Donnerstag, 27. Juni 2013

Rezension // Stefan Lehner - Phantastika von SINA


Diese Kurzgeschichtensammlung führt einem in das Reich des Ungewöhnlichen, Dunklen und Bedrohlichen. Abgründe tun sich auf, von denen man nicht dachte, dass sie existieren. Morde werden geplant, Außerirdische übernehmen die Menschheit, ein Tal mit Mikrowellenstrahlen engt einem ein oder ein Toter will unbedingt wieder sterben.

Insgesamt erwarten einem 9 gruselige und abgefahrene Stories. Der Autor präsentiert einen Mix aus Science-fiction, Fantasy und hartgesottenem Thriller. Bis auf die erste Geschichte fand ich alle sehr gelungen. Besonders gut hat mir „Im Tal der Mikrowellen“ und „Jetzt ist er wieder tot“ gefallen. Beide Geschichten sind außergewöhnlich und haben mich trotz der Kürze fesseln können.

Mit dem leicht lesbaren und sehr flüssigen Schreibstil fliegt man förmlich durch das Buch. Als ich die letzte Seite gelesen hatte, war ich enttäuscht, nicht noch mehr Kurzgeschichten vor mir zu haben.

Über die Inhalten der einzelnen Geschichten möchte ich nur eins verraten. Keine hat ein Happy End und somit muss man letztendlich seine eigene Fantasie tätig werden lassen. Und ich muss zugeben, dass mein Kopfkino mächtig zu arbeiten hatte.

Fazit:
Für Zwischendurch ein gelungener Mix Phantastik und Unerklärliches.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Bookrix
erschienen: 2013
Printseiten: 210
ASIN:  B00B23DWZO

Mittwoch, 26. Juni 2013

Rezension // Anja Bagus - Annabelle Rosenherz: Aetherhertz (01) von SINA

Annabelle Rosenherz ist noch jung, als ihr Vater auf unerklärliche Weise auf einer seiner Reisen verschwindet. Sie soll ihn für tot erklären lassen und seine Sammlung in eine Stiftung umwandeln, um so für ihre Zukunft auszusorgen. Anabelle will sich jedoch nicht den Regeln beugen, weiß sich aber nicht anders zu helfen. Als einige junge Frauen an einer mysteriösen Vergiftung sterben, sieht Annabelle ihre Chance, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Dabei hilft ihr Paul Falkenberg, der eigentlich die Sammlung ihres Vaters katagolisieren soll, sich aber Hals über Kopf in die junge und sehr hübsche Annabelle verliebt hat.
Doch Annabelle dringt zu tief in die Geheimnisse ein und sieht sich plötzlich Feinden gegenüber, denen sie nicht gewachsen zu sein scheint.

Seit kurzem habe ich für mich das Genre „Steampunk“ entdeckt und bin begeistert von Luftschiffen, der Steampunk-Mode und den Erfindungen von Maschinen. Als mir Anja Bagus ihr Buch „Aetherhertz“ zur Renzension anbot, konnte ich nicht widerstehen.

Ich hatte kaum angefangen zu lesen, schon war ich gefangen in der Geschichte, die im wunderschönen Baden-Baden spielt. Die Autorin baute die Stadt für ihre Geschichte um, ließ den sog. Aether aus der Oos aufsteigen, Luftschiffe über die Stadt kreisen und webte eine Story rund um Fantasie und Magie.

Annabelle ist eine sehr sympathische junge Frau, die mit ungewöhnlichem Ehrgeiz und auch ungewöhnlichen Methoden versucht, der Wahrheit auf die Spur zu kommen und für Gerechtigkeit zu sorgen.
Mit Paul Falkenberg, einem jungen Mann, der eigentlich nur aus seinen Zwängen fliehen will, hat sie einen Begleiter an der Seite, der mit Herz und Verstand dafür sorgt, dass Annabelle nicht zu Schaden kommt und – wenn doch – wie ein Tiger um sie kämpft.

Der wunderbar leichte Schreibstil der Autorin macht es schwer, sich von der Geschichte abzuwenden und so hat es einfach nur Spaß gemacht, die Story zu lesen und mit Annabelle herauszufinden, warum die jungen Frauen sterben mussten und andere Geheimnisse aufzudecken.

Es handelt sich um den ersten Teil der Aetherwelt-Reihe und ich hoffe doch, dass noch weitere Bände folgen, gibt es doch einige Fragen, die noch offen sind.

Fazit:
Steampunk in seiner schönsten Form. Mit Fantasy- und Magieelementen gepaart ergibt sich so ein bunter Mix aus Abenteuer, Liebe und Krimi. Sehr empfehlenswert.


Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Selbstverlag
erschienen: 2013
Printseiten: 400
ASIN: B00CP6V0D8 

s. a. Bibliografie Anja Bagus

Reihenfolge
01 Aetherhertz
02 Aetherresonanz (Rezension)
03 Aethersymphonie (Rezension)

Sonntag, 23. Juni 2013

Rezension // Grant, Mira - Feed: Viruszone (01) von SINA

Georgia und Shaun Mason sind Blogger aus Leidenschaft. Für eine gute Schlagzeile und hohe Quoten begeben sie sich auch mal in Gefahr – und die Gefahr heißt in diesem Fall: Zombies. Denn durch die Mutation eines Virus, der den Krebs und den Schnupfen besiegt hat, kommt es nach dem Tod oder dem Biss eines Zombies zum sog. Erwachen. Und Georgia und Shaun haben es sich zur Aufgabe gemacht, darüber zu informieren und aufzuklären. Als sie das Angebot erhalten, Senator Rymann auf seiner Tour durch Amerika zu begleiten, damit er sich als Präsidentschaftskandidat vorstellen kann, nehmen sie diesen mit Freuden an. Die Quoten müssen ja hochgetrieben werden. Aber je länger sie unterwegs sind, umso mehr kommen sie eine Verschwörung näher, in welcher das Zombievirus als Waffe eingesetzt wird

Da ich selbst Bloggerin bin, fand ich die Idee umso interessanter, ein Buch aus Sicht von Bloggern zu schreiben. Und dass es eigentlich nebenbei noch um Zombies geht, machte die Geschichte perfekt. Na ja, so ganz perfekt fand ich das Buch dann letztendlich doch nicht, da sich meiner Meinung nach manches sehr in die Länge gezogen hatte und im Vordergrund wirklich nur die Jagd um die höchste Quote stand.

Außerdem fand ich manches eher verwirrend als bedeutend aussagend. So waren mir die unwahrscheinlich vielen Namen ein Dorn im Auge. Es ist klar, dass eine Wählerstimmenfang-Tour eines möglichen Präsidentschaftskandidaten durch Amerika mit einem großen Stab an Sicherheitsleuten, Pressemenschen und sonstigen Personen, die ein Senator zum Überleben braucht, mit einem Haufen von Namen durchsetzt ist, doch hätte man manche Personen, die überhaupt nicht wichtig für die Geschichte waren, einfach weglassen können.

Ansonsten fand ich die Geschichte dann doch recht interessant. Gerade die Beziehung zwischen den Geschwistern Georgia und Shaun, die sich zeitweise auch ohne Worte verstehen, fand ich sehr gut dargestellt. Sie können sich blind aufeinander verlassen. Allerdings fand ich es erschreckend, die die beiden mit ihren jungen Jahren so verbissen und vor allem so zynisch geworden sind. Dies liegt aber an der Erziehung ihrer Stiefeltern, selbst Journalisten, denen die Quoten einfach wichtiger sind, als alles andere.

Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil. Es wird aus der Sicht von Georgia erzählt, immer wieder unterbrochen von Blogbeiträgen von Georgia, Shaun und ihrer Kollegin Buffy. Im Vordergrund steht eben das Bloggen und die Quotenjagd. Aber auch das Zwischenmenschliche, gerade zwischen Georgia und Shaun. Die Verbundenheit der beiden zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und am Ende kommt ein Schocker, weil ich wirklich nicht damit gerechnet hätte, das gerade dies passiert. Was, kann ich nicht verraten.

Erst im Laufe des Buches wird genau klar, warum es Zombies eigentlich gibt, wie sie entstehen und vor allem, auf was man alles aufpassen muss, damit man selbst keiner wird.

Fazit:
Ein Buch, das mit gerade etwas gespalten zurücklässt. Aufgrund der sarkastischen und zynischen Bemerkungen und der Machart her, sehr empfehlenswert. Aufgrund der Längen und verwirrenden Momente mehr etwas für Zombie- und Blogger-Fans.

6 von 10 Punkten.

Verlag: Lyx
erschienen: 2010
Printseiten: 512
ISBN: 978-3-8025-8416-9

s. a. Bibliografie Mira Grant

Freitag, 21. Juni 2013

Rezension // Rüdiger Bertram - Mika, der Wikinger: Wettfahrt der Drachenboote (01) von SINA

Mika ist aufgeregt. Er hat heute Geburtstag und wünscht sich nichts sehnlicher als ein eigenes Boot. Umso enttäuschter ist er, als er von seinen Eltern nur ein Holzschwert geschenkt bekommt. Um sich abzulenken, will er zusammen mit seiner Freundin Edda im Wald die neue Wildschweinfalle ausprobieren. Und die beiden haben tatsächlich Glück. Ein kleines Wildschwein ist in die Falle getappt. Doch Edda und Mika staunen nicht schlecht, als das Schwein anfängt zu sprechen...

Auf 80 Seiten wird die Geschichte von Mika erzählt, der sich nichts sehnlicher wünscht als ein eigenes Boot, mit dem er die Fjorde erkunden oder angeln kann. Leider wird er enttäuscht und bekommt zu Geburtstag „nur“ ein Holzschwert. Und damit fängt das Abenteuer auch schon an.

In sehr kindgerechten Worten wird die Geschichte erzählt. Ich habe sie meinem Sohn vorgelesen und er hat interessiert die Illustrationen angesehen. Sie begleiten die Geschichte und zeigen immer wieder bestimmte Szenen aus der Story. So konnte sich mein Sohn auch immer gut vorstellen, was gerade geschieht.

Mika ist ein sehr sympathischer kleiner Junge, der impulsiv handelt und sich dadurch auch schon mal selbst in manches Fettnäpfchen bringt. Aber mit Edda hat er einen Gegenpol als beste Freundin an der Seite. Sie ist die Besonnere und bringt Mika auf den Boden der Tatsachen zurück. Allerdings klappt dies nicht immer und so steuert sich Mika in der Geschichte in eine schier ausweglose Situation hinein.

Doch dann taucht das sprechende Wildschwein Eberhard auf und es kommt zu einem im wahrsten Sinne des Wortes sehr zauberhaften Ende.

Die Geschichte ist leicht verständlich und es hat wirklich Spaß gemacht, Mika und seine Freundin Edda auf ihrem Weg zu verfolgen.

Die Bilder sind schön gezeichnet und ich finde, dass Mika und Edda sehr gut getroffen sind.

Fazit:
Eine schöne Vorlesegeschichte für Kinder, die auch Erwachsene faszinieren kann.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: cbj
erschienen: 26. August 2013
Printseiten: 80
ISBN: 978-3-570-15657-5

Rezension // Johanna Rosen - Liberty Bell: Das Mädchen aus den Wäldern von SINA

Ernesto und seine Freunde stehen kurz vorm Schulabschluss. Was genau sie später machen wollen, wissen sie noch nicht und so genießen sie erst mal ihr junges Leben. Als sie eines Tages im Wald ein junges Mädchen entdecken, das dort zu leben scheint, ist Ernesto neugierig. Er und Liberty Bell, das Mädchen aus den Wäldern, kommen sich langsam näher und verlieben sich. Denn Liberty Bell kennt nur den Wald und muss sich erst langsam an die neue Welt gewöhnen. Morde, Unfälle und ungelöste Geheimnisse kommen ans Tageslicht und Ernesto weiß nur eins: es hat alles mit Liberty Bell zu tun.

Auch wenn ich zu Anfang ob der vielen Namen etwas verwirrt war und einige Zeit brauchte, um herauszufinden, wer denn nun zu wem gehört und mit wem befreundet ist, war ich doch gleich in der Story gefangen, was auch sehr an dem Schreibstil der Autorin lag. Sie hat eine sehr einfühlsame Art, die Geschichte von Ernesto und Liberty Bell zu erzählen.

So konnte ich mich mehrmals sehr gut in Liberty Bell hineinversetzen, obwohl mehr aus Ernestos Sicht erzählt wird. Mein Kopfkino hatte jedoch so sehr zu tun, dass mich das Buch sogar bis in den Schlaf verfolgt hat. Ich grübelte, versuchte die Fakten zu ordnen und mir ein Bild von der Gesamtsituation zu machen. So kam ich sehr früh darauf, wer der eigentliche Übeltäter war, war jedoch trotzdem gespannt, wie Ernesto und Liberty Bell auf die letztendliche Lösung kommen.

Liberty Bell ist eine starke Persönlichkeit, auch wenn sie seit ihrer Geburt im Wald gelebt hat. Ihre Mutter hat sie zu einer real denkenden Person erzogen, welche um ihr Überleben kämpfen kann und nichts unversucht lässt, ihre Freiheit zu erhalten. Zeitweise denkt man, sie wirkt etwas zu erwachsen für ihre 17 Jahre, doch dann wird einem wieder ins Gedächtnis gerufen, dass sie 17 Jahre im Wald gelebt hat, fernab der Zivilisation und aller technischen Dinge.
Ernesto allerdings ist mit allem aufgewachsen, was es gibt. Seine reichen Eltern haben ihm jeden Wunsch erfüllt, ihm aber nicht das gegeben, was er am dringendsten gebraucht hat. Liebe und Geborgenheit.
So bin ich froh, dass er seine Freunde hat, die zu ihm stehen und ihm helfen, wo es nur geht. Und dann auch Liberty Bell, die ihm beibringt, was Liebe ist.

Etliche Verwirrungen werden gestiftet, Morde geschehen und Unfälle passieren. Manche Szenen sind in kursiver Schrift getätigt und sind Moment aus der Vergangenheit oder Gegenwart anderer Personen.

Gerade die letzte Szene und hier der letzte Satz des Buches hat mir die Tränen in die Augen getrieben und ließ mich dann hoffend zurück.

Das Buch hebt sich meiner Meinung nach vom Mainstream sehr ab und sticht vor allem durch die schon erwähnte gefühlvolle Art der Erzählung heraus.

Fazit:
Das Mädchen aus den Wäldern bringt einem zum Nachdenken... 

10 von 10 Punkten.

Verlag: Arena
erschienen: 2013
Seiten: 384
ISBN: 978-3-401-06804-6

s. a. Bibliografie Johanna Rosen

Dienstag, 18. Juni 2013

Rezension // Lara Adrian - Die Ehre des Ritters von SONJA


Die junge Isabel wird vom jungen Griffin gerettet. Jahre später schwärmt sie immer noch von ihm. Doch sie ist auf Wunsch des Königs mit einem anderen Adligen verlobt. Auf dem Weg zu ihrem Verlobten wird sie entführt und sie muss feststellen, dass der Entführer Griffin ist und seine Absichten nicht mehr ganz so ritterlich sind. Wird das Blatt sich wenden?

Da Lara Adrian zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört und ich schon die anderen beiden Ritterromane verschlungen habe (Die Rache des Ritters und Der dunkle Ritter), habe ich mich auf diesen Band richtig gefreut. 

Zunächst einmal muss ich sagen, dass man alle drei Bände völlig unabhängig von einander lesen kann. Es gibt keine überschneidenden Handlungsstränge oder Personen.

Leider kam ich irgendwie nicht richtig in die Geschichte hinein. Ich fand Isabel und Griffin teilweise recht farblos und die Handlung plätscherte so dahin. Dies mag auch daran liegen, dass Lara Adrian hier ihre Sprache an die Zeit der Ritter angepasst hat. Ich habe ja schon diverse historische Romane gelesen, aber hier fiel es mir schwer, mich beim Lesen auf den Text zu konzentrieren. (Allerdings hat mich das bei den anderen beiden Bänden nicht gestört.) 

Schade eigentlich, denn die Idee der Handlung war gut. Daher vergebe ich 7 von 10 Punkten.


Verlag: egmont lyx
erschienen: 2013
Seiten: 368
ISBN: 978-3802585234

Rezension // Gisa Pauly - Sturm über Sylt: Die Insel-Saga von SONJA


Die gefeierte Sängerin Aletta gibt dem Drängen des Kurdirektors nach und reist 1914 auf ihre Heimatinsel Sylt, um dort ein Konzert zu geben. Gleichzeitig erhofft sie sich ein Wiedersehen mit ihrer Familie und die Gelegenheit der Aussöhnung. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus.

Ich hab zu diesem Buch gegriffen, da ich das Cover einfach wunderschön finde und ich bei meinen Urlauben an der Küste immer vor den alten Badeplakaten, Postkarten etc. gestanden und mir ausgemalt habe, wie ein Leben oder ein Badeurlaub mit langen Kleider etc. wohl gewesen sein mag.

Leider hielt das Buch nicht ganz das, was ich mir versprochen habe. Das Familiengeheimnis hatte ich schon im ersten Drittel gelöst und ich fand den Weg zur Auflösung streckenweise sehr zäh. 
Das Buch wird zusätzlich noch von einigen anderen Geheimnissen gespikt, so dass ich doch weitergelesen habe. Das Finale und die Aufklärung wurde mir dann etwas zu lieblos in einem Interview Alettas an einen Reporter zusammengefasst  Hier hätte ich mir ein oder zwei Kapitel mehr Handlung gewünscht. Da die anderen Geheimnisse teilweise zu ordentlichen Spannungsspitzen führen, vergebe ich 6 von 10 Punkten für das laue Lüftchen über Sylt.


Verlag: Rütten und Loening
erschienen: 2013
Seiten: 432
ISBN: 978-3352008528

Freitag, 14. Juni 2013

Interview // Olga A. Krouk von SONJA

Copyright: Henriette Mielke, Style/Design: Svitlana Cherner


Schon lange kämpft an der Bücherfront Olga A. Krouk auf der Seite der deutschsprachigen Autoren und Sie ist nicht mehr weg zu denken. Wer an verschiedenen Stellen der Buchhandlung auf diesen Namen stößt, muss sich nicht wundern, denn sowohl im Genre Fantasy und Romantic Thrill (z.B. Im Visier des Todes) hat sich die Autorin niedergelassen. Ich habe nachgefragt:


Wer oder was hat Sie zum Schreiben gebracht? Wollten Sie schon immer Autor/in werden?

Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich in der dritten Klasse Märchen für meine Mitschüler geschrieben habe. Mit 15 konnten meine Ambitionen durch nichts gebremst werden, auch nicht durch das gemeine Gekritzel „doofe Story, alles total blöd“ hinten im Heft mit den Geschichten. Völlig überzeugt von meinen Talenten, habe ich mit meinem Bruder eine Wette abgeschlossen: Wenn ich bis zu meinem 50. Lebensjahr 5 Bücher veröffentliche, zahlt er mir 50.000 Rubel.

Heute sind die Geschichten besser geworden, das Feuer brennt jedoch genauso stark wie damals.

Wie schreiben Sie? Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?

Mein Alltag wird von zwei kleinen Monstern beherrscht, die ich noch mehr liebe als meine Geschichten. Geschrieben wird abends, wenn Ruhe einkehrt und ich in den Roman versinken kann, wo mir dann ganz andere Monster diktieren, wo es lang geht :)

In der Freizeit wird gelesen oder mit meinem Mann gekuschelt - manchmal kommen so die besten Ideen, wenn man sie nicht erwartet oder erzwingt.


Deutsch ist nicht Ihre Muttersprache. Wenn Sie eine Geschichte/Szene im Sinn haben, denken Sie da deutsch oder russisch?

Jede Übersetzung, auch wenn sie von einem selbst angefertigt ist, würde den Ton der Geschichte verfälschen. Deshalb schreibe ich deutsch. Auf Russisch könnte ich vermutlich keinen verlagstauglichen Roman verfassen, da müsste ich mit dem Lernen des Schreibhandwerks von vorne beginnen.

Ich weiß nicht, ob ich mir die Übersetzung meiner Bücher ins Russische wünschen oder eher hoffen sollte, dass dies nie passiert. Grusel-Szenario: Man merkt, wie die eigene Geschichte einen völlig fremden Ton bekommt.


Sie kommen in vielen Danksagungen deutscher Autoren vor. Mit welchen Autoren tauschen Sie sich regelmäßig aus?

Das sind sehr viele, weil ich Mitglied im Autorenforum „Montségur“ bin. Einige sind nicht nur Kollegen, sondern inzwischen gute Freunde geworden. Diesen Austausch möchte ich nicht mehr missen, denn er bereichert mich ungemein. Regelmäßigen Kontakt pflege ich unter anderem mit Stefanie Ross, Claudia Brendler, Sabrina Qunaj, Barbara Slawig, Jeanine Krock - die Liste könnte jetzt ziemlich lang werden …

 Man findet Ihre Bücher im Sortiment verschiedener Verlage und auch mit verschiedenen Genres (Fantasy, Thriller). Wollen Sie zukünftig auch in verschiedenen Genres Bücher schreiben?

Ich mag es, Neues auszuprobieren, mich neuen Herausforderungen zu stellen. Wenn sich mir eine Gelegenheit bietet, über den Tellerrand zu schauen, - warum nicht?

Mit den nächsten Romanen kehre ich wieder ins fantastische Genre zurück. 2014 wird im Verlag Lübbe-Baumhaus ein Romantasy-Jugendbuch von mir erscheinen. Es geht um ein Mädchen, das in den Schatten anderer Menschen die Zukunft lesen kann. Bis sie einen Jungen trifft, der gar keinen Schatten hat …

Voraussichtlich im selben Jahr kommt ein Kurzroman mit meiner Interpretation von „Dornröschen“ bei Ubooks heraus. Es bleibt also spannend, wohin es mich noch verschlagen wird :)

Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher?

Schreibenderweise würde ich über eine Trilogie vermutlich nicht herauskommen, sollten die Bücher „am Stück“ geschrieben werden. Bis jetzt habe ich in meinen Reihen in jedem Band ein anderes „Pärchen“ genommen - ich brauche Abwechslung, auch was das Setting angeht. Außerdem mag ich es, wenn Romane dicht miteinander verflochten sind. Es ist schwer, einen band-übergreifenden Spannungsbogen aufrecht zu halten, wenn er über eine große, vorher vielleicht nicht festgelegte Anzahl von Bändern geht.

Lesenderweise werde ich schnell „reihen-müde“. Ich glaube, „Stadt der Finsternis“ von Ilona Andrews ist bis jetzt die einzige Reihe, bei der ich auch nach dem fünften Band drangeblieben bin. 


© Sonja Kochmann
Wie lange dauerte es, bis Sie einen Verlag für Ihr Buch gefunden haben?

Wo sollte die Zählung beginnen? :)

Wenn ich das Schreiben meiner ersten Geschichten berücksichtige … 17 Jahre.

„Ernsthaft“ schreiben zu lernen, begann ich 2001, als ich nach Deutschland gekommen bin. Das wären dann die übersichtlichen 6 Jahre bis zur ersten Romanveröffentlichung.

Ganz cool könnte ich auch antworten: gar nicht. Im Forum „Montségur“ habe ich meine Verlegerin Martina Campbell kennengelernt. Sie hat damals gerade ihren „Sieben-Verlag“ gegründet und suchte nach Autoren, mit denen sie starten könnte. Ich habe ihr mein Konzept vorgestellt und die Idee gefiel ihr auf Anhieb … So kam es dazu, dass ich mich zum ersten Mal getraut habe, mich Autorin zu nennen.


Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Es gibt viele wunderbare Schriftsteller, die in ihrem Gebiet absolut spitze sind. Ich könnte Ilona Andrews nicht mit Lisa-Marie Dickreiter vergleichen. Sie widmen sich unterschiedlichen Themen, haben einen unterschiedlichen Stil und legen ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Bei mir ist es eher so, dass ich in jedem Genre meine „Lieblinge“ habe:

Chick-Lit: Claudia Brendler - sie ist bis jetzt die Einzige, die mich wirklich zum Lachen bringt;

Fantasy: Jennifer Benkau - bei ihr kann es auch um Vampire gehen, ich werde es lesen;

Historisches: Martina Sahler - nach „Weiße Nächte, weites Land“ kann ich kaum erwarten, einen neuen Roman aus ihrer Feder zu lesen. Übrigens, auch in Sachen „Mädchenunterhaltung“ steht sie bei mir auf Platz 1;

Anspruchsvolle Literatur: Lisa-Marie Dickreiter, für ihre sprachliche Virtuosität, und Heiko Wolz - ich hoffe, er macht irgendwann wieder einmal etwas skurriles für Erwachsene;

Romantic Thrill - da ist Stefanie Ross für mich die absolute Queen (Pst! Ich glaube, sie schreibt ihre Bücher absichtlich direkt für mich, sonst kann ich mir nicht erklären, warum sie alles erhalten, was ich so liebe!);

Jugendbuch: Thomas Finn, für seinen Ideenreichtum und seine „leichte Feder“, für Drachen, Däumlinge, Klabautermänner und, und, und …;

Krimi: Åsa Larsson, für die unglaubliche Tiefe, mit der sie ihre Geschichten erzählt;

Klassik: Lev Tolstoi, für seine durch und durch russische Seele, mit der er seine Bücher geschrieben hat;

… okay, okay, vermutlich sollte ich langsam auf den Punkt kommen, und hier ist er: .


Was ist Ihr Lieblingsbuch?

Genauso wie ich viele Lieblingsschriftsteller habe, habe ich sehr viele Lieblingsbücher. Ich mochte „Seide“ von Alessandro Baricco sehr gern. So gern, dass ich mich nicht traue, noch etwas von ihm zu lesen, weil ich glaube, ich würde unweigerlich enttäuscht werden. Ich war hin und weg von „Magisches Blut“ von Ilona Andrews; „Vom Atmen unter Wasser“ von Lisa-Marie Dickreiter hat mich nachhaltig bewegt und mir den Zugang zu einer völlig neuen Welt von Büchern geöffnet; „Erebos“ von Ursula Poznanski - spannend, spannend, da braucht man nicht viel mehr dazu zu sagen; „Die Auswahl“ von Ally Condie - umso ernüchternder war die Bruchlandung mit „Die Flucht“; „Eine Liebe fürs ganze Leben“ von Viktorija Tokarjewa für die Klarheit, mit der sie diese Geschichte erzählt hat; „Die Zeit der Gespenster“ von Jodi Picoult für ihren Mut, so eine Geschichte so zu erzählen, und so weiter und so fort … man könnte glauben, mir wären die Punkte ausgegangen :)

Haben Sie neben dem Schreiben noch Hobbys?

Da ich mein größtes Hobby - das Schreiben - zu meinem Beruf gemacht habe, bleibt da nicht viel übrig. Ich glaube, ich muss jetzt etwas total banales nennen: Lesen.

Was lesen Sie gerade?

Gerade genieße ich in der Sonne auf unserem Rasen „Enders“ von Lissa Price.


Copyright: Krouk
Wie stehen Sie zum Ebook?

In der Welt der Selfpublisher ist es schwer, qualitative Bücher zu finden. Nicht alle können sich ein professionelles Lektorat leisten, und das merkt man den Texten deutlich an.

Ebooks von etablierten Verlagen finde ich schlichtweg überteuert. Wenn ich für ein Ebook fast genauso viel wie für ein Taschenbuch zahlen soll, dann entscheide ich mich doch lieber für ein Taschenbuch.


Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?

Oh, im Juni muss ich unbedingt wieder einmal Stefanie Ross treffen. Ich würde sie zu einem Grillabend einladen, sie betrunken machen, und während sie unzurechnungsfähig ist, würde ich ihr die Printausgabe von „Luc - Fesseln der Vergangenheit“ klauen.

Auf keinen Fall darf ich mit ihr darüber sprechen, wie gut ich den Roman als Ebook fand und wie gerne ich ihn in der Printform neben seinem kleinen Bruder „Jay“ stellen würde. Das Thema „Wetter“ dagegen könnte ihre Aufmerksamkeit so weit einlullen, dass mein Coup tatsächlich gelingen könnte …



Vielen Dank für das Interview.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Rezension // Marc Linck - Das Majestic-12-Dokument von SINA

Dr. Colin Wallace bekommt mitten in der Nacht ein Fax mit einem doch sehr kryptischen Text. Er kann vorerst nichts damit anfangen, bis sein ehemals bester Freund Ethan auftaucht und unbedingt etwas dringendes mit ihm besprechen möchte. Sie verabreden sich für den Abend, doch als Colin bei Ethan auftaucht, liegt dieser tot in seinem Hotelzimmer. Ab diesem Zeitpunkt wird Colin beobachtet und gejagt.
Da taucht Susan Barett auf und erzählt Colin eine haarsträubende Geschichte über die AREA 51 und Außerirdische. Zusammen stoßen sie auf das Majestic-12-Dokument, welches über abgestürzte Ufos berichtet.

Der Klappentext des Buches liest sich schon mal sehr gut und so war ich gespannt auf diesen Thriller, der sich auch um eines meiner Lieblingsthemen, die AREA 51 dreht.

Doch habe ich bei diesem Buch emischte Gefühle. Einerseits hat es mich wirklich gefesselt, andererseits waren einige Szenen darin, die in meinen Augen eigentlich unnötig waren. Aber von vorne.

Der Anfang erinnert mich ein bisschen an die Rober-Langdon-Reihe von Dan Brown. Ein Wissenschaftler bekommt mitten in der Nacht ein Fax mit einem kryptischen Text, weiß vorerst nichts damit anzufangen, bis er unerwartet Hilfe von einer hübschen, jungen Frau bekommt. Der Wissenschaftler und die Frau beginnen ein Wettrennen gegen die Zeit und werden von skrupellosen Leuten gejagt, die ebenfalls hinter das Geheimnis kommen wollen.

Doch dann ändert sich die Geschichte und es geht nicht um Kirche oder kunsthistorische Rätsel, sondern um Außerirdische und ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Die am Anfang blassen Figuren bekommen Tiefgang und man erfährt einiges über die AREA 51 (ob wahr oder fiktiv sei dahingestellt) sowie militärische Anordnungen, die (ebenfalls wahr oder fiktiv) eine Unwahrscheinlichkeit darstellen, die ihresgleichen sucht.

Der Ansatz des Buches ist gelungen. Ich war begeistert von der Idee und der Umsetzung.

Leider gab es einige Szenen, die in meinen Augen unnötig waren bzw. anders hätten ausgelegt werden sollen. Und dies gibt Punkteabzug.
Auch war mir von vorneherein klar, wie sich manche Figuren entwickeln würden und diese Vorhersehbarkeit führt leider auch zu Punkteabzug.

Ansonsten hat mir die Schreibweise des Autors sehr gut gefallen. Er konnte mich mit seinem Erzählstil fesseln und mein Kopfkino hatte auch einiges zu tun.

Fazit:
Ein solider Thriller mit sehr guten Ansätzen, der leider erst in der zweiten Hälfte des Buches richtig in Fahrt kam.

6/7 von 10 Punkten.

Verlag: Periplaneta, Edition Totengraeber
erschienen: 2010
Printseiten: 302
ISBN: 978-3-940767-58-5

Montag, 10. Juni 2013

Rezension // Nora Roberts - Lilienträume von SONJA

© Sonja Kochmann

Owen ist der Organisierteste der drei Montgomery-Brüder. Um so mehr erstaunt es ihn, dass er Mitten im Hotelumbau feststellen muss, dass er mehr für seine langjährige Freundin Avery empfindet. Da bedarf es dann schon ein bisschen Hilfe vom Hausgeist Lizzy....

Im zweiten Band der Blüten-Trilogie/The Boonsboro Inn Trilogy 
(1. Rosenzauber, 2. Lilienträume, 3. Fliedernächte) wird der Nächste der Montgomery-Brüder an die Frau gebracht. Die Paarkonstellationen lassen sich zwar seit dem ersten Band vorher ahnen, aber schließlich ist bei Liebesromanen der Weg zum Ziel das Schönste.

Das Buch heißt im Original "The Last Boyfriend" und umschreibt schön die Situation von Owen und Avery, denn schließlich kennen sie sich ein Leben lang. Im Deutschen hieße es vermutlich eher "1000 Mal berührt, 1000 Mal ist nichts passiert". Was hier für Probleme auftauchen könnten, um das junge Glück zu trüben bzw. zu verunsichern, ließ sich nicht ganz vorher sagen, passt aber gut in die Geschichte und erklärt die Bindungsangst von Avery.

Inzwischen finde ich auch die Geschichte um den Hausgeist Lizzy interessant, so dass ich sagen muss: Ich bin nun nicht mehr irritiert, einen Gespenst in einem modernen Liebesroman vorzufinden, sondern bin gespannt, ob das Gespann der Montgomery-Brüder plus Frauen ihr helfen kann.

Auch das Pärchen aus Band 1 bekommt Raum für eine wundervolle Hochzeit, so dass es sich empfiehlt, die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Durch leichte Zickereien und Kabbeleien bahnt sich auch die Verkuppelung des verbliebenen Bruders an. Dies dürfte zusammen mit der Lösung des Geheimnisses um den Geist Lizzy ein wundervolles Finale werden (leider erst im Herbst 2013).

Lustig fand ich auch die Reaktion der drei Brüder auf das Liebesleben ihrer Mutter. Hier gibt es auch ordentlich was zu lachen. Für diese ausgewogene Unterhaltung vergebe ich 10 von 10 Punkten.


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3442381449


Band 1 gesehen bei Weiland
© Sonja Kochmann

Sonntag, 9. Juni 2013

Lesung // Lucinda Riley - Der Lavendelgarten von SONJA

Am vergangenen Donnerstag hatte ich mal wieder die Gelegenheit eine Lesung zu besuchen. Dieses Mal war es für mich Premiere; denn ich habe schon viel von dieser Autorin gehört und noch nie etwas von ihr gelesen. Ich wurde belohnt und hab nun ein paar Romane mehr auf meiner Wunschleseliste.


© Sonja Kochmann


Der Abend wurde von Günter Keil moderiert und übersetzt. Die deutschen Passagen wurden mit einer sehr angenehm rauchigen Stimme von der Schauspielerin Dennenesch Zoudé vorgelesen, die uns erklärte, sie habe bei einem Whiskeyabend mit Otto Sander versucht, diese noch rauchiger zu machen. 


© Sonja Kochmann


Da nach einer sehr langen Regenzeit nun endlich mal für ein paar Tage die Sonne schien und sich das Wetter bei wohligen 23 Grad bis in die Abendstunden hielt, war die Lesung leider nur von einigen wetterunabhängigen Bücherfans besucht, die belohnt wurden, denn Lucinda Riley, erklärte, dass sie immer gutes Wetter mitbringe. Während der gesamten Lesung und des Signierparts war diese gute Laune wirklich ansteckend. An manchen Stellen hatte man zwar das Gefühl, das der Moderator mit der "girl power" kaum fertig wurde, aber das trug eher zur Erheiterung bei (dazu später mehr).

Lucinda Riley ist Irin, die in England lebt und deren Familie ein Haus in der Nähe der Provence hat. Bei der Besichtigung eines Chateaus kam ihr die Idee für dieses Buch. Hier noch mal der Aufruf der Autorin an alle: das Chateau steht nun zum Verkauf und es müssen möglichst viele Bücher verkauft werden, damit sich die Autorin dieses Objekt in 5 bis 10 Jahren leisten kann.

Der Moderator des Abend sorgte dann für eine ungewollte Erheiterung, die wohl aufgrund der ausgelassenen Übersetzung nicht alle erreicht haben dürfte: Da Lucinda Riley als Exschauspielerin ihren Rohentwurf lieber in ein Diktiergerät namens "Dick" spricht (zur Freude ihrer Assistentin beim Abtippen auch mit Akzent) und dabei agiert, fragte der Moderator, ob sie eine Art Beziehung zu "Dick" hätte. Die Autorin, die gerade zur Verdeutlichung ein imaginäres Diktiergerät in der Hand hatte, zog die Augenbrauen hoch und grölte "Yeah, 50 Shades of Grey". Übersetzen werde ich die Doppeldeutigkeit von Dick nun nicht, da müsst ihr selbst drauf kommen.
Aber die Familienmitglieder hinterlassen ihr tatsächlich Nachrichten auf dem Diktiergerät, um sie an manche Dinge zu erinnern, wenn sie gerade Mitten in einem Rohentwurf ist.
Danach wird die abgetippte Fassung nebst Lektoren übrigens 20 bis 25 Mal von ihr gelesen. Hier wurde auch auf einen besonders pingeligen Lektor in den USA hingewiesen, der immer irgendetwas finde und was ihr den Ansporn gebe, immer besser zu werden.


© Sonja Kochmann


Bei der deutschen Lesung gab es dann eine Stelle, an der das "böse" Wort Sch***e gelesen wurde. Lucinda Riley zuckte zusammen und betonte ausdrücklich, dass sie in der englischen Ausgabe "good heavens = gütiger Himmel" verwendet habe. Dies sorgte für solche Erheiterung, dass Dennenesch Zoudé nicht gleich weiterlesen konnte.

In dem Buch wird übrigens erstmals ein Charakter (aus dem Orchideenhaus) recycled. Da ich dieses Passage recht interessant fand, werde ich wohl dieses Buch vorziehen und erst danach zum Buch der Lavendelgarten übergehen.


© Sonja Kochmann


Signiert wurde tatsächlich ausführlich mit Füller und ich muss sagen: es war ein schöner Abend. Wer nun im Biergarten saß, hatte zwar einen schönen Abend, ich jedoch ein Autogramm und eine besondere Erinnerung mit Aussicht auf noch interessante Lesestunden.


© Sonja Kochmann



Wer nun neugierig geworden ist, der hat noch Gelegenheit bei zwei Terminen die Lesung zu besuchen oder das Buch auf der Verlagsseite zu gewinnen.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Rezension // Iny Lorentz - Die Münze im Becher von SINA


Mit einer Kurzgeschichte über Marie und ihre Familie möchte das Autorenpaar die Reihe um die Wanderhure schmackhaft machen. So kann man „Die Münze im Becher“ schon seit längerer Zeit kostenlos bei amazon herunterladen.

Marie macht sich zusammen mit ihren Kindern auf zum Jahrmarkt in Dettelbach, um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben. Vor allem Marie's Sohn Falko ist fasziniert von einer hübschen Gauklerin, die zusammen mit zwei Männern mit einem Münzspiel versucht, den anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Als dann jedoch Hildegard's Geldbörse gestohlen wird und die Gauklerin als Täterin in Frage kommt, möchte Falko ihr trotz allem helfen. Und fällt selbst auf die Diebin herein.

Mit dem gewohnten Schreibstil des Autorenpaars ist man schnell durch die Geschichte durch. Interessanterweise wird nichts richtig ausgeschmückt, was normalerweise ein Markenzeichen der beiden ist
Trotzdem ist die flüssige Art der Erzählung ein Garant für gute Unterhaltung und auch diesmal habe ich fast nichts an der Story auszusetzen – nur eben dass sie zu kurz war.

Wenn man die Vorgängerbände gelesen hat, kennt man die Charaktere. Ansonsten ist es recht schwer, Sympathien zu entwickeln, da keiner richtig vorgestellt wird.

Insoweit kann ich auch nur eine kurze Rezension für diese wahrlich zu kurze Geschichte anbieten. Aber da sie ja kostenlos ist, kommt es halt mal nicht auf die Länge an.

Fazit:
Kurz, knackig, Iny Lorentz.

Verlag: Knaur eBooks
erschienen: 2012
Printseiten: 21
Format: Kindle Edition
ASIN: B009S64GY8 

s. a. Bibliografie Iny Lorentz

Rezension // Dan Brown - Inferno von SONJA


Robert Langdon ist zurück und er weiß anfänglich gar nicht wie ihm geschieht: er wacht in einem Krankenhaus in Florenz ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage auf und eine mysteriöse Frau schießt auf ihn. Auf der Suche nach der Lösung muss er ein Rätsel um Dantes Inferno entschlüsseln. Denn dieses birgt Verschwörung, Tod und Leben.

Robert Langdon ist auch im 4. Teil auf der Suche: mal wieder. Und genau das ist der Grund, warum mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen konnte. Die Suche nach des Rätsels Lösung ist mal wieder identisch aufgebaut: Lesen, Nachdenken, Losrennen (mit Frau an seiner Seite), lebensbedrohliche Verfolgungsjagden, schwups einen (oder mehr) geheimen Ausgang und nach gefühlten 1000 Wiederholungen der wichtigen kunsthistorischen Passagen endlich am Ziel angelangt. Einige Abschnitte habe ich nur noch überflogen, da ich anhand dieses Romans nicht einzelne Abschnitte der göttlichen Komödie von Dante auswendig lernen wollte.

Die Idee der Verschwörung ist auch nicht neu und wurde hier nur in Dantes Inferno verpackt. Die Charaktere neben Langdon waren mir alle unsympathisch bzw. deren Motivation teilweise etwas zu schwach herausgearbeitet. Das Buch lässt einen zwar nicht los, aber es ist auch nichts Neues. Mehr möchte ich für all diejenigen unter Euch, die es noch lesen wollen, nicht verraten

Nach jedem Kapitel kommt eine leere Seite. Hinzu kommt, dass das Buch viele Absätze enthält, so dass es bei anderer Gestaltung locker 100 Seiten weniger geworden wären. Die 26,- EUR finde ich nicht gerechtfertigt und danke meiner örtlichen Bücherei für diese Investition.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten für diese maue kunsthistorische Schnitzeljagd.


Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2013
Seiten: 688
ISBN: 978-3785724804


Gesehen CCL Buchhandlung Böhnert 2013
© Sonja Kochmann

Mittwoch, 5. Juni 2013

Rezension // Nathan Jaeger - Zweifel in Worten von SINA


Nachdem mir „Graues Meer und blaue Sonnen“ von Nathan Jaeger schon sehr gut gefallen hat, war ich natürlich gespannt, ob „Zweifel in Worten“ ein würdiger Nachfolger werden kann.

Frank ist Bibliothekar und hat eine nicht gerade schöne Vergangenheit, die er mit einem Umzug nach Berlin versucht zu vergessen. Er möchte sein Leben umkrempeln und von vorne beginnen. Als er auf eine Annonce antwortet, die von Sam und Gabriel geschaltet wurde, stürzt er in einen Strudel von unendlich vielen Gefühlen, die er erst nicht zuordnen kann. Kann man zwei Menschen gleichzeitig abgöttisch lieben? Frank versucht, eine Antwort zu finden und wird von seiner Vergangenheit eingeholt...

Die gefühlvolle Art des Autors haut mich einfach um. Er umschreibt mit Worten ein Ausmaß an Gefühl und Leidenschaft, dass ich mich manchmal gefragt habe, ob ich mich nicht doch in einer Fantasie-Welt befinde, bis ich mich zusammen mit seinem Charaktere auf den Weg nach Florenz mache und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werde.

Gerade dieses „Gefühlvolle“ versetzt einem in einen Traum. Man merkt fast nicht, dass es sich hier nicht um eine normale Romanze zwischen zwei Verliebten handelt, sondern um eine Dreiecks-Beziehung der besonderen Art.
Gerade Frank, um den sich das Meiste dreht, hat mit seinen 26 Jahren schon einiges erlebt. Unzweifelhaft nichts Schönes. Warum er mit seiner Vergangenheit abschließen will, ist erst auf den zweiten Blick klar und lässt bei mir keinen Zweifel aufkommen, dass er – trotz seiner Zweifel – genau das Richtige tut.
Sam und Gabriel sind einfach perfekt – manchmal schon zu sehr. Aber trotzdem stört dies nicht und gehört einfach dazu.
Zusammen sind die drei ein unschlagbares Trio mit Herz, Leidenschaft und Verstand.

Im letzten Drittel des Buches kommt es zu einer spannenden Szene, bei welcher Frank etwas tut, was ich persönlich nicht sehr gelungen fand. Dies gibt auch Punkteabzug, weil ich denke, dass man dies weniger brutal hätte lösen können. Auch wie Frank aus dieser „Misere“ herausgezogen wird, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Aber trotz dieses einen Kritikpunktes kann ich das Buch einfach nur empfehlen.

Fazit:
Liebling, Clown und Engel – ein Trio auf ihrem Weg zum Glücklichsein!

8 von 10 Punkten.

Verlag: Selbstverlag
erschienen: 2013
Printseiten: 323
Format: epub
ASIN: B00D0TZH6K 

s. a. Bibliografie Nathan Jaeger

Dienstag, 4. Juni 2013

Lesung // Michael Tsokos - Die Klaviatur des Todes von SONJA

Nachdem ich auf der Buchmesse in Leipzig bereits Michael Tsokos zusammen mit Sebastian Fitzek im Autoreninterview erleben durfte und ich spontan zum Buch "Die Klaviatur des Todes" gegriffen habe, habe ich mich besonders auf die Lesung am 30.05.2013 gefreut.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: sie wäre beinah ausgefallen. Denn Michael Tsokos hat sich einen Archillessehenriss zugezogen und humpelte mit Krücken und Orthese zu Lesung.

Die Begrüßung fiel dennoch locker und lustig aus, denn Herr Tsokos, der aufgrund der warmen Orthese eine Shorts trug, entschuldigte sich bei den ersten zwei Reihen für seine unrasierten Beine und meinte, die Verletzung sei echt: "Wenn der Fitzek hier wäre, wäre alles nur Show..."


© Sonja Kochmann


Nach dieser amüsanten Einleitung erzählte eine Mitarbeiterin von Hugendubel, dass Herr Tsokos vor und neben seiner eigentlichen Tätigkeit als Rechtsmediziner in deutschen Kliniken (Hamburg und aktuell Berlin) auch Massengräber im Kosovo ausgehoben und in Thailand nach dem Tsunami mitgeholfen habe.

Er selbst erzählte von seiner umfassenden Tätigkeit in Berlin, da aufgrund der hohen Einwohnerzahl jährlich über 2000 Fälle in die Rechtsmedizin gelangen (Vergleich in Hamburg sind es ca. 200 Fälle jährlich). Zu den "laufenden" Fällen kommen dann noch täglich ein "blauer Sack" Knochen hinzu, die aufgrund der Bautätigkeiten in Berlin gefunden werden. Hierbei handelt es sich neben den bestatteten Haustieren leider auch um deutsche und russische Soldaten aus dem zweiten Weltkrieg, so dass eine enge Zusammenarbeit mit der deutschen Kriegsgräberfürsorge statt findet.

Nach dieser Einleitung wurde ein Fall aus dem aktuellen Buch vorgetragen. Passend dazu wurden ein paar Fotos gezeigt, die ich persönlich sehr interessant aber harmlos fand. Einige Damen hinter mir mussten schon ein wenig japsen, so dass Herr Tsokos schließlich fortfuhr: "Jetzt atmen wir richtig durch und fangen richtig an."


© Sonja Kochmann


Vorgetragen wurde ein stückchenweiser Leichenfund in den Gewässern und in der Umgebung von Berlin: Der Puzzlemörder. Beim Lesen unterbrach sich Tsokos selbst und meinte grinsend: "Aber die Hannoveraner sind ja durch die Maschseeleichen abgehärtet."

Zur Veranschaulichung der zahlreichen Wunden und der Zerstückelung wurden die 3 D Bilder des neuen Computertomografen gezeigt. Diese eignen sich hervorragend für Schöffengerichte etc., da hier kein Blut oder ähnliches den Laien ablenkt. Der Kopf wies so viele einzelne Hieb- und Stichwunden auf, dass die Obduktion des Kopfes allein über 7 Stunden dauerte!

Der Computertomograf wurde übrigens durch Tsokos und seine Mitarbeiter durch 10 Paletten Überraschungseier umfassend getestet und es ist NICHT in jedem 7. Ei eine Figur!


© Sonja Kochmann


In der allgemeinen Fragerunde wurde der Autor und Rechtsmediziner gefragt, was ihn an seiner Arbeit am meisten stören bzw. berühren würde. Er antwortete ganz ehrlich, dass mit zunehmenden Alter und zunehmender Kinderzahl (11, 7, 4, 3 und 1/2 Jahre) er Probleme damit habe, ein Kind zu untersuchen. Denn wenn ein Kind sterbe, sei ein Erwachsener Schuld  Ich muss zugeben, dieser Satz hat mich als Mutter, noch während der Lesung sehr nachdenklich gemacht. So sollten viel mehr Menschen denken und Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass er selbst zum Beispiel nicht auf einer Station für krebskranke Kinder, als Polizist oder in einem Hospiz arbeiten könne.

Privat schaut er sich tatsächlich noch gern Krimis an und ist auch so nett und verrät seiner Frau nicht den Mörder! Hier werden die Tatortteams aus Münster, Köln und Frankfurt bevorzugt. CSI habe viel für das Verständnis in der Öffentlichkeit getan, sei aber nicht sein Fall.

Als lustige Anekdote erzählte Herr Tsokos noch vom Besuch einer Lesung  bei der der Autor seine Besucher nach der Kleidung in Berufsgruppen eingeteilt habe. Um nicht weiter auf zu fallen, benannte er sich selbst "nur" als Arzt. Leider erlitt Minuten später ein Besucher der Lesung einen Herzanfall und er wurde erwartungsvoll von allen angeschaut. Gott sei dank, gelang es ihm, den Mann wieder zu beleben und dieser hatte auch als einer der ersten Patienten in seinem Leben, die Chance sich bei ihm zu bedanken.


© Sonja Kochmann


Die Lesung schloss mit einer Signierstunde und ich nutzte die Gelegenheit, die Sonderausgabe mit seinen beiden früheren Sachbüchern signieren zu lassen. Ich fand den Abend - trotz des ursprünglich als "schwere Kost" eingestuften - Themas lustig und spannend und wünsche Herrn Tsokos "Gute Besserung" und "Viel Spaß" bei der Lektüre von Dan Browns Inferno.


© Sonja Kochmann



Rezension // Monica Davis - Nick aus der Flasche Teil 3 von SONJA


Die bereits angedeutete Bedrohung für die Liebe von Nick und Julie nimmt Fahrt auf und die erhoffte Möglichkeit Nick von seiner Flasche zu befreien, birgt doch einige Risiken....

Nach Teil 1 und Teil 2 MUSSTE ich unbedingt weiterlesen. Die Backfischliebe von Nick und Julie bekommt im Endspurt der Geschichte ordentlich Feuer, so dass man trotz des Genres "Young Adult" merkt, dass die Autorin auch erotische Romane für Erwachsene schreibt. Doch hier ist alles stimmig und nicht zu heftig (keine Angst).

Auch Julies Bruder Con bändelt hier mit Ginger an und erfährt von seinen eigenen bisher ungeahnten Fähigkeiten. Das Finale ist actionreich und leitet eine mögliche Reihe um Nick, Julie, Co und Ginger ein. 

Eine interessante Geschichte, die Möglichkeiten für weitere spannende magische Abenteuer gibt. Die Liebesgeschichte ist romantisch, zart und einfühlsam; daher vergebe ich zum dritten Mal: 10 von 10 Punkte.


Verlag:  neobooks Self-Publishing
erschienen: 2013
Seiten: 160
ASIN: B00D1VA9VK

Hinweis: Die drei Teile werden als Buch im Juli 2013 bei elysion books als Printausgabe erscheinen.

Montag, 3. Juni 2013

Rezension // Kady Cross - Das Mädchen mit dem Flammenherz (02) von SINA


Auch das zweite Abenteuer rund um Finley Jayne, das stärkste Mädchen Englands und ihre Freunde Griffin, Sam, Emily und Jasper war für mich ein gelungener Mix aus Abenteuer, Spannung und einem kleinen Hauch einer Romanze.

Finley und ihre Freunde fliegen nach New York, um herauszufinden, warum ihr Freund Jasper verhaftet wurde. Angeblich soll er einen Mord begangen haben. In New York angekommen, macht sich Finley gleich auf, um Nachforschungen anzustellen und landet letztendlich bei Reno Dalton, dem gefürchtetsten Gangster in der Stadt. Sie kann sich in seine Bande einschleichen und kommt so nach und nach hinter sein Geheimnis.

Ich bin immer noch begeistert von der Steampunk-Welt, die die Autorin geschaffen hat. Denn alles ist stimmig und es macht einfach Spaß, in das Abenteuer einzutauchen und Finley und ihre Freunde zu begleiten

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und das Kopfkino hat ständig zu tun. Gerade die Gebäude, Maschinen und vor allem die Kleidung, die die Autorin gerne beschreibt, kann man sich so wundervoll vorstellen und ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, die Geschichte auch mal in bewegten Bildern im Fernsehen zu sehen.

Gerade Finley und Griffin, die im zweiten Teil ihre Gefühle füreinander entdecken, sind zwei Charaktere, die sich traumhaft ergänzen. Sie sind ein eingespieltes Team, obwohl sie sich noch nicht lange kennen und am Ende des Buches bekommen beide auch das, was ich mir schon seit dem ersten Abenteuer der beiden wünsche.

Auch Finley's Freunde Sam, Emily und Jasper sind mir sehr ans Herz gewachsen. Sie sind loyal, haben das Herz auf dem rechten Fleck und sind ihren Idealen gegenüber treu.
Alle zusammen geben sie eine Clique ab, die man einfach mögen muss.

Auch wenn am Ende des Buches mir persönlich etwas zu schnell ging, ist doch alles nachvollziehbar und vor allem glaubhaft. Nur hätte ich mir gerade für Jasper doch etwas anderes gewünscht, aber so kann man sich sicher sein, dass er im dritten Teil auch eine Rolle spielen wird.

Fazit:
Eine rasante und vor allem mal abwechslungsreiche Story mit Fantasy-Elementen im Steampunk-Style.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Printseiten: 351
ISBN: 978-3-453-53432-2 

s. a. Bibliografie Kady Cross

Samstag, 1. Juni 2013

Rezension // Mila Roth - Spionin wider Willen: Operation Maulwurf (04) von SINA


Auch im vierten Fall rund um Janna Berg und Markus Neumann wird einem während des Lesens nicht langweilig. Denn Janna ist in Gefahr. Buryad, der gefürchtete Terrorist und Anführer der Söhne der Sonne, hat es auf sie abgesehen. Markus quartiert sich zeitweise in Jannas Haus ein, um sie zu beschützen. Dabei erfahren beide einiges voneinander... und Janna merkt, dass sie doch etwas mehr für den gutaussehenden Geheimagenten empfindet.

Auf 172 Seiten geht es wieder spannend zu. Gleich zu Anfang kommt ein Oha-Erlebnis und eigentlich denkt man, dass sich Janna nicht aus dieser Situation befreien kann. Doch zum Glück ist Markus zur Stelle und damit nimmt die Geschichte rasant an Fahrt zu. Schlag auf Schlag geschehen die Ereignisse und Janna kommt fast nicht zum Aufatmen.

Janna und Markus sind einfach ein schönes Paar – wenn sie es denn jemals werden würden. Janna's Gefühle für Markus nehmen zu. Markus dagegen ist zeitweise gefühlskalt und ich würde im am Liebsten einen Klaps auf den Hinterkopf geben, damit er seine Gehirnzellen einschaltet und einmal über sich und Janna nachdenkt. Aber diese „Herumgetanze“ umeinander finde ich auch wieder gut, denn so bleibt Raum für Fantasie und natürlich noch viele weitere Folgen rund um Janna und Markus.

Der Terrorist Buryad spielt diesmal eine sehr große Rolle in der Geschichte und letztendlich sorgt seine wahre Identität auch für eine Überraschung.

Mir gefällt die selbsternannte Vorabendserie rund um Janna und Markus ausgesprochen gut, gerade auch, weil die Geschichten etwas für Zwischendurch sind und sie auch keineswegs langweilig werden.

Ich bin gespannt, welche weiteren Fälle noch auf Janna und Markus warten und vor allem, ob sich die beiden kriegen oder nicht.

Fazit:
Zwei sympathische Charaktere lösen ihren vierten gemeinsamen Fall. 

10 von 10 Punkten.

Verlag: Selbstverlag
erschienen: 2013
Printseiten: 172
Format: epub
ISBN: 978-3-95516-461-4

s. a. Bibliografie Mila Roth