Dienstag, 11. März 2014

Rezension // Rachel Ward - Numbers: Den Tod vor Augen von SONJA


01012028 
Das ist die Zahl, die Adam am Häufigsten sieht. Es ist ein Todesdatum. Irgendetwas Schlimmes wird passieren. Doch kann er das Schicksal unzähliger Menschen ändern?

Die Idee und das Konzept des Buches ist genial und wirklich einmal etwas Besonderes. England der Zukunft hat sich in einen Überwachungsstaat entwickelt, der seinen Bürgern nur noch gewisse Freiheiten und Selbstbestimmung einräumt.

Wie kann man da das Schicksal beeinflussen, wenn man selbst bei den Strukturen des Alltages fremd gesteuert ist? Dies stimmt einen schon nachdenklich und ist für ein Jugendbuch bestimmt kein leichtes Thema. 

Auch Sarah eine weitere wichtige Hauptfigur muss ein hartes Schicksal ertragen, sie wird missbraucht und geschwängert. Dies sind wirklich Themen, die es in sich haben. 

Dennoch scheinen die Figuren an den Alltagssituation nicht zu zerbrechen. Es macht sie zu Rebellen und zu Gegner. Sie sind gewappnet gegen ... die Zeit?!

Die Kapitel wechseln in der Erzählweise immer zwischen der Perspektive von Adam und Sarah hin und her. Dies bringt den Leser recht schnell dazu, Verknüpfungen herzustellen.

Die Oma von Adam ist hier noch eine Erwähnung wert. Ich habe diese Kettenraucherin mit den zynischen Dialogen in mein Herz geschlossen. Sie ist so ziemlich das Gegenteil einer Oma, die im Blümchenkleid im Sessel sitzt.

Punktabzug gebe ich dennoch; denn ich fand den Aufbau der Spannungskurve etwas langatmig. Da die Gabe von Adam und die erste Konfrontation mit Sarah recht frühzeitig passiert ist, hätte die unmittelbare Gefahr durch den 01.01.2028 bereits etwas zügiger in den Handlungsverlauf eingeflochten werden können. So denkt man sich bei jedem Kapitel: "jetzt aber..."

Aufgrund der Themen empfehle ich hier ein Mindestalter von 14 Jahren, da teilweise eine sehr düstere Endzeitstimmung herrscht. 7 von 10 Punkten und ich bin gespannt auf die beiden Folgebände.


Verlag: Carlsen
erschienen: 2011
Seiten: 432
ISBN: 978-3551520166


© Sonja Kochmann

Rezension // Amy Crossing - Harmlose Hölle: Raum 213 von SONJA


In der High School gibt es einen Raum, der ist böse. Es ist Raum 213. Man kommt aus ihm nicht mehr heraus...und wenn doch, ist man verändert. 

Livs Leben liegt in Scherben da, als sie auf einer Party mit ansehen muss, wie ihr Freund eine andere küsst. Sie verlässt die Party und wird von Ethan angegriffen. Er war im Raum 213. Doch ist er böse? Kurz darauf wird eine Leiche gefunden.

Der Titel "Harmlose Hölle" trifft es hier meines Erachtens ganz gut. Die Ängste und Siuationen aus einigen harmloseren High School Horrorfilmen werden hier verwertet: hier wird zu nächtlicher Zeit telefoniert, Kinderlieder gesungen, mysteriöse Urheber von Emails und und und.

Liv ist sich nicht mehr sicher, ob die Bedrohung Traum oder Realität ist und dann plötzlich nach zarten 173 Seiten ist die Handlung zu Ende. Als ob die Autorin nun zügig zum Ende kommen wollte. 

Eine direkte Aufklärung über den Raum gibt es nicht und ich fand die Auflösung dieses ersten Bandes derart enttäuschend, dass ich wohl auch nicht zum zweiten Band greifen werde. 
ICH werde es überleben, ohne ein sinnvolles Ende durchs literarische Leben zu gehen. 4 von 10 Punkten, da ich mich hier und da ein klitzeklein wenig mit gegruselt habe. Guter Ansatz, aber unbefriedigende Umsetzung. 

Verlag: Loewe
erschienen: 2014
Seiten: 173
ISBN: 978-3785578711


Rezension // Carly Phillips - Küss mich später von SONJA


Als sein Adoptivvater an Krebs erkrankt, kehrt Mike Marsden zurück nach Serendipity. Obwohl er freiheitsliebend ist, vertritt er seinen Vater als Sheriff und fängt eine Affäre mit der Polizistin Cara an. Lässt sich der ruheloser Geist mit dem ruhigen Landleben vereinbaren? Und ist das Landleben überhaupt so ruhelos?

Als ich Serendipity im Klappentext gelesen habe, war ich anfänglich etwas verwirrt. Denn es gibt ja schon eine Reihe, die in Serendipity spielt 


(Baron-Reihe: 
Ich will doch nur küssen, 
Ich will nur dein Glück, 
Ich will ja nur dich). 

Diese Reihe streift jedoch nur am Rande die dort angeführten Charaktere. (In einer Kleinstadt kennt nun einmal jeder jeden.) Denn hier wird der Startschuss für eine neue Reihe um die Familie Marsden gegeben. Dieser Startschuss, war allerdings ziemlich mau.

Ich muss sagen, obwohl ich von den anderen Romanen der Autorin stets begeistert bin, fand ich dieses Buch langatmig und ein bisschen öde. 

Mike und Cara hatten bei Beginn des Buches bereits einen One Night Stand. Der Leser wird davon lediglich in Kenntnis gesetzt und ist dadurch irgendwie außen vor.

Sie führen dies bei erneutem Zusammentreffen einfach weiter, denn beide haben ihre Probleme, die sie an einer festen Bindung hindern. Die Handlung plätschert nur so dahin, bis beide merken, was das Schicksal für sie vorgesehen hat. Grundsätzlich ist die Idee nicht falsch. Aber es fehlt dem ganzen an Pfeffer, wie z.B. durch witzige Dialoge oder spannende Rahmenhandlung. Hier wurde zwar um den Beruf von Mike und Cara ein bisschen Aktion angelegt, doch konnte diese mich nicht wirklich begeistern.

4 von 10 Punkten. Vielleicht werden die Geschwister von Mike in den Folgebänden etwas besser verkuppelt.

Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3453410664



© Sonja Kochmann