Dienstag, 30. Juli 2013

Interview // Monika Dennerlein / Inka Loreen Minden / Lucy Palmer / Mona Hanke / Monica Davis / Loreen Ravenscroft von SONJA


Wer auf der Suche nach erotischen Romanen und und und ist, der wird vielleicht auf eine Vielzahl an Namen kommen, hinter der jedoch eine einzige deutsche Autorin (Inka Loreen Minden) steckt. Ich habe mal nachgefragt:


© Guido Karp / p41d.com

Monika Dennerlein verbirgt sich inzwischen hinter einigen Pseudonymen. Hast Du da noch den Überblick, was wo wie erscheint? Welche gibt es denn eigentlich alle?

Hallo liebe Sonja, verbergen würde ich es nicht nennen, denn es sind ja offene Pseudonyme, die ich nutze, um verschiedene Genres abzutrennen.

Mein erstes Pseudonym für Erotik war Inka Loreen Minden (übrigens ein Anagramm von Monika Dennerlein). Danach folgte Lucy Palmer, die ich nur bei Blue Panther Books bin. Den Namen hat der Verlag ausgesucht.

Loreen Ravenscroft war ein bisher einmaliger Ausflug in weniger erotische Gefilde und gehört zu meiner romantischen Dystopie »Blutflucht«.

Mona Hanke wurde ich, weil Rowohlt einen deutsch klingenden Namen für das Buch mit den erotischen München-Geschichten wollte.

Tja, und zu guter Letzt gibt es noch Monica Davis für Jugendbuch (Young und New Adult). Eigentlich wollte ich Jugendbücher immer unter meinem richtigen Namen schreiben, aber Bastei Lübbe empfahl mir ein amerikanisches Pseudonym und das werde ich auch beibehalten, denn noch einen weiteren Namen möchte ich mir nicht antun :-)


© Sonja Kochmann

Wie bist Du zum Genre Gay Romance gekommen?

Meine Kollegin Nicole Henser gab mir vor Jahren eine ihrer Gaystories zum Lesen und von da an war ich angefixt.

Willst Du zukünftig auch in verschiedenen Genres (Jugendbuch, Erotik, gay romance) Bücher schreiben?

Dem Genre Jugendbuch und Romantasy (mit Erotik :-) möchte ich auf jeden Fall treu bleiben. Eine Gay Romance würde ich auch so gerne wieder schreiben, nur leider halten mich so viele andere Projekte davon ab. Ich habe ein paar gute Angebote bekommen, die ich nicht abschlagen konnte.

Wie stehst Du zu Buchreihen? Bist Du davon begeistert, oder magst Du lieber Einzelbücher?

Aktuell bevorzuge ich Einzeltitel, da ich so selten zum Lesen komme und bei guten Geschichten doch wissen möchte, wie es weitergeht.

Manche Bücher haben ja pikante Szenen. Bekommst Du da beim Schreiben auch mal rote Ohren?

Nein, schon lange nicht mehr.

Was sagst Du zum derzeitigen Boom von amerikanischer Erotikliteratur?


Ich finde es sehr traurig, dass deutsche Verlage Unmengen an Auslandslizenzen einkaufen (die sie ja auch noch übersetzen lassen müssen), wo es doch so viele gute Erotikautorinnen in Deutschland gibt.

© Sonja Kochmann

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht? Denn ich habe gehört, dass Du eigentlich Zahntechnikerin bist.

Ich habe schon als Kind sehr viel geschrieben und eigentlich war es seit jeher mein Traum Schriftstellerin zu werden. Natürlich wusste ich, dass das ein Job ist, bei dem nur die allerwenigsten Geld verdienen, also habe ich zuerst einen anderen Beruf gelernt. Als es nach der Geburt meines Sohnes sehr schwer war, in meinen Job als Zahntechnikerin zurückzukehren (Mamas sind auf dem Arbeitsmarkt leider nicht beliebt), habe ich mich als Schriftstellerin selbstständig gemacht. Es war ein harter Weg und die ersten Jahre liefen mau, aber jetzt bin ich zufrieden und möchte nie wieder etwas anderes machen.

Wie lange dauerte es, bis Du einen Verlag für Dein erstes Buch gefunden hast?

Ich hab von Beginn an gewusst, wie schwer es ist, überhaupt einen Verlag zu finden, daher hatte ich es erst gar nicht versucht und habe ein paar Titel selbst herausgegeben. Eines Tages dachte ich, dass ich ja nichts zu verlieren habe, wenn ich einfach mal was einem Verlag anbiete – und als eine Woche später schon die Zusage ins Haus flatterte, konnte ich es nicht begreifen. Das war wie ein Sechser im Lotto. Von da an kam Eines zum Anderen.

Einige der Romane machen deutlich, dass Du viel Wert auf Recherche legst. Wie schreibst Du?

Ich recherchiere bei jedem Buch und jeder Story, auch wenn man das nicht bemerkt (was man als Leser ja auch nicht unbedingt soll :-) Details sind mir sehr wichtig und gerade bei historischen Geschichten geben sie dem Text die gewisse Würze. Dabei überlasse ich nichts dem Zufall. Sobald ich etwas nicht weiß, recherchiere ich. Aber nicht unbedingt auf Wikipedia, da die Seite leider nicht sehr zuverlässig ist, sondern ich mache mir immer die Mühe, belegte Fakten von Spezialseiten zusammenzutragen, kaufe mir Sekundärliteratur oder telefoniere oder maile auch schon mal mit Fachleuten. Daher dauert die Recherche oft sehr lange, meist ein Drittel der Zeit, die ich an einem Buch arbeite.

Derzeit erscheinen Deine Bücher recht zeitnah, wie viel schreibst Du in der Woche bzw. schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig?


Früher konnte ich an mehreren Projekten gleichzeitig schreiben, heute schaffe ich das nicht mehr, zumal der Schreibfluss ohnehin oft unterbrochen wird, zB durch Lektorate, Exposés, Leserunden etc.

An einem Roman arbeite ich ca ein halbes Jahr (Schreiben, Recherche, Überarbeiten). An meinem Jugendbuch »Nick aus der Flasche« habe ich von November 2012 bis April 2013 gearbeitet, unterbrochen vom Lektorat zu »Dunkle Träume« und einer Kurzgeschichte.

Seit ein paar Jahren arbeite ich 80 Stunden in der Woche, da ich sonst meine Termine nicht schaffen würde, aber eigentlich mag ich es ja auch nicht anders. Ich bin ein Workaholic – zum Leidwesen meiner Familie.

Dass meine Bücher in diesem Jahr recht zeitgleich erscheinen, liegt daran, dass die Termine zufällig so gefallen sind. Geschrieben habe ich sie alle im letzten Jahr. In diesem Jahr habe ich mein Jugendbuch »Nick« verfasst und danach eine längere Story für Bastei Lübbe, die im November erscheinen wird. Ab August muss ich an ein großes Projekt gehen, für das ich bis Dezember Zeit habe, denn danach muss ich den dritten Teil meiner Wächterschwingen beginnen. Und schon befinde ich mich mitten im Jahr 2014 :-)

Deine Bücher haben wirklich wunderschöne Cover, nenn uns 3 Lieblingscover.

Oh, das ist schwer, denn mir gefallen so viele. Wenn ich jetzt nur drei nennen darf, hm … auf jeden Fall »Daniel Taylor« (die E-Book-Cover zu Teil 1 – 3, wobei das mit dem blauen Schmetterling mein Favorit ist. Der Collectors Pack und das Taschenbuch werden andere Cover haben), »Dunkle Träume« (Andrea Gunschera macht so tolle Cover) und »Jax«. Das Cover hab ich von jdesign.at und ich freue mich schon, wenn ich es endlich herzeigen kann.




Wie wichtig sind Dir das Internet und der Kontakt zu Deinen Fans?

Ich genieße den Kontakt und den Austausch. Das macht Spaß, und über Feedback freut sich jeder Autor. Außerdem sind schon viele nette Bekanntschaften entstanden. Besonders freue ich mich auf die BLC, wo ich einige Leserinnen und Autorinnen persönlich treffen werde.

Bleibt selbst noch Zeit zum Lesen oder zu anderen Hobbys? Wer ist Dein Lieblingsschriftsteller? Was ist Dein Lieblingsbuch (eigene zählen nicht ;) )?


Ich habe sehr wenig Zeit für alles, da gehört Lesen leider dazu, obwohl ich für mein Leben gerne lese und schon immer viel gelesen habe. Leider schaffe ich jetzt nur noch ein Buch im Monat.

Einen Lieblingsschriftsteller und -Buch habe ich aktuell nicht, noch vor 20 Jahren hätte ich Stephen King (The Stand) genannt, doch mittlerweile hat sich mein Lesegeschmack geändert. Ich mag Romantasies und historische Liebesgeschichten :-)

Wie stehst du zum Ebook?

Ich finde E-Books sind eine tolle Sache. Es müssen dafür keine Bäume sterben, man brauch keine Regale, hat kein Platzproblem und kann einen E-Reader voller Bücher mit in den Urlaub nehmen. Ich selbst habe jedoch keinen Reader, denn ich liebe es, mich mit einem Buch auf die Couch zu lümmeln, ich mag das Cover sehen, mag die Seiten umblättern. Da ich außerdem täglich mindestens 12 Stunden vor dem Bildschirm sitze, möchte ich beim Lesen nicht wieder in ein Gerät starren.

Leider sehen einige Leute E-Books nicht mehr als richtiges Buch an und sind daher nicht bereit, dafür zu bezahlen. Das tut uns Autoren besonders weh, da ja in diesen Ausgaben dieselbe Arbeit, Schweiß und alles Herzblut steckt. Für Zigaretten, den täglichen Kaffee to Go oder einem Menü bei Mac Donalds wird bezahlt, aber monatelange schriftstellerische Arbeit wird immer weniger honoriert.

Im Moment zeichnet sich daher eine erschreckende Entwicklung ab. Wir Autoren sollen weiterhin Geschichten liefern, aber bitte kostenlos. Nur wird das nicht funktionieren, denn von Luft und unseren Texten können wir nicht leben. Daher weiß ich aktuell nicht, wie lange ich meinen Herzblutberuf noch ausüben kann. Ich wäre gerne damit alt geworden.



Und zum Abschluss verrate uns ein bisschen von Jax….

Jax ist mein neuster Held, dessen Geschichte ich gerade schreibe. Der Roman soll Ende August erscheinen.

Da ich aktuell noch nicht zu viel verraten möchte, zitiere ich den vorläufigen Klappentext:

Jax gehört einer Eliteeinheit an, die den Pöbel von der Stadt fernhält. Wenn die Soldaten erfolgreich von ihrem Einsatz in den Outlands zurückkehren, dürfen sie sich zu ihrem privaten Vergnügen eine Sklavin nehmen – mit der sie machen können, was sie wollen. Da kommt es ihm recht, dass er die ehemalige Ärztin unter den Sklavinnen entdeckt, die seinen Bruder getötet hat.
Samantha führt ein behütetes Leben, bis sie beschuldigt wird, einen Krieger – die wie Helden gefeiert werden – ermordet zu haben. Sie kann sich entscheiden: Hinrichtung oder ein Dasein als Sklavin. Sie wählt das Sklavenleben und wird prompt vom gefährlichsten aller Soldaten gewählt: Jax, dem Unbesiegbaren. Sie weiß, dass er sich rächen möchte, daher versucht sie alles, ihn von ihrer Unschuld zu überzeugen.

Eine Leseprobe gibt es hier:

http://www.inka-loreen-minden.de/leseproben/Leseprobe_Jax.pdf


Vielen Dank für das Interview.




Montag, 29. Juli 2013

Rezension // Suzanne Collins - Die Tribute von Panem: Flammender Zorn von SONJA


Katniss wird von den Rebellen in Distrikt 13 gebracht. Doch von ihr wird viel erwartet, denn sie soll die Figur der Rebllion werden, obwohl Sie Angst um Peeta, Gale und ihre Familie hat. Auch lässt sich das Erlebte nicht so einfach ausblenden.....

Nachdem ich Band 1 (Tödliche Spiele) und 2 (Gefährliche Liebe) mit zeitlichen Abstand zueinander gelesen habe, habe ich 2 und 3 direkt nacheinander gelesen und das war aufgrund des Spannungsbogens auch gut so. 

Drehen sich Band 1 und 2 um die sogenannten Hungerspiele, ist Band 3 der blutige Höhepunkt der Rebellion. Es zeigt sich, dass Rebellion gegen ein Regime bzw. Diktatur auch seine Schattenseiten haben kann, denn Macht kann auch Rebellenführer verleiten.

An Sozialkritik spart Band 3 auf keinen Fall, denn hier wird buchstäblich über Leichen gegangen. Wer hier gelangweilt das Buch weglegt, dem ist nicht zu helfen Es war Entsetzen und Fassungslosigkeit über die Situationen der Protagonisten die mich Seite um Seite haben weiterlesen lassen. Folter, Opferung von eigenen Leuten und Prioritätssetzung zu Kriegszeiten werden hier brutal dargestellt. Was ist ein Menschenleben wert, wenn man ein großes Ziel vor Augen hat? Und wer darf das festsetzen? Darf ein Diktator gerichtet werden?

Die Dreiecksgeschichte von Gale, Peeta und Katniss findet ein glaubwürdiges Ende und einen Ausblick, was die zukünftigen Generationen von Panem beachten müssen. 

Für diese heftige Sozialkritik, die leider auch in der heutigen Gesellschaft aktuelle Aspekte enthält, vergebe ich 9 von 10 Punkten. Angesichts der Brutalität empfehle ich dieses Jugendbuch nicht unter 14 Jahren zu lesen, da nicht jeder junge Leser diesem Thema schon gewachsen ist.


Verlag: Oetinger
erschienen: 2011
Seiten: 430
ISBN: 978-3789132209


© Sonja Kochmann

Freitag, 26. Juli 2013

Rezension // Suzanne Collins - Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe von SONJA


Nachdem Katniss und Peeta die Spielmacher und das Kapitol ausgetrickst haben, geraten Sie in Gefahr, denn ihre Liebe und ihr Überleben der Hungerspiele wird zum Symbol des Widerstandes. Besteht die Chance auf eine Zukunft?

Band 1 "Tödliche Spiele" habe ich bereits vor einiger Zeit gelesen und war begeistert. Warum ich dann nicht gleich weitergelesen habe, mag vielleicht an de Vielzahl der Neuerscheinungen und Reihen gelegen haben, die man (ähm Frau) halt so liest.

Obwohl die unmittelbare Gefahr erst in der zweiten Hälfte zum absoluten Höhepunkt kommt, konnte ich das Buch von Anfang an kaum aus der Hand legen. Denn Katniss Verpflichtung gegenüber ihrer Familie, Gale und Peeta hat mich mit Katniss mit leiden lassen.

Da ich ja inzwischen Teil 1 auch im Kino gesehen habe hatte ich ein vorgefertigtes Bild vor Augen, wie die einzelnen Charaktere wohl aussehen. Normalerweise versuche ich dies zu vermeiden, da ich aber die Schauspielerauswahl als gelungen empfand, freue ich mich schon jetzt auf den zweiten Teil im Kino. 
Denn die Handlung ist auch hier wieder aktionreich ohne Ende und birgt Sozialkritik und eine Geschichte um Liebe und Freundschaft.

Band 3 "Flammender Zorn" fange ich aber sofort an, denn nun muss ich wirklich wissen, wie es ausgeht: 10 von 10 Punkten.


Verlag: Oetinger
erschienen: 2010
Seiten: 431
ISBN: 978-3789132193


© Sonja Kochmann



Rezension // Inka Loreen Minden - Beim ersten Sonnenstrahl von SONJA


Nach der Weltausstellung 1862 in London werden Davids Eltern ermordet. Er selbst überlebt nur, da ihm ein geflügelter Retter zur Hilfe eilt. Jahre später trifft er endlich seinen Retter und die Anziehungskraft der beiden setzt sich über alle äußeren Hindernisse hinweg. Doch die Bedrohung ist noch präsent....

Dieses Buch gehört ja zur sogenannten "gay romance" und ich muss zugeben, ich war schon immer neugierig, hatte das Buch auch schon eine Weile, aber habe mich davor gescheut, es zu lesen.

Warum weiß ich auch nicht, denn die Autorin hat eine zarte Liebesgeschichte mit gefühlvollen und abwechslungsreichen Erotikszenen geschaffen, die sogar in eine interessante Krimigeschichte eingefügt wurde. Obwohl ich ja eher die Kategorie "Männlein und Weiblein gehören zusammen" bevorzuge, fand ich hier das miteinander in den Sexszenen wundervoll beschrieben. Da kann sich so manche Autorin eine Scheibe abschneiden, wo zig mal innere Göttinnen durchs Bett hüpfen.
Hier gibt es keine Wiederholungen und die Geschichte enthält mühsam recherchierte Fakten aus der Zeit, so dass man sagen muss: Hut ab. 

Die Idee Gargoyle als Fantasyfiguren zu verwenden, finde ich gelungen und bietet sicher Stoff für mehrere Romane. (Die sogenannten Wächterschwingenromane enthalten ebenfalls die besagten Gargoyle; spielen aber zeitlich nach diesem Roman. Diese Romane "Herzen aus Stein" und "Dunkle Träume" wurden übrigens bereits von meiner Mitbloggerin Sina rezensiert.)

Etwas inhaltliche Kritik muss ich allerdings doch los werden. David war mir an einigen Stellen doch etwas zu weich und antriebslos, so dass ich nicht volle Sympathie zu ihm entwickeln konnte. Daher vergebe ich 7 von 10 Punkten und werde mit Sicherheit noch einmal in dieses Genre schnuppern, da der Schreibstil  Erotik in vielfältiger ansprechender Art vermittelt. Wer da noch Vorurteile hat, verpasst was.

P.S.: Wie kommt es, dass ich bei dieser Geschichtenkonstellation an Batman denken muss? ;)

Verlag: dead soft Verlag
erschienen: 2012
Seiten: 260
ASIN: B0084OZJUU

Rezension // Sylvia Day - Crossfire: Erfüllung von SONJA


Gideon und Eva können trotz der äußeren Einflüsse nicht voneinander lassen, doch was sind die Konsequenzen.....

Während mich die ersten beiden Teile Versuchung und Offenbarung total begeistert haben, hatte dieser dritte Band massive Startschwierigkeiten. Denn anstatt inhaltlich mit der Problemlösung (der Mord an Evas Stalker) anzusetzen, beschäftigen sich die ersten 80 Seiten in diversen Varianten damit, ob er (also Gideons kleiner er) in ihr drin ist, ob er wieder rein darf oder immer noch dort verweilt. Ich finde das angesichts der Vorgeschichte und der psychischen Belastung äußerst realitätsfern.

Womit sich leider erstmals eine Formulierungsschwäche (oder vielleicht Übersetzungsschwäche?) in die Crossfire-Reihe einschleicht. Waren die Erotik- und Sexszenen bislang abwechslungsreich und spannend beschrieben, kommt hier wirklich in jeder Szene die Formulierung "ob, wie, wann, er drin ist" vor. (Das kennt man ja sonst von einer augenrollenden Protagonistin mit innerer Göttin aus einer anderen Erotikreihe.)

Das führte dazu, dass ich teilweise doch etwas schneller gelesen habe, um zu den spannenderen Passagen zu kommen. Die Geschichte von Eva und Gideon und auch ihrer Verwandschaft und ihrem Freundeskreis ist nämlich nach wie vor packend und interessant.

Wer bislang dachte, dass es eine Trilogie ist bzw. bleibt, liegt falsch, denn das Buch endet mit einigen Cliffhangern und einer Ankündigung der Autorin, dass es weitergeht.

Da habe ich auch nichts gegen; ich will sogar wissen, wie es weiter geht, nur müssen die Erotikszenen wieder abwechslungsreicher sein, denn "drin" allein reicht dann doch nicht: 7 von 10 Punkten.


Verlag: Heyne
erschienen: 2012
Seiten: 448
ISBN: 978-3453545601


© Sonja Kochmann


Freitag, 19. Juli 2013

Rezension // J. D. Robb - Der Tod ist mein von SONJA


Die Armen und Obdachlosen der Stadt sind in Gefahr und lediglich Eve Dallas und ihr Team scheint Interesse an dem Killer zu haben, der mit beängstigender chirugischer Genauigkeit Organe entfernt und die Opfer sterben lässt. Doch Eve scheint auch in den eigenen Reihen Gegner zu haben und ihre Tage als Polizistin scheinen gezählt.

Der 8. Fall von Eve Dallas hat mir (wieder) sehr gut gefallen, denn Eves menschliche private Seite kommt hier sehr schön zum Vorschein. Denn sie definiert sich durch den Beruf als Polizistin und dieser droht ihr weggenommen zu werden. Kann man (hier: Frau) als Milliardärsgattin glücklich sein, wenn man doch Unrecht aufklären will?

Passend fand ich als Problem der Zukunft (denn die Reihe spielt ja in der modernen Zukunft), dass medizinische erstklassische Versorgung ein Luxus sein wird.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen der Nebenfiguren lagen hier leider etwas brach, so dass ich wohl bald zum nächsten Band greifen werde, da ich wirklich neugierig geworden bin.

8 von 10 Punkten für diesen blutigen Thriller der Zukunft.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2005
Seiten: 480
ISBN: 978-3442360277

Freitag, 12. Juli 2013

Rezension // Emma Sternberg - Die Breznkönigin von SONJA

© Sonja Kochmann

Fanny ist für alle da und daher sitzt sie in einem kleinen bayrischen Dörfchen fest und hilft ihrer schrulligen Familie in der hiesigen Gastwirtschaft. Die Oma führt das Regiment in der Küche und der Vater verzieht sich zum Brennen von Schnaps in die Scheune. Eines Tages kommt ein Berliner Gastronom und will eine Kopie der Gastwirtschaft ins trendige Kreuzberg verlegen. Als Geschäftsführerin soll Fanny mit...

Nach dem Debütroman "Liebe und Marillenknödel" war ich so begeistert, dass ich mich schon die ganze Zeit auf das neu angekündigte Buch gefreut habe.
Zwischenzeitlich rückten in den Regalen der Buchhandlungen einige Liebesromane mit "lokalkolorit" nach, so dass man schon befürchten musste, das dies vielleicht bald wieder out sein würde.

NEIN. Hier ist eine gesunde Mischung entstanden. Allerdings vertrete ich die Auffassung, dass die Breznkönigin kein reiner Liebesroman ist. Hier erobert vielmehr eine urbayrische Maid die Großstadt. Das es hierbei zum Kulturschock kommt, ist hier der Unterhaltungsfaktor. Denn Dialekt, Kleidung, Multimedia und Trends sind auf dem Land nicht wichtig und Fanny muss schmerzhaft feststellen, dass man danach auch Freunde und die Liebe nicht aussuchen kann.

Die lustigen Anekdoten regen sogar ein bisschen zum Nachdenken an, ob schnell lebige Trends wirklich so das Wahre sind. Und auf wen kann man sich verlassen? Blut ist dicker als Wasser. Fannys Familie ist zum Knuddeln, auch wenn sie einen (hier Fanny) in den Wahnsinn treiben können.

Die Dialekte und Schimpfwörter sind gekonnt eingepflochten und für Notfälle gibt es eine kleine Übersetzungshilfe, die ich eigentlich nicht gebraucht habe.

Da mir der Happyendfaktor im Erstlingswerk einen Tick besser gefallen hat, gebe ich hier 9 von 10 Punkten. 

P.S. Wer gerade auf fleischarme Ernährung setzt, sollte eiserne Disziplin haben, ich habe irgendwann von Würstchen, Haxen und Co. auf Tellern mit brauner Soße geträumt.

Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Seiten: 400
ISBN: 978-3453409118


Rezension // Lori Handeland - Wolfsschatten von SONJA


In Lake Bluff geschehen mal wieder unheimliche Dinge: Nach einem Sturm sterben vermehrt alte und kranke Leute. Als bei einer Autopsie auffällt, dass den Toten das Herz fehlt, geht Sheriff Grace auf die Jagd. Doch ist der neue indianische Arzt Ian ihr Freund oder ihr Feind, denn er weiß mehr.

Erst einmal muss ich jetzt doch Kritik am deutschen Titel üben. Bislang haben ja alle deutschen Titel mit "Wolf..." angefangen. Dies hat bislang auch gepasst, denn es ging schließlich schwerpunktmäßig um Werwölfe. Dieses Buch ist jedoch anders. Dazu muss man wissen, dass die eigentlich Reihe "Night Creature" heißt und sich in den Titeln immer "moon" für Mond verbirgt. Das Originalbuch heißt "thunder moon" und die Geschehnisse nehmen in der Sturmnacht unter dem indianschen Donnermond ihren Anfang:

In diesem Buch hat es Grace, die ja ihren Nebenauftritt bereits im Vorband "Wolfsdunkel" hatte, mit einer besonderen Kreatur zu tun, die kein Werwolf ist. Sie versucht zwar die Jägersucher zu befragen, ist jedoch auf sich allein gestellt. Der Aspekt mit der indianischen Kultur hat mir sehr gut gefallen. Hier spielt zwar auch ein Wolf eine Rolle, aber für sich genommen, darf hier kein Werwolfbuch erwartet werden.

Die Erotikszenen sind prickelnd beschrieben und bieten ordentlich Feuer. Wichtig ist hier auch die Verbundenheit der indianischen Kultur mit der Natur, die sich hier besonders in den Gefühlen von Grace, ihrem Sexleben und sogar ihrem Gegner widerspiegelt.

Das Wiedersehen mit Claire und Malachi ist schön gelungen, denn ihre Liebe hat sich vertieft und es ist doch auch mal schön, wenn es nach einem Happy End für alle positiv weiter geht.

Trotz Kritik am Titel gebe ich 10 von 10 Punkten, da der Gegner hier mal eine gekonnte Abwechselung darstellt und Grace einen wundervoll zynischen Humor hat, der hier auch noch mit Chuck Norris Witzen garniert wird.


Verlag: egmont lyx
erschienen: 2001
Seiten: 368
ISBN: 978-3802584275


Sonntag, 7. Juli 2013

Interview // Heike Fröhling von SONJA


Vor einiger Zeit habe ich mich für ein Leseexemplar bei der Leserunde mit Heike Fröhling bei den buchgesichtern beworben. Leider hatte ich kein Glück...oder doch, denn ein Glücklicher hat sich nicht gemeldet und ich erhielt das Buch doch noch nachträglich. Leider war die Leserunde schon vorbei und da das Buch bei mir so gut ankam, fand ich es schade, dass die Fragen an die Autorin und die Leserunde bei den Buchgesichtern nur für angemeldete Nutzer lesbar waren.

© Sonja Kochmann


Die Autorin Heike Fröhling hat sich netterweise daher für ein Bloginterview zur Verfügung gestellt:

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gebracht?
Eine bestimmte Person gab es nicht. Das Schreiben und das Geschichtenausdenken war schon immer Teil meines Lebens. Die Geschichten sind da, wenn ich Dinge lese (meistens in der Zeitung oder Fachbücher) oder Menschen beobachte und mich frage: Was wäre, wenn ...
Diese Überlegungen sind flüchtig, manche nehmen Kontur an und entwickeln sich weiter. Einen Teil davon schreibe ich auf und einen noch kleineren Teil arbeite ich aus.

© Heike Fröhling


Woher kam die Idee für das Buch? Und wie viel Karin steckt in Ihnen?
Die Grundidee ist zusammen mit meinem Agenten entstanden, auch habe ich über die Planung mit Kolleginnen gesprochen. So ist diese Idee vor allem in gemeinsamen Gesprächen entstanden.
Ich habe den Zeitschriftenartikel in Wirklichkeit gelesen, den Karin anfangs versucht, in einer Stresssituation anzuwenden ;-) und mein Sohn hat einen Teddy, der auseinanderfällt. Es ist schwer, Ähnlichkeiten zu finden, da ich die Personen nie an mich anlehne. Mein Schreiben wäre zu langweilig, um es in einem Roman zu verarbeiten, denn ich setze mich hin und schreibe meine vorher vorgenommene Seitenanzahl. Im Gegensatz zu Karin würde sich mein Leben nicht für einen Roman eignen ;-)

Warum spielt das Buch gerade auf Borkum? Es könnte doch auch jede andere Insel sein.
Angedacht war von Anfang an eine Nordseeinsel und da ich den letzten Sommer in Borkum verbracht habe, war es für mich leicht, dort zu recherchieren, mir vorzustellen, was die Romanfigur getan hätte, wo sie hingegangen wäre. Auch mag ich Borkum besonders gern durch die Konzentration auf Meer und Strand dort, es ist eine Insel ohne „Schnickschnack“.

© Heike Fröhling


Wie lange dauerte das Schreiben?
Zweieinhalb Monate.

Wie schreiben Sie?
Ich bin ein Gewohnheitsmensch, liebe feste Tagesabläufe, so beginne ich meistens bevor der Rest der Familie aufwacht mit meiner Arbeit - der Wecker klingelt und ich fange an. Eine besondere Einstimmung oder Atmosphäre brauche ich nicht. Meine Großmutter fragt mich oft: Woher nimmst du nur all die Ideen? Sie sind einfach da und das ist ein Riesenglück!

Sie haben Schulmusik, Germanistik und Musikwissenschaft studiert. Wollten Sie schon immer Autor/in werden?
Ja, seit ich acht Jahre alt war. Das Problem ist nur, dass Autor wie Komponist kein festgelegter Beruf ist, wo man einen bestimmten Studiengang wählt und dann Autor ist. Es spielt neben der Begabung und der Übung auch ein Stück weit Glück mit hinein und da ich Realistin bin, dachte ich mir: Eine Ausbildung, mit der man definitiv Geld verdienen kann, ist nie schlecht.

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?
Jodi Picoult. Ich liebe besonders ihre Bilder, wie sie es schafft, in wenigen Sätzen ein Bild vor dem inneren Auge auftauchen zu lassen.

Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Das ist schwer zu sagen. Ein konkretes Lieblingsbuch habe ich nicht, aber doch einige, die ich gerne ein zweites Mal lese.

Haben Sie neben dem Schreiben noch Hobbys?
Die Musik, das Musizieren und am meisten das Nähen. Bei meiner Körpergröße findet sich nur sehr schwer Passendes in den Geschäften oder ich gehe in die Herrenabteilung ;-) Inzwischen besitze ich vier Nähmaschinen und 90% der Kleidung in meinem Schrank ist selbstgemacht. Das Schreiben ist immer ein längerer Prozess und beim Nähen habe ich nach kurzer Zeit das Ergebnis in den Händen, das ist das Beste daran.

© Heike Fröhling


Was lesen Sie gerade?
Das Dorf der Mörder von Elisabeth Hermann.

Sie haben ein Handyromanportal gestartet. Wie funktioniert das?
Ich habe viel mit der Technik herumprobiert und mich dann entschieden, die E-Book-Formatierung zu wählen, weil diese durch die Leseapps von Amazon oder den Bluefire Reader zum Beispiel sehr komfortabel auf jedem Smartphone zu lesen sind mit veränderter Hintergrundfarbe, angepasster Schriftgröße. So funktionieren die Handyromane wie ein E-Book, nur ist die Satz- und Kapitellänge auf die kleineren Displays abgestimmt.
Man installiert somit eine Reader-App und lädt den Handyroman aufs Smartphone.

Wie stehen Sie zum Ebook?
Ich persönlich schätze als Vielleserin das E-Book wegen der Unkompliziertheit, viele Bücher zu transportieren und immer dabei zu haben. Zehn ungelesene Bücher ohne großen Platzbedarf in einer Handtasche unterzubringen, das finde ich luxuriös. Gleichzeitig sehe ich die aktuelle Technik bei dem DRM-Schutz als noch nicht wirklich ausgereift, empfinde die verschiedenen Formate als Hemmschuh. Warum kann man nicht in jedem Shop ein Buch kaufen und das auch auf jedem Reader lesen? Dass man für eine Leselizenz fast so viel zahlt wie für ein Taschenbuch, obwohl es keine Option gibt, das Buch zu verleihen und es oft nicht beliebig häufig heruntergeladen werden kann, das ist genauso ein Punkt, mit dem ich hadere.

Wie lange dauerte es, bis Sie einen Verlag für Ihr Buch gefunden haben?
Genau 15 Tage. Aber das ist nicht repräsentativ, da dieses Konzept genau für diese Reihe geplant war. Als Autor kann man nicht davon ausgehen, eine Idee aufzuschreiben und zwei Wochen später einen positiven Bescheid zu bekommen ;-)

Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher? Können Sie sich vorstellen eine Fortsetzung von Inselsommer zu schreiben?
Eine Fortsetzung von Inselsommer ist nicht geplant. Aktuell bin ich mit ganz anderen Projekten beschäftigt, habe zwei Sagas geplant und arbeite aktuell an einem Familienroman.

© Heike Fröhling


Wollen Sie zukünftig auch in verschiedenen Genres Bücher schreiben?
Auf jeden Fall! Mein Leben ist so lang, da will ich mich nicht endgültig und ausschließlich festlesen bei all den Optionen, die es gibt.

Sie arbeiten auch als Musiklehrerin. Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?
Ich wache um halb sechs auf, beginne zu schreiben. Dafür ist der Vormittag reserviert.
Mittags gönne ich mir immer eine Pause und am Nachmittag unterrichte ich, kümmere mich anschließend um meine Kinder.
Wenn dann um halb zehn oder zehn Ruhe im Haus einkehrt, bin ich auch wirklich müde ;-)

Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?
Da stehen verschiedene Autoren zur Auswahl ... und die frage ich aktuell am liebsten: Hast du Lust und Zeit, meine neue Saga im Tausch gegenzulesen? ;-)

Vielen Dank und wir sind gespannt auf neue Werke.


Montag, 1. Juli 2013

Rezension // Heike Fröhling - Inselsommer von SONJA


Karin will einfach nur mit ihren beiden Söhnen Urlaub machen und endlich ihren Roman schreiben. Doch erst will ihr verwitweter Vater unbedingt mit und dann reihen sich die Katastrophen aneinander.  Da ist es doch eine nette Abwechselung, dass der Inselpolizist Andreas ihr ab und an zur Hilfe eilt und dann auch noch so nett ist.

Schade. Schade? Ja, Schade. Es war einfach zu schnell ausgelesen - das Buch -. 

Karin ist sympathisch und tut einem fast schon ein bisschen leid, denn ihre beiden Söhne sind quirlig und verursachen mit kindlichen und teilweise auch pubertären Ansichten ordentlich Stress. Wenn dann noch ein Marihuana rauchender Opa Walter für total entspannte "Unterstützung" sorgt, kann es nur im Chaos enden.

Das Chaos ist glaubwürdig und lustig. Denn mal ehrlich, bei wem läuft der Familienurlaub planmäßig ab? Hier ist alles dabei von Probleme mit dem Ex, Erziehungsfragen, Generationskonflikt und und und 

Die Prise Liebe ist hier erst im Entstehen und ich hätte mir am Ende doch ein bisschen mehr gewünscht. (So ein oder zwei Kapitel).

Das Cover ist ein echter Hingucker und passt sehr schön. Das 2013 ein anderer Roman mit diesem Titel herauskam ist nicht störend und ich finde durch die tollen Farben sticht eher diese Ausgabe bei der Vielfalt beim Buchhändler hervor.

Da das Buch locker mit den humoristischen Büchern von Kerstin Gier mithalten kann und für Spaß im Urlaub oder auf Balkonien sorgt, vergebe ich 8 von 10 Punkten.

Verlag: Aufbau Taschenbuch
erschienen: 2013
Seiten: 234
ISBN: 978-3746629162

Rezension // Michael Scott, Colette Freedman - Die 13 Heiligtümer von SONJA


Aus unerklärlichen Gründen hilft die junge Sarah einer alten Dame, die von zwei Schlägertypen angegriffen wird. Als diese stirbt, erfährt sie das Unglaubliche: Sie ist Hüterin von einem von dreizehn Heiligtümern, die ein Portal geschlossen halten. Bringt Sarah das geheimnisvolle Schwert nicht an den Nachfahren der alten Dame, gerät die Welt in Gefahr. Doch es gibt mörderische Interessenten.

Die Leseprobe war vielversprechend blutrünstig, doch ich muss sagen, mir viel es schwer in die Geschichte hineinzufinden. Die Geschichte der 13 Heiligtümer wird zwar nach und nach erläutert, aber irgendwie fehlte mir etwas dabei. Entweder unterbach es die eigentliche Geschichte mit dem Rückblick oder aber die Erläuterung war mir zu knapp gehalten.

Auch fand ich die Charaktere Sarah und Owen etwas farblos. Die Entwicklung vom "Normalo" zum Helden fiel ein wenig knapp aus. Ich habe keine richtige Sympathie entwickeln können, so dass ich bei bedrohlichen Situationen nicht wirklich mitgefiebert habe. Denn diese gab es ohne Zweifel - auch mit genug Blut und TAMTAM.

Da bei mir der Funke nicht richtig übergesprungen ist, vergebe ich für die Idee und das Konzept des Buches 6 von 10 Punkten.



Verlag: Penhaligon
erschienen: 2013
Seiten: 400
ISBN: 978-3764531102

Rezension // J. D. Robb - Liebesnacht mit einem Mörder von SONJA


Es sind die Weihnachtsfesttage und niemand ist gern allein, so suchen die Singles der Stadt ihr Glück bei einer Partnerschaftsvermittlung und finden einen grausamen Tod. Eve Dallas ermittelt und versucht die Suche nach dem Mörder und den richtigen Weihnachtsgeschenken unter einen Hut zu bekommen.

Aus der Zusammenfassung des Buches war anfänglich nur die Rede von Ferien. Hätte ich gewusst, dass es sich um Weihnachtsferien handelt, hätte ich mit dem Weiterlesen dieser Reihe (hier: Band 7) noch ein paar Monate gewartet. Allerdings scheint derzeit ja kaum die Sonne, so dass es mich dann doch kaum gestört hat, die Mördersuche im weihnachtlichen Rahmen zu lesen.

Der Krimi ist wie immer klassisch gestaltet: Ein Mörder, viele Leichen, ein Motiv und ein bisschen Schmuck für die Leiche damit die Ermittler auch was zum Suchen haben. Reizvoll ist diese Reihe zum einen, da die Handlung in der Zukunft spielt und der Alltag (sowohl privat als auch beruflich) mit lustigen und interessanten Zukunftsvisionen gespickt ist.

Ein kleines Beispiel ist hier der Besuch in einem Beautysaloon in dem die Menschen eingespachtelt, in Tanks getaucht und besprüht werden. Wie weit sind wir davon noch entfernt? Es wär mal interessant, dass Buch in 20 Jahren noch mal zu lesen. Es sind viele Kleinigkeiten, die einem beim Lesen innehalten und schmunzeln lassen.

Ein weiterer Aspekt sind die Eigenarten der Hauptfiguren. Denn diese sind keinesfalls perfekt. Sie haben alle Macken und Fehler und sind auch für einander da. Hier alle Personen aufzuzählen, die fest zur Riege um Eve Dallas gehören, sprengt den Rahmen, aber ich freue mich schon auf den nächsten Band, da ich wissen will, wie es mit der Truppe weiter geht und was für ein Mord als nächstes ansteht. 9 von 10 Punkten.

(Bitte nicht von der Anzahl der Bände schocken lassen. Im Deutschen sind es derzeit 25 im Englischen noch ein bisschen mehr!)


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2004
Seiten: 416
ISBN: 978-3442360260