Freitag, 29. Juni 2012

Rezension // Jonathan Stroud - Bartimäus: Das Auge des Golem (Band 02) von SINA

Nathanael, ehrgeizig und jung, möchte hoch hinaus. Doch die "Widerstandsbewegung" macht der britischen Regierung, die mittlerweile von Zauberern geführt wird, das Leben schwer.
Und dann taucht auch noch ein Golem auf, der in London sein Unwesen treibt.
Nathanael bekommt sein große Chance und wird mit den Ermittlungen beauftragt. Klar, dass er den Fall nicht ohne Bartimäus lösen kann.

Durch den herrlich sarkastischen Schreibstil ist es einfach nur ein Genuss, das Buch zu lesen. Besonders der Part von Bartimäus ist wieder zum Schreien komisch. Wieder musste ich teilweise laut lachen und wieder konnte mein Mann nur mit dem Kopf schütteln.

Die Fußnoten, die auch schon im ersten Teil einfach nur ein "Brüller" waren, sind auch hier einfach wieder genial.

Nathanael ist reifer geworden und dies zeigt sich auch wieder in dem Wort-Schlagabtausch zwischen ihm und Bartimäus.

In diesem Teil taucht eine neue Hauptfigur auf, die im ersten Band nur kurz angerissen wurde. Kitty Jones, eine Kämpferin der Widerstandsbewegung. 
Mit Kitty hat Nathanael eine weitere Gegenspielerin. Doch Kitty sucht auch noch nach ihrem Weg im Leben.

Der zweite Teil überzeugt wieder voll und ganz.

Fazit:
Wer gerne mal abschaltet und sich dann natürlich auch amüsieren will, sollte unbedingt die Bartimäus-Bücher lesen.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: blanvalet
erschienen: 2004
Seiten: 670
Verlag: 978-3-570-12776-6

s. a. Stroud, Jonathan

Rezension // Jonathan Stroud - Bartimäus: Das Amulett von Samarkand (Band 01) von SINA

Nathanael kommt als Kind in den Haushalt von Arthur Underwood, um dort seine Ausbildung als Zauberer zu beginnen. Von Anfang an hat Nathanael es nicht leicht, wird doch sein Genie verkannt und wird er nur spärlich von seinem Lehrmeister mit Informationen versorgt. Heimlich lernt er aus den Büchern, die er eigentlich noch nicht lesen darf und vergrößert dadurch sein Wissen. Als er eines Tages von Simon Lovelace, einem eitlen und herrschsüchtigen Zauberer auf die Probe gestellt wird und diese Probe besteht, wird er von Lovelace trotzdem bzw. aufgrund seines Wissens gedemütigt. Nathanael beschließt, sich zu rächen und beschwört den Dämon Bartimäus, einen großen und mächtigen Dschinn. Zusamen mit Bartimäus kommt Nathanael dann jedoch einer Verschwörung auf die Spur. Nathanael weiß: nur er kann Lovelace aufhalten.

Nach 50 Seiten war ich von der Geschichte so begeistert, dass ich mir sofort die Folgebände bestellt habe.
Teilweise musste ich schon laut lachen, so dass mein Mann mal nur wieder den Kopf schüttelte und meinte, warum er nur diese Verrückte geheiratet hat.

Durch den lockeren Schreibstil ist man schon fast gezwungen, immer weiter zu lesen und die Geschichte zu verschlingen. 
Gerade Bartimäus, einen kauzigen, nicht auf den Mund gefallenen Dschinn, hat es mir dabei sehr angetan. 

Abwechselnd wird aus seiner Sicht und aus Sicht Nathanaels erzählt. Dabei erzählt Bartimäus in Ich-Form. Das besondere an seinem Part sind die Fußnoten. Sie sind witzig, sarkastisch und sollen die Überlegenheit Bartimäus über uns Menschen und seinesgleichen darstellen. Eine sehr gelungene Idee des Autors.
Nathanaels Part wird aus der Sicht eines Erzählers geschildert und wirkt etwas sachlicher.

Nathanael und Bartimäus sind ein ideal zusammenpassendes Team. Ich habe mich köstlich über den Wort-Schlagabtausch zwischen den beiden amüsiert.

Fazit:
Ein herrliches, witziges Jugendbuch, dass auch für große Kinder geeignet ist.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: blanvalet
erschienen: 2003
Seiten: 540
ISBN: 978-3-442-36762-7

s. a. Stroud, Jonathan

Rezension // Anonymus - Das Buch ohne Gnade (Band 03) von SINA

Der Bourbon Kid ist wieder unterwegs, diesmal zu einem Musikfestival der besonderen Art. Unter dem Motto "Back from the Dead" treten Musiker auf, die längst verstorbene Stars darstellen. Da darf natürlich der King - Elvis - nicht fehlen, der in seinem richtigen Leben eigentlich ein Berufskiller ist. Neben Gabriel und Angus halten sich mit dem Kid und Elvis insgesamt vier Killer auf dem Festival auf. Und alle haben es auf die selben Opfer abgesehen. Klar, dass sich da alle in die Quere kommt. Und der Teufel hat auch noch seine Hand im Spiel.

Mir lag nun der dritte Band der Buch-Reihe rund um den Bourbon Kid vor und ich war nicht so begeistert, wie von den beiden Vorgängern. An Witz, Blutrünstigkeit und der Idee steht er zwar Teil 1 und 2 nichts nach, doch hat mir hier irgendwie ein bisschen der Sinn gefehlt bzw. warum der Bourbon Kid hier eigentlich mitmischt.

Zeitlich spielt dieser Band zwischen den ersten zwei Teilen und so ist man Anfang etwas verwirrt, weil Personen auftauchen, (ACHTUNG SPOILER) die im zweiten Band schon gestorben waren. Ich habe leider vorher keinerlei Hinweis gefunden, wann die Geschichte spielt.

Auch hier muss wieder mal gesagt werden, dass die eigentliche Story an einen Tarantino-Film erinnert. Durchgeknallt, blutig und etwas wirr, weil wieder sehr viele Personen darin vorkommen.

Die Reihe übt eine gewisse Faszination auf mich aus, weil man nicht so genau weiß, wo sie denn überhaupt hinführt.

Es bleibt abwarten, ob ein vierter Teil der Reihe erscheint, vielleicht endlich einer, der etwas mehr Licht ins Dunkle bringt.

Fazit:
Nicht so gut, wie die beiden Vorgänger, aber auch lesenswert.

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Verlag: Lübbe
erschienen: 2011
Seiten: 429
ISBN: 978-3-7857-6048-2

s. a. Anonymus

Rezension // Anonymus - Das Buch ohne Staben (Band 02) von SINA

Bourbon Kid is back - aber nur, um endgültig abzurechnen und dann endlich in den verdienten Ruhestand zu treten. Nach 18 Jahren und vielfachen Morden ist das ja wohl erlaubt. Mit dabei sind auch seine "alten" Freunde Peto und Dante. Doch die beiden haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen.
Ob es Bourbon Kid gelingt, in sein altes Leben zurückzufinden?

Nach dem fulminanten ersten Teil "Das Buch ohne Namen" war ich gespannt auf die Fortsetzung. Und enttäuscht wurde ich nicht.
Der zweite Teil fängt mit einem Rückblick an, in dem man erfährt, warum Bourbon Kid zu dem geworden ist, was er heute ist. Teilweise kann man Mitleid mit ihm haben, waren die Umstände doch schon sehr hart.

Und dann wird es rasant, brutal und sehr blutig. Ich finde, dass der zweite Teil die Grausamkeiten des ersten Bandes um Längen überragt. Also nichts für schwache Nerven.

Eine gehörige Portion Sarkasmus ist wieder vorhanden. Auch werden wieder einige bekannte Lieder und Filme genannt.

Auch hier lässt sich ein Vergleich mit Quentin Tarantino-Filmen nicht unterbinden. Das Buch würde Stoff für eine Verfilmung bieten.

Einzig der deutsche Titel des Buches lässt einen Kritikpunkt zu. "Das Buch ohne Staben" ist ein absoluter Fehlgriff. Man hätte den englischen Titel "The Eye of the Moon" übersetzen können.

Fazit:
Ein genialer zweiter Teil.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Lübbe
erschienen: 2010
Seiten: 442
ISBN: 978-3-7857-6031-4

 s. a. Anonymus

Rezension // Anonymus - Das Buch ohne Namen (Band 01) von SINA

The Bourbon-Kid ist gefürchtet in Santa Mondega. Denn vor fünf Jahren hat er auf grauenvolle Art und Weise in einer Bar innerhalb von Minuten ein Massaker veranstaltet und ist danach spurlos verschwunden.
Nun scheint er wieder aufgetaucht zu sein und ist auf der Suche nach dem "Auge des Mondes", einem geheimnisvollen blauen Stein, der seinen Träger unsterblich macht.
Doch nicht nur er ist auf der Suche, auch andere, finstere Gestalten wollen in Besitz des Steines gelangen.

Das Cover des Buches ist schon mystisch. In dunklem braun zeigt es rätselhafte Zeichen. Teilweise scheint es, dass es Brandflecken hat. Der Titel und der Name des Autors sind in Gold gehalten und ausgeprägt.

Wow. Ich bin begeistert. Hatte ich doch zu Anfang ein lustiges Buch erwartet, wurde ich vollkommen auf eine falsche Fährte geschickt. Die Mischung aus Western, Fantasy und Horror der feinsten Art hat mich in eine Geschichte abtauchen lassen, wie ich sie bisher eigentlich nur aus Quentin Tarantino-Filmem her kenne.
So ist es eigentlich auch kein Wunder, dass hier immer wieder Vergleiche mit dem Regisseur gezogen werden.

Denkt man bei dem Klappentext daran, dass es um The Bourbon Kid geht, wird man im Laufe des Buches doch eines besseren belehrt. Es geht vielmehr um diesen blauen Stein, den jeder in Santa Mondega versucht, in seinen Besitz zu erhaschen.
Und das geht nicht sehr unblutig zu.

Die Beschreibungen sind sehr detailiert und nichts für schwache Nerven.

Teilweise war mir auch zum Schmunzeln zumute, vor allem, als es an die Beschreibung der einzelnen Verkleidungen beim Kostümfest am Tag der Sonnenfinsternis ging. Doch dies muss man selbst lesen... sonst würde ich zuviel verraten.

Der Autor, über den leider nichts bekannt ist, muss ein großer Filmfan sein. Denn manche Szenen im Buch spielen auf bekannte Filme ab. So hatte man ein "bunteres" Bild vor dem inneren Auge.

Fazit:
Mein persönliches Jahreshighlight 2011. Auf zum nächsten Band.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Lübbe
erschienen: 2009
Seiten: 441
ISBN: 978-3-404-16516-2

 s. a. Anonymus

Dienstag, 26. Juni 2012

Rezension // Liv Winterberg - Vom anderen Ende der Welt von SONJA


Mary erhält in England im späten 18. Jahrhundert eine ungewöhnliche Ausbildung: ihr Vater nimmt sie als Arzt und Botaniker zu Behandlungen und Exkursionen mit. Als er verstirbt, verschließt sich die Welt der Wissenschaft vor ihr; denn sie ist eine Frau. Kurzerhand schmuggelt sie sich als Gehilfe Marc an Bord des Forschungsschiffes Sailing Queen. Sie ist hin und her gerissen .... Wissenschaft und Liebe....

Das Buch hat mich sehr an den Film "Yentl" erinnert. Mary schmuggelt sich an Board und versucht durch ihre Kostümierung die weiblichen Attribute zu kaschieren.

Sie hat mit den rauen Gegebenheiten arg zu kämpfen und kann zu Beginn der Reise gar nicht wie geplant der Wissenschaft nachgehen. Diese fast 200 Seiten über die Vorgeschichte und die Matrosenpflichten fand ich etwas langatmig und weniger spannend.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Diese möchte ich hier gar nicht unbedingt nennen, um den Reiz der Geschichte zu erhalten. Die Landschaftsbeschreibungen von Madeira, Tahiti etc. sind wunderschön. Das Cover des Buches passt hervorragend zur Geschichte und erinnert mich an einen alten Globus.

Wer anhand des Klappentextes oder der Inhaltsangabe an eine typische Liebesgeschichte denkt, liegt falsch. Das Augenmerk liegt hier eindeutig auf Mary allein, die das Schicksal und einiges mehr zu bekämpfen hat.

Das Buch ist für Fans der Rosen-Reihe von Jennifer Donnelly geeignet.

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Verlag: dtv
erschienen: 2011
Seiten: 448
ISBN: 978-3423248471



Montag, 25. Juni 2012

Rezension // Arno Strobel - Castello Cristo von SINA

Daniele Varotto, Commissario der italienischen Polizei, wird mit einem bizarren Mordfall konfrontiert. Ein Wahnsinniger stellt die 14 Stationen des Kreuzweges Christi nach und bringt dafür junge Männer um und arrangiert ihre Leichen entsprechend. Varotto ist ratlos und bekommt einen Experten zur Seite gestellt. Den Deutschen Matthias, der sich in ein Kloster zurückgezogen hat. Zusammen mit der Journalistin Alicia ermitteln sie in dem Mordfall und kommen der Wahrheit Stück für Stück näher.

Ein eher unbekannter Thriller des Autors Arno Strobel, der viele durch seine Romane „Das Wesen“ und „Der Trakt“ überzeugen konnte.

Leider hat er das bei mir nicht geschafft. Schon zu Anfang der Geschichte war ich sehr verwirrt, weil in relativ kurzer Zeit alle Charaktere und Handlungsorte vorgestellt wurden. Ich hatte Mühe, allem richtig zu folgen.

Der Hauptcharakter Daniele Varotto war mir von Anfang an auch sehr unsympathisch. Ich bin mit ihm nicht richtig warm geworden. Er hat mich zeitweise sogar etwas genervt, weil er ständig in Selbstmitleid und Verzweiflung versunken ist.

Ich hätte mir eine kleine Karte im Buch gewünscht, so dass ich die einzelnen Stationen des Mörders hätte nachschauen können. So war ich dann doch nur noch verwirrter, wo sich denn jetzt überhaupt die Charaktere befinden.

Auch mit dem Schreibstil des Autors kam ich nicht zurecht. Auch hier war alles ein bisschen verworren und unübersichtlich.

Fazit:
Schade, dass ich mit dem Autor nicht warm geworden bin. 

Ich vergebe 4 von 10 Punkten.

Verlag: dtv
erschienen: 2009
Seiten: 320
ISBN: 978-3423211369

 s. a. Strobel, Arno

Rezension [Graphic Novel] // Eoin Colfer - Artemis Fowl: Der Comic von SINA

Wie soll man Artemis Fowl beschreiben? 12 Jahre alt, hochnäsig, intelligent, eitel, elegant und vor allem stur.
Wenn er etwas will, setzt er dies auch durch. Mithilfe seines Butlers namens Butler gelingt es Artemis Fowl, das Buch der Elfen in seinen Besitz zu bekommen und tatsächlich auch eine Elfe gefangen zu nehmen. Nun erpresst er das unterirdische Volk, damit er seine Familie vor dem Ruin retten kann.
Doch er hat nicht mit dem starken Willen der gefangenen Elfe namens Holly Short gerechnet und schon gar nicht mit den technischen Wunderwaffen der Zentralen Untergrundpolizei, kurz ZUP.
So muss sich Artemis mit einem Zwerg, einem Troll und dann auch noch mit einer Blauspülung rumschlagen.

Die Graphic Novel hat mich in ihren Bann geschlagen. Die etwas düsteren Zeichnungen sind sehr aussagekräftig und lassen die Geschichte, die ich vorher nur aus dem Buch kannte, für mich noch lebendiger werden.

Die Figuren hatte ich mir in meinem Kopf beim Lesen des Buches nicht so vorgestellt, nur Artemis hatte eine gewisse Ähnlichkeit.
Aber so habe ich jetzt von jedem ein konkretes Bild.

Es wurden fast die selben Gespräche, wie aus dem Buch übernommen. Nichts unwichtiges wurde weggelassen.

Fazit:
Durch die düsteren Zeichnungen würde ich diese Graphic Novel erst Kindern ab 12 Jahren empfehlen. Sehr gelungen.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2008
Seiten: 112
ISBN: 978-3-551-35778-6

s. a. Colfer, Eoin

Rezension // Eoin Colfer - Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex (7) von SINA

Artemis hat ein neues großes Projekt - er will die Erde vor der Klimakatastrophe retten. Dafür braucht er die Hilfe seiner unterirdischen Freunde. Als er ihnen sein Projekt erklärt, werden sie jedoch von einer mysteriösen Sone angegriffen. Und bei Artemis zeigt sich noch eine psychotische Störung - der Atlantis-Komplex.

Der siebte Teil war für eher enttäuschend, so als hätte Eoin Colfer einfach keine gute Idee gehabt bzw. eine gute Idee schlecht umgesetzt.
Irgendwie war die Story ohne großen Sinn und das Ende auch sehr unüberlegt. Schade eigentlich, kann es der Autor doch viel besser, wie man aus den Vorgängerbänden sehr gut herauslesen kann.

Einzig erfrischen waren die Phasen, als Artemis gespaltene Persönlichkeit namens Orion zum Vorschein kam. Dies fand ich sehr gut gelöst.

Fazit:
Ein enttäuschender siebter Teil. Ich hoffe, dass dies nur ein Ausrutscher war.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2011
Seiten: 336
ISBN: 978-3-551-31168-9

s. a. Colfer, Eoin

Rezension // Eoin Colfer - Artemis Fowl: Das Zeitparadox (6) von SINA

Artemis Mutter leidet an einer geheimnisvollen Krankheit, der Funkenpest, eine unterirdische Seuche. Es gibt nur ein Heilmittel, gewonnen aus der Hirnflüssigkeit eines Lemurs. Doch die Lemuren-Art, die die Rettung bringen könnte, ist seit acht Jahren ausgestorben - und Schuld daran ist ausgerechnet Artemis selbst.

Der sechste Band der Reihe kommt mir ungewöhnlich rasant vor. Gleich zu Anfang muss Artemis schnell handeln, damit er seiner Mutter helfen kann.
Und dann wird es auch noch sehr verwirrend, den ein Paradox folgt dem anderen. Trotzdem kommt man irgendwie immer mit und konnte sich auch alles sehr gut vorstellen.

Der sechste Teil ist jedoch auch düsterer als seine Vorgänger. Man merkt, dass Artemis erwachsen wird, auch wenn er erst 14 Jahre alt ist.
Holly dagegen steckt in einer Zwickmühle. Bei ihr kommen Gefühle zum Vorschein, die sie aber nicht recht wahrhaben will. Außerdem erfährt man einiges über ihre Vergangenheit.

Der Schreibstil hat sich etwas geändert, gerade könnte man meinen, Eoin Colfer wäre auch "erwachsener" geworden.

Fazit:
Nicht der beste Teil der Reihe, aber ein wichtiger Teil im Erwachsenwerden von Artemis Fowl.

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2010
Seiten: 384
ISBN: 978-3-551-35817-2

s. a. Colfer, Eoin

Rezension // Eoin Colfer - Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie (5) von SINA

Artemis wird in eine Zeitloch gesaugt, nachdem er versucht hat, einen Dämon zu fangen. Wird es Artemis gelingen, sich aus dem Zeitloch zu befreien und wieder an die Oberfläche zurückzukehren? Auch hier bekommt er wieder Hilfe von seiner Freundin, der Elfe Holly Short und seinem treuen Butler namens Butler, der immer hinter ihm steht.

Ein toller fünfter Teil, der eigentlich als Trilogie geplanten Reihe um den intelligenten Artemis Fowl und seine unterirdischen Freunde. Wieder fesselnd und spannend.

Diesmal kommt ein neuer Charakter hinzu. Ein Dämon namens Nummer Eins. Dämonen sind eigentlich böse, aber Nummer Eins kann einfach nicht böse sein, so sehr er sich auch anstrengt.

Diesmal hat der Autor viel Witz in das Buch eingebracht, bedingt durch den etwas schusseligen Dämon Nummer Eins. Trotzdem bleibt die Geschichte spannend und lesenswert.

Auch wenn die Bücher immer noch an Jugendliche und Kinder gerichtet sind, ist die Geschichte doch auch sehr für Erwachsene geeignet.

Von den bisher erschienen Büchern gefällt mir von diesem Buch das Cover am besten.

Fazit:
Mehr, Herr Colfer!

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2009
Seiten: 352
ISBN: 978-3-551-35816-5

s. a. Colfer, Eoin

Rezension // Eoin Colfer - Artemis Fowl: Die Rache (4) von SINA

Opal Koboi, die schon im 2. Band ihr Unwesen trieb, versucht nun, sich an denen zu rächen, die sie gedemütigt haben. Dazu gehört Artemis Fowl, Holly Short und deren Chef, Commander Root, der Zwerg Mulch Diggums und Artemis´ Butler.
Als erstes hat Opal es auf Commander Root abgesehen. Holly Short muss Artemis einschalten, damit Opal gestoppt werden kann. Doch so einfach ist das nicht. Opal hat einen teuflischen Plan ausgeheckt, der nicht nur die unterirdische, sondern auch die oberirdische Welt in Gefahr bringt.

Ich finde, dass jedes weitere Buch von Eoin Colfer um die Helden Artemis Fowl und Holly Short immer besser wird.

Die Idee, alte Charaktere neu "aufzulegen" ist wunderbar, vor allem, da mir Opal sehr gut gefallen hat. Die kleine Wichtelin ist so "schön" böse, dass sie mir doch recht sympathisch vorkommt.

Das Buch fängt mit einer Schocknachricht an und auch sonst geht es sehr rasant zu. 

Seinem Schreibstil aus den Vorbänden bleibt der Autor treu. Locker, leicht und sehr flüssig zu lesen.

Fazit:
Was mir am besten gefällt, ist die Entwicklung von Artemis Fowl. Von Buch zu Buch wird er sympathischer.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2006
Seiten: 334
ISBN: 978-3-551-35815-8

s.a. Colfer, Eoin

Rezension // Eoin Colfer - Artemis Fowl: Der Geheimcode (3) von SINA

Artemis ist es gelungen, aus der erbeutete Technik der Unterirdischen einen intelligenten Computer zu entwickeln. Diesen will er jetzt natürlich meistbietend verkaufen.
Doch er hat (mal wieder) die Rechnung ohne die Zentrale Untergrundpolizei, kurz ZUP gemacht. Diese nehmen seine Spur auf und versuchen natürlich, den Verkauf zu verhindern.
Doch dann wird der Computer gestohlen und Artemis muss zusammen mit seinem treuen Freund Butler und Holly Short versuchen, den Computer zurückzustehlen, damit die Unterirdischen nicht von der Welt der Menschen entdeckt werden.

Artemis entwickelt sich von Band zu Band mehr. Er wird nachdenklicher: Tut er wirklich das Richtige? Oder sollte er nicht doch versuchen, ehrlicher zu werden? Einfach ein ganz normaler Junge zu sein?
Zwiegespalten versucht er, den Situationen gerecht zu werden. Bis er merkt, das Freundschaft doch etwas Gutes ist.

Eoin Colfer bleibt seinem Schreibstil treu. Er findet immer wieder neue Wege, wie Artemis den Unterirdischen entwischen kann.

Die Ideen des Autors sind genial, man fragt sich, wie er das toppen kann.

Erwähnenswert sind auch die schönen Cover des Carlsen-Verlages.

Fazit:
Wieder mal spannend und fesselnd.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2003
Seiten: 322
ISBN: 978-3-551-35814-1

s. a. Colfer, Eoin

Rezension // Eoin Colfer - Artemis Fowl: Die Verschwörung (2) von SINA

Artemis Vater hat versucht, mit einer Schiffsladung voll Coca-Cola einer ehrlichen Arbeit nachzugehen. Leider ist das Schiff jedoch in der Cola-Bucht in Murmansk gesunken. Seitdem ist Artemis Vater verschwunden. Artemis Fowl versucht nun, seinen Vater zu finden.
Währenddessen wird Holly Short von einem Kobold angegriffen, der eine verbotene Laserwaffe benutzt. Sofort zieht Holly die Verbindung zu Artemis und verdächtigt ihn, mit den Kobolden in Verbindung zu stehen und illegale Waffen zu verkaufen.
So kreuzen sich wieder die Wege der Unterirdischen mit Artemis und beide Seiten müssen sich nun gegenseitig helfen, damit jeder letztendlich an sein Ziel gelangt.

Ein toller zweiter Teil, der fast nahtlos an den ersten Teil anschließt. Spannend und interessant geschrieben, jedoch wieder in dem einfachen Schreibstil, der für Kinder und Jugendliche gedacht ist. 

Man fiebert mit, ob Artemis seinem Ziel näher kommt. Und man findet immer wieder neue Seiten an ihm. 

Wieder kommt es zu dem herrlichen Wort-Schlag-Abtausch zwischen Holly und Artemis und auch Butler trockene Kommentare zaubern einem das Lächeln auf das Gesicht.

Fazit:
Toller zweiter Teil. Die Reihe ist wirklich lesenwert.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2009
Seiten: 304
ISBN: 978-3-551-35813-4

s. a. Colfer, Eoin

Rezension // Eoin Colfer - Artemis Fowl (1) von SINA

Wie soll man Artemis Fowl beschreiben? 12 Jahre alt, hochnäsig, intelligent, eitel, elegant und vor allem stur.
Wenn er etwas will, setzt er dies auch durch. Mithilfe seines Butlers namens Butler gelingt es Artemis Fowl, das Buch der Elfen in seinen Besitz zu bekommen und tatsächlich auch eine Elfe gefangen zu nehmen. Nun erpresst er das unterirdische Volk, damit er seine Familie vor dem Ruin retten kann.
Doch er hat nicht mit dem starken Willen der gefangenen Elfe namens Holly Short gerechnet und schon gar nicht mit den technischen Wunderwaffen der Zentralen Untergrundpolizei, kurz ZUP.
So muss sich Artemis mit einem Zwerg, einem Troll und dann auch noch mit einer Blauspülung rumschlagen.

Ein toller Einstieg in die Artemis-Fowl-Reihe. Der Stil ist zwar einfach, doch fesselnd und spannend. Innerhalb kürzester Zeit kommt einem der hochnäsige Artemis Fowl doch sympathisch vor.

Doch auch die Elfe Holly Short ist trotz ihres robusten Auftretens eine liebenswerter Charakter.

Dadurch, dass die Welt von Holly Short unter der unserigen exestiert, fragt man sich doch des öfteren, wieso eigentlich nie aufgefallen ist, das Elfen exestieren. Doch dies wird einem im Laufe des Buches dann doch klar, denn die Entwicklungen der Unterwelt sind denen der Oberwelt um Längen voraus.

Am besten gefällt mir der Zentaur Foaly, der mit seinen sarkastischen Bemerkungen sehr viel Witz in die Geschichte bringt.

Auch der Schlagabtausch zwischen Holly und Artemis ist wundervoll. Sie schenken sie nichts.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Manche Passagen des Buches sind meiner Meinung nach doch erst für ältere Kinder zu empfehlen.

Fazit:
Bei desem Kinder-/Jugendbuch kommen auch Erwachsene voll auf ihre Kosten. 

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2008
Seiten: 238
ISBN: 978-3-551-35779-3

 s. a. Colfer, Eoin

Sonntag, 24. Juni 2012

Rezension // Mathias Malzieu - Die Mechanik des Herzens von SONJA


Jack kommt an einem Tag zur Welt, als eine unnatürliche Kälte Edinburgh fest im Griff hat. Die Hebamme und Bastlerin Madeleine stellt fest, dass sein Herz nicht stark genug ist, um sein Überleben zu sichern. Also setzt sie ihm eine Kuckucksuhr ein. Doch dies birgt auch Tücken: Man darf durch Gefühle nicht den Rhythmus der Uhr durcheinander bringen, ansonsten...Doch dann verliebt sich little Jack in die kleine Sängerin Miss Acacia.

Ein wunderschönes Märchen für Erwachsene. Warum für Erwachsene? Schließlich steht auf dem Cover doch das Zitat von Publisher's Weekly:
 "Ein literarischer Meilenstein wie Der Zaberer von Oz."

Für Erwachsene deshalb, weil das Buch Themen, Umschreibungen und Doppeldeutiges enthält und/oder Begriffe einbaut, die nichts für Kinderohren sind (es sei denn man fängt mit der Aufklärung früh an). 

Hier ein paar Beispiele, die nicht zuviel verraten: So entbindet die Hebamme z.B. Kinder von Huren, hat selbst nach einer Eileiterschwangerschaft keine Möglichkeit mehr Kinder zu bekommen, die Huren bringen Jack "lustige" Wörter bei (Cunnilingus) und auch Jack the Ripper gibt sich die Ehre.

Wie kann man das denn alles schön beschreiben? 

Seite: 26: "Als ich jung war, verirrte sich in meinem Bauch ein Embryo auf dem Weg zur Gebärmutter."

Muttermale werden zu Sternbildern und Jack zum Weltraumforscher. Und alles scheint möglich, doch hat dieses Buch ein Happy End? Ich verrate lieber nichts.

Das Buch ist nichts für Zwischendurch, denn hier wird wortgewaltig der Umstand des Andersseins und der Liebe mit Freud und Leid umschrieben. Ich hatte beim Lesen immer den Wunsch mich voll und Ganz zu konzentrieren, da ich Angst hatte, diese besonderen Passagen zu verpassen.

Wunderschön und sehr passend finde ich auch das gezeichnete Cover.

Dieses Buch ist von der Sprache und vom Stil etwas ganz Besonderes. Ich habe so etwas noch nie gelesen und kann es jedem nur ans HERZ legen: 10 von 10.

Verlag: carl's books
erschienen: 2012
Seiten: 192
ISBN: 978-3570585085


Rezension // J.R. Ward - Vampirsohn von SINA

Claire ist eine erfolgreiche Anwältin, der ihre Karriere wichtiger ist, als die Liebe. Als sie bei einer reichen Mandantin einen Hausbesuch wegen eines Testaments macht, wird sie vom Butler betäubt und wacht kurz darauf in einem Kellerverlies auf. Mit ihr im Verlies ist ein junger Mann, der sich als Sohn ihrer Klientin entpuppt. Doch ihn umgibt ein Geheimnis, das Claire sofort am eigenen Leib spürt. Und dann passiert das unvermeidliche: Claire verliebt sich!

Nach der einfach nur wundervollen Reihe der Black Dagger sowie der neuen Reihe Fallen Angels habe ich mir nun auch mal die kleine Novelle der Autorin „Vampirsohn“ angetan.
Von Anfang ist klar, dass das Buch mit seinen 144 Seiten keine großartig ausgebaute Geschichte enthalten kann. Und teilweise geht es wirklich richtig schnell.

Bedenken muss man auch, dass J. R. Ward ja schon vor den Black Daggern Geschichten geschrieben hat und die Novelle „Vampirsohn“ ist genau so eine Geschichte. Es sind also die Anfänge ihrer Karriere und ich finde, das sie es schon von Anfang an konnte, die Leidenschaft zwischen Mensch und Vampir sehr gut darstellen konnte.

Die Umschreibungen der einzelnen Szenen sind einfach ihr Markenzeichen. Von leidenschaftlich bis verrucht, von zärtlich bis geheimnisvoll.

Trotzdem muss man zugeben, dass die Story keine Meisterleistung ist. Innerhalb kürzester Zeit hat man das Buch durchgelesen und ist danach auch nicht wirklich glücklich, weil doch viele Fragen offen bleiben.

Eine Stelle im Buch hat mir besonders gut gefallen. Diese ließ mein Bücherherz natürlich gleich etwas schneller schlagen (Zitat).

Fazit:
Eine nette kleine Geschichte für Zwischendurch.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne
erschienen: 2011
Seiten: 144
ISBN: 9783453527898


s. a. Ward, J. R.

Samstag, 23. Juni 2012

Rezension // Ursula Poznanski - Fünf von SINA


Eine Leiche auf einer Kuhweide lässt die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary und ihren Kollegen Florin Wenninger die Ermittlungen zu einem ungewöhnlichen Fall aufnehmen. In die Fußsohlen der Leiche sind Koordinaten tätowiert. Diese Koordinaten führen die beiden Ermittler zu einem grausigen Fundort. Leichenteile, verpackt in Plastikdosen. Nach kurzer Recherche weiß Beatrice nun, dass der Mörder Geocaching betreibt, jedoch in besonders grausamer Art und Weise. Und eins weiß Beatrice noch: der Mörder hat es auch auf sie abgesehen.

Nach "Erebos" und "Saeculum" war ich schon so begeistert von der Autorin, dass ich mir nun auch unbedingt "Fünf" zulegen musste. Und ich habe es nicht bereut.

Mit ihrem packenden Schreibstil schafft es die Autorin, einem so sehr in die Geschichte eintauchen zu lassen, dass es schwer möglich ist, der Spannung wieder zu entkommen.

Mehrmals wurde ich auf eine falsche Fährte geschickt. Sämtliche Lösungsansätze, die mir vorschwebten, lösten sich in Nichts auf.

Besonders gut gefallen hat mir Beatrice, die mit ihrer inneren Zerrissenheit und ihrem messerscharfen Verstand einen Charakter darstellt, den ich mir sehr gut vorstellen konnte. Eine Frau, die nicht perfekt ist, Zweifel und Wünsche hegt und einfach nur versucht, mit ihrem Leben und ihren Kindern klarzukommen. Ich konnte manche Gedankengänge sehr gut nachvollziehen.

Florin (diesen Namen finde ich übrigens wunderschön) war für mich der Ruhepol in der Geschichte. Immer bemüht, es allen Recht zu machen. Leider hat man nicht sehr viel privates von ihm erfahren. Nur Andeutungen, die einen Spielraum für die eigene Fantasie ließen.

Die Story an sich fand ich einfach nur genial. Mal was anderes, was modernes. Geocaching ist gerade in den letzten zwei Jahren sehr modern geworden. Ich kann es nur jedem empfehlen.

Ursula Poznanski konnte mich auch mit ihrem dritten Roman voll überzeugen. Ihre Bücher haben in meinem Favoritenregal einen Ehrenplatz erhalten.

Fazit:
Spannend, packend, einfach lesenswert!

Ich vergebe 10 von 10 Punkten!

Verlag: Wunderlich
erschienen: 2012
Seiten: 381
ISBN:  9783805250313

s. a. Poznanski, Ursula

Freitag, 22. Juni 2012

Rezension // Sylvia Stuckmann - Pestmarie von SINA


Marie ist noch nicht einmal ein Jahr alt, als sie die Pest überlebt, aber fast ihre ganze Familie dabei verliert. Ihr Onkel nimmt sie bei sich auf und erzieht sie, wie seine eigene Tochter. Doch Maries Kindheit ist nicht unbeschwert, wird sie von den Einwohnern des Städtchen Rottweils als „Pestmarie“ oder „Hexenkind“ bezeichnet. Keinem ist es geheuer, dass Marie der Pest entkommen ist.
Als eines Tages die Hexenjäger hinter Marie her sind, bleibt ihr nur noch eins: fliehen! Als Magd einer Markentenderin zieht sie mit den Landsknechten in den Krieg. Doch auch im Lager der Landsknechte ist sie nicht sicher. Zusammen mit Max, den sie im Heer kennengelernt hat und der ihr ein guter Freund wurde, flieht sie wieder.
Kann Marie dem Fluch entkommen?

Mit einem lockeren und leicht lesbaren Schreibstil entführt die Autorin einem in das Mittelalter zur Zeit der Pest und stellt Marie vor, ein junges Mädchen, dass die Pest überlebt hat und jetzt mit den Folgen zu kämpfen hat.

Marie kommt mir zu Anfang noch sehr naiv vor. Dies ändert sich jedoch im Laufe der Geschichte macht sie eine große Wandlung durch, was die Autorin auch sehr gut umgesetzt hat.

Man merkt, dass die Geschichte an Jugendliche gerichtet ist. Denn der Schreibstil der Autorin kommt ohne viel Schnörkel und detailreiche Erklärungen aus. So verliert man nicht das Interesse und ist gespannt auf den nächsten Abschnitt.

Der Zeitraum der Geschichte umfasst zwar nur etwas mehr als sechs Monate, aber in dieser Zeit erlebt Marie so einiges und wird erwachsen.

Ich habe bereits „Kaja in der Außenwelt“ von der Autorin als Rezensionsexemplar erhalten und lesen dürfen. Deswegen hat mich „Pestmarie“ neugierig gemacht, weil die Genre doch unterschiedlich sind. Mit Kaja durfte ich die in die Zukunft reisen, mit Marie nun in die Vergangenheit. Und diese Reise hat viel Spaß gemacht.

Auch ein herzliches Dankeschön an den Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar.

Fazit:
Ein schöner Jugendroman mit einer sehr sympathischen Marie und ihrem Weg zum Erwachsenwerden.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: Fischer
erschienen: 2011
Seiten: 286
ISBN: 978-3-596-81005-5


Donnerstag, 21. Juni 2012

Rezension // Markus Heitz - Oneiros: Tödlicher Fluch von SONJA


Ein Bestatter in Leipzig, ein Flugpassagier in Paris, eine verrückte Unterstützerin der Wissenschaft in Minsk haben eine tödliche Gemeinsamkeit. Sie sind Todschläfer - ein jeder mit diversen Besonderheiten. Welche Gefahren bergen diese für sich und ihre Mitmenschen? Und was hat es mit dem Fluch auf sich?

Die Idee der Todschläfer ist genial. Die eingeflochtenen Geschichten und Zitate finde ich sehr passend.

Auch die Idee, den Todschläfer Konstantin Korff als Bestatter arbeiten zu lassen, ist klasse. Witzig fand ich auch die namentliche Erwähnung des Bestatters Kuckelkorn aus Köln, der ja leider aufgrund seines Berufes als Bestatters und Thanatologe nach dem Tsunami in Thailand traurig Medienberühmtheit erlangt hat.

Konstantin ist neben den anderen aufgezählten Personen die Hauptfigur. Nur leider wird er auf den 624 Seiten nicht so sympathisch wie die Hauptpersonen aus Ritus, Sanctum, Kinder des Judas oder Blutportale.

Die "wer verfolgt wen und warum" Geschichte ist zwar ganz nett, aber wird schnell langweilig. Dadurch tritt die eigentlich sehr tolle Idee der Todschläfer in den Hintergrund. Ich musste mich streckenweise sehr durch das Buch kämpfen und war enttäuscht, dass aus der Geschichte der Todschläfer nicht mehr gemacht wurde. Dieses Buch baut übrigens nicht auf den anderen Bücher von Markus Heitz auf.

Massiv haben mich die Tipp-/Setzfehler meiner Ausgabe gestört. Dies waren auch nicht nur fehlende Buchstaben, sondern Groß- und Kleinschreibung innerhalb eines Wortes usw.

Beispiel:
Seite 155: DumHmeit statt Dummheit
Seite 227: Menchen statt Menschen
Seite 237: unbarHmerzigen statt unbarmherzigen
Seite 369: Scherereie statt Scherereien
Seite 604: unbarHmerzig statt unbarmherzig

Zwischendurch habe ich aber nicht mehr gezählt. Eigentlich peinlich für den Verlag.

Ich habe lange überlegt, und vergebe doch "nur" 6 Punkte von 10, da das Buch einfach nicht mit meinen bisher gelesenen Heitz-Werken mithalten kann.

Verlag: Droemer Knaur

erschienen: 2012
Seiten: 624
ISBN: 978-3426505908

Montag, 18. Juni 2012

Rezension // Lara Adrian (Tina St. John) - Die Rache des Ritters von SONJA


Gunnar muss als Kind mit ansehen, wie seine Mutter ermordert wird. Er schwört Rache zu nehmen. Als er diese Rache endlich ausüben will, kommt ihm die junge und schöne Tochter des Mörders in die Quere. Er entführt sie, um ein Druckmittel gegen seinen Feind zu haben und erhält mehr als gedacht.....

Der Roman spielt in England im 12. Jahrhundert. Die Schilderungen der Umgebung und der Kleidung sind sehr schön, so dass man gleich das Gefühl hat, mitten in einem Kostümfilm gelandet zu sein.

Der Roman lässt sich leicht und locker lesen. Streckenweise habe ich mich jedoch etwas schwer getan; besonders dann wenn "zwanghaft" versucht wurde, die Sprache auf "alt" zu trimmen: "Weib tue dies, tue das." "Du bekommst gleich die Lanze zu spüren...". Diese Szenen waren nur vereinzelt, so dass ich immer wieder das Gefühl hatte, dass dies vielleicht durch die Übersetzung zustande gekommen ist?! Den Roman hat Lara Adrian zwar vor der Midnight Breed Reihe verfasst, doch diese Formulierungen sind fast untypisch.

Dies schmälert den Roman jedoch nicht, da er sehr schöne und romantische Szenen enthält.  Der verbale Kampf von Gunnar und Raina ist einfach köstlich und als die beiden schließlich zusammen finden (Das ist bei der Art von Roman kein Spoiler.), ist es eine der schönsten Schilderungen des "Zusammenseins" (Seite 274ff - los los lesen Mädels), die ich seit langem gelesen habe. Auch die Prise Aktion durch Verschwörung, Verletzungen, und Tod würzt dieses Buch.

Daher vergebe ich für diesen Romantic History Roman 8 von 10 Punkten.

Die Leseprobe "Geliebte des Meisterspions" hat mich ebenfalls neugierig gemacht, so dass ich dieses neu ins Programm genommene Genre bei egmont lyx bestimmt noch mal genauer betrachten werde.

Verlag: egmont lyx
erschienen: 2012
Seiten: 400
ISBN: 978-3802585210



Sonntag, 17. Juni 2012

Rezension // Simon Beckett - Verwesung (4) von SINA

Wieder steht Dr. David Hunter vor einem schwierigen Fall, der seinen Anfang vor acht Jahren gefunden hat. In einem Moor wurde eine Leiche gefunden, die vom Serienmörder Jerome Monk vergewaltigt und umgebracht wurde. Hunter sollte versuchen, die anderen Opfer im Moor zu finden und zu identifizieren.
In der Gegenwart flieht der Serienmörder aus dem Gefängnis und allem Anschein nach macht er Jagd auf diejenigen, die acht Jahre zuvor an dem Fall mitgewirkt haben.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick acht Jahre zuvor. Hier erfährt man einiges über David Hunters Vergangenheit.

Zu Anfang war ich sehr überrascht über den doch recht einfachen und teilweise auch einfaltslosen Schreibstil. Doch als ich in den Vorgänger-Bänden geblättert habe, war dies dort genauso. Nach kurzer Zeit hatte ich mich jedoch wieder daran gewöhnt.

Außer David Hunter waren meiner Meinung nach fast nur unsympathische Charaktere vorhanden. Bei jedem hatte ich meine Zweifel und wollte nicht so recht mit ihnen warm werden. Aber auch Hunter war mir nicht so interessant vorgekommen, wie in den Bänden zuvor.

Erst gegen Mitte des Buches kam die Story etwas in Fahrt, flaute dann aber wieder ab. Im letzten Drittel wird Spannung aufgebaut und das Ende war mehr als absehbar.

Leider konnte mich der vierte Band der David Hunter-Reihe nicht so überzeugen. Mir hat immer wieder etwas gefehlt, sei es ein bisschen mehr Spannung oder ein bisschen mehr Vielfalt gerade im Schreibstil.

Das Buch lässt sich sehr schnell lesen. Wenn der Spannungsbogen das ganze Buch gehalten hätte, könnte man es in einem Rutsch durchlesen.

Fazit:
Von Simon Beckett bin ich besseres gewohnt und bin gespannt, ob er mit dem geplanten fünften Teil wieder an Band 1 bis 3 anschließen kann.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Wunderlich
erschienen: 2011
Seiten: 444
ISBN: 978-3-8052-0867-3


s. a. Beckett, Simon

Mittwoch, 13. Juni 2012

Rezension // Walter Moers - Rumo und die Wunder im Dunkeln von SINA


Rumo ist ein kleiner Wolpertinger, der durch einen unglücklichen Zufall auf der Teufelsinsel der Zyklopen landet. Dort lernt er die Haifischmade Smeik kennen. Smeik lehrt Rumo, wie er im Leben zurechtkommt. Als Rumo erwachsen wird, kann er sich und Smeik von der Teufelsinsel retten. Und nun kann er sich auf den Weg machen, um den silbernen Faden zu finden, der ihn schon seit der Kindheit vor den geschlossenen Augen erscheint. Er gelangt schließlich nach Wolperting und findet dort das, was er gesucht hat. Seine große Liebe...

Ich liebe Walter Moers (zumindest seine Zamonien-Geschichten). Vor allem "Rumo" hat es mir angetan.
Insgeheim hoffe ich immer noch, dass es vielleicht mal einen zweiten Teil gibt.
Rumo wird bereits in Moers Buch "Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär" erwähnt. Nun wird ihm ein eigenes Buch gewidmet.

Eine fantastische Erzählung über einen Wolpertinger, der auf dem Weg zu seinem silbernen Faden jede Menge Abenteuer bestehen muss und viele Freundschaften schließt.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Mit Zamonien hat Walter Moers eine wunderbare Welt erschaffen, in der er sich nach Herzenslust austoben kann. Und dies tut er auch. 
Und jeder Roman hat irgendwie auch mit den anderen zu tun. Es tauchen lieb gewonnene Figuren auf und man kennt sich mittlerweile in Zamonien aus.

Moers' Schreibstil ist einfach nur genial.

Mein Fazit:
Unbedingt lesen!

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Piper
erschienen: 2004
Seiten: 704

ISBN: 978-3492241779

s. a. Moers, Walter

Rezension // Iny Lorentz - Die Kastratin von SINA

Italien in der Renaissance: Giulia's größter Wunsch ist es im Chor ihres Vaters zu singen. Doch ist dies Frauen verboten. Durch einen großen Zufall könnte Giulia doch noch ihrem Traum näherkommen. Dafür müsste sie nur als Kastrat verkleidet durch das Land ziehen.

Nicht das beste Buch von Iny Lorentz, aber auch nicht das schlechteste.

Ich fand die Story sehr faszinierend, obwohl ich denke, dass man etwas mehr daraus hätte machen können. Ein bisschen hat es mich an "Die Päpstin" erinnert. Aber - wie hier schon mal erwähnt - ohne historischen Hintergrund.

Die einzigen "historische" Personen, die erwähnt wurden, waren Papst Pius sowie Galileo Galilei.

Das Ende war für mich sehr seicht, da hat es sich Iny Lorentz doch etwas zu leicht gemacht. 

Der gewohnte Schreibstil des Autorenehepaars bringt das Buch dann jedoch wieder etwas in Schwung. Auch wenn die Geschichte nicht das neueste ist (Frau verkleidet sich als Mann, um in ihrem Leben mehr zu erreichen), hat sie doch einen gewissen Reiz.

Fazit:
Trotz allem ein leicht zu lesendes Buch.

Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

Verlag: Knaur
erschienen: 2003
Seiten: 512
ISBN: 978-3-426-62366-4

Rezension // Iny Lorentz - Das Vermächtnis der Wanderhure (3) von SINA

Maries Todfeindin Hulda bekommt heraus, dass Marie wieder schwanger ist und schmiedet Pläne, um Marie zu entführen. Dies gelingt auch und führt sogar dazu, dass Marie als Sklavin nach Moskau verkauft wird. Unter großer Anstrengung gelingt es ihr zu fliehen, nur um bei der Rückkehr festzustellen, dass Michel nicht mehr frei ist.

Ich hatte den dritten Teil der Wanderhure-Reihe angefangen zu lesen und war auch am Anfang richtig begeistert, dass er an Teil 1 und 2 so gut anschloss. Doch je weiter ich las, umso mehr schwächelte das Buch.

Ich hatte das Gefühl, dass sich einfach wieder alles wiederholte, nur diesmal in einem anderen Land.

Also legte ich das Buch zur Seite und las ein anderes. 
Kurze Zeit später habe ich mich dann wieder an das Buch herangetraut und ihn dann doch fertig gelesen.

Aber so richtig in seinen Bann ziehen wie gerade den ersten Teil konnte er mich dann doch nicht. Im Gegenteil ich war letztendlich sogar etwas enttäuscht.

Allerdings werde ich mir Teil 4 auch noch "antun". Da ich schon mehrere Bücher von Iny Lorentz gelesen habe, gehe ich hier eigentlich nur von einem weiteren "Fehltritt" aus.

Fazit:
Ein schwacher dritter Teil. Der Wanderhure-Saga gebe ich allerdings noch eine Chance.

Ich vergebe 5 von 10 Punkten.

Verlag: Knaur
erschienen: 2007
Seiten: 720
ISBN: 978-3-426-63505-6

Rezension // Iny Lorentz - Die Kastellanin (2) von SINA

Marie und Michel sind mittlerweile glücklich verheiratet und erwarten ihr erstes Kind. Alles scheint perfekt, bis Michel in den Kampf ziehen muss. Marie ist todunglücklich und dann passiert ihr größter Albtraum. Michel verschwindet spurlos. Er wird für tot erklärt. Marie kann dies jedoch nicht glauben und beschließt, nach ihm suchen. Sie schließt sich als Markentenderin einem Heerzug an.

Eine Fortsetzung, die längst nicht an den ersten Teil herankommt.
Ich hatte meist das Gefühl, das Iny Lorentz die Ideen ausgegangen sind und einfach der erste Band etwas umgeschrieben wurde
.
Wieder ist Marie unterwegs, diesmal als Markentenderin, um ihren Mann zu finden, der aufgrund Gedächtnisverlustes verschollen ist. Und wieder muss sie sich Gefahren stellen. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Gerade die Entschlossenheit, die auch im ersten Band sehr gut rüberkam, ist auch hier wieder sehr ausgeprägt. 

Marie hat sich weiterentwickelt, sie lässt sich nicht mehr so viel sagen und versucht auch wieder, ihren eigenen Weg zu gehen. 

Trotzdem kam ich nicht recht in die Geschichte rein, was vielleicht auch daran lag, dass die Idee für mich einfach nicht mehr neu und außergewöhnlich war.

Fazit:
Schade. Ich hatte mir wirklich mehr darunter vorgestellt.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Knaur
erschienen: 2006
Seiten: 608
ISBN: 978-3-426-63170-6

s. a. Bibliografie Iny Lorentz

Rezension // Iny Lorentz - Die Wanderhure (1) von SINA


Im Jahre 1410 wird Marie Opfer einer Intrige, die dazu führt, dass sie die Stadt verlassen muss.  Ohne Geld und Mittel um überleben, schließt sie sich aus der Not heraus einer Gruppe von Hübschlerinnen an. Je länger sie im Land herumreist, umso größer wird ihre Entschlossenheit, sich an demjenigen zu rächen, der sie aus der Stadt verbannt hat. 

Das Autorenpaar hat mit "Die Wanderhure" ein Buch geschaffen, dass monatelang in den Bestsellerlisten stand und auch heute noch in aller Munde ist.
Gerade die außergewöhnliche Geschichte, dass sich Marie ihren Lebensunterhalt als Hübschlerin verdingen muss, fand ich sehr interessant.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und hat mich auch sehr berührt. Vor allem wie Marie mit der Situation umgeht, in die sie hineingerät und mit welcher Verbissenheit sie ihre Rache ausführen möchte.

Der historische Aspekt kommt zwar etwas zu kurz, macht jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch. 

Marie ist eine sympathische junge Frau, die versucht, in der Zeit, in der sie lebt, so gut wie möglich zurechtzukommen. Auch wenn sie dafür das älteste Gewerbe ausführen muss. 

Fazit:
Ein wunderbares Buch über den Weg einer jungen Frau.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Knaur
erschienen: 2005
Seiten: 624
ISBN: 978-3-426-62934-5

Dienstag, 12. Juni 2012

Rezension // Brom - Der Kinderdieb von SINA

Peter hat spitze Ohren, kann krähen wie ein Hahn und ist ständig auf der Suche nach Kindern, die seine Hilfe brauchen. Verlorene Kinder, die in der normalen Welt keinen Platz haben oder in ständiger Angst leben müssen. Ein Kind wie z. B. Nick, der sich von seiner Mutter betrogen fühlt und von zu Hause weggelaufen ist. Während seiner Flucht stößt er auf Peter, der ihm von einem Land erzählt. Einem Land, in welchem Kinder nie erwachsen werden müssen und Abenteuer bestehen können. Nick folgt Peter in das geheimnisvolle Land Avalon, nicht wissend, dass dort Gefahren lauern, die sein Leben bedrohen.

Das Cover des Buches hat mich sehr beeindruckt. Schwarzer Hintergrund, gespenstische Schemen, die sich um das Buch herumziehen und vorne ganz groß ein rothaariger, spitzohriger Junge, der grimmig schaut und das Gefühl von etwas Magischem verbreitet.

Genauso beeindruckend war auch die Geschichte selbst. In einem sehr bildhaften Schreibstil erzählt der Autor von Peter und dem geheimnisvollen Land Avalon, in welchem er wohnt. Und welches er versucht zu retten. Den Avalon liegt im Sterben.

Peter ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die ihm helfen sollen, das Land von den bösen Fleischfressern zu befreien, Erwachsene, die das Land verrotten und verfaulen lassen.
Das Buch ist definitiv nicht als Kinderbuch einzustufen, da die Kampfszenen sehr detailliert beschrieben werden. Teilweise ist die Story sehr brutal, der Sprachstil der Kinder sehr ausgeprägt und manche Szenen würde ich schon eher „horrormäßig“ bezeichnen.

Trotzdem hat mich das Buch sehr in den Bann gezogen. Die Idee, die Märchenwelt von Peter Pan mit der mythischen Welt von Avalon und der realen Welt von heute zu vermischen, fand ich persönlich fantastisch umgesetzt.

Fazit:
Als ich die letzte Seite gelesen habe, war ich enttäuscht. Enttäuscht, dass die Geschichte zu Ende war, dass ich nicht weiter mit Peter und seinen Teufeln reisen durfte

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Knaur
erschienen: 2011
Seiten: 664
ISBN: 978-3-426-50688-2

s. a. Brom

Rezension // Simon Beckett - Leichenblässe von SINA

Dr. David Hunter will sich eine Auszeit nehmen und flieht aus dem verregneten London in die USA nach Tennessee, um dort an einem Forschungsprojekt auf der sog. "Body Farm" teilzunehmen. Und um seinen Freund Tom Lieberman, Direktor des Instituts für Forensische Anthropologie zu helfen. Allerdings anders, als er gedacht hat. Denn kurz nach seiner Ankunft in Tennessee wird eine Leiche gefunden, stark verwest. Und schon ist David wieder mittendrin in einem Fall, der viele Überraschungen bereit hält.

Der dritte Teil der David-Hunter-Reihe hat mich überzeugt. Simon Beckett hat das, was ich im zweiten Teil vermisst habe, locker wieder wett gemacht.

Die Story ist spannend und flüssig erzählt. Manche Szenen konnte ich mir (zu) gut bildlich vorstellen. Der Erzählstil ist detailreich und stellenweise etwas eklig.

Trotzdem konnte ich teilweise nicht aufhören, hab das Buch in jeder freien Minute zur Hand genommen, um mit David Hunter an dem Fall zu arbeiten.

Sehr deutlich wird David's Zerrissenheit bezüglich seiner Zukunft. Soll er weiter machen oder sich lieber einen "harmloseren" Job suchen?

Die Wendung, die die Geschichte dann noch vollzieht, hat mich sehr überrascht. Bis zuletzt wird man auf die Folter gespannt.

Fazit:
Ein genialer dritter Teil, der unheimliche Lust auf den vierten macht.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: rororo
erschienen: 2010
Seiten: 416
ISBN: 978-3499248597


Rezension // Simon Beckett - Kalte Asche von SINA

Dr. David Hunter bekommt einen neuen Auftrag. Auf Runa, einer Insel vor Schottland, taucht eine verbrannte Leiche auf. Hunter macht sich an die Untersuchungen und kommt zu dem Schluss: Mord! Unfreiwillig wird er in diesen Fall immer weiter hineingezogen, bis plötzlich eine zweite Leiche auftaucht.
Hunter ermittelt, doch steht er vor einem Rätsel, das nicht leicht zu lösen ist.

Mit "Kalte Asche" führt uns Simon Beckett wieder in den Beruf eines forensischen Anthropolgen ein. Detailliert und mit einer sehr bildhaften Sprache lässt er die Geschichte fast Wirklichkeit werden.
Das Kopfkino hat viel zu tun.

Die Story ist sehr spannend und mit einigen Wendungen versehen. Das Buch war schwer aus der Hand zu legen.

Der Schluss lässt viele Fragen offen, wird aber hoffentlich im dritten Teil "Leichenblässe" geklärt werden. Simon Beckett weiß, wie er seine Leser "foltern" kann.

Wieder leidet man mit dem Charakter David Hunter mit. Dies wäre ein Person, die ich gerne mal im wirklichen Leben treffen würde. Gerade die Frage, wie man so einen Beruf ausüben kann, liegt mir dabei brennend auf der Zunge.

Fazit:
Ein genialer zweiter Streich, der allerdings nicht an seinen Vorgänger "Die Chemie des Todes" heranreicht.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: rororo
erschienen: 2009
Seiten: 432
ISBN: 978-3499241956

s. a. Beckett, Simon

Rezension // Simon Beckett - Die Chemie des Todes von SINA

Dr. David Hunter, der beste forensische Anthropologe Englands, hat es nach dem tödlichen Unfall seiner Frau und seiner Tochter, in das kleine Städtchen Manham verschlagen, wo er als Landarzt versucht, die schreckliche Vergangenheit zu bewältigen.
Er scheint auch sein Glück gefunden zu haben, bis der Tod ihn wieder einholt...

Am Ende des Buches hatte ich nur einen Gedanken: Wow. Rasant und ohne Längen erzählt der Autor eine Geschichte, die unter die Haut geht. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Spannung wird im ganzen Buch gehalten. Bis zuletzt wusste ich nicht, wer der Mörder war. Meine Vermutung hatte sich als falsch herausgestellt.
Dies freut mich, denn so hat mich der Autor überzeugen können.

Simon Beckett hat es geschafft, mich aus einer Leseflaut wieder herauszuholen und hat auch meine Lust auf Thriller geweckt. Denn dieses Genre war eigentlich nicht so meins.

Mit dem Charakter "David Hunter" hat der Autor einen Protagonisten zu erschaffen, der sympathisch ist und mit dem man mitfiebert und -fühlt.

Der Schreibstil ist fesselnd und manchmal nichts für schwache Nerven, da doch sehr detailreich auf manche Szenen eingegangen wird.

Fazit:
Eine Thriller-Reihe mit Suchtpotenzial.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: rororo
erschienen: 2007
Seiten: 432

ISBN: 978-3499241970