Sonntag, 31. März 2013

Rezension // Claudia Brendler - Paarungszeit von SONJA

© Sonja Kochmann

Nach Eiertanz kommt Paarungszeit: Im oberbayrischen Neuenthal herrscht mal wieder Chaos und Kriegsstimmung: Therese kandidiert um das Amt der Bürgermeisterin und hat einige Gegenkandidaten, die mit Unterstützung der Strobls zu unfairen Mitteln greifen. Susn will heiraten und der Bräutigam und die Schwiegereltern sind so gar nicht Thereses Geschmack. Dennoch wird der Erzeuger von Susn eingeladen und.....

Die bereits aus dem ersten Band "Eiertanz" bewährte Mischung aus schrulligen Hauptfiguren gemischt mit Dialekt aus hochdeutsch, bayrisch und sächsisch bekommt hier hammerharte Verstärkung: französische Touristen mit einem Hauch Englisch: Zum Schießen.

Trotz allem Chaos bahnen sich hier mehrere Liebesgeschichten ihren Weg mit denen man so anfänglich nicht gerechnet hat. Die erotische Literatur wird von der Autorin ordentlich aufs Korn genommen und bei Brustwarzön und Co. kann kein Auge trocken bleiben.

Für diesem Schenkelklopfer hab ich nur zwei Tage gebraucht, da ich aus dem Grinsen nicht mehr herauskam. Ich würde sogar von meiner Familie gefragt, was ich da bloß lese: 10 von 10 Punkten! Hosd mi?

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2013
Seiten: 336
ISBN: 978-3426213643

Rezension // Ursula Poznanski - Blinde Vögel von SONJA


Ein Mann und eine Frau werden tot in Salzburg aufgefunden. Sie haben scheinbar keine Beziehung zueinander. Doch Beatrice Kaspary und Florin Wenninger nehmen die Ermittlungen auf und entdecken eine Gruppe bei facebook, denen beide angehörten: Lyrik. Beatrice beginnt verdeckt zu recherchieren. Die Lyrik ist düster und alles andere als lebensfroh. Kurz darauf stirbt erneut ein Gruppenmitglied....

Bis zum finalen Endspurt hatte ich für einzelne Bereiche lediglich Vermutungen. Das große Ganze hätte ich nie vermutet und ist einfach genial zusammengesetzt.

Der Leser ist genauso ratlos wie die beiden sympatischen Ermittler, die zusätzlich zu dem verzwickten Fall noch mit ihrem Privatleben klar kommen müssen. Dies setzt inhaltlich (ohne Voraussetzung zu sein) an den ersten Band "Fünf" an und endet hier leider offen, so dass ich mir doch wünsche, dass es einen weiteren Band geben wird. Schließlich möchte ich schon wissen, wie es mit diesem sympathischen Duo weitergeht. Auch die schrulligen Kollegen und der nörgelige Chef geben Anlass auf Band drei zu hoffen. (Ich bin nicht neugierig, ich will es bloß wissen.)

Der Schreibstil ist leicht und locker und hat ab und an Chat und Posting-Einschübe von facebook. Sogar das Symbol für "gefällt mir" taucht auf, so dass ich mich schon gefragt habe, ob der Verlag die Genehmigung dafür hat; schließlich ist facebook diesbezüglich ja auch sehr klagefreudig.

Obwohl das Buch 480 Seiten hat, habe ich nur zwei Tage benötigt, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Daher vergebe ich klare 10 von 10 Punkten.

Verlag: Wunderlich
erschienen: 2013
Seiten: 480
ISBN: 978-3805250450


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann

Rezension // Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt von SONJA

© Sonja Kochmann

Da Diana mit Matthew in die Vergangenheit reisen muss, um das verlorene Manuskript zu suchen und dort ihre Hexenkräfte durch andere Hexen zu schulen, landen die beiden im elisabethanischen London. Dianas Historiker Herz schlägt bei all den Begegnungen und Konfrontationen höher, doch auch die Vergangenheit birgt Gefahren und die Bedrohung der Gegenwart ist auch hier spürbar.

Schon der erste Band der sogenannten All Souls Trilogie "Die Seelen der Nacht" hatte es mir trotz einiger Längen angetan. Diese längeren Strecken, die der Einführung in die Geschichte dienten, hat dieser Band zwei nicht.
Der Leser ist sofort in der Geschichte drin, die unmittelbar an Band eins anknüpft, der einfach Voraussetzung für dieses Leseerlebnis ist.

Die Hauptfiguren in das elisabethanische London zu schicken, fand ich sehr interessant: Denn hier findet eine Konfrontation mit Elisabeth Tudor, William Shakespeare und einigen anderen wichtigen Persönlichkeiten der Geschichte und der Wissenschaft statt. Dies ist auch der Grund, warum ich dieses Buch auf keinen Fall als Jugendbuch einstufen würde, obwohl ich es in einigen Buchhandlungen bereits in dieser Sparte entdeckt habe.

Um diese Verknüpfung mit Fiktion und Geschichte interessant und unterhaltsam zu finden, muss der Leser/die Leserin einfach eine gewisse Allgemeinbildung und Abstand zum Erlernten haben.

Im Gegensatz zu Band eins mehren sich hier übrigens die erotischen Szenen, da Matt und Diana ihre Ehe im wahrsten Sinne des Wortes vollziehen. Dennoch sind diese Szenen nicht übertrieben und passen harmonisch in die Handlung. Hier wurde die derzeit hochgepushte Erotik in Büchern nicht künstlich hochgeschraubt: Danke!

Leider endet das Buch mit einem Cliffhanger und selbst im Englischen steht noch nicht fest, wann der dritte Band erscheint, da die Autorin ihn noch nicht beendet hat. Daher vergebe ich ungeduldige 10 von 10 Punkten für diese geschichtsträchtige Fantasyunterhaltung.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 800
ISBN: 978-3764504670


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann


Mittwoch, 27. März 2013

Rezension // Lena Klassen - Wild von SINA


Für mich war dies das erste Buch aus dem Drachenmond Verlag und schon bin ich dem kleinen Verlag total verfallen. Denn schon allein mit den wunderschönen Covern sind echte Hingucker entstanden, so auch mit dem mir jetzt vorliegenden Roman „Wild“.

Und der Titel passt, wie die Faust aufs Auge. Es geht um Gefühle, wilde Gefühle. Was für uns alltäglich ist, ist für die Hauptcharaktere alles andere als normal. Denn einmal wöchentlich bekommen sie ihre Glücksinjektion. Doch irgendwie wirkt diese gerade bei Peas nicht. Sie fühlt sich nicht glücklich und weiß, dass mit ihr etwas nicht stimmen kann. Als eine Glücksinjektion versagt, weiß Pi, dass es eigentlich nur einen Ausweg gibt. Sie muss in die Wildnis, die ihre Heimat umgibt. Doch dort herrschen angeblich Krankheit und Not...

Der Klappentext ist sehr ansprechend, gerade auch, weil ich zur Zeit den Dystopien total verfallen bin. Und schon von Anfang an ist man in der Geschichte gefangen und kann sie – wie fast immer – gar nicht vorstellen, dass es mal eine solche Zukunft geben könnte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und ich konnte kaum von dem Buch loslassen, aber leider gab es auch noch einen Job und Hausarbeit, die erledigt werden wollten.

Diese zukünftige Welt, die die Autorin geschaffen hat, war für mich sehr düster, trotz des vielen Glücks, das vorrangig herrscht. Man fühlt die unterschwellige Gefahr, die überall lauert, sollte jemand aus dem sog. Glücksstrom herausfallen.

Zeitweise störte mich jedoch, dass sich Peas, trotz ihres Klarblicks nach Versagen der Glücksdroge, nur wenig Gedanken darüber machte, warum eigentlich die Menschen in Neustadt eine Droge verpasst bekommen, um glücklich zu sein. Sie macht sich mehr Gedanken um sich selbst und um den Jungen, in den sie verliebt ist, als sich zu fragen, was hinter all dem steckt.

Insoweit sind einige Fragen offen geblieben und leider konnte ich nirgends nachlesen, ob es vielleicht eine Fortsetzung zu dem Buch gibt.

Trotz allem war es ein Lesevergnügen, dass ich absolut empfehlen kann.

Fazit:
Kleiner Punkteabzug wegen offener Fragen, trotzdem Spannung pur.

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Verlag: Drachenmond Verlag
erschienen: 2013
Printseiten: 381
ISBN: 978-3--931989-79-8

s. a. Bibliografie Lena Klassen

Montag, 25. März 2013

Interview // Sebastian Fitzek von SINA

Wer kennt ihn nicht? Den Meister der Thriller, den Schöpfer undurchsichtiger Geschichten. Mit "Das Kind" oder "Der Seelenbrecher" und nicht zuletzt mit seinen neuesten Werken "Abgeschnitten" (zusammen mit dem bekannten Rechtsmedizinier Michael Tsokos) und "Der Nachtwandler" hat er sich unzählige Fans herangezogen und wird diese so schnell nicht mehr los.

Man kennt ihn aus dem Fernsehen, aus dem Internet und ich durfte ich auch schon live erleben: Sebastian Fitzek hat geschafft, was sich viele erträumen. 

Quelle: Sebastian Fitzek/Presse
Und so wurde es Zeit, auch ihm ein paar Fragen zu stellen.

Kleeblatt: 9 Bücher, etliche Kurzgeschichten. Die Fantasie ist das Wichtigste beim Schreiben. Woher nehmen Sie Ihre Ideen?
Sebastian Fitzek: Meistens aus dem Alltag. In meinen Danksagungen beschreibe ich immer die konkreten Situationen, die mich inspiriert haben.

Kleeblatt: Diese "Alltagsideen" führten zu einem Bestseller nach dem anderen. Haben Sie mit Ihrem Erfolg gerechnet?
Sebastian Fitzek: Nein, ganz im Gegenteil. "Die Therapie" startete mit einer Auflage von 4000 Stück. In Deutschland gibt es etwa 5500 Buchhandlungen. Eigentlich war es ausgeschlossen, dass sich mein Debüt zum Bestseller entwickelte, da es ja gar nicht überall erhältlich war. Den Erfolg habe ich zahlreichen Zufällen und glücklichen Fügungen zu verdanken. Vor allen Dingen den Lesern natürlich, die mich weiterempfohlen haben.


Quelle: Sebastian Fitzek/Presse
Kleeblatt: Viele Autoren haben ein persönliches Vorbild, das ihnen Mut gemacht hat, selbst zu schreiben. Gibt es solch ein Idol?
Sebastian Fitzek: Tausende. Eines ist selbstverständlich der Altmeister Stephen King, den ich seit meiner Jugend verehre.

Kleeblatt: Stephen King's Romane sind auch schon reihenweise verfilmt worden. Auch die Verfilmung Ihres Romans "Das Kind" war sehr erfolgreich. Gibt es weitere Pläne für einen neuen Film?
Sebastian Fitzek: Derzeit sind verschiedene Produktionsfirmen mit der Umsetzung meiner Stoffe beschäftigt. Aber solange die Finanzierung nicht steht, will ich noch nicht von ungelegten Eiern reden. Ich bin mir jedoch sehr sicher, dass man demnächst wieder etwas zu sehen bekommt.

Kleeblatt: So etwas hört man natürlich gerne. Weiter hört man sich natürlich auch gerne an, wie es denn mit weiteren Buchprojekten voran geht. Gibt es denn ein solches und wenn ja, was kann man darüber schon erzählen?
Sebastian Fitzek: Nur, dass es wesentlich umfangreicher werden wird als alles, was ich bislang geschrieben habe. Und dass es erstmals nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt spielen wird.

Kleeblatt: International also. Das klingt sehr interessant. Zusammen mit Michael Tsokos haben Sie "Abgeschnitten" geschrieben. Könnten Sie sich eine weitere Zusammenarbeit vorstellen?
Sebastian Fitzek: Natürlich, denn wir sind über die Zusammenarbeit ja auch Freunde geworden. Aber noch fehlt uns eine Idee, die wir ebenso faszinierend finden, wie seinerzeit die Grundidee zu "Abgeschnitten".

Kleeblatt: Ihre Frau ist Ihnen bestimmt eine große Unterstützung. Was sagt aber der Rest Ihrer Familie und Freunde über die doch recht "kranken" Geschichten?
Sebastian Fitzek: Die lesen alle auch so gerne Thriller, nicht nur meine. Wundern tun die sich höchstens über sich selbst, weshalb die so "krankes Zeugs" gut finden.

Kleeblatt:  Mal eine Frage zum privaten Sebastian Fitzek. Was tun Sie zur Entspannung vom Alltag?
Sebastian Fitzek: Ich treffe mich gerne mit Freunden, spiele Tennis, Schlagzeug oder liege faul auf dem Sofa mit einem Buch in der Hand.


Quelle: Sebastian Fitzek/Presse
Kleeblatt: Gibt es ein Lieblingsessen oder gar ein Rezept, dass Sie empfehlen könnten?
Sebastian Fitzek: Ich kann leider überhaupt nicht kochen, sehr zum Leidwesen meiner Frau, der ich höchstens eine Leberwurststulle schmieren könnte. Das mach ich aber gut!

Kleeblatt: Urlaubsplanung: Wo würde es hingehen?
Sebastian Fitzek: Am liebsten an den Strand.

Kleeblatt: Gibt es eigentlich einen persönlichen Liebling aus den eigenen Romanen?
Sebastian Fitzek: Das ist wie die Frage nach dem Kind, das man von seinen eigenen am liebsten hat. Es ist tagesformabhängig. Wenn ein neues Buch erscheint, dann ist es das aktuellste. Wenn "Der Seelenbrecher" als Theaterstück aufgeführt wird, dann ist es das. Oder wenn in Frankreich "Die Therapie" in die Bestsellerliste einsteigt, dann liebt man dieses Buch auf einmal am meisten. Letztlich ist es aber immer das Buch an dem man gerade schreibt. Würde ich nicht die Hoffnung haben, es würde mein Lieblingsbuch werden, müsste ich sofort wieder aufhören. 

Kleeblatt: Zum Abschluss kommt meine Lieblingsfrage: Wie lautet Ihr Lieblingszitat?
Sebastian Fitzek: Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich will nur nicht dabei sein, wenn es passiert. (Woody Allan)

Herzlichen Dank für das Interview, Herr Fitzek. Jetzt heißt es warten auf das nächste Projekt.

Sonntag, 24. März 2013

Rezension // Claudia Brendler - Eiertanz von SONJA

© Sonja Kochmann

Die Kölnerin Georgina bekommt von ihrer Chefin den Auftrag im oberbayrischen Neuenthal ein Testament im Haus der verstorbenen Tante zu suchen. Doch hier dreht sich die Welt langsamer und die "Einheimischen" sind so gar nicht auf einer Wellenlänge mit Gina. Bis auf einer....

Die Konstellation Großstadtpflanze muss wegen Erbe in die Pampa und trifft auf örtlichen Widerstand ist nicht neu. Aber dies ist bei Liebesromanen häufig ein Problem. Schließlich kann man das Rad nicht neu erfinden.

Das Problem ist in dieser Variante keins: denn der Roman ist aufgrund charmanter Figuren: fluchender Papagei, sächsische Touristen, schicker Tauchlehrer, pfundige Bierkönigin, kuhkuschelnde Wirtin, veganer Koch und und und einfach zum Schmunzeln. Die Liebesgeschichte ist bei dem ganzen Kuddelmuddel fast nebensächlich und ich musste doch einige Male ordentlich Grinsen.

Die eingeflochtenen Dialekte auf bayrisch und sächsisch stören nicht (Anfänglich war ich skeptisch, aber Dank Glossar und inhaltliche Zusammenhänge gut verständlich.)

Interessant fand ich Kuhkuscheln und dass sich Gina als Ansprechpartnerin für ihre Sorgen und Nöte an die Kuh Regula wendet. Immer wenn sie nach Gelassenheit sucht, versucht sie ihre innere Kuh zu finden. Köstlich wenn man hierbei an die innere Göttin von Shades of Grey denken muss. Gott sein dank ist dies nur eine Randnote und die innere Kuh tritt nur 1 - 2 Mal auf ;-) Auch die andere tierische Hauptperson, der Papagei Picco, ist mir mit seinem Gefluche ordentlich ans Herz gewachsen.

Als ich auf der Buchmesse Band 2 "Paarungszeit" entdeckt habe, habe ich mich ordentlich gefreut, denn es ist eine Fortsetzung mit den schrulligen Neuenthalern und steht bereits auf meiner Wunschliste. Ich vergebe 10 von 10 Punkten!

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2012
Seiten: 336
ISBN: 978-3426652824

Rezension // Jamie Purviance - Weber's Grill-Bibel (Sina)

Grillen ist eine Leidenschaft, die Millionen von Menschen vereint. Da wird gefachsimpelt, was das Zeug hält. Welcher Grill ist der Richtige? Holzkohle, Gas oder Elektro? Was wird wie gegrillt? Welche Zutaten werden verwendet?

Es gibt Fragen über Fragen und jeder hat seine Vorlieben. Wenn man jedoch offen für Neues ist, greift man am Besten zur Bibel – der Grill-Bibel. Denn hier wird einem einfach alles vorgestellt, was man wissen muss.

Von der Art des Grills, über die Art des Grillens bis hin zu den Rezepten, Grillhilfen, Zubehör und Grillpraxis. In diesem Buch ist alles vorhanden. Keine Fragen bleiben offen und man wird in Geschmackswelten eingeführt, die man sich vorher nicht vorstellen konnte.

Das Buch zeigt zu Anfang auf, welche verschiedenen Grillmethoden es eigentlich gibt, welche Vor- und Nachteile vorhanden sind, ob man lieber direkt oder indirekt grill.

Dann folgen die Rezepte, welche genau beschrieben und auch bebildert sind. Hier geht es von Lamm über Rind bis hin zu Fisch, Obst und Gemüse.
Bei den Rezepten läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Es gibt Rezepte wie Lammkoteletts in usbekischer Sauce, „Pulled-Pork-Sandwiches oder persische Hähnchenspieße, gegrillter Kürbis und Süßkartoffeln. Es ist für jeden Geschmack was dabei.

Wir haben schon einiges ausprobiert und empfehlen können wir besonders das Bierdosenhähnchen sowie die Putenbrust mit Kräuterfüllung im Speckmantel.

Am Ende des Buches wird die Praxis des Grillens erklärt, wie man bestimmte Würzmischungen herstellt oder Saucen und Marinaden, aber auch die Wartung des Grills oder die Sicherheit.

Fazit:
Ein rundum informatives Wissen über das Grillen und unverzichtbar.

Köstliche 10 von 10 Punkten.

Verlag: GU
erschienen: 2010
Printseiten: 320
ISBN: 9783833818639


Rezension // Hubert Wolf - Die Nonnen von Sant'Ambrogio (Sina)

Durch Blogg Dein Buch bin ich auf dieses Buch aus dem Verlag C.H. Beck aufmerksam geworden. Und die Inhaltsangabe hat mich dann doch gereizt. Welche Machenschaften gingen vor direkt vor der Nase des Vatikans und somit des Papstes? Waren die Nonnen mit dem Teufel im Bunde? Welche Drahtzieher standen dahinter? Und vor allem: Warum hat dies keiner richtig wahrhaben wollen? All diese Informationen findet man in „Die Nonnen von Sant'Ambrogio“.

Gleich zu Anfang wird einem Katharina von Hohenzollern vorgestellt, die nach schwerer Krankheit endlich in dem Kloster Sant'Ambrogio versucht, ihren Frieden zu finden und den Rest ihres Lebens dort verbringen möchte. Doch schon nach kurzer Zeit macht sie Entdeckungen, die sie daran zweifeln lassen, ob im Kloster alles mit rechten Dingen vorgeht. Als sie dann noch vermutet, dass ihr durch Giftanschläge nach dem Leben getrachtet wird, wendet sie sich an ihren Cousin und bittet um Hilfe. Ihr Cousin kann sie aus dem Kloster herausholen und gleich danach beschuldigt Katharina das Kloster und vor allem die Klostervorsteherin, Maria Luisa, ihr nach dem Leben getrachtet zu haben und sogar mit dem Teufel im Bunde zu sein.

Der Autor nimmt sich diesem „Fall“ an und stellt minutiös dar, was 1859 passiert sein könnte. Er sichtet Akten, Papiere, Bücher und rekonstruiert den Alltag, das Leben und die Verschwörungen.

Zeitweise war mir der Ton etwas zu trocken und so habe ich für diesen 544 Seiten langen Bericht auch etwas länger gebraucht als gedacht. Trotzdem hat mich zwischendrin immer wieder die „Spannung“ gepackt und ich wollte die Hintergrundfakten in mich aufnehmen.

Anstrengend war die sehr kleine Schrift, musste ich das Buch doch öfters zur Seite legen, um mich von dieser Anstrengung zu erholen.

Es war sehr interessant zu erfahren, was den genau in diesem Kloster so vor sich gegangen ist. Die Tatsache, dass dieses Kloster auch noch gegenüber des Vatikans steht und sich somit diese Teufeleien direkt vor dem Auge des Papstes zugetragen haben, lässt mich doch wieder daran zweifeln, ob in der katholischen Kirchen alles mit rechten Dingen vor sich geht.

Die letzten knapp 100 Seiten widmet der Autor einer Danksagung und den Quellenangaben, die recht umfangreich sind. Respekt vor dem Autor, dass er dies alles gesichtet hat.

Fazit:
Interessant, was hinter den verborgenen Türen der Kirche so vor sich ging oder gar noch geht!

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: C.H. Beck
erschienen: 2013
Printseiten: 544
ISBN: 978-3-406-64522-8

s. a. Bibliografie Wolf Huber

Donnerstag, 21. März 2013

Special // Michelle Raven: Dyson-Einführung von SONJA

© Michelle Raven

Michaela Rabe (alias Michelle Raven) ist inzwischen aus der Buchhandlung nicht mehr wegzudenken. Eine Vielzahl an Romen und auch Reihen stapeln sich im Sortiment. Im März 2013 erscheint die Dyson-Dilogie und kleeblatts-bücherblog hat bei der Autorin nachgefragt, was es mit den Dysons auf sich hat:


Was passiert ...

... wenn eine Paläontologin bei einer Ausgrabung viel mehr ausgräbt, als ihr eigentlich lieb ist und sich der vermeintlich Tote dann auch noch als quicklebendig herausstellt?

In dieser unangenehmen Situation befindet sich Samantha ‘Sam’ Dyson in ‚Eine unheilvolle Begegnung’, als sie auf dem Colorado Plateau im Südwesten der USA nach Fossilien gräbt. Die Antwort: Ganz klar, sie buddelt ihn trotzdem aus. Natürlich ahnt sie nichts davon, dass sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen in ihrer Umgebung in Gefahr bringt, aber das hätte sie sowieso nicht aufgehalten.

Als Handlungsort habe ich den heißen, trockenen Südwesten gewählt, und dazu eine Heldin, die in eine Situation gerät, die völlig jenseits ihrer bisherigen Erfahrungen liegt. Zuzusehen wie sie sich durchkämpft, dabei auch noch dem Helden das Leben rettet und sich schließlich in ihn verliebt, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Je weiter die Geschichte gedieh, desto klarer war, dass diesmal nicht der Mann die Hauptperson sein würde, sondern Sam. Und natürlich die grandiose Natur des Colorado Plateaus.

Da ich seit Jahren von Fossilien und insbesondere Dinosauriern fasziniert bin, war es für mich kein weiter Sprung zu einer Paläontologin als Heldin. Ihr konnte ich mein Interesse an der Landschaft, den Fossilien und deren Entstehung mitgeben und sie ein wenig darüber berichten lassen. Sam liebt die Ruhe und den Frieden auf dem Colorado Plateau und hätte dort sicher ewig weitergegraben wenn ich ihr nicht den Helden und die Gefahr, die er mit sich bringt, geschickt hätte. Ich liebe es einfach, meine Figuren durch die Hölle zu schicken und zuzusehen, wie sie sich mühsam wieder herauswinden, um dann zu ihrem wohlverdienten Happy End zu gelangen.

Der zweite Band der Dilogie ‚Verhängnisvolle Jagd’ spielt zuerst in Südafrika, genauer gesagt im Hluhluwe-Umfolozi-Park, auch hier habe ich wieder viel Wert auf die Natur gelegt, in der sich die beiden Helden Laurel Harrison und Rey Dyson im Rahmen einer Wandersafari aufhalten. Neben der Landschaft kommen diesmal auch etliche Tiere vor – und Verbrecher, die nicht davor zurückschrecken, unliebsame Zeugen zu beseitigen. Das führt dazu, dass sich Laurel und Rey viel schneller zusammenraufen müssen, als sie es normalerweise getan hätten. Zusammen erkunden sie dann auch den Grand Canyon – nur um abermals in Gefahr zu geraten.

Beide Bände der Dyson-Dilogie sind also randvoll mit Natur, Spannung und natürlich Romantik. Viel Spaß mit den Dysons!

Vielen Dank an Michaela Rabe alias Michelle Raven! Wer mehr über die Autorin wissen will, kann in unserer Bibliografie nachschauen.


Bericht //s Leipziger Buchmesse 2013 von SONJA

Eigentlich wollte ich schon vor Tagen, von diesem langersehnten Besuch in Leipzig berichten, aber wie es nun mal so ist, liege ich bei diesem Wetter (Minusgrade, Schnee) flach und leide mit Tee, Schal und Buch im Bett bzw. auf dem Sofa. So genug gejammert.


© Sonja Kochmann


Schön wars. Aber was genau?


© Sonja Kochmann


Zum einen macht es immer wieder Spass in Büchern zu wühlen und darüber zu fachsimpeln, wenn man jemanden dabei hat, der genauso buchverrückt ist, wie man selbst. 


Danke Sina! 

Zum anderen hatten wir dieses Jahr einen Presseausweis und so konnte man bei den fortschrittlich eingestellten Ständen (Es gibt leider auch einige Verlage, die auf Blogger nicht so positiv reagieren.) durchaus an Flyer und Co. herankommen, die der normale Messebesucher nicht bekommt. Dies summiert sich übrigens zu einer enormen Papierflut, die auch ordentlich schwer ist. Ich danke an dieser Stelle meinem Mann, der mir vorsorglich zu Weihnachten einen rollbaren Rucksack geschenkt hat.

Am Stand von Randomhouse hatten wir die Gelegenheit neben den Verlagsmitarbeitern Sebastian Rothfuss und Kristin Schmidt und auch den Autor Eric Berg (Walz) mit Fragen zu löchern ud bekamen einen großzügigen Stapel Rezensionsexemplare. Es ergab sich trotz Menschenmenge eine angenehme und lockere Gesprächsrunde, die man trotz anstehender Lesungen und Signierstunden gar nicht verlassen wollte. Liebe Grüße auch an all die Blogger, die sich an dieser Stelle gesammelt haben und zum Teil das erste Mal live und in Farbe gesehen haben!


© Sonja Kochmann


Das man gar nicht alles schafft, ist uns trotz Vorplanung auch in diesem Jahr wieder nach und nach klar geworden. Denn die Wege zwischen den Hallen waren zum Teil so überfüllt, dass man gar nicht rechtzeitig von A nach B kam.

Dennoch konnte ich einige Autogramme in meine Sammlung integrieren (Dan Wells, Meggie Stiefvater, Britta Strauß, Jennifer Schreiner, Eric Berg). Teilweise hatte man auch die Möglichkeit im Gemenge die Autoren einfach auch nur sichten, da auch diese sich mühsam voran geschoben haben (Markus Heitz, Gesa Schwartz).


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Schön und locker fand ich dieses Jahr die Autorengespräche (Michael Tsokos und Sebastian Fitzek, Shalom Auslander). Im nächsten Jahr werde ich dort bestimmt wieder vorbeischauen.



© Sonja Kochmann



© Sonja Kochmann

Großes Lob geht auch an die vielen Cosplayer, die sich jedes Jahr soviel Mühe mit ihren Kostümen geben. Das sind echte Fans, die leider aufgrund des Wetters, dieses Jahr ihre Fotos alle in der Halle machen mussten.


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Aufgrund der Fülle an Informationen und des nervigen Gedränges wollten Sina und ich am Samstag nur mal kurz beim Lagerverkauf vom Momox vorbeischauen. Ja, es waren dann doch 2 Stunden. Ich habe zwischendurch meinem Mann ein Bild von der Halle geschickt und er sagte nur: "Die armen Bäume!" 


© Sonja Kochmann


Wir haben unseren Recycling-Beitrag geleistet und ordentlich Bücher gekauft. :)


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Fürs nächste Jahr bitte wieder Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen!

Rezension // Eric Berg - Das Nebelhaus von SINA

Schon allein das Cover ist ein Hingucker. Grüne Farben dominieren und lenken den Blick auf ein leicht verschwommen wirkendes Haus, stehend am Wasser, umgeben von Schilf und Sand. Dieser verschwommene Blick ist wohl das Synonym für das Geheimnis, dass das Haus umgibt.

Denn auf der Insel Hiddensee ist das Haus nur als das „Nebelhaus“ bekannt und dort geschah schreckliches. In der „Blutnacht von Hiddensee“ wurden drei Menschen ermordet. Die Mörderin wollte Selbstmord begehen, liegt jedoch nach dem gescheiterten Versuch im Koma im Krankenhaus. Vor zwei Jahren war diese Schreckensnacht und nun versucht Doro Kagel, Journalistin mit Herzblut, hinter Geschehnisse zu blicken und herauszufinden, was genau in dieser Nacht passiert ist. Zusammen mit Yim, dem Sohn eines Mordopfers, rollt sie den Fall neu auf und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.

Eric Berg, den ich auch persönlich kennenlernen durfte, hat mit diesem Kriminalroman zweifach ins Schwarze getroffen. Zuerst ist die Spannung, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, förmlich spürbar und zweitens fällt auf, dass gar nichts auffällt, d. h. egal wie lange man liest, man weiß einfach nicht, wer denn nun den Mord begangen hat. Immer wieder hat jeder der Personen ein Tatmotiv und immer wieder wird man abgelenkt und zu neuen Spekulationen gedrängt.

Die Schreibweise des Romans ist sehr gelungen. Abwechselnd wird entweder aus der Sicht Doro Kagels (in Ich-Form) in der Gegenwart erzählt, dann wiederum aus der Vergangenheit von vor zwei Jahren und dort aus Sicht jedes einzelnen, der in der Blutnacht im Haus zugegen war.

Der Hauptcharakter Doro ist eine sympathische Frau, die ihr Päckchen allein zu tragen hat und versucht, ihren Platz im Leben zu finden. Mit Yim, dem Sohn eines Mordopfers, hat sie einen netten Mann an ihrer Seite, der zwar nicht versucht, ihr an der Auflösung des Falles aktiv zu helfen, sich aber anderweitig für sie interessiert. Sein passives Verhalten wird jedoch aufgeklärt und so kann man es ihm auch nicht verübeln.

Auf den letzten Seiten es Buches war ich dann doch noch etwas geschockt, wer genau denn alles umgebracht wurde und wie, da hier das Kopfkino doch ordentlich Bildmaterial geliefert bekam, trotzdem war ich zufrieden mit dem Ende und konnte auch alles logisch nachvollziehen.

Für seinen ersten Kriminalroman des Autors wird ein Bravourstück abgeliefert, das ich allen nur Wärmstens empfehlen kann. Ich bin schon jetzt gespannt auf den zweiten Roman, der derzeit in Arbeit ist.

Gerade der Schreibstil des Autors, der zwar manchmal etwas zu detailreich ist, jedoch keineswegs eintönig oder langweilig, hat mich überzeugt, mir dann auch mal die von ihm geschriebenen historischen Romane näher anzusehen.

Fazit:
„Das Nebelhaus“ hat überzeugt und gerade die Hauptfigur mit Ecken und Kanten macht das Buch deshalb noch lesenswerter.


Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Limes Verlag
erschienen: 2013
Printseiten: 410
ISBN: 978-3-8090-2615-0

s. a. Bibliografie Eric Berg

Rezension // Michael Tsokos - Die Klaviatur des Todes von SONJA


Michael Tsokos stellt in diesem neuen Werk einige Fälle der Rechtsmedizin vor, bei deren Lösung er und sein Team maßgeblich beteiligt waren. 


Das Buch ist trotz Fachausdrücke klar und verständlich für den Laien geschrieben und schildert den aufgeklärten Fall vom Anfang bis zum Ende. Man bekommt einen guten Eindruck davon, was den Tatortermittler bzw. die CSI-Ermittler vom tatsächlichen Rechtsmediziner unterscheidet.

Ich fand es bei einigen Fällen interessant, die Sichtweise von Herrn Tsokos zu lesen, da ich die Fälle teilweise aus der Zeitung kannte und mich tatsächlich an Bruchstücke der Berichterstattung erinnern konnte. Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, fand ich die Fälle teilweise so spannend, dass ich das Kapitel erst zu Ende lesen musste, bevor ich das Buch aus der Hand legen konnte.

Da dies zwar mein erstes Buch von Michael Tsokos war, er aber neben dem Thriller mit Sebastian Fitzek noch weitere Bücher geschrieben hat, werde ich diese doch mal auf meine Wunschliste setzen. Denn die angesprochenen Kriminalfälle waren interessant und informativ.

Aktenzeichen X,Y in Buchform. 10 von 10 Punkten.

ZUSATZ:
Ich hatte auf der Leipziger Buchmesse 2013 Gelegenheit an einem Autoreninterview mit Michael Tsokos und Sebastian Fitzek teilzunehmen und ich fand beide sehr sympathisch. Sollte demnächst in meiner Nähe eine Lesung mit dem Autor (oder sogar beiden) stattfinden, versuche ich auf jeden Fall hinzugehen.


© Sonja Kochmann


Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2013
Seiten: 336
ISBN: 978-3426276020

Dienstag, 19. März 2013

Treffen mit Eric Berg (Sina)

Die Verlage Blanvalet, Limes und Penhaligon in der Verlagsgruppe Random House ist immer für Überraschungen gut und diesmal wollte sie die Blogger mal persönlich kennenlernen und rief zu einem Treffen am Stand auf der Leipziger Buchmesse 2013 auf. Dieser Einladung sind wir gerne nachgekommen und als Schmankerl gab es dann noch ein Treffen mit dem Autoren Eric Berg alias Eric Walz (bekannt für historische Romane wie "Die Herrin der Päpste" oder "Die Glasmalerin"). 

© sonja kochmann
Sein neuester Roman ist jedoch diesmal ein Krimi namens "Das Nebelhaus"

Wir hatten auch die Gelegenheit, ein paar Fragen an Eric Berg zu stellen. Und dies wurde von uns auch fleißig genutzt.

Auf die Frage hin, warum er gerade einen Roman auf der Ostseeinsel Hiddensee spielen lässt, beantworte er damit, dass ihm die Insel einfach gut gefallen hat. Sie wäre verwunschen, liege abseits, er sei einfach fasziniert von der Insel. 
Inzwischen habe er auch ein zweites Buch in Arbeit, über das er jedoch noch nicht sehr viel verraten hat.

Eric Berg hat eine sehr sympathische Ausstrahlung. Man merkte ihm an, dass er mit Herzblut bei der Sache ist.

Er nahm sich sehr viel Zeit für uns Blogger und beantwortete viele Fragen rund um Bücher, sein Privatleben und seine Arbeit. Es war interessant, hinter die Kulissen zu schauen und Einblick in das Leben und Schaffen eines Autors zu erhalten.

Sein Buch "Das Nebelhaus" kann ich jetzt übrigens auch mein Eigen nennen und signiert ist es natürlich auch.

© sina frambach

Lesung // Stefan Seitz von SINA

Stefan Seitz ist bekannt für seine Reihe "Das Unkrautland", der ich schon seit längerer Zeit verfallen bin. Es war also für mich ein Muss, Stefan Seitz auf der Leipziger Buchmesse zu "besuchen" und mir seine Lesung anzuhören.

Quelle: Stefan Seitz
Er las aus seinem ersten Buch "Auf den Spuren der Nebelfee" und stellte somit sein "Unkrautland" erst mal vor. Die Lesung war sehr gut besucht und man merkte ihm deutlich an, dass er sich darüber sehr freute.

Die Reihe besteht zur Zeit aus drei Bänden und einem sogenannten Bilderbuch namens "Anuras Pforte", in welchem die Vorgeschichte bebildert wird. 

Stefan Seitz hat eine sehr angenehme Stimme, ich hätte ihm gerne länger zugehört, aber leider war die Zeit für die Lesung begrenzt.

© sina frambach
Natürlich gab er auch Autogramme und so konnte man ihm auch ein paar kurze Fragen stellen. Die dringendste Frage bei allen war wohl, wann denn der vierte Band erscheinen würde. Hier wurde leider eine etwas abschmetternde Antwort gegeben. Es wird noch länger dauern, bis Band 4 erscheint, doch die Begründung hat uns alle wieder etwas aufgebaut. Zur Zeit sind nämlich Verhandlungen bezüglich eines Filmes in Gange. 

Das wäre natürlich grandios, denn die Bücher bilden eine gute Vorlage für einen Film.

Dann wünsche ich natürlich mal alles Glück, dass es wirklich soweit kommt. Und natürlich, dass Band 4 vielleicht doch nicht mehr so lange auf sich warten lässt.

#lbm13 - Leipziger Buchmesse 2013 (Sina)

Freitag, 15.03.2010: Mein Wecker klingelt und auf einen Schlag bin ich hellwach. Heute geht’s nach Leipzig. Aber vor mir liegt noch eine knapp 4 ½stündige Fahrt mit dem Auto. Aber letztes Jahr kam mir das gar nicht so lang vor, dank eines guten Hörbuchs. Auch dieses Jahr hat mir das die Fahrt versüßt. „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer war es diesmal.
In Leipzig angekommen, habe ich erst mal meine Mitbloggerin und Freundin Sonja am Bahnhof abgeholt. Wir fuhren zum Hotel, richteten uns häuslich ein und dann ging es auch schon gleich los zur Messe.

© sina frambach
Nach der Akkreditierung für den Presseausweis haben wir dann gleich mal die Hallen gestürmt und uns von dem reichlichen Angebot an Büchern überwältigen lassen. Wir waren zwar etwas orientierungslos, weil die Anordnung der Stände nicht der Anordnung des letzten Jahres entsprach, aber nach kurzer Zeit war das dann auch geregelt.

Wir stöberten, fanden neue Ideen und natürlich waren es mal wieder die Cosplayer, über die man einfach nur staunen kann, mit welch Fantasie sie ihre Kostüme aussuchten. Aber hierüber gibt es einen gesonderten Bericht (KLICK).

Besonders gut hat mir der Stand mit den gefalteten Büchern gefallen:
 
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Umgehauen haben mich die Preise. Ab 120 Euro aufwärts (www.diebuchbar.de). Aber trotzdem wunderschön. Vor allem die Idee für die Osterdeko, die man auch leicht selbst machen kann.

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Sebastian Fitzeks Stand war natürlich Pflichtprogramm.

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Bei der Autorenbuchhandlung sahen wir uns das Programm an und hatten Glück, denn kurze Zeit später würden Sebastian Fitzek und Michael Tsokos ihr gemeinsames Buch „Abgeschnitten“ vorstellen. Ich habe es schon gelesen und Sonja möchte noch, also war es gleich beschlossene Sache: da müssen wir hin.

Um einen guten Platz zu bekommen, waren wir natürlich etwas früher da und hatten so das Vergnügen einem mir unbekannten Autoren namens Shalom Auslander zu lauschen, der sein Buch „Hoffnung: Eine Tragödie“ vorgestellt hat. Mich persönlich hat das Buch angesprochen. Aber lest Euch selbst durch, um was es geht (Hoffnung: eine Tragödie). Herr Auslander war auch sehr nett, witzig und hat aus seinem Leben geplaudert. Sehr sympathisch.

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Dann kam das Freitags-Highlight. Sebastian Fitzek und Michael Tsokos, ein eingespieltes (Dream)Team mit Witz, Charme und einem herrlichen Sarkasmus. Aber hiervon möchte ich gerne in einem eigenen Post berichten. Meinen Bericht zum Interview findet Ihr HIER.

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Signiert haben die beiden dann natürlich auch. Und kurzerhand habe ich mich entschlossen, das Buch von Michael Tsokos „Die Klaviatur des Todes“ zu kaufen. Und natürlich dann auch signieren zu lassen.

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Wir hatten gehofft, auch die dritte im Bunde, Corinna, kurz zu sehen, aber leider waren wir zu spät und Corinna mit ihrem Mann schon im Werksverkauf der Firma Momox verschollen.

Damit ging dann auch der erste Messetag für uns zu Ende. Nach einem kurzen Imbiss fuhren wir dann ins Hotel zurück.

Am nächsten Morgen nach einem stärkenden Frühstück ging es dann weiter.

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Wir schlenderten zuerst mal hierhin, mal dorthin. Ein Stand, den man auf Facebook auch schon sehr oft bewundern durfte war folgender:

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Die Kampagne „Vorsicht Buch!“ finde ich sehr gelungen. HIER geht’s zur Homepage.

Danach trennten Sonja und ich uns für kurze Zeit. Ich wollte um 11 Uhr zur Lesung von Stefan Seitz, während Sonja sich zum Signieren bei Dan Wells anstellen wollte.

Stefan Seitz hat „Die Unkrautland“-Reihe geschrieben und nun wollte ich ihn einmal persönlich kennenlernen. Den Bericht zur Lesung findet Ihr HIER.

Nach der Lesung bin ich zu Sonja, die sich mittlerweile zum Signieren in die Schlange von Maggie Stiefvater gesellt hatte.

Da bei Dan Wells gerade nicht viel los war, habe ich mir dort noch ein Autogramm besorgt und zufällig war auch noch Britta Strauß da, bei ihr hab ich auch gleich um ein Autogramm gebeten.

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Dabei ist mir der Drachenmond Verlag aufgefallen mit wunderschönen Buchcovern. Diesen Verlag werde ich mal näher im Auge behalten.

Ein Autogramm bei Maggie Stiefvater haben wir uns dann auch noch abgeholt. Maggie war sehr sympathisch und hatte für jeden noch ein nettes Wort.

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Dann war wieder Gucken, Staunen und Stöbern angesagt. Wir hatten bis 14 Uhr Zeit, weil dann ein Bloggertreffen am Stand der Verlage Blanvalet, Limes und Penhaligon in der Verlagsgruppe Random House stattfinden sollte. Dies war eine tolle Idee, nicht nur, um die Verlage näher kennenzulernen, sondern auch mal die Menschen hinter ihren Blogs kennenzulernen. So z. B. Natalie von mem-o-ries oder auch Christina von pudelmuetzes buecherwelten, die unter anderem auch die Aktion am Welttag des Buches „Blogger schenken Lesefreude“ ins Leben gerufen hat.

Nach einer kurzen Unterhaltungsrunde haben wir dann auch ein privates Gespräch mit dem Autoren Eric Berg führen können, der uns sein neues Buch „Das Nebelhaus“ vorgestellt hat.

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Einen ausführlichen Bericht findet Ihr HIER.

Danach schlenderten wir noch weiter durch die Hallen. Unterwegs liefen uns dann noch ein paar Autoren über den Weg.

So zum Beispiel Zoë Beck, Markus Heitz und Wolfgang Hohlbein.
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Um 16.30 Uhr taten uns die Füße weh und wir hatten alles gesehen, was wir sehen wollten. Doch zog uns noch etwas magisch an. Gegenüber der Messe ist das alte Quelle-Gelände, in welchem sich die Firma Momox nun angesiedelt hatte. Über 500.000 Bücher für je 1 Euro wurden dort verkauft und als Buchjunkie führt da natürlich kein Weg vorbei. Elf Bücher sind es bei mir geworden.

Wir fuhren zurück zum Hotel und nach einem Abendessen und einer (nicht ganz so heißen) Dusche sind wir dann müde ins Bett gefallen.

Viele Eindrücke habe ich mitgenommen, viel Neues gesehen, viele Anregungen habe ich mir geholt.

Am Sonntag ging es dann wieder Richtung Heimat, diesmal mit dem zweiten Teil der Artemis Fowl-Reihe. Den habe ich jedoch nicht ganz geschafft.

Es war einfach wieder klasse und ich weiß genau: nächstes Jahr sind wir wieder dabei!!!