Montag, 28. Oktober 2013

Rezension // Kristen Simmons - Artikel 5: Gesetz der Rache (02) von SINA


Ember und Chase werden für tot erklärt und so haben beide eigentlich die Chance, endlich ein freies Leben zu führen. Doch müssen sie sich versteckt halten und so schließen sie sich dem Widerstand an. Im Hinterkopf hat Ember aber immer noch die Befreiung von Rebecca, die ihr damals zur Flucht verholfen hat. Ember, Chase und Sean, der Rebecca liebt und sie unbedingt wieder bei sich haben will, schmieden einen Plan. Doch dann taucht Tucker Morris auf, der Mörder von Embers Mutter.

Der zweite Teil knüpft nahtlos an den ersten Band „Artikel 5“ an. Wieder steht das Emotionale im Vordergrund, da auch wieder aus Embers Sicht erzählt wird.

Die Beziehung zwischen Ember und Chase vertieft sich, es werden neue Freundschaften geknüpft und alte Feindschaften in Frage gestellt. Wieder war ich total fasziniert von der Schreibweise der Autorin, die mit wenigen Mitteln ein so gewaltiges Kopfkino schaffen konnte, dass ich teilweise meinte, ich wäre an den Orten schon gewesen, die von ihr beschrieben werden.

Ember wird reifer, erwachsener und fängt an, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Hat sie sich im ersten Band noch sehr auf Chase und dessen Entscheidungen verlassen, versucht sie nun selbst, eine neue Zukunft zu finden. Dies ist jedoch mit vielen Umwegen verbunden und Ember muss einiges auf sich nehmen, um ihrem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Der neue „Hauptcharakter“ Tucker Morris ist eine Figur, die ich nach Beendigung des Buches überhaupt nicht einschätzen konnte. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich ihn mag oder er mir total unsympathisch ist. Diese Entwicklung finde ich wunderbar umgesetzt, denn so bleibt für den dritten Teil doch einiges offen, das geklärt werden kann.

Chase, der im ersten Teil noch den harten, skeptischen jungen Mann gemimt hat, wird im zweiten Teil weicher und vor allem mitteilungsfreudiger.

Die Informationen, warum Amerika so wurde, wie es dargestellt wird, hatten mir im ersten Teil ja noch gefehlt. Im vorliegenden zweiten wird dies jedoch nachgeholt und man erfährt die beunruhigende Art und Weise.

Das Ende ist ein absoluter Cliffhanger und so freue ich mich auf den dritten Teil, um endlich zu erfahren, ob Ember und Chase es schaffen, sich eine gemeinsame und vor allem freie Zukunft aufzubauen.

Fazit:
Wieder packend, wieder düster – ein würdiger Nachfolger zu Artikel 5.

10 von 10 Punkten.

Verlag. Ivi
erschienen: 2013
Printseiten: 448
Format: ebook
ISBN: 978-3-492-96376-3

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Rezension // Angelika Monkberg - Drache und Phönix: Goldene Federn (01) von SINA

Jan Stolnik reist zusammen mit seinem Herrn Anton Clemens von Sachsen nach Venedig. Jan hofft, auf dieser Reise und während des Aufenthalts in der Lagunenstadt sich von seinem Schicksal ablenken zu lassen. Denn Jan birgt ein Geheimnis: er ist ein Drache, gefangen im Körper eines Menschen.
Doch kaum in Venedig angekommen, hört er eine liebliche Stimme. Diese Stimme gehört zu der Sängerin La Fiametta und als Jan sie zum ersten Mal sieht, ist es um ihn geschehen. Er verliebt sich und hat nur eins im Sinn: ihre Liebe zu gewinnen. Doch weiß Jan auch, dass La Fiametta nicht das ist, was sie zu sein scheint.

Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und so griff ich aus purer Neugier zu dem Buch, das den Anfang einer Tetralogie darstellt. Und auch jetzt – nach Beendigung der letzten Seite – weiß ich noch nicht genau, was ich von dem Buch halten soll.
Es hat mir sehr gut gefallen, dass gleich zu Anfang. Und das lag vor allem auch an dem recht ungewöhnlichen Schreibstil. Auf mittelalterlich gemacht, hat man beim Lesen das Gefühl, sich wirklich im 18. Jahrhundert zu befinden und mit Jan eine seltsame Geschichte zu erleben.

Jan, von welchem man von Anfang an weiß, dass er ein Drache ist und dies vor seinen Freunden, allen voran vor Anton Clemens von Sachsen geheim hält, ist ein ruheloser Mann, der – obwohl schon 50 Jahre alt – mit seinem jugendlichen Aussehen die Menschen zu manipulieren weiß. Er kann Gedanken lesen und nutzt dies auch schamlos aus.
Sein eigentlicher Auftrag ist es, seinem Herrn Anton Clemens beizubringen, was ihn erwartet, sobald er verheiratet ist. Dieser Auftrag rückt jedoch in den Hintergrund, als er auf La Fiametta trifft.

Und hier kommen wir auch schon zu dem „Ich-weiß-nicht-was-soll-ich-von-dem-Buch-halten“-Grund. Ist mir Jan noch sehr sympathisch - hat er doch mit seiner Drachenherkunft zu kämpfen - war mir die Figur der La Fiametta das genaue Gegenteil: eine unsympathischere Person kann ich mir gar nicht vorstellen.
Allerdings erfährt man von La Fiamette auch sehr, sehr wenig und so konnte ich mich überhaupt nicht in sie hineinversetzten. Auch Jan, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, kann nichts genaues über sie in Erfahrung bringen, weiß er nur, dass sie keine gewöhnliche Sterbliche ist. Nur bruchstückhaft kommt etwas zu Tage und dies auch nur so sporadisch, dass man letztendlich mehr ahnt, als weiß.

Trotzdem war die Geschichte für mich sehr faszinierend. Gerade Venedig - das durch seine Wasserstraßen und wunderschönen Häuser schon sehr geheimnisvoll wirkt – als Schauplatz zu wählen, hat diese Faszination noch verstärkt.

So erwartet einem eine Geschichte, die mysteriöser nicht sein kann. Man spekuliert, verwirft, hofft, um letztendlich dann doch einfach alles auf sich wirken zu lassen, gerade auch durch den einzigartigen Schreibstil der Autorin.

Ich weiß, dass ich – trotz meiner zwiegespaltenen Meinung – mich trotzdem den Folgebänden widmen werde und hoffe, dass ich nach lesen der ganzen Tetralogie einen Aha-Effekt habe.

Fazit:
Ungewöhnlich, mysteriös und unergründlich. 

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Verlag: dotbooks
erschienen: 2013
Format: mobi
Printseiten. 181
ISBN: 978-3-95520-392-4

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension // Lauren Weisberger - Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück von SONJA

© Sonja Kochmann

Acht Jahre sind seit dem Ausscheiden von Andy aus dem Assistententeam von Miranda Priestly vergangen. Sie hat sich ein neues Leben als Herausgeberin eines Hochzeitsmagazins, als Ehefrau eines New Yorker Geldadligen und als Busenfreundin ihrer ehemaligen Feindin Emily erarbeitet. Doch Miranda zieht weiter ihre Kreise...

Ich hab "Der Teufel trägt Prada" nicht gelesen, sondern lediglich den Film gesehen. So kam es, dass ich konkrete Vorstellungen von Andy (Anne Hathaway) und Miranda (Meryl Streep) hatte. Auch habe ich mir aufgrund des Klappentextes spritzige und bissige Dialoge zwischen Andy und Miranda versprochen.

Doch es passierte einfach NICHTS. Das Buch plätschert einfach so dahin. Es wird berichtet, wie Andy und Emily sich angefreundet haben, wie sie ihren Mann kennen lernt, sie sich verloben, heiraten, was sie erlebt bei ihrer Zeitungsgründung, welche Leute sie trifft.....

Zwischendurch träumt sie "posttraumatisch" ein bisschen von Miranda, sieht sie auf Parties von Weitem und wieder NICHTS. Irgendwann streckt Miranda ihre Fühler aus, aber dies wirkt sich nicht durch Dialoge oder großartige Szenen mit ihr aus, sondern durch Kontakt mit ihren neuen Untergebenen. Wieder NICHTS Besonderes. 
Zum Ende taucht sie ein/zwei Mal auf, aber dies als Rache und Rückkehr zu verkaufen, ist wohl etwas happig. Andys Leben verändert sich zwar dadurch drastisch, aber mir hat dies unter dem Aspekt "Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück" nicht gefallen und ich war enttäuscht. 
Das Buch hat unter dem Aspekt "Das Leben von Andy" sicherlich nette Züge, aber es reicht für eine gute Bewertung nicht: 4 von 10 Punkten.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3442542871


Gesehen am Frankfurter Bahnhof 2013 
© Sonja Kochmann



Montag, 21. Oktober 2013

Rezension // Kristen Simmons - Artikel 5 (01) von SINA


Wer gegen die Moralstatuten verstößt, wird bestraft. Die Strafen sind hart und enden meist tödlich. Als Embers Mutter von der Moralmiliz gefangen genommen wird und auch Ember sich plötzlich in einer Besserungsanstalt wiederfindet, kann sie es nicht glauben, dass bei allem ihr Freund Chase beteiligt war. Chase, von dem sie dachte, dass er sie liebt. Dem sie vertrauen kann. Doch dann bietet sich Ember die Chance, zu fliehen – und ausgerechnet Chase soll ihr dabei helfen.

Dieser Auftakt zu der Reihe hat mich sehr überrascht. Ich habe schon einige Dystopien gelesen, doch irgendwie war diese hier anders.

Die Geschichte wird aus Embers Sicht erzählt. Und Ember ist ein sehr emotionaler Mensch. Jegliche Gefühle breiten sich in ihrem ganzen Körper aus und so kann man sich jegliche Situation, in er sich Ember befindet, genauestens nachfühlen.

Von Anfang an überschlagen sich die Ereignisse und so hat man fast keine Möglichkeit, Luft zum Atmen zu holen. Dieses „Rasante“ zieht sich bis zum Ende des Buches. Alles scheint ausweglos, bis sich ein kleiner Hoffnungsschimmer ergibt, dem Ember zusammen mit Chase nachgeht.

Die Zukunft, welche die Autorin beschreibt, ist sehr düster. Wer gegen die Moralstatuten verstößt, wird verhaftet und im schlimmsten Fall getötet. Diese beklemmende Atmosphäre wird sehr gut beschrieben und durch den fließenden Schreibstil der Autorin auch sehr unterstützt. So hatte man immer wieder das Gefühl, die Umgebung, in der sich Ember und Chase befinden, genauestens zu kennen.

Gerade die Situation zwischen Ember und Chase wird sehr gut dargestellt. Embers Zweifel sind berechtigt und immer wieder gibt es einen Blick auf Embers Vergangenheit, als sie noch mit Chase glücklich war. Diese Höhen und Tiefen liefern einen spannenden Einblick in Embers Leben. Beide Figuren wirken sehr plastisch und man bekommt das Gefühl der Verbundenheit, zumindest bei Ember.

Chase bleibt lange sehr rätselhaft und man weiß nicht genau, warum er erst gegen Ember gearbeitet hat und dann urplötzlich seine Meinung ändert und ihr hilft.

Gefehlt haben mir allerdings die Informationen, warum Amerika so geworden ist, wie es dargestellt wird. Dies hoffe ich jedoch im zweiten Teil zu erfahren und freue mich schon darauf, diesen zu lesen.

Fazit:
Eine packende Dystopie mit düsteren Elementen, welche einem von Anfang an packt.

10 von 10 Punkten für den dystopischen Auftakt der Reihe.

Verlag: Ivi
erschienen: 2013
Printseiten: 430
Format: mobi
ISBN: 978-3-492-96174-5

s. a. Bibliografie Kristen Simmons

Rezension // Maggie Stiefvater - Wen der Rabe ruft von SONJA


Blue gehört zu einer Familie aus Wahrsagerinnen. Doch sie selbst kann ihre Zukunft nicht sehen, sondern lediglich die Gabe ihrer weiblichen Verwandten verstärken. Sie hat daher stets die Pflicht an einem bestimmten Tag im Jahr die Namen der erscheinenden Geister zu notieren, denn diese Menschen werden innerhalb eines Jahres sterben. Doch nun passiert etwas Besonderes, Blue kann den Geist namens Gansey sehen. Dies lässt ihre eigene Prophezeiung, dass die Liebe ihres Lebens durch ihren Kuss sterben wird in einem anderen Licht erscheinen.

Ich habe dieses Buch durch eine vielversprechende Leseprobe bei vorablesen bekommen. Ich war aufgrund der Autorin sehr gespannt auf dieses Buch. Denn ersten haben die bereits erschienen Bücher viele Fans (Bislang habe ich noch keins von den anderen Büchern gelesen.) und zweitens fand ich den Aspekt sehr interessant, ob man bei ständigem Kontakt mit Prophezeiungen und Wahrsagungen sich dem Schicksal fügt oder dagegen ankämpft.

Das Buch wird zu 2/3 mit Personen überschwemmt. Sicherlich haben einige Personen interessante Charaktereigenschaften, aber viele Situationen werden aus verschiedenen Sichtweisen im Zusammenhang mit der eigenen Biografie der Protagonisten beleuchtet. Das war sehr anstrengend und langweilig. Denn es geschah eine ganze Weile NICHTS. Die Personen treffen aufeinander, sprechen über die "große Suche" und trennen sich wieder. (Zur "großen Suche" möchte ich hier aus inhaltlichen Gründen nichts weiter sagen.)

Ich war ein paar Mal versucht, das Buch abzubrechen. Als ich dann in einigen Buchforen erfuhr, dass es lediglich am Anfang langweilig sei, las ich weiter. Es wurde nicht besser. Die kleine Spannungsspitze von ca. 60 Seiten hat mich nicht von den Socken gehauen. Es kommt dann noch schlimmer, das Buch ist wohl die Vorbereitung für eine Reihe und es gibt keine zufriedenstellende Lösung. Die "große Suche" ist nahezu unerklärt und dadurch reizt es mich nicht wirklich zum Folgeband zu greifen, wenn er denn irgendwann mal erscheinen sollte.

Viel Gerede um den heißen - nein - lauwarmen Brei: 4 von 10 Punkten.

Verlag: Script5
erschienen: 2013
Seiten: 460
ISBN: 978-3839001530


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann




Rezension // Till Lindemann - In stillen Nächten von SONJA


Till Lindemann, Sänger und auch Schreiber der Liedtexte der Gruppe Rammstein, schreibt seit Jahren Gedichte und Verse. Nach "Messer" ist dies nun der neue Gedichtband.

Zu Rammstein und Till Lindemann wurde ich durch meinen Mann gebracht. Zwar kannte ich hier und da ein Lied, aber infiziert mit dem feurigen Rammsteinfieber wurde ich erst, als ich meinen Mann zu einem Konzert begleitet habe. Damals kannte ich nicht alle Lieder und habe daher besonders auf die Texte geschaut. Auch wenn mir nicht alle Lieder auf Anhieb gefallen haben, lohnte sich hier ein zweites oder drittes Mal "Hinhören". Reportagen und DVDs waren natürlich Pflicht und bei einer Reportage "Anakonda im Netz" fiel auf wie still, ruhig - fast schüchtern - Till Lindemann von sich und seiner Art zu arbeiten erzählt hat.

Das Buch "Messer" steht hier signiert und ich durfte auch schon reinlinsen. Um so neugieriger war ich nun, als das Buch "In stillen Nächten" in der Verlagsvorschau aufgetaucht ist.

Was erwartet einen Buchfan? Zunächst einmal muss man anführen, dass nicht unbedingt an den Texten erkennbar ist, dass es sich um Till Lindemann handelt. Denn durch die Medien haben ja viele ein vorgefertigtes Bild.

Thematisch sind die Verse natürlich nicht zum Auswendiglernen und Aufsagen unterm Tannenbaum geeignet, es sei denn die Zuhörer sind über 16, denn hier wird Sex, Tod, Mord und Co. genauso thematisiert wie Liebe, Liebeskummer (Du bist mir ins Herz geschlichen - Seite 48), der Sonnenaufgang (Hat der Tag den Mond getötet - Seite 63) und der Duft von Rosen. Auch zum Lachen gibt es einiges: So gibt es doch einen Reim über das Pinkeln ins Schwimmbecken. 

Erkennbar ist aber auf jeden Fall, dass Till Lindemann in seinem Leben einige Bücher in der Hand hatte, über einen großen Wortschatz und eine große Allgemeinbildung verfügt. 

Bebildert wurde das Buch von Matthias Matthies und diese Bilder haben mich teilweise ordentlich zum Staunen und Schmunzeln gebracht: Männchen mit hängendem Gemächt, Schwangere mit Raubtierfischen im Bauch; hier werden auch mal Brüste aufgepumpt. Die Zeichnungen sind teilweise überzogen bzw. detailgenau (ich sag nur: Haare am Sack). Eine andere Bebilderung hätte ich mir gar nicht vorstellen können.

Mit einigen Gedichten konnte ich viel anfangen, bei anderen fand ich die Doppeldeutigkeit genial und einige Wortspiele sind grandios. Es gab aber auch Gedichte, mit denen ich nichts anfangen konnte, aber ich denke, das ist abhängig vom Betrachter. 

Das Buch ist sehr abwechslungsreich  Daher 8 von 10 Punkten und ich gebe das Buch nun an meinen hibbeligen Mann weiter. Leider hat dieses keine Signatur von Till Lindemann. Vielleicht wäre das mal ein ordentlicher Gast für eine Buchmesse (oder als Sprecher für ein Hörbuch).


Wichtig
Dreimal täglich soll man essen
Post und pinkeln nicht vergessen
Weihnachten Pakete schicken
Einmal in der Woche f*****
(Seite 27)

P.S.: Für ein Präsent unterm Baum wäre das Buch auf jeden Fall geeignet.

Verlag: Kiepenheuer und Witsch
erschienen: 2013
Seiten: 160
ISBN: 978-3462045246


Rezension // Nora Roberts - Fliedernächte von SONJA


Ryder ist der kernige und kurz angebundene der drei Montgomery-Brüder. Er liebt es vor sich hin zu werkeln und hat für Hope, die Hotelmanagerin kaum ein nettes Wort übrig. Die hat das auch gar nicht nötig, denn sie steht mit beiden Beiden im Leben und kann dennoch Unterstützung gebrauchen, als ihr schamloser Ex auftaucht.Der Beschützerinstinkt von Ryder lässt da nicht lange auf sich warten.

Die inhaltliche Konstellation der drei Montgomery-Brüder und der drei Freundinnen lässt es kaum zu, die Vorbände "Rosenzauber" und "Lilienträume" auszulassen. Denn hier wird, wie man es von Nora Roberts gewohnt ist, geflirtet was das Zeug hält. Hinzu kommt, dass sich in der beschriebenen Kleinstadt Boonsboro alle helfen, so dass es dem Leser schwer fallen dürfte, erst hier in die Handlung einzusteigen.

Ich habe ordentlich auf diesen Band hingefiebert, denn aus den Vorbänden merkte man durch die zynischen Dialoge von Hope und Ryder durchaus, dass da "noch mehr geht"; hier aber zwei harte Brocken verkuppelt werden müssen: quasi das Finale der Trilogie.

Das Zusammenfinden der Paare und das Zusammenspiel der Familienmitglieder untereinander fand ich gelungen und ist "richtig was fürs Herz". Klasse, fand ich als Nebendarstellerin die Mutter der Montgomerys. Ihre Dialoge waren immer zum Schmunzeln.

Die Geistersuche findet ihren traurig schönen Abschluss und ich muss sagen, es hat irgendwie gepasst, obwohl ich es anfangs ein bisschen eigentümlich fand, in einer modernen Liebesgeschichte einen Geist, der kuppelt vorzufinden.

10 von 10 Punkten.


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 416
ISBN: 978-3442381456

© Sonja Kochmann

Rezension // J. D. Robb - Ein feuriger Verehrer von SONJA

INHALT:
Während Eve an einem Mordfall ermittelt, meldet sich die Organisation Cassandra und versucht durch Bombenattentate politisch Druck zu machen und Geld zu erpressen. Alles ist verworren, doch gehören die Fälle womöglich zusammen? Auch Roarkes Imperium scheint betroffen.


FAZIT:
Der nun mehr 9. Teil der Reihe um Eve Dallas macht es mir mit der Punktevergabe echt schwer.

Der Mord und die Erpressung waren mir persönlich zu verworren. Die Mordwaffe (Bohrmaschine) war zwar echt mal eine Abwechselung und rückblickend passt auch alles zusammen, aber ich fand es anstrengend zu lesen. Mir ist dadurch die Spannung verloren gegangen. 

Das Buch erschien ja schon vor einigen Jahren und als im Buch die Organisation Cassandra mit einem Sprengstoffattentat auf die Twin Towers droht, konnte Nora Roberts noch nicht ahnen, dass dieses Attentatszenario eines Tages tatsächlich viele Menschenleben kosten würde. Inhaltlich also nicht ganz von der Hand zu weisen.

Gut fand ich jedoch die persönliche Entwicklung der bereits bekannten Charaktere, denn endlich geht es mit Peabody und dem Ziel ihrer zynischen Spitzen weiter und auch Eve sieht ein, dass Roarke ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist.

Mehr kann man ohne zu spoilern eigentlich nicht verraten, aber die Reihe ist trotz der o.a. Kritik einen Griff ins Portemonnaie wert. Ich werde dennoch zeitnah zu Band 10 greifen, da Nora Roberts geschickt Spannung durch die Protagonisten aufbaut. 

6 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2005
Seiten: 560
ISBN: 978-3442360284


© Sonja Kochmann


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Rezension [Hörspiel] // Alina Fox - Das Manuskript von Sarteano von SINA

Alina Fox wird von dem nerdigen Jethro Jenkins damit beauftragt, aus einer Bibliothek das Manuskript von Sarteano zu stehlen. Er hat vor, es zu übersetzen. Alinas Raubzug ist auch erfolgreich. Doch mit der Übergabe des Manuskripts an Jethro beginnt dieser sich zu verändern. Und er schreckt vor nichts zurück, um dem Geheimnis des Manuskripts auf die Spur zu kommen - noch nicht einmal vor Mord.

Der zweite Teil der Alina-Fox-Hörspielreihe war für mich der mysteriöseste und spannendste Fall. Denn gerade die Spannung ist greifbar und wird von dem Hörbuchsprechern einfach fantastisch umgesetzt.

Da auch hier wieder eine wahre Begebenheit als Vorbild für die Geschichte genutzt wurde (Voynich-Manuskript) ist man natürlich gespannt wie ein Flitzebogen, was denn das Geheimnis sein könnte.

Alina ist gewohnt schlagfertig, Brisco hat mit Gefühlen zu kämpfen, die er sich lieber nicht eingestehen möchte und der Fiesling in der Geschichte, Jethro Jenkins, kann einem einfach nur leidtun.

Ich bin mal wieder begeistert, wie die Inszenierung eines Hörspiels gemacht werden kann. So ist für mich vieles greifbar, die Geräusche passen zu den jeweiligen Szenen und die Hörbuchsprecher habens einfach drauf, einem in die Geschichte hineinzuziehen.

Jetzt, nachdem ich alle vier bisher erschienenen Hörspiele gehört habe, haben auch alle Hauptsprecher endlich ein eigenes Bild von sich. War ich zu Anfang gerade bei Alina auf die Schauspielerin Kristin Davis fixiert (deren Synchronstimme Gundi Eberhard auch Alina spricht), so hat Alina nun ein eigenes Gesicht. Sie ist jung und tough und steht auch notfalls ihren Mann.

Wunderbar gefallen hat mir, dass Brisco etwas mehr integriert war und man auch vieles aus seiner Sicht erleben konnte.

Die Geschichte an sich fand ich natürlich auch toll. Ich muss immer wieder erwähnen, dass die Story sich ja auf wahren Begebenheiten  beruft.

Ihr merkt, ich komme aus dem Loben nicht mehr heraus. Aber ich finde, dass diese Reihe sich auch von der Machart sehr von anderen Hörspielen abhebt.

Fazit:
Weiter so. Ich bleibe ein treuer Fan.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Comic Culture Verlag
erschienen: 2011
Format: CD
Länge: ca. 60 Minuten
ISBN: 978.3.941886-31-5


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Rezension // Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte (Comic) von SINA

Zum Inhalt von Charles Dickens „Eine Weihnachtsgeschichte“ braucht man ja nicht mehr viel zu sagen. Der Geizhals Ebenezer Scrooge wird von den Geistern der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht besucht, um wieder auf den rechten Weg geführt zu werden. Ein Klassiker der Literatur, der auch schon mehrmals verfilmt wurde.

Das Original habe ich schon mehrmals verschlungen und nun hatte ich dank der Aktion von Blogg Dein Buch die Möglichkeit, die Weihnachtsgeschichte mal in einem anderen Gewand zu genießen.

Der Brockhaus Verlag hat verschiedene Klassiker der Literatur nun in einer Reihe „Literaturcomics“ herausgebracht. Unter anderem auch eben „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens.

Die Zeichnungen sind wunderbar gelungen und es macht Spaß, sich in der Geschichte zu vertiefen.

Für Jugendliche ab 10 Jahre ist dies natürlich eine wunderbare Gelegenheit, Weltliteratur in einer interessanten Form kennenzulernen und so vielleicht dann auch zum original Buch zu greifen.

Aber nicht nur die Geschichte in Comic-Form bietet dieser Band. Am Ende bekommt man auch noch einen Einblick in das Leben des Autors sowie seine Werke. Ebenfalls wird der Roman an sich erklärt und auch über Weihnachten und seine Bräuche philosophiert. Auch dies ist sehr interessant zu lesen, habe ich doch viel über das Weihnachten der Vergangenheit gelernt.

Die „Weltliteratur im Comic-Format“ konnte mich restlos überzeugen und ist meiner Meinung nach eine interessante Art, sich eben mit dieser Weltliteratur zu befassen. So gibt es auch weitere Comics wie z. B. „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, „Madame Bovary“ oder auch „Die Schatzinsel“.

Die Idee gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und so kann ich – gerade für Lesemuffel – vollste Leseempfehlung aussprechen.

Fazit:
Weltliteratur im Comic-Format. 

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Brockhaus
erschienen: 2013
Format: Hardcover
Printseiten: 56
ISBN: 978-3-577-00330-8

Dienstag, 15. Oktober 2013

Rezension // Lena Sander - Zersetzt von SINA

Julia Hoven steht blutverschmiert vor der Tür der Psychiaterpraxis von Frau Dr. Seifert. Verzweifelt erbittet sie Einlass, kann sich jedoch nicht erinnern, was passiert ist. Zusammen mit Frau Dr. Seifert, die Julia in Hypnose versetzt, um die letzten Monate zu rekonstruieren, kommt eine gefährliche Geschichte zu Tage. Julia hat sich zu weit in Dinge hineingewagt, so dass nun ihr Leben in Gefahr ist. Und nicht nur ihres, sondern auch das der von ihr geliebten Menschen.

Ich tue mich sehr schwer mit einer Rezension zu diesem Buch. Denn es wird bis jetzt von jedem mit 5 Sternen bewertet. Diese Meinung kann ich leider jedoch nicht teilen.

Die Grundidee hat mir gut gefallen. Eine Journalistin ist einem Medizinskandal auf der Spur und wird verfolgt, damit sie davon nichts an die Öffentlichkeit bringt. Jedoch war mir die Umsetzung der ganzen Geschichte zu schnell. Es werden keine großen Ausführungen gemacht, der Hauptcharakter Julia schlittert von einem Geschehen ins andere, liegt mehrmals im Krankenhaus, wird von der Polizei verhört und stürzt sich dann gleich wieder in einen neuen Verdacht. Alles ging schnell, war nicht ausgereift, in manchen Absätzen wurde mittendrin das Thema gewechselt und manchmal war einiges sogar sehr zusammenhanglos.

Achtung Spoiler: So wird in Julias Wohnung „eingebrochen“, doch es wird nichts entwendet. Im Gegenteil: die Wohnung ist blitzblank aufgeräumt und geputzt, obwohl Julia eher eine Chaotin ist und aufs Aufräumen keinen Wert legt. Aber es wird nicht hinterfragt, warum ein Einbrecher die Wohnung aufräumt und nichts stiehlt.

Und so wird einiges einfach als gegeben hingenommen. Diese „Teilnahmslosigkeit“ hat mich sehr gestört.

Auch wurde ich mit Julia nicht warm. Sie kam mir sehr distanziert vor, was wahrscheinlich auch daran lag, dass man nicht sehr viel ihrer „Gedanken“ mitbekommen hat. Es wurde zwar erwähnt, was sie denkt, doch war dies dann eher die Beschreibung des Raumes oder irgendwelche Wahrnehmungen der Außenwelt oder irgendwelche Fragen, die sie sich gestellt hat. So konnte man nicht in ihr Inneres sehen und sich in sie hineinversetzen.

Auch die anderen Protagonisten waren mir nicht sehr sympathisch. Alle wirkten blass und unausgereift. Mit Emotionen ist die Autorin auch sehr sparsam umgegangen.

Fazit:
Leider kann ich für dieses Buch keine Empfehlung aussprechen, da mir doch einige Dinge unangenehm aufgestoßen sind. 

Deswegen leider nur 3 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2013
Format: mobi
Printseiten: ca. 254
ASIN: B00FKUFVGS

Montag, 14. Oktober 2013

Bericht // Frankfurter Buchmesse 2013 von SONJA


© Sonja Kochmann

Am Samstag, den 12.10.2013 war es endlich soweit. Mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Nachdem ich schon zweimal in Leipzig war, war ich natürlich aufgeregt. Denn aus den Berichten der Blogger wusste ich ja: hier wird alles größer und voller sein.

Gut vorbereitet: Hallenplan, Tagesplaner, Presseausweis und natürlich Verpflegung im Gepäck startete mein Tag um 5 Uhr morgens. Am Hauptbahnhof traf ich meine tolle abwechslungsreiche Reisegruppe. Unsere Reisegruppe war lustig und laut, so dass wir guter Stimmung um kurz nach 10 Uhr in Frankfurt eintrafen. Was für ein Temperaturschock also schnell schnell zum Messegelände.


© Sonja Kochmann
Da wir doch unterschiedliche Interessen und Zeitpläne hatten, trennten sich unsere Wege.

© Sonja Kochmann
Als erstes habe ich den riesigen Stand der Randomhousegruppe gesucht, da ich dort mit Angelika Schwarzhuber verabredet war. Weil ich noch genug Zeit hatte, habe ich mich dort in Ruhe umgesehen und muss sagen, dass es ein schöner offener Bereich war. Hier gab es eine Menge zu sehen und auch einige bekannte Namen haben zu diesem Zeitpunkt gelesen (Jonathan Stroud, Hannes Jaenicke). Leider konnte ich aufgrund des Gedränges nicht alle fotografieren und bei der Signierstunde von Jonathan Stroud, stand ich zwar an, aber es wurden dann leider nicht alle Fans „abgearbeitet“, da der Autor noch weiter musste. Das fand ich schon ärgerlich und schlecht organisiert.

© Sonja Kochmann
Auf das Treffen von Angelika Schwarzhuber war ich sehr gespannt, da sich aufgrund meiner Rezensionen und meines Interviews ein loser Kontakt bei facebook ergeben hatte. Wir haben uns sofort erkannt und sind gleich ins Klönen über Bücher, Schreiben und Co. gekommen. (Als ob man sich tatsächlich schon immer so locker unterhalten hätte.)  Toll. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch und bin neugierig auf das angekündigte Meerschweinchen.

© Sonja Kochmann
Mit den Ansprechpartnern von Blanvalet ergaben sich sehr interessante Gespräche und meine Vermutung, dass sich ein Plünderungsversuch der Vitrine nicht lohnen würde, wurde mir bestätigt. Interessant fand ich, dass so etwas tatsächlich immer wieder versucht wird. 

© Sonja Kochmann
Danach lief ich zufällig Sina Beerwald in die Arme und auch hier muss ich sagen: locker, frisch und frei. Ich hätte noch stundenlang im Gang stehen können…..“Mordmöwen“ wurde von mir etwas höher auf den Stapel der ungelesenen Bücher gelegt, da ich nun noch neugieriger geworden bin.

© Sonja Kochmann
Durch Zufall war Ursula Poznanski schon vor der angekündigten Signierstunde am Loewestand, so dass ich durch besondere Fürsprache der Autorin zu einem signierten Rezensionsexemplar von „Die Verschworenen“ gekommen bin. Auch hier hatte sich im Vorfeld über facebook ein freundlicher Kontakt (Interview: HIER) ergeben, so dass es schön war, sich mal live und in Farbe zu sehen. Nochmals ein riesiges Dankeschön. 

© Sonja Kochmann
Weiter ging es (man merkt es war ein straffes Programm) zu dem Stand von egmont lyx an dem Michelle Raven und Stefanie Ross tapfer gegen Sehnenscheidenentzündung und Vergiftung durch Eddingdämpfte kämpften und Autogramme ohne Ende schrieben. Hier mal ein großes Lob an die Organisation. Der letzte Autogrammjäger in der Schlange erhielt ein Schild „Hier ist das Ende“ das solange die Zeit es zuließ, immer weiter gegeben wurde. Als die Zeit knapp wurde, wurde das Schild einkassiert und es musste keiner umsonst warten. Top. Obwohl ich keinen Gutschein hatte, hab ich „Luc“ von Stefanie Ross bekommen und darüber habe ich mich sehr gefreut, denn mit dieser Reihe liebäugle ich schon eine Weile.

© Sonja Kochmann
Leider habe ich einige Verlagsstände zeitlich auslassen müssen und auch eine liebe Käsekuchenland-Schreiberin habe ich in dem Gedränge nicht gefunden, aber es hat sich sehr gelohnt. Ich könnte mir aber vorstellen, nächstes Jahr auf einem Freitag zu fahren. 

© Sonja Kochmann
Vielen Dank an meine Reisegruppe für das kurzfristige „Dazubuchen“, den Autoren für das „offene Ohr“, die Autogramme und die Rezensionsexemplare, den Verlagsmitarbeitern für die meist gute Laune trotz der Horde an Buchsüchtigen.

© Sonja Kochmann
Bis zum nächsten Jahr! Sina, in Leipzig haben wir mehr Zeit füreinander.

© Sonja Kochmann

Sonntag, 13. Oktober 2013

Rezension // Caren Benedikt - Die Duftnäherin von SINA


Da ihr gewalttätiger Vater Helme für kurze Zeit in Gewahrsam genommen wird, nutzt seine 16jährige Tochter Anna die Gelegenheit zur Flucht. Sie will sich bis nach Bremen durchschlagen, um dort ein neues Leben zu beginnen, weitab von der Gewalt in ihrem Zuhause in Lünen. Unterwegs trifft sie auf Gawin, einen Waisenjungen, der ebenfalls sein altes Leben zurücklassen will. Zusammen ziehen sie weiter und in Bremen angekommen, bieten sich Anna und Gawin ungeahnte Möglichkeiten in Bezug auf ihrer beider Zukunft. Sie geben sich als Geschwister aus, doch ahnen beide nicht, was noch auf sie zukommen wird: Intrigen, ein rachsüchtiger Vater und die Liebe legen große Steine in den Weg.

Gleich zu Anfang muss ich sagen, dass ich nach Beendigung der letzten Seite als erstes nur ein Wort im Kopf hatte: emotionsreich. Denn in diesem Buch macht man einfach alles durch: Freude über die Flucht von Anna aus dem väterlichen Zuhause, Mitleid mit einem Waisenjungen, Hass gegenüber dem gewalttätigen Vater, Liebe zu einfach wunderbar gezeichneten Charakteren, Trauer über verlorene Personen und so vieles mehr.

Denn hier ist mir besonders aufgefallen, wie liebevoll alle Figuren ausgearbeitet sind. Sei es die junge, hübsche Anna oder der ehrgeizige Ratsherr Siegbert bis hin zu dem brutalen Vater Helme. Alle Figuren sind genau richtig geschaffen und geben dir das Gefühl, sie schon seit Ewigkeiten zu kennen. So ein Schreibstil ist einfach wunderbar und lässt einem wahrlich durch das Buch fliegen, welches einem mit seinen über 600 Seiten dann fast zu kurz vorkommt.

Die Autorin hat Fiktion mit geschichtlichen Begebenheiten verknüpft und so einen bunten Roman über eine junge Frau vorgelegt, welche nach ihrem Platz im Leben sucht. Und sich den damit verbundenen Schwierigkeiten mutig in den Weg stellt.

Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: das Ende war mir etwas zu schnell und ließ auch ein paar Fragen bezüglich einiger Charaktere offen. Auch wenn es eine Fortsetzung geben sollte, wäre ich froh gewesen, einige Antworten zu erhalten.
Aber ich weiß jetzt schon, dass „Die Duftnäherin“ nicht der letzte Roman ist, den ich von der Autorin lesen werde. Denn gerade der emotionsreiche Schreibstil hat mich sehr überzeugt und macht das fragenreiche Ende für mich wieder wett.

Interessant fand ich den Einblick in das „Seifensieden“. Noch nicht weit verbreitet, hat Margrite sich diese Fähigkeit angeeignet und damit gutes Geld verdient. Ich hätte nicht gedacht, dass Seife damals so teuer war und sie ja auch – in Zeiten der Pest – Leben retten kann. Margrite war mir im Buch auch die Liebste. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck.

Fazit:
Ein Buch, dass das Kopfkino lebendig werden lässt.

9 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2013
Format: TB
Printseiten: 624
ISBN: 978-3-426-51293-7

Samstag, 12. Oktober 2013

Bericht // Frankfurter Buchmesse 2013 (Sina)

Wie lange hab ich mich darauf gefreut, hab geplant, Termine ausgemacht und am Vorabend meinen Koffer gepackt... und viel zu schnell war sie wieder rum: die Frankfurter Buchmesse 2013.


Ich hatte mir einen straffen Zeitplan auferlegt und gehofft, dass ich alle Termine auch wirklich wahrnehmen kann. Und es hat auch wirklich so funktioniert. Ich hatte zwar für alles nicht sehr viel Zeit bzw. bei zwei Terminen musste ich länger anstehen, aber alle, die ich sehen wollte, habe ich auch gesehen. 

Um kurz vor 9 Uhr waren wir (mein Mann hat mich dieses Mal begleitet) auch schon da.
Und dank des Presseausweises durften wir auch schon gleich rein. Die Hallen 4.0, 4.1 und 3.1 haben wir uns dann auch in aller Ruhe angesehen und  dabei auch einiges Interessantes sehen dürfen.

Quelle: Dirk Frambach
Quelle: Dirk Frambach

Quelle: Dirk Frambach
Quelle: Dirk Frambach
Die Vorschau auf den neuen Hobbit-Film "Smaugs Einöde", der am 12. Dezember 2013 anläuft, durfte man auch bewundern. Der Verlag Klett-Cotta hat groß Werbung gemacht.

Quelle: Dirk Frambach
Bei einem kleineren Stand hat man dann eher etwas selteneres sehen dürfen. Da schwelgt man in Erinnerungen an früher

Quelle: Dirk Frambach
Um 11 Uhr stand mein erstes Highlight an. Ein Treffen am Gmeiner-Verlag-Stand mit Gerit Bertram alias dem Autorenduo Peter Hoeft und Iris Klockmann sowie einem Teil des Schmökerkiste-Forums, mit Simone und Manuela.

Quelle: Dirk Frambach
Auf dieses Treffen habe ich mich sehr gefreut, kenne ich die Vier ja nur aus dem Internet, aber dies ja schon seit mehreren Jahren. Nach einem kurzen Plausch, kam dann noch überraschend Iny Lorentz bzw. das Autorenehepaar Iny Klocke und Elmar Wohlrath.

Quelle: Dirk Frambach
Dort habe ich mir dann gleich mal ein Autogramm geholt und muss sagen, dass die beiden in Echt noch sympathischer rüberkommen, als wie bisher nur auf Bildern gesehen.

Dann ging es für mich auch schon weiter zur Signierstunde mit Jennifer Benkau. Auch hier konnten ich mit Jennifer ein paar Worte tauschen und sie verriet mir, dass ihr Hund eigentlich auch "Sina von und zu" heißt. Da sie diesen Namen für einen Hund jedoch unpassend hielt, wird er einfach Abby gerufen.

Quelle: Dirk Frambach
Doch nicht lang aufhalten, denn als nächstes ging es zu Petra Schier, die unter anderem durch die Adelina-Reihe bekannt wurde. 

Quelle: Dirk Frambach
Auch mit Petra konnte ich einige Worte wechseln und mich durch ein kleines Schokopräsent auch mal erkenntlich zeigen. Bei Petra hab ich dann auch noch Katja Kaddel Peters getroffen, die ich ebenfalls nur aus dem Internet kenne. Es ist einfach toll, dass ich mir nun endlich auch Gesichter zu den "Internet"Freunden vorstellen kann. 

Und dann kam es: 14 Uhr - raus zum Lesezelt. Und da standen sie: Katja Piel und Mel Döring. Katja habe ich eigentlich nur durch Zufall kennengelernt und mich dann ihrer "THE HUNTER"-Season 1 gewidmet und war begeister. Nun hat sie nachgezogen und mit "Der Kuss der Wölfin" eine Werwolf-Reihe begonnen, die ebenfalls nur genial ist.

Quelle: Dirk Frambach
Katja ist mit ihren pinknen Haaren gleich aufgefallen und so konnte ich - auch wenn ich wieder nur kurz Zeit hatte - mich mit Katja unterhalten, Sina Müller kurz kennenlernen (die sich auf dem Bild hinter ihren Haaren versteckt) und auch Andrea Bielfeldt (bekannt durch ihre "Im Bann der Ringe"-Bücher). 

Quelle: Dirk Frambach
Auch mit Mel konnte ich kurz sprechen und dann musste ich auch schon weiter.

Am Emons-Stand traf ich dann auf eine weitere Sina. Und zwar Sina Beerwald, bekannt durch "Hypnose" und "Mordsmöwen.

Quelle: Dirk Frambach
Sina plauderte ein bisschen aus dem Nähkästchen und verriet, dass ihr nächster Thriller "Spurlos" bald erscheinen wird und eine Fortsetzung der Mordsmöwen geplant ist.

Mein nächster Termin war die Signierstunde von Ursula Poznanski. Deren neuer Roman "Die Verschworenen" hab ich mir dann gleich auch mal gegönnt und signieren lassen. Und ich  konnte die Haare bewundern. Wahnsinn!

Quelle: Dirk Frambach
Beim Warten traf ich dann auch nochmal auf Manu und ihren Freund Serkan, mit denen ich mich dann auch nochmal angeregt unterhalten habe. Sehr sympathisch, die beiden. 

Und dann lief uns noch jemand über den Weg, der mich persönlich natürlich sehr gefreut hat. Als großer Jack Sparrow (und auch Johnny Depp) Fan werde ich es wahrscheinlich nie schaffen, diesem persönlich zu begegnen und so war diese Gestalt natürlich sehr toll anzusehen.

Quelle: Dirk Frambach
Und Sonja *knutscher* durfte ich auch kurz sehen. Schade, dass wir nicht lange Zeit hatten, aber wir treffen uns ja in Leipzig - und da haben wir vier Tage zum Quatschen, Bücher anschauen und Kontakte knüpfen.

Frankfurt, nächstes Jahr sehen wir uns wieder...

Montag, 7. Oktober 2013

Rezension [Hörspiel] // Alina Fox - Tödlicher Kristall (01) von SINA


Alina Fox ist dem mysteriösen Kristallschädel auf der Spur. Ihr Gegner Claas van Teijm ebenfalls. Eine Jagd nach dem Schädel beginnt, bei dem vor nichts zurückgeschreckt wird. Noch nicht einmal vor Mord. Alina schwört Rache. Kann sie verhindern, dass van Teijm das Wettrennen gewinnt?

Der erste Teil der Alina Fox-Reihe ist spannend, rasant, überraschend und man will unbedingt mehr hören. Die Umsetzung des Comics von Daniel Gramsch ist einfach bestens gelungen. Es stimmt einfach alles. Die Stimmen, die Geräusche, die Story. 

Da ich zuerst Teil 3 und Teil 4 gehört habe, habe ich ja von Alina Fox schon ein Bild im Kopf. Nun kam eine weitere Stimme dazu, die man aus Film und Fernsehen kennt. Engelbert von Nordhausen spricht Claas van Tejm. Bekannt ist von Nordhausen unter anderem als Synchronstimme von Bill Cosby und Samuel L. Jackson. 

Gerade weil man durch die Synchronstimmen einige Parallelen ziehen kann, finde ich diese Reihe einfach nur genial.

Auch die Story ist faszinierend. "Dreizehn Schädel - aus Kristall. Eine Geschichte über dreizehn Schädel, die wirklich existieren. Bis heute weiß niemand, was es mit ihnen auf sich hat" - so steht es auf der Rückseite der CD-Hülle. Man braucht nur "Kristallschädel" einzugeben und schon landet man unter anderem HIER.

Dieses Mysteriöse birgt einen Reiz, dem ich mich nicht entziehen kann.

Die 60 Minuten vergehen wir im Flug und ich freue mich nun auf den zweiten Teil Alina Fox: Das Manuskript von Sarteano.

Fazit:
Anhören und genießen.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Comic Culture Verlag
Länge: 60 Minuten
Format: CD
ASIN: B0039WHE0U

Reihenfolge
01 Tödlicher Kristall
02 Das Manuskript von Sarteano
03 Die Stadt der Toten
04 Das Geheimnis der Uräus-Schlange