Sonntag, 31. März 2013

Rezension // Claudia Brendler - Paarungszeit von SONJA

© Sonja Kochmann

Nach Eiertanz kommt Paarungszeit: Im oberbayrischen Neuenthal herrscht mal wieder Chaos und Kriegsstimmung: Therese kandidiert um das Amt der Bürgermeisterin und hat einige Gegenkandidaten, die mit Unterstützung der Strobls zu unfairen Mitteln greifen. Susn will heiraten und der Bräutigam und die Schwiegereltern sind so gar nicht Thereses Geschmack. Dennoch wird der Erzeuger von Susn eingeladen und.....

Die bereits aus dem ersten Band "Eiertanz" bewährte Mischung aus schrulligen Hauptfiguren gemischt mit Dialekt aus hochdeutsch, bayrisch und sächsisch bekommt hier hammerharte Verstärkung: französische Touristen mit einem Hauch Englisch: Zum Schießen.

Trotz allem Chaos bahnen sich hier mehrere Liebesgeschichten ihren Weg mit denen man so anfänglich nicht gerechnet hat. Die erotische Literatur wird von der Autorin ordentlich aufs Korn genommen und bei Brustwarzön und Co. kann kein Auge trocken bleiben.

Für diesem Schenkelklopfer hab ich nur zwei Tage gebraucht, da ich aus dem Grinsen nicht mehr herauskam. Ich würde sogar von meiner Familie gefragt, was ich da bloß lese: 10 von 10 Punkten! Hosd mi?

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2013
Seiten: 336
ISBN: 978-3426213643

Rezension // Ursula Poznanski - Blinde Vögel von SONJA


Ein Mann und eine Frau werden tot in Salzburg aufgefunden. Sie haben scheinbar keine Beziehung zueinander. Doch Beatrice Kaspary und Florin Wenninger nehmen die Ermittlungen auf und entdecken eine Gruppe bei facebook, denen beide angehörten: Lyrik. Beatrice beginnt verdeckt zu recherchieren. Die Lyrik ist düster und alles andere als lebensfroh. Kurz darauf stirbt erneut ein Gruppenmitglied....

Bis zum finalen Endspurt hatte ich für einzelne Bereiche lediglich Vermutungen. Das große Ganze hätte ich nie vermutet und ist einfach genial zusammengesetzt.

Der Leser ist genauso ratlos wie die beiden sympatischen Ermittler, die zusätzlich zu dem verzwickten Fall noch mit ihrem Privatleben klar kommen müssen. Dies setzt inhaltlich (ohne Voraussetzung zu sein) an den ersten Band "Fünf" an und endet hier leider offen, so dass ich mir doch wünsche, dass es einen weiteren Band geben wird. Schließlich möchte ich schon wissen, wie es mit diesem sympathischen Duo weitergeht. Auch die schrulligen Kollegen und der nörgelige Chef geben Anlass auf Band drei zu hoffen. (Ich bin nicht neugierig, ich will es bloß wissen.)

Der Schreibstil ist leicht und locker und hat ab und an Chat und Posting-Einschübe von facebook. Sogar das Symbol für "gefällt mir" taucht auf, so dass ich mich schon gefragt habe, ob der Verlag die Genehmigung dafür hat; schließlich ist facebook diesbezüglich ja auch sehr klagefreudig.

Obwohl das Buch 480 Seiten hat, habe ich nur zwei Tage benötigt, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Daher vergebe ich klare 10 von 10 Punkten.

Verlag: Wunderlich
erschienen: 2013
Seiten: 480
ISBN: 978-3805250450


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann

Rezension // Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt von SONJA

© Sonja Kochmann

Da Diana mit Matthew in die Vergangenheit reisen muss, um das verlorene Manuskript zu suchen und dort ihre Hexenkräfte durch andere Hexen zu schulen, landen die beiden im elisabethanischen London. Dianas Historiker Herz schlägt bei all den Begegnungen und Konfrontationen höher, doch auch die Vergangenheit birgt Gefahren und die Bedrohung der Gegenwart ist auch hier spürbar.

Schon der erste Band der sogenannten All Souls Trilogie "Die Seelen der Nacht" hatte es mir trotz einiger Längen angetan. Diese längeren Strecken, die der Einführung in die Geschichte dienten, hat dieser Band zwei nicht.
Der Leser ist sofort in der Geschichte drin, die unmittelbar an Band eins anknüpft, der einfach Voraussetzung für dieses Leseerlebnis ist.

Die Hauptfiguren in das elisabethanische London zu schicken, fand ich sehr interessant: Denn hier findet eine Konfrontation mit Elisabeth Tudor, William Shakespeare und einigen anderen wichtigen Persönlichkeiten der Geschichte und der Wissenschaft statt. Dies ist auch der Grund, warum ich dieses Buch auf keinen Fall als Jugendbuch einstufen würde, obwohl ich es in einigen Buchhandlungen bereits in dieser Sparte entdeckt habe.

Um diese Verknüpfung mit Fiktion und Geschichte interessant und unterhaltsam zu finden, muss der Leser/die Leserin einfach eine gewisse Allgemeinbildung und Abstand zum Erlernten haben.

Im Gegensatz zu Band eins mehren sich hier übrigens die erotischen Szenen, da Matt und Diana ihre Ehe im wahrsten Sinne des Wortes vollziehen. Dennoch sind diese Szenen nicht übertrieben und passen harmonisch in die Handlung. Hier wurde die derzeit hochgepushte Erotik in Büchern nicht künstlich hochgeschraubt: Danke!

Leider endet das Buch mit einem Cliffhanger und selbst im Englischen steht noch nicht fest, wann der dritte Band erscheint, da die Autorin ihn noch nicht beendet hat. Daher vergebe ich ungeduldige 10 von 10 Punkten für diese geschichtsträchtige Fantasyunterhaltung.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 800
ISBN: 978-3764504670


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann


Sonntag, 24. März 2013

Rezension // Claudia Brendler - Eiertanz von SONJA

© Sonja Kochmann

Die Kölnerin Georgina bekommt von ihrer Chefin den Auftrag im oberbayrischen Neuenthal ein Testament im Haus der verstorbenen Tante zu suchen. Doch hier dreht sich die Welt langsamer und die "Einheimischen" sind so gar nicht auf einer Wellenlänge mit Gina. Bis auf einer....

Die Konstellation Großstadtpflanze muss wegen Erbe in die Pampa und trifft auf örtlichen Widerstand ist nicht neu. Aber dies ist bei Liebesromanen häufig ein Problem. Schließlich kann man das Rad nicht neu erfinden.

Das Problem ist in dieser Variante keins: denn der Roman ist aufgrund charmanter Figuren: fluchender Papagei, sächsische Touristen, schicker Tauchlehrer, pfundige Bierkönigin, kuhkuschelnde Wirtin, veganer Koch und und und einfach zum Schmunzeln. Die Liebesgeschichte ist bei dem ganzen Kuddelmuddel fast nebensächlich und ich musste doch einige Male ordentlich Grinsen.

Die eingeflochtenen Dialekte auf bayrisch und sächsisch stören nicht (Anfänglich war ich skeptisch, aber Dank Glossar und inhaltliche Zusammenhänge gut verständlich.)

Interessant fand ich Kuhkuscheln und dass sich Gina als Ansprechpartnerin für ihre Sorgen und Nöte an die Kuh Regula wendet. Immer wenn sie nach Gelassenheit sucht, versucht sie ihre innere Kuh zu finden. Köstlich wenn man hierbei an die innere Göttin von Shades of Grey denken muss. Gott sein dank ist dies nur eine Randnote und die innere Kuh tritt nur 1 - 2 Mal auf ;-) Auch die andere tierische Hauptperson, der Papagei Picco, ist mir mit seinem Gefluche ordentlich ans Herz gewachsen.

Als ich auf der Buchmesse Band 2 "Paarungszeit" entdeckt habe, habe ich mich ordentlich gefreut, denn es ist eine Fortsetzung mit den schrulligen Neuenthalern und steht bereits auf meiner Wunschliste. Ich vergebe 10 von 10 Punkten!

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2012
Seiten: 336
ISBN: 978-3426652824

Donnerstag, 21. März 2013

Special // Michelle Raven: Dyson-Einführung von SONJA

© Michelle Raven

Michaela Rabe (alias Michelle Raven) ist inzwischen aus der Buchhandlung nicht mehr wegzudenken. Eine Vielzahl an Romen und auch Reihen stapeln sich im Sortiment. Im März 2013 erscheint die Dyson-Dilogie und kleeblatts-bücherblog hat bei der Autorin nachgefragt, was es mit den Dysons auf sich hat:


Was passiert ...

... wenn eine Paläontologin bei einer Ausgrabung viel mehr ausgräbt, als ihr eigentlich lieb ist und sich der vermeintlich Tote dann auch noch als quicklebendig herausstellt?

In dieser unangenehmen Situation befindet sich Samantha ‘Sam’ Dyson in ‚Eine unheilvolle Begegnung’, als sie auf dem Colorado Plateau im Südwesten der USA nach Fossilien gräbt. Die Antwort: Ganz klar, sie buddelt ihn trotzdem aus. Natürlich ahnt sie nichts davon, dass sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen in ihrer Umgebung in Gefahr bringt, aber das hätte sie sowieso nicht aufgehalten.

Als Handlungsort habe ich den heißen, trockenen Südwesten gewählt, und dazu eine Heldin, die in eine Situation gerät, die völlig jenseits ihrer bisherigen Erfahrungen liegt. Zuzusehen wie sie sich durchkämpft, dabei auch noch dem Helden das Leben rettet und sich schließlich in ihn verliebt, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Je weiter die Geschichte gedieh, desto klarer war, dass diesmal nicht der Mann die Hauptperson sein würde, sondern Sam. Und natürlich die grandiose Natur des Colorado Plateaus.

Da ich seit Jahren von Fossilien und insbesondere Dinosauriern fasziniert bin, war es für mich kein weiter Sprung zu einer Paläontologin als Heldin. Ihr konnte ich mein Interesse an der Landschaft, den Fossilien und deren Entstehung mitgeben und sie ein wenig darüber berichten lassen. Sam liebt die Ruhe und den Frieden auf dem Colorado Plateau und hätte dort sicher ewig weitergegraben wenn ich ihr nicht den Helden und die Gefahr, die er mit sich bringt, geschickt hätte. Ich liebe es einfach, meine Figuren durch die Hölle zu schicken und zuzusehen, wie sie sich mühsam wieder herauswinden, um dann zu ihrem wohlverdienten Happy End zu gelangen.

Der zweite Band der Dilogie ‚Verhängnisvolle Jagd’ spielt zuerst in Südafrika, genauer gesagt im Hluhluwe-Umfolozi-Park, auch hier habe ich wieder viel Wert auf die Natur gelegt, in der sich die beiden Helden Laurel Harrison und Rey Dyson im Rahmen einer Wandersafari aufhalten. Neben der Landschaft kommen diesmal auch etliche Tiere vor – und Verbrecher, die nicht davor zurückschrecken, unliebsame Zeugen zu beseitigen. Das führt dazu, dass sich Laurel und Rey viel schneller zusammenraufen müssen, als sie es normalerweise getan hätten. Zusammen erkunden sie dann auch den Grand Canyon – nur um abermals in Gefahr zu geraten.

Beide Bände der Dyson-Dilogie sind also randvoll mit Natur, Spannung und natürlich Romantik. Viel Spaß mit den Dysons!

Vielen Dank an Michaela Rabe alias Michelle Raven! Wer mehr über die Autorin wissen will, kann in unserer Bibliografie nachschauen.


Bericht //s Leipziger Buchmesse 2013 von SONJA

Eigentlich wollte ich schon vor Tagen, von diesem langersehnten Besuch in Leipzig berichten, aber wie es nun mal so ist, liege ich bei diesem Wetter (Minusgrade, Schnee) flach und leide mit Tee, Schal und Buch im Bett bzw. auf dem Sofa. So genug gejammert.


© Sonja Kochmann


Schön wars. Aber was genau?


© Sonja Kochmann


Zum einen macht es immer wieder Spass in Büchern zu wühlen und darüber zu fachsimpeln, wenn man jemanden dabei hat, der genauso buchverrückt ist, wie man selbst. 


Danke Sina! 

Zum anderen hatten wir dieses Jahr einen Presseausweis und so konnte man bei den fortschrittlich eingestellten Ständen (Es gibt leider auch einige Verlage, die auf Blogger nicht so positiv reagieren.) durchaus an Flyer und Co. herankommen, die der normale Messebesucher nicht bekommt. Dies summiert sich übrigens zu einer enormen Papierflut, die auch ordentlich schwer ist. Ich danke an dieser Stelle meinem Mann, der mir vorsorglich zu Weihnachten einen rollbaren Rucksack geschenkt hat.

Am Stand von Randomhouse hatten wir die Gelegenheit neben den Verlagsmitarbeitern Sebastian Rothfuss und Kristin Schmidt und auch den Autor Eric Berg (Walz) mit Fragen zu löchern ud bekamen einen großzügigen Stapel Rezensionsexemplare. Es ergab sich trotz Menschenmenge eine angenehme und lockere Gesprächsrunde, die man trotz anstehender Lesungen und Signierstunden gar nicht verlassen wollte. Liebe Grüße auch an all die Blogger, die sich an dieser Stelle gesammelt haben und zum Teil das erste Mal live und in Farbe gesehen haben!


© Sonja Kochmann


Das man gar nicht alles schafft, ist uns trotz Vorplanung auch in diesem Jahr wieder nach und nach klar geworden. Denn die Wege zwischen den Hallen waren zum Teil so überfüllt, dass man gar nicht rechtzeitig von A nach B kam.

Dennoch konnte ich einige Autogramme in meine Sammlung integrieren (Dan Wells, Meggie Stiefvater, Britta Strauß, Jennifer Schreiner, Eric Berg). Teilweise hatte man auch die Möglichkeit im Gemenge die Autoren einfach auch nur sichten, da auch diese sich mühsam voran geschoben haben (Markus Heitz, Gesa Schwartz).


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Schön und locker fand ich dieses Jahr die Autorengespräche (Michael Tsokos und Sebastian Fitzek, Shalom Auslander). Im nächsten Jahr werde ich dort bestimmt wieder vorbeischauen.



© Sonja Kochmann



© Sonja Kochmann

Großes Lob geht auch an die vielen Cosplayer, die sich jedes Jahr soviel Mühe mit ihren Kostümen geben. Das sind echte Fans, die leider aufgrund des Wetters, dieses Jahr ihre Fotos alle in der Halle machen mussten.


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Aufgrund der Fülle an Informationen und des nervigen Gedränges wollten Sina und ich am Samstag nur mal kurz beim Lagerverkauf vom Momox vorbeischauen. Ja, es waren dann doch 2 Stunden. Ich habe zwischendurch meinem Mann ein Bild von der Halle geschickt und er sagte nur: "Die armen Bäume!" 


© Sonja Kochmann


Wir haben unseren Recycling-Beitrag geleistet und ordentlich Bücher gekauft. :)


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Fürs nächste Jahr bitte wieder Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen!

Rezension // Michael Tsokos - Die Klaviatur des Todes von SONJA


Michael Tsokos stellt in diesem neuen Werk einige Fälle der Rechtsmedizin vor, bei deren Lösung er und sein Team maßgeblich beteiligt waren. 


Das Buch ist trotz Fachausdrücke klar und verständlich für den Laien geschrieben und schildert den aufgeklärten Fall vom Anfang bis zum Ende. Man bekommt einen guten Eindruck davon, was den Tatortermittler bzw. die CSI-Ermittler vom tatsächlichen Rechtsmediziner unterscheidet.

Ich fand es bei einigen Fällen interessant, die Sichtweise von Herrn Tsokos zu lesen, da ich die Fälle teilweise aus der Zeitung kannte und mich tatsächlich an Bruchstücke der Berichterstattung erinnern konnte. Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, fand ich die Fälle teilweise so spannend, dass ich das Kapitel erst zu Ende lesen musste, bevor ich das Buch aus der Hand legen konnte.

Da dies zwar mein erstes Buch von Michael Tsokos war, er aber neben dem Thriller mit Sebastian Fitzek noch weitere Bücher geschrieben hat, werde ich diese doch mal auf meine Wunschliste setzen. Denn die angesprochenen Kriminalfälle waren interessant und informativ.

Aktenzeichen X,Y in Buchform. 10 von 10 Punkten.

ZUSATZ:
Ich hatte auf der Leipziger Buchmesse 2013 Gelegenheit an einem Autoreninterview mit Michael Tsokos und Sebastian Fitzek teilzunehmen und ich fand beide sehr sympathisch. Sollte demnächst in meiner Nähe eine Lesung mit dem Autor (oder sogar beiden) stattfinden, versuche ich auf jeden Fall hinzugehen.


© Sonja Kochmann


Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2013
Seiten: 336
ISBN: 978-3426276020

Dienstag, 19. März 2013

Rezension // Damian Dibben - Jake Djones und die Hüter der Zeit von SONJA

© Sonja Kochmann

Der Teenie Jake Djones führt ein langweiliges Leben: Schule und Eltern. Alltag pur. Doch dann verschwinden seine Eltern spurlos und er wird gekidnappt - doch kann man von Kidnappen reden, wenn die eigene Tante mit dabei ist? Er erfährt, dass er die Gene zum Zeitreisen hat und seine Familie den Hütern der Geschichte angehört. Auf geht es ins Venedig des 16. Jahrhundert, um einen tödlichen Plan eines machtbesessenden Prinzen aufzuhalten.

Ausschlaggebend war für mich hier das Cover: Die goldene Schrift und das Symbol der Hüter der Geschichte sind mir auf einem Tisch mit Jugendbüchern in der Buchhandlung gleich aufgefallen.

Die Geschichte hat einiges an Potenzial eine erfolgreiche Reihe zu werden. Die Bösewichte sind vielseitig und in der Weltgeschichte gibt es bestimmt einige Ereignisse, die dazu verwendet werden können, um Verschwörungen zu kreieren.

Jake entwickelt sich im Laufe der Geschichte zum Helden und dies sehr glaubwürdig. Schließlich wusste er bislang nichts von seiner Familientradition. Auch die anderen Protagonisten haben interessante Eigenarten (extremes Modebewusstsein, Papageien).

Durch die Eigenarten und die Besonderheit der Zeitreise bekommt der jugendliche Leser mal eben Renaissance und Co. erklärt, was mir sehr gut gefallen hat. 

Ich vergebe 8 von 10 Punkten und kann mir gut vorstellen zum zweiten Band zu greifen, wenn er denn erscheint.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2012
Seiten: 352
ISBN: 978-3764530938

Montag, 11. März 2013

Rezension // Sylvia Day - Crossfire: Offenbarung von SONJA

© Sonja Kochmann

Im zweiten Teil der Crossfire-Trilogie haben Eva und Gideon mit dem Fortbestand Ihrer Beziehung zu kämpfen. Gideon will mehr und mehr Evas Leben bestimmen und sie ist sich unschlüssig, wie weit sie dies zulassen soll, um nicht selbst auf der Strecke zu bleiben. Beide haben böse und schlechte Erfahrungen gemacht, die sie nun einholen und ihre Beziehung belasten.

Wenn man die Inhaltsangabe oben liest, muss man spontan an Shades of Grey denken. Doch Crossfire ist anders!

Der Schreibstil ist runder und abwechslungsreicher und ich war viel mehr von Eva und Gideon gefesselt. Denn Eva lässt sich trotz der massiven Anziehungskraft und Dominanz von Gideon nicht komplett vereinnahmen und nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Das dadurch auch Tränen fließen, wirkt realistischer als Anas komplette Unterwerfung in Shades of Grey. Die erotischen Eskapaden der Hauptfiguren sind ansprechend und man muss hier und da durchaus ein bisschen Grinsen. Das ist auch gut so, denn trockene total ernste Erotik ist langweilig. Ich schreibe hier auch bewusst Hauptfiguren, da mir inzwischen auch Evas bisexueller Mitbewohner Cary ans Herz gewachsen ist. Die Bisexualität bringt ordentlich Probleme und Zündstoff in die Geschichte, die mir so noch nicht begegnet sind.

Die "Dämonen der Vergangenheit" bringen Pfeffer in die Handlung und ich muss sagen, es ist ganz schön gemein, Band drei erst im Mai 2013 erscheinen zu lassen. Schließlich will man (ähm Frau) wissen wie es weitergeht. 10 von 10 Punkten für diese stilistisch einwandfreie gute erotische literarische Unterhaltung.

Das Buch ist übrigens schon seit Freitag in den Buchhandlungen zu finden und findet jetzt schon reißenden Absatz. Erotik verkauft sich neuerdings gut ;)


Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Seiten: 416
ISBN: 978-3453545595

Rezension // Justin Cronin - Die Zwölf von SONJA

© Sonja Kochmann

Im zweiten Teil der Passage-Trilogie versucht Amy die Welt von den zwölf Schwerverbrechern zu befreien, die durch das fehlgeschlagene medizinische Experiment die Zukunft der Welt bedrohen.

Ich habe das Buch bereits vor einigen Tagen beendet und es fiel mir schwer eine Bewertung des Buches zu schreiben. Warum? Der erste Teil war viel versprechend. Ich war zwar von der Vielzahl der Personen, Zeitstränge und Nebenhandlungen erschlagen, aber dennoch war ich von der Handlung begeistert.

Ich war gespannt auf die Fortsetzung und wurde enttäuscht: Das Buch beginnt nicht etwas dort, wo es endet (ganz gemeiner Cliffhanger), sondern startet mit neuen Figuren in anderen Zeitsträngen, so dass ich die ersten 300 Seiten richtig frustriert war, da ich keinen richtigen Zusammenhang erkennen konnte.
Den Zusammenhang gibt es, wie auch schon beim ersten Band und es ist meisterlich diese kleinen Puzzleteile zu einer großen Handlung zusammenzufügen, aber ich fand es anstrengend zu lesen, so dass die Lektüre dieses Buches richtige Arbeit und Quälerei war.

Auch das Ende von diesem Buch ist unbefriedigend und ein bisschen eigenartig (mehr kann man handlungstechnisch nicht verraten). Wer auf Verstrickungen, komplexe Handlungsstränge  etc. steht, der ist hier richtig. Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich bei Band drei dabei sein werde. Schließlich steht noch kein Datum für die Veröffentlichung fest und ob ich bis dahin noch durch die Handlung finde? Dennoch will ich wissen, wie es ausgeht. 4 von 10 Punkte für diese epische Lesearbeit.

Dennoch freue ich mich auf die Lesung mit dem Autor (Bericht folgt).

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 832
ISBN: 978-3442311798