Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension // Lauren Weisberger - Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück von SONJA

© Sonja Kochmann

Acht Jahre sind seit dem Ausscheiden von Andy aus dem Assistententeam von Miranda Priestly vergangen. Sie hat sich ein neues Leben als Herausgeberin eines Hochzeitsmagazins, als Ehefrau eines New Yorker Geldadligen und als Busenfreundin ihrer ehemaligen Feindin Emily erarbeitet. Doch Miranda zieht weiter ihre Kreise...

Ich hab "Der Teufel trägt Prada" nicht gelesen, sondern lediglich den Film gesehen. So kam es, dass ich konkrete Vorstellungen von Andy (Anne Hathaway) und Miranda (Meryl Streep) hatte. Auch habe ich mir aufgrund des Klappentextes spritzige und bissige Dialoge zwischen Andy und Miranda versprochen.

Doch es passierte einfach NICHTS. Das Buch plätschert einfach so dahin. Es wird berichtet, wie Andy und Emily sich angefreundet haben, wie sie ihren Mann kennen lernt, sie sich verloben, heiraten, was sie erlebt bei ihrer Zeitungsgründung, welche Leute sie trifft.....

Zwischendurch träumt sie "posttraumatisch" ein bisschen von Miranda, sieht sie auf Parties von Weitem und wieder NICHTS. Irgendwann streckt Miranda ihre Fühler aus, aber dies wirkt sich nicht durch Dialoge oder großartige Szenen mit ihr aus, sondern durch Kontakt mit ihren neuen Untergebenen. Wieder NICHTS Besonderes. 
Zum Ende taucht sie ein/zwei Mal auf, aber dies als Rache und Rückkehr zu verkaufen, ist wohl etwas happig. Andys Leben verändert sich zwar dadurch drastisch, aber mir hat dies unter dem Aspekt "Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück" nicht gefallen und ich war enttäuscht. 
Das Buch hat unter dem Aspekt "Das Leben von Andy" sicherlich nette Züge, aber es reicht für eine gute Bewertung nicht: 4 von 10 Punkten.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3442542871


Gesehen am Frankfurter Bahnhof 2013 
© Sonja Kochmann



Montag, 21. Oktober 2013

Rezension // Maggie Stiefvater - Wen der Rabe ruft von SONJA


Blue gehört zu einer Familie aus Wahrsagerinnen. Doch sie selbst kann ihre Zukunft nicht sehen, sondern lediglich die Gabe ihrer weiblichen Verwandten verstärken. Sie hat daher stets die Pflicht an einem bestimmten Tag im Jahr die Namen der erscheinenden Geister zu notieren, denn diese Menschen werden innerhalb eines Jahres sterben. Doch nun passiert etwas Besonderes, Blue kann den Geist namens Gansey sehen. Dies lässt ihre eigene Prophezeiung, dass die Liebe ihres Lebens durch ihren Kuss sterben wird in einem anderen Licht erscheinen.

Ich habe dieses Buch durch eine vielversprechende Leseprobe bei vorablesen bekommen. Ich war aufgrund der Autorin sehr gespannt auf dieses Buch. Denn ersten haben die bereits erschienen Bücher viele Fans (Bislang habe ich noch keins von den anderen Büchern gelesen.) und zweitens fand ich den Aspekt sehr interessant, ob man bei ständigem Kontakt mit Prophezeiungen und Wahrsagungen sich dem Schicksal fügt oder dagegen ankämpft.

Das Buch wird zu 2/3 mit Personen überschwemmt. Sicherlich haben einige Personen interessante Charaktereigenschaften, aber viele Situationen werden aus verschiedenen Sichtweisen im Zusammenhang mit der eigenen Biografie der Protagonisten beleuchtet. Das war sehr anstrengend und langweilig. Denn es geschah eine ganze Weile NICHTS. Die Personen treffen aufeinander, sprechen über die "große Suche" und trennen sich wieder. (Zur "großen Suche" möchte ich hier aus inhaltlichen Gründen nichts weiter sagen.)

Ich war ein paar Mal versucht, das Buch abzubrechen. Als ich dann in einigen Buchforen erfuhr, dass es lediglich am Anfang langweilig sei, las ich weiter. Es wurde nicht besser. Die kleine Spannungsspitze von ca. 60 Seiten hat mich nicht von den Socken gehauen. Es kommt dann noch schlimmer, das Buch ist wohl die Vorbereitung für eine Reihe und es gibt keine zufriedenstellende Lösung. Die "große Suche" ist nahezu unerklärt und dadurch reizt es mich nicht wirklich zum Folgeband zu greifen, wenn er denn irgendwann mal erscheinen sollte.

Viel Gerede um den heißen - nein - lauwarmen Brei: 4 von 10 Punkten.

Verlag: Script5
erschienen: 2013
Seiten: 460
ISBN: 978-3839001530


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann




Rezension // Till Lindemann - In stillen Nächten von SONJA


Till Lindemann, Sänger und auch Schreiber der Liedtexte der Gruppe Rammstein, schreibt seit Jahren Gedichte und Verse. Nach "Messer" ist dies nun der neue Gedichtband.

Zu Rammstein und Till Lindemann wurde ich durch meinen Mann gebracht. Zwar kannte ich hier und da ein Lied, aber infiziert mit dem feurigen Rammsteinfieber wurde ich erst, als ich meinen Mann zu einem Konzert begleitet habe. Damals kannte ich nicht alle Lieder und habe daher besonders auf die Texte geschaut. Auch wenn mir nicht alle Lieder auf Anhieb gefallen haben, lohnte sich hier ein zweites oder drittes Mal "Hinhören". Reportagen und DVDs waren natürlich Pflicht und bei einer Reportage "Anakonda im Netz" fiel auf wie still, ruhig - fast schüchtern - Till Lindemann von sich und seiner Art zu arbeiten erzählt hat.

Das Buch "Messer" steht hier signiert und ich durfte auch schon reinlinsen. Um so neugieriger war ich nun, als das Buch "In stillen Nächten" in der Verlagsvorschau aufgetaucht ist.

Was erwartet einen Buchfan? Zunächst einmal muss man anführen, dass nicht unbedingt an den Texten erkennbar ist, dass es sich um Till Lindemann handelt. Denn durch die Medien haben ja viele ein vorgefertigtes Bild.

Thematisch sind die Verse natürlich nicht zum Auswendiglernen und Aufsagen unterm Tannenbaum geeignet, es sei denn die Zuhörer sind über 16, denn hier wird Sex, Tod, Mord und Co. genauso thematisiert wie Liebe, Liebeskummer (Du bist mir ins Herz geschlichen - Seite 48), der Sonnenaufgang (Hat der Tag den Mond getötet - Seite 63) und der Duft von Rosen. Auch zum Lachen gibt es einiges: So gibt es doch einen Reim über das Pinkeln ins Schwimmbecken. 

Erkennbar ist aber auf jeden Fall, dass Till Lindemann in seinem Leben einige Bücher in der Hand hatte, über einen großen Wortschatz und eine große Allgemeinbildung verfügt. 

Bebildert wurde das Buch von Matthias Matthies und diese Bilder haben mich teilweise ordentlich zum Staunen und Schmunzeln gebracht: Männchen mit hängendem Gemächt, Schwangere mit Raubtierfischen im Bauch; hier werden auch mal Brüste aufgepumpt. Die Zeichnungen sind teilweise überzogen bzw. detailgenau (ich sag nur: Haare am Sack). Eine andere Bebilderung hätte ich mir gar nicht vorstellen können.

Mit einigen Gedichten konnte ich viel anfangen, bei anderen fand ich die Doppeldeutigkeit genial und einige Wortspiele sind grandios. Es gab aber auch Gedichte, mit denen ich nichts anfangen konnte, aber ich denke, das ist abhängig vom Betrachter. 

Das Buch ist sehr abwechslungsreich  Daher 8 von 10 Punkten und ich gebe das Buch nun an meinen hibbeligen Mann weiter. Leider hat dieses keine Signatur von Till Lindemann. Vielleicht wäre das mal ein ordentlicher Gast für eine Buchmesse (oder als Sprecher für ein Hörbuch).


Wichtig
Dreimal täglich soll man essen
Post und pinkeln nicht vergessen
Weihnachten Pakete schicken
Einmal in der Woche f*****
(Seite 27)

P.S.: Für ein Präsent unterm Baum wäre das Buch auf jeden Fall geeignet.

Verlag: Kiepenheuer und Witsch
erschienen: 2013
Seiten: 160
ISBN: 978-3462045246


Rezension // Nora Roberts - Fliedernächte von SONJA


Ryder ist der kernige und kurz angebundene der drei Montgomery-Brüder. Er liebt es vor sich hin zu werkeln und hat für Hope, die Hotelmanagerin kaum ein nettes Wort übrig. Die hat das auch gar nicht nötig, denn sie steht mit beiden Beiden im Leben und kann dennoch Unterstützung gebrauchen, als ihr schamloser Ex auftaucht.Der Beschützerinstinkt von Ryder lässt da nicht lange auf sich warten.

Die inhaltliche Konstellation der drei Montgomery-Brüder und der drei Freundinnen lässt es kaum zu, die Vorbände "Rosenzauber" und "Lilienträume" auszulassen. Denn hier wird, wie man es von Nora Roberts gewohnt ist, geflirtet was das Zeug hält. Hinzu kommt, dass sich in der beschriebenen Kleinstadt Boonsboro alle helfen, so dass es dem Leser schwer fallen dürfte, erst hier in die Handlung einzusteigen.

Ich habe ordentlich auf diesen Band hingefiebert, denn aus den Vorbänden merkte man durch die zynischen Dialoge von Hope und Ryder durchaus, dass da "noch mehr geht"; hier aber zwei harte Brocken verkuppelt werden müssen: quasi das Finale der Trilogie.

Das Zusammenfinden der Paare und das Zusammenspiel der Familienmitglieder untereinander fand ich gelungen und ist "richtig was fürs Herz". Klasse, fand ich als Nebendarstellerin die Mutter der Montgomerys. Ihre Dialoge waren immer zum Schmunzeln.

Die Geistersuche findet ihren traurig schönen Abschluss und ich muss sagen, es hat irgendwie gepasst, obwohl ich es anfangs ein bisschen eigentümlich fand, in einer modernen Liebesgeschichte einen Geist, der kuppelt vorzufinden.

10 von 10 Punkten.


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 416
ISBN: 978-3442381456

© Sonja Kochmann

Rezension // J. D. Robb - Ein feuriger Verehrer von SONJA

INHALT:
Während Eve an einem Mordfall ermittelt, meldet sich die Organisation Cassandra und versucht durch Bombenattentate politisch Druck zu machen und Geld zu erpressen. Alles ist verworren, doch gehören die Fälle womöglich zusammen? Auch Roarkes Imperium scheint betroffen.


FAZIT:
Der nun mehr 9. Teil der Reihe um Eve Dallas macht es mir mit der Punktevergabe echt schwer.

Der Mord und die Erpressung waren mir persönlich zu verworren. Die Mordwaffe (Bohrmaschine) war zwar echt mal eine Abwechselung und rückblickend passt auch alles zusammen, aber ich fand es anstrengend zu lesen. Mir ist dadurch die Spannung verloren gegangen. 

Das Buch erschien ja schon vor einigen Jahren und als im Buch die Organisation Cassandra mit einem Sprengstoffattentat auf die Twin Towers droht, konnte Nora Roberts noch nicht ahnen, dass dieses Attentatszenario eines Tages tatsächlich viele Menschenleben kosten würde. Inhaltlich also nicht ganz von der Hand zu weisen.

Gut fand ich jedoch die persönliche Entwicklung der bereits bekannten Charaktere, denn endlich geht es mit Peabody und dem Ziel ihrer zynischen Spitzen weiter und auch Eve sieht ein, dass Roarke ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist.

Mehr kann man ohne zu spoilern eigentlich nicht verraten, aber die Reihe ist trotz der o.a. Kritik einen Griff ins Portemonnaie wert. Ich werde dennoch zeitnah zu Band 10 greifen, da Nora Roberts geschickt Spannung durch die Protagonisten aufbaut. 

6 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2005
Seiten: 560
ISBN: 978-3442360284


© Sonja Kochmann


Montag, 14. Oktober 2013

Bericht // Frankfurter Buchmesse 2013 von SONJA


© Sonja Kochmann

Am Samstag, den 12.10.2013 war es endlich soweit. Mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Nachdem ich schon zweimal in Leipzig war, war ich natürlich aufgeregt. Denn aus den Berichten der Blogger wusste ich ja: hier wird alles größer und voller sein.

Gut vorbereitet: Hallenplan, Tagesplaner, Presseausweis und natürlich Verpflegung im Gepäck startete mein Tag um 5 Uhr morgens. Am Hauptbahnhof traf ich meine tolle abwechslungsreiche Reisegruppe. Unsere Reisegruppe war lustig und laut, so dass wir guter Stimmung um kurz nach 10 Uhr in Frankfurt eintrafen. Was für ein Temperaturschock also schnell schnell zum Messegelände.


© Sonja Kochmann
Da wir doch unterschiedliche Interessen und Zeitpläne hatten, trennten sich unsere Wege.

© Sonja Kochmann
Als erstes habe ich den riesigen Stand der Randomhousegruppe gesucht, da ich dort mit Angelika Schwarzhuber verabredet war. Weil ich noch genug Zeit hatte, habe ich mich dort in Ruhe umgesehen und muss sagen, dass es ein schöner offener Bereich war. Hier gab es eine Menge zu sehen und auch einige bekannte Namen haben zu diesem Zeitpunkt gelesen (Jonathan Stroud, Hannes Jaenicke). Leider konnte ich aufgrund des Gedränges nicht alle fotografieren und bei der Signierstunde von Jonathan Stroud, stand ich zwar an, aber es wurden dann leider nicht alle Fans „abgearbeitet“, da der Autor noch weiter musste. Das fand ich schon ärgerlich und schlecht organisiert.

© Sonja Kochmann
Auf das Treffen von Angelika Schwarzhuber war ich sehr gespannt, da sich aufgrund meiner Rezensionen und meines Interviews ein loser Kontakt bei facebook ergeben hatte. Wir haben uns sofort erkannt und sind gleich ins Klönen über Bücher, Schreiben und Co. gekommen. (Als ob man sich tatsächlich schon immer so locker unterhalten hätte.)  Toll. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch und bin neugierig auf das angekündigte Meerschweinchen.

© Sonja Kochmann
Mit den Ansprechpartnern von Blanvalet ergaben sich sehr interessante Gespräche und meine Vermutung, dass sich ein Plünderungsversuch der Vitrine nicht lohnen würde, wurde mir bestätigt. Interessant fand ich, dass so etwas tatsächlich immer wieder versucht wird. 

© Sonja Kochmann
Danach lief ich zufällig Sina Beerwald in die Arme und auch hier muss ich sagen: locker, frisch und frei. Ich hätte noch stundenlang im Gang stehen können…..“Mordmöwen“ wurde von mir etwas höher auf den Stapel der ungelesenen Bücher gelegt, da ich nun noch neugieriger geworden bin.

© Sonja Kochmann
Durch Zufall war Ursula Poznanski schon vor der angekündigten Signierstunde am Loewestand, so dass ich durch besondere Fürsprache der Autorin zu einem signierten Rezensionsexemplar von „Die Verschworenen“ gekommen bin. Auch hier hatte sich im Vorfeld über facebook ein freundlicher Kontakt (Interview: HIER) ergeben, so dass es schön war, sich mal live und in Farbe zu sehen. Nochmals ein riesiges Dankeschön. 

© Sonja Kochmann
Weiter ging es (man merkt es war ein straffes Programm) zu dem Stand von egmont lyx an dem Michelle Raven und Stefanie Ross tapfer gegen Sehnenscheidenentzündung und Vergiftung durch Eddingdämpfte kämpften und Autogramme ohne Ende schrieben. Hier mal ein großes Lob an die Organisation. Der letzte Autogrammjäger in der Schlange erhielt ein Schild „Hier ist das Ende“ das solange die Zeit es zuließ, immer weiter gegeben wurde. Als die Zeit knapp wurde, wurde das Schild einkassiert und es musste keiner umsonst warten. Top. Obwohl ich keinen Gutschein hatte, hab ich „Luc“ von Stefanie Ross bekommen und darüber habe ich mich sehr gefreut, denn mit dieser Reihe liebäugle ich schon eine Weile.

© Sonja Kochmann
Leider habe ich einige Verlagsstände zeitlich auslassen müssen und auch eine liebe Käsekuchenland-Schreiberin habe ich in dem Gedränge nicht gefunden, aber es hat sich sehr gelohnt. Ich könnte mir aber vorstellen, nächstes Jahr auf einem Freitag zu fahren. 

© Sonja Kochmann
Vielen Dank an meine Reisegruppe für das kurzfristige „Dazubuchen“, den Autoren für das „offene Ohr“, die Autogramme und die Rezensionsexemplare, den Verlagsmitarbeitern für die meist gute Laune trotz der Horde an Buchsüchtigen.

© Sonja Kochmann
Bis zum nächsten Jahr! Sina, in Leipzig haben wir mehr Zeit füreinander.

© Sonja Kochmann

Sonntag, 6. Oktober 2013

Rezension // Inka Loreen Minden - Crome: Warrior Lover von SONJA


Miraja wurde als Sklavin des Regimes von dem Warrior Blaire missbraucht und zutiefst gedemütigt. Ihr Lebensmut ist dahin und als sie sich das Leben nehmen will, schreitet der Warrior Crome ein. Er benötigt ihre Hilfe und könnte ihr im Gegenzug aus ihrer Situation heraushelfen....

Crome ist die Fortsetzung von Jax und genau wie der Vorband einfach genial erdacht. Die Mischung aus Dystopie und Erotik ist harmonisch gelungen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Denn die aktionlastige Handlung kombiniert mit erotischen Szenen lassen einen mit den Helden mitfiebern. Und hier gibt es richtige Helden. Harte Kerle (mit weichen Kern), denn diese treffen auf Frauen, die mit Cleverness die Männer voll (oder bzw. hart   ;-)  ) in der Hand haben .

Die Kombination Miraja und Crome ist gut gelungen und er schafft es auf sehr einfühlsame Art und Weise auf ihr Trauma zu reagieren.

Auch werden neue Charaktere eingeführt (ups: schon wieder ein verfängliches doppeldeutiges Wort   ;-)   ), die ich sehr vielversprechend fand. Zum Beispiel die freche Kia, die es locker mit dem Mut der Warrior aufnehmen kann.

Da die Handlung (Flucht aus der Kuppel, Angriff etc.) sehr aufeinander aufbaut, empfehle ich erst Jax zu lesen. Schön finde ich auch den Aspekt, dass Flucht vor dem Regime zwar die Freiheit gewährt, aber den Verzicht auf Luxus und medizinischer Rundum-Versorgung bedeutet. Da bieten sich so manche Herausforderungen und Tücken.

Für diesen erotischen Krieger, der mit einigen kriegerischen Helden der Fantasyromanceszene sehr gut mithalten kann, vergebe ich 10 von 10 Punkten.

Leute, was freue ich mich, dass die Autorin bereits am dritten Band (Ice) schreibt und bereits bei facebook mitgeteilt hat, Ideen für weitere Bände zu haben. Gemein fand ich allerdings die erotischen Cliffhanger in den beiden ersten Kapiteln von Ice und in der Bonusstory. 


Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

erschienen: 2013
Seiten: 240
ASIN: B00FFLID6C


Rezension // Manfred Reuter - Norderney-Flucht von SONJA


Die Insel Norderney ist ein beliebte Ferieninsel, bei der sich an bestimmten Tagen Insulaner und Gäste nur so tümmeln. Als die Fähre eines Tages im Hafen an kommt, bietet sich den Passagieren ein Anblick des Grauens: herrenlose Koffer, ein Unfallwagen, umgestürzte Strandkörbe und keine Menschenseele weit und breit. Was ist geschehen? Und können sich die Passagiere gefahrlos auf der Insel aufhalten? 

Der Schreibstil war klar und locker zu lesen. Die Besonderheit des Romans, die Protagonisten über die Insel streifen zu lassen und fast wie ein GPS genau deren Bewegungen mit Straßennamen und Lokalen zu dokumentieren, fand ich anfänglich sehr reizvoll, da ich die Insel wie meine Westentasche kenne. Ab der Hälfte des Buches fand ich es beinah ein bisschen zuviel, da die Handlung etwas zu kurz kam.

Die Protagonisten bieten eine Vielzahl an Charaktereigenschaften, so dass es sehr interessant war, zu lesen, wie diese auf die Situation auf der Insel reagieren. Es ist schwer vorstellbar, wie eine belebte Insel wie Norderney völlig verlassen sein kann.

In diesem apokalyptischen Szenario geschieht ein Mord, der auch nach einigen Irrungen und Wirrungen seine Aufklärung findet. Das apokalyptische Szenario leider nicht und dass fand ich angesichts des Schwerpunkts in der Handlung absolut inakzeptabel. Daher leider nur 2 von 10 Punkten. Schade, es hätte bei einer Auflösung mehr sein können.

P.S.: Unten ein Beweisfoto, dass ich selbst wirklich schon dort war.   ;-)

Verlag: Emons
erschienen: 2013
Seiten: 239
ISBN: 978-3954511839

© Sonja Kochmann

Dienstag, 1. Oktober 2013

Meine Harry Potter Episoden 1 bis 7 von SONJA


© Sonja Kochmann
gesehen im Elbenwald/Hannover

Harry Potter hat mich jahrelang nur den Kopf schütteln lassen, warum Erwachsene derart ausrasten, wenn ein neues Buch erscheint. Ich habe mir die Berichte über gesicherte Buchtransporter, überlastete Briefträger zur Geisterstunde und verkleidete Erwachsene, die sich mit Kindern um Bücher prügeln, im Fernsehen angeschaut und gedacht: „Gott sei Dank, ich gehör nicht dazu.“


Eines Tage langweilte ich mich zu Haus (während einer extrem nervigen Grippe) und die Neugier siegte. Ich habe gedacht, versuchen kann man es ja mal; aber nicht für den Preis und ersteigerte mein Exemplar bei einem uns bekannten Auktionshaus und ich las und las und war enttäuscht, das es zu Ende war.

So rannte ich schnell zum PC und ersteigerte Band 2 (immer noch ein klein wenig überzeugt davon, dass ich bald zu erwachsen für dieses Buch sei). Ich fieberte weiter mit und beschloss noch während ich Band 2 las, Band 3 zu ersteigern.


Doch das kam nicht! Panik!!! Die Büchersendung verspätete sich - ok es war inzwischen Vorweihnachtszeit, aber was interessiert einen Harry Potter Junkie (jajaja die Sucht war da) Weihnachtsgeschenke von anderen Leuten???

Als das Buch eintraf, musste ich meiner besseren Hälfte erst einmal erklären, dass ich das Buch gebraucht ersteigert hatte, denn die Widmung lautete: „Ich hab Dich ganz doll lieb mein Schatz – Klausi“. An dieser Stelle Grüße an Schatz und Klausi – Ihr hättet das Buch ruhig per Express verschicken können ;-).



© Sonja Kochmann
Inzwischen schlauer – traf das Buch rechtzeitig vor dem Zuklappen des dritten Buches ein, so dass ich nahtlos weiter lesen konnte. In meinem Kollegenkreis wurde ich belächelt, wenn ich erzählte, das Severus mein Held sei. „Der ist doch böse.“ Nun bekam ich zeitgleich auch die ersten DVDs in die Hand gedrückt und war unschlüssig, ob ich diese vor Abschluss der (damals noch 6) Bände anschauen sollte.


In meine Weihnachtseinkäufe wurden schließlich Band 5 und 6 nahtlos integriert, da diese Bände so neu und aktuell waren, dass ich stets im letzten Moment überboten wurde – ich wäre bestimmt eine gute Werbefigur für dieses Auktionshaus geworden, da mein Kopf bei verlorener Auktion auf die Tischplatte knallte und bei gewonnener Auktion ein kleiner Freudentanz um den PC erfolgte....ach ja – ich las und las – in Rekordzeit.

Severus war weiterhin mein Freund....alle schauten mich böse an... Ich begann die Filme zu schauen und Rufus Beck zu lauschen...Alan Rickman war ein toller Severus und begann mir beim Lesen über die Schulter zu schauen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch ein vernünftiger Harry Fan, aber dann kam die Wende.


Die englische Ausgabe erschien und man musste überall damit rechnen, das einem das Ende verraten wurde. In den Zeitungen stand spiegelverkehrt und auf dem kopfgedruckt eine Zusammenfassung des letzten Buches (wer macht denn so was?). Dies war die Zeit als ich mit einer Kollegin beschloss, unvernünftig zu sein und eine Harry Potter Nacht im Bertelsmann Club zu verbringen. Wir konnten uns erfolgreich gegen aufgemalte Blitze wehren, aber wir haben das Preisausschreiben und und und mitgemacht.

Kurz vor Mitternacht brach unkontrollierter Wahnsinn aus. Vor den Kassen bildeten sich Haufen. Keine Reihen. Haufen. Wir erwischten den Haufen an einer Kasse an der die Uhr nachging. D.h. das Buch konnte nicht verkauft werden, da die Kasse sich erst um Punkt 24 Uhr entsperrt hat. Die Leute waren irre. Ich wurde geschubst und gekratzt, obwohl genug Exemplare da waren. Ich weiß noch genau, dass es ein Wochenende war. Ich habe das Buch dann auch an diesem Wochenende gelesen, damit mir keiner etwas verraten konnte....Happy End (mit diversen Verlusten)...und ich hatte recht mit Severus *bäh*



© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann
gesehen im Elbenwald/Hannover
© Sonja Kochmann
gesehen im Elbenwald/Hannover

Nun einige Jahre später erfährt man durch die weiten des Imperiums....ach falsches Genre/Film, dass es eine Schmuckausgabe geben wird. Richtig toll. Da flattert aber mein kleines Harry Potter Herz. Ich würde diese Ausgabe in Ehren halten und meine etwas ramponierte Ausgabe an meinen kleinen Sohn abtreten. Der ist schließlich die nächste Generation. Und wenn er ganz lieb ist, dann darf der kleine Muggel sich auch die tollen neuen Bilder mit angucken.