Freitag, 14. Februar 2014

Hubert Wiest: Die Schattensurfer von CORINNA

Quelle: Lomoco
INHALT:
Jeder möchte zu RUHL gehören!?

Auf der Erde gibt es mittlerweile ein riesiges Netzwerk namens RUHL. Jeder Mensch, der ein bestimmtes Alter erreicht, wird in diese Gemeinschaft aufgenommen und kann so all seine Gedanken an RUHL übertragen. Dies alles geschieht natürlich zum Wohl der Gemeinschaft.

Auch Sansibar steht kurz vor ihrer Kristallprüfung und möchte der Gemeinschaft angehören und doch ist sie auch verwirrt, denn es gibt Dinge und Geheimnisse, die sie mit niemanden teilen möchte. Dies ist allerdings nach der Prüfung nicht mehr möglich.

Und auch Luan, im gleichen Alter wie Sansibar, hat ein Ziel. Er möchte Programmierer werden. Als er dann wegen eines Diebstahls nicht zur Kristallprüfung gelassen wird, ist seine Zukunft in Gefahr. Als einzige Lösung schließt er sich den Schattensurfern an, die in der verbotenen Schattenwelt leben.

Was dann alles passiert und wie Luan und auch Sansibar mit einander verknüpft sind... ahnt bis dahin noch niemand.



Ich durfte „Die Schattensurfer“ in einer Leserunde mit dem Autoren Hubert Wiest lesen und war schon recht schnell von diesem Jugendbuch begeistert.

Da ich momentan recht gerne Dystopien lese, tauchte ich schnell in die Geschichte von Luan und Sansibar ein.
Natürlich erinnerte mich auch „Die Schattensurfer“ an den Klassiker „1984“ von George Orwell, aber ich denke, dies passiert bei einer Dystopie recht schnell. Schließlich ist auch hier das große Ganze vorhanden, dass die komplette Menschheit überwacht.

Und trotzdem unterschied sich dieses Buch ganz eindeutig von anderen Büchern. Hubert Wiest fesselte mich nicht nur mit seinem flüssigen und bildlichen Schreibstil, sondern brachte auch technische Details mit in die Geschichte. Keine Sorge, dies war zu keinem Zeitpunkt kompliziert, sondern verdeutlichte eher das Geschehen und die dort vorhandene Welt.

Mir selber gefiel zusätzlich, dass in diesem Buch jeder seine Kristallprüfung ablegen musste und dann mit einem Kristall „belohnt“ wurde. Dieser gibt jeden Gedanken an RUHL ab und je mehr (hilfreiches) übertragen wird, desto anders wird seine Farbe. So fand ich es gut, dass man einzelne Personen, in ihrer Ranghöhe, sofort erkennen konnte.
Außerdem ist die Idee mit der Freigabe aller Gedanken gut durchdacht und spannend zu lesen.

Und dann gibt es in diesem Buch auch noch die beiden Protagonisten Sansibar und Luan. Beide treffen sich durch Zufall wieder und geraten in das Abenteuer ihres Lebens.
Das Schöne war bei den Beiden, dass jeder aus seiner Perspektive erzählt. Mal ist es in einem Kapitel Luan und im nächsten Sansibar. So findet ein regelmäßiger Tausch statt und für mich, als Leserin, war die Welt dadurch viel genauer zu betrachten.

Wer jetzt aber neben der ganzen Bedrohung durch RUHL auch noch eine Liebesgeschichte vermutet, der irrt. „Die Schattensurfer“ ist ein Jugendbuch ab 12 Jahren, das Mädchen, aber auch Jungen (!) Spaß machen wird.
Es ist ein großes Abenteuer auf das sich jeder einlassen kann und sollte!

Mein Fazit:
„Die Schattensurfer“ ist eine Dystopie, die für Leser ab 12 Jahren geeignet ist und unheimlich viel Spaß macht. Die Spannung ist zu jedem Moment greifbar und zieht sich bis zur letzten Seite. Eine Empfehlung von mir.

9 von 10 Punkten

Verlag: Lomoco
Erschienen: 2013
Seiten: 460
ISBN: 978-1493556175

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