Freitag, 30. März 2012

Harvey Friedman - Der Pentateuch: Die Auferstehung I von SINA

Meine Meinung:
Harvey Friedman freut sich eigentlich nur darauf, endlich nach Hause zu kommen, um mit seiner Frau Jackie einen schönen Abend in der Metropolitan Opera zu verbringen. Auf dem Weg nach Hause wird er jedoch im Taxi vom Fahrer in ein Gespräch verwickelt, dass seine Weltanschauung durcheinander bringt.
Währenddessen – auf dem Planeten Gaia, der der Erde erschreckend ähnlich ist – ereignen sich merkwürdige Dinge. Die Börse scheint zu crashen, Konten der Bank of America werden in sekundenschnelle leergeräumt und eine Aufklärungsdrohne greift die Air Force One des Präsidenten an. Und alles deutet nur auf eins hin: die Zeit der Umkehr. Der Messias ist zurückgekehrt!

Der Einstieg in das Buch fängt gleich sehr interessant an. Die Entstehung der Welt bis hin zur heutigen Zeit wird dargestellt und gleich mit der eigentlichen Geschichte mit einigen Abwandlungen verknüpft. Man merkt von vorneherein, dass es sich um einen Mysterythriller handelt, der nicht mit großer Mystery aufwartet, sondern die Geschehnisse von heute geschickt mit denen der Vergangenheit verbindet.

Im Groben kann man von fünf Handlungssträngen sprechen. Als ersten Strang natürlich die Hauptfigur Harvey Friedman, der sich in eine lange Diskussion mit einem Taxifahrer einlässt. Es geht um „Gott und die Welt“ und dies im wahrsten Sinne des Wortes.
Die vier Nebenstränge handeln von Filipo und Robert, die als Gesandte des Vatikans einen Christian Bufimimat beschatten sollen, von dem Präsidenten von Amerika und seinem Stab in der Air Force One, von der Bank of America und einem Hacker sowie dem Papst und seinen Kardinälen.

Alle Stränge haben miteinander zu tun, doch weiß man letztendlich nicht, wie sie zum Schluss wohl zusammenlaufen könnten.

Mir hat der Stil, in dem das Buch geschrieben ist, nicht sehr gut gefallen, was auch zum Punktabzug führt. Manche stilistischen Ausdrücke waren mir fremd. Hieran merkt man auch, dass der Autor eigentlich Österreicher ist.
Die sehr detailreiche Beschreibung der Dinge war anstrengend und hat oft genug dazu geführt, dass ich das Buch zur Seite legen musste, um über das Gelesene nachzudenken.

Die Finanzwelt steht eindeutig im Vordergrund und hier muss ich sagen, dass ich teilweise nicht verstanden habe, um was es geht. Dafür habe ich mich mit dem Thema bis jetzt nicht auseinandergesetzt.

Was mir sehr gut gefällt, ist die Idee, die hinter allem steckt. Die Figuren, insbesondere Robert und Filipo sind mir sehr sympathisch.

Störend empfand ich die vielen Fehler (Rechtschreibung und Grammatik). Dies hat den Lesefluss doch gewaltig gestört.

Fazit:
Gute Idee, nicht so gute Umsetzung. Trotzdem werde ich den zweiten Teil lesen, weil das Buch mit einem Cliffhanger aufhört.

Ich vergebe 6 von 10 Bewertungspunkten.

Herzlichen Dank auch an den Autor Harvey Friedman für die zur Verfügungstellung des Rezensionsexemplars.


Verlag: Harvey Friedman
erschienen: 2012
Seiten: 464
ISBN: 978-3981488807

mit freundlicher Genehmigung des Autors

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