka, Vicky und Bella sind etwas ganz Besonderes. Als Drilling geboren zu werden, ist eine Chance von 1 : 200 Millionen. Und da die drei wissen, dass sie besonders sind, nutzen sie dies auch zeitweise aus. So übernimmt z. B. Bella manchmal die Rollen der beiden anderen, wenn es um Prüfungen in der Schule geht. Ähnliche Aktionen führen auch mal dazu, dass etwas Verwirrung gestiftet wird.
Aber wenn es hart auf hart kommt, sind die drei ein Herz und eine Seele. Und wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können.

© Sina Frambach

Aber auch ein Drilling braucht mal Abstand von seinen Geschwistern. Dies ergeht zumindest Franka so. Da sie die "Nette" der drei ist, ist es auch sie, die immer nachgibt oder hilft. Doch Franka will dies nicht mehr und versucht sich abzukapseln. Dies führt natürlich auch zu vielen Komplikationen. 

Die Drolligen sind ein lustiges Gespannt und ergänzen sich auch gut. Der Computernerd Vicky, die Beauty-Queen Bella und die nette Franka, die mit ihren Kochfähigkeiten so manches Wohlgefühl verströmt. Vor allem Schokolade hat es ihr angetan und die verarbeitet sie in allen möglichen Variationen, bevorzugt jedoch in heißer Schokolade. 

Und plötzlich werden die drei High-Society-Girls in das luftige Landleben gestoßen, wo ihre Mutter ein Bio-Hotel eröffnen möchte. Aber anstatt sich in das neue Leben zu fügen, trotzen die drei und versuchen mit aller Gewalt, sich ja nicht anzupassen. Bis Details aus dem alten Leben auf das Land dringen, und die drei plötzlich mit einigen Anfeindungen rechnen müssen. 

© Sina Frambach

Die Autorin beschreibt das Drillings-Leben zuerst als eine Art Party, bis alle drei merken, dass sie Abstand voneinander brauchen. Und so fangen sie an, ihre eigenen Wege zu gehen. Aber trotzdem merkt man immer die Verbundenheit, die bei den dreien herrscht. 

Der witzige Schreibstil lässt einem durch das Buch fliegen und man begleitet die drei auf einem sehr ungewöhnlichen Weg zu einem neuen Leben. 

Fazit:
Viel Trabbel mit den Trabbel-Drillingen. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

Verlag: cbj
erschienen: 2018
Printseiten: 224
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-570-17536-1

© Sina Frambach

Rezension // Christopher Golden - Der Fährmann von SINA

© Sina Frambach

Nachdem Janine ihr ungeborenes Baby verloren hat, muss sie ihr Leben wieder in geregelte Bahnen bringen. Unterstützung findet sie dabei von ihrer besten Freundin Annette und ihrem Ex-Freund David. Doch immer wieder quälen sie Albträume, in denen ihr ein Fährmann erscheint und ihr droht.
Auch David bekommt Besuch von totgeglaubten Personen, die ihm nach dem Leben trachten. 
Als Janine und David wieder zueinander finden, nimmt die Gefahr zu und so suchen sie Unterstützung bei Father Charles, der ihre Geschichte nicht als Spinnerei abtut. Die Nachforschungen führen jedoch zu einem Ergebnis, dass nur auf eins hinführen kann: einer muss sterben, um den Albtraum zu beenden.

Schon das aufwendig gestaltete Cover lädt ein, das Buch bloß zu besitzen. Düster kommt es daher und der schwarze Buchschnitt macht den Einruck dann noch vollkommen. Der kurze, prägnante Eitel weckt noch mehr die Neugier und durch den Klappentext wird man quasi genötigt, sich dem Werk sofort zu widmen.
So ging es zumindest mir. Und ich kann nun endlich sagen: es lohnt sich! Denn was das Äußere verspricht, wird im Inneren gehalten.

© Sina Frambach

Die Protagonisten Janine und David sind von Anfang an sehr sympathisch. Vor allem David, der sich als wahrer Gentleman entpuppt. Er ist zuvorkommend, hört zu, ist aufmerksam und hilfsbereit. Er denkt zuerst an andere, bevor er sich um sich selbst kümmert. Ihn quälen zwar auch düstere Geschehnisse aus der Vergangenheit, trotzdem versucht er mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben und vor allem eine logische Erklärung für das Unerklärliche zu finden.
Janine, die mit dem Verlust ihres ungeborenen Kindes zu kämpfen hat, wird von Albträumen gequält. Diese führen dazu, dass Janine ernsthaft an ihrem Verstand zweifelt. Sie versucht gegenzusteuern, doch kann sie teilweise nicht unterscheiden, ob sich alles in der Realität abspielt. 

Was hinter allem steckt wird nur langsam aufgeklärt. Dabei bedient sich der Autor eines sehr bildhaften Schreibstils. Dadurch entsteht ein regelrechtes Kopfkino, das es einem möglich macht, sich ganz in der Geschichte zu verlieren. 

© Sina Frambach

Durch das düstere Szenario wird der Eindruck erweckt, dass alles aussichtslos erscheint. Nur ganz kleine Lichtblicke lassen Hoffnung entstehen.

Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch und lässt auch keinen Augenblick nach. So fliegt man durch die Geschichte, leidet mit den Protagonisten und such selbst nach Antworten und Lösungen.

Die Vermischung der Realität verhindert aber auch, dass diese Geschichte im Einheitsbrei der Bücher untergeht. So hebt sich das Buch gewaltig ab und bietet dabei einen sehr großen Unterhaltungsgrad. 

Dies wird auch durch die schönen Illustrationen im Inneren unterstützt. Hier wird das Düstere nochmals eingefangen und fürs Auge weitergegeben.

© Sina Frambach

Mich persönlich hat das Buch sehr in den Bann gezogen. Jede freie Minute habe ich damit verbracht und hätte auch gut und gerne noch viel weiter lesen können. Umso gespannter bin ich auf das neueste Werk des Autors, der sich nun einen Favoritenplatz in meinem Bücherregal erarbeitet hat.

Fazit:
Pure Spannung, gute Unterhaltung und schöne Illustrationen - eine perfekte Mischung. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Buchheim Verlag
erschienen: 2017
Format: Hardcover
Printseiten: 372
ISBN: 978-3-946330-01-1

Rezension // Patrick Ness - Sieben Minuten nach Mitternacht von SINA

© Sina Frambach

Conor ist 13 Jahre alt und glaubt nicht mehr an Monster. Allein vor seinen Albträumen fürchtet er sich. Und diese kommen jede Nacht, seit seine Mutter schwer erkrankt ist. Als um sieben Minuten nach Mitternacht jedoch ein Monster bei Conor auftaucht und ihm mit Geschichten seine Weisheit vermittelt will, weiß Conor, dass der Schmerz, der in ihm wohnt, etwas Gefährliches von ihm abverlangt. Doch was, muss er erst herausfinden.

Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt, muss man darauf gefasst sein, dass die Emotionen über einen hereinbrechen. Bei mir war es so, denn was Conor in seinem jungen Alter erleben muss, sollte nicht sein. Die Mutter schwerkrank, muss Conor zu früh erwachsen werden. Wenn es seiner Mutter sehr schlecht geht, kümmert er sich um den Haushalt, macht sich und seiner Mutter essen. Regelmäßig geht er in die Schule und macht seine Hausaufgaben. Begleitet wird er dabei von neugierigen Blicken und Fragen von Schülern und Lehrern. Doch Conor gibt sich tapfer.

© Sina Frambach

Schon allein dies hat mich unheimlich traurig gemacht, weil Conor, so tapfer und mutig er sich gibt, vollkommen auf sich gestellt ist. Er hat keinen, dem er sich anvertrauen kann, keinen, der ihm hilft, durch die Sache zu kommen.
Sein Vater ist nach Amerika gezogen, seine Großmutter interessiert sich nur für ihren eigenen Schmerz.

Doch dann taucht das Monster auf, sieben Minuten nach Mitternacht. Und Conor hat keine Angst. Sondern nur Fragen, die ihm leider noch nicht beantwortet werden.

Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil, so dass man sich mitten in der Geschichte befindet und auch mitleidet. Ich hätte Conor so gerne in den Arm genommen und ihm gesagt, dass alles gut wird. Dass er weiter tapfer sein und auch seine Gefühle zulassen soll. Dass er noch Kind sein soll. Dass er alles so toll macht und sich wunderbar um seine Mutter kümmert. 

© Sina Frambach
Doch leider kann ich dies nicht, deshalb konnte ich ihn nur begleiten auf seinem Weg. Unendlich traurig und mit vielen Emotionen gespickt erlebt man, wie sich Conor auf etwas vorbereitet, was sein Leben nachhaltig verändern wird.

Der Autor erzählt mit einfühlsamen Worten Conors Geschichte. Dabei schont er aber den Leser nicht.  Die Krankheit der Mutter steht immer im Vordergrund und durch den Einblick in Conors Gedankenwelt erfährt man auch von seinen Ängsten, die er nach außen nicht richtig preis gibt. 

Die Charaktere haben entsprechend des Themas auch viel Tiefe. Ebenso das Monster, das Conor erscheint. Es wirkt furchteinflößend, entwickelt sich dann jedoch ganz anders als gedacht. 

© Sina Frambach

Die Geschichte ist unendlich traurig. Und gleichzeitig wunderschön. Das Ende ist von vornherein bekannt, und doch ist es bitter, wenn man die letzte Seite gelesen hat. 

Die Illustrationen im Buch sind noch mal das Tüpfelchen auf dem I. Denn sie unterstreichen die Geschichte auf eindrucksvolle Weise. Den zugehörigen Film habe ich noch nicht sehen können und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich diesen sehen möchte. Wenn beim Buch schon solche Emotionen hochkommen, dann will ich nicht wissen, was laufende Bilder bewirken können.

Fazit:
Taschentücher bereit halten. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: cbj
erschienen: 2017
Printseiten: 224
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-570-40347-1

© Sina Frambach





Rezension // Cherrie Lynn - Raw Deal: Gegen alle Regeln von SONJA


INHALT:
Savannah ist am Boden zerstört: Ihr Bruder wurde im MMA Ring von seinem Gegner Mike "The Red Reaper" Larson versehentlich getötet.

Als dieser auf der Beerdigung auftaucht und um ein Gespräch bittet, ist sie hin und her gerissen zwischen Trauer und Wut und der Faszination für diesen attraktiven Mann.

FAZIT:
Da ich selbst ab und an gern Wrestling schaue, war ich vom Klappentext fasziniert. Endlich mal ein echter Kämpfer mit einem weichen Kern.

Mike Larson hatte natürlich eine harte Kindheit. Als ältester Sohn hat er seine Brüder Zane, ein Popstar, und Damien, einen Pokerstar, stets beschützt. Der Kampf ist sein Leben und so bietet ihm der MMA Ring einen Ausgleich für seine Ruhelosigkeit und gleichzeitig eine finanzielle Grundlage.

Er ist ein fairer Kämpfer und so verwundert es nur oberflächliche Menschen, dass er Savannah und ihrer Familie nach Tommys Tod sein Beileid zollen will. Savannah will die Witwe, Rowan, und ihre Mutter beschützen und ist bereit, sich fernab zu treffen. Schnell gerät sie in einen Gewissenskonflikt, denn der sympathische Kämpfer erobert nicht nur den Ring, sondern auch ihr Herz.

Der Schreibstil ist locker und leicht und mit der zu erwartenden Dosis Erotik. Durch dezente Hinweise auf die Rocky Filme erkennt man den Faible für die Filme mit Sylvester Stallone, die die Dialoge mit einem kleinen Insiderwitz aufpeppen.

Die Motive und Beweggründe der einzelnen Protagonisten wurden schön hervorgehoben und man bangt und hofft mit den Figuren mit. Volle Punktzahl.

Ich hoffe, dass Lyx die anderen Teile der Larson Brothers (Raw Need und Raw Heat) mit in das Programm nehmen wird, denn ich muss wissen, wie es mit Rowan und Zane und Damien weitergeht!


Verlag: Lyx digital
erschienen: 2018
Seiten: 386
ASIN: B079M52HDD


© Sonja Kochmann



Mittwoch, 4. April 2018

Rezension // Guillermo del Toro + Daniel Kraus - The Shape of Water von SINA

© Sina Frambach

Im Jahre 1963 arbeitet die stumme Elisa als Putzfrau in einem geheimen Militärlabor in den USA. Ihr Leben verläuft ruhig. Zu ruhig. Als Elisa den Auftrag bekommt, in dem streng gesicherten Labor F-1 zu putzen, entdeckt sie ein Wesen, halb Mensch, halb Amphibie. Elisas Neugier ist geweckt und so verbringt sie möglichst viel Zeit mit dem Wesen und bringt diesem die Gebärdensprache bei. Doch muss sie dies heimlich tun. Denn der Mann, der das Wesen im Amazonas gefangen nehmen konnte, hat seine eigenen Pläne damit. Es soll genauer untersucht werden und dafür muss es sterben. Elisa erfährt dies und kann nur eins tun: es retten. 

Mit eindrucksvollen Worten erzählen die Autoren die Geschichte der stummen Elisa, die als Reinigungskraft in einem Militärlabor arbeitet und per Zufall erfährt, dass dort ein Wesen gefangen gehalten wird, welches halb Mann, halb Amphibie ist. 

© Sina Frambach

Bei dem Buch handelt es sich um eine Liebesgeschichte. Jedoch um keine gewöhnliche. Denn die Zuneigung, die Elisa und das Wesen füreinander entwickeln, geht weit über das Verständnis vieler hinaus. 
Bis es jedoch dazu kommt, wird in unterschiedlichen Strängen von unterschiedlichen Personen erzählt, bis am Ende alles zusammenläuft.

Zuerst lernen wir Richard Strickland kennen, der im Amazonas unterwegs ist, um dort den geheimen Auftrag des US-Militärs auszuführen, den Deus Brânquia zu fangen und nach Amerika zu bringen. Doch Strickland hat nicht nur diesen Auftrag auszuführen, sondern auch mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen. 

Kurz darauf schwenkt die Geschichte zu Elisa über. Wir erfahren, wie sie lebt, was sie arbeitet und welche Gedanken in ihr vorgehen. Und dass sie stumm ist. Dieser Teil spielt eine sehr große Rolle in der Geschichte. Die Gebärdensprache, die Elisa benutzt, um sich zu verständigen, wird von nur wenigen Personen erkannt und so kann sich Elisa auch nur ihren engsten Freunden anvertrauen.

© Sina Frambach

In einem anderen Strang begleiten wir Giles, Elisas Nachbarn, der als Künstler versucht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Leider kann er dies nur bedingt, denn seine Homosexualität wird von vielen nicht anerkannt und so ist es für ihn sehr schwierig, Geld zu verdienen. Doch mit Elisa verbindet ihn eine innige Freundschaft und die beiden können sich bedienungslos vertrauen.

In weiteren kleinen Sequenzen lernen wir auch Richard Stricklands Frau Elaine und deren Kinder kennen sowie Zelda, eine Kollegin und Freundin von Elisa.
Und natürlich den Deus Brânquia, der in einem Wassertank im Militärlabor gefangen gehalten wird. 

Die Handlung packt einem von der ersten Seite an. Denn die Autoren haben eine Geschichte erschaffen, die von Anfang an das Kopfkino anspringen lässt. Da ich den Film noch nicht gesehen habe, hatte ich natürlich meine eigenen Bilder vor Augen. So konnte ich das Buch unverfälscht genießen. Wenn der Film nur ansatzweise so gut gemacht ist, wie das Buch geschrieben wurde, kann ich mich ja hier auch auf etwas freuen. Da dieser ja mit einem Oscar prämiert wurde, kann da ja nichts schief gehen. 

© Sina Frambach
Die Story ist ungewöhnlich, da sie die Freundschaft zwischen einer stummen Frau und einem stummen Wesen halb Mensch, halb Amphibie beschreibt. Die Ungerechtigkeit, die dem Deus Brânquia widerfährt, führt vor Augen, wie es draußen in der Welt zugeht. Und nicht nur zwischen „ungewöhnilchen“ Wesen, sondern vor allem zwischen den Menschen an sich. 

Die Autoren gehen auch auf das gesellschaftliche Leben im Jahre 1963 ein. Die Diskriminierung der Rassen, das Nicht-Ernstnehmen der Frauen und die Anfeindungen, die Homosexuellen gegenüber an den Tag gelegt werden. 

© Sina Frambach
In dieser Geschichte kann man sich einfach fallen lassen, denn sie vermischt geschickt Phantasie und Realität miteinander. Die Charaktere haben viel Tiefe und zeigen auch mal ungewöhnliche Eigenschaften, die man ihnen anfangs gar nicht zugetraut hatte. So ergibt sich eine sehr ungewöhnliche Story mit vielen Emotionen und rührenden Momenten, mit Freundschaft und Liebe, mit Mut und der Konfrontation der Wahrheit. 

Zeitweise hatte ich das Gefühl, mich tatsächlich im Jahr 1963 zu befinden, weil der Stil der Autoren einem die Geschichte so nahe bringt. Die Gefühle, die hervorgerufen wurden, haben mich zum Nachdenken gebracht. Wie würde ich wohl handeln, wenn ich an Elisas Stelle wäre? Könnte ich einem unbekannten Wesen vertrauen und gar eine Freundschaft aufbauen? Hätte ich den Mut, mich für dieses Wesen so sehr einzusetzen? Mein eigenes Leben in Gefahr zu bringen? Dies kann wohl wahrscheinlich erst beantwortet werden, wenn es wirklich so weit kommen würde.

Fazit:
Eine Liebesgeschichte, die zu Herzen geht. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2018
Format: Taschenbuch
Printseiten: 432
ISBN: 978-3-426-52307-0


Donnerstag, 29. März 2018

Rezension // Vanessa Sangue - Cold Princess von SONJA



INHALT:
Saphira De Angelis ist Erbin einer der mächtigsten Mafiafamilien Italiens. Nach dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern und ihres Bruders, muss sie sich in einer Männerwelt voller Rache, Gewalt, Macht und Verbrechen behaupten. Gefühle bedeuten für sie Schwäche und daher will sie der Faszination und dem Reiz ihrem neusten Leibwächter Madox gegenüber eigentlich nicht nachgeben.....


FAZIT:
Bereits im Vorwort wird man von der Autorin gewarnt: Es wird düster, brutal und es gibt keinen Kuschelsex....dennoch reizte mich der Klappentext. Die Mafia! Endlich mal etwas neues in diesem Genre. Auch das Cover sprach mich sehr an.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker und aufgrund der Handlung um die Cosa Nostra auch sehr spannend. Der Leser wird mit den einzelnen Begriffen wie z.B. famiglia, soldato, capo, guardie etc. schnell vertraut gemacht. Diese sind in Kursivschrift hervorgehoben. Ob dies nun optisch unbedingt hätte sein müssen, ist wohl Geschmacksache.

Die Gefühle von Saphira und Madox sind von Anfang an eher unromantisch. Hier geht es um Begierde, Macht und SM Sex. Wer also eher die Kuschelromanze sucht, wird nicht unbedingt fündig. Ich fand es allerdings im Verhältnis zu der Mafiahandlung und der Vergangenheit der Protagonisten sehr gelungen.

Besonders hervorheben möchte ich die Eigenschaften von Saphira. Sie ist eiskalt, brutal und wenn sie es will, schweigen die Menschen um sie herum. Sie ist bereit, selbst zu töten. Daher zur Abwechselung hier mal kein kleines Frauchen, das gerettet oder ausgehalten werden muss. Sie ist im kleinen Schwarzen auf High Heels sicher mit Beretta und Messer! Ihre Regeln:

1) Zeige keine Gefühle.
2) Erlaube dir keinerlei Schwäche.
3) Töte alles, was eine Bedrohung darstellt.
4) Verliebe dich niemals.

Und Madox? Ein Mafiakiller. Ausgebildet von Kindesbeinen an und er hat ein düsteres Geheimnis.......

Achtung: Das Buch endet mit einem sehr fiesen und gemeinen Cliffhanger...und die Autorin ist im Nachwort auch noch stolz darauf. Also freut Euch gefälligst auf "Fire Queen"...im Juli 2018!

Ob Saphira und Madox bei all dem Blut und den Tränen eine Chance haben werden, wird sich zeigen: 9 von 10 Punkten!

Verlag: Lyx
erschienen: 2018
Seiten: 352
ISBN: 978-3736304369


© Sonja Kochmann

Rezension // Sarina Bowen - The Ivy Years: Bevor wir fallen von SONJA


INHALT:
Seit ihrem Sportunfall beim Eishockey ist Corey Callahan an den Rollstuhl gefesselt. Doch sie will studieren und setzt sich über die Bedenken der Eltern hinweg. Sie lässt sich in ein behindertengerechtes Wohnheim einquartieren. Dort trifft sie auf ihre Mitbewohnerin Dana und Adam Hartley. Adam ist Eishockeyspieler und brach sich kürzlich sein Bein.

Er ist smart, hat eine Freundin, liebt Eishockey und wird irgendwann wieder gesund sein. Besteht da eine Chance auf ein gemeinsames Glück?

FAZIT:
Seit der True North Reihe liebe ich die Bücher von Sarina Bowen und so musste dieses Buch natürlich sein. Ich war bereits von der ersten Seite an Fan von Corey und Adam oder vielmehr Callahan und Hartley.

Die beiden freunden sich zunächst auf der Kumpelebene an, so dass sie sich wie "echte Kerle" nur mit Nachnamen anreden. Sie spielen Eishockey als Videospiel und quälen sich gemeinsam über den Campus. Denn dort wird nicht überall berücksichtigt, dass es auch Studenten mit Behinderungen gibt.

An dieser Stelle muss ich sagen, dass Coreys und auch Adams Behinderungen mit den dazugehörigen Komplikationen und Begleiterscheinungen hervorragend in die Handlung mit hineingebracht wurden. Es stimmt den Leser nachdenklich und man erkennt, dass es bei all den Äußerlichkeiten im Umfeld auch sehr schwer sein muss, mit diesen Handicaps seinen Alltag zu bewerkstelligen.

Die "Sportlermaterie" Eishockey mit Goalies, Groupies und einigem mehr bietet einen geschickt ausgewählten Rahmen für einen Collegeroman mit Herz. 

Sarina Bowen hat nebenbei noch ein paar interessante Charaktere geschaffen, die hoffentlich auch einen eigenen Platz im Bücherregal bekommen werden. Volle Punktzahl.

Weiter geht es mit "The Ivy Years: Was wir verbergen" in dem Bridger McCaulley seinen eigenen Handlungsrahmen erhält. Ich bin gespannt. (Im Englischen gibt es übrigens schon vier Teile...also Lyx...ran an die Übersetzung. Wir wollen mehr!)

Verlag: Lyx
erschienen: 2018
Seiten: 352
ISBN: 978-3736304505


© Sonja Kochmann


Sonntag, 25. März 2018

Rezension // Layla Hagen - Diamonds For Love: Verlockende Nähe von SONJA



INHALT:
Logan geht voll in seinem Job in dem Familienunternehmen der Bennetts auf. Seit seine Verlobte ihn wegen seiner Familie sitzen ließ, traut er der Frauenwelt nicht mehr. Doch er hat nicht einkalkuliert, dass seine Schwester Pippa und seine Schwägerin in spe Ava ihn mit  ihrer Freundin Nadine verkuppeln wollen....


FAZIT:
Nach dem interessanten Einstieg in die vielseitige Familie Bennett mit dem ersten Teil "Voller Hingabe" mit Sebastian und Ava kommt hier nun ein weiteres Familienmitglied (Logan) und Avas beste Freundin (Nadine). Da die einzelnen Personen bereits in der bisherigen Handlung vorkommen und auch die nachfolgenden Bände die Personen weiterführen, empfehle ich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Die Familienmitglieder der Bennetts sind allesamt Familienmenschen: fürsorglich, loyal, beschützend. Klar, dass alle zusammenhalten und füreinander da sind. Logan möchte dies für eine Beziehung nicht opfern und so ist er verständlicherweise enttäuscht, dass durch diese Gebundenheit seine Beziehung kaputt geht.

Nadine hatte es durch die Krankheit ihrer Mutter recht schwer und ist durch ihren Ex betrogen worden. Sie ist es gewohnt, allein zurecht zu kommen und es fällt ihr nicht leicht, zu vertrauen.

Damit prallen zwei Welten aufeinander. Es ist bereits auf den ersten Seiten klar, dass die beiden keine Chance haben werden, gegen die Kuppelversuche von Pippa und Ava zu bestehen. Dadurch geht dem Buch ein klein bisschen der Reiz verloren. Doch es ist irgendwie schön, im Kreise der Bennetts zu beobachten, wie die zwei, trotz Skepsis, zueinander finden und die entstehenden Probleme aus dem Weg räumen. Ich vergebe daher 9 von 10 Punkte.

Natürlich musste ich linsen, wem es denn nun an den Kragen geht. Im Folgeband "Entflammte Sehnsucht" wird es nun der Kupplerin höchstpersönlich (Pippa) an den Kragen gehen und Ava, Alice und Nadine haben in diesem Buch schon ihre Pläne gemacht. Ich bin so gespannt.


Verlag: Piper
erschienen: 2018
Seiten: 320
ISBN: 978-3492311625


© Sonja Kochmann

Rezension // Mona Kasten - Save Me von SONJA



INHALT:
Ruby ist vor einiger Zeit durch ein Stipendium an dem Maxton Hall College angenommen worden. Sie gibt alles, um gute Noten und Auszeichnungen zu bekommen. Ihr Traum: Oxford.

Durch einen Zufall erfährt sie etwas, dass das Ansehen der prominenten und reichen Familie Beaufort belasten würde. Fortan hat James Beaufort, der Partyschüler, sie im Visier. Durch die Aufmerksamkeit des coolen und smarten Schülers gerät Ruby ungewollt in den Fokus der Schule....

FAZIT:
Ich gebe zu, als das Buch in der Vorschau auftauchte, habe ich weitergeblättert. Irgendwie hat es mich nicht gereizt. Da ich auch die anderen Bücher der Autorin nicht kenne, hatte ich auch nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Als der Verlag jedoch eine Whats App Marketing Aktion im Vorfeld gestartet hat, wurde ich neugierig. Täglich kamen Nachrichten von der Protagonistin Ruby herein und irgendwie habe ich mich mit ihr angefreundet.

Kurz um, ich musste das Buch dann doch lesen. 

Der Schreibstil von Mona Kasten ähnelt durch locker und leichte Art (mit einer Prise Humor) den amerikanischen Autoren und muss sich hinter diesen nicht verstecken.

Die Hauptprotagonisten Ruby und James sind durch ihre Gegensätze hervorragend gelungen und laden zum Mitfiebern ein, wie aus den beiden ein Paar werden wird (oder könnte). Durch eine Vielzahl an Nebenprotagonisten an dem Maxton Hall College, der Privatschule schlechthin, entsteht der notwendige Rahmen, den ein Young Adult Roman braucht:

Da gibt es die beste Freundin, eine Anzahl Streber und die angesagte coole und reiche Clique. Auch bei den Nebenprotagonisten deuten sich ein paar vergangene oder aber auch beginnende Liebeleien an, die auf einige vielversprechende Lesestunden hindeuten. 

Und: es scheint, dass jede Familie und sei sie noch so angesehen, ein paar Leichen im Keller hat. Was es so alles herauszufinden gibt, müsst ihr selbst lesen. Doch etwas Gesellschaftskritik bei "schwierigen" Themen wie z.B. Übergewicht, Homosexualität, Standesdünkel etc. wurde hier hervorragend mit ihn die Handlung integriert.

Ich vergebe volle Punktzahl für diesen Auftrakt der Trilogie und freue mich auf den Folgeband "Save you". (Bei den übrigen Büchern der Autorin werde ich wohl doch mal reinlesen....)

Verlag: Lyx
erschienen: 2018
Seiten: 416
ISBN: 978-3736305564


© Sonja Kochmann