Dienstag, 27. November 2012

Rezension // Rachel Joyce - Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von SINA

Harold Fry ist, lebt zusammen mit seiner Frau Maureen in einem Häuschen in Südengland und ist Rentner. Als ihn eines Tages ein Brief erreicht, gerät sein Leben aus den Fugen. Denn dieser Brief bringt Harold zum Nachdenken. Über sich, seine Frau, seinen Sohn und sein vergangenes Leben. So schreibt Harold zurück und geht zum Briefkasten. Doch dann geht er immer weiter. Er möchte die Verfasserin des Briefes besuchen. Denn sie hat Krebs und sich in dem Brief von Harold verabschiedet. Harold macht sich auf zu seiner persönlichen Pilgerreise. Und dort begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen, die ebenfalls ihren Weg suchen.

Ein berührendes, wundervolles, tieftrauriges und vor allem sensationelles Buch. Nicht viele Bücher schaffen es, mich derart zu faszinieren und zu fesseln, doch Rachel Joyce hat es eindeutig geschafft, mich in ihren bzw. in Harolds Bann zu ziehen.

Die leisen Töne, die die Autorin anschlägt, sind so wunderbar, dass man nur eins machen kann: weiterlesen! Denn man möchte unbedingt wissen, wie es Harold ergeht, welchen Weg er einschlägt. Man möchte seine Gedanken teilen, an seinen Ängsten teilhaben und vor allem wissen, warum er denn jetzt einfach drauf losläuft.

Im Laufe seiner Wanderung lernt man ihn und seine Frau Maureen besser kennen und kann auch verstehen, warum sie so sind, wie sie sind. Ich konnte mir schon ab dem ersten Drittel des Buches den Grund vorstellen, warum die beiden nicht mehr so miteinander reden können, sich aber trotzdem noch lieben. Am Ende jedoch nochmal wortwörtlich das nachzulesen, was ich die ganze Zeit vermutet habe, hat dann doch die Tränen fließen lassen.

Ab Schönsten fand ich die Beschreibungen der Autorin. Sie hat viele Farben ins Spiel gebracht. So kann man sich England eigentlich gar nicht vorstellen. Man meint immer, dort ist alles Grau in Grau, aber die Autorin beweist das Gegenteil und liefert eine so wunderbare Beschreibung der Landschaft, das man direkt Lust bekommt, Harolds Route abzuwandern und das zu sehen, was er gesehen hat.

Gerade die Tiefe, die das Buch versprüht, hat mich nachdenklich werden lassen. Denkt man heute viel zu viel an sich selbst und vergisst darüber hinaus seine Mitmenschen oder gar seinen Partner? Ein bisschen mehr Fernblick würde wahrscheinlich jedem gut tun.

Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen, denn Harold und auch seine Frau Maureen sind zwei so liebenswerte Charaktere. Man muss sie einfach kennenlernen und Zeit mit ihnen verbringen.

Fazit:
Unwahrscheinlich einfühlsam und wunderbar. Mein Novemberhighlight 2012. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.


Verlag: Krüger
erschienen: 2012
Format: Hardcover
Seiten: 378
ISBN: 978-3810510792 

s. a. Bibliografie: Rachel Joyce

Reihenfolge
01 Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
02 Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry (Rezension)

Sonntag, 25. November 2012

Rezension // Mila Roth - Spionin wider Willen: Freifahrtschein (Band 03) von Sina

Janna besucht zusammen mit ihren Eltern und ihren Pflegekindern den Pützchen Markt. Während ihre Kinder sich mit dem Autoscooter vergnügen, sieht Janna ein Pärchen und erschrickt sogleich. Denn es handelt sich um Mitglieder der Terrorzelle Söhne der Sonne. Janna setzt sich mit Markus Neumann in Verbindung und schon ist sie wieder mittendrin in einem Abenteuer.

Nach den ersten beiden Teilen "Spionin wider Willen" und "Von Flöhen und Mäusen" liegt nun mit "Freifahrtschein" der dritte Teil der "Vorabend"-Serie von Mila Roth vor. Und gleich von Anfang an ist man wieder mittendrin.

Die Spannung steigt von Teil zu Teil, denn alles ist miteinander verknüpft und die Suche nach dem Anführer der Terrorzelle zieht sich wie ein roter Faden durch die Serie. Dies erhöht natürlich den Suchtfaktor und man will unwillkürlich wissen, wie es weitergeht.

Janna und Markus sind ein sehr ungleiches Paar, ergänzen sich aber immer wieder und so langsam merkt man, dass Janna sich mehr Gedanken um Markus macht. Markus sich aber auch um Janna. Denn bei ihr gibt er mehr von sich preis, als bei jedem anderen.

Was die beiden füreinander empfinden, verrate ich natürlich nicht. Am Ende des Buches trifft Janna eine Entscheidung, die mich persönlich nicht überrascht hat, mir jedoch zu denken gibt.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass mit der vorliegenden Reihe von Mila Roth eine spannende Unterhaltungsserie geschaffen wurde, die man immer mal wieder Zwischendurch lesen kann.

Fazit:
Janna und Markus neuester Fall. Teamarbeit in "Perfektion".

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Selbstverlag
erschienen: 2012
Printseiten: 172
ASIN: 978-3-95516-222-1


 s. a. Bibliografie: Mila Roth

Rezension // Ursula Poznanski - Fünf von SONJA


Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von der Polizei Salzburg werden zu einer Leiche auf einer Kuhweide gerufen. Die Besonderheit: Die Tote hat eintätowierte Koordinaten an den Fußsohlen. Eine tödliche Schnitzeljagd mit dem Täter beginnt und treibt alle Beteiligte an ihre Grenzen.

Ich habe mir eigentlich in den letzten Jahren Thriller ein wenig "übergelesen", so dass ich bei Erscheinen dieses Buches einen großen Bogen darum gemacht habe. Nach dem ich aber Saeculum und Die Verratenen gelesen habe, war ich auf dieses Werk der Autorin neugierig.

Das Buch verknüpft die grausamen Taten (nichts für schwache Nerven) eines Serienkillers mit dem "eigentlich" harmlosen Hobby Geocaching.

Die Polizei ist gezwungen, sich auf Geocaching einzulassen. Die Einführung in die Besonderheiten der Suche und der Jagd beim Geocaching und die Verwendung von Kürzeln wird geschickt in die Geschichte eingeflochten, so dass man als Laie alles versteht.

Ich hatte mal einen Kollegen, der dieses Hobby ausgeübt hat und den ich mir zeitweise beim Lesen vorgestellt habe, was dieser wohl für ein Gesicht gemacht hätte, wenn er so eine Box geöffnet hätte.....

Beatrice ist eine Polizistin mit eigenen Schwächen, die sie menschlich erscheinen lassen und die sie auch für den Mörder besonders werden lässt. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass es für Beatrice Probleme einen Lösungsansatz gibt (mehr kann ich einfach nicht verraten).

Die Jagd nach dem Mörder war spannend und ich hatte Mühe, das Buch aus der Hand zu legen. Ich vergebe 10 von 10 Punkten!

Also werde ich mit als nächstes Erebos lesen....

Verlag: Wunderlich
erschienen: 2012
Seiten: 384
ISBN: 978-3805250313



Samstag, 24. November 2012

Rezension // C.S. Steinberg - Magie der Schatten: Barshim und Cashimae (Band 01) von SINA

Barshim und Cashimae werden von einem Drachen auf die Welt gebracht. Fortan nimmt sich Shorbo Cashimae an und Filyma erzieht Barshim. Doch beide sind auf ewig miteinander verbunden und fühlen, wenn es dem anderen nicht gut geht. Mit der Zeit verlieben sie sich ineinander und sie wissen beide, dass sie etwas besonderes sind. Denn es besteht eine Legende, dass die beiden Kinder die Elemente beherrschen und Unglück bringen. Doch kann es sein, dass die Legende falsch gedeutet wird? Als Cashimae durch Unwissenheit eine Menschenfrau tötet, wird ihr die Magie genommen. Fünf Jahre lang muss sie nun als „Mensch“ leben, in Obhut von Tamin, der vor Eifersucht und auch Liebe zu Cashimae deren Hass auf sich zieht. Als Tamin sich auch gegen Barshim stellt, schwört Cashimae Rache.

Herzlichen Dank an die Autorin für den Auftakt zu einer Trilogie, zu der mir als erstes einfällt, wie ungerecht das Leben und die Personen doch manchmal sein können.

Cashimae muss Dinge aushalten, die mehr als ungerecht sind. Ihr Leben wird dadurch regelrecht „versaut“ und sie muss von Anfang an darum kämpfen, anerkannt zu werden. Nur durch ihren Mut und auch manchmal Naivität schafft sie es, sich mehr schlecht als recht durchzukämpfen. Zu Anfang konnte ich sie gar nicht leiden, doch mit jeder Seite ist sie mir mehr ans Herz gewachsen.

Bei Barshim war es gerade andersherum. Am Anfang fand ich ihn sehr sympathisch, doch dann hat diese Sympathie ins Negative umgeschlagen.

Die Geschichte der Beiden ist von Anfang an sehr kompliziert. Sie finden keine Ruhe, müssen sich immer verteidigen und manchmal ist die Geduld der Beiden so am Ende, dass etwas Fürchterliches passiert und alles nur noch schlimmer wird.

Letztendlich haben sie jedoch Freunde, die zu ihnen stehen und helfen, wo sie können. Und gerade diese Freunde, Mariella und Ilias, sind mir die liebsten Personen in dem Buch, denn sie sind hilfsbereit, ohne selbst etwas dafür zu verlangen. Und sie stehen zu Barshim und Cashimae, geben den beiden Halt und würden einfach alles füreinander tun. Vielleicht gibt es im zweiten Teil ja ein Wiederlesen mit den Beiden.

Der „Böse“ in der Geschichte, Tamin, tut mir einfach nur leid. Er wird von Eifersucht und Selbstzweifel zerfressen und lässt dies an Barshim und Cashimae aus.

Die Story hat mir sehr gut gefallen. Teilweise ging es zwar wieder etwas schnell, was Problemlösungen anbetrifft (dies gibt auch Punkteabzug), doch ansonsten wird man sehr gut unterhalten und findet auch schnell in die Geschichte hinein.

Fazit:
Eine Fantasywelt mit viel Magie. Spannende Unterhaltung mit sympathischen Charakteren.

Ich vergebe gute 8 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: Kindle Edition
erschienen: 2012
Printseiten: 340
ASIN: B00A014IFM

s. a. Bibliografie: C.S. Steinberg

Montag, 19. November 2012

Rezension // Jeaniene Frost - Verführerisches Zwielicht von SONJA

© Sonja Kochmann

Drei kurze Geschichten um Cat und Bones zur Weihnachtszeit (dennoch mit Aktion), mit Bones bevor er Cat kennen lernte zu Mardi Gras in New Orleans und um Elise, eine Vampirin, die zu Mencheres gehört.

Eigentlich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, da diese häufig den Eindruck von Geldmacherei vermitteln. "Einfach mal eine Idee kurz nieder schreiben und mit der erfolgreichen Romanreihe mitvermarkten." 

Das ist hier anders. Ich habe jede Geschichte gemocht, da sich der Schreibstil nicht von den Romanen unterscheidet und fand es schön, die Wartezeit auf den nächsten Roman zu verkürzen. Die Bewertung der einzelnen Geschichten erfolgt aber separat:

1) Die Geschichte um Cat und Bones zur Weihnachtszeit hat ordentlich Aktion intus. Hier wartet ein dämonischer Bösewicht auf die Sippe und bringt diese ordentlich in Gefahr. Aufgrund der sich ergebenen Konstellationen könnte ich mir vorstellen, dass die Geschichte für nachfolgende Romane inhaltlich wichtig wird. Die Dialoge zwischen Cat, Bones und Ian sind wie immer köstlich: 10/10 Punkten

2) Hier ist Bones in der Zeit, bevor er Cat kennen lernt, als Kopfgeldjäger unterwegs. Die Geschichte ist solide und auch spannend. Aber es fehlt der Funken, der durch das Gekabbel mit Cat ausgelöst wird: 8/10

3) Elise ist eine Vampirin, die sich mit der Nähe zum Menschen schwer tut. Als nun Blake ihre Hilfe benötigt, entwickelt sich eine charmante Liebesgeschichte, bei der Mencheres Elise unterstützt. Da hier die Dialoge nicht ganz so fetzig sind: 7/10

Alles in allem gebe ich 9 von 10 Punkten, da von der Seitenanzahl die erste Geschichte auch den größten Anteil hat. 


Verlag: Blanvalet

erschienen: 2012
Seiten: 352
ISBN: 978-3442380800



Rezension // Susan Wiggs - Weihnachtsengel gibt es doch von SONJA


Maureen Davenport ist Bibliothekarin in einem kleinen idyllischen Städtchen namens Avalon. Endlich geht ein Traum in Erfüllung: Die Ausrichtung des berühmten Krippenspiels. Doch leider soll sie dies mit Eddie Haven zusammen tun, der ein ausgesprochener Weihnachtsmuffel ist. Zu allem Unglück droht auch noch die endgültige Schließung der Bücherei.

Obwohl dieses Buch zur Reihe der sogenannten Lakeshore Chronicles gehört, habe ich mich beim Lesen sofort wohl gefühlt. So eine nette Umgebung mit all den lustigen, skurrilen Personen macht einfach Lust auf mehr. Da ich von Seite zu Seite neugieriger wurde, habe ich zwischendurch ein wenig im Internet gestöbert, um in Erfahrung zu bringen, welche Personen bereits in den Vorbänden "abgehandelt" wurden. "Weihnachtsengel gibt es doch" ist bereit der sechste Band der Reihe, aber es hat mich zu keinem Zeitpunkt gestört, dass es mein erster Band war. Im Gegenteil: Die anderen Bände stehen nun auf meiner Wunschliste!

Maureen vermittelt auf den ersten Eindruck, dass Klischee einer typischen Bibliothekarin: graues Mäuschen mit Dutt. Doch beim Eintauchen in ihre Geschichte erfährt der Leser, das dies lediglich Selbstschutz ist.

Auch Eddie hat gute Gründe Weihnachten zu hassen. Die Vergangenheit der beiden ist miteinander verflochten und die ersten zwei Seiten am Anfang der Geschichte fliegen schon ordentlich die Fetzen. Die beiden sind scheinbar so gar nicht auf einer Wellenlänge, so dass die Dialoge ordentlich spannungsgeladen sind. Eddie macht beinah den Eindruck eines modernen Ebenizer Scrooge.

Die Situation der Bücherei ist vermutlich ähnlich wie in manchen Großstädten. Mir als Leseratte geht es immer sehr nah, wenn hier von Budgetkürzungen etc. die Rede ist, so dass ich das Thema gut gewählt fand. Viele Leute erkennen den Nutzen einer Bücherei erst auf den zweiten Blick.

In der Geschichte ist auch eine zweideutige Schilderung zum besagten Weihnachtsengel enthalten. Einfach schön.

Der Scheibstil der Autorin erinnert an Susan Elizabeth Phillips, Rachel Gibson, Carly Phillips und Nora Roberts.

Mich hat das Buch schon ordentlich in Weihnachtsstimmung versetzt, so dass ich meine Fensterbank schon umdekoriert habe und vergebe daher vorweihnachtliche 10 von 10 Punkten!


© Sonja Kochmann



Verlag: Mira Taschenbuch

erschienen: 2012
Seiten: 400
ISBN: 978-3862784738


Freitag, 16. November 2012

Rezension // Ulf Schiewe - Die Comtessa (Band 01) von SINA

Als Ermengarda mit dem Grafen von Toulouse verheiratet werden soll, sieht sie nur einen Ausweg: Flucht. Zusammen mit ihren getreuen Freunden Arnaut und Felipe flüchtet sie deshalb am Tag ihrer Hochzeit. Ihr Ziel jedoch ist, die Herrschaft von Narbona wieder an sich zu bringen, damit sie das Erbe ihres Vaters weiterführen kann. Doch nicht nur mit der Rückeroberung Narbonas muss Ermengarda kämpfen, auch ihre Gefühle stehen ihr manchmal mehr als nur im Weg.

Nach "Der Bastard von Tolosa", für mich ein Geheimtipp in Sachen historischer Romane, hab ich natürlich auf das neue Werk des Autors Ulf Schiewe gewartet. "Die Comtessa" spielt ebenfalls in Südfrankreich und man begegnet manch vertrauten Personen, die auch schon bei "Der Bastard von Tolosa" eine mehr oder weniger große Rolle gespielt haben.

Der farbenprächtige Roman steht seinem Vorgänge in fast nichts nach. Bildliche Beschreibungen lassen einem die Stadt Narbona und dessen Einwohner vor Augen sehen. Das Gefühl, mitten dabei zu sein, ist rege. Ich hab mir mehrmals genau vorstellen können, wo ich mich gerade befinde, auch wenn eine Übersichtskarte im Buch vorhanden ist.

Der Autor ist seinem Schreibstil treu geblieben und das ist auch gut so.

Vielen Dank an Ulf Schiewe, mit welchem ich das Buch in einer Leserunde lesen durfe. Er hat Rede und Antwort gestanden und so hatte ich wieder einen kleinen Einblick in den Hintergrund.

Fazit:
Trotz kleiner Längen im Buch bin ich wieder begeistert von der Geschichte. Da mir "Der Bastard von Tolosa" einen Tick besser gefallen hat, gibt es allerdings "nur" 9 von 10 Punkte von mir.

© sina frambach

Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 560
erschienen: 2011
ISBN: 978-3-426-19887-2


s. a. Bibliografie: Ulf Schiewe

Rezension // Ulf Schiewe - Der Bastard von Tolosa von SINA

Jaufre de Montalban, provenzalischer Edelmann und ehemaliger Krieger Christi, lebt als alter Mann auf seiner Burg in Rocafort und ist der Erzähler des 923 Seiten umfassenden historischen Epos.
Er erzählt einem jungen Mönch seine Lebensgeschichte, weil er nicht weiß, ob er noch lebt, wenn sein Sohn Raol wieder zu ihm zurückkehrt. Er will, dass Raol die Wahrheit erfährt, die Wahrheit über den "Bastard von Tolosa".

Ein gewaltiger historischer Roman mit einem detailreichen und vor allem bildhaften Schreibstil. Ulf Schiewe beschreibt das Leben des Jaufre de Montalban so genau, als hätte er selbst dieses Leben gelebt.
Die teilweise grausame Beschreibung einzelner Szenen setzt das Kopfkino in Gang und man meint, bei den Schlachten oder Gesprächen oder Feiern dabei und mittendrin zu sein.

Mit wunderbaren Worten werden Landschaften beschrieben. So bekommt man Lust, die einzelnen Orte doch mal selbst kennenzulernen.

Jaufre und seine Familie und Freunde wachsen einem ans Herz und der Verlust einzelner Personen lässt einem genauso trauern, wie die Protagonisten.

Dank einer Leserunde, die vom Autor Ulf Schiewe begleitet wurde, konnte ich wieder etwas hinter die Kulissen des Romans sehen und mir manche Szenen besser vorstellen, da der Autor Rede und Antwort stand.

Fazit:
Durch den bildhaften Schreibstil hat man einen wunderbaren Eindruck über die Zeit des 12. Jahrhunderts im Libanon und in Frankreich bekommen.

Wer historische Wälzer mag, sollte sich diesen Geheimtipp nicht entgehen lassen.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten für dieses kleine Meisterwerk.

© sina frambach

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2009
Seiten: 928
ISBN: 978-3426198414

s. a. Bibliografie: Ulf Schiewe

Rezension // Michelle Raven - Vertraute Gefahr von SONJA


Autumn ist eigentlich Bibliothekarin in New York. Doch sie beschließt aufgrund schrecklicher Erfahrungen einen Neuanfang als Rangerin im Arches National Park in Utah. Bei einem Wanderausflug verletzt sie sich und ist auf die Hilfe des charmanten Rangers Shane Hunter angewiesen. 
Ihre Vergangenheit lässt sie jedoch nicht zur Ruhe kommen, denn sie hat Probleme sich Shane zu öffnen und ihm zu vertrauen. Doch ist die Vergangenheit wirklich Vergangenheit? Die Gefahr ist immer noch da....

Bei dem Roman handelt es sich um den ersten Band der sogenannten Hunter-Reihe und ich bin froh, dass die Familie Hunter noch ein paar Familienmitglieder parat hat.

Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön, so dass man direkt Lust bekommt, in dem besagten Nationalpark Urlaub zu machen.

Der Bösewicht ist gut gelungen, so dass man die Panik von Autumn gut nachvollziehen kann. Der Schreibstil der Autorin ist klar und locker und lässt sich flüssig lesen. Etwas störend fand ich den Perspektivenwechsel, der hier auch kursiv gedruckt wurde, da sich dieser vom Erzählstil doch erheblich unterscheidet.

Auch die Erotik kommt in diesem Buch nicht zu kurz, so dass sich dieses Buch gegenüber den amerikanischen "Romantic Thrillern" nicht verstecken braucht.

Ich vergebe daher 9 von 10 Punkten und freue mich auf den nächsten Band "Riskante Nähe".


Verlag: egmont lyx
erschienen: 2011
Seiten: 384
ISBN: 978-3802583711


Bereits erschienen unter dem Titel "Canyon der Gefühle".


© Sonja Kochmann

Donnerstag, 15. November 2012

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und die Dorfhexe (Band 17) von SINA


Ins beschauliche Dörfchen Finch kommt eine neue Attraktion: eine neue Bürgerin hat ein Cottage gekauft und natürlich sind alle mächtig interessiert, um wen es sich da handelt. Auch Lori, die sich von der Neugier hat anstecken lassen, ist vor Ort, um den Umzug live und in Farbe zu beobachten. Als sich dann jedoch herausstellt, dass die "Neue" im Dorf eine berühmte Malerin ist, hält Lori es nicht zu Hause aus und stellt sich gleich bei Mrs. Thistle vor. Und schon ist Lori verstrickt in ein Geheimnis, dass im 17. Jahrhundert begann: denn eine Hexe treibt ihr Unwesen.

Ein neuer Tante-Dimity-Band und für mich mit Abstand der bisher bBste der Reihe. Denn man lernt einiges über die Hexenverfolgung und über die Geschichte Finch's.

Wie immer war ich begeistert von der Geschichte, die sich die Autorin ausgedacht hat. Diesmal sind alle Einwohner Finch's in die Geschichte involviert und jeder hat seine kleine Aufgabe. Insbesondere Lori's Ehemann, der meiner Meinung nach in den vorherigen Bänden zu kurz kam, hat nun eine größere Rolle übernommen.

Auch wurde wieder eine kleine Liebesgeschichte eingebaut, hier möchte ich aber nicht näher drauf eingehen, weil diese wahrscheinlich im nächsten Band weiter ausgebaut wird bzw. ich hoffe das dies das Haupthema des neuen Buches wird.

Lori wird diesmal sehr emotional beschrieben und auch die anderen Einwohner haben teilweise sehr zu schlucken ob der Geschichte, die sich in ihrem Dorf zugetragen hat. Aber gerade dies hat für mich den besonderen Reiz ausgemacht und ich habe das Buch regelrecht verschlungen.

Fazit:
Eine wunderschöne Story rund um Finch und die Geschichte des Dorfes. 

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2012
Seiten: 351

s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und das verhexte Haus (Band 16) von SINA

Lori's Schwiegervater hat in Finch Fairworth House gekauft, um im Rentenalter seiner Familie näher zu sein. Er hat das Haus komplett renovieren lassen und sucht nun ein Haushälterin und einen Gärtner. Gut, dass sich die Donovans auf die Stelle melden, denn sie scheinen perfekt für den Job zu sein. Lori sieht dies jedoch anders. Vor allem, als in Fairworth House ungewöhnliche Dinge passieren.
Aber da ist noch Sally Pyne, die sich im Mexico-Urlaub als Lady Sarah ausgegeben hat. Und jetzt kommt ihr Verehrer, um sie zu besuchen. Doch er denkt, sie wäre eine Adelige und nicht die Inhaberin einer Teestube. Eine Lösung muss her.

Ein weiteres Abenteuer aus der Tante Dimity- Reihe und es war natürlich ein Muss, den 16. Band zu lesen. Mir ist es jedoch unerklärlich, wie die Autorin es schafft, einem mit jedem Band immer zu begeistern.

Und diesmal geht es um unerklärliche Phänomene und ein Lügengespinnst.
Alle wundervollen Einwohner von Finch tauchen auf und bringen alles gehörig durcheinander und es kommen auch neue Charaktere dazu.

Die falschen Fährten, die die Autorin legt, sind immer wieder spannend.

Man wird nicht müde, die vielen Abenteuer von Lori und Tante Dimity zu lesen.

Mit jedem weiteren Band verzaubert mich die Autorin mehr.

Fazit:
Diese Reihe ist einfach ein Muss.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2011
Seiten: 348

s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und die Geister am Ende der Welt (Band 15) von SINA

Die Pym-Schwestern liegen im Sterben - und Lori möchte ihnen ihren letzten Wunsch erfüllen: ihren Bruder Aubrey finden, damit sie sich mit ihm versöhnen können.
Dieser Auftrag führt Lori nach Neuseeland, doch dort muss sie die Erfahrung machen, dass Aubrey gestorben ist, doch er hinterlässt eine Enkeltochter. Lori macht sich auf die Suche nach ihr, natürlich mit tatkräftiger Unterstützung durch Tante Dimity und ihrem Plüschhasen Reginald.

Der nunmehr 15. Teil der Tante-Dimity-Reihe ist mit Abstand der traurigste, denn man muss von zwei wunderbaren Personen Abschied nehmen, die jedoch jedem in Erinnerung bleiben werden. Die Pym-Zwillinge waren für mich immer ein Fels in der Brandung.

Doch Nancy Atherton hat das Schicksal der beiden in eine wundervolle, mit vielen Gefühlen gespickte Geschichte verpackt.

Wieder hilft Tante Dimity Lori so gut sie kann und schafft es, mit einfühlsamen Worten die Trauer nicht ins bodenlose sinken zu lassen.

Neuseeland wird wunderbar beschrieben, man kann sich die einzelnen Orte gut vorstellen und weckt die Sehnsucht, dieses wunderschöne Land zu besuchen.

Ein neuer Charakter wird eingeführt, der Finch etwas aufmischen wird.

Fazit:
Wieder eine gelungene Geschichte, die auch ein trauriges, wie zugleich wunderschönes Ende hat. 

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2010
Seiten: 318

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Quelle: derclub


s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und der gefährliche Drache (Band 14) von SINA

Das Buch beginnt mit einer Invasion in Finch. Gaukler, Trompeter und ein König kündigen die König-Wilfred-Kirmes an, die an allen Wochenenden im Juli und August stattfinden soll.
Die Einwohner von Finch sind natürlich begeistert, allen vorneweg Lori. Ihr ist nämlich so langweilig, dass sie sich schon gewünscht hat, dass etwas aufregendes passiert.
Voller Vorfreude stürzt sich Lori in die Vorbereitungen für die Kirmes, lässt Kostüme schneidern und freundet sich schon mal mit dem Hofnarr Jinks an.
Bei der Eröffnung der Kirmes werden jedoch zwei Anschläge auf den selbsternannten König verübt. Lori kann es nicht lassen und ermittelt mal wieder auf eigene Faust.
 
Ich finde, dass sich dieses Buch sehr von allen anderen unterscheidet, da Bill, Loris Ehemann diesmal eine größere Rolle spielt. Auch geht es teilweise etwas "frivol" zu, Bill und Lori flirten miteinander, was das Zeug hält. Teilweise benehmen sie sich wie frisch verliebte. Einfach zuckersüß.
 
Wieder ein tolles, lustiges und spannendes Buch.
 
Einziges Manko: Der im Klappentext erwähnte feuerspeiende Drache kommt im Buch (leider) nicht vor.

Fazit:
Nancy Atherton in gewohnter Höchstform.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2009
Seiten: 334

 s. a. Bibliografie: Nancy Atherton
  

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und die Jagd nach dem Vampir (Band 13) von SINA

Loris Zwillinge haben einen Vampir gesehen. So behaupten sie es zumindest. Gleichzeitig ist dieser Vampir jedoch auch ein Comic-Held. Lori ist geschockt, glaubt sie doch zuerst an einen Verbrecher. Doch dann sagt auch noch die "Dorfhexe", dass mysteriöse Vorkommnisse das Dorf erschüttern. Lori wendet sich an Tante Dimity und zusammen wollen sie dem Vampir das Handwerk legen.

Das neueste Abenteuer von Lori Shepard führt diesmal ins Reich der Fantasy... so scheint es zumindest der Titel des Buches zu versprechen. Man könnte denken, Nancy Atherton springt auf den Zug auf und lässt sich von dem Hype um die Vampirromane anstecken.
Aber nein....

Mit Hilfe ihres Freundes Kit versucht Lori das Geheimnis um den von ihren Zwillingssöhnen gesehenen Vampir zu lösen. Hierbei findet sie natürlich wieder in paar neue Freunde und auch Kit kommt diesmal nicht zu kurz. Er kann ein paar Geheimnisse um seine Familie auflösen.

Und wer es romantisch mag, kommt natürlich auch auf seine Kosten. Ich denke mal, dass das neue Buch von Nancy Atherton dann vielleicht mit einer Hochzeit beginnt.

Ich fand das Buch sehr spannend und konnte mir diesmal nicht vorstellen, wie denn das Ende aussehen würde. Teilweise war es dann doch sehr überraschend.

Leider kam Tante Dimity in diesem Buch etwas zu kurz und von Loris Ehemann Bill hat man (auch mal wieder) nicht viel mitbekommen.

Fazit:

Ein würdiger Nachfolger.


Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

© sina frambach


Verlag: derclub
erschienen: 2008
Seiten: 318

s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Atherton, Nancy - Tante Dimity und der Wilde Westen (Band 12) von SINA

Lori braucht dringend Erholung, nachdem sie und ihre Familie nur knapp einem Mordanschlag entkommen sind. Ihr Ehemann Bill bucht deshalb eine Holzhütte in einem idyllischen Feriendomizil, in Colorado, dem Wilden Westen. Doch kaum dort angekommen ist der Verwalter spurlos verschwunden. Lori wittert ein Geheimnis, genau das, was sie zur Erholung braucht.

Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass die Autorin einfach keine richtige Idee hatte und sich irgendwas aus den Fingern saugen wollte. Das Buch war nicht schlecht, aber irgendwie haben die ganzen Zusammenhänge gefehlt.

In dem Buch tauchen Doppelgänger auf, d. h. das Lori in jedem den Gegenpart zu ihren Mitbewohnern in Finch findet. Diese Doppelgänger waren irgendwie "fehl" am Platz und bis jetzt konnte ich auch nicht zuordnen, warum das so war.

Leider löst sich das auch nicht in einem der nächsten Bände auf.

Ich war wirklich enttäuscht, weil einfach keine Spannung aufkam und das Geheimnis irgendwie nicht richtig ausgearbeitet war. 
 
Fazit:
Definitiv der schwächste Teil der Reihe

Ich vergebe 5 von 10 Punkten.

 © sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2007 
Seiten: 303

 s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und die unheilvolle Insel (Band 11) von SINA

Lori und ihre Familie erhalten Todesdrohungen. Sie flüchtet mit den Kindern auf eine abgelegene Insel vor der schottischen Küste. Doch es ist klar, dass Lori nicht lange ohne ein Abenteuer auskommt. Denn ein menschlicher Schädel wird an der Küste angeschwemmt und Lori stürzt sich gleich in die Ermittlungen.

Als ich den Klappentext las, war ich überrascht: Welcher Idiot will denn Lori und ihre Familie umbringen? Die sind doch viel zu liebenswert....
Aber es kann halt nicht immer alles "heile Welt" sein. Und das ist auch gut so.

Nebenbei wird noch ein Rätsel gelöst. Die Theorie, dass alle Inselbewohner mit Drogen handeln, finde ich nicht so gelungen. Die Wahrheit ist mir dann schon lieber.

Und hier sieht man auch schön: Lori verteidigt ihre Kinder wie eine Löwin. Sie ist Mutter aus vollem Herzen und lässt nichts an ihre Familie herankommen.

Manches ist zwar weit hergeholt und hat auch nicht so die richtige Auflösung am Ende, trotzdem wurde man wieder gut unterhalten.

Hier ist das Cover erwähnenswert. Einfach zuckersüß, wie Reginald bei der Sandburg sitzt.

Fazit:
Ein nicht so guter Teil der Reihe, aber auch lesenwert.

Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2006
Seiten: 332

 s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und der verhängnisvolle Brief (Band 10) von SINA

Lori betätigt sich ehrenamtlich im Radcliffe-Krankenhaus und freundet sich auch gleich mit der Patientin Elizabeth Beacham an. Doch die Freundschaft ist von kurzer Dauer, denn Mrs. Beacham stirbt völlig überraschend. Sie hinterlässt Lori jedoch einen Schlüsselbund und einen geheimnisvollen Brief. Lori will dem Geheimnis natürlich gleich auf die Pelle rücken und zusammen mit Tante Dimity macht sie sich auf die Suche nach des Rätsels Lösung.

Bei diesem Buch standen mir dann doch erstmals Tränen in den Augen, als Mrs Beacham starb. Und im Laufe des Buches ist mir diese alte Frau genauso ans Herz gewachsen, wie Lori und Tante Dimity.

Mit viel Emotionen wird die Geschichte diesmal erzählt und mehr als einmal muss man in sich gehen und sich fragen, wie schlecht diese Welt doch teilweise geworden ist und was man selbst daran ändern könnte. Mit Kleinigkeiten fängt es an. Mehr Respekt, mehr Hilfsbereitschaft und mal selbstlos handeln.

Wie gewohnt wird man durch die Geschichte geführt und letztendlich ist es dann doch wieder anders, als man gedacht hat.

Tante Dimity ist in diesem Band eine sehr große Hilfe und Stütze für Lori, die ebenfalls von vielen Emotionen überrannt wird. 

Wieder muss ich die schönen Club-Bertelsmann-Cover erwähnen. Immer stimmig zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Ein sehr gefühlvolles Buch und ein großartiges Beispiel dafür, wie schön es ist, doch manchmal nicht egoistisch zu sein, sondern selbstlos zu denken und zu handeln.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2005
Seiten: 318

s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und der unheimliche Sturm (Band 09) von SINA

Lori ist ausgepowert und bräuchte dringend Erholung. So entscheidet sie sich für eine Wandertour. Sie gerät jedoch in einen großen Schneesturm und findet in einem mittelalterlichen Kloster Unterschlupf. Doch in den düsteren Gemäuern lauert ein Fluch auf Reisende. Lori ist natürlich gleich wieder Feuer und Flamme und versucht hinter das Geheimnis zu kommen.
Lori allein auf Wanderschaft... Wer die ersten Bücher gelesen hat, weiß, dass sie null Orientierungssinn hat und sich auch mit Hilfe von Wanderkarten (die natürlich von ihrer besten Freundin Emma im Rucksack verstaut wurden) verläuft (könnte ich sein, ich verfahre mich auch mit Navi...). Also kann es nicht gutgehen, und genau das passiert.

Aber dies ist das einzige Vorhersehbare. Die Geschichte wird undurchsichtig und man vermutet hinter jedem Akteur eine "zwielichtige Person".

Doch auch hier erwartet einem wieder ein überraschendes Ende.

Die Autorin schafft es jedesmal wieder, die Geschichte zu einer unerwarteten Wendung zu bringen und einem hinters Licht zu führen. Aber genau das macht diese Romanreihe auch aus.

Fazit:
Jeder Roman ist liebevoller als der vorherige. Und in jedem Roman lernt man Lori, Bill, die Zwillinge und alle anderen Einwohner von Finch näher kennen und auch lieben.
Eine Reihe, die ich in meinem Bücherregal nicht mehr missen möchte.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2004
Seiten: 303

s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und der skrupellose Erpresser (Band 08) von SINA

Lori begleitet ihren Mann Bill zu einer Testamentseröffnung. Und plötzlich findet sie sich wieder mittendrin in einem Abenteuer. Denn Drohbriefe und ein verdächtiges Personal sowie ein dunkles Familiengeheimnis sind genau die richtige Kulisse, um Schwung in Loris Leben zu bringen. Natürlich ist klar, dass Tante Dimity wieder mit von der Partie ist.

Eigentlich müsste ja mal ein Buch der Reihe kommen, dass einem nicht so gut gefallen hat. Aber irgendwie kommt es nicht. Ich ging an jedes Buch der Reihe mit dem Gedanken dran: Dieses Buch kann seinen Vorgänger nicht übertreffen.

Und doch hat es die Autorin mal wieder geschafft.

Auch ich war am Ende total überrascht, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wer denn der Täter ist.

Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass man etwas mehr über Loris Ehemann Bill erfährt. Endlich mal ein Buch, in dem er nicht nur kurz erwähnt wird, sondern wirklich was zum Buch beiträgt.
 
Das freut mich ungemein, denn Bill war bis jetzt immer nur eine Person, die so neben Lori hergelebt hat. Hier wird sehr deutlich, was er Lori bedeutet und was Lori ihm bedeutet.

Fazit:
Kurz gesagt: Spannend und empfehlenswert.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 1996
Seiten: 256
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Quelle: derclub

s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und der unbekannte Mörder (Band 07) von SINA

Prunella Hooper, eine verhasste Einwohnerin in Finch, wurde ermordet. Lori kann nicht glauben, dass ein Dorfbewohner der Mörder sein soll. Zusammen mit Tante Dimity macht sich Lori daran, den Mörder zu finden. Dabei kommt ihr der gefährlich gutaussehende Neffe des Vikars in die Quere.

Es ist immer wieder herrlich, mitzuerleben, wie Lori mit sich ringt und letztendlich doch bei ihrem Bill bleibt.

Fast nebensächlich wird hier versucht, aufzuklären, wer der Mörder der ungeliebten Einwohnerin von Finch ist und vor allem, warum sie umgebracht wurde. Dies führt natürlich wieder zu Verdächtigungen, die dann doch haltlos sind und letztendlich zu einem überraschenden Ergebnis führen.

Diesmal liegt mir ein sehr lustiger Band der Reihe vor. Ich musste oft schmunzeln und hätte nach den Aussagen der Dorfbewohner jeden im Verdacht gehabt, Prunella umgebracht zu haben. Denn jeder hatte einen guten Grund.

Erwähnenswert sind auch immer wieder die wunderschönen Cover der Reihe.

Fazit:
Das Lesen dieser Krimi-Reihe ist einfach nur herrlich. Jeder Band ist ein kleines "Schmankerl" für die Lese-Nerven.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 1996
Seiten: 286

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s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und der Kreis des Teufels (Band 06) von SINA


Lori ist auf dem Weg nach Wyrdhurst Castle, um sich dort die Bibliothek mit wertvollen Büchern anzuschauen. Doch stattdessen trifft sie auf uralte Geheimnisse und schon ist sie wieder mitten in einem Abenteuer. Rätsel sind zu lösen und Verführungen müssen bestanden werden. Lori und Tante Dimity haben wieder alle Hände voll zu tun.

Wieder hat Lori ein neues Abenteuer zu bestehen. Und diesmal kommt sie arg in Versuchung, denn der Hausherr von Wyrdhurst Castle ist gutaussehend und flirtet unverschämt mit Lori.
 Ich dachte, dass Lori in diesem Buch diesmal einem anderen Mann verfallen würde, aber sie hat sich sehr gut im Griff. Trotz seiner Arbeitswut und der häufigen Abwesenheit ihres Ehemannes Bill muss er doch ein anständiger Kerl sein.

Man merkt, das Lori reifer und erwachsener wird. Ihre Mutterrolle trägt dazu einiges bei und auch die Liebe zu Bill. In diesem Buch wird sehr deutlich, wie sehr sich die beiden lieben und zueinanderhalten.

Tante Dimity kommt in diesem Band nicht so oft vor, sie hilft Lori zwar wieder, aber diesmal in nur sehr kurzen Sequenzen.

Fazit:
Wieder ein tolles Buch. Leicht zu lesen, leicht zu verstehen, aber nicht leicht, aus der Hand zu legen.

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
erschienen: 2000
Seiten: 287

s. a. Bibliografie: Nancy Atherton


Mittwoch, 14. November 2012

Rezension // Tante Dimity und der Fremde im Schnee (Band 05) von SINA


Lori freut sich auf Weihnachten im familiären Kreise. Doch kurz zuvor findet sie im Garten einen Mann, halberfroren. Lori wittert natürlich gleich wieder ein Abenteuer. Denn wer ist der Fremde? Und welches mysteriöse Geheimnis umgibt ihn. Lori und Tante Dimity machen sich auf die Suche nach Antworten.

Die Bücher über Lori und Tante Dimity haben für mich schon Kulstatus erreicht. Denn Lori ist so eine sympathische Person, die mit ihrer Wissbegierde, Neugier und ihrem Abenteuerdrang wunderbare Geschichten erlebt, immer wieder neue Menschen kennenlernt und einfach jedem zum Freund wird.

Die Fürsorglichkeit und Wärme, mit der Lori in diesem Buch beschrieben wird, ist eigentlich schon mystisch genug, aber Tante Dimity trägt hierzu auch wieder ihren Teil bei.

Aber mich stört trotzdem, dass die Autorin den Ehemann Bill als arbeitswütigen und nicht sehr oft anwesenden Ehemann darstellt. Ich dachte eigentlich, dass sich dies im Laufe der Serie ändert, aber es wird eigentlich noch schlimmer. Lori tut mir deswegen schon etwas leid, weil sie so ihre Freizeit nicht mit ihrem Mann verbringen kann.

Aber über das kann man hinwegsehen, schließlich geht es hier überwiegend um Lori und ihr blaues Tagebuch.

Fazit:
Wieder ein gelungener Teil der Reihe, einer der Besten.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: derclub
erschienen: 1999
Seiten: 256

s. a. Bibliografie: Nancy Atherton

Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und das verborgene Grab (Band 04) von SINA


Lori ist nun Mutter von Zwillingen und die beiden fordern natürlich alles. Deswegen kommt ihr die Hilfe von Francesca als Kindermädchen gerade recht. So kann sich Lori noch um andere Dinge kümmern, denn seit der Ankunft eines Archäologen in Finch hängt der Dorfsegen sehr schief. Lori muss vermitteln und mit Hilfe von Tante Dimity versucht sie das Schlimmste zu verhindern.
 
"Kein Krimi ist so liebenswert und beschaulich wie ein Tante-Dimity-Abenteuer". So steht es auf der Rückseite der Club-Taschenbuch-Ausgabe. Und auch hier muss ich wieder voll zustimmen.

Finch ist mir bis jetzt sehr ans Herz gewachsen, sogar Peggy Taxman, die Nervensäge des Dorfes.

Und dass sich jetzt noch eine "Dorfhexe" in das Geschehen mit einreiht, hat mir auch sehr gut gefallen.

Immer wieder kommen neue Charaktere ins Spiel und immer wieder werden diese erst schief angesehen, dann aber doch herzlich in ihrer Mitte aufgenommen.

Außer, wenn sie den Dorffrieden stören. Dann hält jeder zu jedem und versucht, dem Ärgerniss ein Ende zu bereiten.

So ist es in dem vorliegenden Band und es wird deutlich, wie sehr der Zusammenhalt in Finch großgeschrieben wird.

Fazit:
Krimi-Genuss auf höchstem Niveau.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

© sina frambach
 

Verlag: derclub
erschienen: 1996
Seiten: 320


s. a. Bibliografie: Nancy Atherton



Rezension // Nancy Atherton - Tante Dimity und der unerhörte Skandal (Band 03) von SINA

Lori ist glücklich, denn sie ist mit ihrem absoluten Traummann verheiratet. Einen Haken hat dieser jedoch - er ist ein Workaholic. Seine Arbeit geht ihm Moment vor. So muss Lori zusammen mit ihrem Schwiegervater nach England in ihr Cottage fliegen, während ihr Ehemann in Amerika zum Arbeiten bleibt. Doch kaum dort angekommen, verschwindet ihr Schwiegervater spurlos. Lori macht sich auf die Suche und plötzlich ist sie in einen unerhörten Skandal verwickelt.

Die Verwandtschaftsverhältnisse fand ich in diesem Buch sehr verwirrend, doch mit der Zeit habe ich sie dann doch langsam verstehen können.

An diesem Buch hat mir gut gefallen, dass Bill`s Vater den Platz als "Flitterwochen"-Ehemann für Lori einnehmen will. Was jedoch nicht lange anhält: Irgendwann verschwindet er ja.

Die Suche nach ihrem Schwiegervater führt Lori zu ihrer neuen Verwandtschaft und wieder schafft sie es, neue Freunde zu finden und auch etwas zu flirten.

Der Schreibstil ist gleichbleibend und wieder ist da Kopfkino gefordert.

Fazit:
Nicht so gut, wie die ersten beiden Teile, aber auch nicht schlecht.

Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

© sina frambach

Verlag: derclub
Seiten: 320
erschienen: 1996




s. a. Bibliografie: Nancy Atherton