Dienstag, 28. Januar 2014

Rezension // Suzanne Young - Du.Wirst.Vergessen (01) von SINA


Eine Selbstmord-Epidemie scheint unter den Jugendlichen ausgebrochen zu sein. Die Regierung hat dagegen das „Programm“ ins Leben gerufen. Gefährdete Jugendliche werden aufgenommen und ihre Erinnerungen gelöscht. Sloane verschließt ihre Gefühle vor der Außenwelt, damit sie nicht als gefährdet eingestuft wird. Sie und ihr Freund James stützen sich gegenseitig. Doch dann begeht ihr bester Freund Miller Selbstmord und James bricht zusammen. Er wird in das „Programm“ geholt und Sloane weiß, dass er niemals wieder so sein wird, wie er war. Und sie selbst auch nicht mehr....

Suzanne Young hat mich positiv überrascht. Es ist schwer, eine Dystopie zu schreiben, die sich durch ihren Inhalt von anderen unterscheidet. Der Autorin ist dies jedoch gelungen.

Die Autorin hat sich einem schweren Thema gewidmet. Selbstmord, Depressionen und das Auslöschen von Erinnerungen. Warum es zu einer Selbstmord-Epidemie kommt bzw. was der Auslöser dafür war, wird nicht beschrieben. Man macht sich Gedanken über das Wieso.

Sloane ist eigentlich ein ganz normaler, junger Teenager, der durch unglückliche Schicksalsschläge in eine Depression getrieben wird. Nur durch ihren Freund James hält sie sich aufrecht. Aber sie ist auch James eine große Stütze. Gemeinsam versuchen sie ihr Leben zu meistern.

Durch die realistische Beschreibung konnte ich mich sehr gut in Sloane, aus deren Sicht die Story beschrieben wird, hineinversetzen. Sie ist eine sehr emotionale Person und man merkt, dass es der Autorin auch darum geht, Emotionen in eine hohe Position zu heben. Denn letztendlich geht es darum, dass Gefühle nicht öffentlich zur Schau gestellt werden dürfen, schon gar nicht, wenn sie eher negativ sind. Trauer, Missmut, Wut oder einfach mal schlechte Laune könnte ja gleich dazu führen, in eine Depression zu verfallen.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Der Erste ist eine Art Vorgeschichte, um Sloane und James kennenzulernen. Im zweiten Part geht es um das Programm und der dritte Teil handelt von Sloane und ihrem Weg als Rückkehrer zurück in ein normales Leben.

Durch die meist düstere Stimmung im Buch bekommt man fast keine Erholungsphase und dies war auch das einzige, was mich gestört hat.

Das Ende beinhaltet keinen Cliffhanger, trotzdem sind einige Fragen offen.

Die Reihe ist als Dilogie angelegt. Der zweite Teil erscheint im Englischen im April 2014 unter dem Namen „The Treatment“.

Fazit:
Düster, emotionsgeladen und überraschend gut.

8 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Format: ebook
Printseiten: 448
ISBN: 978-3-641-09629-8


Sonntag, 26. Januar 2014

Rezension // Anjali Banerjee - Die Bücherflüsterin von SINA

Jasmines Ehemann hat sie mit einer anderen betrogen. Nun versucht Jasmine sich ein neues Leben aufzubauen – alleine. Als ihre Tante Ruma sie bittet, für einen Monat ihren Buchladen zu übernehmen, da sie in Indien etwas dringendes zu erledigen hat, sagt Jasmine zu. Was sie jedoch für einen leichten Job hält, ist gar nicht so einfach wie gedacht. Und dann passieren auch noch merkwürdige Dinge und Jasmine sieht Menschen, die kurz darauf wieder verschwinden. Und sie lernt Dr. Connor Hunt kennen. Aber eigentlich wollte Jasmine keinen Mann mehr. Doch Connor ist nicht das, was er zu sein scheint.

Der Klappentext des Buches hat mich angesprochen: ein Buchladen und geheimnisvolle Dinge. Meine Erwartungen waren nicht hoch, wurden dann jedoch mit einer bezaubernden Geschichte belohnt.

Die Hauptcharaktere Jasmine ist eine ehrgeizige junge Frau, die von ihrem Ex-Mann betrogen wurde und nun sehr darunter leidet. Zeitweise versinkt sie in ihrem Selbstmitleid, doch versucht sie auch, alles etwas rational anzugehen und von vorne anzufangen. Nur von Männern hat sie die Schnauze voll.
Zu Büchern hat sie kein enges Verhältnis, jedoch ändert sich dies sehr schnell.

„Ein Buch ist keine gewöhnliche Ware. Bücher enthalten unsere Kultur, unsere Vergangenheit, andere Welten und sind das Mittel gegen Traurigkeit.“

Dieses Zitat hat mir sehr gut gefallen und wollte ich unbedingt in meiner Rezension miteinbauen. Denn diese zwei Sätze sprechen mir aus dem Herzen.

Die Autorin Anjalie Banerjee hat einen wunderbar leichten Schreibstil. Man fliegt förmlich durch das Buch.
Es muss einem klar sein, dass einem keine hochtrabende Literatur erwartet, auch wenn ständig solche erwähnt wird.

Trotzdem geht von dem Buch ein kleiner Zauber aus und man genießt die Liebesgeschichte, die eigentlich gar keine richtige ist und wünscht sich, das Jasmine einfach nur glücklich wird.

Die kurzen Erwähnungen über Indien machen Lust, das Land kennenzulernen. Vielleicht sollte ich in Jasmines Buchladen mal selbt nach einem Reiseführer über Indien stöbern.

Fazit:
Eine liebenswerte Geschichte über Liebe und Bücher, der ich dafür 6 von 10 Punkten gebe.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2011
Printseiten: 320
Format: ebook
ISBN: 978-3-641-06542-3

s. a. Bibliografie Anjali Banerjee

Samstag, 25. Januar 2014

Rezension // George R. R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Sturm der Schwerter (05) von SINA

Der Bürgerkrieg tobt, die Intrigen gehen weiter, das Spiel um den Thron ist noch lange nicht fertig. König Joffrey versucht, den Thron zu halten. Hier hat er Hilfe von seinem Großvater und seiner Mutter. Robb Stark hofft auf die Hilfe seiner Verbündeten, um König des Nordens zu bleiben. Und Daenerys will sich die Krone zurückerobern. Dafür kauft sie sich eine Armee von Unbefleckten, die keine Schmerzen kennen.

Der fünfte Teil ist grausamer und gleichzeitig emotionaler als seine Vorgänger. Gerade durch die wechselnden Perspektiven der einzelnen Kapitel – jedes Kapitel wird aus Sicht einer anderen Figur erzählt – bekommt man einen guten Einblick in die Gefühle und Gedanken der einzelnen Charaktere.

So hat mich diesmal Jaime positiv mit seinen Gedanken überrascht. Fast wächst er einem ans Herz, wenn nicht doch immer wieder das Schlechte überwiegen würde.
Meine Lieblinge sind jedoch immer noch Tyrion Lennister, Jon Schnee und Daenerys Targaryen.
Jon und Daenerys entwickeln sich zu zwei sehr selbständigen Personen. Dany wird sehr selbstständig, während Jon sein Ehrgefühl entdeckt.

Viele Kämpfe werden ausgefochten und diese auch im Detail beschrieben. Und diese Detailtreue zeigt sich auch bei anderen Dingen. Kleider, Landschaften, Emotionen – gerade dies ist mir wieder positiv aufgefallen.

Faszinierend finde ich, dass der Autor bei den gefühlt 1000 verschiedenen Namen nicht den Überblick verliert. Seine Notizen über die einzelnen Personen müssen allein ein paar Bücher füllen.

Besonders erwähnenswert ist in diesem Band Samwell Tarly, ein Mann der Nachtwache. Er stellt sich seinen Ängsten – von denen er nicht wenige hat. Durch gewissen Umstände muss er Mut beweisen und wird so zu meinem persönlichen Helden. Hier bin ich gespannt, wie es mit ihm in den Folgebänden weitergeht.

Fazit:
Die Reihe wird einfach immer besser.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2010
Printseiten: 768
Format: ebook
ISBN: 978-3-641-04718-4

Freitag, 24. Januar 2014

Rezension // Gena Showalter - Alice im Zombieland (01) von SINA

Alice und ihre Schwester Emma dürfen nach Anbruch der Dunkelheit nicht das Haus verlassen. Ihr Vater verbietet es, denn er sagt, es seien Monster unterwegs und diese haben nur Töten im Sinn. Alice glaubt ihrem Vater nicht und tut ihn als liebenswerten Spinner ab, sehnt sich aber nach einem normalen Leben mit Partys, Dates und Freunden. Als sie ihre Eltern an ihrem 16. Geburtstag drängt, das Haus zu verlassen, geschieht für Alice das Unvorhersehbare. Sie haben ein Autounfall. Doch was sie kurz nach dem Unfall sieht, raubt ihr den Atem – und die Familie.

Was sich verheißungsvoll anhört – gerade in Zeiten von Serien wie The Walking Dead oder Filmen wie World War Z – hat mich leider nicht überzeugen können.
Die Idee, sich ein Märchen wie Alice im Wunderland als Beispiel zu nehmen, ein paar Zombies hinzuzufügen und mit einer kleinen Liebesgeschichte zu vermischen, fand ich sehr interessant. Nur die Umsetzung war nicht gelungen.
Die Parallelen zu Alice im Wunderland konnte ich ziehen. Es finden sich das Kaninchen mit der Uhr, viele Geheimnisse und Kuriositäten und eine böse Königin in Form einer gierigen Firma, die sich die Zombies zu Nutze machen will.

Der Hauptcharakter Alice war mir jedoch von Anfang an nicht sympathisch, ihre Versuche, sarkastisch zu wirken, schlugen fehl und ihre Neugier hat sie mehrmals in unnötige Gefahr gebracht.

Cole, ein Zombiejäger, wirkt auf Alice unwiderstehlich. Ich fand ihn jedoch sehr arrogant. Seine zu Anfang zögerlichen Auskünfte werden zwar immer mehr, sind jedoch nicht sehr aussagekräftig und er ist mir manchmal zu besorgt um Alice.

Wie es zu den Zombies kam, wird zwar erklärt, jedoch nicht ausführlich genug. Man muss sich viel dazu denken.

Zeitweise hat mich das Buch an eine Mischung aus den Filmen Zombieland und Resident Evil erinnert.

Fazit:
Die Grundidee hat mir gefallen, die Umsetzung jedoch nicht. Ich hoffe, dass im zweiten Teil einige Fragen näher geklärt werden und Alice sowie ihre Freunde sympathischer rüberkommen.

Ich vergebe 4 von 10 Punkten.

Verlag: Darkiss
erschienen: 2014
Printseiten: 416
Format: ebook
ISBN: 978-3-86278-905-4


Rezension // S. Quinn - Devoted: Verbotene Leidenschaft von SONJA


Nachdem Sophia und Marc von Paparazzis fotografiert wurden, beschließen beide ihre Beziehung öffentlich zu machen. Doch dies birgt ungeahnte Gefahren. Ein fieser Journalist macht Jagd auf die beiden und Marc versucht die Situation und damit auch Sophia zu kontrollieren und zu dominieren. Während Sophia dies beim Sex interessant und aufregend findet, will sie jedoch selbst ihr Leben in die Hand nehmen.

Momentan schießen ja die Trilogien mit Liebe, Sex und Dominanz wie Pilze aus dem Boden. Da etwas Neues oder Interessantes zu finden ist schwer. Bei diesem Duo muss ich einfach sagen: Ich bin begeistert! Die Mischung aus Liebe, Sex und Hollywood ist wirklich gelungen.

Ein Schauspielstar mit dunklen Geheimnissen, dessen Herz von einer blutjungen aufstrebenden Schauspielschülerin mit Dickkopf geheilt werden muss, bietet genug Stoff um drei Teile auszufüllen.

Die Steigerung vom ersten Band (Devoted – Geheime Begierde) zu diesem Band ist gelungen und lässt den Leser mitfiebern. So kann man sich das Leben eines Schauspielers durchaus vorstellen. Denn hier läuft trotz Geld und Beziehungen nicht alles glatt.

Auch die Nebenfiguren sind hier gut gelungen, so gibt es hier natürlich ein Biest, was eigentlich gar nicht aus ihrer Haut kann und zwei verlässliche Freunde, die …. Mehr verrate ich hier nicht. Lest selbst, aber seid auf einen ordentlichen Cliffhanger gefasst. Ich freue mich schon auf Band drei (Devoted – Gefährliches Verlangen) der im März 2014 erscheint.

10 von 10 Punkten.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 320
ISBN: 978-3442480401


Samstag, 18. Januar 2014

Rezension // Martina Rosenberg - Mutter, wann stirbst du endlich von SONJA


Die Autorin berichtet vom Zerfall eines normalen Familienalltages: Durch eine Demenzerkrankung, Depressionen und einem Schlaganfall werden beide Eltern zum Pflegefall und damit zur Zerreißprobe für sie als Tochter, Schwester, Mutter und Ehefrau.

Dies ist kein Buch, zu dem man zur Unterhaltung greift. Denn das Thema ist nicht gesellschaftsfähig. Man redet nicht bei Kaffee und Kuchen über das Alter, die Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und den Tod. Dies macht es auch für Betroffene so schwer. Denn Verständnis und Unterstützung muss man sich suchen und bekommt es nicht einfach angeboten.

Warum ich dieses Buch freiwillig gelesen habe? Ich bin betroffen. Beide Elternteile. Inzwischen habe herausgefunden, dass es so nicht weitergehen kann. Ich habe bereits einiges an Hilfe und Unterstützung gefunden und habe - trotz des schlechten Gewissens - zu diesem Buchtitel gegriffen. Denn irgendwie fühlt man sich nicht gut dabei, so etwas über die eigenen Eltern zu denken.

Die offene Schreibweise der Autorin sorgte beim Lesen dafür, dass ich mich schnell mit ihr verbunden fühlte. Es waren in den ersten Kapiteln noch fast lustige Situationen, in denen die Eltern Dinge eingefordert haben, die sich bei mir genauso abgespielt haben. Leider werden diese Situationen zu "Krafträubern". Nettigkeiten verschwinden. Es wird nur noch kritisiert oder sogar die eigene Tochter gegenüber Fremden schlecht gemacht.

Es ist erstaunlich, dass sich bei den identischen Krankheitsbildern die gleichen Situationen ergeben, die die Pflegenden "kaputt machen". Wie schrieb die Autorin so passend: Welches Recht haben Eltern dazu?

Dieses Buch hilft zu verstehen, dass es Erkrankungen gibt, bei der der Erkrankte sich selbst isoliert, keine Hilfe von Externen wie z. B. einem Pflegedienst oder einer Haushaltshilfe annehmen will und schließlich Situationen erfindet bzw. hervorruft, um im Mittelpunkt zu stehen.

Krankenversicherungen, Behörden und Ärzte sorgen für zusätzliche Belastungen mit Tonnen an Formularen, Gutachten und Fristen.

Der Pflegende wird ausgenutzt und seine Tätigkeit als selbstverständlich empfunden - vom Erkrankten und vom Umfeld -. Wenn dieser dann gesundheitliche Einbußen erfährt, ist es fast zu spät, um auf Distanz zu gehen.

Die Autorin schrieb u.a., dass sie ihre Eltern durch die Krankheit bereits vor einiger Zeit verlassen haben. Diese Erkenntnis ist schwer zu bekommen. Daher empfehle ich dieses Buch allen, die ein oder zwei pflegebedürftige Eltern oder nahe Verwandte haben. 10 von 10 Punkte für diese mutige Unterstützung in Buchform.


Verlag: Blanvalet:
erschienen: 2012
Seiten: 256
ISBN: 978-3764504687


Rezension // Kristina Ohlsson - Tausendschön von SONJA


Mittsommer. Auf einer Wiese mit Blumen wird ein junges Mädchen vergewaltigt. Jahre später stirbt ein Ausländer bei einem Unfall mit Fahrerflucht und ein Pfarrer und seine Frau sterben. Viele Geheimnisse und Rätsel für das Team um Alex Recht und Fedrika Bergman.

Nach der Lesung mit Kristina Ohlsson habe ich mich ja sofort an den ersten Band "Aschenputtel" gemacht. Während ich im ersten Band noch kritisiert habe, dass mir die Einführung der Charaktere zu lange gedauert hat, fand ich mich in diesem Band recht schnell "im Team zurecht".

Die Thrillerhandlung ist scheinbar verworren und verzwickt. Doch die Autorin schafft es geschickt, die einzelnen Puzzlestückchen, die das große Ganze ergeben, in einzelnen Schachteln zu verstecken. Hier und da wird ein Deckel geöffnet und es findet sich eine neue Schachtel oder ein Puzzelteil.

Grandios. Ich habe mich die 480 Seiten (Taschenbuchausgabe) nicht eine Seite gelangweilt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass es einigen Lesern auch schwer fallen könnte, diesen verschachtelten und verwobenen Handlungssträngen zu folgen.

Das Thema Asylanten und Rassismus ist brisant und aktuell. Dies in einen Thriller einzuarbeiten, mag ordentlich Recherche und auch Mut gekostet haben. 

Die kreierten Charaktere müssen durch Hochs und Tiefs, so dass ich auf den dritten Band Tausendschön bereits gespannt bin. Ich empfehle, aufgrund der Weiterentwicklung der Charaktere, die richtige Reihenfolge einzuhalten. 8 von 10 Punkten.

gebundene Ausgabe:
Verlag: Limes
erschienen: 2012
Seiten: 464
ISBN: 978-3809025924

Taschenbuchausgabe:
Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 480
ISBN: 978-3442375813
© Sonja Kochmann



Rezension // Linda Lael Miller - Big Sky Country: Das weite Land von SONJA

© Sonja Kochmann

Parable ist ein kleines Örtchen in Montana. Hier geht es friedlich zu: Bis das persönliche Chaos für Sheriff Slade Barlow ausbricht: Er erbt die Hälfte einer riesigen Farm, obwohl ihn sein Vater zu Lebzeiten nie anerkannt hat. Sein Halbbruder Hutch hasst ihn dafür. Dessen Exfreundin Joslyn kehr dafür nach Parable zurück und verdreht ihm den Kopf. Als Sahnehäubchen wird seine pubertierende Stieftochter den Sommer bei ihm verbringen.

Die Autorin schafft es hervorragend eine moderne Cowboygeschichte in eine kleine niedliche amerikanische Kleinstadt zu verlegen.

Kleine amerikanische Kleinstädte gibt es ja in den Liebesromanreihen einige, denn hier gibt es immer schrullige Figuren, Intrigen, Hass, Versöhnung und die Liiiiiiiiiiiiiiiiiiebe.

Dies war mein erstes Buch von Linda Lael Miller, obwohl ich mit Erschrecken feststellen musste, dass es bereits unzählige Bücher von ihr gibt. Doch nach Abschluss dieses Buches freue ich mich darauf, diese alle zu lesen.

Die Harmonie von Slade und Joslyn hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte dreht sich nicht allein um "das Zusammenbringen der Figuren", sondern auch Lösungen für die kleinen Problempäckchen der Protagonisten zu finden. Diese fand ich sehr gelungen, werde aber an dieser Stelle nicht mehr verraten.

Die Nebenfiguren wie z.B. Slades Mutter, seine Haushälterin, seine Stieftochter oder der verrückte Landstreicher ließen mich teilweise ordentlich auflachen. Auch zeigten sich hier und da Personen mit gebrochenen Herzen, die sich demnächst mit Sicherheit heilen lassen.

Auf den Folgeband "Big Sky Mountain - Berg der Sehnsucht" freue ich mich schon. Denn Kendra und Hutch haben wirklich ein eigenes Buch verdient.

10 von 10 Punkten für diese moderne Liebesgeschichte. (Für Fans von McLeods Töchtern ein MUSS.)

Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2013
Seiten: 348
ISBN: 978-3862787432


Interview // Anna Koschka von SONJA


Nachdem ich letztes Jahr Naschmarkt gelesen habe, war ich schwer begeistert und musste unbedingt Mohnschnecke lesen. Da die Autorin Anna Koschka (Claudia Toman) genau wie ihre Heldin im Netz präsent ist, ergab sich ein netter Kontakt und ich hatte Gelegenheit einige Fragen zu stellen.


Peter Bosch

Woher kam die Idee für Dotti?

In meiner Singlezeit habe ich selbst einige Flirtplattformen im Internet getestet und dabei gemerkt, dass ich die Angelegenheit nicht so richtig ernst nehmen konnte. Diese ironische Energie habe ich für Blogartikel genutzt, in denen ich meine skurrilen Erfahrungen mit Parship, Friedscout&Co beschrieben habe. Und meine Lektorin hat den Blog gelesen und mir eine E-Mail geschickt. „Könnte man daraus nicht einen Roman machen?“ So habe ich angefangen, darüber nachzudenken, und mir war schnell klar, dass die Hauptfigur jemand sein musste, der gerne Single war und dem Thema Dating, Partnervermittlung und Flirten so kritisch wie ich gegenüberstand. Ein waschechtes Mauerblümchen eben. 
J Nachzulesen sind diese Ur-Blogartikel übrigens noch unter Claudias Blog (dort: Partnerbörse)


Dotti nutzt Facebook, Twitter, Instagram und Co.: Nutzen Sie diese multimedialen Foren auch?

Sehr viel. Facebook mittlerweile am meisten. Aber untereinander vernetzt alle drei. Dotti hat ja auch einen Twitter-Account, der wiederum von der Facebook-Seite des Mauerblümchenclubs Input bekommt. Und auch den Instagram-Account vom @mohnschnecke55 gibt es. In meinen Büchern finden sich selten Links, Adressen oder Accounts, die ins Leere führen. ;-)

In Naschmarkt und Mohnschnecke wird auf eine Vielzahl an Personen und Szenen aus Büchern, Serien, und Filmen verwiesen. Wie haben Sie es geschafft, dies alles zusammen zu tragen? Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?
Wichtigster Punkt ist, dass ich quasi in Büchern, Serien und Filmen lebe. Fiktive Geschichten waren immer schon mein Zuhause, da kenne ich viel, weiß ich viel und fühle mich sicher. Wobei ich mich trotz allem nicht als Nerd bezeichnen würde, weil ich erstens sehr, sehr „mainstreamig“ unterwegs bin und mir zweitens meist das Hintergrundwissen fehlt. Und weil mir die Story wichtiger ist als wer Autor, Regisseur, Schauspieler, Kameraleute sind, welche Sprachen man erlernen kann und wie alles entstanden ist. Mein Tagesablauf: Aufstehen, den Tag restlos vertrödeln, mit lesen, fernsehen, essen und dann nachts wie ein Vampir munter werden und schreiben. Bis auf die Tage, wo ich Kinder durch Schloss Schönbrunn führe, mit meinen Freunden Ufos oder Werwölfe jage, nach Hogwarts reise oder einen Roadtrip mit Katze unternehme ...

Mohnschnecke enthält viele leckere Rezepte. Woher stammen diese und haben Sie die auch ausprobiert?

Ich bin ja leider die untalentierteste Köchin und Bäckerin aller Zeiten. Die Rezepte stammen aus Kochbüchern und dem Internet, immer auf Basis von „Omas Geheimtipps“, weil ich authentisch böhmische Süßspeisen mit dem gewissen Etwas wollte. Powidltascherln, Buchteln, Kaiserschmarrn, Liwanzen … Kindheitserinnerungen. Meine Lektorin sagt, man kann sie auch gut nachbacken. Und wenn sie das sagt, dann glaub ich es ihr, sie kann nämlich backen.

Wie kam es zum Pseudonym „Anna Koschka“?



© Sonja Kochmann

Ich durfte mir ja selbst einen Namen geben, was an sich schon ein aufregendes Erlebnis war. Und weil ich einen Namen wollte, der etwas mit mir zu tun hat und ich immer schon die Katze oder das Kätzchen war, seit ich denken kann, habe ich nach der Katze in anderen Sprachen gesucht. Und das russische Koschka war sofort der richtige Name. Anna wiederum war der Name meiner Großtante väterlicherseits, die ein hinreißendes Mauerblümchen war und als Vorlage für meine Figur Annili gedient hat.

Was hat es mit „Steampunktussi“ auf sich?

Das ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit meiner Autorenkollegin Victoria Schlederer. Beide sind wir große Steampunk-Fans und üben uns in der DIY-Kunst. Ich bastle Schmuck aus Heißkleber und Victoria näht. Es tut gut, etwas mit den Händen zu machen, wenn man sonst bloß im Kopf Dinge baut.

Auf der Autorenseite von Diana wird auf Tätigkeiten in Wien, Tokyo und Tel Aviv hingewiesen. Welche Stadt ist Ihrer Meinung nach die vielseitigste Stadt und warum?

Ich muss ja eigentlich Wien sagen, nicht wahr? Wien ist mein Zuhause, und wenn es um Vielfalt geht, hat Wien einiges zu bieten. Kulturen, Geschichte, Offenheit, Eigenheit, Kunst, Kultur. Aber sowohl Tokyo als auch Tel Aviv werden für mich immer Traumstädte sein. Tokyo noch mehr. Tokyo ist irre, nicht eine Stadt, sondern ganz viele, voll von bunten, lauten, blinkenden Ecken. Und Getränkeautomaten überall. Ich vermisse die Getränkeautomaten. Heißer Tee mit Milch in der Dose aus dem Automaten. Fußgängerampeln mit Musikuntermalung. Erhöhte Cholesterinwerte. Das ist Tokyo.

Gibt es bei Ihnen auch eine Katze, die Ihren Alltag durcheinander bringt?

Oh ja, eine waschechte Madame, Madame Grisou La Belle (siehe Autorenfoto), kurz Sushi genannt. Madame kam vor 8 Jahren als Scheidungswaise zu mir, zusammen mit Neko, dem Dicken. Leider mögen die beiden sich nicht, deshalb lebt Neko bei meinem Vater, wurde aber in Naschmarkt und Mohnschnecke als Dottis Kater verewigt.

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Kurz und bündig: Stephen King.


Was ist Ihr Lieblingsbuch?

Es gibt drei, die etwa gleichbedeutend für mich sind. Stephen Kings „Es“, J.R.R Tolkiens „Herr der Ringe“ und J. K. Rowlings „Harry Potter“. Ich habe sie alle mehrfach gelesen, stand für Harry Potter mehrmals mitternachts in der englischen Buchhandlung Schlange, habe alle Filme gesehen, geliebt, besitze diverse Fanartikel und mein Kindle heißt Bill Denbrough. Noch Fragen? Ich sagte doch: Ich liebe Mainstream. 
J 

Haben Sie neben dem Schreiben noch Hobbys?

Viel zu viele. Bücher natürlich. Aber auch Filme. Jedes Jahr um die Oscarverleihung herum laufe ich exzessiv ins Kino, um alle nominierten Filme zu sehen und sitze dann bei der nächtlichen Liveübertragung im Burg-Kino und versuche, die Oscar-Wette zu gewinnen. Im Winter überkommt mich meist ein Handarbeitsrausch, dann stricke und häkle ich Wollschals. Theater natürlich auch, und Musik. Dreimal im Jahr muss ich nach London, um die Städtereise- und Musicalsucht zu befriedigen. Ich schaue Castingshows, Reality-Soaps, bin ein Serienjunkie, liebe Spieleabende mit Freunden, Dominion, Black Stories, Werwölfe, Tabu, singe leidenschaftlich gern Karaoke, gehe im Winter schifahren, und das waren nur die allerwichtigsten Dinge in meinem Leben. ;-)

Was lesen Sie gerade?

The Geek Handbook, zur Recherche. Die Rettung der Regenwürmer, zur Unterhaltung. Und Facebook, dauernd.

Wie stehen Sie zum Ebook?

Ich bin schon ein kleiner Papierjunkie. Ich schnüffle an Büchern seit ich lesen kann. Aber das E-Book hat andere Vorteile. Ich merke, dass ich mich daran gewöhne, immer eine kleine Bibliothek in der Tasche rumzuschleppen. Es gibt einem als Büchermensch das gute Gefühl, immer lesefertig zu sein. Als Autor wiederum beobachtet man die Entwicklungen und ist noch unentschlossen. Ist es wirklich gut, dass alles ungefiltert zum Buch wird? Ich weiß es nicht. Aber es ist spannend, die neuen Trends mitzuerleben.

Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher?

Ich mag dicke Einzelbücher. Solche, die am besten nie enden. So gesehen sind Reihen schon fein, lange Geschichten mit den liebgewonnenen Helden. Aber ich lese sie seit Harry Potter eigentlich nicht mehr, ehe sie nicht abgeschlossen sind. Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Auf Fortsetzungen warten ist die Hölle. Daher habe ich mir angewöhnt, Reihen, die ich lesen will, zu sammeln, aber nicht zu beginnen, bevor sie nicht fertig sind. Sorry George R.R. Martin! Für „Silber“ von Kerstin Gier habe ich die einzige Ausnahme seit langem gemacht und merke schon wieder, dass ich es kaum aushalte.


Wollen Sie zukünftig auch in verschiedenen Genres Bücher schreiben?


Das würde ich sehr gern. Eigentlich bin ich ja von Jugend an die klassische Thriller- und Fantasyleserin. Und irgendwann möchte ich beides schreiben, weil ich in beiden Genres schon lange so kitzelnde Ideen mit mir herumschleppe.

Wollten Sie schon immer Autor/in werden?

Wenn es irgendeinen Job gäbe, bei dem man mich dafür bezahlt, dass ich den ganzen Tag nur lese (nein, nicht drüber schreibe oder so, nur lesen!) und Filme schaue, Rund-um-die-Uhr-Testerin fiktiver Geschichten, dann wäre das mein Traumjob. Aber Geschichten selbst erfinden ist auch schön. Bloß das Aufschreiben ist so anstrengend...

Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?

Das war ja immer schon Stephen King. Und jetzt war er in Deutschland und ich war so nah dran. Aber es kam nicht dazu. Meet&Greet hab ich keins gewonnen und als das Mikro im Circus Krone in Reichweite war, habe ich nicht aufgezeigt, obwohl ich meine Frage schon so lange kenne: Lieber Herr King, haben Sie auch ein Fahrrad wie Silver oder irgendeinen sonstigen Gegenstand, der Ihnen jeden Tag hilft, den Teufel zu besiegen? Weil es nichts auf der Welt gäbe, das ich lieber hätte.

Vielen Dank für das ausführliche Interview. 




Dienstag, 14. Januar 2014

Rezension // George R. R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Die Saat des Goldenen Löwen (Band 04) von SINA


Noch immer liegen die Sieben Königreiche im Streit. Jeder will König sein und verteidigt sein Reich bzw. macht sich auf, neue Reiche zu erobern. So auch Joffrey, der Sohn des verstorbenen Königs Robert Baratheon. Doch Gerüchte gehen um. Er sei nicht Roberts Sohn, sondern entstanden aus dem Inzest seiner Mutter Cersei mit deren Zwillingsbruder Jaime.
Robb Stark, der König des Nordens leistet heftigen Widerstand und möchte Gerechtigkeit.
Doch auch Daenerys Targaryen, die Drachenmutter möchte den verloren gegangenen Thron wieder für sich und ihre Familie erobern. Und sie hat die Hilfe von drei Drachen.

Band 03 hat spannend aufgehört, Band 04 geht genauso spannend weiter und endet damit, dass man sich regelrecht nach dem nächsten Buch sehnt.
Wie auch in den Rezensionen zu den Vorgängerbänden gehe ich wieder auf den herrlichen Schreibstil des Autors ein. Die Detailliebe nimmt meiner Meinung sogar noch zu und so findet man sich in den wundersamsten Gesprächen, Racheplänen, Strategieplanungen und Gedanken der Charaktere vor.

Noch immer habe ich meine Lieblinge wie Tyrion Lennister, Jon Schnee und Daenerys Targaryen und es kommen auch immer noch Charaktere hinzu, denen ich am Anfang nicht so nahe war und nun mittlerweile auch mehr um sie bange oder ihnen Böses wünsche.

Neu hinzugekommen ist Osha, eine Wildlingsfrau, die sich um Bran und seinen Bruder Rickon kümmert. Sie hat immer einen „coolen“ Spruch auf den Lippen, weiß Rat und versucht, das Leben der beiden Kinder zu retten.

Oder aber auch Bronn, ein Söldner und – meiner Meinung nach – bester Freund von Tyrion. Er hat auch immer einen passenden Spruch auf Lager und sagt seine Meinung, auch wenn diese nicht immer ankommt. Aber gerade diese Ehrlichkeit finde ich sehr gelungen.

Die Reihe hat sich in mein Herz geschlichen und ich werde mir diese sicherlich noch als Printausgabe ins Regal stellen, auch wenn sie als ebook zu lesen sicherlich praktischer ist (aufgrund des Gewichts der Bücher).

Meine Begeisterung für die Reihe kennt keine Grenzen. Auch die TV-Serie „Game of Thrones“ hat mich gepackt.
So finde ich es wahnsinnig faszinierend, wie detailgetreu auch an den Büchern drangeblieben wurde.
Die Schauspieler sind meiner Meinung nach sehr gut gewählt und so hat man auch von jedem beim Lesen ein Bild im Kopf, was alles für mich noch realer macht.

Fazit:
Ich kann es nur wiederholen: Unbedingt lesen! Es lohnt sich.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2010
Format: ebook
Printseiten: 672
ISBN: 978-3-641-04717-7

Samstag, 11. Januar 2014

Rezension // Inka Loreen Minden - Storm: Warrior Lover von SONJA


Mark ist Arzt in White City. Er hat die Aufgabe den Verletzten Warrior Storm zu pflegen. Dabei kommen sich die Zwei näher. Doch dies ist gefährlich, denn Mark unterstützt die Rebellen.

Angekündigt wurde die Geschichte um Mark und Storm als kurze Bonusstory. Doch die Autorin hat die beiden offensichtlich ins Herz geschlossen: Denn mit Specials umfasst die Geschichte über 120 Seiten.

Jax, Crome und Ice waren ja schon ordentlich smarte Kerlchen, die ordentlich Action und Erotik versprüht haben. Storm ist was ganz Besonderes: chaotisch, aufmüpfig und aufbrausend. Mit diesen Eigenschaften verdreht er dem zurückhaltenden und organisierten Mark den Kopf. Dies birgt ordentlich Zündstoff. Auch das Mark den Rebellen angehört und Storm regimetreu ist, ist gefährlich hoch 3.

Während die ersten drei Warriorbücher heterosexuelle Paarungen enthielten, haben wir hier eine homoerotische Geschichte, die inhaltlich nach dem zweiten Band (Crome) ansetzt und manche Szenen aus Band drei (Ice) aus einem anderen Blickwinkel berichtet.

Da ich alle drei Bände schon gelesen habe, fand ich die Geschichte nicht ganz so actionreich und überraschend in der Handlung wie die Vorgänger. Allerdings waren die zwei Jungs schon eine knuffige Kombination und ein Wiedersehen mit den anderen Charakteren gab es auch. Daher vergebe ich 8 von 10 Punkten und freue mich auf die angekündigte Geschichte von Sonja und Nitro.


Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
erschienen: 2013
Seiten: 151
ISBN: 1494710307
ASIN: B00HB9WGA0




Dienstag, 7. Januar 2014

Rezension // Haruki Murakami - Die unheimliche Bibliothek von SONJA


Eigentlich will ein Junge nur ein paar Bücher aus der Bücherei ausleihen und wird von einem alten Mann und einem Schafsmenschen in ein Verlies unter der Bibliothek gesperrt. Da er um sein Leben fürchten muss, plant er die Flucht.

Ich habe das Buch in MEINER Bücherei entdeckt und bin neugierig geworden:

1) Das Buch ist trotz der Illustrationen und des scheinbar harmlosen "Märchens" nichts für KInder. Damit kann eine Phobie für Büchereien ausgelöst werden!

2) Die Geschichte ist mir zu wirr und hat selbst unter dem Märchenaspekt für mich keinen Sinn. Ich habe es wohl nicht verstanden. Wenn das Buch dicker gewesen wäre, hätte ich es nicht zu Ende gelesen.

Daher 0 von 10 Punkten. 


Verlag: Dumont Buchverlag
erschienen: 2013
Seiten: 64
ISBN: 978-3832197179


Rezension // J. D. Robb - Spiel mit dem Mörder von SONJA


Eve und Roarke gehen ins Theater. Doch was muss Eve mit ansehen? Einen echten Mord auf der Bühne! Die Tatverdächtigen: die Schauspieler. Der Besitzer des Theaters: Roarke. Eve setzt alles daran, die Scheinwelt des Theaters auseinander zu nehmen und den Mörder zu finden.

Nachdem ich die letzten beiden Teile etwas schwächer fand, ist dieser Teil wieder grandios. Die Irrungen und Wirrungen der Charaktere untereinander bieten ein ordentliches Katz und Mausspiel für die Ermittlerin Eve und ihr Team.

Auch ihr Team kommt in diesem Band 10 nicht zu kurz. Endlich geht es weiter mit Peabody und ihren Jungs. Besonders toll fand ich auch, dass Eve endlich die Romantik für sich entdeckt und Roarke eine Freude bereiten will und das ist gar nicht so einfach.

Die Dialoge sind spritzig und die Vergleiche mit der Meisterin des Krimis Agatha Christie sind hervorragend gelungen. 

Gut das ich noch einige Bände vor mir habe: 10 von 10 für die 10 ;)!

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2006
Seiten: 608
ISBN: 978-3442363216




Rezension // George R. R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Der Thron der Sieben Königreiche (Band 03) von SINA

Nach dem Tode des Königs Robert Baratheon und dessen rechter Hand Lord Eddard Stark von Winterfell zerfallen die Sieben Königreiche zusehends. An allen Ecken lassen sich Männer zu neuen Königen ausrufen und ziehen in den Krieg, um ihre Herrschaft zu sichern.
Am Himmel erscheint ein Komet, den viele für ein Omen halten. Auch Daenerys Targaryen, die den wahren Anspruch auf den Thron inne hat. Doch ist sie zu weit entfernt von Westeros und hat auch keine Armee. Jedoch hat sie drei Drachen, von denen jeder dachte, diese seien ausgestorben.

Auch der dritte Teil der Reihe Das Lied von Eis und Feuer verliert nicht an Faszination. Im Gegenteil: gerade bei mir ist diese noch gestiegen. Dies schaffen nur wenige Autoren, aber George R.R. Martin ist es mit Bravour gelungen.

Die Spannung, die Intrigen, der Kampf um den wahren König ist einfach mitreißend. Man ist gefangen auf dem fiktiven Kontinent Westeros und kann nur schwer wieder entkommen.

Durch den sehr bildhaften Schreibstil hat man auch keine Probleme, sich alles sehr gut vorzustellen. Das Kopfkino hat also einiges zu tun.
Der Autor schont einem auch nicht. Brutale Szenen werden ebenso genau beschrieben, wie auch die Landschaft oder das Essen vorm Lagerfeuer.

Gerade dieser Stil wirkt auf mich eine Anziehungskraft aus, der ich mich nicht entziehen kann oder gar will.

Figuren, die mir in den ersten beiden Teilen die Liebsten waren, sind auch weiterhin meine Favoriten. Insbesondere Tyrion Lennister und Jon Schnee. Andere Figuren, denen ich anfangs skeptisch gegenüberstand, haben sich nun klammheimlich in mein Herz geschlichen. Daenerys Targaryen gehört dazu.
Es gibt jedoch auch Charaktere, denen ich freundlich gesinnt war, jetzt aber eher dazu geneigt bin, ihnen den Hals umzudrehen.

Dieses Wechselbad von Gefühlen ist dem Autor meiner Meinung nach großartig gelungen. So wirken die Figuren nicht flach und es kommt Farbe ins Spiel.

Das Einbringen von Fantasyelementen erfolgt immer nur schubweise und steht nicht im Vordergrund. Doch weiß man genau, dass es hier irgendwann zum Showdown kommt und damit die Geschichte noch fantastischer werden wird, als sie eigentlich schon ist.

Fazit:
Das Lied von Eis und Feuer hat mich in den Bann gezogen und wird mich so schnell nicht mehr loslassen.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2010
Format: ebook
Printseiten: 576
ISBN: 978-3-641-04716-0

Sonntag, 5. Januar 2014

Rezension // Vina Jackson - Die Farbe der Liebe von SONJA


Aurelia erfährt kurz vor ihrem 18. Geburtstag, dass sie trotz Adoption einen unbekannten Gönner hat. Doch dieses Geld ist an pikante Bedingungen geknüpft.

Nachdem mir die Vorbände
Die Farbe der Lust
Die Farbe der Begierde
Die Farbe der Erfüllung
Die Farbe des Verlangens
Die Farbe der Sehnsucht
eigentlich recht gut gefallen haben, habe ich mich auf diesen Band gefreut. Doch ich wurde ordentlich enttäuscht:

Aurelias Schicksal ist mit "dem Ball" und "dem Netzwerk" verknüpft (Vorwissen erforderlich!). Dies ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Denn hier konnten die Figuren der Vorbände immerhin ihre sexuellen Vorlieben in gehobener Atmosphäre ausüben. Doch wird die Geschichte hier etwas "fantastisch". 

Aurelia entwickelt während ihrer "sexuellen Ausbildung für den Ball" aus sich heraus Tattoos, die Symbole darstellen und für eine bestimmte Sparte der Sexualität stehen.

Wäre dies ein einzelner Roman mit Fantasycharakter, könnte man das akzeptieren. So passt dies aber gar nicht zu den Vorbänden. Die kurzen Erwähnungen von Figuren aus den Vorbänden machen hier sogar das Bild der Vorbände kaputt, da sich Lauralynn zum Beispiel ziemlich zurückhaltend gibt.

Den erotischen Szenen fehlt das gewisse Etwas und sind manchmal lediglich eine Aneinanderreihung.
Die historischen Rückblicke in die Geschichte des Balles wirken wie eingeschobene Kurzgeschichten, um das Buch zu strecken.

Auch wenn es für das Autorenduo, dass hinter dem Pseudonym steckt, verlockend war, ein weiteres Buch herauszugeben, hätte dies wirklich nicht sein müssen. 2 von 10 Punkten. (Bitte lest aber dennoch die anderen Bände und vergesst diesen Band.)


Verlag: carl's books
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3570585306

© Sonja Kochmann

Rezension // Sina Beerwald - Mordsmöwen von SONJA


Hunger! Alarm! Möwe Ahoi, Späher einer kriminellen Möwenbande muss feststellen, dass der Crepes-Stand-Besitzer Knut verschwunden ist. Wovon sollen sich die Möwen nun ernähren und wann kommt Knut wieder? Sie gründen die Schoko-Crepes und kommen einem Mord auf die Schliche.

Mal was völlig anderes! Die Mordermittlungen aus der Perspektive einer Möwenbande zu erzählen, birgt einige Lacher und enthält dennoch etwas Kritik.

Denn warum müssen Stadtmenschen 1 Million Heringe für Häuser auf Sylt bezahlen und die Insulaner haben selbst keinen Wohnraum mehr?

Die Möwenbande enthält viele verschiedene Charaktere durch die es zu einem ordentlichen Durcheinander bei den Mordermittlungen kommt. Hier gibt es nämlich einen Alkoholiker, einen fast blinden Chef, Möwen vom anderen Ufer mit Modellambitionen, pubertierende Jungmöwe und noch einige mehr.

An einigen Stellen rückt der Mord durch dieses Möwendurcheinander fast in den Hintergrund, aber die Auflösung des Mordes ist schließlich geschickt umgesetzt: 8 von 10 Punkten.

(Freut Euch, die Autorin hat Band 2 schon angekündigt.)

Verlag: Emons
erschienen: 2013
Seiten: 208
ISBN: 978-3954511358



Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann