Montag, 31. Dezember 2012

Rezension // Anthologie - Diebesgeflüster 2 von SINA

In diesem Buch haben sie vier Autorinnen zusammengetan und Geschichten über Diebe, Scharlatane und Fantasiegestalten geschrieben Herausgekommen ist ein bunter Mix von Storys, die einem in verschiedene Welten führen. Sei es das Mittelalter mit seinen Illusionisten, der Steampunk mit dampfbetriebenen Maschinen, der Landsitz eines Prinzen oder gar das Hochland in Süamerika.

Jede Geschichte hat etwas fantastisches, einzigartiges und immer habe ich mich neu gefragt, wie man den Dieb den sympathisch erscheinen lassen kann. Aber das haben die Autorinnen bestens gelöst. Bei jeder Geschichte habe ich mich gefreut, wenn der Dieb sein Diebesgut erhalten hat und in welcher Weise er es an sich nehmen konnte.

Insbesondere hat mir die Geschichte von Stefanie Mühlsteph (Kupferherz) sowie von Tanja Rast (Drachenperle) am besten gefallen. Mittlerweile bin ich dem Steampunk genauso verfallen, wie jeder andere und wenn es um Drachen geht, bin ich sowieso gleich hin und weg.

Bei diesen vier Geschichten liest man genau, dass sie aus unterschiedlichen Federn stammen, denn jede Autorin hat ihren eigenen Schreibstil und das finde ich mal wieder richtig faszinierend.

Ich danke Stefanie Mühlsteph für ihren Tipp und werde mir den ersten Band der Reihe garantiert auch noch zulegen und natürlich die Reihe weiterverfolgen.

Der Aeternica Verlag war mir bis dato unbekannt, nun werde ich aber ein Auge auf ihn haben. Denn die Homepage des Verlages hat mich allein durch die dort aufgeführten Cover neugierig auf weitere Bücher gemacht.

Fazit:
Wer Diebe mag, wird Diebesgeflüster mögen. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

 © sina frambach

Verlag: Aeternica Verlag
erschienen: 2012
Printseiten: 114
ASIN: B00AM4METE 

Die Empfehlungen des Jahres 2012 von SONJA

Januar: Faith Hunter - Skinwalker: Feindesland



Februar: Ursula Poznanski - Saeculum



März: Laini Taylor - Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten



April: Jennifer Donnelly - Die Teerose


Mai: Jennifer Donnelly - Die Wildrose


Juni: Mathias Malzieu - Die Mechanik des Herzens


Juli: Angelika Schwarzhuber - Liebesschmarrn und Erdbeerblues



August: Jeaniene Frost - Verlockung der Nacht


September: Cassie Alexander: Night Shifted: Visite bei Vollmond


Oktober: Susan Mallery - Jennissimo


November: Susan Wiggs - Weihnachtsengel gibt es doch


Dezember: Emma Sternberg - Liebe und Marillenknödel




(Gelesene Bücher im Jahr 2012: 86 - Gelesene Seiten: 35.334)

Ich wünsche allen ein Frohes Neues Jahr und in 2013 immer genug zu Lesen bei bester Gesundheit für Euch und Eure Lieben!

Sonntag, 30. Dezember 2012

Rezension // Michaela Knospe - Adele, die fliegende Spitzmaus von SINA

Adele ist eine kleine Spitzmaus und etwas ganz besonderes. Denn sie hat zwei kleine Flügel auf dem Rücken. Nur alle hundert Jahre wird so eine Spitzmaus geboren und sie ist zu etwas ganz Großem bestimmt. Adele lernt fliegen und dabei Zippo, eine Fledermaus, kennen. Sie werden die besten Freunde. Eines Tages trauen sie sich in die Nähe der Menschen und sehen dabei, wie das kleine Menschenbaby von der Wiese verschwindet und in einen Dachsbau fällt. Adele weiß nun, was ihre Bestimmung ist, doch sie braucht Hilfe von den Füchsen. Und die fressen ja bekanntlich kleine Mäuse.

Gleich auf dem Cover wird man von einer fliegenden Spitzmaus begrüßt und zwar von Adele selbst, die einem mit ihrem großen Augen liebevoll anblickt. Der Illustrator Niclas Treinen hat schon das Cover zu einem echten Hingucker gemacht. Und diese Illustrationen ziehen sich durch das ganze Buch.

Die Bilder begleiten eine wunderschöne Geschichte, die einem Mut und Vertrauen beibringt. Denn Adele und ihr Freund Zippo sind zwei mutige Tierchen, die nur eins im Sinn haben: helfen.

Die Autorin hat eine kleine Geschichte um Freundschaft und Selbstlosigkeit aufs Papier gezaubert. Leider hat mein Sohn dann doch noch nicht die erforderliche Geduld gehabt, sich die ganze Geschichte anzuhören, so kann ich nur sagen, dass er zumindest die Bilder ganz faszinierend fand. Und faszinierend fand ich die Geschichte selbst.

Mit kindgerechten Worten begleitet man Adele und Zippo auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden und somit auch auf dem Weg der Hilfsbereitschaft, um das kleine Baby, das gar nicht mehr so klein ist, aus dem Dachsbau zu befreien. Es braucht Mut von Adele, die Füchse um Hilfe zu bitten und es braucht Mut von Zippo, alleine auf das Baby aufzupassen.

Die 80 Seiten fliegen nur so dahin, die Bilder sind einfach zauberhaft anzusehen und vermitteln so auch ein Bild von der ganzen Tierschar, die einem begegnet.

Das Ende ist zuckersüß und man wünscht sich auch nichts anderes für die kleinen Tierchen, die so selbstlos gehandelt haben.

Fazit:
Für Kinder, die geduldig zuhören, bestens geeignet. Die Bilder sind zauberhaft und die Story einfach nur lesenswert. Wann kommt das nächste, Frau Knospe?

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

 © sina frambach

Verlag: Miko-Verlag - Lesen & Kunst
Erschienen: 2012
Seiten: 80
ISBN: 978-3981521719

Rezension // Martina Nohl - Ein Jahr im Frühling von SINA

Emily flüchtet nach dem Tod ihres Bruders Fred und der Trennung von ihrem Freund Klaus von Hamburg nach Heidelberg, um ein neues Leben zu beginnen. Sie fängt an zu studieren und bewohnt ein kleines Zimmer in einer WG. Sie hat sich sofort in Heidelberg verliebt und auch in Josue, denn sie auf einem Spaziergang nur kurz gesehen hat. Doch er geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Sie setzt alles auf eine Karte und gesteht Josue, dass sie sich verliebt hat. Und es scheint tatsächlich mit den beiden zu funktionieren. Wäre da nicht David, ein Stadtführer, der Emily in- und auswendig zu kennen scheint.

Zuerst fällt an dem Roman ganz deutlich auf, dass die Autorin selbst auch Heidelberg wie ihre eigene Westentasche zu kennen scheint. Denn die sehr bildlichen Beschreibungen von Plätzen, Orten und Sehenswürdigkeiten in und um Heidelberg herum, machen einfach Lust, die Stadt zu besuchen und ebenfalls dort spazieren zu gehen oder gar eine Stadtführung mitzumachen.
Ich selbst war schon ein paar Mal in Heidelberg und konnte mir so auch meist gut vorstellen, wo genau man sich befand.

Als zweites fällt auf, dass die Autorin sich mit Emily sehr verbunden fühlt. Das Buch ist aus Sicht eines Dritten geschrieben und trotzdem hatte man das Gefühl, sich in Emily's Kopf zu befinden und die Geschichte von ihr erzählt zu bekommen.

Der Erzählstil der Autorin ist leicht lesbar und sehr flüssig. Da ich das ebook gelesen habe, hat mich teilweise aber gestört, dass ein paar Absätze gefehlt haben. So hat z. B Emily etwas gesagt, im nächsten Satz wurde dann aber gleich auf etwas anderes eingegangen und so musste ich manche Absätze zweimal lesen, um den Sinn dahinter zu verstehen. Wäre ein Absatz vorhanden gewesen, hätte man sich auf etwas „Neues“ einstellen können.
Dies hat den Lesefluss etwas gestört, wird aber vielleicht nach einer Überarbeitung zu beheben sein

Die Geschichte an sich ist nichts Neues. Eine Frau fängt neu an, verliebt sich in einen charmanten Mann und stellt sich mit ihm die große Liebe vor. Emily ist diese Frau und Josue der charmante Mann, obwohl ich von Anfang an eine Antipathie gegen ihn entwickelt habe. Er war mir zu schleimig, zu spießig und sah zu perfekt aus. Doch er passte genau in Emily's „Beuteschema“.
Da hat mir der junge, draufgängerische David schon besser gefallen.

Leider konnte ich Emily's Entscheidung nicht nachvollziehen und wollte sie einfach nur an den Schultern packen, schütteln und sie endlich zur Vernunft bringen. Aber sie muss ihren eigenen Weg gehen und ihre eigenen Fehler machen.

Mir hat auch die Namensauswahl nicht sehr gut gefallen. Emily's Eltern kamen mir sehr altmodisch daher, deswegen konnte ich auch nicht verstehen, warum sie ihrer Tochter einen so modernen Namen gegeben haben. Aber das ist reine Geschmackssache.

Ansonsten habe ich mir von dem Roman sehr gut unterhalten gefühlt, bis auf einige kleine Stellen, die mir eher als Lückenfüller vorkamen. Eine romantische Geschichte erwartet einem jedoch nicht, da Josue kein Romantiker ist. Aber Emily hätte dies definitiv verdient.

Das Ende ist vorhersehbar, aber es ist interessant zu lesen, wie es letztendlich zu genau diesem Ende kommt.

Fazit:
Eine schöne Geschichte im schönen Heidelberg mit sympathischen Charakteren, die nur eines im Leben suchen – die große Liebe.

Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

 © sina frambach

Verlag: Eigenverlag
erschienen: 2012
Printseiten: 385
Format: Kindle Edition
ASIN: B00AFK6ON2 

s. a. Bibliografie: Martina Nohl

Samstag, 29. Dezember 2012

Rezension // Ursula Poznanski - Die Verratenen (Band 01) von SINA

Ria lebt in der nahen Zukunft, abgeschirmt und beschützt von der Außenwelt, die von den Prim bewohnt wird. Ria's zu Hause ist eine Sphäre, in welcher ihr Tagesablauf vollständig geregelt ist. Essen und Trinken wird vorgeschrieben. Ihr Leben ist darauf ausgelegt, später ein hohe Position in der Politik einzunehmen. Zusammen mit ihrem Freund Aureljo, der sogar dazu bestimmt ist, später der nächste Präsident zu werden, kommt sie jedoch einer Verschwörung auf die Spur. Sie und fünf weitere Sphärenbewohner sollen angeblich eine Intrige planen. Auf dem Weg zum Präsidenten wird jedoch ihre Magnetschwebebahn gestoppt und Ria und ihre Freunde können fliehen - um kurz darauf jedoch in die Hände der Außenbewohner, der Prim zu fallen.

Ursula Poznanski ist auf den Zug des Dystopie-Schreibens aufgesprungen und hat dies mit Bravour bestanden. Zu keiner Zeit musste ich die Geschichte mit anderen von mir gelesenen Dystopien vergleichen. Nur die Panem-Trilogie ging mir durch den Kopf, was aber an der Bezeichung der Außenbewohner, der Prim lag. Denn die Schwester der Hauptprotagonistin aus Panem heißt auch Prim.

Trotzdem wird man sehr gut unterhalten, kann sich alles auch sehr gut, manchmal zu gut, vorstellen und was mich sehr gefreut hat bzw. es kam so bei mir an, dass die Geschichte diesmal in Deutschland spielt, so zumindest zu schließen aus dem Namen der Sphären (Neu-Berlin, Sphäre Zukunft oder auch Neu-Augsburg).

Die Charaktere sind ausgeprägt beschrieben und man kann sich auch gleich in Ria hineinversetzen, was auch an der Art des Erzählstils liegt. Denn die Ich-Perspektive gibt einem einen guten Einblick in Rias Gefühlsleben. Am Anfang ist sie noch eins mit dem Leben in der Sphäre, doch als sie von dem Verschwörung erfährt, beginnen die Zweifel.

Der Schreibstil der Autorin, den ich schon bei "Saeculum" und "Erebos" sowie "Fünf" einfach faszinierend fand, ist auch hier einzigartig. Man ist gefangen, das Kopfkino hat sehr viel zu tun und vor allem kann man einfach nicht aufhören zu lesen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Innerhalb kürzester Zeit habe ich es regelrecht verschlungen.

Auch wenn es schon einige Dystopien auf dem Markt gibt, hat Ursula Poznanski es doch geschafft, etwas anderes zu schreiben, etwas neues zu erschaffen und vor allem einem Rätsel aufzugeben. Bis zum Ende wusste ich nicht, was genau mich erwartet, wer der Verräter ist, wer die Verratenen. Vor allem das "Warum" wird mich noch lange beschäftigen, muss ich ja auf den zweiten Teil noch etwas warten.

Ich war fasziniert von der Beschreibung der Außenwelt und deren Bewohner. Wie sie ums Überleben kämpfen und für sich und ihre Familie bzw. ihren Clan sorgen. Mir diese Zukunft vorzustellen ist schon befremdlich.

Der Machtausbau des Stärkeren und das Kämpfen ums Überleben von den Schwächeren. Genau hierum geht es im Buch der Autorin und dies wird in allen - meist unheimlichen - Facetten geschildert.

Fazit:
Ein fantastischer Auftakt zu einer neuen Dystopie, die einem den Atem raubt und einem nicht zum Schlafen kommen lässt.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

 © sina frambach

Verlag: Loewe
erschienen: 2012
Seiten: 461
ISBN: 978-3-7855-7546-8

s. a. Bibliografie: Ursula Poznanski

Freitag, 28. Dezember 2012

Rezension // Inka Loreen Minden - Engelslust von SINA

Cain, ein Engel in Menschengestalt, hat es nicht leicht. Muss er sich doch eigentlich darum kümmern, das mächtigste magische Artefakt wiederzufinden, hat er seine Probleme mit Leraja, einer Halbdämonin, die ebenfalls hinter dem Artefakt her ist. Denn mit weiblicher Verführungskunst versucht sie immer wieder, ihn davon abzuhalten und Informationen von ihm zu erlangen. Denn sie will den Kelch für ihre Mutter, die Höllenfürstin.
Cain kann sich nicht lange wehren und ist ihr bald mit Haut und Haaren verfallen. Doch ein Engel und eine Dämonin, geht das überhaupt?
Währenddessen besorgt Magnus, der Kelchdieb und ein mächtiger Magier, die Zutaten, um die Herrschaft an sich zu reißen. Hilfe bekommt er dabei von Amabila, ebenfalls einem Engel, der unter dem Zauber von Magnus steht. Oder vielleicht auch nicht?

Auf dem Cover sieht man eine muskulöse Männerbrust. Im Vordergrund steht eine Frau, die gerade versucht, die Hose des Mannes zu öffnen. Das Cover ist stimmig und passt zu der Geschichte im Inneren des Buches.

Und das Buch hat es auch wirklich in sich. Heiße Erotikszenen wechseln sich mit der eigentlichen Story, die deutlich im Vordergrund steht, ab. Allerdings muss ich gleich hier sagen, dass mir die Beschreibung der erotischen Sequenzen nicht sehr gut gefallen hat. Ich hätte mir etwas stilvollere Umschreibungen gewünscht. Die Autorin ist in dieser Hinsicht sehr hart und auch sehr schnell.

Die Geschichte an sich fand ich sehr spannend. Ein Engel und eine Halbdämonin sind zwar nicht die neueste Paarung auf dem Büchermarkt, allerdings hab ich den Schlagabtausch zwischen den beiden sehr genossen.
Leraja, die Halbdämonin, ist nie um einen frechen Spruch verlegen und gleich zu Anfang ist sie mir schon ans Herz gewachsen. Während Cain am Anfang noch etwas zu perfekt für mich war, was von einem Engel ja zu erwarten ist, hat er im Laufe der Geschichte eine Wandlung gemacht, die mir persönlich gut gefallen hat. Gegen Mitte des Buches bin ich auch mit ihm warm geworden.

Auch wenn der Schreibstil sehr einfach und blumig ist, lässt sich das Buch sehr gut lesen.

Fazit:
Auch wenn mir die Erotikszenen persönlich wegen der Umschreibung nicht gefallen haben, stand doch die Story im Vordergrund.

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Fallen Star
erschienen: 211
Seiten: 188
ISBN: 978-3-942322-03-4

s. a. Bibliografie: Inka Loreen Minden

Rezension // Inka Loreen Minden - Wächterschwingen: Herzen aus Stein (Band 01) von SINA

Vincent ist ein Gargoyle und der Beschützer von Noir, einer Hexe - und unsterblich in sie verliebt. Doch Noir weiß nichts davon. Er hilft im Hintergrund, denn er darf sich ihr nicht zeigen. Das Unvermeidliche geschieht jedoch, als Vincent Noir zur Hilfe eilen muss, da diese von einer Horde Dämonen angegriffen wird. Noir fühlt sich von Anfang an zu Vincent hingezogen, gesteht sich die Gefühle jedoch nicht ein, da sie den Mörder ihrer Eltern sucht und ihren Bruder Jamie, der von einem Dämon entführt wurde. Und auf Vincent ruht ein Fluch: denn alles lebendige, was er in seiner menschlichen Gestalt berührt, wird zu Stein.

Die erotische Geschichte spielt in verschiedenen Teilen Europas. Schottland, England, Deutschland und Italien werden zu Schauplätzen von Dämonen, Hexen, Gestaltwandlern und Menschen, die nur eines verbindet: ihre Vergangenheit zu rächen, ihre Zukunft zu ändern und die Herrschaft an sich zu reißen.

Inka Loreen Minden schafft es geschickt, alles miteinander zu verbinden und am Ende einen großen Showdown zu veranstalten, der einem den Atem raubt.

Dies ist mein zweites Buch von der Autorin und ich muss sagen, dass sie mich nun endgültig überzeugt hat. War ich von „Engelslust“ schon fasziniert, hat sie mit ihrem neuen Roman „Herzen aus Stein“ eine Welt geschaffen, die mich nicht loslässt. Vor allem der Gargoyle Vincent mit seiner ruhigen, besonnenen Art hat es mir angetan und ich muss gestehen, dass ich mich ein klein bisschen in ihn verliebt habe, denn Gargoyles gehören mit zu meinen Lieblings-Fantasy-Figuren.

Der Schreibstil ist einzigartig, verbindet er doch die Liebe zum Detail mit den Fantasy-Elementen sowie den erotischen Szenen zu einem Mix aus Spannung und Spaß. Denn das hat das Buch vermittelt: Spaß am Lesen und an der Geschichte selbst.

Die Charaktere sind ausgeprägt dargestellt und man hat sich mit ihnen gefreut, mit ihnen gelitten und gekämpft.

Die erotischen Szenen sind geschmackvoll beschrieben und man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, sich in einem billigen Film zu befinden, sondern in einem Blockbuster der schönsten Art.

„Herzen aus Stein“ ist der erste Teil und ich bin mächtig gespannt, wie die Autorin die Geschichte weiterspinnen will. Zum Ende hat sie sich einiges offen gelassen, das sehr ausbaufähig ist.

Fazit:
Eine Autorin, die ich jetzt definitiv weiterverfolgen werde, da mir der Schreibstil sehr zusagt und das Kopfkino einiges zu tun hat.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Sieben Verlag
erschienen: 2012
Printseiten: 400
ISBN ebook: 978-3-864430-77-0


s. a. Bibliografie: Inka Loreen Minden

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Rezension // Nora Roberts - Ein Mann für alle Sinne von SONJA

© Sonja Kochmann

Der italienische Sterne-Koch Carlo hat ein Kochbuch geschrieben und tourt zur Vermarktung durch die USA. An seiner Seite die PR-Agentin Juliet, die erstaunt von der Wirkung des italienischen Charmes auf Frauen ist. Wird sie ihm auch zum Opfer fallen?

Das Buch ist zwar im Deutschen in dieser Fassung 2011 erschienen, das englische Original ist jedoch bereits 1986 erschienen. Ich vertrete die Auffassung, dass die Bücher von Nora Roberts, die (ungefähr) vor 1995 geschrieben wurden, stilistisch nicht so mitreißend sind. Die Dialoge hier sind langweilig, so dass ich mich echt zusammenreißen musste, das Buch zu Ende zu lesen. 
Ich bin ein echter Fan von der Jahreszeiten-Reihe und auch einigen anderen Büchern von ihr, aber die wurden halt etwas später geschrieben.

In diesem Buch bin ich mit den Hauptfiguren nicht warm geworden. Der Mann (Carlo) ist mir hier zu selbstverliebt und machomäßig unterwegs. Juliet die PR-Agentin hat Bindungsängste und will nicht als Nummer auf der Liste des Italienischen Machos landen. Die Chemie der beiden passt so gar nicht zueinander, so dass die Entwicklung vom Gekabbel, zum Techtelmechtel und zur Liebe irgendwie gezwungen wirkt. Es gibt auch kein Schlüsselerlebnis, was diese Kehrtwendung irgendwie rechtfertigen würde.

Die Kochszenen wirken auch alles andere als sinnlich oder erotisch (vgl. Rezensionen zu "Das Lächeln der Frauen" oder "Liebe und Marillenknödel"), so dass ich auf der letzten Seite nicht wie gewohnt ein "schön" oder "toll" geseufzt habe, sondern ein "geschafft".

Daher vergebe ich 4 von 10 Punkten.

Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2011
Seiten: 352
ISBN: 978-3899418781




Rezension // Emma Sternberg - Liebe und Marillenknödel von SONJA

© Sonja Kochmann

Sophie ist mehr als chaotisch: gerade frisch Single und arbeitslos geworden, beschließt sie ihrer Familie von Anwälten und Bankkaufleuten in Hamburg den Rücken zu zu drehen und ihr Erbe anzutreten: Eine kleine Pension in den Südtiroler Alpen. Weit weg von Internet, Szenelokalitäten, ihrer Putzfrau und ihren Freunden.

Dort angekommen, stellt sie fest, dass auch hier alles nicht so einfach ist. Das Personal stellt sich quer und wenn sie die Pension vor dem bankrott retten will, muss sie sich etwas einfallen lassen.

Ich bin um dieses Buch schon eine ganze Weile herumgeschlichen, da ich nicht wusste, ob es wirklich etwas für mich ist. Ich nahm aufgrund des Covers an, dass es sich um eine Liebesgeschichte mit Dialekt handelt.

Fehlanzeige: Die Heldin Sophie ist durch ihren Hang zum Chaos einfach liebenswert und man schmunzelt die ganze Zeit und denkt sich: was kommt jetzt? Vom Stil her würde ich die Heldin in die Reihe der "Chaosprotagonisten" von Kerstin Gier einordnen. Hier und da gibt es ein paar Anekdoten aufgrund des Dialektes. Diese sind jedoch nicht störend und aus der Situation heraus verständlich für die Niedersächsin von heute (und allen anderen Bewohnerinnen des deutschsprachigen Raums).

Das selbst geschaffene Chaos von Sophie bekommt noch eine Spur Intrige und ab der Mitte des Buches einen Helden als Beistand, weil Liebe einfach schön ist...seufz...

Natürlich wird hier mal wieder gekocht (s. Hinweis zur Rezension von Nicolas Barreau - Das Lächeln der Frauen). Echte Männer kochen ab sofort. Die dadurch entstandenen Situationen sind wirklich sehr romantisch und ich will unbedingt mal Marillenknödel probieren!

Das Ende ist sogar aufgrund der Prise Intrige richtig aktionreich und das Buch verdient alles in allem 10 von 10 Punkten.

Emma Sternberg werde ich ab sofort im Auge behalten und ich überlege, ob ich mir die Vorgeschichte noch gönne. Auf jeden Fall freue ich mich auf das für 2013 angekündigte Buch!

Verlag: Heyne
erschienen: 2012
Seiten: 400
ISBN: 978-3453409101




Rezension // Nicolas Barreau - Das Lächeln der Frauen von SONJA

© Sonja Kochmann

Aurélie ist jung, verliebt und betreibt mit viel Liebe für das Kochen ein eigenes kleines Restaurant in Paris. Doch dann wird sie von ihrem Freund verlassen und sie streift rastlos durch das regnerische Paris. Voller Liebeskummer landet sie in einer Buchhandlung, obwohl sie eigentlich gar nicht liest.

Dort stößt sie auf ein Buch und dieses Buch hat es ihr angetan, denn es handelt scheinbar von ihr und ihrem Restaurant! Sie beschließt den scheinbar scheuen Autor ausfindig zu machen und löst eine Verkettung von Ereignissen aus, die ....

Das Buch hat einen schönen lockeren Schreibstil. Die Lebensart Frankreichs wird durch die französischen Zitate und das beschriebene Zubereiten der Speisen besonders hervorgehoben.

Es scheint neuerdings in Mode zu kommen, das Kochen oder das Essen in Romanen, in denen es um Liebe, Sinnlichkeit und Genuss geht, besonders hervor zu heben. Dies fördert beim Leser natürlich den Appetit (Und da soll noch einer sagen, dass dies nur bei TV-Werbung der Fall ist!) Wer nachkochen will, bekommt ein paar Rezepte im Nachwort geliefert.

Einige der französischen Zitate waren mir durch meinen eigenen Besuch in Straßburg und durch Zitate aus bekannter Musik (Edith Piaf) durchaus bekannt. Da ich jedoch in der Schule Latein und Englisch hatte, fand ich manche Einschübe etwas störend, weil sie meinen Lesefluss unterbrochen haben und ich gerätselt habe. Ich hätte mir hier vom Verlag gesetzte Fußnoten gewünscht, um den nicht französisch sprechenden Leser nicht auszuschließen.

Während des gesamten Buches musste ich an den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" mit  Audrey Tautou und an meine Schwägerin denken, die ein absoluter Frankreichfan ist.

Die chaotische Aurélie und die los getretene Verkettung sind einfach zauberhaft (klingt kitschig, passt hier aber) und ein einfaches Muss für jeden Frankreich-/Buchfan. Ich vergebe aufgrund der fehlenden Fußnoten 9 von 10 Punkten. Das Buch ist dennoch Anwärter auf mein Buch des Monats Dezember 2012!

Verlag: Piper
erschienen: 2012
Seiten: 336
ISBN: 978-3492272858





Mittwoch, 19. Dezember 2012

Rezension // Ursula Poznanski - Erebos von SONJA


An einer Schule in London wird ein Computerspiel unter der Hand weitergereicht. Die Beteiligten beginnen sich abzukapseln und benehmen sich merkwürdig. Nick bemerkt wie sich seine spielenden Freunde von ihm abwenden. Als er endlich das Spiel bekommt, verfällt er diesem Spiel und lässt ihn beinah straucheln, als er einen Mordauftrag in seinem echten Leben erhält....die Grenzen zwischen Spiel/Fiktion und der Realität verschwimmen...nur warum?

Ich gebe zu, dass ich vor zwei Jahren bereits einen Versuch mit dem Hörbuch gestartet habe und fand es langweilig. Das lag vermutlich an der einlullenden Art des Vorlesers, so dass ich das Hörbuch abgebrochen habe.

Da ich dieses Jahr dann doch vom Sog der anderen Poznanski Bücher erfasst wurde, habe ich noch einmal einen Versuch gestartet: mit der klassischen Papierform! Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen. Auch die Szenen im Computerspiel, die ja sehr einem reinen Fantasyroman ähneln, haben mich nicht gelangweilt.

Das Buch ist von der Thematik sehr erschreckend und sollte mein kleiner Sohn irgendwann mal ein Computerjunkie werden, werde ich dieses Buch nochmal mit ihm lesen, denn es macht auf verständliche Weise die Gefahr der virtuellen Welt deutlich. Auch sollten Jugendliche bei Gruppenzwängen aufpassen.

Das Ende war super und hat mich sehr zufrieden gestimmt: 10 von 10 Punkten (und das Hörbuch vergessen wir lieber Mal.)

Verlag: Loewe
erschienen: 2010
Seiten: 485
ISBN: 978-3785569573



Rezension // Lara Adrian (Tina St. John) - Der dunkle Ritter von SONJA


Lady Emmalyn erhält durch den heimgekehrten Kreuzritter Cabal die Nachricht, dass ihr brutaler Ehemann ermordet wurde. Bis zur Entscheidung über die Ländereien und die Burg durch König Richard soll Cabal das Sagen haben und das passt Emmalyn so gar nicht. Auch andere Feinde und Intriganten wittern ihre Chance und greifen nach dem Besitz. Kann Cabal Emmalyn schützen, obwohl sie sich (scheinbar *zwinker*) sträubt und ihn hasst?

Ich bin kein Freund von historischen Romanen nach dem Motto: "Ich Ritter, du Lady. Ich rette dich."
Wer dies hier erwartet, liegt hier falsch. Emmalyn hat ordentlich Feuer im Blut. Während der Abwesenheit ihres Ehemannes hat sie die Ländereien allein geführt und sieht gar nicht ein, alles an einen Mann abzutreten. Sie entwickelt einen Gegenplan. Unterstützt wird sie von einer äußerst redegewandten und schlagfertigen (im doppelten Sinne) Amme, die mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen ist.

Beim Lesen hat mich der Name des Helden etwas gestört, doch dies gibt keine Punktabzüge, da dies eindeutig zum Geschichtsverlauf gehört (Mehr kann man hier nicht verraten.) Der Held schleppt einen ordentlichen Packen Probleme mit sich herum, so dass es glaubhaft ist, dass die eigenständige Emmalyn zu ihm passt, um sein Leben in den Griff zu bekommen.

Die Liebesgeschichte der beiden durchläuft alle Höhen und Tiefen und hat einen ordentlichen Schuss Erotik dabei.

Die Bewohner der Burg und des Dorfes sind mir während des Lesens ebenfalls ans Herz gewachsen, so dass ich sagen muss: Schurken, Intrigen, Liebe, Erotik und das Ende sind eine gesunde Mischung.

Das Cover ist gut gelungen und ich hab mir beim Zuklappen des Buches immer wieder gern angesehen. Daher 9 von 10 Punkten.

Das Buch wird in einigen Foren als Band 2 bezeichnet. Es hat jedoch keinerlei Bezug zu dem anderen Ritterroman der Autorin (Die Rache des Ritters) und ist ein eigenständiger Roman!

Verlag: egmont lyx
erschienen: 2012
Seiten: 400
ISBN: 978-3802585227



Rezension [Film] // Der Hobbit - Eine unerwartete Reise von SINA

Nach „Der Herr der Ringe“ war ich natürlich gespannt, was Peter Jackson aus dem kleinen Büchlein „Der Hobbit“ für einen Film machen wird. Und dann auch noch einen Dreiteiler.
Ich bin mit keinerlei Erwartung ins Kino, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass „Der Herr der Ringe“ zu toppen ist. Der Auftakt „Eine unerwartete Reise“ hat es aber geschafft, annähernd ran zu kommen. Denn es war eine große Freude, altbekannte und auch neue Gesichter kennenzulernen.
Der Haufen Zwerge, der einfach so bei Bilbo ins Haus fällt, kommt sehr sympathisch rüber. Gandalf ist so kauzig und liebenswert wie auch in „Der Herr der Ringe“ und Bilbo (60 Jahre jünger) ist einfach nur genial.

Die Schauspieler haben sich voll und ganz in die Rollen begeben und man könnte meinen, alle wären als Zwerge, Hobbits oder Zauberer auf die Welt gekommen und sie hätten nur darauf gewartet, dass sie endlich ihre Chance kriegen, dies auch öffentlich zu zeigen.

Am Gelungensten fand ich Gollum. Er sah wirklich so echt aus, dass man glauben könnte, es gäbe ihn wirklich. Auch wenn er nur einen kurzen Auftritt hatte, so waren die Szenen mit ihm einfach die besten im ganzen Film.

Auch Cate Blanchett als Galadriel hat es wieder geschafft, mich zu faszinieren. Sie wirkte wieder so königlich und elfenhaft. Ich glaube, dass die Rolle nicht hätte besser besetzt werden können.

Der 3D-Effekt war einfach nur genial. Es war alles sehr real. Ich hatte zeitweise das Gefühl, wirklich mittendrin zu sein. Einzig wenn die Szenen sehr schnell waren, d. h. bei einer Schlacht oder einer Verfolgungsjagd war das Bild etwas verschwommen und unübersichtlich. Doch musste ich auch manchmal schon etwas zur Seite zucken, weil ich dachte, dass jetzt wirklich etwas auf mich zugeflogen kommt oder ein Schwert in meine Richtung stößt.

Fazit:
Eine unerwartete Reise – monumental, bildgewaltig, witzig und ein würdiger Abschluss für ein Kinojahr. Ich warte gespannt auf den zweiten Teil, leider erst in einem Jahr.






Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension // Melanie Hinz - Unerwartet von SINA

Seit dem Tod ihrer Eltern kümmert sich Katharina um ihren Bruder Ben und führt gleichzeitig einen kleinen Coffeeshop. Ihr Leben ist vollkommen ausgefüllt und sie hat nur wenig Zeit, auch für sich selbst. Doch dann zieht in Jakob neben ihr ein und bringt ihre Gefühle gehörig durcheinander. Sie lässt sich auf Jakob ein und ist glücklicher denn je. Bis Jakobs Freund Paul auftaucht. Jakob und Paul machen Katharina ein unmoralisches Angebot.

Mit „Unerwartet“ erwartet einem wirklich Unerwartetes. Denn hinter der romantischen Erotikgeschichte verbirgt sich ein Liebesroman der ungewöhnlichen Art.

Katharina rückt ihr persönliches Leben in den Hintergrund, um sich voll ihrem Bruder und ihrem Coffeeshop widmen zu können. Bis sie Jakob kennenlernt und er ihr zeigt, dass es auch noch ihr eigenes Leben gibt – und Paul, seinen besten Freund.

Mich hat die Geschichte sehr berührt, da ich Katharina sehr ins Herz geschlossen habe. Sie tat mir zu Anfang sehr leid und mit der Zeit konnte ich verstehen, warum sie sich auf die Sache mit Jakob und Paul einlässt.

Die Autorin hat sehr gut beschreiben können, wie Katharina sich fühlt, was sie für Ängste und Zweifel hat und wieso sie sich letztendlich für ein Leben zu dritt entscheidet.

Katharinas Vergangenheit war hart und immer wieder kommen Bilder in ihr hoch, die ihr kleine Rückschläge verpassen, doch trotzdem schafft sie es, sich aufzurappeln.

Die einzelnen Szenen und Erotikpassagen sind einfühlsam beschrieben. Die Charaktere sind sympathisch und realitätsnah.

Einzig dass Jakob und Paul einfach zu perfekt waren, hat mich etwas gestört. Sie waren immer einfühlsam, wussten immer, was zu tun ist, haben sich rührend um Katharina gekümmert und haben einfach nichts falsch machen können. So waren mir die beiden dann doch suspekt, weil es so einen perfekten Mann nicht geben kann, und schon gar nicht im Doppelpack ;-).

Fazit:
„Unerwartet“ ist eine schöne Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren und einem ungewöhnlichen Inhalt.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Selbstverlag
Printseiten: 271
erschienen: 2012
ASIN: B00AEY8QM6 


Sonntag, 16. Dezember 2012

Rezension // Emilia Polo - Pandoras Kuss von SINA

Marie Colbert ist rothaarig, witzig und mit Leib und Seele Polizistin. Als sie jedoch Schutzgeld annimmt, wird sie dabei erwischt und erpresst. Eine Frau kommt auf sie zu und fordert von ihr sieben Gefälligkeiten. Marie zögert kurz, doch dann nimmt sie das Angebot an. Zuerst muss sie nur ein Halsband tragen, doch dann werden die „Gefälligkeiten“ forscher und fordern Maries ganzen Mut. Als dann noch der sexy Polizeichef Alexandre Rava in ihr Leben tritt, läuft alles vollkommen schief.

Die Autorin legt mit dem ersten Band um die Polizistin Marie Colbert eine Geschichte vor, die mich zu Anfang sehr neugierig gemacht hat. Marie ist eine selbstbewusste und selbstkritische Frau, die es nicht einfach hat. Als sie dann auch noch Schutzgeld annimmt, weiß sie genau, dass es mit ihrer Karriere zu Ende ist, falls sie auffliegt. Doch sie sehnt sich neben dem harten „Männer“Job Polizist auch nach mehr Fraulichkeit.

Als sie dann jedoch erpresst wird, lässt sie sich darauf ein, aber nicht, ohne sich selbst an Nachforschungen zu machen und evtl. ihren Erpresser erpressen zu können.

Mit einem sehr lockeren Schreibstil wird man nach Frankreich versetzt und auch sonst ist der französische Lebensstil sowie die Sprache sehr prägend für das Buch.

Marie ist eigentlich eine lebensfrohe Person, die zwar sehr männlich tut, im tiefen Inneren jedoch als Polizistin und als Frau akzeptiert werden möchte. Insoweit setzt sie ihre weiblichen Reize auch manchmal sehr gezielt ein, beispielsweise um irgendwelche Ganoven dingfest zu machen.

Mir war das Buch an manchen Stellen etwas langatmig, manche Erklärungen wurden teilweise wiederholt und einige Szenen waren in meinen Augen nur als Lückenfüller gedacht. Außerdem fand ich die Erotikszenen nur teilweise gelungen. Mir hat hier persönlich die Umschreibung nicht gefallen.

Trotzdem lag eine spannende Geschichte vor, fragt man sich doch die ganze Zeit, wer wohl der ominöse Erpresser ist und wie genau es eigentlich zu allem kam.

Das Ende ist sehr offen und war für mich auch überraschend, gerade was den Polizeichef Alexandre Rava anging.

Fazit:
Der Auftakt zu einer Serie um die Polizistin Marie Colbert, die mit mehr als nur ihrer Behauptung in einem Männerberuf zu kämpfen hat.

Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Selbstverlag
erschienen: 2012
Printseiten: 353
ASIN: B00A7GOU80 

 s. a. Bibliografie: Emilia Polo



Dienstag, 11. Dezember 2012

Rezension // Ulf Schiewe - Die Hure Babylon (Band 03) von SINA

Arnaut und Ermengarda sind glücklich miteinander. Bis Ermengarda schwanger wird und das Kind verliert. Arnaut sieht darin eine Strafe Gottes und trennt sich von Ermengarda. Und er nimmt das Kreuz und schließt sich dem Kreuzzug ins Heilige Land an. Doch auf dem langen Weg wird ihm immer mehr klar, dass dieser Kreuzzug nicht der Wille Gottes sein kann.

Mit „Die Hure Babylon“ liegt mir der dritte historische Roman von Ulf Schiewe vor, den ich zusammen mit dem Autor in einer Leserunde lesen durfte. Ulf hat dabei Rede und Antwort gestanden und hierfür möchte ich mich auch nochmals herzlich bedanken.

Der Roman schießt an den zweiten Band der Frankreich-Reihe „Die Comtessa“ an. Man ist gleich wieder mittendrin im Geschehen. Durch die sehr bildhafte Schreibweise ist das Kopfkino sehr gefordert. Die Detailverliebtheit ist wunderbar und so möchte man am liebsten in das Buch hineinschlüpfen, um alles live und in Farbe zu sehen.

Doch neben den wunderschönen Szenen gibt es natürlich auch das krasse Gegenteil. Gerade die Kreuzzüge waren Massenmorde an Christen und Muslime. Auf beiden Seiten starben Tausende von Menschen. Auch hier konnte ich mir zeitweise zu gut vorstellen, wie das wohl abgelaufen sein musste. Der Autor beschönigt nichts und erfasst das ganze Ausmaß dieser unnötigen Kriege im angeblichen Auftrag Gottes.

Das Ende des Buches ist mehr als offen, obwohl im Epilog manches angedeutet wird. Trotzdem bleibt ein Stück Hoffnung, dass die Reihe vom Autor fortgeführt wird, was auch ich stark befürworten würde.

Die ersten beiden Bände der Reihe, „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“ müssen nicht zwingend vorher gelesen werden, jedoch ist es zum Verständnis mancher Szenen besser, den Inhalt der beiden Bücher zu kennen.

Ich muss nochmals auf die Schreibweise des Autors eingehen, denn gerade diese finde ich sehr erwähnenswert. Mit Liebe zum Detail, jedoch keinen unnötigen Ausschweifungen wird Szene um Szene beschrieben und so fühlt man sich mittendrin, sei es beim Krieg, den einfachen Gesprächen zwischen den Soldaten, den Ängsten und Sorgen der Frauen und den mutigen Handlungen der Männer.

Eine gute Mischung aus sympathischen und unsympathischen oder gar verhassten Charakteren sowie Beschreibungen der Landschaft, Orte und Geschehnisse haben es mir sehr schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen.

Fazit:
Ein wortgewaltiges, bildhaftes Buch und ein würdiger Nachfolger der vorher erschienen Bände.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2012
Printseiten: 575 
ISBN: 978-3426199305

 s. a. Bibliografie: Ulf Schiewe

Samstag, 8. Dezember 2012

Rezension // Vina Jackson - 80 Days: Die Farbe der Begierde von SONJA

© Sonja Kochmann

Summer und Dominik wagen einen großen Schritt: Sie ziehen in New York zusammen und haben nun neben ihren sexuellen Aktivitäten ganz normale Alltagsprobleme.
Die Würze der neckischen SM-Spiele scheint verloren zu gehen....und auch der Bösewicht Victor und ein weiterer Verehrer erschweren das Zusammenleben.

Der erste Teil Die Farbe der Lust hat mir ja aufgrund des Schreibstils der Autorin gut gefallen. Auch die Schilderungen der SM-Spiele waren ohne vulgär zu klingen, interessant in die Geschichte mit eingebunden, so dass ich damals 10 von 10 Punkten vergeben habe.

Inhaltlich sollte dieser erste Band unbedingt gelesen werden, da man sonst Summers und Dominiks Verhältnis und die Entwicklung der Beziehung nicht nachvollziehen kann. Auch Victors Rolle kann sonst nicht nachvollzogen werden.
Der Schreibstil hat sich nicht geändert. Der Schwerpunkt liegt bei diesem Buch allerdings nicht auf den Schilderungen der SM-Praktiken oder auf den erotischen Schilderungen, sondern auf der komplizierten Beziehungsentwicklung von Summer und Dominik, obwohl sie sich weiterhin sexuell anziehend finden. Daher fand ich (trotz gespickter Sexszenen) das Buch streckenweise etwas zäh.

Ich war geneigt, es mit 6 Punkten zu bewerten bis die Intrigen von Viktor, der neue Verehrer von Summer und die bereits bekannte Laurlynn ordentlich die Geschichte angeheizt haben (ungefähr letztes Drittel). 
Daher bin ich auch neugierig auf Band 3 und werde dem Buch *räusper* weiterhin "die Stange halten" (Entschuldigung - dieser Witze musste jetzt einfach sein.) Ich vergebe 8 von 10 Punkten, weil ich nun doch neugierig bin, wie die Geschichte weitergeht.

Verlag: carl's books
erschienen: 2012
Seiten: 400
ISBN: 978-3570585245




Dienstag, 4. Dezember 2012

Rezension // Cherry Adair - Gnadenlos: Auf der Flucht von SONJA


Zak und Gideon Stark sind Millionäre und suchen den Nervenkitzel. Bei einer Reise nach Venezuela passiert es: Die beiden werden zusammen mit Zaks One-Night-Stand Acadia von Guerillas entführt. Ein Überlebenskampf beginnt und trotz allem knistert es zwischen Zak und Acadia.....

Durch den Schreibstil von Cherry Adair ist der Leser bereits bei den ersten 2 Sätzen voll drin in der Actionhandlung und es hat mich ordentlich gepackt. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, da ich mit den Hauptfiguren regelrecht mit gelitten habe.

Die Anziehungskraft zwischen Zak und Acadia wurde schön beschrieben und durchaus glaubwürdig in die Situation eingefügt.

Acadia ist eine etwas schüchterne Person, die bei ihrem ersten Versuch aus sich herauszugehen, scheinbar eine totale Bruchlandung hinlegt. Doch sie meistert die Situation hervorragend - mehr möchte ich hier nicht verraten, aber sollte ein Mann diese Rezension lesen: Lästert NIEMALS über den Inhalt der Handtaschen oder sonstigen Transportutensilien von Frauen!!! Es sichert auch Euer Überleben!!!

Bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich 10 von 10 Punkten gegeben. Dann kamen die letzten 100 Seiten: an dieser Stelle muss ich nun allerdings sagen, dass die Geschichte einen Lösungsansatz (Stichwort Koordinaten) bekam, der mir nicht so recht gefallen hat. Es machte fast den Eindruck, als ob die Autorin krampfhaft versucht hat, ein inhaltliches Ziel zu erreichen.

Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich werde nach weiteren Ausschau halten: 7 von 10 Punkten, da ich die Sache mit den Koordinaten am Ende nicht der Geschichte entsprechend fand (Mehr kann man leider nicht verraten).


Verlag: egmont lyx
erschienen: 2012
Seiten: 416
ISBN: 978-3802588488



Rezension // Carly Phillips - Ich will nur dein Glück von SONJA

© Sonja Kochmann

Nachdem Nash Barron die Schwester (Kelly) seiner Halbschwester (Tess) (alles klar?!) kennengelernt hat, ist es um ihn geschehen. Obwohl er versucht seinem Bruder Ethan aus dem Weg zu gehen und sich sein eigenes Privatleben als äußerst kompliziert erweist, kann er die Anziehung nicht leugnen. Doch auch Kelly hat Probleme....

Das Buch führt die Geschichte aus dem ersten Teil "Ich will doch nur küssen" unmittelbar fort und setzt diesen inhaltlich voraus. Die Familienverhältnisse sind derart verworren und verschachtelt, dass man den ersten Band der Serendipity-Reihe unbedingt gelesen haben sollte.

Ich tat mich daher doch etwas schwer, da es bei mir schon ein paar Monate her war und ich es eigentlich nicht mag, wenn man "handlungstechnisch" derart ins "kalte Wasser geworfen wird", dass man am Liebsten den Vorband noch mal zücken möchte.

Nach ein paar Seiten legte sich dies jedoch und die Liebesgeschichte mit allen Tücken und Raffinessen nahm Fahrt auf. Auch zwei andere Personen werden nebenbei noch verkuppelt, so dass frau als Liebesgeschichtenfan auf ihre Kosten kommt.

Trotz der EInstiegsschwierigkeiten freue ich mich, dass der Verlag Band 3 bereits angekündigt hat und hoffe, dass ich mich im April 2013 beim Einstieg nicht so schwer tue: 7 von 10 Punkten!

Verlag: Heyne
erschienen: 2012
Seiten: 448
ISBN: 978-3453409576



Sonntag, 2. Dezember 2012

Rezension // Brigitte Riebe - Die Pestmagd von SINA

Johanna ist eine junge Witwe, die verzweifelt versucht, den Weinhandel ihres verstorbenen Mannes am Laufen und sich damit über Wasser zu halten, bekommt viele Steine in den Weg gelegt. Die Nachlieferung des Weines versiegt und die Zunft macht ihr Vorschriften, die sie nicht erfüllen kann. Als sie dann noch des Mordes an ihrem Ehemann beschuldigt wird, wird sie verurteilt, als Pestmagd in einem Pesthaus zu arbeiten.
Doch ihre Vergangenheit holt sie ein und Johanna muss sich dieser stellen.

Ich hatte mich bei Blogg Dein Buch für diesen historischen Roman vom Club Bertelsmann beworben und hatte nun das große Vergnügen, "Die Pestmagd"  lesen zu dürfen.

Brigitte Riebe hat mich in das Köln im Jahre 1540 entführt. Eine dunkle Zeit, nicht nur von geprägt von Intrigen und Macht, sondern auch vom dunklen Tod, der Pest.

Johanna Arnheim hat eine düstere Vergangenheit, die nach und nach zum Vorschein kommt. Mit dem Medicus Vincent verbindet sie einiges und als dieser unerwartet in Köln auftaucht, um dort zu praktizieren und an einer Schule zu unterrichten, werden Johannas Gefühle durcheinander gebracht.

Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorin, vor allem, da sie viele Begriffe verwendet, die aus dem Mittelalter stammen. Doch von Seite zu Seite kam ich mehr und mehr in die Geschichte rein.

Mit Liebe zum Detail wird beschrieben, wie sehr Johanna unter ihrem Schwager Hennes leidet, der aus Eifersucht und Neid Johanna immer mehr in den Ruin treibt und sie letztendlich des Mordes an ihrem Ehemann bezichtigt. Doch Johanna ist eine starke Frau, die mit allen Mitteln versucht, sich über Wasser zu halten und sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren.

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, vor allem da man einiges über Köln, die Pest und die Franzosenkrankheit erfährt.

Johanna, Vincent und vor allem die alte Sabeth sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich war traurig, als ich die letzte Seite gelesen habe. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wiederlesen.

Fazit:
Ein spannender und informativer Roman von einer Autorin, die ich mir ab sofort merken werde.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Club Bertelsmann
erschienen: 2012
Printseiten: 542
Bestell-Nummer: 122983125 

s. a. Bibliografie: Brigitte Riebe

Dienstag, 27. November 2012

Rezension // Rachel Joyce - Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von SINA

Harold Fry ist, lebt zusammen mit seiner Frau Maureen in einem Häuschen in Südengland und ist Rentner. Als ihn eines Tages ein Brief erreicht, gerät sein Leben aus den Fugen. Denn dieser Brief bringt Harold zum Nachdenken. Über sich, seine Frau, seinen Sohn und sein vergangenes Leben. So schreibt Harold zurück und geht zum Briefkasten. Doch dann geht er immer weiter. Er möchte die Verfasserin des Briefes besuchen. Denn sie hat Krebs und sich in dem Brief von Harold verabschiedet. Harold macht sich auf zu seiner persönlichen Pilgerreise. Und dort begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen, die ebenfalls ihren Weg suchen.

Ein berührendes, wundervolles, tieftrauriges und vor allem sensationelles Buch. Nicht viele Bücher schaffen es, mich derart zu faszinieren und zu fesseln, doch Rachel Joyce hat es eindeutig geschafft, mich in ihren bzw. in Harolds Bann zu ziehen.

Die leisen Töne, die die Autorin anschlägt, sind so wunderbar, dass man nur eins machen kann: weiterlesen! Denn man möchte unbedingt wissen, wie es Harold ergeht, welchen Weg er einschlägt. Man möchte seine Gedanken teilen, an seinen Ängsten teilhaben und vor allem wissen, warum er denn jetzt einfach drauf losläuft.

Im Laufe seiner Wanderung lernt man ihn und seine Frau Maureen besser kennen und kann auch verstehen, warum sie so sind, wie sie sind. Ich konnte mir schon ab dem ersten Drittel des Buches den Grund vorstellen, warum die beiden nicht mehr so miteinander reden können, sich aber trotzdem noch lieben. Am Ende jedoch nochmal wortwörtlich das nachzulesen, was ich die ganze Zeit vermutet habe, hat dann doch die Tränen fließen lassen.

Ab Schönsten fand ich die Beschreibungen der Autorin. Sie hat viele Farben ins Spiel gebracht. So kann man sich England eigentlich gar nicht vorstellen. Man meint immer, dort ist alles Grau in Grau, aber die Autorin beweist das Gegenteil und liefert eine so wunderbare Beschreibung der Landschaft, das man direkt Lust bekommt, Harolds Route abzuwandern und das zu sehen, was er gesehen hat.

Gerade die Tiefe, die das Buch versprüht, hat mich nachdenklich werden lassen. Denkt man heute viel zu viel an sich selbst und vergisst darüber hinaus seine Mitmenschen oder gar seinen Partner? Ein bisschen mehr Fernblick würde wahrscheinlich jedem gut tun.

Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen, denn Harold und auch seine Frau Maureen sind zwei so liebenswerte Charaktere. Man muss sie einfach kennenlernen und Zeit mit ihnen verbringen.

Fazit:
Unwahrscheinlich einfühlsam und wunderbar. Mein Novemberhighlight 2012. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.


Verlag: Krüger
erschienen: 2012
Format: Hardcover
Seiten: 378
ISBN: 978-3810510792 

s. a. Bibliografie: Rachel Joyce

Reihenfolge
01 Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
02 Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry (Rezension)

Sonntag, 25. November 2012

Rezension // Mila Roth - Spionin wider Willen: Freifahrtschein (Band 03) von Sina

Janna besucht zusammen mit ihren Eltern und ihren Pflegekindern den Pützchen Markt. Während ihre Kinder sich mit dem Autoscooter vergnügen, sieht Janna ein Pärchen und erschrickt sogleich. Denn es handelt sich um Mitglieder der Terrorzelle Söhne der Sonne. Janna setzt sich mit Markus Neumann in Verbindung und schon ist sie wieder mittendrin in einem Abenteuer.

Nach den ersten beiden Teilen "Spionin wider Willen" und "Von Flöhen und Mäusen" liegt nun mit "Freifahrtschein" der dritte Teil der "Vorabend"-Serie von Mila Roth vor. Und gleich von Anfang an ist man wieder mittendrin.

Die Spannung steigt von Teil zu Teil, denn alles ist miteinander verknüpft und die Suche nach dem Anführer der Terrorzelle zieht sich wie ein roter Faden durch die Serie. Dies erhöht natürlich den Suchtfaktor und man will unwillkürlich wissen, wie es weitergeht.

Janna und Markus sind ein sehr ungleiches Paar, ergänzen sich aber immer wieder und so langsam merkt man, dass Janna sich mehr Gedanken um Markus macht. Markus sich aber auch um Janna. Denn bei ihr gibt er mehr von sich preis, als bei jedem anderen.

Was die beiden füreinander empfinden, verrate ich natürlich nicht. Am Ende des Buches trifft Janna eine Entscheidung, die mich persönlich nicht überrascht hat, mir jedoch zu denken gibt.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass mit der vorliegenden Reihe von Mila Roth eine spannende Unterhaltungsserie geschaffen wurde, die man immer mal wieder Zwischendurch lesen kann.

Fazit:
Janna und Markus neuester Fall. Teamarbeit in "Perfektion".

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Selbstverlag
erschienen: 2012
Printseiten: 172
ASIN: 978-3-95516-222-1


 s. a. Bibliografie: Mila Roth

Rezension // Ursula Poznanski - Fünf von SONJA


Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von der Polizei Salzburg werden zu einer Leiche auf einer Kuhweide gerufen. Die Besonderheit: Die Tote hat eintätowierte Koordinaten an den Fußsohlen. Eine tödliche Schnitzeljagd mit dem Täter beginnt und treibt alle Beteiligte an ihre Grenzen.

Ich habe mir eigentlich in den letzten Jahren Thriller ein wenig "übergelesen", so dass ich bei Erscheinen dieses Buches einen großen Bogen darum gemacht habe. Nach dem ich aber Saeculum und Die Verratenen gelesen habe, war ich auf dieses Werk der Autorin neugierig.

Das Buch verknüpft die grausamen Taten (nichts für schwache Nerven) eines Serienkillers mit dem "eigentlich" harmlosen Hobby Geocaching.

Die Polizei ist gezwungen, sich auf Geocaching einzulassen. Die Einführung in die Besonderheiten der Suche und der Jagd beim Geocaching und die Verwendung von Kürzeln wird geschickt in die Geschichte eingeflochten, so dass man als Laie alles versteht.

Ich hatte mal einen Kollegen, der dieses Hobby ausgeübt hat und den ich mir zeitweise beim Lesen vorgestellt habe, was dieser wohl für ein Gesicht gemacht hätte, wenn er so eine Box geöffnet hätte.....

Beatrice ist eine Polizistin mit eigenen Schwächen, die sie menschlich erscheinen lassen und die sie auch für den Mörder besonders werden lässt. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass es für Beatrice Probleme einen Lösungsansatz gibt (mehr kann ich einfach nicht verraten).

Die Jagd nach dem Mörder war spannend und ich hatte Mühe, das Buch aus der Hand zu legen. Ich vergebe 10 von 10 Punkten!

Also werde ich mit als nächstes Erebos lesen....

Verlag: Wunderlich
erschienen: 2012
Seiten: 384
ISBN: 978-3805250313