Mittwoch, 27. Februar 2013

Rezension // Isaac Marion - Mein fahler Freund von SINA

Er heißt R, er isst mit Vorliebe das Gehirn eines Menschen und verbringt seine Freizeit damit, rumzutorkeln und zu stöhnen. Denn R ist ein Zombie. Kein gewöhnlicher Zombie, denn er denkt nach. Über seine Daseinsberechtigung und auch über die Zukunft. Als er bei einem Raubzug durch die Stadt auf Julie trifft, verändert sich sein Leben, ähm, sein Tod. Denn er verliebt sich in Julie und hat von da an nur eins im Sinn: bei Julie zu sein.

Das Cover weißt eigentlich auf ein Kinderbuch hin, dem ich persönlich aber widersprechen muss. Denn der Inhalt ist auf keinen Fall kindgerecht. Allein die Szenen, in denen Zombies über die Menschen herfallen, sind grausam beschrieben.
Auf dem Cover blickt uns ein Pärchen entgegen. Beide schauen eher böse, bieten aber einen schönen Anblick. Im Hintergrund steht R, der Zombie, mit grauer Haut, grau-gelben Augen und einem ausgemergelten Gesicht. Er ist gut angezogen mit schwarzem Anzug und roter Krawatte. Vor ihm steht Julie, blond und mit rotgeschminkten Lippen.

Innerhalb kürzester Zeit hatte ich dieses Buch gelesen, da es mich doch mächtig interessiert hat, wie ein Zombie denn so denkt.
Und der Autor hat das in herrlich sarkastischer Weise auch geschafft, zu vermitteln.

R ist kein gewöhnlicher Zombie, denn er denkt nach. Über sich, seinen Tod, seine Zukunft und vor allem darüber, ob er wirklich ein Zombie sein muss.

Sein übermächtiger Hunger auf Menschenfleisch lässt allerdings vermuten, dass er wie jeder andere Zombie handeln muss. Töten, um die Gier zu befriedigen.
Bis er auf Julie trifft, ein Mensch.

Und von da an fahren R's Gefühle Achterbahn. Er setzt alles daran, Julie zu gefallen und bei ihr zu sein.

Immer wieder verfällt R in Tagträume, was mich ein bisschen an die Arztserie „Scrubs“ erinnert hat, da die dortige Hauptfiguer J.D. auch immer in Tagträume verfällt und sich vorstellt, wie es denn sein könnte.

Der sehr leichte Schreibstil mit kurzen Sätzen macht es möglich, das Buch innerhalb kürzester Zeit zu lesen. Dem Lesevergnügen hat dies jedoch keinen Abbruch getan.


Das Buch wurde übrigens verfilmt unter dem Namen "Warm Bodies".

Fazit:
Eine etwas andere Liebesgeschichte, die teilweise an Romeo und Julia erinnert. Punkteabzug gibt es, weil manche Gefahren zu einfach überwunden wurden.


Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: Klett-Cotta
erschienen: 2010
Printseiten: 299
ISBN: 978-3-608-50129-2 

s.a. Bibliografie Isaac Marion

Dienstag, 26. Februar 2013

Rezension // Jay Asher - Wir beide, irgendwann von SINA

Nach "Tote Mädchen lügen nicht" war ich gespannt auf das neue Werk von Jay Asher. Und ich muss gleich vorneweg sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Denn es war einfach interessant umgesetzt.

Als die 17jährige Emma 1996 von ihrem Vater einen PC geschenkt bekommt, richtet sie sich gleich einen Internetzugang ein. Als sie eine Email-Adresse anlegt, wird sie aufgefordert, ihre Email-Adresse und ihr Passwort erneut einzugeben. Plötzlich öffnet sich eine Homepage namens "Facebook" und Emma sieht ihr Profil - jedoch 15 Jahre später.

Emma und Josh sind zwei sehr sympathische Charaktere. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich beide entwickeln und ihren Weg gehen.

Abwechselnd wird aus der Sicht Emmas und dann wieder aus Josh's erzählt. So lernt man die Gefühle und Empfindungen beider kennen und merkt, wie sie sich verändern. Und wie Emma zwingend versucht, ihre Zukunft zu ändern, da sie auf "Facebook" einen sehr unglücklichen Eindruck macht.

Die Schreibweise ist sehr einfach, jedoch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, ein eben so daher geschriebenes Buch zu lesen. Im Gegenteil - alles war durchdacht und Emmas Zweifel an der Zukunft kamen sehr gut zur Geltung.

Interessant hätte ich zu Ende noch ein abschließendes Kapitel gefunden, und zwar wie es Emma, Josh und ihren Freunden Kellan und Tyson denn nach 15 Jahren so ergangen ist. Aber so bleibt auch viel der Fantasie überlassen. Einige Fragen bleiben offen, jedoch müssen diese meiner Meinung nach nicht zwingend beantwortet werden.

Lustig fand ich die Tatsache, dass man sich im Jahre 1996 befindet und es für die Jugendlichen noch nicht so "in" war, viel Zeit mit dem Internet oder einem Handy zu verbringen. Im Gegenteil. Man traf sich noch für Aktivitäten wie Skaten, Lagerfeuerpartys, gemeinsame Shoppingtouren etc. Daran sollte man sich heute mal wieder erinnern.

Ich musste bei manchen Sachen lauthals lachen, weil sie für uns doch heute sehr selbstverständlich sind. So hat Emma auf ihrem "Profil" bei Facebook gelesen, dass sie eine "SMS verschickt" hat. Die 17jährige Emma grübelt danach, was denn eine "SMS" sei. Solche "Aussagen" gab es öfters. Das hat das Buch nochmals etwas aufgewertet.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch und eine schöne Liebesgeschichte.

10 von 10 Punkte.

Verlag: cbt
erschienen: 2012

Printseiten: 394
ISBN: 978-3-570-16151-7

s.a. Bibliografie Jay Asher

Montag, 25. Februar 2013

Rezension // Stefan Seitz - Das Unkrautland: Anuras Pforte von SINA

Mit dem Bilderbuch „Anuras Pforte“ liegt eine rätselhafte Vorgeschichte zu den bislang erschienen drei Bänden der Unkrautland-Reihe vor.

Es geht um einen geheimnisvollen See, der nach einem heftigen Gewitter plötzlich auftaucht und genauso plötzlich auch wieder verschwindet und jede Menge Fragen hinterlässt, die nicht so einfach zu beantworten sind. Doch diesmal ist die kurze Geschichte nicht aus der Sicht von dem Zauberer Primus erzählt, sondern aus Sicht eines kleinen Frosches namens Quinn.

Der kleine Frosch ist eigentlich nur neugierig, was sich in dem alten Haus mit dem windschiefen Turm befindet und stößt so auf Geheimnisse, Abenteuer und Verschwörungen und eben auf einen geheimnisvollen See, in welchem er einer kleinen Froschprinzessin aus der Patsche hilft.

Und dann passieren nur noch Dinge, die den kleinen Frosch verwirren.

Neben der Kurzgeschichte findet man auch ein paar Zeichnungen, die gleichzeitig geheimnisvoll und wunderschön sind. Sie passen wunderbar zu der Geschichte und unterstreichen die Story an den richtigen Stellen.

Stefan Seitz hat mit diesem Bilderbuch die Zeit bis zum neuen Roman überbrückt und gleichzeitig einen Einblick in seine Gedankenwelt gegeben.
Die 24 Seiten sind zwar schnell gelesen und mit 19,95 Euro ist das Buch auch relativ teuer, aber einen echten Unkrautland-Fan schreckt dies nicht wirklich ab.


Fazit:
Eine schöne Ergänzung zu den den bislang drei erschienenen Bänden.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Cleon Verlag
erschienen: 2012
Printseiten: 24
ISBN: 978-3-9813-1716-9

s. a. Bibliografie Stefan Seitz

Rezension // Jonas Jonasson - Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von SINA

Nachdem das Buch so hoch gelobt wurde, habe ich mich jetzt dran gewagt und bin kein bisschen enttäuscht. Im Gegenteil: die Geschichte ist einfach nur wunderbar chaotisch und herrlich durchgeknallt. Alles fängt damit an, dass Allan Karlson an seinem 100. Geburtstag die Nase voll hat und einfach aus dem Fenster seines Zimmers im Altersheim klettert, um der nervigen Schwester Alice zu entgehen, die ihn gleich zu seiner Geburtstagfeier abholen will. Und ab dort nimmt das Chaos seinen Lauf, denn Allan klaut einem jungen Mann seinen Koffer und fährt mit dem Bus ein paar Kilometer weit, um dann auf einer verlassenen Straße auszusteigen und im Wald auf Julius zu treffen, der ebenfalls die Schnauze voll von allem hat.

Bis zu dieser Stelle der Geschichte konnte ich noch nicht im Geringsten erahnen, was genau mit noch alles erwarten würde. Denn in dem geklauten Koffer befinden sich 50 Millionen schwedische Kronen und dann wird es rasant.

Abwechselnd wird von der Gegenwart erzählt, in der Allan und Julius dem Mann entkommen müssen, dem Allan den Koffer geklaut hat und von Allan's Vergangenheit, in welcher Allan alle möglichen Staatsoberhäupter der Welt getroffen und ihr Handeln durch seine ruhige und sehr trockene Art beeinflusst hat.

Ob er nun aus Versehen einem Kernphysiker, der mit Stalin zusammenarbeitete, verraten hat, wie man eine Atombombe baut, oder mit Truman zusammen zu Abend gegessen hat, ob Churchill, Mao Tse-Tung oder Albert Einsteins Bruder Herbert (*g*), Franco, Johnson, Fauchert oder de Gaulle, er hat alle gekannt und maßgeblich an allen möglichen schwierigen Entscheidungen teil genommen.

Dabei lässt der Autor seinen Humor einfließen, der mich teilweise laut zum Lachen gebracht hat. Denn der Autor ist sehr schwarz angehaucht und das finde ich persönlich einfach nur herrlich.

Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich, arbeitet der Autor doch mit viel indirekter Rede und lässt ein bisschen die Gefühlsbeschreibung außen vor. Doch trotzdem wusste man immer wieder, wie sich alle fühlen und was sie wohl dachten.

Die Hauptprotagonisten Allan und Julius sowie Benny, die Schöne Frau namens Gunilla und deren Elefant Sonja muss man einfach gern haben. Sie kommen zu Anfang alle sehr naiv rüber, aber schon bald merkt man, dass es alle faustdick hinter den Ohren haben. So konnte man nicht anders, als einfach weiterlesen und hoffen, dass es allen gut ergehen wird.

Sehr gut hat mir gefallen, wie der Autor geschickt die Vergangenheit Allan's mit zukünftigen Ereignissen verknüpft hat. Egal, welche Bekanntschaften er schließt, sie waren alle hilfreich für zukünftige Abenteuer und hatten immer irgendwie etwas miteinander zu tun.

Fazit:

Mein Februar-Highlight mit besondere Empfehlung meinerseits. Das Buch ist einfach ein Pageturner und sollte gelesen werden. 10 Punkte.

Verlag: carls book
erschienen: 2009
Printseiten: 416
Format: epub
ISBN: 978-3-641-05668-1

s. a. Bibliografie Jonas Jonasson 

Weitere Bücher des Autors
Die Analphabetin, die rechnen konnte (Rezension)

Rezension // Alexandra Pilz - Zurück nach Hollyhill (01) von SINA


Emily hat gerade ihr Abitur geschafft, als sie von ihrer Großmutter einen Brief erhält, den ihre Mutter kurz vor ihrem Tod geschrieben habt. Darin steht, dass Emily nach Dartmoor in England reisen soll, um dort das Heimatdorf ihrer Mutter, Hollyhill, zu besuchen. Emily weiß nicht, was sie davon halten soll, doch ihre Neugier siegt und sie macht sich auf, Hollyhill zu besuchen. Jedoch ist das Dorf auf keiner Karte verzeichnet. Als Emily in England Matt begegnet, nimmt dieser sie mit nach Hollyhill. Dort angekommen, benehmen sich alle sehr komisch. Vor allem Matt, der in Emily wirre Gefühle erzeugt...

Der Klappentext des Buches hat mich sehr angesprochen und auch das Cover finde ich sehr gelungen. Doch leider war ich letztendlich doch enttäuscht von der Geschichte.

Die ersten 100 Seiten dümpeln vor sich hin, bis endlich etwas Fahrt in die Story kommt. Doch auch dann war ich nicht richtig überzeugt. Dies lag daran, dass manche Szenen zu schnell abgehandelt wurden, Erklärungen nicht vollständig oder gar nicht vorhanden waren und teilweise Andeutungen gemacht wurden, die aber letztendlich nicht aufgeklärt werden.

Emily war mir von Anfang an sehr sympathisch, im Laufe der Geschichte musste ich meine Meinung jedoch revidieren. Sie hatte irgendwann eine Art an sich, die mich zugegebenermaßen ein bisschen genervt hat. Matt ist ebenfalls ein sympathischer Charakter, der einige Geheimnisse hat und mit diesen – verständlicherweise – nicht rausrücken will. Schließlich hat er Emily erst kennengelernt und muss sich vergewissern, ob er ihr trauen kann.

Bekanntlich geht es ja um Zeitreisen, also wurde das Rad nicht neu erfunden, jedoch neu durchdacht. Allerdings hätte das Buch ein paar Seiten mehr benötigt, um alles genau zu erklären. Denn so, wie die Zeitreise beschrieben wird, ist sie für mich nicht richtig nachvollziehbar.
Das Ende war mir persönlich einfach zu schnell, zu viele Fragen wurden offen gelassen. Da aber ein weiterer Teil geplant ist, gehe ich von aus, dass noch einige Erklärungen folgen werden.

Trotz allem hat mich die Autorin neugierig gemacht, wie es denn weitergehen könnte. Emily und Matt, die beiden Hauptcharaktere, haben noch einiges zu klären und Emily steht noch vor einer großen Entscheidung. Hier bin ich gespannt, was die Autorin im nächsten Band daraus macht und ob Fragen, die nach dem ersten Teil entstanden sind, geklärt werden.

Fazit:
Trotz ein paar negativer Punkte, fand ich die Story recht gut gelungen.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne fliegt
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3453534261

Sonntag, 24. Februar 2013

Rezension // Inka Loreen Minden - Der Freibeuter und die Piratenlady von SONJA


Kapitän Drake Ravenscroft sinnt auf Rache: Er hat eine offene Rechnung mit dem Piraten Blackbeard Bones und beschließt dessen Tochter Destiny zu entführen. Doch Destiny ist kein einfaches Entführungsopfer und weckt Erinnerung an seiner Vergangenheit und äußerst pikante Gefühle....

Sprachlich einfach top: Warum? Hier werden interessante Dialoge mit Erotik gepaart. Zwischen Drake und Destiny fliegen ordentlich die Fetzen und natürlich auch die Funken. Die historische Handlung hindert den erotischen Teil des Buches jedoch nicht an Abwechslung und Raffinesse. (Als kleines Beispiel für den Wortwitz - für alle die das Buch kennen oder noch lesen werden: Wie mag Drake seine Eier? An dieser Stelle hätte ich mir vor Lachen fast meinen Tee über den Ebookreader gekippt. Grandios. Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Erotikroman historische, actionreiche Elemente mit Erotik verbinden kann und dabei auch ein wenig geschmunzelt werden darf. Das Happy End ist ein Happy End für alle, so dass ich beinah geseufzt hätte.

Das Cover finde ich sehr gut gelungen und ansprechend für das Genre. Kein Nackenbeisser- und kein Obst- oder Blumencover!

Handlungstechnisch musste ich immer an die alten Piratenfilme mit Errol Flynn denken und fand auch die Handlung mit kleinen Piratenkabbeleien und der Suche nach.. (wird nicht verraten) gut. Daher vergebe ich 9 von 10 Punkten und würde mich auch von so einem Freibeuter entern lassen ;)

(Oder von einem Gladiator? Mit diesem Buch der Autorin liebäugel ich jetzt schon)


Verlag: Edition Sinneslust
erschienen: 2011
Seiten: 304
ASIN: B00501UPIG

Rezension // Lori Handeland - Wolfsdunkel von SONJA


Lake Bluff ist die Heimatstadt von Claire Kennedy. Nach einer grauenvollen Erfahrung in New York ist sie in das kleine Örtchen heimgekehrt und hat das Amt des Bürgermeisters von ihrem Vater übernommen. Passend zu einem Vollmondfestival tauchen eine Gruppe Zigeuner mit dem geheimnissvollen Malachi Cartwright auf. Gleichzeitig verschwinden Menschen und obwohl es in der Gegend keine Wölfe mehr gibt, ertönt nachts Wolfsgeheul....

Obwohl es sich nun schon um den 7. Band der Night Creature Reihe handelt, wird das Buch nicht langweilig oder unübersichtlich.

Die möglichen Verdächtigen werden gut beschrieben und man vermutet aus diversen Gründen, den ein oder andere/n Wolfsmenschen. Die Liebesgeschichte von Claire und Malachi hat mir auch mit dem Aspekt der grauenvollen Erfahrung von Claire sehr gut gefallen. Erst zum Ende des Buches gibt es ein paar Personen aus den Vorbänden, die aufgeführt werden. Dennoch kann man diesen Band auch gut für sich allein lesen.

Ich vergebe daher 10 von 10 Punkten und was für ein Zufall: am 25.02.2013 (morgen) ist Vollmond. Mal sehen was mich erwartet.



Verlag: egmont lyx
erschienen: 2011
Seiten: 368
ISBN: 978-3802584268

Freitag, 22. Februar 2013

Rezension // Janet Foxley - Munkel Trogg: Der kleinste Riese der Welt (01) von SINA


Munkel Trogg hat es nicht leicht. Er ist nämlich ein Riese, aber so klein wie ein Mensch. Deshalb wird er oft verspottet, durch die Luft geworfen und nicht ernst genommen. Eines Tages macht er sich auf den Weg, um sich die Kleinlinge, die Menschen anzusehen und schon ist er mittendrin in einem großen Abenteuer.

Als ich das Buch das erste Mal in die Hand nahm, war ich schon fasziniert von dem wunderschönen Cover. In grün gehalten sind darauf zwei Riesen zu sehen. Ein „normal großer“ Riese und nebendran Munkel Trogg, gerade mal ein Drittel so groß.

Wenn man das Buch aufschlägt, ist man auch gleich positiv überrascht. Denn während die Geschichte erzählt wird, kann man sich auch verschiedene Zeichnungen ansehen und hat so noch einen besseren Einblick in die Welt der Riesen. Auf jeder Seite gibt es was zu entdecken. Sei es das Essen der Riesen, die Riesen selbst oder einfach nur den (Rumpel)Berg, in dem die Riesen wohnen.

Die Story lässt sich schnell lesen, ist sie ja auch eigentlich für Kinder gedacht. Und ich werde sie garantiert nochmals mit meinem Sohn zusammen lesen. Denn ich war so mittendrin, dass ich nicht aufhören konnte und wissen wollte, wie es Munkel Trogg denn so ergeht. Er ist ein sympathischer kleiner Riese, der sich einfach nur behaupten will und er bekommt seine große Chance, als er in Kleider der Kleinlinge gesteckt wird und sich gleich so wohl fühlt, dass er sich auf eine Exkursion zu den Kleinlingen aufmacht. Dort trifft er auf Emily und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Mir hat Munkel sehr leid getan, wird er doch ständig schikaniert und kann sich aufgrund seiner Größe und damit einhergehenden Schwäche nicht so wehren. Aber er hat Freunde, die ihm helfen, unter anderem auch seine Familie, die zwar furchtbar groß und wirkliche Riesen sind, aber ihren Munkel sehr lieb haben und ihm helfen. Vor allem Munkels Mutter fand ich einfach klasse. Sie ist warmherzig, obwohl sie es gar nicht sein will und kümmert sich um ihre Familie, hält diese zusammen.

Ich habe eine sehr schöne, kindgerechte Geschichte lesen dürfen, die mich aufgrund ihrer Einzigartigkeit sehr fasziniert hat.

Und ich muss auch nochmals die Ausstattung des Buches erwähnen. Die kleinen Zeichnungen und Bilder werten das Buch richtig auf.

Fazit:
Ein schönes kindgerechtes Buch, über das Erwachsenwerden eines Riesen.

10 von 10 Punkten.

Verlag: KJB
erschienen: 21.02.2013
Printseiten: 262
ISBN: 978-3-596-85495-0

s. a. Bibliografie Janet Foxley

Donnerstag, 21. Februar 2013

Rezension // Mira Grant - Deadline: Tödliche Wahrheit von SONJA


SPOILER (OHNE DEN GEHT ES BEIM INHALT NICHT - ANSONSTEN GEFAHRLOS WEITER BEIM NÄCHSTEN ABSATZ.)
Nach dem Tod von Georgia ist Shaun nicht mehr der Gleiche. Er redet mit seiner Schwester und sieht als einzigen Lebensinhalt: Rache und Vergeltung. Da kommt die Ärztin der Seuchenschutzbehörde mit belastendem Material gerade recht, um die Enthüllungsmaschinerie des Blogs "Am jüngsten Tag" anzuheizen.

Zunächst möchte ich einmal anführen, dass die Autorin eine Meisterin ist, Spannungsbögen und verschachtelte Verschwörungen mit unterschiedlichen Beteiligten zu fertigen. Das ist auch der Grund, warum ich mich bei der Bewertung der inhaltlichen Schilderung etwas zurückhalte, denn ich möchte an dieser Stelle keine mühsam aufgebauten Effekte kaputt machen. 
Als ich nämlich zwischenzeitlich nach Erscheinungsterminen geforstet und mich entschieden habe, mit dem Lesen zu warten, bis alle drei Teile erschienen sind, ist mir dies bereits einmal passiert.
Wer also schwache Nerven hat und nicht auf Cliffhanger steht (hier ist ein ganz böser am Ende - selbst ich jibber schon nach Nachschub), sollte gleich alle drei Teile einplanen.

Man merkt dem Schreibstil der Autorin an, dass sie selbst Fan von Horrorfilmen und Verschwörungstheorien ist. Man ist sofort gefesselt und mitten drin in der Geschichte, die aufgrund der Blogeinträge und der Aktionszenen ein ordentliches Tempo hat. Bereits Band 1 fand ich spitze.

Die Charaktere haben teilweise schrullige Angewohnheiten, die sich wunderbar mit dem Leben in der Zombie verseuchten Welt klar kommen lassen. Hier wird auf chinesisch geflucht, Minibulldoggen gezüchtet, alte Horrorfilme geguckt und Cola bis zum Zahnschmerz getrunken. Denn die echten Probleme lauern draußen.

In diesem Band hat mich jedoch ein bisschen die lange Schilderung der medizinischen Verschwörung gestört. Nicht die Verschwörung an sich, sondern die medizinische Schilderung. Stilistisch hat dies ein wenig das Tempo aus der Geschichte herausgenommen, da man als Leser ordentlich darüber nachdenken musste.

Das Buch ist übrigens vom Format her größer, aber die Schrift ein Tick kleiner als bei den übrigen Büchern aus dem Verlagsprogramm. Diese Schriftgröße fand ich schon grenzwertig und sehr anstrengend zu lesen.

Aufgrund der letzten beiden Absätze diesmal 9 von 10 Punkten und ich brauche unbedingt Band 3! Denn dieser Cliffhanger ist ganz ganz gemein für den Leser.


Verlag: egmont lyx
erschienen: 2012
Seiten: 512
ISBN: 978-3802584176


Dienstag, 19. Februar 2013

Rezension // Trinity Taylor - Ich will dich ganz von SONJA


Das Buch enthält 6 erotische Kurzgeschichten und einen Freischaltcode für eine 7. Geschichte zum Download:

1. Treib’s mit meinem Neuen
2. Body-Workout
3. Orgasmus-Schule
4. Undercover No.2: Gangstersex
5. Nur für eine Nacht
6. Karibik Abenteuer No.2: Falscher Pirat No.2
7. Unersättlich - Internet Story (nach Registrierung als PDF Download)


Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und locker lesen. Die erotischen Eskapaden sind ansprechend geschildert und fügen sich schön in die Geschichten ein. Hier geht es u.a. um Sex im Schwimmbad mit der besten Freundin, einem Kurs für Menschen mit Orgasmusschwierigkeiten, Sex im Baseballstadion und und und

Es war nicht mein erstes Buch von Trinity Taylor und es wird vermutlich auch nicht mein letztes sein. Denn die erotischen Geschichten sind ein nettes erotisches Schmankerl (oder sollte ich eher Betthupferl sagen) für zwischendurch.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.


Verlag: blue panther books

erschienen: 2008
Seiten: 256
ISBN: 978-3940505026

Montag, 18. Februar 2013

Rezension // Cathy Woodman - Schnupperküsse von SONJA


Jennies perfektes Leben (Hausfrau, Mutter von drei Kinder, Ehefrau) zerbricht, als ihr Mann nach zahlreichen Affären sie gegen eine "perfekte junge Frau" austauscht. Um Abstand von ihrem Leben zu bekommen, zieht sie von London in das kleine Dörfchen Talyton St. George, um sich dort als Konditorin selbständig zu machen. Doch das Leben auf dem Land ist gar nicht so einfach.

Offiziell gehört dieses Buch zu der Otter House Veterinary Reihe. Man muss die vorherigen Bände allerdings nicht kennen, um mit diesem Band Spaß zu haben. Denn es wird lediglich auf ein paar Figuren und Orte verwiesen.

Spaß haben kann man mit diesem Buch auf jeden Fall, denn es ist kein Liebesroman im klassischen Sinne, eher ein Buch darüber, wie es ist, eine Stadtpflanze in das pure Landleben mit Misthaufen, früh krähenden Hähnen, Spinnen in der Badewanne, schwächelnde Elektrik und purem Dorftratsch zu versetzen.
Auch Jennies Kinder stellen bald fest, dass es zwar schön ist Hund, Hühner, Pony zu haben, aber facebook aufgrund langsamer Internetverbindung kaum zu nutzen ist. Und dann wäre da natürlich die eingeschworene Dorfgemeinschaft, die den Kuchen von Jennie etwas skeptisch gegenübersteht, wäre da nicht der knackige Bauer von neben an, würde....

Die Geschichte ist sehr humorvoll geschrieben und schafft es, die ernsten Themen mit lustigen Situationen zu verbinden, so dass man das Buch mit einem weinenden und lachenden Auge lesen kann. Die 448 lesen sich wie im Pflug und ich musste wie bei den Vorbänden Stadt, Land, Kuss und Dann muss es Liebe sein wiederholt an die Serie Der Doktor und das Liebe Vieh denken.

Lediglich der Backwahn der Hauptfigur hat mich teilweise gestört, denn erstens bekam ich davon Hunger auf Kuchen und zweitens lässt sich nicht alles über kalorienreiche Kost klären.

Für Fans von Kerstin Gier ein Muss: 9 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3442379989

Donnerstag, 14. Februar 2013

Rezension // Cassie Alexander - Nightshifted: Diagnose zur Dämmerung von SONJA


Edie hat aufgrund der Geschehnisse in Band 2 ihren Job als Krankenschwester auf der Krankenstation Y4 verloren. Ihr Bruder wird dadurch nicht mehr von den Schatten vor den Folgen des Drogenkonsums geschützt und zu allem Unglück erfährt Edie, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist. Der Dienst im Country und ein Deal mit den Schatten könnte die Lösung sein, doch sie hat nichts, was sie den Schatten anbieten könnte...also versucht sie die gesuchte Heilige des Todes zu finden.....

Edie ist wie gewohnt selbstlos und versucht sich mit Köpfchen und Ellbogenmentalität auch gegen magische Geschöpfe durchzusetzen. Durch den Verlust ihrer magischen Freunde (Zombie, Vampir, Gestaltenwandler) ist sie zwar einsam, aber ihre Familie liegt ihr sehr am Herzen.

Die Suche nach der Heiligen des Todes führt sie als Krankenschwester in eine Klinik in einem spanisch sprechenden Armutsviertel der Stadt.
Der inhaltliche Wechsel vom Country und der Station Y4 zu der Klinik für Bedürftige ist gelungen und man vermisst inhaltlich nichts. Der Schreibstil ist gewohnt gut und ich musste auch hier an meine geliebte Sookie Stackhouse denken.

Die Heilige des Todes ist eine interessante Variante in der Vielzahl an magischen Kreaturen, die es in den Fantasyromanen derzeit gibt. Die Suche ist interessant gestaltet und die Bösewichte bieten eine abwechselungsreiche Herausforderung.

Es zeigt sich, dass Edie über sich hinauswächst und doch nicht so allein ist, denn (nein, DAS kann ich nicht verraten). Es empfielt sich jedoch die anderen beiden Bände (Medizin um Mitternacht und Visite bei Vollmond) unbedingt zu lesen, um das bereits Geschehene und die erwähnten Personen nachvollziehen zu können.

Das Buch bietet ein zufriedenstellendes Ende auch wenn therotisch weitere Bände möglich wären. Da ich jetzt aber das dritte Mal 10 Punkte vergebe, bin ich der Meinung: Aufhören wenn es am Schönsten ist und diese Trilogie Fans von Krankenhausromanen, von Fantasy, von Sookie Stackouse und einfach guten Romanen wärmstens zu empfehlen!

Verlag: Piper
erschienen: 2012
Seiten: 352
ISBN: 978-3492268981

Mittwoch, 13. Februar 2013

Rezension // Rachel Cohn - Beta (01) von SINA

Elysia ist ein Teenager, jedoch kein normaler. Denn sie ist geklont und lebt bei einer der reichsten Familien auf Demesne, einer paradiesischen Insel. Sie muss nur einen Zweck erfüllen: ihren Mitmenschen zu gefallen. Elysia merkt jedoch, dass dies nicht ihre Bestimmung ist, wie sie eingeredet bekommt oder auf ihrem internen Speicher nachlesen kann. Sie hat Gefühle und verliebt sich auch. Doch dies darf keiner mitbekommen, sonst gilt sie als defekt – und ein defekter Klon wird abgeschaltet.

Herzlichen Dank an "Blogg Dein Buch" und den cbt Verlag für das Rezensionexemplar von "Beta" von Rachel Cohn.

Da ich Dystopien liebe und immer mit Spannung lese, wie die Autoren es diesmal schaffen, eine düstere Zukunft zu beschreiben, war ich natürlich sehr neugierig, wie Rachel Cohn, eine bis dato für mich unbekannte Autorin dies umsetzen würde.
Und ich muss sagen, dass sie mich überzeugt hat. Gerade auch durch ihren sehr geradlinigen Schreibstil. Es hat mir mehr als nur Spaß gemacht, den Klon Elysia auf ihrem Weg zu begleiten.

Der cbt Verlag hat gut getan, „BETA“ in sein Programm aufzunehmen, denn so konnte ich einen Roman lesen, der wieder ein erschreckendes Bild der Zukunft vorweist. Und wieder hoffe ich, dass es hierzu nie kommen wird. Denn es wird mehr als deutlich gemacht, was passiert, wenn man zu den Reichen oder zu den Armen gehört.
Der Klon Elysia war mir von Anfang an sympathisch. Sie kommt als 16jähriger Klon „auf die Welt“ und wird kurz darauf in einer Boutique von der Ehefrau des Governors gekauft und hat sich sofort anzupassen. Und schon da hatte ich einen Hass auf alle auf Demesne lebenden Menschen. Doch auch hier gab es natürlich auch Ausnahmen.

Da es schon einige Dystopien gibt, ziehe ich immer wieder Vergleiche wie z. B. zu „Die Tribute von Panem“ oder „Die Verratenen“ von Ursula Poznanski. Aber diesmal konnte ich keine Vergleiche ziehen, da Rachel Cohn eine eigenständige Welt geschaffen hat.

Ich hoffe, dass der zweite Band nicht so lange auf sich warten lässt, da dieser Teil mit einem bösen Cliffhanger endet.

Fazit:
Eine neue Autorin, ein neuer Roman – absolut lesenswert!

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: cbt
erschienen: Februar 2013
Printseiten: 412
ISBN: 978-3-570-16164-7

Rezension // Nora Roberts - Rosenzauber von SONJA

© Sonja Kochmann

Beckett Montgomery lebt in der Kleinstadt Boonsboro. Zusammen mit seinen Brüdern renoviert er ein altes leer stehendes Haus. Es ist bislang ein Schandfleck mitten im Stadtkern. Doch es soll ein schickes kleines Bed and Breakfast werden. Die ganze Stadt ist gespannt. Auch Clare, seine heimliche Jugendliebe. Sie ist nach dem Tod ihres Mannes in die Stadt zurück gekehrt - mit dabei drei kleine Söhne. Besteht die Möglichkeit, dass die Liebe endlich erfüllt wird? Es gibt Konkurrenz.
Die Geschichte beginnt ziemlich abrupt. Man ist mitten drin im Geschehen und ich fühlte mich beim Lesen "etwas in die Geschichte hinein gestoßen". Dennoch waren mir die drei Montgomery Brüder und ihre Mutter und auch die Tante von Anfang an sympathisch. Aufgrund der bekannten Schreibweise von Nora Roberts ist schnell klar, dass die drei Brüder in drei Bänden verkuppelt werden sollen. Diese Bände heißen die Blüten-Trilogie/The Boonsboro Inn Trilogy:

01) Rosenzauber
02) Lilienträume
03) Fliedernächte

Auch lässt sich ahnen, wer die nächsten Paarkonstellationen sein werden. Denn hier gibt es aufgrund von kleinen verbalen Zickereien schon diverses Aufeinandertreffen, bei denen der Leser schmunzeln muss. Auch die Zusammensetzung der drei kleinen Söhne von Clare und die erwachsenen Montgomerys, die bei Actionfiguren auch wieder zu kleinen Jungs werden, ist irgendwie was fürs Herz.

Clare verkörpert glaubhaft die unabhängige Witwe und wird dennoch durch einen unangenehmen Verehrer in Bedrängnis gebracht. Das Buch enthält (mehr kann man nicht verraten) eine weitere wichtige Person: einen Geist. Anfänglich war ich etwas irritiert, in einer modernen Liebesgeschichte einen Geist vorzufinden, aber er ...ups sie ... fügt sich in die Geschichte ein und erklärt die Geschichte des Hauses, Gefühle und hat eine kleine Helferrolle.

Eine schöne locker leichte Geschichte für Zwischendurch, die allerdings nicht ganz mit der Jahreszeitenreihe mithalten kann: Ich vergebe 9 von 10 Punkten und ich freue mich auf die Folgebände. 

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2012
Seiten: 448
ISBN: 978-3442380466

Rezension // E. L. James - Shades of Grey: Befreite Lust von SONJA


Ana und Christian haben es getan: geheiratet. Sie durchleben Flitterwochen, die sich ordentlich sehen und hören lassen. Doch der Alltag wartet und hält auch eine Bedrohung bereit. Zerbricht daran das junge Glück?

Alles wird gut? Selbst bei einer SM-/Blümchensex-Beziehung wird geheiratet....Dennoch wird nicht alles gut.

Der neu eingeführte Erzählstil (Rückblick/Gegenwart) hat mich anfänglich verwirrt und ich fand es schade, dass die Hochzeit keine wirkliche inhaltliche Rolle spielt. (Da kommt die Romantikerin in mir durch.)

Gott sei Dank, hat die innere Göttin von Ana hier ein paar Auftritte weniger zu verzeichnen. Doch das Buch droht durch die inhaltlichen Wiederholungen (isst Ana genug, graue Augen, Mrs. Robinson, arbeitet Ana, arbeitet sie nicht) irgendwie trotz der Sexszenen langweilig zu werden.
Es scheint fast so, dass, obwohl es eine körperliche Entwicklung zwischen Ana und Christian gibt, das Zwischenmenschliche bei den Klischees bleibt. Erst durch das Aufblühen der in Band 2 angelegten Intrige und ein paar nicht geplanten (denn von Christian wird ja alles gern geplant) Entwicklungen bekommt das Buch Dynamik.

Die Sexszenen werden jedoch immer flacher, so dass ich mich tatsächlich beim Überfliegen dieser Szenen und der Emailszenen erwischt habe. Die häufigste Silbe in diesem Zusammenhang ist übrigens: "Ah!" Man müsste wirklich mal zählen, wie häufig dies im Buch vorkommt, aber ich hab anderes zu tun. Inwieweit dies durch die Übersetzung entstanden ist, kann ich leider nicht sagen. Anderenfalls sollte mal bei den deutschen Erotikautorinnen wie z.B. Sandra Henke, Inka Loreen Minden nachgeschlagen werden, wie man weibliche Verzückung so alles beschreiben kann.

Das Ende ist beinah zuckersüß und muss einfach ein Ende bleiben. (Es gibt Spekulationen, dass weiter geschrieben werden soll.)

Der Bonus: Zwei Szenen aus der Sicht von Christian war leider langweilig und hätte nicht sein müssen. Ich vergebe 7 von 10 Punkten und bin froh es geschafft zu haben. Ich kann nun mitreden und sagen: Diese Erotikreihe ist nicht wirklich etwas Besonderes. Für Erotikleser gibt es deutlich mehr Abwechslung in anderen Reihen und Veröffentlichungen. 

Shades of Grey hat jedoch durch den ganzen Presserummel dafür gesorgt, dass die Erotikecke im hinteren Teil des Ladens zu einer große Fläche in der Mitte geworden ist. Auch die Nackenbeißercover sind out. Blüten und Obst sind jetzt ein sicheres Zeichen für nicht ganz jugendfreie Szenen.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2012
Seiten: 672
ISBN: 978-3442478972

Montag, 11. Februar 2013

Rezension // Stephanie Fey - Die Verstummten (02) von SINA


Carina Kyreleis entgeht nur knapp einem Unfall. Doch als sie den Eltern des jungen Geisterfahrers alles erzählen will, findet sie die beiden tot im Ehebett liegend. Und schon ist Carina wieder mittendrin in einem Fall, denn bei den Recherchen findet sie heraus, dass noch eine kleine Tochter existiert, die jedoch spurlos verschwunden scheint. Gleichzeitig findet sie ein Geheimnis ihre Vergangenheit betreffend heraus, dass an ihr und ihrer Familie nagt.

Der zweite Teil der Elster-Reihe ist genauso spannend wie auch schon der erste Roman der Autorin, „Die Gesichtslosen“.
Auch hier gibt es verschiedene Erzählstränge, die am Ende zueinander finden und etwas Aufklärung bringen.

Wie schon im ersten Teil hat die Autorin auch hier wahre Elemente miteingeflochten, so Machenschaften der ehemaligen RAF. Dies gab dem Thriller einen geschichtlichen Touch.

Die Beschreibungen der einzelnen Szenen waren wieder detailreich und das Kopfkino hatte wieder einiges zu tun. Gerade die Ausschmückung von Obduktionen oder das Herrichten einer Leiche für die Bestattung zerrt etwas an den Nerven. Aber ich fand es auch interessant, Einblick in diese Art von Job zu bekommen.

Der rasante und spannende Schreibstil hat mir ja schon zuvor gefallen und so war ich froh, dass dieser im zweiten Band beibehalten wurde. Und die Verwirrtaktik war auch wieder vorhanden.

Mit Carina Kyreleis hat die Autorin einen Charakter erschaffen, der sehr interessant ist. Ihre Familienverhältnisse sind arg zur Zeit arg zerrüttet, was an einem schon lang gehüteten Geheimnis liegt, dass Carina von ihrem Vater erzählt bekommt.

Auch Carinas Schwester Wanda, die mir im ersten Teil unangenehm aufgestoßen ist, ist wieder mit von der Partie. Diesmal jedoch hat sie eher mein Mitleid, denn auch sie hat es nicht leicht.

Auf jedem Fall lag mir mit „Die Verstummten“ wieder ein genialer Thriller aus der Feder von Stephanie Fey vor und ich kann es kaum erwarten, einen dritten Teil zu lesen.

Fazit:
Rasante Spannung, unerwartete Wendungen und sympathische Charaktere mit Ecken und Kanten. Was braucht man mehr!

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne
erschienen: 11.02.2013
Printseiten: 432
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-453-40979-8


Reihenfolge
01 Die Gesichtslosen (Rezension)
02 Die Verstummten
03 Die Zerrissenen (Rezension)

Sonntag, 10. Februar 2013

Rezension // E. L. James - Shades of Grey: Gefährliche Liebe von SONJA


Nachdem sich Ana in Band 1 von Christian getrennt hat, versucht sie ihren neuen Job so gut wie möglich zu machen. Doch der Liebeskummer setzt ihr ordentlich zu. Als Christian ihr anbietet, sie zur Vernissage von Jose zu fahren, willigt sie ein und gerät wieder in den Sog dieses gefährlich attraktiven Mannes....

Ana und Christian geben mit Sicherheit ein interessantes Paar ab, man findet die Geschichte interessant, aber.....

...Aber? JA: ICH. MAG. DEN. SCHREIBSTIL. IN. DER. FORM. NICHT. Und ich finde die innere Göttin teilweise unpassend. Es macht fasst den Anschein, als ob die Autorin nicht in der Lage ist, Gefühle und Situationen vernünftig zu schildern. Die Anzahl der Sexszenen ist (ich weiß, es ist ein Erotikroman, aber trotzdem) zum Verhältnis des zeitlichen Ablaufes irgendwie unrealistisch.

Die Emails der beiden sind zwar ganz nett zu lesen, hinterlassen aber aufgrund des überflüssigen Absenders, Empfängers, Zeit etc. einen Beigeschmack der Seitenschinderei. Auch die ständig wiederkehrende Formulierung "abgefuckt in 50 Facetten" stört mich irgendwie.

Die Prise Intrige, die in das Buch eingeflochten wird und die mit einem offenen Ende gleich zu Band 3 führt, finde ich gut, denn es lässt den Leser auf eine Spur mehr Handlung hoffen.

Da ich schon bessere Erotikromane (sogar mit Handlung - ja...ja) gelesen habe, vergebe ich hier wieder 7 von 10 Punkten.

Verlag: Goldmann
erschienen: 2012
Seiten: 608
ISBN: 978-3442478965

Rezension // Charlaine Harris - Vampir mit Vergangenheit von SONJA


Sookie zieht Probleme magisch (?) an: eine Brandbombe wird auf Merlottes Bar geworfen, ihr Elfenblut gerät in Wallung und Eric und Pam ziehen sie in ihre Probleme mit dem neuen Meister hinein. Wie soll das bloß enden?

Auch in Band 11 der Reihe um Sookie Stackhouse wird es nicht langweilig. Alle lieb gewonnenen und auch verhassten Personen der Vorbände (sofern sie denn die Vorbände überlebt bzw. bei den Untoten überstanden haben) tauchen wieder auf. Dies setzt natürlich beim Leser Vorkenntnisse voraus und wer die Reihe schon eine Weile liest, auch ein gutes Gedächnis.

Ich liebe Sookie: sie ist auf ihre tollpatschige und naive Art meist mitten drin im Geschehen aus Gestaltenwandlern, Hexen und Vampiren und weiß sich dennoch zu helfen. Sie ist keineswegs ein Opfer und kann auch für die eigentlich überlegenen Wesen tödlich sein.

Die Dialoge sind wie gewohnt gut und ich habe mich beim Lesen richtig auf ein Wiedersehen mit den Personen gefreut. Trotz der Vielzahl an Vorbänden wird die Reihe nicht langweilig. Das Buch endet nicht wirklich und lässt einige Entwicklungen offen: Daher freue ich mich bereits auf den angekündigten 12. Band und vergebe hier 9 von 10 Punkten.

Verlag: dtv
erschienen: 2012
Seiten: 416
ISBN: 978-3423213868

Rezension // Stephanie Fey - Elster-Reihe: Die Gesichtslosen (01) von SINA

Carina Kyreleis ist eine Spezialistin in Sachen als Knochen- und Mumienexpertin und versteht es wie keine zweite, einer Leiche mit verstümmeltem Gesicht ein neues zu verschaffen. Ihre Rekonstruktionen sind weltweit bekannt. Als sie in Deutschland eine Stelle am Münchner Institut annimmt, ahnt sie nicht, dass sie gleich am ersten Tag in einen bizarren Fall einbezogen wird. Denn der Killer zieht seinen Opfern die Haut vom Gesicht...

Gleich zu Anfang war ich in das Geschehen involviert und konnte nicht anders, als weiterlesen und das Kopfkino sein Werk entstehen lassen. Ich hatte aufgrund des schon sehr bildlichen Schreibstils eine Menge Bilder im Kopf, die mich zeitweise erschaudern liesen. Dies haben bisher nur Sebastian Fitzek und Stephen King bei mir geschafft.

Die Geschichte ist eigentlich in drei Stränge unterteilt, die letztendlich aber zusammenführen und so ein gesamtes Bild ergeben, mit einem doch etwas überraschenden Ende. Denn irreführen kann die Autorin auch noch, und das mit einer sehr guten Taktik.

Der Erzählstil ist flüssig und bietet jede Menge Raum für Spekulationen, die sich dann zum Ende hin doch nicht bewahrheiten. Dies macht für mich einen guten Thriller aus.

Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich das Buch noch nicht früher in Händen hielt, andererseits bin ich froh, mir mit diesem Sahnestückchen Zeit gelassen zu haben. Der zweite Teil "Die Verstummten" liegt auch schon bei mir und ich hoffe, dass die Autorin ihr Niveau halten und mich mit einer ähnlich guten Story genauso verwirren und gleichzeitig unterhalten kann.

Besonders interessant fand ich den Hauptcharakter Carina, die sich nicht nur mit einem neuen Job, sondern auch noch nicht ihrer Familie herumplagen muss. Der Vater, Chef der Polizei, ihre Mutter, mit der sich noch eine Überraschung erlebt und ihre Schwester, die nur eins im Sinn hat: das Leben genießen und sich um nichts anderes kümmern müssen.
Hier kam ein Manko für mich ins Spiel. Denn die Schwester wird als schlampig, unverantwortlich und sehr spontan beschrieben und darunter leidet ihr 6jähriger Sohn. Doch ins Gewissen reden will ihr keiner. Es wird einfach hingenommen, wie sie ihr Leben lebt. Das war für mich sehr anstrengend, da ich Carina's Schwester am Liebsten angebrüllt hätte, sie soll endlich Verantwortung zeigen, um ihr Leben und das Leben ihres Sohnes endlich in den Griff zu bekommen.

Aber ich denke, dass die Autorin damit auch die Überraschung, die einem gegen Ende erwartet, deutlich machen will, den großen Unterschied zwischen Carina und ihrer Schwester. Was ihr meiner Meinung nach, auch sehr gelungen ist.

Fazit:
Spannung pur!

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne
erschienen: 2011
Printseiten: 368
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3453435865

s. a. Bibliografie Stephanie Fey

Reihenfolge
01 Die Gesichtslosen
02 Die Verstummten (Rezension)
03 Die Zerrissenen (Rezension)

Freitag, 8. Februar 2013

Rezension // Vina Jackson - 80 Days: Die Farbe der Lust (01) von SINA


Summer's größte Leidenschaft ist die Violine. Als ihre Geige bei einem unglücklichen Umstand zu Bruch geht, steht sie vor einem tiefen schwarzen Loch. Doch es gibt einen Retter in der Not. Ein Mann, der sie in der Londoner U-Bahn hat spielen hören, will ihr eine neue Geige kaufen, stellt jedoch Bedingungen: sie soll für ihn spielen, in einer Krypta in einer Kirche – nackt! Summer nimmt das Angebot an und merkt, dass sie mehr von dem Unbekannten will. Sie lässt sich auf sein Spielchen ein, ohne Tabus und Grenzen.

Nach der Shades of Grey-Trilogie, die ich persönlich zwar recht gut als Liebesgeschichte, jedoch schlecht vom Schreibstil her fand, liegt mir nun eines der vielen entstandenen Trittbrettfahrer vor. Und hier ist es genau andersherum, mir gefiel der Schreibstil, aber die Story an sich konnte mich überhaupt nicht überzeugen.

Summer kam mir als gefühlskalte Person rüber, die eigentlich nur eins im Sinn hatte: Sex. In allen Variationen, mit allen möglichen Partnern und egal, an welchem Ort. Das Autorenduo versucht zwar, Summer's Gefühlswelt darzustellen, aber irgendwie kam sie mir dann doch eher gleichgültig vor, unterwürfig, ohne etwas in Frage zu stellen.

Erst gegen Ende löst sich dieser Gefühlsstau etwas auf und sie trifft Entscheidungen, die sie vielleicht besser schon am Anfang des Buches hätte treffen müssen.
Auch fand ich das letzte Drittel des Buches irgendwie unnötig. Als wären dem Autorenduo die Ideen ausgegangen.
Ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie die Story in Band 2 bis 5 weiter ausgebaut werden soll.

Insoweit muss ich zugeben, dass mir Shades of Grey um Längen besser gefallen hat. Schade eigentlich, hat man doch über die 80-Days-Reihe schon sehr viel Gutes gelesen.

Die geschilderten Erotik- und Sex-Szenen sind teilweise sehr vulgär beschrieben und haben mit „Erotik“ in meinen Augen nur noch wenig zu tun. Auch sind diese sehr schnell abgehandelt. Hier hat mir ebenfalls die Gefühlsbeschreibung gefehlt und wirkte deshalb auch wieder kalt.

Nach Beenden des Buches habe ich gemerkt, dass diese Art von Erotikroman (SM, BDSM etc.) einfach nicht meine Welt ist und ich in Zukunft die Finger davon lassen werde.

Fazit:
Für begeisterte SM-Erotikromanleser bestens geeignet, wer mehr auf Blümchensex steht, sollte die Finger davon lassen.

Ich vergebe 4 von 10 Punkten.

Verlag: carl's books
erschienen: 2012
Seiten: 368
ISBN: 978-3570585221

s. a. Bibliografie Vina Jackson

Dienstag, 5. Februar 2013

Rezension // Wulf Dorn - Mein böses Herz von SINA

Nach dem Tod ihres kleinen Bruders stürzt die 16jährige Doro in ein tiefes Loch und verbringt sogar einige Zeit in einer psychiatrischen Anstalt. Aufgrund dieser Umstände und einer Affäre ihres Vaters mit einer Kollegin ihrer Mutter, zieht Doro gemeinsam mit ihrer Mutter nach Ulfingen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch kurz darauf sieht Doro einen Jungen, abgemagert und verletzt. Als sie Hilfe holt, verschwindet der Junge spurlos. Kurz darauf erfährt sie, dass der Junge schon vor seinem Erscheinen Selbstmord begangen hat. Doro's Ängste kehren wieder und sie droht wieder abzufallen. Nur Julian und David halten zu ihr. Doch die Stimmen in ihrem Kopf und die Halluzinationen bringen auch Doro zum Zweifeln.

Dies ist mein erstes Buch von Wulf Dorn und es hat gleich eingeschlagen wie ein Blitz. Mit seinem rasanten Schreibstil und einer Verwirrtaktik, die mich bis zum Schluss an etwas anderes glauben ließ, war ich so gebannt von dem Buch, dass ich es in einem Rutsch durchlesen musste.

Die etwas mehr als 400 Seiten sind einfach nur dahingeflogen und ließen mich einfach nicht los.

Die Charaktere waren so bunt gezeichnet, wie die Farben, die in dem Buch auch eine Rolle spielen. Ich habe mit Doro mitgelitten, selbst an ihr gezweifelt und mich letztendlich so sehr in sie hineinversetzt, dass ich selbst nicht mehr genau wusste, was jetzt hier überhaupt geschieht.

Selten schafft dies ein Autor, mich derart zu bannen. Und so haben es jetzt auch die Erwachsenenthriller von Wulf Dorn auf meine Wunschliste geschafft.

Lediglich der Schluss hat mir nicht so gut gefallen, hätte ich mir doch etwas anderes gewünscht. Aber das ist Geschmackssache. Trotzdem gibt es hier Punkteabzug, weil es für mich etwas unbefriedigend war.

Fazit:
Ein Thriller nach meinem Geschmack.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: cbj
erschienen: 2012
Printseiten: 416
ISBN: 978-3570160954

s. a. Bibliografie: Wulf Dorn

Rezension // 12 tolle Autoren - Die vierte Zeugin von SINA


eigene Inhaltsangabe:
Agnes Imhoff steht unter Verdacht, zusammen mit ihrem unter mysteriösen Umständen verstorbenen Mann Andreas, den Tuchhändler Richard Charman betrogen zu haben. Sie droht alles zu verlieren und muss nun ihre Unschuld beweisen. Ein Prozess beginnt, der einiges ungeheuerliches ans Licht bringt. Doch es bleibt immer eine Frage im Raum stehen: Ist Agnes wirklich unschuldig?

meine Meinung:
An diesem Buch haben 12 Autoren mitgewirkt, die in einer grandiosen Geschichte den (wahren) Fall der Agnes Imhoff aufrollen.
Das Zusammenspiel der Autoren ist dabei einfach nur bewundernswert. Man merkt fast kaum, wer welchen Abschnitt geschrieben hat und alles ist so miteinander verschachtelt, dass dies eigentlich nur einem Gehirn entsprungen sein kann.
Aber man wird definitiv eines besseren belehrt.

Immer wieder wird man in die Enge getrieben, bildet sich eine Meinung, die man kurz danach wieder über den Haufen werfen muss, wird verwirrt und dann kommt alles mit einem Aha-Effekt zum Vorschein.
Auch wenn mir das Ende etwas schnell erschien und dies eigentlich mit zwei weiteren Kapitel gut hätte erzählt werden können, war ich dann doch befriedigt, als ich das Buch zuklappte.

Ich hatte das Glück, zusammen mit 8 der 12 Autoren das Buch in einer Leserunde lesen zu dürfen und so konnte ich auch einen Blick hinter die Kulissen werfen, wie schwer es doch ist, solch eine Geschichte zu schreiben.

Sehr gut hat mir gefallen, dass die Geschichte auf einem wahren Fall basiert.

Weiter erfährt man einiges über den Einsturz des Kölner Stadtarchivs. Ich hatte es zwar mitbekommen, mir dann aber nie die Gedanken darüber gemacht, wie es denn nun nach dem Einsturz weitergeht, welche Arbeit entstanden ist und vor allem, welcher Schaden.

Bei intensivem Lesen kann man die einzelnen Schreibstile der Autoren auseinanderhalten, und so hat das Buch seinen eigenen Stil, zusammengemischt aus den Gedanken und Schreibweisen von 12 großartigen Autoren des historischen Genre.

Ich werde mich nun auch nach den anderen Gemeinschaftswerken wie „Die sieben Häupter“ oder „Die 13. Stunde“ umsehen.

Fazit:
Ein wirklich gelungener Roman!

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Daten
Verlag: atb
erschienen: 2012
Seiten: 406
ISBN: 978-3-7466-2879-0

s. a. Bibliografie: 12 tolle Autoren

Montag, 4. Februar 2013

Rezension // Barry Lyga - Ich soll nicht töten von SINA



Jazz Dent ist der Sohn des berühmten Serienmörders Billy Dent. Während sein Vater in einem Hochsicherheitsgefängnis sitzt und dort seine mehrmalige Höchststrafe absitzt, schlägt sich Jazz alleine mit seiner Großmutter durch. Er führt kein normales Leben, schließlich ist er der Sohn eines Mörders. Als eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, kann Jazz nicht anders und muss sich diese am Fundort ansehen. Doch als er sieht, dass der Toten Finger abgetrennt wurden, weiß er sofort: Hier ist ein Nachahmer am Werk. Denn genau so hat sein grausamer Vater seine Opfer hingerichtet.
Und Jazz weiß auch, dass er vorsichtig sein muss. Denn nun könnten ihn alle für den Täter halten. Und was viele nicht wissen: Sie könnten gar nicht so unrecht haben.

Es war wirklich sehr interessant, dieses Buch zu lesen. Denn man taucht in Jazz' Gedankenwelt ab, weiß genau, wie er sich fühlt, was er zu tun gedenkt und wie er immer wieder zerrissen ist von dem Gefühl, selbst ein Mörder zu werden.

Jazz versucht der Polizei zu helfen, den Mörder zu finden, um der Welt und auch sich zu beweisen, dass er kein Serienmörder ist. Doch er ist seinem Vater gar nicht so unähnlich, gerade was die Gedanken anbetrifft. Der Reiz zu töten ist sehr hoch.

Jazz ist ein sehr interessanter Charakter. Seine Gedanken mitzuerleben war schon teilweise sehr heftig. Für seine 17 Jahre ist er sehr reif, gerade weil er so eine schlimme Kindheit hatte. Er ist ungeduldig und leicht reizbar. Doch irgendwie schafft er es immer wieder, sich zur Ruhe zu bringen.

Ein weiterer, sehr wunderbarer Charakter ist Howie. Er ist Jazz bester Freund und ein Bluter. Aber diesen Umstand macht er mit seinem Humor wieder wett. Ich habe manchmal sehr lachen müssen über seinen schwarzen Humor.

Die Geschichte ist gut ausgearbeitet. Die Beschreibungen der Leichen sind nichts für schwache Nerven. Das Kopfkino arbeitetet manchmal viel zu gut.

Trotzdem war die Story interessant zu lesen. Der Unterhaltungseffekt ist sehr gut. Ich könnte mir auch gut einen Film vorstellen.

Das Ende ist offen. Die Geschichte in sich ist zwar abgeschlossen, es wurde jedoch eine (große) Hintertür offen gelassen.

Fazit:
Ein Thriller über einen ungewöhnlichen jungen Mann, der einfach nur ein normales Leben führen möchte.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 383
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-442-38043-5

Freitag, 1. Februar 2013

Rezension // Laura Whitcomb - Silberlicht von Sina

eigene Inhaltsangabe:
Helen ist reines Licht und umgibt sich mit Menschen, denen sie eine Muse sein kann. Schon seit langer Zeit ist sie alleine mit ihren Bewahrern und bleibt ungesehen. Doch eines Tages sieht sie ein Junge an und spricht mit ihr. Helen ist verwirrt, dachte sie doch, die einzige ihrer Art zu sein. Doch in dem Körper des Jungen steckt ebenfalls ein Licht. Sie verlieben sich und suchen einen Weg, zusammen zu sein. Doch dazu braucht Helen einen Körper...

meine Meinung:
Weil im Urlaub mein eBook-Reader seinen Geist aufgegeben hatte, musste ich mir ein Buch kaufen und stolperte so über die Geschichte von Helen und James, zwei Lichtgestalten, die sich unsterblich ineinander verlieben und nun einen Weg suchen müssen, um endlich vereint zu sein.

Der Anfang des Buches war für mich etwas verwirrend, da Helen zuerst ihre Vergangenheit erzählt und man irgendwie sofort mittendrin ist und sich zurechtfinden muss. Doch nach den ersten 50 Seiten war ich von der berührenden Geschichte Helen's fasziniert.

Als dann noch James im Körper des jungen Billy auftauchte, war es dann um mich geschehen. Ich musste unbedingt wissen, wie die beiden es schaffen würden, dass sie zusammen sein können, sich berühren und küssen können.

Mit einer wunderschönen Schreibweise hat es die Autorin geschafft, mich in den Bann zu ziehen, mir die Geschichte Helen's und James' so zu erzählen, dass ich in jeder freien Minute nach dem Buch greifen musste. Ich freue mich schon auf ihren zweiten Roman „Seelenhüter“, der hoffentlich dem Stil von „Silberlicht“ treu bleibt.

Ich habe mit Helen mitgefiebert, gehofft, dass sie endlich Erlösung findet und auch wenn das Buch sehr religiös angehaucht ist, was so gar nicht mein Fall ist, habe ich trotzdem Spaß gehabt, Helen zu begleiten.

Man taucht in die Geschichte ein und fühlt sich gleich wohl. Das schafft selten ein Autor bei mir. Ich habe sehr deutlich gemerkt, dass die Autorin sehr viel Liebe in ihr Werk gelegt hat.

Fazit:
Eine berührende, romantische und zugleich ergreifende Geschichte über die Liebe, die sogar den Tod übersteht.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Daten
Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2010
Printseiten: 311
ISBN:  978-3-426-50435-2 

s. a. Bibliografie Laura Whitcomb