Sonntag, 29. Dezember 2013

Rezension // Markus Walther - Buchland von SINA


Herr Plana ist Inhaber eines kleinen Antiquariats und sucht eine Mitarbeiterin. Als Beatrice bei ihm anfängt, merkt sie, dass Herr Plana und das Antiquariat nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Denn unter dem Antiquariat erstrecken sich kilometerlange Regale mit allen Büchern, die je geschrieben wurden. Bea kommt nur langsam hinter die Geheimnisse und trifft in den unterirdischen Räumen auf den Tod, die Muse Kalliope und bücherfressende Leseratten. Aber gleichzeitig muss sie auch mit ihrem gescheiterten Leben und ihrem alkoholkranken Mann Ingo zurechtkommen. Bald merkt sie, dass Ingo, der Tod und die Bücher eine Gemeinschaft bilden und schon ist sie mittendrin in einer abenteuerlichen Reise durch das unterirdische Buchland, um ihr Leben in eine andere Bahn zu lenken.

Durch die vielen positiven Empfehlungen auf Facebook bin ich auf diesen Buch aufmerksam geworden und habe es mir schon vor längerem als ebook heruntergeladen. Erst jetzt bin ich dazu gekommen, es auch zu lesen.

Gleich zu Anfang hatte mich die Geschichte gefangen, was nicht nur an den sehr traurigen Szenen lag, sondern auch an dem sehr bildhaften Schreibstil des Autors. Durch detaillierte Beschreibungen hat man ein klares Bild vor Augen und kann sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen.

Auch die Charaktere sind farbig gezeichnet und gerade Beatrice, die mit einem gescheiterten Leben zurechtkommen muss, war für mich eine sehr faszinierende und starke Persönlichkeit.
Durch heftige Schicksalsschläge in ihrem Leben eingeengt, versucht sie doch, daraus auszubrechen und sich ein bisschen Freiheit und Selbstständigkeit zu gönnen.

Herr Plana, der Besitzer des Antiquariats ist zwar von Anfang an undurchschaubar und bekommt erst im letzten Drittel viel Transparenz, trotzdem weiß man genau, dass man ihm vertrauen kann.

Dieses Zusammenspiel hat mir sehr gut gefallen und ich habe gerätselt, wie der Autor es denn schaffen könnte, mich letztendlich zu überraschen. Diese Überraschung ist zwar nicht ganz gelungen, da ich mir zur Mitte des Buches hin dachte, wie es denn enden könnte. Dieser Verdacht hatte sich dann letztendlich bestätigt. Doch das Drumherum hat mich dann wieder fasziniert.

Die Einbindung von verschiedenen Buchtiteln, Buchfiguren und auch reellen Schriftstellern fand ich ein wunderschönes Gimmick. Auch verschiedene Buchzitate wurden erwähnt.

Fazit:
Eine Fantasystory, die jeder Buchliebhaber gelesen haben sollte.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Acabus
erschienen: 2013
Printseiten: 239
Format: ebook
ISBN: 978-3-862821860

Samstag, 28. Dezember 2013

Rezension // Jeaniene Frost - Im Feuer der Begierde von SONJA


Aufgrund der Vorkommnisse aus "Dunkle Flammen der Leidenschaft" sind Leilas übersinnliche Fähigkeiten verschwunden, auch Vlad scheint sich nicht mehr für sie zu interessieren. Also verlässt sie die schützende Burg Draculas und wird beinah Opfer eines Mordanschlages. Doch wem kann sie noch trauen? 

Dieses Buch gehört zur Auskopplung Night Huntress World und ist die unmittelbare Fortsetzung von "Dunkle Flammen des Leidenschaft". D.h. man muss zwar nicht alle Bücher um Cat, Bones und Mencheres gelesen haben, aber "Dunkle Flammen der Leidenschaft" ist ein Muss, da man sonst, die Probleme und Werdegänge der Figuren nicht versteht.

Die Autorin ist ja bekannt dafür, zynische Dialoge, Actionszenen und auch erotische Beissereien ihrer Hauptfiguren gekonnt miteinander zu verknüpfen. 

Bei Romanen mit dem "Liebesfaktor" (Zwei Charaktere werden ein Paar.) ist häufig folgendes Stilmittel in der Verwendung: viele Probleme, Paar ist sich nicht einig, trennt sich und findet mit viel Trara wieder zusammen. Alles gut und schön. Leider nimmt der Teil "Paar trennt sich" hier fast ein Drittel des Buches ein, so dass ich anfänglich sehr enttäuscht war. 

Leila ist nämlich die geborene Zynikerin, die sich vom Langzeitvampir "Dracula" Vlad nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Hier so die Spannung herauszunehmen, fand ich äußerst unglücklich gestaltet. Gott sei Dank, steigerte sich die Spannung wieder, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. 

Das Buch lässt noch ordentlich Raum für weitere Bücher und um die möchte ich auch bitten. Diesmal allerdings mit einer etwas kürzeren Einleitung: 8 von 10 Punkten.


Verlag: Penhaligon
erschienen: 2013
Seiten: 384
ISBN: 978-3764531201



Rezension // Thorsten Saleina - Shades of Christmas: Die Lust an Weihnachten von SONJA


Shades of Grey war gestern - nun ist Weihnachten mit all seinen Sünden, Verlockungen und Gelüsten dran....

Ich habe mich kringelig gelacht. Hier gibt es Weihnachtsgänse, die gans schön sexy sind, Weihnachtsmänner, die die Rute auch gern mal spüren möchten, Verlockungen der kulinarischen Art und noch einiges mehr.

Die Zeichnungen sind farbenfroh und sehr schön gefertigt. Da bleibt kein Auge trocken. Danke Corinna für dieses tolle Geschenk! 10 von 10 Punkten für diese originelle und häufig auch doppeldeutige Idee.

Verlag: Coppenrath:
erschienen: 2013
Seiten: 48
ISBN: 978-3649615941


Rezension // Norbert Golluch - Das Weihnachtssammelsurium: Kurioses. Lustiges. Wissenswertes von SONJA


Alles über Weihnachten! Kurioses, lustiges, wissenswertes und unterhaltsames Wissen zum Weihnachtsfest.

Anfänglich war ich skeptisch. Brauch man so ein Buchpräsent? Ja, man braucht es. Denn die Informationen waren wirklich interessant und haben die Weihnachtstage wundervoll untermalt.

Hier wird berichtet, wie die einzelnen Nationalitäten Weihnachten feiern und welche Ursprünge und Gründe für die Unterschiede vorliegen. Er wird der Barbaratag und die rote Nase von Rudolph erklärt. 

Natürlich gibt es auch ein bisschen Statistik: der größte Baum, die größte Krippe, Schenk- und Kaufverhalten, beliebteste Weihnachtslieder, -filme etc.

Bei den Liedern und Filmen fiel mir allerdings auf, dass einige beliebte Klassiker fehlten. Gründe waren hierfür nicht ersichtlich. Vielleicht lag es an den Rechten für Zitate etc.? Dennoch Punktabzug dafür.

Auf dem Coverfoto kommt leider nicht deutlich raus, dass die einzelnen Figuren leicht erhaben sind und glitzern. Das fand mein Sohn besonders schön. Er hat sich auch einzelne Sachen aus dem Buch vorlesen lassen. Für das nächste Jahr also eine schöne Empfehlung: 8 von 10 Punkten.


Verlag: arsEdition
erschienen: 2011
Seiten: 124
ISBN: 978-3760750811


Rezension // George R. R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Das Erbe von Winterfell (02) von SINA


Eddard Stark versucht alles, um die Intrigen am Hof des Königs abzuwehren. Doch auch der König trägt seiniges dazu bei, es Eddard sehr schwer zu machen. Als es zum Eklat kommt, wird Eddard selbst des Hochverrats angeklagt.
Währenddessen versucht Catelyn alles, um den Lennisters nachzuweisen, dass sie am Unfall ihres Sohnes Bran und am Mord an Jon Arryn schuldig sind. Doch auch ihr ist es nicht vergönnt, die Beweise zu finden. Die Lennisters rufen zum Krieg gegen Catelyn und ihre Verbündeten auf, da sie ja bekanntlich Tyrion Lennister als Gefangenen hält.

Erst nach Lesen des ersten Teils und einiger Recherche ist mir bekannt geworden, dass es sich bei Band 1 und 2 im Deutschen um den ersten Band im Englischen handelt. Die jeweiligen Originalbände wurden in Deutschland je in zwei Hälften geteilt. So schloss sich der zweite Teil nahtlos an den ersten an.
Ich bin nun gespannt, wie der dritte Teil weitergeht, den ich mir demnächst zu Gemüte führen werde.

Denn meine Begeisterung, die mit dem ersten Band gewachsen ist, hat sich nicht verringert. Im Gegenteil, ich bin noch mehr in die Geschichte versunken und habe mitgefiebert, war gespannt, welche Ereignisse sich als nächstes überschlagen und wie es meinen mittlerweile geliebten Figuren ergeht.
Leider musste ich mich von einem sehr ans Herz gewachsenen Charakter trennen und war geschockt, mit welch Herzlosigkeit dies geschah. Doch genauso stelle ich mir die ausschlaggebende Figur auch vor. Kalt, herz- und gnadenlos.

Ich finde aber solche Bösewichte sehr wichtig für Geschichten. So kommt Farbe ins Spiel und gerade bei diesem „Game of Throne“ ist es wichtig, dass es wirklich zwei Seiten gibt: Gut und Böse.

Durch den wunderbar detaillierten Schreibstil ist es auch möglich, dass das Kopfkino sich ein sehr genaues Bild machen kann. Und durch die Fernsehserie „Game of Thrones“ haben auch alle Figuren ein Gesicht, mit dem ich sie immer verbinden werde.

Auch wenn der Autor das Rad nicht neu erfunden hat, hat er dennoch etwas geschaffen, von welchem ich nun sehr abhängig bin. Eine spannende Geschichte mit leichten Fantasyeinflüssen. Denn gerade das Ende birgt eine Überraschung, mit der ich so schnell nicht gerechnet habe.

Deswegen werde ich möglichst bald zum nächsten Band greifen, damit ich wieder nach Westeros reisen kann, um Abenteuer mit den Herren von Winterfell zu bestehen.

Fazit:
Grandioser zweiter Teil zu einer Reihe mit Suchtpotenzial.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2010
Format: ebook
Printseiten: 544
ISBN: 978-3-641-04715-3

Samstag, 21. Dezember 2013

Rezension // Abby Clements - Ein Kuss unter dem Mistelzweig von SONJA


Rachel und Laurie sind beste Freundinnen seit ihrer Schulzeit. Doch leider haben sich die beiden durch ihre unterschiedlichen Werdegänge auseinander gelebt: Laurie lebt im stressigen London und ist für eine trendy Modefirma tätig. Rachel lebt auf dem Land und ist Hausfrau und Mutter. Als vor Weihnachten Rachels Schwiegermutter in ein Krankenhaus muss, tauschen die beiden kurzer Hand die Wohnungen. Dieser Tapetenwechsel hat für alle ungeahnte Folgen.

Hektische Singlefrau mit Pech in der Liebe (?) wird auf das ruhige Land verbannt. Alles scheint aussichtslos und langweilig. Bis Laurie einen Weg findet, die ländliche Idylle zu genießen und die sonderbaren Dorfbewohner als angenehme Gesellschaft empfindet. 

Rachel dagegen, der bislang Familie über alles geht, fängt an, über eine mögliche berufliche Karriere nachzudenken. 

Dieser Tapetenwechsel führt dazu, dass allerhand Irrungen und Wirrungen aufgelöst werden und ist absolut stimmig. Die Weihnachtszeit ist hier nicht kitschiger Hintergrund,  sondern lediglich ein Grund für Kochen, Backen und Zusammentreffen mit lieben Menschen. Ein bisschen Liebe für Laurie ist natürlich dabei, aber auch der Aspekt der Familien von Rachel und Laurie wird hier sehr groß geschrieben.

Das Cover finde ich besonders gelungen, auch wenn ich es mir nur kurz angeguckt habe, da ich hier zur Ebookausgabe gegriffen habe.

Ein wunderschöner Roman, den man auch ruhig nach Weihnachten noch lesen kann: 10 von 10 Punkten!

Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3442480203


Rezension // Anna Koschka - Mohnschnecke von SONJA

© Sonja Kochmann

Trotz des Happy Ends (?) in "Naschmarkt" ist Dotti wieder Single. Einfach so. Entfreundet über facebook. Zutiefst betrübt, schafft es Dotti kaum ein Buch zu Ende zu Lesen. Schließlich greifen ihre Freundinnen ein und verordnen eine Mauerblümchentherapie und Dotti muss daten. Als dann noch ein geheimnisvolles Rezeptbuch über Backrezepte zum Liebesglück auftaucht, beginnt erneut eine Schnitzeljagd für Dotti.

Genial!!!
Dotti kann es einfach oder besser gesagt Anna Koschka (alias Claudia Toman). Die Mischung aus der schrulligen Hauptfigur Dotti, die eine leichte bis schwerwiegende Bindungsangst hat und Vergleichen/Metaphern aus Film, Fernsehen und Musik ist absolut stimmig. Ich habe in dieser Form noch nie etwas gelesen. Beide Bücher sollte man verständnishalber in der richtigen Reihenfolge lesen und sind einfach nur empfehlenswert.

Die Nebenfiguren sind abwechslungsreich gestaltet und jeder Dialog ist zum Schmunzeln. Ich liebe Annili, Lady Lydia und und und

Dottis literarische und emotionale Schnitzeljagd erhält hier den momentan beliebten Aspekt des Essens bzw. Backen. Denn Liebe geht schließlich durch den Magen. Doch dieser von einigen Autoren derzeit verwendete Bezug ist wunderschön umgesetzt worden: Hier gibt es Rezepte am Kapitelende, die fast schon kleine Kunstwerke sind. (In einer von mir kürzlich entdeckten Rezension wurde hier die Schriftgröße kritisiert. Dies konnte ich bei bei dem von mir gelesenen ebook nicht feststellen.)

Twitter, facebook und instagram spielen eine große Rolle, so dass man an manchen Stellen schon lachen muss. Sind wir alle schon so verrückt nach dem multimedialen Faktoren unseres Alltages? Vermutlich ja. Der Vergleich von Liebe/Beziehung mit einem App ist einzigartig und daher vergebe ich 10 von 10 Punkten.


Verlag: Knaur TB
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3426511381


Rezension // Mona Hanke - Fucking Munich: Heiße Geschichten aus der Weltstadt mit Herz von SONJA


Das Buch enthält mehrere erotische Geschichten: ein Polizist und eine Reporterin auf Abwegen, eine Leibesvisitation am Flughafen, SM-Spiele im historischen Flair....

Vermutlich hätte ich zu diesem Buch nie gegriffen, wenn ich von der Autorin nicht nicht schon einige andere Bücher gelesen hätte. Herausforderung ist hier jedoch, die Autorin überhaupt zu erkennen, da diese über eine Vielzahl an Pseudonymen (s.a. Interview) verfügt.

Auch muss ich zugeben, dass Rowohlt für mich nicht grad zur Sparte der Verlage gehört, die sich durch schöne Erotikromane hervorgetan haben. Das Cover wirkt steril und etwas plump, so dass ich nach einigen schiefen Blicken das Buch dann in eine Schutzhülle eingetütet habe (Hier zeigt sich einmal wieder der Vorteil von Ereadern.)

Die Geschichten sind vielseitig in der Thematik (Krimi, Gay, SM)  und mit knackigen erotischen Szenen und Protagonisten versehen. Ein wahrer Leseschmaus. 10 von 10 Punkten mit Abzügen in der B-Note für das Cover ;)


Verlag: Rowohlt
erschienen: 2013
Seiten: 256
ISBN: 978-3499244322



© Sonja Kochmann


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Rezension // Sebastian Fitzek - Noah von SINA

Noah wacht eines Tages mit einer Schusswunde in der Schulter in einem verlassenen U-Bahn-Tunnel auf und wird von einem Obdachlosen namens Oscar aufgenommen und gepflegt. Noah erinnert sich an nichts mehr, er weiß noch nicht einmal, ob er wirklich Noah heißt. Dieser Name ist jedoch in seine Handfläche eintätowiert. Durch einen Zeitungsartikel kommen ihm Erinnerungsfetzen in den Sinn und er macht sich auf die Suche nach seiner Herkunft. Als ein Auftragskiller versucht, Noah umzubringen, weiß er, dass er nach und nach die Puzzleteile zusammensetzen muss. Und was dabei herauskommt, bedroht nicht nur ihn, sondern die gesamte Bevölkerung der Welt.

Wo Fitzek drauf steht, ist auch Fitzek drin. So ist es auch wieder bei seinem neuesten Buch „Noah“. In rasantem Tempo wird man durch die Geschichte geleitet. Schlag auf Schlag geht es und man bekommt kaum Luft zum Atmen.
Dieses „Rasante“ hat mich das Buch auch geradezu verschlingen lassen, weil ich unbedingt wissen wollte, wer Noah ist und warum er sich an nichts mehr erinnern kann.

Die Erklärung dazu ist verblüffend und hat mich sehr überrascht.

Auch das Thema, dass Sebastian Fitzek sich ausgesucht hat, lässt einem nachdenklich werden. Denn die Überbevölkerung ist ein ziemliches Problem auf unserer Welt. Allerdings möchte ich jetzt nicht darüber philosophieren, was man anders machen kann und worauf man achten soll, sondern mich einfach dem Buch widmen.

Dieses Buch ist anders als die bisher Erschienenen von Sebastian Fitzek. Diesmal wird Fitzek international, lässt seinen Hauptprotagonisten das Land verlassen und flicht geschickt Stränge mit ein, die auf den ersten Blick keinen richtigen Sinn ergeben.

Erst am Ende kommt alles zusammen und gibt ein stimmiges, wenn auch sehr nachdenkliches Bild ab.

Das Fitzek das gleiche Thema „Überbevölkerung“ behandelt wie Dan Brown in seinem Roman „Inferno“ ist Zufall. Beide Manuskripte wurden fast zeitgleich abgegeben. Aber doch haben beide ein Thema angeschnitten, dass nicht unbeachtet bleiben sollte.

Der Schreibstil ist fesselnd und mahnend zugleich. Bis zur Hälfte des Buches war ich zwiegespalten, ob ich den Stilbruch des Autors übel nehmen soll oder einfach begeistert bin und mich fallen lasse.

Letzteres war dann der Fall und ich kann nur abschließend sagen, dass es sich Größtenteils um einen echten Fitzek handelt und er einfach nur internationaler geworden ist.

Fazit:
Rasante Spannung mit mahnender Wirkung.

Verdiente 10 Punkte.

P.S. Sebastian Fitzek ist auch bekannt, an seinen Büchern ein kleines Gimmick anzubringen. In diesem Fall einfach mal das Cover längere Zeit im Licht aufladen und dann mal Dunkel machen *g*.

Verlag: Lübbe
erschienen: Dezember 2013
Printseiten: 578
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-7857-2482-8

s. a. Bibliografie Sebastian Fitzek

Dienstag, 17. Dezember 2013

Rezension // George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Die Herren von Winterfell (01) von SINA

Eddard Stark ist der Herr von Winterfell und lebt mit seiner Frau Catelyn und seinen Kindern ein recht ruhiges Leben. Bis König Robert auf seiner Burg erscheint und ihm das Angebot macht, seine Rechte Hand zu werden. Eddard zögert erst, entscheidet sich dann aber dafür. Als sein Sohn Bran durch einen Unfall beinah stirbt, fängt Eddars Frau Catelyn an, Erkundigungen einzuziehen, da sie nicht glaubt, dass es ein Unfall war. Nach und nach kommt ans Licht, dass es viele Intriganten und Heuchler gibt, die den König umgarnen und nach dessen Herrschaft trachten.

Schon lange zieht es mich an diese Reihe und nachdem ich die ersten Folgen der Fernsehserie „Game of Thrones“ gesehen habe, war es dann auch um mich geschehen. Ich musste den ersten Band lesen und wurde nicht enttäuscht.

Schon längere Zeit habe ich keine so komplexe, intrigante und gut durchdachte Fantasy-Geschichte mehr gelesen. Auch wenn ich mich mit den vielen Namen schwer getan habe und zeitweise doch mehrmals im Personenregister (am Ende des Buches) nachlesen musste, um wen es sich denn eigentlich handelt, konnte ich nach ungefähr der Hälfte des Buches dann endlich alle zuordnen. Was mich bei anderen Romanen stört, hat hier jedoch meinen Lesefluss nicht getrübt.

Der Schreibstil des Autors ist einfach nur passend zu der Geschichte. Obwohl es sich um einen eher historischen Hauptteil handelt, spielt dieser doch auf einem fiktiven Kontinent namens Westeros. Eine Karte am Anfang erleichtert die Übersicht über die erfundene Welt.
Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt, die jeweils von einem anderen Charakter handeln. Allen vorweg stehen Eddard und Catelyn sowie Tyrion und Jon. Diese vier Personen haben es auch geschafft, mich ganz besonders in ihren Bann zu ziehen.
Zwischendurch gibt es Einblicke in Sansa und Aryas Gedanken, beides Töchter von Eddard und Catelyn. Auch aus Danearys Sicht wird einiges erzählt.

Durch die Komplexität ist es teilweise unmöglich, jeder Figur in einer Rezension gerecht zu werden und so kann ich fast nur sagen, dass es das Gesamtkunstwerk ist, was den Reiz für mich ausmacht.

Was harmlos anfängt, wird bald zu einer Geschichte von Intrige und Hass, voll Freundschaft und Mut, voll Brutalität und Habgier, voll Liebe und Hoffnung. Aus dieser Mischung ist eine Story entstanden, die einem in den Bann zieht.

Wenn die Reihe so gut weitergeht, weiß ich jetzt schon, dass ich alle Bücher nacheinander verschlingen werde.

Fazit:
Der Auftakt zu einer für mich jetzt schon grandiosen Serie.

Deswegen verdiente 10 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2010
Printseiten: 576
Format: ebook
ISBN: 978-3-641-03586-0

s. a. Bibliografie George R.R. Martin

Rezension // Alan Bradley - Flavia de Luce: Schlussakkord für einen Mord von SONJA

© Sonja Kochmann

Flavia hat mal wieder alle Hände voll zu tun: Als ihr bei der Gruftöffnung eines Kirchenheiligen auf einmal die "relativ frische" Leiche des Kirchenorganisten in einer Gasmaske entgegen blickt, ist ihre detektivische Spürnase wieder einmal aktiv.

Flavia radelt und radelt auf ihrem Fahrrad Gladys durch die Geschichte. Was bislang zum Alltag von Flavia gehörte (schließlich spielt die Geschichte in der Nachkriegszeit in England), fiel mir hier doch irgendwie vermehrt auf. Kilometer um Kilometer legt sie wischen den einzelnen Buchszenen zurück und es hätte doch hier ein bisschen gekürzt werden dürfen.

Die doch so wichtigen und spritzigen Dialoge zwischen Flavia und ihrer Familie fallen hier doch recht gering aus. So dass ich schon ein bisschen enttäuscht war.

Flavia findet jedoch einen Partner bei ihren Ermittlungstätigkeiten, der doch die ein oder andere interessante Dialogszene beisteuert. Hier kommt der geniale englische Humor durch, der meiner Meinung nach in der Vorbänden ein bisschen besser gelungen ist.

Erst im letzten Viertel fährt Flavia zur absoluten Höchstform auf und der Mord klärt sich in all seinen (medizinischen und chemischen) Facetten auf. Da die anderen Bände durch Dialoge, Zynik, chemische und mörderische Finessen ein Tick besser gelungen sind, vergebe ich 7 von 10 Punkten. Ich würde jedoch jederzeit wieder zu greifen, sofern der Autor die Reihe weiterschreibt. (Dies will ich doch sehr hoffen, denn das Buch endet mit einem Cliffhanger bezüglich Flavias Familie.)


Verlag: Penhaligon
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3764530990


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Rezension // Christoph Marzi - Die wundersame Geschichte der Faye Archer von SINA

Faye Archer liebt Musik, arbeitet in einem kleinen Buchladen und ist eigentlich eine Frohnatur - bis eines Tages Alex Hobdon sein Skizzenbuch im Buchladen vergisst. Von Anfang an ist Faye von Alex verzaubert, kennt sie allerdings nur seine Stimme. Sie schreibt ihn kurzerhand über Facebook an. Je mehr sie sich jedoch schreiben, umso tiefere Gefühle hegen sie füreinander. Bis sie sich zufällig auf der Straße treffen und Alex eine andere Frau im Arm hält und Faye angeblich nicht erkennt. Faye ist durcheinander und will Alex Verhalten auf den Grund gehen.

Von Christoph Marzi hatte ich bislang noch kein Buch gelesen, was ich aber schnellstens ändern werde. Denn sein Schreibstil hat mich absolut überzeugen können. Man hat fast das Gefühl, die Personen wirklich zu kennen, die beschrieben werden und ich fühlte mich auch gleich gut in der Geschichte aufgehoben.

Der Hauptcharakter Faye ist eine quirlige Person, die ihr eigenes Ding durchzieht. Bestimmt wird ihr Leben von der Musik, die ihre größte Leidenschaft ist. Sie singt gerne, komponiert eigene Lieder und gibt auch ab und zu Konzerte. Berühmt geworden ist sie damit nicht, aber das will sich auch nicht. Sie möchte ihre Leidenschaft einfach nur mit anderen teilen.

Auch sonst ist Faye eher etwas anders als andere. Und sie steht dazu. Gerade das macht sie sehr liebenswert.

Immer wieder nimmt der Autor Bezug auf das Buch und den Film „Frühstück bei Tiffany“, so dass man letzten Endes sehr große Lust hat, die Geschichte selbst zu lesen.

„Manche Geschichten sind wie Melodien“. Dieser Satz kommt öfters im Buch vor und findet meine vollste Zustimmung, gerade bei dieser Geschichte. Mit leisen Untertönen, ohne großen Paukenschlag und einer Hauptfigur, die alle Stimmungen durchmacht, vertieft man sich in eine Geschichte, bei der man am liebsten selbst singen möchte.

Allerdings habe ich einen Kritikpunkt: war ich doch so gespannt, wie der Autor das Ganze um Faye und Alex auflöst, dass ich mit dem Ende letztendlich überhaupt nicht zufrieden war. Ich hatte mir eigentlich was ganz anderes vorgestellt und war fast schon etwas enttäuscht. Dies gibt von mir auch Punktabzug.

Insgesamt war ich jedoch begeistert von der Geschichte und kann sie jedem nur wärmstens empfehlen.

Fazit:
Manche Geschichten sind wie Melodien.

9 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Printseiten: 384
Format: ebook
ISBN: 978-3-641-10091-9


Rezension // Frederic Brake - Hölle, Ltd. von SINA

D´Shor B´On Shai ist ein Dämon und hat es nicht leicht. Nicht nur, dass jeder seinen Namen falsch als George Bonsai ausspricht, nein, sein Dispatcher gibt ihm auch jedes Mal einen dümmlichen Auftrag, so dass er sich nicht richtig beweisen kann. Am liebsten würde D'Shor mal Urlaub machen, aber das geht auch nicht so einfach. Und so fügt er sich seinem Schicksal, aber nicht, ohne bissige Kommentare und der ein und anderen List.

Die Kurzgeschichten sind leider wirklich sehr kurz, doch triefen sie vor Sarkasmus, Witz und Phantasie. Der Autor setzt keine Grenzen und kehrt auch gerne mal das Innere nach Außen.
Durch die in kursive Schrift gesetzte Gedankengänge des Dämons fühlt man sich fast mittendrin und ich musste mehr als einmal schmunzeln, während ich mir vorstellte, warum gerade der arme Dämon so ein schweres Leben, äh... Dasein führt.

Die Geschichten sind prägnant, knapp und kurzweilig. Mal muss D'Shor eine Jungfrau herbeibeschwören, mal einem Kerl bei einem Banküberfall aus der Klemme helfen. Es gibt nichts, was er nicht machen muss und da die Hölle ja jetzt auch modern geworden ist und jede Seele gebrauchen kann, ist die Drecksarbeit eben das, was Vorrang hat. Auch wenn D'Shor dank seines Dispatchers das „Vergnügen“ hat, diese Drecksarbeit zu machen, ist er nicht ganz unschuldig an seinem Job. Er hätte eben seinen Chef nicht ärgern sollen.

Fazit:
Kurzweiliges Lesevergnügen mit einem sehr sarkastischen Dämon.

10 Punkte von mir.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2013
Seiten: 36
Format: ebook
ASIN: B00DKAHCB2

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Rezension // Sascha Schröder - Taliel: Erwachen (01) von SINA

Cathryne Bennett wusste schon immer, das etwas nicht mir ihr stimmt. Als sie dann in einer Privatschule in London erst gemobbt und dann von ihren Mitschülerin gemieden wird, zieht sie sich immer weiter zurück. Ihr einziger Wunsch, endlich jemanden zu haben, mit dem sie reden kann. Als zwei neue Schülerinnen eingeschult werden, freundet sich Cathryne mit den beiden an. Und blüht auf, bis sie merkt, dass eine ihrer neuen Freundinnen ein falsches Spiel treibt. Aber auch Cathryne verändert sich und weiß nun: sie ist anders, als die anderen.

Der Klappentext hat sich sehr gut angehört, doch leider muss ich zugeben, dass mir letztendlich das Gesamtergebnis nicht so gut gefallen hat. Die Geschichte an sich kann ich nur loben. Die Idee ist gut, nur die Umsetzung hat mich etwas gestört.

Als erstes ist mir der Schreibstil des Autors aufgefallen, mit dem ich einige Schwierigkeiten hatte. Die Geschichte wird meines Erachtens einfach „herunter“erzählt, wie in einem Schulaufsatz. Mir fehlen Details und Eindrücke. Weiter blieben die Charaktere für mich sehr farblos. Ich konnte mir nicht richtig vorstellen, die wie einzelnen Figuren aussahen. Nur einzelne Attribute wurden wiedergegeben, die jedoch zum Ende hin kein harmonisches Bild ergaben.

Die Geschichte an sich fand ich wiederum sehr ansprechend. Gut gegen Böse – der Kampf ums Überleben, die Furcht vor dem Unbekannten. Dies wurde gut in die Story eingebracht. Aber auch hier fehlten mir wieder Details und so blieben am Ende doch einige Fragen offen, die aber bestimmt im zweiten Teil geklärt werden.

Auch Cathrynes Mutter Melissa war für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Cathryne ist sehr offen ihr gegenüber und erzählt ihr fast alles. Auch die beunruhigenden Dinge. Und doch geht Melissa dem ganzen nicht nach und versucht nur, beschwichtigend auf Cathryne einzuwirken. Ich als Mutter würde mir doch da mehr Gedanken machen und versuchen, dem ganzen auf die Spur zu gehen. So war Melissa für mich entweder eher uninteressiert an ihrer Tochter oder – was wahrscheinlicher ist – nicht realistisch genug gestaltet.

Insgesamt war ich also nicht so begeistert von dem Buch, da es aufgrund des Schreibstils und der Umsetzung her einfach nicht dem entsprochen hat, was ich hinter dem doch recht ansprechenden Klappentext erwartet habe.

Fazit:
Schade, hat die Geschichte doch Potenzial.

Ich vergebe 5 von 10 Punkten.

Verlag: bookRix
erschienen: 2013
Printseiten: 496
Format: ebook
ISBN: 978-3-7309-3552-1


Rezension // Maja Ilisch - Das Puppenzimmer von SINA

Florence wird aus dem Waisenhaus auf der Stelle weg von dem eleganten Rufus Molyneux in dessen Haushalt aufgenommen. Sie hat keine Chance sich zu verabschieden und schon auf der Fahrt in der Kutsche zu dem Anwesen der Familie Molyneux, dem Landsitz Hollyhock, kommt ihr einiges seltsam vor. Dort angekommen wird sie auch gleich in ihre Arbeit eingewiesen. Sie soll täglich eine Stunde lang in einem Zimmer voller geheimnisvoller Puppen verbringen. Florence stellt sie der Aufgabe, doch als sie Kinderlachen und -weinen hört, merkt sie, dass sich hinter den Puppen mehr verbirgt, wie auch hinter Rufus Molyneux und deren Schwester Violet.

Schon das Cover lädt verführerisch dazu ein, sich dem Buch zu widmen. Die geheimnisvolle Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht, nimmt auf der ersten Seite schon ihren Anfang. Mit einer sanften Art erzählt die Autorin von Florence, die als Waisenkind schon kein einfaches Leben führt.

Gerade diese Art hat mir sehr gut gefallen. Man fliegt fast durch das Buch, gerade aufgrund des so wunderbaren Schreibstils. Das Geheimnisvolle bringt die Spannung auf einen dauerhaften Höhepunkt und nach jeder gelesenen Seite fragt man sich, wann endlich der Leser erlöst wird.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und von Anfang an kennt man seine Lieblinge. In diesem Fall war es für mich wirklich der Hauptcharakter Florence, obwohl ich eher für die Nebencharaktere zu begeistern bin.
Florence muss man von Anfang an gerne haben, nicht nur, weil sie in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, sondern auch, weil sie eine so prägnante Art hat, an die Dinge heranzugehen. Sie stellt nicht viele Fragen – was sie auch gar nicht darf –, sondern versucht, ihren eigenen Weg zu gehen und die Dinge zu ergründen.

Ihre Arbeit in dem geheimnisvollen Raum des Anwesens bringt sie fast um den Verstand und doch versucht sich, eine logische Erklärung zu finden.

Wie letztendlich die Erklärung lautet, warum sie für die Arbeit ausgewählt wurde und was es mit ihrer neuen „Familie“ auf sich hat, müsst Ihr selbst lesen.

Mir lag ein spannender, tiefgründiger und mit einem Aha-Effekt versehener Fantasy-Roman vor, der Lust auf mehr aus der Schreibfeder der Autorin entstandene Geschichten macht. Insoweit werde ich mir den Namen Maja Ilisch merken und auch zu ihrem neuen Roman „Geigenzauber“ greifen, der sich auch schon sehr geheimnisvoll anhört.

Ich hatte aufgrund der Beschreibungen der Autorin das Gefühl, das Anwesen Hollyhock und den angrenzenden Garten wie meine Westentasche zu kennen. Das Kopfkino hatte auf jeden Fall jede Menge zu tun.

Fazit:
Spannend bis zur letzten Seite.

10 von 10 Punkten.

Verlag: dotbooks
erschienen: 2013
Printseiten: 465
Format: ebook
ISBN: 978-3-95520-380-1

s. a. Bibliografie Maja Ilisch

Dienstag, 10. Dezember 2013

Rezension // Jens Lück - Die Fee und die vier Elemente von SINA


Die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde treffen sich an einem ruhigen Tag. Plötzlich fangen sie an zu streiten, wer denn der Beste von ihnen sei. Während sie streiten, werden sie von einer kleinen Fee beobachtet, die den Streit unbedingt beenden will. Und so fasst sie einen Plan...

Das Buch ist mit wunderschönen Zeichnungen bestückt, die die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft darstellen. Mit wenigen Worten wird die kleine Geschichte erzählt, aber auch mit diesem Wenigen wird doch eine große Wirkung erzielt.

Die Illustrationen wirken zwar kindlich, sind jedoch sehr detailreich und fügen sich wunderbar in das Gesamtkonzept ein.

Als Zugabe liegt dem Buch eine Hörspiel-CD bei, auf welcher die Geschichte nochmals erzählt wird, unterstrichen von einer wunderbar zarten Musik. Ein Streichorchester hat die einzelnen Elemente mit ihren verschiedenen Instrumenten unterlegt. So wird das Wasser von Celli und Contrabässen dargestellt, das Feuer von Violinen und Violas, die Erde von Posaunen, Hörnern und Trompeten und die Luft von Flöten, Klarinetten, Oboen und Fagotte.

Alle Instrumente sind wunderbar gewählt und kann sich richtig vorstellen, welche Eigenschaften den einzelnen Elementen zugeschrieben wird.

Die Fee wird unter anderen vom einer Harfe unterstützt und mit Gesang von der Sängerin Isgaard.

Es war für mich mal etwas anderes, das Buch nach dem Lesen nochmals mit einer Hörspiel-CD zusammen zu lesen und die Musik auf mich wirken zu lassen.
Meinen Sohn konnte ich allerdings nicht dafür begeistern, er hat nach wenigen Minuten das Interesse daran verloren.

Für mich ist jedoch die Umsetzung ein kleines Meisterwerk und für jeden – nicht nur an klassischer Musik – interessierten Kinderbuchleser auch wärmstens zu empfehlen.

Fazit:
Die Elemente im Streit, die Musik im Einklang.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: KorosNord GmbH
erschienen: 2013
Printseiten: 23
Format: Hardcover mit Audio-CD
ISBN:  978-3981486377

Rezension [Hörbuch] // Mila Roth - Katzenfische (05) von SINA

Janna soll für das Institut ein geheimnisvolles Päckchen aufbewahren. Als es jedoch gestohlen wird, bekommt sie zusammen mit Markus Neumann einen Auftrag. Sie sollen sich als Ehepaar ausgeben und in einem Wellness-Hotel einchecken. Das verdeckte Ermitteln klappt eigentlich recht gut, bis die Gangster herausfinden, wer Janna und Markus wirklich sind.

Nachdem mir der fünfte Band der Reihe um Markus Neumann und Janna Berg in gelesener Form schon am Besten gefallen hat, hatte ich nun das Vergnügen, mir die Geschichte noch einmal vorlesen zu lassen.

Die Sprecherin Saskia Kästner hat eine sehr charmante Weise einem mit ihrer Stimme zu verzaubern. Sie verleiht den einzelnen Personen ihre ganz eigene Art mithilfe kleiner Stimmveränderungen. Dies ist faszinierend, da man nach kurzer Zeit genau weiß, wen genau sie spricht.

Vor allem Janna ist der Sprecherin sehr gut gelungen. Gerade die Stellen, an denen Janna ohne Punkt und Komma in einen Redeschwall ausbricht.
Auch Markus, der eigentlich unnahbar wirkt und in diesem fünften Band etwas aus seiner harten Schale ausbricht, wird teilweise gefühlvoll gesprochen und so wird man etwas mehr mit warm.

Zur Zeit ist erst der fünfte Fall als Hörbuch erschienen. In Kürze sollen aber auch noch die ersten vier Teile vertont werden.

Toll finde ich natürlich, dass es die ungekürzte Fassung ist und man so nicht das Buch gelesen haben muss, um alles zu verstehen. Allerdings ist eine Kenntnis der ersten vier Fälle meines Erachtens schon wichtig, um manche Wortspiele oder versteckte Andeutungen zu verstehen.

Insgesamt finde ich das Hörbuch sehr gelungen und eine kurzweilige Unterhaltung.

Fazit:
Für alle Serienjunkies als Hörbuchgenuss bestens geeignet.

Von mir gibts 10 Punkte.

Verlag: Radioropa
erschienen: 2013
Länge: 3 Std., 47 Min.
Format: mp3
ISBN: 9783836807425


Montag, 9. Dezember 2013

Rezension // Anne Rice - Interview mit einem Vampir: Claudias Story von SONJA


Claudia erlangte durch den Vampir Lestat Unsterblichkeit. Doch leider machte Lestat sie zum Vampir, als sie noch ein kleines Mädchen war. Obwohl sie Jahrzehnte glücklich und zufrieden mit ihren "Vampirvätern" Lestat und Louis ist, wird sie in ihrem Mädchenkörper erwachsen. Unzufriedenheit und Blutgier prägen fortan ihr Leben.

Eigentlich bin ich kein Comicleser, aber die Aufmachung und auch die Geschichte von Claudia haben mich neugierig gemacht.

Das Buch ist in einer edlen Aufmachung gestaltet: mattierter Umschlag, dickes schweres Papier und ein schöner Einband. Sprich: nicht einfach ein Comic. Die Bezeichnung - ein edler Bildband - trifft hier wohl eher zu.

Denn die Comiczeichnungen sind wunderschön. Die cremefarbenen Zeichnungen verdeutlichen das Alter der Vampire. Lediglich Blut und Feuer werden in den realistischen Farben zur Verdeutlichung der Dramatik hervorgehoben.

Die Geschichte um Claudia hatte ich durch die Verfilmung noch dunkel in Erinnerung und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. In einigen Bildern im letzten Drittel ist auch eine Prise Erotik enthalten.

Claudias missliche Lage im Körper eines Kindes gefangen zu sein, wird schön dargestellt: 8 von 10 Punkten. (Für Liebhaber des Genre Comic vermutlich aber eher eine runde 10.)

Verlag: Carlsen
erschienen: 2013
Seiten: 226
ISBN: 978-3551782496


Samstag, 7. Dezember 2013

Rezension // Pebby Art - Auf und weg! von SINA

Als Emma eines Morgens aufsteht, ist ihr Vater abgehauen. Emma ist sehr betrübt und als sie bei einem Telefonat mitbekommt, dass ihre Mutter sie zur Oma geben will, beschließt sie, abzuhauen. Emma trifft die Vorbereitungen. Als sie ihr geliebtes Stoffpferd Floh einpacken will, bemerkt sie jedoch, dass dieses lebendig geworden ist. Floh unterstützt Emma und zusammen brechen sie auf zum Räuberwald, um sich dort zu verstecken. Doch dort angekommen, erwartet sie ihr größtes Abenteuer.

Die Autorin behandelt das Thema Scheidung in einer sehr spielerischen Art. Die kleine Emma meint, dass ihr Vater von zu Hause abgehauen ist und sie im Stich gelassen hat. Als sie bei einem Telefonat ihrer Mutter mitbekommt, dass sie zur Oma soll und dies falsch interpretiert, meint sie zudem, dass auch ihre Mutter sie loswerden will.
Der Beschluss abzuhauen kommt sehr plötzlich. Emma macht sich sofort auf, ohne darüber nachzudenken, was passieren kann.

Emmas Stoffpferd Floh spielt eine große Rolle in der Geschichte. Als Beschützer, Freund, Zuhörer und tapferer Held erweist es sich und hilft Emma, sich kurzzeitig von ihrem Kummer zu trennen und sich auf ein Abenteuer der besonderen Art einzulassen.

Welches, kann ich nicht verraten und sollte selbst gelesen werden.

In dem Buch sind einige kindgerechte Zeichnungen vorhanden, allerdings hätte ich mir von diesen etwas mehr gewünscht, so dass man noch spielerischer mit der Geschichte umgehen könnte.

Die Themen Scheidung und Weglaufen werden eigentlich nur beiläufig erwähnt, vielmehr geht es um das große Abenteuer im Räuberwald. Trotzdem liegt die ganze Zeit ein kleiner Schatten über Emma, der sich erst am Ende auflöst und ganz verfliegt.

Mit sehr kindgerechten und auch gefühlvollen Worten wird die Geschichte beschrieben und so denke ist, dass sie ein guter Weg ist, um Kindern mitzuteilen, wie es ist, wenn sich die Eltern trennen. Ein liebevolles Miteinander muss weiterhin gegeben sein. Streitereien sollten unterlassen bzw. nicht im Beisein des Kindes ausgetragen werden. Denn dann kommen dem Kind Gedanken, in denen es sich vielleicht sogar die Schuld daran gibt, dass die Eltern nun getrennte Wege gehen.

Fazit:
Eine kleine Hilfe, um es Scheidungskindern vielleicht etwas einfacher zu machen.

8 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2013
Seiten: 72
ISBN: 9-781493558995

Freitag, 6. Dezember 2013

Rezension // Mila Roth - Spionin wider Willen: Katzenfische (Band 05) von SINA

Janna soll für das Institut ein geheimnisvolles Päckchen aufbewahren. Als es jedoch gestohlen wird, bekommt sie zusammen mit Markus Neumann einen Auftrag. Sie sollen sich als Ehepaar ausgeben und in einem Wellness-Hotel einchecken. Das verdeckte Ermitteln klappt eigentlich recht gut, bis die Gangster herausfinden, wer Janna und Markus wirklich sind.

Vorab: Alle Bände waren bis jetzt sehr gut, doch Band Fünf gefällt mir bis jetzt mit Abstand am Besten. Dies liegt daran, dass sich Janna und Markus in ihrer Beziehung zueinander einfach weiterentwickeln.
Das Zusammenspiel in dem Wellness-Hotel als Ehepaar bringt beide in prikäre Situationen und gerade aus Jannas Sicht gesehen sind dieses Situationen einfach nur herrlich.

Von Anfang an fliegt man förmlich durch die Geschichte, wird mitgerissen und amüsiert sich köstlich, gerade wenn Markus und Janna alleine im Hotelzimmer sind.

Sie kabbeln sich, sie streiten sich und kurz darauf spielen sie wieder ihre Rolle als frisch verheirates Ehepaar.

Markus hat für mich einen großen Sprung gemacht. Seine Mauer bröckelt, er zeigt mehr von sich, verrät aber auch wieder nicht zu viel.

Nicht nur der Schreibstil ist rasant, auch die Geschichte ist schnelllebig. Und am Ende wird nochmal richtig aufgetrumpft.

Das letzte Kapitel hat mir sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, gerade zwischen Janna und Markus.

Fazit:
Die Spannung steigt... werden sie sich je kriegen?

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2013
Printseiten: 172
Format: ebook
ISBN: 978-3-95516-792-9

s. a. Bibliografie Mila Roth

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Rezension // Jules Verne - Reise zum Mittelpunkt der Erde (Comic) von SINA


Professor Lidenbrock und sein Neffe Axel entziffern ein altes Pergament mit geheimnisvollen Runen. Fortan ist der Professor der Meinung, den Eingang zum Mittelpunkt der Erde gefunden zu haben. Sein Neffe Axel ist jedoch skeptisch, begleitet den alten Mann aber auf der Reise nach Island. Als sie an dem im Pergament erwähnten Vulkan ankommen, beginnt eine abenteuerliche Reise in eine unbekannte Welt.

Oft gehört, jedoch nie gelesen: Reise zum Mittelpunkt der Erde. Ein Buch, welches schon länger auf meinem Wunschzettel steht, es aber nie in mein Regal geschafft hat. Nun lag mir die Comicadaption des Buches vor.
Auf 58 Seiten wird die Geschichte rund um den wunderlichen Professor Lidenbrock, seinen Neffen Axel und dem Isländer Hans erzählt, die sich gemeinsam auf den Weg zum Mittelpunkt der Erde machen.

Zur Geschichte an sich brauche ich wohl nichts zu erzählen. Sie ist allgemein bekannt und gehört für mich – auch ohne sie gelesen zu haben – zu den besten Klassikern der Literaturgeschichte. Sie nun im Comicformat zu lesen, war ein kleines Highlight.

Die gezeichneten Bilder sind zwar teilweise etwas anstrengend anzusehen, doch passen sie aufgrund einer etwas düsteren Ausstrahlung doch sehr gut zu der erzählten Geschichte.

Ich werde mir jetzt garantiert das Buch von Jules Verne zulegen und mich endlich auch mal an Klassiker der Literaturgeschichte wagen.

Fazit:
Interessante Umsetzung eines Klassikers, die nicht nur für Comicfans interessant ist.

Verlag: Brockhaus Literaturcomics
erschienen: 2010
Format: Hardcover
Printseiten: 58
ISBN: 978-3-577-07454-4

Rezension // Noel Hardy - Der Advent, in dem Emma ihren Schutzengel verklagte von SONJA


Emma hat die Nase gestrichen voll. Alles in ihrem Leben geht schief, als sie nach einem Unfall knapp mit dem Leben davon kommt, beschließt sie, ihren Schutzengel zu verklagen. Als dann ein gut aussehender Kerl vor ihr steht, der behauptet, sich verteidigen müssen, kommt eine andere Reihe von Verkettungen in Gang.

Nach der Leseprobe war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das Buch etwas für mich ist. Es erschien mir sehr gestückelt und nicht schlüssig.

Die Neugier siegte jedoch und ich lud das ebook. Gott sei Dank. Oder bleiben wir gleich weihnachtlich: der Herr sei gepriesen. 
Es stellte sich heraus, dass die Leseprobe durch massive Kürzungen verschandelt wurde:

Emma ist ein kleiner Pechvogel und man muss bei dem ganzen Pech einfach schmunzeln und mit leiden. Die Idee den "schlampigen" Schutzengel Murat (!) zu verklagen, ist einfach genial. Eine lustige,zynische Szene jagt die andere. Hier werden Anspielungen auf Religion und Menschlichkeit gemacht ohne diese zu arg durch den Kakao zu ziehen. 

Wer also ein Buch in der Weihnachtszeit zur Hand nehmen will, um in die richtige heitere Weihnachtsstimmung zu kommen, der sollte hier unbedingt zu greifen. 

Ein bisschen nachdenklich kann man allerdings trotz des humorvollen Erzählstils werden, denn wie viel Schutz braucht man von einem Schutzengel und ab wann ist man seines Glückes Schmied?

Ich habe beschlossen, dass Buch nochmals als Taschenbuch am Nikolaustag zu verschenken. 10 von 10 Punkten für dieses kurze Weihnachtsschmankerl mit genialem Buchtitel.

Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Seiten: 224
ISBN: 978-3453410381

Rezension // Holly Greene - Das Glücksarmband von SONJA


Molly arbeitet in einem Second Hand Laden der gehobenen Klasse. Eines Tages findet sie in einer Jackentasche ein Glücksarmband. Da sie selbst ein solches Armband besitzt, das ihr auch lieb und teuer ist, beschließt sie die Besitzerin ausfindig zu machen, um ihr dieses zurück zu geben. Doch diese Suche beginnt etwas Besonderes zu werden....

Molly hat viel erlebt im Leben. Ihre einzelnen Stationen im Leben - gute wie schlechte - sind durch ihre Armbandanhänger gekennzeichnet. Eine Romanheldin, bei der nicht alles glatt läuft und die sich wunderbar in ihre Mitmenschen einfühlen kann. Sie selbst kommt dabei nur leider zu kurz. Doch durch die Suche nach der Besitzerin des Armbandes gerät sie ins Grübeln. 

Was ist tatsächlich wichtig im Leben? Ihre Mutter, ihr Sohn, ihre Chefin, ihr unverlässlicher Exmann und einige aufgestöberte Personen bilden eine stimmige Gruppe um Molly, die ich bereits nach ein paar Seiten ins Herz geschlossen habe.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber die Autorin hat es geschafft, dass sich alles harmonisch ineinander fügt.

Das Buch spielt zeitlich in der Vorweihnachtszeit bis Sylvester in New York, so dass ich vor meinem geistigen Auge die funkelnden Lichter New Yorks hatte, die man so aus dem TV kennt.

Ein empfehlenswerter Roman für die Weihnachtszeit, für Leser, die was "mit Herz" suchen und für Männer ein geeignetes Mitbringsel, wenn es nicht für einen Charm reichen sollte oder der Anhänger so klein aussieht, dass man(n) noch etwas dazu schenken will. TOP - volle Punktzahl!


Verlag: Rowohlt
erschienen: 2013
Seiten: 464
ISBN: 978-3499267239


Montag, 2. Dezember 2013

Rezension // Damien Dibben - Jake Djones in der Arena des Todes von SINA


Jake Djones hat kaum Ruhe, sich von seinem ersten Abenteuer zu erholen, schon kommt der nächste Auftrag. Das Atomium, dass die Reise durch die Zeit ermöglicht, wird knapp und es wurde schon neues geordert. Jake und seine Freunde sollen dies abholen. Doch bei diesem Auftrag kommt es zu Komplikationen und das Atomium wird gestohlen. Ausgerechnet der Sohn von Agata Zeldt, der Erzfeindin der Geschichtshüter. Sie reisen ihr nach ins Jahr 27 v. Chr. Als sie Agatas Plan, an die Weltherrschaft zu gelangen, auf die Spur kommen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der erste Teil Jake Djones und die Hüter der Zeit hat mir ja noch sehr gut gefallen, doch leider konnte mich der zweite Teil nicht so recht überzeugen. Die Geschichte zog sich in die Länge und erst am Ende kam richtig Fahrt auf. Doch dass konnte den Gesamteindruck auch nicht aufwerten.

Hat man im ersten Teil noch in interessanter Art und Weise etwas über Geschichte gelernt, so wird dies im zweiten Teil fast außen vor gelassen. Nur ganz kurze Einwürfe über Personen oder Gebäude werden getätigt und dies auch in eher nachlässiger Weise.

Am Schreibstil hat sich gegenüber dem ersten Teil nichts geändert. In der gewohnten kindgerechten Art wird die Geschichte erzählt. Es wird sich nicht lang mit Erklärungen aufgehalten.
Allerdings gab es auch Szenen, die ich mein Kind nicht lesen lassen würde. Gerade am Ende wird es sehr brutal.

Auch wirkt Jake für sein Alter von 14 Jahren sehr reif und muss Entscheidungen treffen, die er gar nicht treffen sollte.

Die oben genannten Längen im Buch haben es mir schwer gemacht, durchzuhalten. Ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass der Autor zu dem Niveau des ersten Bandes zurückkehrt. Leider war es für mich nicht so.

Das Ende allerdings ist rasant und macht dann wieder Lust auf mehr. Vor allem, da ein absoluter Cliffhanger geboten wird.
Außerdem sind noch einige Fragen offen, die geklärt werden müssen.

Auch wenn der zweite Teil nicht an den ersten herankommt, will ich doch wissen, wie es weitergeht.

Fazit:
Schade, man hätte mehr draus machen können.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2013
Printseiten: 352
Format: Hardcover
ISBN:  978-3-7645-3094-5