Freitag, 24. Januar 2014

Rezension // S. Quinn - Devoted: Verbotene Leidenschaft von SONJA


Nachdem Sophia und Marc von Paparazzis fotografiert wurden, beschließen beide ihre Beziehung öffentlich zu machen. Doch dies birgt ungeahnte Gefahren. Ein fieser Journalist macht Jagd auf die beiden und Marc versucht die Situation und damit auch Sophia zu kontrollieren und zu dominieren. Während Sophia dies beim Sex interessant und aufregend findet, will sie jedoch selbst ihr Leben in die Hand nehmen.

Momentan schießen ja die Trilogien mit Liebe, Sex und Dominanz wie Pilze aus dem Boden. Da etwas Neues oder Interessantes zu finden ist schwer. Bei diesem Duo muss ich einfach sagen: Ich bin begeistert! Die Mischung aus Liebe, Sex und Hollywood ist wirklich gelungen.

Ein Schauspielstar mit dunklen Geheimnissen, dessen Herz von einer blutjungen aufstrebenden Schauspielschülerin mit Dickkopf geheilt werden muss, bietet genug Stoff um drei Teile auszufüllen.

Die Steigerung vom ersten Band (Devoted – Geheime Begierde) zu diesem Band ist gelungen und lässt den Leser mitfiebern. So kann man sich das Leben eines Schauspielers durchaus vorstellen. Denn hier läuft trotz Geld und Beziehungen nicht alles glatt.

Auch die Nebenfiguren sind hier gut gelungen, so gibt es hier natürlich ein Biest, was eigentlich gar nicht aus ihrer Haut kann und zwei verlässliche Freunde, die …. Mehr verrate ich hier nicht. Lest selbst, aber seid auf einen ordentlichen Cliffhanger gefasst. Ich freue mich schon auf Band drei (Devoted – Gefährliches Verlangen) der im März 2014 erscheint.

10 von 10 Punkten.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 320
ISBN: 978-3442480401


Samstag, 18. Januar 2014

Rezension // Martina Rosenberg - Mutter, wann stirbst du endlich von SONJA


Die Autorin berichtet vom Zerfall eines normalen Familienalltages: Durch eine Demenzerkrankung, Depressionen und einem Schlaganfall werden beide Eltern zum Pflegefall und damit zur Zerreißprobe für sie als Tochter, Schwester, Mutter und Ehefrau.

Dies ist kein Buch, zu dem man zur Unterhaltung greift. Denn das Thema ist nicht gesellschaftsfähig. Man redet nicht bei Kaffee und Kuchen über das Alter, die Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und den Tod. Dies macht es auch für Betroffene so schwer. Denn Verständnis und Unterstützung muss man sich suchen und bekommt es nicht einfach angeboten.

Warum ich dieses Buch freiwillig gelesen habe? Ich bin betroffen. Beide Elternteile. Inzwischen habe herausgefunden, dass es so nicht weitergehen kann. Ich habe bereits einiges an Hilfe und Unterstützung gefunden und habe - trotz des schlechten Gewissens - zu diesem Buchtitel gegriffen. Denn irgendwie fühlt man sich nicht gut dabei, so etwas über die eigenen Eltern zu denken.

Die offene Schreibweise der Autorin sorgte beim Lesen dafür, dass ich mich schnell mit ihr verbunden fühlte. Es waren in den ersten Kapiteln noch fast lustige Situationen, in denen die Eltern Dinge eingefordert haben, die sich bei mir genauso abgespielt haben. Leider werden diese Situationen zu "Krafträubern". Nettigkeiten verschwinden. Es wird nur noch kritisiert oder sogar die eigene Tochter gegenüber Fremden schlecht gemacht.

Es ist erstaunlich, dass sich bei den identischen Krankheitsbildern die gleichen Situationen ergeben, die die Pflegenden "kaputt machen". Wie schrieb die Autorin so passend: Welches Recht haben Eltern dazu?

Dieses Buch hilft zu verstehen, dass es Erkrankungen gibt, bei der der Erkrankte sich selbst isoliert, keine Hilfe von Externen wie z. B. einem Pflegedienst oder einer Haushaltshilfe annehmen will und schließlich Situationen erfindet bzw. hervorruft, um im Mittelpunkt zu stehen.

Krankenversicherungen, Behörden und Ärzte sorgen für zusätzliche Belastungen mit Tonnen an Formularen, Gutachten und Fristen.

Der Pflegende wird ausgenutzt und seine Tätigkeit als selbstverständlich empfunden - vom Erkrankten und vom Umfeld -. Wenn dieser dann gesundheitliche Einbußen erfährt, ist es fast zu spät, um auf Distanz zu gehen.

Die Autorin schrieb u.a., dass sie ihre Eltern durch die Krankheit bereits vor einiger Zeit verlassen haben. Diese Erkenntnis ist schwer zu bekommen. Daher empfehle ich dieses Buch allen, die ein oder zwei pflegebedürftige Eltern oder nahe Verwandte haben. 10 von 10 Punkte für diese mutige Unterstützung in Buchform.


Verlag: Blanvalet:
erschienen: 2012
Seiten: 256
ISBN: 978-3764504687


Rezension // Kristina Ohlsson - Tausendschön von SONJA


Mittsommer. Auf einer Wiese mit Blumen wird ein junges Mädchen vergewaltigt. Jahre später stirbt ein Ausländer bei einem Unfall mit Fahrerflucht und ein Pfarrer und seine Frau sterben. Viele Geheimnisse und Rätsel für das Team um Alex Recht und Fedrika Bergman.

Nach der Lesung mit Kristina Ohlsson habe ich mich ja sofort an den ersten Band "Aschenputtel" gemacht. Während ich im ersten Band noch kritisiert habe, dass mir die Einführung der Charaktere zu lange gedauert hat, fand ich mich in diesem Band recht schnell "im Team zurecht".

Die Thrillerhandlung ist scheinbar verworren und verzwickt. Doch die Autorin schafft es geschickt, die einzelnen Puzzlestückchen, die das große Ganze ergeben, in einzelnen Schachteln zu verstecken. Hier und da wird ein Deckel geöffnet und es findet sich eine neue Schachtel oder ein Puzzelteil.

Grandios. Ich habe mich die 480 Seiten (Taschenbuchausgabe) nicht eine Seite gelangweilt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass es einigen Lesern auch schwer fallen könnte, diesen verschachtelten und verwobenen Handlungssträngen zu folgen.

Das Thema Asylanten und Rassismus ist brisant und aktuell. Dies in einen Thriller einzuarbeiten, mag ordentlich Recherche und auch Mut gekostet haben. 

Die kreierten Charaktere müssen durch Hochs und Tiefs, so dass ich auf den dritten Band Tausendschön bereits gespannt bin. Ich empfehle, aufgrund der Weiterentwicklung der Charaktere, die richtige Reihenfolge einzuhalten. 8 von 10 Punkten.

gebundene Ausgabe:
Verlag: Limes
erschienen: 2012
Seiten: 464
ISBN: 978-3809025924

Taschenbuchausgabe:
Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 480
ISBN: 978-3442375813
© Sonja Kochmann



Rezension // Linda Lael Miller - Big Sky Country: Das weite Land von SONJA

© Sonja Kochmann

Parable ist ein kleines Örtchen in Montana. Hier geht es friedlich zu: Bis das persönliche Chaos für Sheriff Slade Barlow ausbricht: Er erbt die Hälfte einer riesigen Farm, obwohl ihn sein Vater zu Lebzeiten nie anerkannt hat. Sein Halbbruder Hutch hasst ihn dafür. Dessen Exfreundin Joslyn kehr dafür nach Parable zurück und verdreht ihm den Kopf. Als Sahnehäubchen wird seine pubertierende Stieftochter den Sommer bei ihm verbringen.

Die Autorin schafft es hervorragend eine moderne Cowboygeschichte in eine kleine niedliche amerikanische Kleinstadt zu verlegen.

Kleine amerikanische Kleinstädte gibt es ja in den Liebesromanreihen einige, denn hier gibt es immer schrullige Figuren, Intrigen, Hass, Versöhnung und die Liiiiiiiiiiiiiiiiiiebe.

Dies war mein erstes Buch von Linda Lael Miller, obwohl ich mit Erschrecken feststellen musste, dass es bereits unzählige Bücher von ihr gibt. Doch nach Abschluss dieses Buches freue ich mich darauf, diese alle zu lesen.

Die Harmonie von Slade und Joslyn hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte dreht sich nicht allein um "das Zusammenbringen der Figuren", sondern auch Lösungen für die kleinen Problempäckchen der Protagonisten zu finden. Diese fand ich sehr gelungen, werde aber an dieser Stelle nicht mehr verraten.

Die Nebenfiguren wie z.B. Slades Mutter, seine Haushälterin, seine Stieftochter oder der verrückte Landstreicher ließen mich teilweise ordentlich auflachen. Auch zeigten sich hier und da Personen mit gebrochenen Herzen, die sich demnächst mit Sicherheit heilen lassen.

Auf den Folgeband "Big Sky Mountain - Berg der Sehnsucht" freue ich mich schon. Denn Kendra und Hutch haben wirklich ein eigenes Buch verdient.

10 von 10 Punkten für diese moderne Liebesgeschichte. (Für Fans von McLeods Töchtern ein MUSS.)

Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2013
Seiten: 348
ISBN: 978-3862787432


Interview // Anna Koschka von SONJA


Nachdem ich letztes Jahr Naschmarkt gelesen habe, war ich schwer begeistert und musste unbedingt Mohnschnecke lesen. Da die Autorin Anna Koschka (Claudia Toman) genau wie ihre Heldin im Netz präsent ist, ergab sich ein netter Kontakt und ich hatte Gelegenheit einige Fragen zu stellen.


Peter Bosch

Woher kam die Idee für Dotti?

In meiner Singlezeit habe ich selbst einige Flirtplattformen im Internet getestet und dabei gemerkt, dass ich die Angelegenheit nicht so richtig ernst nehmen konnte. Diese ironische Energie habe ich für Blogartikel genutzt, in denen ich meine skurrilen Erfahrungen mit Parship, Friedscout&Co beschrieben habe. Und meine Lektorin hat den Blog gelesen und mir eine E-Mail geschickt. „Könnte man daraus nicht einen Roman machen?“ So habe ich angefangen, darüber nachzudenken, und mir war schnell klar, dass die Hauptfigur jemand sein musste, der gerne Single war und dem Thema Dating, Partnervermittlung und Flirten so kritisch wie ich gegenüberstand. Ein waschechtes Mauerblümchen eben. 
J Nachzulesen sind diese Ur-Blogartikel übrigens noch unter Claudias Blog (dort: Partnerbörse)


Dotti nutzt Facebook, Twitter, Instagram und Co.: Nutzen Sie diese multimedialen Foren auch?

Sehr viel. Facebook mittlerweile am meisten. Aber untereinander vernetzt alle drei. Dotti hat ja auch einen Twitter-Account, der wiederum von der Facebook-Seite des Mauerblümchenclubs Input bekommt. Und auch den Instagram-Account vom @mohnschnecke55 gibt es. In meinen Büchern finden sich selten Links, Adressen oder Accounts, die ins Leere führen. ;-)

In Naschmarkt und Mohnschnecke wird auf eine Vielzahl an Personen und Szenen aus Büchern, Serien, und Filmen verwiesen. Wie haben Sie es geschafft, dies alles zusammen zu tragen? Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?
Wichtigster Punkt ist, dass ich quasi in Büchern, Serien und Filmen lebe. Fiktive Geschichten waren immer schon mein Zuhause, da kenne ich viel, weiß ich viel und fühle mich sicher. Wobei ich mich trotz allem nicht als Nerd bezeichnen würde, weil ich erstens sehr, sehr „mainstreamig“ unterwegs bin und mir zweitens meist das Hintergrundwissen fehlt. Und weil mir die Story wichtiger ist als wer Autor, Regisseur, Schauspieler, Kameraleute sind, welche Sprachen man erlernen kann und wie alles entstanden ist. Mein Tagesablauf: Aufstehen, den Tag restlos vertrödeln, mit lesen, fernsehen, essen und dann nachts wie ein Vampir munter werden und schreiben. Bis auf die Tage, wo ich Kinder durch Schloss Schönbrunn führe, mit meinen Freunden Ufos oder Werwölfe jage, nach Hogwarts reise oder einen Roadtrip mit Katze unternehme ...

Mohnschnecke enthält viele leckere Rezepte. Woher stammen diese und haben Sie die auch ausprobiert?

Ich bin ja leider die untalentierteste Köchin und Bäckerin aller Zeiten. Die Rezepte stammen aus Kochbüchern und dem Internet, immer auf Basis von „Omas Geheimtipps“, weil ich authentisch böhmische Süßspeisen mit dem gewissen Etwas wollte. Powidltascherln, Buchteln, Kaiserschmarrn, Liwanzen … Kindheitserinnerungen. Meine Lektorin sagt, man kann sie auch gut nachbacken. Und wenn sie das sagt, dann glaub ich es ihr, sie kann nämlich backen.

Wie kam es zum Pseudonym „Anna Koschka“?



© Sonja Kochmann

Ich durfte mir ja selbst einen Namen geben, was an sich schon ein aufregendes Erlebnis war. Und weil ich einen Namen wollte, der etwas mit mir zu tun hat und ich immer schon die Katze oder das Kätzchen war, seit ich denken kann, habe ich nach der Katze in anderen Sprachen gesucht. Und das russische Koschka war sofort der richtige Name. Anna wiederum war der Name meiner Großtante väterlicherseits, die ein hinreißendes Mauerblümchen war und als Vorlage für meine Figur Annili gedient hat.

Was hat es mit „Steampunktussi“ auf sich?

Das ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit meiner Autorenkollegin Victoria Schlederer. Beide sind wir große Steampunk-Fans und üben uns in der DIY-Kunst. Ich bastle Schmuck aus Heißkleber und Victoria näht. Es tut gut, etwas mit den Händen zu machen, wenn man sonst bloß im Kopf Dinge baut.

Auf der Autorenseite von Diana wird auf Tätigkeiten in Wien, Tokyo und Tel Aviv hingewiesen. Welche Stadt ist Ihrer Meinung nach die vielseitigste Stadt und warum?

Ich muss ja eigentlich Wien sagen, nicht wahr? Wien ist mein Zuhause, und wenn es um Vielfalt geht, hat Wien einiges zu bieten. Kulturen, Geschichte, Offenheit, Eigenheit, Kunst, Kultur. Aber sowohl Tokyo als auch Tel Aviv werden für mich immer Traumstädte sein. Tokyo noch mehr. Tokyo ist irre, nicht eine Stadt, sondern ganz viele, voll von bunten, lauten, blinkenden Ecken. Und Getränkeautomaten überall. Ich vermisse die Getränkeautomaten. Heißer Tee mit Milch in der Dose aus dem Automaten. Fußgängerampeln mit Musikuntermalung. Erhöhte Cholesterinwerte. Das ist Tokyo.

Gibt es bei Ihnen auch eine Katze, die Ihren Alltag durcheinander bringt?

Oh ja, eine waschechte Madame, Madame Grisou La Belle (siehe Autorenfoto), kurz Sushi genannt. Madame kam vor 8 Jahren als Scheidungswaise zu mir, zusammen mit Neko, dem Dicken. Leider mögen die beiden sich nicht, deshalb lebt Neko bei meinem Vater, wurde aber in Naschmarkt und Mohnschnecke als Dottis Kater verewigt.

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Kurz und bündig: Stephen King.


Was ist Ihr Lieblingsbuch?

Es gibt drei, die etwa gleichbedeutend für mich sind. Stephen Kings „Es“, J.R.R Tolkiens „Herr der Ringe“ und J. K. Rowlings „Harry Potter“. Ich habe sie alle mehrfach gelesen, stand für Harry Potter mehrmals mitternachts in der englischen Buchhandlung Schlange, habe alle Filme gesehen, geliebt, besitze diverse Fanartikel und mein Kindle heißt Bill Denbrough. Noch Fragen? Ich sagte doch: Ich liebe Mainstream. 
J 

Haben Sie neben dem Schreiben noch Hobbys?

Viel zu viele. Bücher natürlich. Aber auch Filme. Jedes Jahr um die Oscarverleihung herum laufe ich exzessiv ins Kino, um alle nominierten Filme zu sehen und sitze dann bei der nächtlichen Liveübertragung im Burg-Kino und versuche, die Oscar-Wette zu gewinnen. Im Winter überkommt mich meist ein Handarbeitsrausch, dann stricke und häkle ich Wollschals. Theater natürlich auch, und Musik. Dreimal im Jahr muss ich nach London, um die Städtereise- und Musicalsucht zu befriedigen. Ich schaue Castingshows, Reality-Soaps, bin ein Serienjunkie, liebe Spieleabende mit Freunden, Dominion, Black Stories, Werwölfe, Tabu, singe leidenschaftlich gern Karaoke, gehe im Winter schifahren, und das waren nur die allerwichtigsten Dinge in meinem Leben. ;-)

Was lesen Sie gerade?

The Geek Handbook, zur Recherche. Die Rettung der Regenwürmer, zur Unterhaltung. Und Facebook, dauernd.

Wie stehen Sie zum Ebook?

Ich bin schon ein kleiner Papierjunkie. Ich schnüffle an Büchern seit ich lesen kann. Aber das E-Book hat andere Vorteile. Ich merke, dass ich mich daran gewöhne, immer eine kleine Bibliothek in der Tasche rumzuschleppen. Es gibt einem als Büchermensch das gute Gefühl, immer lesefertig zu sein. Als Autor wiederum beobachtet man die Entwicklungen und ist noch unentschlossen. Ist es wirklich gut, dass alles ungefiltert zum Buch wird? Ich weiß es nicht. Aber es ist spannend, die neuen Trends mitzuerleben.

Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher?

Ich mag dicke Einzelbücher. Solche, die am besten nie enden. So gesehen sind Reihen schon fein, lange Geschichten mit den liebgewonnenen Helden. Aber ich lese sie seit Harry Potter eigentlich nicht mehr, ehe sie nicht abgeschlossen sind. Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Auf Fortsetzungen warten ist die Hölle. Daher habe ich mir angewöhnt, Reihen, die ich lesen will, zu sammeln, aber nicht zu beginnen, bevor sie nicht fertig sind. Sorry George R.R. Martin! Für „Silber“ von Kerstin Gier habe ich die einzige Ausnahme seit langem gemacht und merke schon wieder, dass ich es kaum aushalte.


Wollen Sie zukünftig auch in verschiedenen Genres Bücher schreiben?


Das würde ich sehr gern. Eigentlich bin ich ja von Jugend an die klassische Thriller- und Fantasyleserin. Und irgendwann möchte ich beides schreiben, weil ich in beiden Genres schon lange so kitzelnde Ideen mit mir herumschleppe.

Wollten Sie schon immer Autor/in werden?

Wenn es irgendeinen Job gäbe, bei dem man mich dafür bezahlt, dass ich den ganzen Tag nur lese (nein, nicht drüber schreibe oder so, nur lesen!) und Filme schaue, Rund-um-die-Uhr-Testerin fiktiver Geschichten, dann wäre das mein Traumjob. Aber Geschichten selbst erfinden ist auch schön. Bloß das Aufschreiben ist so anstrengend...

Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?

Das war ja immer schon Stephen King. Und jetzt war er in Deutschland und ich war so nah dran. Aber es kam nicht dazu. Meet&Greet hab ich keins gewonnen und als das Mikro im Circus Krone in Reichweite war, habe ich nicht aufgezeigt, obwohl ich meine Frage schon so lange kenne: Lieber Herr King, haben Sie auch ein Fahrrad wie Silver oder irgendeinen sonstigen Gegenstand, der Ihnen jeden Tag hilft, den Teufel zu besiegen? Weil es nichts auf der Welt gäbe, das ich lieber hätte.

Vielen Dank für das ausführliche Interview. 




Samstag, 11. Januar 2014

Rezension // Inka Loreen Minden - Storm: Warrior Lover von SONJA


Mark ist Arzt in White City. Er hat die Aufgabe den Verletzten Warrior Storm zu pflegen. Dabei kommen sich die Zwei näher. Doch dies ist gefährlich, denn Mark unterstützt die Rebellen.

Angekündigt wurde die Geschichte um Mark und Storm als kurze Bonusstory. Doch die Autorin hat die beiden offensichtlich ins Herz geschlossen: Denn mit Specials umfasst die Geschichte über 120 Seiten.

Jax, Crome und Ice waren ja schon ordentlich smarte Kerlchen, die ordentlich Action und Erotik versprüht haben. Storm ist was ganz Besonderes: chaotisch, aufmüpfig und aufbrausend. Mit diesen Eigenschaften verdreht er dem zurückhaltenden und organisierten Mark den Kopf. Dies birgt ordentlich Zündstoff. Auch das Mark den Rebellen angehört und Storm regimetreu ist, ist gefährlich hoch 3.

Während die ersten drei Warriorbücher heterosexuelle Paarungen enthielten, haben wir hier eine homoerotische Geschichte, die inhaltlich nach dem zweiten Band (Crome) ansetzt und manche Szenen aus Band drei (Ice) aus einem anderen Blickwinkel berichtet.

Da ich alle drei Bände schon gelesen habe, fand ich die Geschichte nicht ganz so actionreich und überraschend in der Handlung wie die Vorgänger. Allerdings waren die zwei Jungs schon eine knuffige Kombination und ein Wiedersehen mit den anderen Charakteren gab es auch. Daher vergebe ich 8 von 10 Punkten und freue mich auf die angekündigte Geschichte von Sonja und Nitro.


Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
erschienen: 2013
Seiten: 151
ISBN: 1494710307
ASIN: B00HB9WGA0




Dienstag, 7. Januar 2014

Rezension // Haruki Murakami - Die unheimliche Bibliothek von SONJA


Eigentlich will ein Junge nur ein paar Bücher aus der Bücherei ausleihen und wird von einem alten Mann und einem Schafsmenschen in ein Verlies unter der Bibliothek gesperrt. Da er um sein Leben fürchten muss, plant er die Flucht.

Ich habe das Buch in MEINER Bücherei entdeckt und bin neugierig geworden:

1) Das Buch ist trotz der Illustrationen und des scheinbar harmlosen "Märchens" nichts für KInder. Damit kann eine Phobie für Büchereien ausgelöst werden!

2) Die Geschichte ist mir zu wirr und hat selbst unter dem Märchenaspekt für mich keinen Sinn. Ich habe es wohl nicht verstanden. Wenn das Buch dicker gewesen wäre, hätte ich es nicht zu Ende gelesen.

Daher 0 von 10 Punkten. 


Verlag: Dumont Buchverlag
erschienen: 2013
Seiten: 64
ISBN: 978-3832197179


Rezension // J. D. Robb - Spiel mit dem Mörder von SONJA


Eve und Roarke gehen ins Theater. Doch was muss Eve mit ansehen? Einen echten Mord auf der Bühne! Die Tatverdächtigen: die Schauspieler. Der Besitzer des Theaters: Roarke. Eve setzt alles daran, die Scheinwelt des Theaters auseinander zu nehmen und den Mörder zu finden.

Nachdem ich die letzten beiden Teile etwas schwächer fand, ist dieser Teil wieder grandios. Die Irrungen und Wirrungen der Charaktere untereinander bieten ein ordentliches Katz und Mausspiel für die Ermittlerin Eve und ihr Team.

Auch ihr Team kommt in diesem Band 10 nicht zu kurz. Endlich geht es weiter mit Peabody und ihren Jungs. Besonders toll fand ich auch, dass Eve endlich die Romantik für sich entdeckt und Roarke eine Freude bereiten will und das ist gar nicht so einfach.

Die Dialoge sind spritzig und die Vergleiche mit der Meisterin des Krimis Agatha Christie sind hervorragend gelungen. 

Gut das ich noch einige Bände vor mir habe: 10 von 10 für die 10 ;)!

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2006
Seiten: 608
ISBN: 978-3442363216




Sonntag, 5. Januar 2014

Rezension // Vina Jackson - Die Farbe der Liebe von SONJA


Aurelia erfährt kurz vor ihrem 18. Geburtstag, dass sie trotz Adoption einen unbekannten Gönner hat. Doch dieses Geld ist an pikante Bedingungen geknüpft.

Nachdem mir die Vorbände
Die Farbe der Lust
Die Farbe der Begierde
Die Farbe der Erfüllung
Die Farbe des Verlangens
Die Farbe der Sehnsucht
eigentlich recht gut gefallen haben, habe ich mich auf diesen Band gefreut. Doch ich wurde ordentlich enttäuscht:

Aurelias Schicksal ist mit "dem Ball" und "dem Netzwerk" verknüpft (Vorwissen erforderlich!). Dies ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Denn hier konnten die Figuren der Vorbände immerhin ihre sexuellen Vorlieben in gehobener Atmosphäre ausüben. Doch wird die Geschichte hier etwas "fantastisch". 

Aurelia entwickelt während ihrer "sexuellen Ausbildung für den Ball" aus sich heraus Tattoos, die Symbole darstellen und für eine bestimmte Sparte der Sexualität stehen.

Wäre dies ein einzelner Roman mit Fantasycharakter, könnte man das akzeptieren. So passt dies aber gar nicht zu den Vorbänden. Die kurzen Erwähnungen von Figuren aus den Vorbänden machen hier sogar das Bild der Vorbände kaputt, da sich Lauralynn zum Beispiel ziemlich zurückhaltend gibt.

Den erotischen Szenen fehlt das gewisse Etwas und sind manchmal lediglich eine Aneinanderreihung.
Die historischen Rückblicke in die Geschichte des Balles wirken wie eingeschobene Kurzgeschichten, um das Buch zu strecken.

Auch wenn es für das Autorenduo, dass hinter dem Pseudonym steckt, verlockend war, ein weiteres Buch herauszugeben, hätte dies wirklich nicht sein müssen. 2 von 10 Punkten. (Bitte lest aber dennoch die anderen Bände und vergesst diesen Band.)


Verlag: carl's books
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3570585306

© Sonja Kochmann

Rezension // Sina Beerwald - Mordsmöwen von SONJA


Hunger! Alarm! Möwe Ahoi, Späher einer kriminellen Möwenbande muss feststellen, dass der Crepes-Stand-Besitzer Knut verschwunden ist. Wovon sollen sich die Möwen nun ernähren und wann kommt Knut wieder? Sie gründen die Schoko-Crepes und kommen einem Mord auf die Schliche.

Mal was völlig anderes! Die Mordermittlungen aus der Perspektive einer Möwenbande zu erzählen, birgt einige Lacher und enthält dennoch etwas Kritik.

Denn warum müssen Stadtmenschen 1 Million Heringe für Häuser auf Sylt bezahlen und die Insulaner haben selbst keinen Wohnraum mehr?

Die Möwenbande enthält viele verschiedene Charaktere durch die es zu einem ordentlichen Durcheinander bei den Mordermittlungen kommt. Hier gibt es nämlich einen Alkoholiker, einen fast blinden Chef, Möwen vom anderen Ufer mit Modellambitionen, pubertierende Jungmöwe und noch einige mehr.

An einigen Stellen rückt der Mord durch dieses Möwendurcheinander fast in den Hintergrund, aber die Auflösung des Mordes ist schließlich geschickt umgesetzt: 8 von 10 Punkten.

(Freut Euch, die Autorin hat Band 2 schon angekündigt.)

Verlag: Emons
erschienen: 2013
Seiten: 208
ISBN: 978-3954511358



Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann