Samstag, 28. Dezember 2013

Rezension // Jeaniene Frost - Im Feuer der Begierde von SONJA


Aufgrund der Vorkommnisse aus "Dunkle Flammen der Leidenschaft" sind Leilas übersinnliche Fähigkeiten verschwunden, auch Vlad scheint sich nicht mehr für sie zu interessieren. Also verlässt sie die schützende Burg Draculas und wird beinah Opfer eines Mordanschlages. Doch wem kann sie noch trauen? 

Dieses Buch gehört zur Auskopplung Night Huntress World und ist die unmittelbare Fortsetzung von "Dunkle Flammen des Leidenschaft". D.h. man muss zwar nicht alle Bücher um Cat, Bones und Mencheres gelesen haben, aber "Dunkle Flammen der Leidenschaft" ist ein Muss, da man sonst, die Probleme und Werdegänge der Figuren nicht versteht.

Die Autorin ist ja bekannt dafür, zynische Dialoge, Actionszenen und auch erotische Beissereien ihrer Hauptfiguren gekonnt miteinander zu verknüpfen. 

Bei Romanen mit dem "Liebesfaktor" (Zwei Charaktere werden ein Paar.) ist häufig folgendes Stilmittel in der Verwendung: viele Probleme, Paar ist sich nicht einig, trennt sich und findet mit viel Trara wieder zusammen. Alles gut und schön. Leider nimmt der Teil "Paar trennt sich" hier fast ein Drittel des Buches ein, so dass ich anfänglich sehr enttäuscht war. 

Leila ist nämlich die geborene Zynikerin, die sich vom Langzeitvampir "Dracula" Vlad nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Hier so die Spannung herauszunehmen, fand ich äußerst unglücklich gestaltet. Gott sei Dank, steigerte sich die Spannung wieder, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. 

Das Buch lässt noch ordentlich Raum für weitere Bücher und um die möchte ich auch bitten. Diesmal allerdings mit einer etwas kürzeren Einleitung: 8 von 10 Punkten.


Verlag: Penhaligon
erschienen: 2013
Seiten: 384
ISBN: 978-3764531201



Rezension // Thorsten Saleina - Shades of Christmas: Die Lust an Weihnachten von SONJA


Shades of Grey war gestern - nun ist Weihnachten mit all seinen Sünden, Verlockungen und Gelüsten dran....

Ich habe mich kringelig gelacht. Hier gibt es Weihnachtsgänse, die gans schön sexy sind, Weihnachtsmänner, die die Rute auch gern mal spüren möchten, Verlockungen der kulinarischen Art und noch einiges mehr.

Die Zeichnungen sind farbenfroh und sehr schön gefertigt. Da bleibt kein Auge trocken. Danke Corinna für dieses tolle Geschenk! 10 von 10 Punkten für diese originelle und häufig auch doppeldeutige Idee.

Verlag: Coppenrath:
erschienen: 2013
Seiten: 48
ISBN: 978-3649615941


Rezension // Norbert Golluch - Das Weihnachtssammelsurium: Kurioses. Lustiges. Wissenswertes von SONJA


Alles über Weihnachten! Kurioses, lustiges, wissenswertes und unterhaltsames Wissen zum Weihnachtsfest.

Anfänglich war ich skeptisch. Brauch man so ein Buchpräsent? Ja, man braucht es. Denn die Informationen waren wirklich interessant und haben die Weihnachtstage wundervoll untermalt.

Hier wird berichtet, wie die einzelnen Nationalitäten Weihnachten feiern und welche Ursprünge und Gründe für die Unterschiede vorliegen. Er wird der Barbaratag und die rote Nase von Rudolph erklärt. 

Natürlich gibt es auch ein bisschen Statistik: der größte Baum, die größte Krippe, Schenk- und Kaufverhalten, beliebteste Weihnachtslieder, -filme etc.

Bei den Liedern und Filmen fiel mir allerdings auf, dass einige beliebte Klassiker fehlten. Gründe waren hierfür nicht ersichtlich. Vielleicht lag es an den Rechten für Zitate etc.? Dennoch Punktabzug dafür.

Auf dem Coverfoto kommt leider nicht deutlich raus, dass die einzelnen Figuren leicht erhaben sind und glitzern. Das fand mein Sohn besonders schön. Er hat sich auch einzelne Sachen aus dem Buch vorlesen lassen. Für das nächste Jahr also eine schöne Empfehlung: 8 von 10 Punkten.


Verlag: arsEdition
erschienen: 2011
Seiten: 124
ISBN: 978-3760750811


Samstag, 21. Dezember 2013

Rezension // Abby Clements - Ein Kuss unter dem Mistelzweig von SONJA


Rachel und Laurie sind beste Freundinnen seit ihrer Schulzeit. Doch leider haben sich die beiden durch ihre unterschiedlichen Werdegänge auseinander gelebt: Laurie lebt im stressigen London und ist für eine trendy Modefirma tätig. Rachel lebt auf dem Land und ist Hausfrau und Mutter. Als vor Weihnachten Rachels Schwiegermutter in ein Krankenhaus muss, tauschen die beiden kurzer Hand die Wohnungen. Dieser Tapetenwechsel hat für alle ungeahnte Folgen.

Hektische Singlefrau mit Pech in der Liebe (?) wird auf das ruhige Land verbannt. Alles scheint aussichtslos und langweilig. Bis Laurie einen Weg findet, die ländliche Idylle zu genießen und die sonderbaren Dorfbewohner als angenehme Gesellschaft empfindet. 

Rachel dagegen, der bislang Familie über alles geht, fängt an, über eine mögliche berufliche Karriere nachzudenken. 

Dieser Tapetenwechsel führt dazu, dass allerhand Irrungen und Wirrungen aufgelöst werden und ist absolut stimmig. Die Weihnachtszeit ist hier nicht kitschiger Hintergrund,  sondern lediglich ein Grund für Kochen, Backen und Zusammentreffen mit lieben Menschen. Ein bisschen Liebe für Laurie ist natürlich dabei, aber auch der Aspekt der Familien von Rachel und Laurie wird hier sehr groß geschrieben.

Das Cover finde ich besonders gelungen, auch wenn ich es mir nur kurz angeguckt habe, da ich hier zur Ebookausgabe gegriffen habe.

Ein wunderschöner Roman, den man auch ruhig nach Weihnachten noch lesen kann: 10 von 10 Punkten!

Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3442480203


Rezension // Anna Koschka - Mohnschnecke von SONJA

© Sonja Kochmann

Trotz des Happy Ends (?) in "Naschmarkt" ist Dotti wieder Single. Einfach so. Entfreundet über facebook. Zutiefst betrübt, schafft es Dotti kaum ein Buch zu Ende zu Lesen. Schließlich greifen ihre Freundinnen ein und verordnen eine Mauerblümchentherapie und Dotti muss daten. Als dann noch ein geheimnisvolles Rezeptbuch über Backrezepte zum Liebesglück auftaucht, beginnt erneut eine Schnitzeljagd für Dotti.

Genial!!!
Dotti kann es einfach oder besser gesagt Anna Koschka (alias Claudia Toman). Die Mischung aus der schrulligen Hauptfigur Dotti, die eine leichte bis schwerwiegende Bindungsangst hat und Vergleichen/Metaphern aus Film, Fernsehen und Musik ist absolut stimmig. Ich habe in dieser Form noch nie etwas gelesen. Beide Bücher sollte man verständnishalber in der richtigen Reihenfolge lesen und sind einfach nur empfehlenswert.

Die Nebenfiguren sind abwechslungsreich gestaltet und jeder Dialog ist zum Schmunzeln. Ich liebe Annili, Lady Lydia und und und

Dottis literarische und emotionale Schnitzeljagd erhält hier den momentan beliebten Aspekt des Essens bzw. Backen. Denn Liebe geht schließlich durch den Magen. Doch dieser von einigen Autoren derzeit verwendete Bezug ist wunderschön umgesetzt worden: Hier gibt es Rezepte am Kapitelende, die fast schon kleine Kunstwerke sind. (In einer von mir kürzlich entdeckten Rezension wurde hier die Schriftgröße kritisiert. Dies konnte ich bei bei dem von mir gelesenen ebook nicht feststellen.)

Twitter, facebook und instagram spielen eine große Rolle, so dass man an manchen Stellen schon lachen muss. Sind wir alle schon so verrückt nach dem multimedialen Faktoren unseres Alltages? Vermutlich ja. Der Vergleich von Liebe/Beziehung mit einem App ist einzigartig und daher vergebe ich 10 von 10 Punkten.


Verlag: Knaur TB
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3426511381


Rezension // Mona Hanke - Fucking Munich: Heiße Geschichten aus der Weltstadt mit Herz von SONJA


Das Buch enthält mehrere erotische Geschichten: ein Polizist und eine Reporterin auf Abwegen, eine Leibesvisitation am Flughafen, SM-Spiele im historischen Flair....

Vermutlich hätte ich zu diesem Buch nie gegriffen, wenn ich von der Autorin nicht nicht schon einige andere Bücher gelesen hätte. Herausforderung ist hier jedoch, die Autorin überhaupt zu erkennen, da diese über eine Vielzahl an Pseudonymen (s.a. Interview) verfügt.

Auch muss ich zugeben, dass Rowohlt für mich nicht grad zur Sparte der Verlage gehört, die sich durch schöne Erotikromane hervorgetan haben. Das Cover wirkt steril und etwas plump, so dass ich nach einigen schiefen Blicken das Buch dann in eine Schutzhülle eingetütet habe (Hier zeigt sich einmal wieder der Vorteil von Ereadern.)

Die Geschichten sind vielseitig in der Thematik (Krimi, Gay, SM)  und mit knackigen erotischen Szenen und Protagonisten versehen. Ein wahrer Leseschmaus. 10 von 10 Punkten mit Abzügen in der B-Note für das Cover ;)


Verlag: Rowohlt
erschienen: 2013
Seiten: 256
ISBN: 978-3499244322



© Sonja Kochmann


Dienstag, 17. Dezember 2013

Rezension // Alan Bradley - Flavia de Luce: Schlussakkord für einen Mord von SONJA

© Sonja Kochmann

Flavia hat mal wieder alle Hände voll zu tun: Als ihr bei der Gruftöffnung eines Kirchenheiligen auf einmal die "relativ frische" Leiche des Kirchenorganisten in einer Gasmaske entgegen blickt, ist ihre detektivische Spürnase wieder einmal aktiv.

Flavia radelt und radelt auf ihrem Fahrrad Gladys durch die Geschichte. Was bislang zum Alltag von Flavia gehörte (schließlich spielt die Geschichte in der Nachkriegszeit in England), fiel mir hier doch irgendwie vermehrt auf. Kilometer um Kilometer legt sie wischen den einzelnen Buchszenen zurück und es hätte doch hier ein bisschen gekürzt werden dürfen.

Die doch so wichtigen und spritzigen Dialoge zwischen Flavia und ihrer Familie fallen hier doch recht gering aus. So dass ich schon ein bisschen enttäuscht war.

Flavia findet jedoch einen Partner bei ihren Ermittlungstätigkeiten, der doch die ein oder andere interessante Dialogszene beisteuert. Hier kommt der geniale englische Humor durch, der meiner Meinung nach in der Vorbänden ein bisschen besser gelungen ist.

Erst im letzten Viertel fährt Flavia zur absoluten Höchstform auf und der Mord klärt sich in all seinen (medizinischen und chemischen) Facetten auf. Da die anderen Bände durch Dialoge, Zynik, chemische und mörderische Finessen ein Tick besser gelungen sind, vergebe ich 7 von 10 Punkten. Ich würde jedoch jederzeit wieder zu greifen, sofern der Autor die Reihe weiterschreibt. (Dies will ich doch sehr hoffen, denn das Buch endet mit einem Cliffhanger bezüglich Flavias Familie.)


Verlag: Penhaligon
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3764530990


Montag, 9. Dezember 2013

Rezension // Anne Rice - Interview mit einem Vampir: Claudias Story von SONJA


Claudia erlangte durch den Vampir Lestat Unsterblichkeit. Doch leider machte Lestat sie zum Vampir, als sie noch ein kleines Mädchen war. Obwohl sie Jahrzehnte glücklich und zufrieden mit ihren "Vampirvätern" Lestat und Louis ist, wird sie in ihrem Mädchenkörper erwachsen. Unzufriedenheit und Blutgier prägen fortan ihr Leben.

Eigentlich bin ich kein Comicleser, aber die Aufmachung und auch die Geschichte von Claudia haben mich neugierig gemacht.

Das Buch ist in einer edlen Aufmachung gestaltet: mattierter Umschlag, dickes schweres Papier und ein schöner Einband. Sprich: nicht einfach ein Comic. Die Bezeichnung - ein edler Bildband - trifft hier wohl eher zu.

Denn die Comiczeichnungen sind wunderschön. Die cremefarbenen Zeichnungen verdeutlichen das Alter der Vampire. Lediglich Blut und Feuer werden in den realistischen Farben zur Verdeutlichung der Dramatik hervorgehoben.

Die Geschichte um Claudia hatte ich durch die Verfilmung noch dunkel in Erinnerung und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. In einigen Bildern im letzten Drittel ist auch eine Prise Erotik enthalten.

Claudias missliche Lage im Körper eines Kindes gefangen zu sein, wird schön dargestellt: 8 von 10 Punkten. (Für Liebhaber des Genre Comic vermutlich aber eher eine runde 10.)

Verlag: Carlsen
erschienen: 2013
Seiten: 226
ISBN: 978-3551782496


Donnerstag, 5. Dezember 2013

Rezension // Noel Hardy - Der Advent, in dem Emma ihren Schutzengel verklagte von SONJA


Emma hat die Nase gestrichen voll. Alles in ihrem Leben geht schief, als sie nach einem Unfall knapp mit dem Leben davon kommt, beschließt sie, ihren Schutzengel zu verklagen. Als dann ein gut aussehender Kerl vor ihr steht, der behauptet, sich verteidigen müssen, kommt eine andere Reihe von Verkettungen in Gang.

Nach der Leseprobe war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das Buch etwas für mich ist. Es erschien mir sehr gestückelt und nicht schlüssig.

Die Neugier siegte jedoch und ich lud das ebook. Gott sei Dank. Oder bleiben wir gleich weihnachtlich: der Herr sei gepriesen. 
Es stellte sich heraus, dass die Leseprobe durch massive Kürzungen verschandelt wurde:

Emma ist ein kleiner Pechvogel und man muss bei dem ganzen Pech einfach schmunzeln und mit leiden. Die Idee den "schlampigen" Schutzengel Murat (!) zu verklagen, ist einfach genial. Eine lustige,zynische Szene jagt die andere. Hier werden Anspielungen auf Religion und Menschlichkeit gemacht ohne diese zu arg durch den Kakao zu ziehen. 

Wer also ein Buch in der Weihnachtszeit zur Hand nehmen will, um in die richtige heitere Weihnachtsstimmung zu kommen, der sollte hier unbedingt zu greifen. 

Ein bisschen nachdenklich kann man allerdings trotz des humorvollen Erzählstils werden, denn wie viel Schutz braucht man von einem Schutzengel und ab wann ist man seines Glückes Schmied?

Ich habe beschlossen, dass Buch nochmals als Taschenbuch am Nikolaustag zu verschenken. 10 von 10 Punkten für dieses kurze Weihnachtsschmankerl mit genialem Buchtitel.

Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Seiten: 224
ISBN: 978-3453410381

Rezension // Holly Greene - Das Glücksarmband von SONJA


Molly arbeitet in einem Second Hand Laden der gehobenen Klasse. Eines Tages findet sie in einer Jackentasche ein Glücksarmband. Da sie selbst ein solches Armband besitzt, das ihr auch lieb und teuer ist, beschließt sie die Besitzerin ausfindig zu machen, um ihr dieses zurück zu geben. Doch diese Suche beginnt etwas Besonderes zu werden....

Molly hat viel erlebt im Leben. Ihre einzelnen Stationen im Leben - gute wie schlechte - sind durch ihre Armbandanhänger gekennzeichnet. Eine Romanheldin, bei der nicht alles glatt läuft und die sich wunderbar in ihre Mitmenschen einfühlen kann. Sie selbst kommt dabei nur leider zu kurz. Doch durch die Suche nach der Besitzerin des Armbandes gerät sie ins Grübeln. 

Was ist tatsächlich wichtig im Leben? Ihre Mutter, ihr Sohn, ihre Chefin, ihr unverlässlicher Exmann und einige aufgestöberte Personen bilden eine stimmige Gruppe um Molly, die ich bereits nach ein paar Seiten ins Herz geschlossen habe.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber die Autorin hat es geschafft, dass sich alles harmonisch ineinander fügt.

Das Buch spielt zeitlich in der Vorweihnachtszeit bis Sylvester in New York, so dass ich vor meinem geistigen Auge die funkelnden Lichter New Yorks hatte, die man so aus dem TV kennt.

Ein empfehlenswerter Roman für die Weihnachtszeit, für Leser, die was "mit Herz" suchen und für Männer ein geeignetes Mitbringsel, wenn es nicht für einen Charm reichen sollte oder der Anhänger so klein aussieht, dass man(n) noch etwas dazu schenken will. TOP - volle Punktzahl!


Verlag: Rowohlt
erschienen: 2013
Seiten: 464
ISBN: 978-3499267239


Mittwoch, 20. November 2013

Rezension // Inka Loreen Minden - Ice: Warrior Lover von SONJA


Veronica, die Tochter eines Senators, kehrt mit ihrem neuen Bodyguard Ice, nach New World City zurück. Ihr Vater hat Großes mit ihr vor und will für sie einen Platz im Regime. Doch Veronica, die bereits Zweifel am praktizierten Unrecht des Regimes hegt, findet den Warrior Ice immer anziehender. Als beide für das Regime ihre Gefühle und Neigungen unterdrücken sollen, passiert.... 

Vorab: Die beiden Vorbände Jax und Crome sollten zum besseren Verständnis unbedingt gelesen werden. Der dritte Band Ice stellt einen würdigen Abschluss dar, welchen ich persönlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen habe. Denn diese Jungs sind wirklich Klasse: Eingebettet in eine dystopische aktionreiche Handlung räkeln sich die Jungs mit toughen Heldinnen durch die Laken. 
Ich hoffe daher, dass die Autorin eine Möglichkeit findet, neben den bereits angekündigten Bonusstories um Storm und Nitro noch ein bisschen weiter zu schreiben.

Besonders gelungen, fand ich auch das humorvolle erotische Abschlusskapitel, in das ein gelungener "Vogelwitz" und ein Witz auf Kosten von Tarzan und Jane gekonnt eingeflochten wurde. Lest die Trilogie (?) doch einfach selbst.

Für diesen Hattrick vergebe ich erneut 10 Punkte!


Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

erschienen: 2013
Seiten: 236

ASIN: B00GIUAM8Q
ISBN: 978-1493737406

Montag, 18. November 2013

Rezension // Kristina Ohlsson - Aschenputtel von SONJA

© Sonja Kochmann

Während eines Zwischenstopps in einem Bahnhof werden Mutter und Tochter getrennt. Als die Mutter den Zug wieder erreicht, ist das Kind verschwunden. Das schwedische Ermittlerteam aus Alexander Recht und Frederika Bergman versucht, das Kind zu finden. Doch dann verschwindet ein zweites Kind.

Nach der Lesung zum dritten Teil "Sterntaler" beschloss ich die Reihe um Frederika Bergman in der richtigen Reihenfolge zu beginnen.

Aller Anfang war schwer. Ich hatte etwas Mühe mich mit der kühlen reservierten Art von Frederika anzufreunden, obwohl dies vermutlich genau Ziel der Autorin war. Denn hier bilden Polizisten und eine Akademikerin ein Ermittlerteam. Genau dies ergibt unterschiedliche Sichtweisen, die auch dem Leser auffallen (sollen?).

Auch die übrigen Ermittler haben alle "ihr persönliches Päckchen" zu tragen. Diese Einführung dauerte mir ein wenig zu lange. Doch dann wurde die Spannung ab der Mitte des Buches rasant. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da ich ja nichts verpassen wollte. Die Ermittler raufen sich zusammen und finden natürlich den Bösewicht, der durch einige literarische Finten tatsächlich erst in den letzten Kapiteln entlarvt wird.

Da die Opfer hier Kinder sind, ist dieses Buch jedoch nichts für schwache Nerven von Eltern: 7 von 10 Punkten für den Start der schwedischen Thrillerreihe.

Verlag: Limes
erschienen: 2011
Seiten: 496
ISBN: 978-3442375806


© Sonja Kochmann



Rezension // Rebecca Gablé - Das Haupt der Welt von SONJA

© Sonja Kochmann

Brandenburg 929: König Heinrich I nimmt während einer Schlacht die Fürstenkinder Tugomir und Dragomira gefangen. Während Dragomira Geliebte des Prinzen Ottos wird, folgt Tugomir seiner inneren Stimme und wird Heiler und Fürsprecher seiner slawischen Mitgefangenen. Als Otto selbst den Thron besteigt, hat dieser einige Feinde gegen sich und muss Intrigen und Kriege überstehen. Die Schicksale der Drei sind miteinander verflochten.

Als großer Fan der Waringham-Reihe war ich gespannt und wurde erst einmal durch die Vielzahl der slawischen Namen erschlagen. Nachdem ich mich nach circa 80 Seiten eingewöhnt hatte, fand ich Liebe, Intrigen, Rache, Krieg und Frieden wieder einmal gelungen.

Ein echter Gablé:

Tugomir ist hin und hergerissen zwischen seinen slawischen Wurzeln, die hier sehr schön durch die Heilkünste  und die sächsischen christlichen Geiselnehmern unterstrichen werden. Dadurch ist er eine hervorragende Wahl als Hauptfigur Einblick in beide Seiten (Sachsen und Slawen) zu geben.

Die Intrigen und Kriege ausgelöst durch Ottos Bruder Henning fand ich etwas anstrengend und auf den letzten 200 Seiten sogar etwas ermüdend. Dies mag auch dran gelegen haben, dass mir die Geschichte um Otto nicht so präsent war wie zum Beispiel die Geschichten um Heinrich den VIII. und seine Liebeleien. Die Aufklärung kam zwar durch die Autorin im Nachwort selbst, konnte jedoch nicht so ganz über die Durststrecke am Ende hinweg helfen. Auch fehlte mir der Glanz des englischen Hofes.

Daher vergebe ich 7 von 10 Punkten.

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2013
Seiten: 864
ISBN: 978-3431038835



Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann

Dienstag, 12. November 2013

Rezension // Inka Loreen Minden - Secret Passions : Opfer der Leidenschaft von SONJA


Im London des 19. Jahrhunderts werden Adlige auf offener Straße ermordet  Alle haben ein Geheimnis: Sie begehren Männer! Detective Derek Brewer ermittelt im "Herrenclub" und trifft dort auf den "noch" unerfahrenen Earl Simon Grey. Beide sind trotz der tödlichen Gefahr angetan voneinander.

Bislang hatte ich aus dem Genre der sogenannten "Homoerotik" erst ein Werk (auch aus der Feder von Inka Loreen Minden) gelesen. Dies viel relativ harmlos aus, da mir ein Part harmlos erschien (s. Rezension zu Beim ersten Sonnenstrahl). So kam es, dass ich nach einem kleinen Austausch mit der Autorin zu Secret Passions gekommen bin.

Hier geht es recht fix zur Sache. Auch wenn Simon ein unerfahrener Partner für Derek darstellt, lässt er sich jedoch voll auf diesen ein. Die Sexszenen sind glaubhaft und stilvoll geschildert, so dass man(n) - in meinem Fall jedoch frau (genau genommen sogar heterofrau - dies sogar recht ansprechend fand.

Die historische Umgebung mit Kriminalfall wurde spannend gestaltet und aufwendig recherchiert  so dass der erotische Roman auch zu einem spannenden Leseabend beigetragen hat. 

8 von 10 Punkten.

Verlag: Dead Soft Verlag
erschienen: 2011
Seiten: 280
ISBN: 978-3934442818


Rezension // Robin Gold - Die Liste der vergessenen Wünsche von SONJA


Claras Leben scheint mit dem unerwartetem Tod ihres Verlobten zu enden. Doch als sie bei einem Besuch bei ihrer Mutter eine Liste aus Kindertagen findet, gerät sie ins Grübeln. All diese Dinge fand sie einmal wichtig und wollte sie bis zu ihrem 35. Geburtstag erledigt haben. Die Liste wird nun für Clara ein Weg zurück ins Leben.

Als ich den Klappentext gelesen habe musste ich doch gleich an eins meiner Lieblingsbücher Jill Smolinski - Die Wunschliste denken. Dies bedeutet natürlich hohe Erwartungen an ein Buch. Das Buch ähnelt in den Grundzügen schon "Der Wunschliste" doch gibt es ein paar gravierende Unterschiede:

Was passiert, wenn man die Liebe seines Lebens verliert und man doch so viele Träume von der gemeinsamen Zukunft hatte? Ich gebe zu, dass ich bei Büchern eigentlich nicht nah am Wasser gebaut bin, doch hier schafft es die Autorin, die Gefühle Claras mit all ihrer Verzweiflung wiederzugeben.

Dies spricht eigentlich doch sehr für ein extrem trauriges Buch, oder? Aber hier wird getrickst, denn die Familienmitglieder und auch Lincoln, ein Freund, der an Bedeutung gewinnt, haben viel Charme und führen einige Dialoge, bei denen man ins Schmunzeln kommt.

Auch die Liste ist nicht einfach irgendeine Liste, sondern es sind Wünsche eines Kleinkindes: hier soll zum Beispiel eine vergrabene Blockflöte gefunden oder ein Lebkuchenhaus gebacken werden.

Ein solches Buch schreit natürlich nach Taschentüchern, Herz und Happy End. Ich vergebe volle Punktzahl (10 Punkte) für die emotionale Achterbahnfahrt, die mich teilweise selbst ins Grübeln gebracht hat.


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3764504847

Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann

Montag, 4. November 2013

Lesung // Kristina Ohlsson - Sterntaler von SONJA

Herbstzeit ist Krimi- und Thrillerzeit. Denn wenn es draußen dunkel wird, ist es besonders schön mit einer warmen Decke und einer heißen Tasse Tee versunken in ein spannendes Buch auf der Couch zu sitzen.

Daher war ich besonders neugierig auf die Lesung mit Kristina Ohlsson, von der ich bislang zwar die blutrünstigen Cover und die "Märchentitel" wahrgenommen hatte, aber noch kein Buch gelesen habe.

Durch den Abend führte Günter Keil und den deutschen Part las Nina Petri, mit einer mitreißenden Stimme.


© Sonja Kochmann


Der Abend wurde mit dem Hinweis eröffnet, dass die Autorin zwar aufgrund ihrer Schulbildung deutsch versteht, aber außer der Begrüßung die Fragen lieber auf englisch beantwortet  Dies fand ich sehr interessant, da es mir mit meinem Englischkenntnissen ähnlich geht. Auch hat sie am Bahnhof von Hannover die Ernst August Figur gleich erkannt, da ihre Mutter eine große Anhängerin der Klatsch- und Tratschzeitungen ist.

Kristina Ohlsson hat gegenüber so manchen Autoren einen entschiedenen Vorteil. Sie kennt die Polizeiarbeit: Denn sie hat früher im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium als Expertin für EU-Außenpolitik und Nahostfragen, bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde in Stockholm und als Terrorismus-Expertin bei der OSZE in Wien gearbeitet. Nun muss man sich ihre Arbeit dort allerdings so vorstellen, dass sie am Schreibtisch gesessen hat und keinen wilden Verfolgungsjagden durch Stockholm nachgegangen ist.

Ob Männer oder Frauen die besseren Ermittler seien, ließ die Autorin schmunzelnd offen. Allerdings erklärte sie den Unterscheid zwischen Polizisten und akademischen Ermittlern: Polizisten sehen einen Baum und noch einen Baum und noch einen. Akademiker fragen sich, was es für Baumarten sind, die sie sehen.

Viele ihrer Kollegen lesen ihre Bücher und unterstützen sie bei der Namensfindung und geben ihr nach wie vor ein positives Feedback. Als sie mit ihrem ersten Buch Erfolg hatte, hat sie ihren Job aufgeben und hat dies nie bereut, da es sich um einen lang ersehnten Traum handelte.
Sie war bereits als Kind eine ausgeprägte Leseratte, so dass ihre Mutter sie im Alter von 10 Jahren ständig ermahnte, dass diese ständige Leserei und auch Schreiberei zu nichts führen würde. Die Autorin lachte an dieser Stelle sehr offen und meinte Fehler passieren. "Lassen sie ihre Kinder lesen."


© Sonja Kochmann


Also liebe Buchfreunde: Eine von uns hat es geschafft. "Eine von uns" trifft es wirklich. Ich habe schon viele Autoren bei Lesungen erlebt und ich fand Frau Ohlsson sehr offen, freundlich und auf dem Boden geblieben. Jemand der es geschafft hat, sein Hobby zu seinem Beruf zu machen. Respekt!

Witzig fand ich auch, dass Kristina Ohlsson ihren Part auf schwedisch vorgelesen hat. Der Klang dieser Sprache ist doch erheblich anders. Allerdings gebe ich zu, dass mir diese Passagen teilweise etwas zu lang waren. Dies erging nicht nur mir so, denn im Publikum saßen genau 3 Leute die schwedisch sprachen und wenn man in die Gesichter der Zuhörer schaute, merkte man, dass die Leute aus Mangel der Sprachkenntnisse ein wenig gelangweilt waren. Dies änderte sich jedoch schlagartig,als Nina Petri mit ihre rauchigen Stimme die deutschen Passagen las. Sehr mitreißend und sehr sympathisch.


© Sonja Kochmann


Das vorgestellte Buch "Sterntaler" ist ein sehr blutiges Buch, bei dem laut Autorin die blutige Szene zuerst entstanden ist. Diese wurde am Anfang ohne Kommentar vorgelesen und ich musste gleich an die Legende der Snuff-Filme denken. Diese war hier auch tatsächlich Ursprung für den Roman.


© Sonja Kochmann


Auch der Aspekt, dass Kinder- und Jugendbuchautoren immer nett erscheinen, wurde hier mit berücksichtigt. Wer hätte Astrid Lindgren denn schon einen Mord zugetraut? Die Dreh- und Angelpunkte wurden hier natürlich nicht verraten, aber das Buch interessiert mich nun sehr. Allerdings werde ich die korrekte Reihenfolge lesen, da sich die Ermittler von Buch zu Buch weiterentwickeln. Hier wurde auch bereits gedroht, dass man nie weiß, wie es den "armen" Ermittlern im Buch Nr. 4 ergehen wird.


© Sonja Kochmann


Man hat jedoch gemerkt, dass Frau Ohlsson, Astrid Lindgren verehrt und ihr am liebsten einen Nobelpreis verleihen würde. Denn diese Bücher seien zeitlos und werden immer noch gelesen. Sie selbst schreibt übrigens auch Kinder- und Fachbücher, die voraussichtlich in Deutschland erscheinen werden.

Für einen Thriller benötigt sie übrigens nur 7 bis 8 Wochen, denn ein Manuskript ist wie ein guter Freund und ist immer dabei. Das Ende eines Buches ging sogar in der Vergangenheit mit auf Jerusalemreise und wurde dort fertiggestellt. Viele Dinge ergeben sich beim Schreiben und aufgrund der kurzen Fertigstellungsphase schreibt sie mindestens 3 Kapitel am Tag. Sie könne sich gar nicht vorstellen "nur" eine Seite pro Tag zu schreiben, da man ja sonst aus den Szenen herausgerissen würde.

Ein gelungener Abend, der Lust auf Thriller und auf weitere Lesungen in der gemütlichen Buchhandlung Leuenhagen und Paris macht. Danke.


© Sonja Kochmann


Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension // Lauren Weisberger - Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück von SONJA

© Sonja Kochmann

Acht Jahre sind seit dem Ausscheiden von Andy aus dem Assistententeam von Miranda Priestly vergangen. Sie hat sich ein neues Leben als Herausgeberin eines Hochzeitsmagazins, als Ehefrau eines New Yorker Geldadligen und als Busenfreundin ihrer ehemaligen Feindin Emily erarbeitet. Doch Miranda zieht weiter ihre Kreise...

Ich hab "Der Teufel trägt Prada" nicht gelesen, sondern lediglich den Film gesehen. So kam es, dass ich konkrete Vorstellungen von Andy (Anne Hathaway) und Miranda (Meryl Streep) hatte. Auch habe ich mir aufgrund des Klappentextes spritzige und bissige Dialoge zwischen Andy und Miranda versprochen.

Doch es passierte einfach NICHTS. Das Buch plätschert einfach so dahin. Es wird berichtet, wie Andy und Emily sich angefreundet haben, wie sie ihren Mann kennen lernt, sie sich verloben, heiraten, was sie erlebt bei ihrer Zeitungsgründung, welche Leute sie trifft.....

Zwischendurch träumt sie "posttraumatisch" ein bisschen von Miranda, sieht sie auf Parties von Weitem und wieder NICHTS. Irgendwann streckt Miranda ihre Fühler aus, aber dies wirkt sich nicht durch Dialoge oder großartige Szenen mit ihr aus, sondern durch Kontakt mit ihren neuen Untergebenen. Wieder NICHTS Besonderes. 
Zum Ende taucht sie ein/zwei Mal auf, aber dies als Rache und Rückkehr zu verkaufen, ist wohl etwas happig. Andys Leben verändert sich zwar dadurch drastisch, aber mir hat dies unter dem Aspekt "Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück" nicht gefallen und ich war enttäuscht. 
Das Buch hat unter dem Aspekt "Das Leben von Andy" sicherlich nette Züge, aber es reicht für eine gute Bewertung nicht: 4 von 10 Punkten.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3442542871


Gesehen am Frankfurter Bahnhof 2013 
© Sonja Kochmann



Montag, 21. Oktober 2013

Rezension // Maggie Stiefvater - Wen der Rabe ruft von SONJA


Blue gehört zu einer Familie aus Wahrsagerinnen. Doch sie selbst kann ihre Zukunft nicht sehen, sondern lediglich die Gabe ihrer weiblichen Verwandten verstärken. Sie hat daher stets die Pflicht an einem bestimmten Tag im Jahr die Namen der erscheinenden Geister zu notieren, denn diese Menschen werden innerhalb eines Jahres sterben. Doch nun passiert etwas Besonderes, Blue kann den Geist namens Gansey sehen. Dies lässt ihre eigene Prophezeiung, dass die Liebe ihres Lebens durch ihren Kuss sterben wird in einem anderen Licht erscheinen.

Ich habe dieses Buch durch eine vielversprechende Leseprobe bei vorablesen bekommen. Ich war aufgrund der Autorin sehr gespannt auf dieses Buch. Denn ersten haben die bereits erschienen Bücher viele Fans (Bislang habe ich noch keins von den anderen Büchern gelesen.) und zweitens fand ich den Aspekt sehr interessant, ob man bei ständigem Kontakt mit Prophezeiungen und Wahrsagungen sich dem Schicksal fügt oder dagegen ankämpft.

Das Buch wird zu 2/3 mit Personen überschwemmt. Sicherlich haben einige Personen interessante Charaktereigenschaften, aber viele Situationen werden aus verschiedenen Sichtweisen im Zusammenhang mit der eigenen Biografie der Protagonisten beleuchtet. Das war sehr anstrengend und langweilig. Denn es geschah eine ganze Weile NICHTS. Die Personen treffen aufeinander, sprechen über die "große Suche" und trennen sich wieder. (Zur "großen Suche" möchte ich hier aus inhaltlichen Gründen nichts weiter sagen.)

Ich war ein paar Mal versucht, das Buch abzubrechen. Als ich dann in einigen Buchforen erfuhr, dass es lediglich am Anfang langweilig sei, las ich weiter. Es wurde nicht besser. Die kleine Spannungsspitze von ca. 60 Seiten hat mich nicht von den Socken gehauen. Es kommt dann noch schlimmer, das Buch ist wohl die Vorbereitung für eine Reihe und es gibt keine zufriedenstellende Lösung. Die "große Suche" ist nahezu unerklärt und dadurch reizt es mich nicht wirklich zum Folgeband zu greifen, wenn er denn irgendwann mal erscheinen sollte.

Viel Gerede um den heißen - nein - lauwarmen Brei: 4 von 10 Punkten.

Verlag: Script5
erschienen: 2013
Seiten: 460
ISBN: 978-3839001530


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann




Rezension // Till Lindemann - In stillen Nächten von SONJA


Till Lindemann, Sänger und auch Schreiber der Liedtexte der Gruppe Rammstein, schreibt seit Jahren Gedichte und Verse. Nach "Messer" ist dies nun der neue Gedichtband.

Zu Rammstein und Till Lindemann wurde ich durch meinen Mann gebracht. Zwar kannte ich hier und da ein Lied, aber infiziert mit dem feurigen Rammsteinfieber wurde ich erst, als ich meinen Mann zu einem Konzert begleitet habe. Damals kannte ich nicht alle Lieder und habe daher besonders auf die Texte geschaut. Auch wenn mir nicht alle Lieder auf Anhieb gefallen haben, lohnte sich hier ein zweites oder drittes Mal "Hinhören". Reportagen und DVDs waren natürlich Pflicht und bei einer Reportage "Anakonda im Netz" fiel auf wie still, ruhig - fast schüchtern - Till Lindemann von sich und seiner Art zu arbeiten erzählt hat.

Das Buch "Messer" steht hier signiert und ich durfte auch schon reinlinsen. Um so neugieriger war ich nun, als das Buch "In stillen Nächten" in der Verlagsvorschau aufgetaucht ist.

Was erwartet einen Buchfan? Zunächst einmal muss man anführen, dass nicht unbedingt an den Texten erkennbar ist, dass es sich um Till Lindemann handelt. Denn durch die Medien haben ja viele ein vorgefertigtes Bild.

Thematisch sind die Verse natürlich nicht zum Auswendiglernen und Aufsagen unterm Tannenbaum geeignet, es sei denn die Zuhörer sind über 16, denn hier wird Sex, Tod, Mord und Co. genauso thematisiert wie Liebe, Liebeskummer (Du bist mir ins Herz geschlichen - Seite 48), der Sonnenaufgang (Hat der Tag den Mond getötet - Seite 63) und der Duft von Rosen. Auch zum Lachen gibt es einiges: So gibt es doch einen Reim über das Pinkeln ins Schwimmbecken. 

Erkennbar ist aber auf jeden Fall, dass Till Lindemann in seinem Leben einige Bücher in der Hand hatte, über einen großen Wortschatz und eine große Allgemeinbildung verfügt. 

Bebildert wurde das Buch von Matthias Matthies und diese Bilder haben mich teilweise ordentlich zum Staunen und Schmunzeln gebracht: Männchen mit hängendem Gemächt, Schwangere mit Raubtierfischen im Bauch; hier werden auch mal Brüste aufgepumpt. Die Zeichnungen sind teilweise überzogen bzw. detailgenau (ich sag nur: Haare am Sack). Eine andere Bebilderung hätte ich mir gar nicht vorstellen können.

Mit einigen Gedichten konnte ich viel anfangen, bei anderen fand ich die Doppeldeutigkeit genial und einige Wortspiele sind grandios. Es gab aber auch Gedichte, mit denen ich nichts anfangen konnte, aber ich denke, das ist abhängig vom Betrachter. 

Das Buch ist sehr abwechslungsreich  Daher 8 von 10 Punkten und ich gebe das Buch nun an meinen hibbeligen Mann weiter. Leider hat dieses keine Signatur von Till Lindemann. Vielleicht wäre das mal ein ordentlicher Gast für eine Buchmesse (oder als Sprecher für ein Hörbuch).


Wichtig
Dreimal täglich soll man essen
Post und pinkeln nicht vergessen
Weihnachten Pakete schicken
Einmal in der Woche f*****
(Seite 27)

P.S.: Für ein Präsent unterm Baum wäre das Buch auf jeden Fall geeignet.

Verlag: Kiepenheuer und Witsch
erschienen: 2013
Seiten: 160
ISBN: 978-3462045246


Rezension // Nora Roberts - Fliedernächte von SONJA


Ryder ist der kernige und kurz angebundene der drei Montgomery-Brüder. Er liebt es vor sich hin zu werkeln und hat für Hope, die Hotelmanagerin kaum ein nettes Wort übrig. Die hat das auch gar nicht nötig, denn sie steht mit beiden Beiden im Leben und kann dennoch Unterstützung gebrauchen, als ihr schamloser Ex auftaucht.Der Beschützerinstinkt von Ryder lässt da nicht lange auf sich warten.

Die inhaltliche Konstellation der drei Montgomery-Brüder und der drei Freundinnen lässt es kaum zu, die Vorbände "Rosenzauber" und "Lilienträume" auszulassen. Denn hier wird, wie man es von Nora Roberts gewohnt ist, geflirtet was das Zeug hält. Hinzu kommt, dass sich in der beschriebenen Kleinstadt Boonsboro alle helfen, so dass es dem Leser schwer fallen dürfte, erst hier in die Handlung einzusteigen.

Ich habe ordentlich auf diesen Band hingefiebert, denn aus den Vorbänden merkte man durch die zynischen Dialoge von Hope und Ryder durchaus, dass da "noch mehr geht"; hier aber zwei harte Brocken verkuppelt werden müssen: quasi das Finale der Trilogie.

Das Zusammenfinden der Paare und das Zusammenspiel der Familienmitglieder untereinander fand ich gelungen und ist "richtig was fürs Herz". Klasse, fand ich als Nebendarstellerin die Mutter der Montgomerys. Ihre Dialoge waren immer zum Schmunzeln.

Die Geistersuche findet ihren traurig schönen Abschluss und ich muss sagen, es hat irgendwie gepasst, obwohl ich es anfangs ein bisschen eigentümlich fand, in einer modernen Liebesgeschichte einen Geist, der kuppelt vorzufinden.

10 von 10 Punkten.


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 416
ISBN: 978-3442381456

© Sonja Kochmann

Rezension // J. D. Robb - Ein feuriger Verehrer von SONJA

INHALT:
Während Eve an einem Mordfall ermittelt, meldet sich die Organisation Cassandra und versucht durch Bombenattentate politisch Druck zu machen und Geld zu erpressen. Alles ist verworren, doch gehören die Fälle womöglich zusammen? Auch Roarkes Imperium scheint betroffen.


FAZIT:
Der nun mehr 9. Teil der Reihe um Eve Dallas macht es mir mit der Punktevergabe echt schwer.

Der Mord und die Erpressung waren mir persönlich zu verworren. Die Mordwaffe (Bohrmaschine) war zwar echt mal eine Abwechselung und rückblickend passt auch alles zusammen, aber ich fand es anstrengend zu lesen. Mir ist dadurch die Spannung verloren gegangen. 

Das Buch erschien ja schon vor einigen Jahren und als im Buch die Organisation Cassandra mit einem Sprengstoffattentat auf die Twin Towers droht, konnte Nora Roberts noch nicht ahnen, dass dieses Attentatszenario eines Tages tatsächlich viele Menschenleben kosten würde. Inhaltlich also nicht ganz von der Hand zu weisen.

Gut fand ich jedoch die persönliche Entwicklung der bereits bekannten Charaktere, denn endlich geht es mit Peabody und dem Ziel ihrer zynischen Spitzen weiter und auch Eve sieht ein, dass Roarke ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist.

Mehr kann man ohne zu spoilern eigentlich nicht verraten, aber die Reihe ist trotz der o.a. Kritik einen Griff ins Portemonnaie wert. Ich werde dennoch zeitnah zu Band 10 greifen, da Nora Roberts geschickt Spannung durch die Protagonisten aufbaut. 

6 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2005
Seiten: 560
ISBN: 978-3442360284


© Sonja Kochmann


Montag, 14. Oktober 2013

Bericht // Frankfurter Buchmesse 2013 von SONJA


© Sonja Kochmann

Am Samstag, den 12.10.2013 war es endlich soweit. Mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Nachdem ich schon zweimal in Leipzig war, war ich natürlich aufgeregt. Denn aus den Berichten der Blogger wusste ich ja: hier wird alles größer und voller sein.

Gut vorbereitet: Hallenplan, Tagesplaner, Presseausweis und natürlich Verpflegung im Gepäck startete mein Tag um 5 Uhr morgens. Am Hauptbahnhof traf ich meine tolle abwechslungsreiche Reisegruppe. Unsere Reisegruppe war lustig und laut, so dass wir guter Stimmung um kurz nach 10 Uhr in Frankfurt eintrafen. Was für ein Temperaturschock also schnell schnell zum Messegelände.


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Da wir doch unterschiedliche Interessen und Zeitpläne hatten, trennten sich unsere Wege.

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Als erstes habe ich den riesigen Stand der Randomhousegruppe gesucht, da ich dort mit Angelika Schwarzhuber verabredet war. Weil ich noch genug Zeit hatte, habe ich mich dort in Ruhe umgesehen und muss sagen, dass es ein schöner offener Bereich war. Hier gab es eine Menge zu sehen und auch einige bekannte Namen haben zu diesem Zeitpunkt gelesen (Jonathan Stroud, Hannes Jaenicke). Leider konnte ich aufgrund des Gedränges nicht alle fotografieren und bei der Signierstunde von Jonathan Stroud, stand ich zwar an, aber es wurden dann leider nicht alle Fans „abgearbeitet“, da der Autor noch weiter musste. Das fand ich schon ärgerlich und schlecht organisiert.

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Auf das Treffen von Angelika Schwarzhuber war ich sehr gespannt, da sich aufgrund meiner Rezensionen und meines Interviews ein loser Kontakt bei facebook ergeben hatte. Wir haben uns sofort erkannt und sind gleich ins Klönen über Bücher, Schreiben und Co. gekommen. (Als ob man sich tatsächlich schon immer so locker unterhalten hätte.)  Toll. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch und bin neugierig auf das angekündigte Meerschweinchen.

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Mit den Ansprechpartnern von Blanvalet ergaben sich sehr interessante Gespräche und meine Vermutung, dass sich ein Plünderungsversuch der Vitrine nicht lohnen würde, wurde mir bestätigt. Interessant fand ich, dass so etwas tatsächlich immer wieder versucht wird. 

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Danach lief ich zufällig Sina Beerwald in die Arme und auch hier muss ich sagen: locker, frisch und frei. Ich hätte noch stundenlang im Gang stehen können…..“Mordmöwen“ wurde von mir etwas höher auf den Stapel der ungelesenen Bücher gelegt, da ich nun noch neugieriger geworden bin.

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Durch Zufall war Ursula Poznanski schon vor der angekündigten Signierstunde am Loewestand, so dass ich durch besondere Fürsprache der Autorin zu einem signierten Rezensionsexemplar von „Die Verschworenen“ gekommen bin. Auch hier hatte sich im Vorfeld über facebook ein freundlicher Kontakt (Interview: HIER) ergeben, so dass es schön war, sich mal live und in Farbe zu sehen. Nochmals ein riesiges Dankeschön. 

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Weiter ging es (man merkt es war ein straffes Programm) zu dem Stand von egmont lyx an dem Michelle Raven und Stefanie Ross tapfer gegen Sehnenscheidenentzündung und Vergiftung durch Eddingdämpfte kämpften und Autogramme ohne Ende schrieben. Hier mal ein großes Lob an die Organisation. Der letzte Autogrammjäger in der Schlange erhielt ein Schild „Hier ist das Ende“ das solange die Zeit es zuließ, immer weiter gegeben wurde. Als die Zeit knapp wurde, wurde das Schild einkassiert und es musste keiner umsonst warten. Top. Obwohl ich keinen Gutschein hatte, hab ich „Luc“ von Stefanie Ross bekommen und darüber habe ich mich sehr gefreut, denn mit dieser Reihe liebäugle ich schon eine Weile.

© Sonja Kochmann
Leider habe ich einige Verlagsstände zeitlich auslassen müssen und auch eine liebe Käsekuchenland-Schreiberin habe ich in dem Gedränge nicht gefunden, aber es hat sich sehr gelohnt. Ich könnte mir aber vorstellen, nächstes Jahr auf einem Freitag zu fahren. 

© Sonja Kochmann
Vielen Dank an meine Reisegruppe für das kurzfristige „Dazubuchen“, den Autoren für das „offene Ohr“, die Autogramme und die Rezensionsexemplare, den Verlagsmitarbeitern für die meist gute Laune trotz der Horde an Buchsüchtigen.

© Sonja Kochmann
Bis zum nächsten Jahr! Sina, in Leipzig haben wir mehr Zeit füreinander.

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