Donnerstag, 27. März 2014

Rezension // Royce Buckingham - Die Karte der Welt (01) von SINA

Ein dunkler Schleier liegt über den Bergen des Königreichs Abrogan. Jeder, der ihn erforschen wollte, ist nie wieder zurückgekehrt. Nun soll das Land neu vermessen und eine Karte angefertigt werden. Durch Zufall wird der junge Wexford auf die Expedition mitgenommen, da er ein großes Zeichentalent ist. Als er seine erste Zeichnung auf der Karte anfertigt, stößt er auf ein verborgenes Talent seinerseits. Seine Zeichnungen werden Wirklichkeit und der Schleier, der sich auf den Bergen befindet, wird zurückgedrängt. Sofort macht sich die Expedition auf, die neue Welt zu erkunden. Doch was sie hinter dem Schleier erwartet, ist mehr als nur ein großes Abenteuer.

Von dem Autor hatte ich schon das Buch Dämliche Dämonen gelesen und war davon begeistert. Aufgrund dessen hatte ich auch großes Interesse an seinem neuen Buch Die Karte der Welt.
Doch muss ich letztendlich zugeben, dass es mich doch etwas enttäuscht hat.

Was vielversprechend anfing, hat sich nach etwa einem Drittel des Buches sehr in die Länge gezogen. Ich ertappte mich dabei, einzelne Passagen zu überfliegen oder gar zu überspringen. Erklärungen über Erklärungen fügten sich aneinander und die eigentliche Geschichte wurde dadurch etwas in den Hintergrund gedrängt.

Auch wenn mir einzelne Charaktere doch sehr gut gefallen haben, konnten diese das Buch auch nicht mehr richtig retten. Wexford, der mit seiner fast naiven Art und seinem Glauben an das Gute ständig versucht, das Richtige zu tun und sich so immer wieder in Gefahrensituationen bringt, aus denen er gerettet werden musste, war noch der sympathischste Charakter.

So tappen die Gefährten in eine Gefahr, können sich daraus mit einer Leichtigkeit herauswinden, nur um sich dann an der nächsten Flussbiegung einer Neuen gegenüber zu sehen. So war keine Abwechslung im Spiel und brachte deswegen auch ein bisschen Langeweile mit sich.

Die Beziehungsprobleme halfen dann auch nicht über die Längen hinweg.

Die Figuren blieben fast durchgehend blass und auch die Landschaft wurde nur ansatzweise angerissen. Am Besten konnte man sich diese noch auf der gezeichneten Karte im Buch vorstellen.
Die Geschichte an sich ist nicht tiefgründig und wirkt nicht gut durchdacht, einfach eine Aneinanderkettung einzelner Geschehnisse.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, allerdings gibt es einen zweiten Teil mit Namen Der Wille des Königs, jedoch mit anderen Protagonisten.

Fazit:

Der Anfang klang vielversprechend, doch danach flaute die Geschichte zusehends ab. Deswegen leider nur 4 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Printseiten: 608
Format: Paperback
ISBN:  978-3-442-26884-9


Mittwoch, 26. März 2014

Rezension // Ulrich Maske + Silke Brix - Ein Sommernachtstraum von SINA

Lysander liebt Hermia, Hermia liebt Lysander, soll aber Demetrius heiraten, der von Helena geliebt wird, sich aber mehr zu Hermia hingezogen fühlt. Mit dieser verzwickten Sache beginnt die Geschichte rund um die Liebe, Verwirrspiele und einer kleinen Schar Elfen, die dem ganzen Chaos noch die Krone aufsetzen.

Durch Blogg Dein Buch bin ich auf dieses kleine Werk aufmerksam geworden. Da ich „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare leider noch nicht gelesen habe, hatte ich nun durch den Jumbo Verlag die Möglichkeit, mich näher mit der Geschichte zu befassen.

William Shakespeare hat einige großartige Stücke geschrieben. Allen voran wohl Romeo & Julia, die wohl größte und zugleich traurigste Liebesgeschichte der Welt, die auch oftmals verfilmt wurde und als Inspiration für viele andere Geschichten diente.

Ein Sommernachtstraum ist ein sehr fantasylastiges Stück aus Shakespeares Feder. Elfen, unerfüllte Liebe und geheimnisvolle Zauberkräfte, die für allerlei Verwirrung sorgen, geben eine gute Mischung ab und verliehen dem Stück das gewisse Etwas.

Der Autor Ulrich Maske hat sich nun dieses Stücks angenommen und es in einer moderneren Version neu verfasst. Dabei ist der Stil der Geschichte dann doch etwas ungewöhnlich. Der reine Erzähl-Part ist modern gehalten, während der sprachliche Teil mehr in der altertümlichen Sprache Shakespeares gelassen wurde. Diese Mischung ist sehr interessant und auch leicht zu lesen.

Die Geschichte ist mit Bildern umrahmt, die von Silke Brix gestaltet wurden. Die Illustration passt gut zu der Geschichte und gibt dem Ganzen nochmal einen kleinen Kick.

Beim Stöbern auf der Jumbo Verlags-Seite bin ich auf das Hörbuch zu dem Buch gestoßen (gelesen von Katharina Thalbach). Dies hat mich nun neugierig gemacht, kann ich mir diese Geschichte doch sehr gut vertont vorstellen, unter anderem, da diese dort mit Musik unterlegt ist.

Auf dem Cover steht „Shakespeare für Kein und Groß“ und so werde ich die Geschichte auch garantiert meinem 5jährigen Sohn einmal vorlesen, denn gerade durch die Elfen und die Zauberei wird er bestimmt auch Faszination darin finden.

Fazit:
Eine schöne Art, die Klassiker der Literatur modern zu gestalten und vielleicht so etwas näher zu bringen. Es gibt dafür 10 von 10 Punkten.

Verlag: Jumbo Verlag
erschienen: 2014
Printseiten: 40
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-8337-3242-3

Samstag, 22. März 2014

Rezension // Stefanie Diem - Plötzlich Amor! von SINA


Der Valentinstag steht vor der Tür. Doch Valerie kann diesen nicht genießen, hat Ben doch gerade mit ihr Schluss gemacht. Ihre beste Freundin Tammy überredet Valerie jedoch, mit ihr auszugehen. Doch Valerie läuft Ben über den Weg und ihr scheint es das Herz zu zerreißen, ihn mit seiner neuen Freundin zu sehen. Als sie der Liebe abschwört, steht plötzlich der Liebesengel Valentin vor ihr und bietet ihr an, seine Urlaubsvertretung zu sein. 14 Tage lang hat sie die Macht über die Liebe. Dies ist jedoch an die Bedingung geknüpft, einen kühlen Kopf zu bewahren. Nur blöd, dass Valentin so heiß ist, dass es Valerie schwer fällt, sich zu konzentrieren.

Eigentlich bin ich kein Liebesroman-Leser, doch war da was in dem Klappentext, dass mich gereizt hat, das Buch zur Hand zu nehmen.

Die Autorin hat einen leichten und flockigen Schreibstil. Man fliegt durch die Seiten und ist auch gleich versunken in die Geschichte, die mir, bis auf ein paar kleine Schönheitsfehler, doch sehr gut gefallen hat.

Valerie ist mit ihren 17 Jahren schon sehr auf sich allein gestellt, da ihre Eltern als Journalisten fast ständig auf Reisen sind. Dass ihre Eltern ihr so sehr vertrauen und sie für längere Zeit alleine zu Hause lassen, fand ich am Anfang recht bedenklich, durch Valeries schon sehr erwachsene Art wurde ich dann jedoch eines Besseren belehrt.
Die Geschichte wird aus der Sicht Valeries in der Ich-Form erzählt. So kann man sich besser in Valerie hineinversetzen, ihre Gefühle verstehen und sich auch die anderen Personen besser vorstellen.

Schade finde ich, dass die Aufgabe, die Valerie für 14 Tage übernehmen soll, letztendlich doch etwas nebensächlich behandelt wird. Vielleicht hätte es gut getan, wenn Valerie erst ein paar „Fehler“ gemacht hätte und sich erst nach und nach in ihrer neuen Rolle als weiblicher Amor eingefunden hätte. So wirkte diese wichtige Aufgabe dann doch eher wie ein Pflichtprogramm und nicht wie eine „Himmelsgeschenk“.

Dass es ca. nach einem Drittel des Buches zu einer Wendung kommt, mit der man nicht rechnet, war dann doch wieder spannend zu lesen. Welche, kann ich hier natürlich nicht verraten.

Am Ende dachte ich noch, dass die Autorin mich nun überrascht und ein ganz anderes Happy End bringt, als erwartet, doch dann reißt sie das Ruder nochmal herum und es fügt sich alles so, wie man es erwartet und auch erhofft.

Fazit:
Mit „Plötzlich Amor“ schafft die Autorin eine süße Geschichte rund um Liebe, Engel, Leid und dem Bösen, eben allem, was zu einer Liebesgeschichte dazugehört. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen Impress
erschienen: 2014
Printseiten: 142
Format: ebook
ISBN: 978-3-646-60044-5 

Dienstag, 18. März 2014

Rezension // George R. R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Die dunkle Königin (08) von SINA


Um die Macht mit aller Gewalt zu halten, schreckt Königin Cersei vor nichts zurück. Doch muss sie bald merken, dass sie sich damit ihr eigenes Grab schaufelt und sie keinerlei Hilfe zu erwarten hat, wenn es Schlag auf Schlag kommt. Währenddessen versucht Jaime den Frieden aufrecht zu erhalten und für Gerechtigkeit zu sorgen, natürlich ganz in seinem Sinne. Die Feindesanzahl wird dadurch jedoch nicht kleiner. Brienne dagegen merkt bald, dass ihr Auftrag, Lady Sansa zu finden, nicht dort endet, wo sie es erhofft hat. Und Alayne und Katz müssen sich mit vielem auseinandersetzen und ein Leben führen, dass so ganz anders ist, wie ihr bisheriges.

Auch der achte Band der Reihe beschäftigt sich mit den „Randfiguren“, die aber so gar nicht mehr am Rand stehen, sondern größere Beachtung verdienen. Denn ihr Ränkeschmieden, ihr Wille und ihre Heldentaten sind es, die ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Geschichte sind.

War ich in Band 07 noch etwas enttäuscht darüber, nicht mehr von Tyrion, Jon und Daenerys zu erfahren, so konnte ich aber auch im achten Teil wiederum das Anliegen des Autors verstehen, sich den Anti-Helden und Bösewichten zu widmen und diese näher ins rechte Licht des Geschehens zu rücken.

Für Überraschungen wurden natürlich auch wieder gesorgt und so blieb wieder ein Oho- und ein Aha- und ein Oh-nein-Effekt bei mir übrig. Gleichzeitig verflucht man den Autoren wieder, dass er sich Sachen ausdenkt, die man eigentlich gar nicht lesen will, die aber dann doch wieder so dermaßen genial in die Geschichte passen, dass man letztendlich nur eins fragen will: Wie macht er das bloß?

Nach Beendigung des achten Teils hab ich die Reihe wieder ein Stück mehr ins Herz geschlossen. Ich liebe sie einfach und möchte, dass sie nie ein Ende findet. Aber leider nähere ich mich diesem, denn nach dem zehnten Teil ist erst mal Schluss und ich muss warten, bis der nächste Teil erscheint. Trösten kann ich mich vielleicht mit den zwischenzeitig erschienenen Spin-offs um die Heckenritter von Westeros. Aber es tut meinem SuB auch gut, wenn ich mich mal wieder intensiver um ihn kümmere, als um Westeros.

Fazit:
Von mir gibt es deshalb wieder die vollste Leseempfehlung und wie immer muss ich mich wiederholen: Lest die Reihe! Sie ist genial, spannend, fantasievoll, intrigant, romantisch, blutig und vor allem eins: lesenswert bis zum Schluss.


Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2012
Printseiten: 608
Format: ebook
ISBN: 978-3-641-08811-8

s. a. Bibliografie George R. R. Martin

Montag, 17. März 2014

Sina bastelt.... schwebende Bücherregale!


Ich habe im Internet mal wieder was zum Basteln gefunden und hab die Idee dann gleich umgesetzt und mir schwebende Bücherregale gebastelt.

Bei Tchibo gab es die entsprechenden Regale zu kaufen.
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Als nächstes galt es, die entsprechenden Bücher auszusuchen. Da ich aber noch einige Bücher hier stehen hatte, die ich nicht lesen würde und die auch vom Cover nicht ansprechend waren, entschloss ist mich, diese einfach mit einem neuen Einband zu versehen. Bei Ikea gibt es schönes Geschenkpapier, dass ich dazu einfach umfunktioniert habe.

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Das Einbinden hatte ich mir schwieriger vorgestellt, aber letztendlich war es dann doch recht einfach.

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Die Regale wurden vom weltbesten Ehemann an die Wand angebracht und schon konnten sie bestückt werden. 

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Das Basteln ist einfach, recht schnell gemacht und gibt insgesamt ein stimmiges Bild. Vielleicht habt Ihr ja jetzt auch Lust zu Basteln.

LG Sina



Special// #lbm14 - Bücher, Blogger und B(P)rogramm von SINA

  • Regel Nr. 1: Bücher sind heilig und um sie zu feiern, geht man auf eine Buchmesse.
  • Regel Nr. 2: Betreibe einen Blog und triff Dich mit anderen Bloggern auf der Buchmesse zum Austauschen, Kennenlernen und Klönen.
  • Regel Nr. 3: ZIEH BEQUEME SCHUHE AN!
Wenn man diese Regeln befolgt, hat man ein paar interessante Tage mit gleichgesinnten Buch-Verrückten.

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Auch dieses Jahr war die Leipziger Buchmesse wieder Programm. Und dieses Programm war straff (bis auf wenige Ausnahme). Und ehrlich, wir haben nur das gemacht, was uns wirklich, wirklich interessiert hat. Wir hatten noch viel mehr herausgesucht, zeitlich war dies aber nicht zu schaffen. Dafür hätte man uns klonen müssen oder man müsste das Beamen erfinden (wo ist Scotty, wenn man ihn braucht?).

Dieses Jahr gönnten wir uns drei Tage Messewahnsinn und haben auch wahnsinnig viele Eindrücke an uns herangelassen, von denen mir immer noch der Kopf schwirrt (kann aber auch an den Medikamenten liegen, die ich gerade einnehme - denn neben Gesprächen, Neuheiten und Büchern hab ich noch nen Virus mit nach Hause genommen).

Ich möchte auch gar nicht so viel erzählen, denn Berichte über die Buchmesse gibt es schon genug. Doch einige kleine Highlights möchte ich schon mit Euch teilen.

Der Donnerstag war ganz entspannt. Ein bisschen über die Messe schlendern, die Orientierung gewinnen und sich darüber freuen, dass die ganzen Cosplayer nun ihre eigenen Halle (Mange ComicConvention) erhalten haben und so das Gedränge in den Gängen auf ein Minimum reduziert wurde. Nachteil: Man hat die schönen Kostüme nicht mehr direkt vor Augen, sondern musste sich schon in Richtung Manga-Halle bewegen. Einzelne Cosplayer hatten sich zwar in den ganzen Hallen verteilt, aber es hielt sich in Grenzen. Hier ein großes Lob an die Veranstalter der Buchmesse. Die Idee, eine eigene ComicConvention zu veranstalten war grandios und hat nur Vorteile gebracht *applaudiert*.

Das Highlight des Donnerstag war die Vergabe des Preise für den "Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres 2013", verliehen von der neuen Buchcommunity "Was liest Du?", die im Oktober 2013 im Internet gestartet ist.

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Ein witziger Jan Drees (Mitte) führte durch das Programm und die Was liest Du?-Mitarbeiter Maren und Thorsten gaben ein paar Hintergrundinfos preis.

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Der Gewinnertitel heißt "Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals" von Volker Strübing, der uns nach Entgegennahme der Trophäe noch mit einer Geschichte aus seinem Buch amüsierte.


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Das Freitagshihglight war das Bloggertreffen der Verlagsgruppe Randomhouse. Chaotisch, informativ und stimmraubend. Knapp 60 Blogger trafen auf 25 Autoren, um diese mit Fragen zu löchern. Dort traf man dann auf den Autor Christian Ritter, der das Buch "Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers" geschrieben hat oder auf Stefan Nink, der sein Buch "Freitags in der Faulen Kobra" vorstellte. Aber auch Zoë Beck, Kathrin Lange, Daniel Wolf und noch viele mehr gaben sich die Ehre. Eine tolle Aktion vom Randomhouse-Verlag. Vielen Dank.

Der Samstag war vollgestopft mit Terminen. Um 10.30 Uhr trafen sich einige Blogger am dotbooks-Stand, um die Autoren Astrid Korten, Kirsten Rick, Silke Schütze und Wolfgang Hohlbein näher kennenzulernen. Hier ergaben sich interessante Gespräche. Herzlichen Dank an den dotbooks-Verlag für diese Möglichkeit.

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13.00 Uhr - nächster Termin: Bloggetreffen mit dem Carlsen-Verlag. Es wurden neue Bücher vorgestellt, die meine Wunschliste gleich mal wieder wachsen ließen und es gab auch ein kleines Geschenk: Obsidian: Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout. Auf diese Buch freue ich mich schon sehr und wird demnächst in Angriff genommen. Herzlichen Dank an den Carlsen-Verlag.

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Schlag auf Schlag ging es weiter. Nächste Station: Lovelybooks und BasteiLübbe luden zur Veranstaltung ein. Sonya Kraus und Jessi Hesseler stellten ihr neues Buch "Törtchenzeit" vor.

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Sonya und Jessi sind zwei total sympathische Frauen, die mit Herzblut an dem Buch gearbeitet haben. Wir haben viel gelacht. Ich habe mir Jessi's Blog "Törtchenzeit" mal angesehen und da sind einige Leckereien zu sehen.


Die anschließende Fragerunde an Tina Pfeifer von Bastei Lübbe, Kai Meyer (Autor), die Blogger Karin Hillig und Christian Köhne sowie an die IronBuchbloggerin Charotte Reimann wurde angeführt von Karla Paul von lovelybooks.de. Es ergaben sich interessante Antworten. 

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Die letzte Veranstaltung des Tages war das "All for Love"-Treffen mit Autorinnen wie Emily Bold, Marah Woolfe, Danah Graham und vielen, vielen anderen. Dort traf ich auch Katja Piel (*knutscher*), die mich mit ihrer "Kuss der Wölfin"-Trilogie und der THE HUNTER-Reihe fasziniert hat.

Gegönnt habe ich mir zwei Sachen: einen Bücherhocker (für meinen Kleinen gabs den Grüffelo als Kuscheltier)

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 Und die illustrierte Ausgabe von "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" von Walter Moers (meeein Schaaaatz).


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Jeden Abend taten uns die Füße weh, wir freuten uns auf eine heiße Dusche und ein warmes Bett.

Und das Hotelzimmer für nächstes Jahr ist wieder gebucht. Drückt fest die Daumen, dass alles klappt....

@Sonja:
Same Procedure as every year *g*







Rezension // Nadja Losbohm - Die Jägerin: Vergangenheit und Gegenwart (03) von SINA


Ada glaubt, Pater Michael ist tot. Ihre Welt bricht zusammen. Doch wie durch ein Wunder Gottes steht er von den Toten wieder auf. Ada ist überglücklich, weiß sie jetzt, dass Michael durch eine List ihr Leben vor den Monstern gerettet hat.
Kurz darauf trifft Ada auf ihren Bruder Alex und rettet diesen vor einem blutrünstigen Vampir. Alex ist schwer verletzt und so nimmt Ada ihn mit in die Kirche und pflegt ihn gesund. Doch ihr Verhältnis zu ihrem Bruder ist getrübt von seinem Verhalten in ihrer Kindheit.
Nach und nach bekommt man Einblick in Adas Leben in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

Der dritte Teil der Jägerinnen-Reihe ist sehr emotional. Der Einblick in Adas Gedankenwelt ist tief und man erfährt einiges aus ihrer Vergangenheit. Diese war nicht einfach und als Alex, Adas Bruder die Familie verlässt, stürzt Ada in ein Tief, aus dem sie nur sehr schwer wieder herauskommt. Sie gibt ihrem Bruder große Schuld daran, dass er sie im Stich gelassen hat und muss lernen, ihm zu verzeihen.

Gleichzeitig wird Adas und Michaels Beziehung auf eine harte Probe gestellt. Unter anderem ihrer beider Starrsinn hat mich mehr als einmal schmunzeln lassen und hat mir gezeigt, dass die beiden einfach perfekt zueinander passen.

Im Mittelteil des Buches waren mir die Ausführungen der Gefühle der beiden dann doch etwas zu langatmig, doch wenn man darüber hinweg, erwartet einem eine insgesamt sehr spannende Geschichte, die mit dem Kampf gegen ein besonderes Monster seinen Höhepunkt findet. Dieser actiongeladene Teil war interessant zu lesen, vor allem, da alle an einem Strang ziehen müssen, um eine Lösung für das Problem zu finden. Die Lösung an sich fand ich dann sehr gelungen und auch sehr gut umgesetzt.

Der zweite Teil der Geschichte wird aus Michaels Sicht geschildert und es war interessant zu lesen, wie er die Dinge betrachtet. Manchmal kam er mir ja sehr unnahbar vor, dann manchmal wieder sehr offen und vertraut. Seine Sicht hat das Buch dann verständlicher gemacht und manche Handlungsweisen von ihm auch nachvollziehbar.

Alex, Adas Bruder, scheint ein netter Kerl zu sein, der auch mal Fünfe gerade sein lässt. Er strotzt vor Mut, den er leider nicht einsetzen kann und versucht zu helfen, wo es geht. Ich hoffe, dass man von ihm noch einiges lesen wird und er vielleicht auch den Auftritt bekommt, den er verdient.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und – trotz der kurzen Länge im Mittelteil – fliegt man durch die Geschichte, hofft und bangt und wird am Ende dann auch noch sehr überrascht, so dass man schnellstmöglich den vierten Teil lesen möchte, der im Herbst 2014 erscheinen soll.

Fazit:
Spannend, emotional und überraschend. Von mir gibt es 9 von 10 Punkte.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2014
Format: ebook
Printseiten:
ASIN: B00IZA17I6

Rezension // Morgan Rhodes - Falling Kingdoms: Flammendes Erwachen (01) von SINA

Cleiona begibt sich auf eine gefährliche Reise, da sie ihr Königreich retten will. Denn es herrscht Krieg und zwei Heere greifen ihr Land an. Cleiona möchte die Elemente wiedererwecken, um den Krieg zu gewinnen. Unter ihren Feinden befindet sich Jonas, ein Berater des König Paelsia und Magnus, der Thronfolger aus dem Hause Limeros. Was keiner der drei ahnt: ihr Schicksal ist miteinander verbunden und sie müssen alle drei erkennen, dass alles nicht ist, wie es scheint.

Ich habe mir mit dem Buch sehr schwer getan, da es in für mich meist langatmige Passagen überging. So schweiften meine Gedanken ab und ich musste mich sehr konzentrieren, um überhaupt richtig in die Geschichte hineinzufinden. Letztendlich ist es mir aber nicht gelungen.

Ich muss zugeben, dass die Story wirklich gut durchdacht ist, es hätten aber ruhig ein paar Seiten weniger sein können, um allem den richtigen Pfiff zu geben.

Cleiona, Cleo genannt, war mir sehr sympathisch. Ihre Figur ist gut gezeichnet, wirkt lebendig und farbenfroh. Trotzdem hat mir doch etwas bei ihr gefehlt, was genau, kann ich gar nicht richtig sagen.
Ihre „Mitstreiter“ Jonas und Magnus waren mir zu Anfang gar nicht grün. Dies hat sich zwar im Laufe der Geschichte geändert, trotzdem blieb ich immer misstrauisch.

Richtig Fahrt nimmt das Buch erst am Ende auf und hier überschlagen sich dann fast die Ereignisse. So wird ein neuer Charakter eingeführt, der wahrscheinlich in den Nachfolgebänden eine entscheidendere Rolle spielen wird. Welche genau, ist jedoch noch nicht ganz schlüssig.

Die Geschichte ist richtige High Fantasy mit allem, was dazugehört.

Manche Figuren blieben jedoch blass, obwohl sie für die Geschichte wichtig sind. Ob diese in den Nachfolgebänden weiter ausgearbeitet werden, bleibt abzuwarten.

Da die Handlung sehr komplex ist, ist Aufmerksamkeit gefordert, die bei mir jedoch nicht vorhanden war, gerade durch die Längen, die ich oben schon erwähnt habe. Somit musste ich auch manches zwei Mal lesen, um es zu verstehen.
Vielleicht war es einfach nicht die richtige Zeit für dieses Buch, da es ja doch von vielen sehr gelobt wird.

Hinter dem Pseudonym Morgan Rhodes soll sich die Autorin Michelle Rowen „verstecken“.

Fazit:
Der erste Teil einer Serie, der mich nicht überzeugen konnte.

Ich vergebe 4 von 10 Punkten.

Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Format: Taschenbuch
Seiten: 448
ISBN: 978-3-442-47919-1

Dienstag, 11. März 2014

Rezension // Rachel Ward - Numbers: Den Tod vor Augen von SONJA


01012028 
Das ist die Zahl, die Adam am Häufigsten sieht. Es ist ein Todesdatum. Irgendetwas Schlimmes wird passieren. Doch kann er das Schicksal unzähliger Menschen ändern?

Die Idee und das Konzept des Buches ist genial und wirklich einmal etwas Besonderes. England der Zukunft hat sich in einen Überwachungsstaat entwickelt, der seinen Bürgern nur noch gewisse Freiheiten und Selbstbestimmung einräumt.

Wie kann man da das Schicksal beeinflussen, wenn man selbst bei den Strukturen des Alltages fremd gesteuert ist? Dies stimmt einen schon nachdenklich und ist für ein Jugendbuch bestimmt kein leichtes Thema. 

Auch Sarah eine weitere wichtige Hauptfigur muss ein hartes Schicksal ertragen, sie wird missbraucht und geschwängert. Dies sind wirklich Themen, die es in sich haben. 

Dennoch scheinen die Figuren an den Alltagssituation nicht zu zerbrechen. Es macht sie zu Rebellen und zu Gegner. Sie sind gewappnet gegen ... die Zeit?!

Die Kapitel wechseln in der Erzählweise immer zwischen der Perspektive von Adam und Sarah hin und her. Dies bringt den Leser recht schnell dazu, Verknüpfungen herzustellen.

Die Oma von Adam ist hier noch eine Erwähnung wert. Ich habe diese Kettenraucherin mit den zynischen Dialogen in mein Herz geschlossen. Sie ist so ziemlich das Gegenteil einer Oma, die im Blümchenkleid im Sessel sitzt.

Punktabzug gebe ich dennoch; denn ich fand den Aufbau der Spannungskurve etwas langatmig. Da die Gabe von Adam und die erste Konfrontation mit Sarah recht frühzeitig passiert ist, hätte die unmittelbare Gefahr durch den 01.01.2028 bereits etwas zügiger in den Handlungsverlauf eingeflochten werden können. So denkt man sich bei jedem Kapitel: "jetzt aber..."

Aufgrund der Themen empfehle ich hier ein Mindestalter von 14 Jahren, da teilweise eine sehr düstere Endzeitstimmung herrscht. 7 von 10 Punkten und ich bin gespannt auf die beiden Folgebände.


Verlag: Carlsen
erschienen: 2011
Seiten: 432
ISBN: 978-3551520166


© Sonja Kochmann

Rezension // Amy Crossing - Harmlose Hölle: Raum 213 von SONJA


In der High School gibt es einen Raum, der ist böse. Es ist Raum 213. Man kommt aus ihm nicht mehr heraus...und wenn doch, ist man verändert. 

Livs Leben liegt in Scherben da, als sie auf einer Party mit ansehen muss, wie ihr Freund eine andere küsst. Sie verlässt die Party und wird von Ethan angegriffen. Er war im Raum 213. Doch ist er böse? Kurz darauf wird eine Leiche gefunden.

Der Titel "Harmlose Hölle" trifft es hier meines Erachtens ganz gut. Die Ängste und Siuationen aus einigen harmloseren High School Horrorfilmen werden hier verwertet: hier wird zu nächtlicher Zeit telefoniert, Kinderlieder gesungen, mysteriöse Urheber von Emails und und und.

Liv ist sich nicht mehr sicher, ob die Bedrohung Traum oder Realität ist und dann plötzlich nach zarten 173 Seiten ist die Handlung zu Ende. Als ob die Autorin nun zügig zum Ende kommen wollte. 

Eine direkte Aufklärung über den Raum gibt es nicht und ich fand die Auflösung dieses ersten Bandes derart enttäuschend, dass ich wohl auch nicht zum zweiten Band greifen werde. 
ICH werde es überleben, ohne ein sinnvolles Ende durchs literarische Leben zu gehen. 4 von 10 Punkten, da ich mich hier und da ein klitzeklein wenig mit gegruselt habe. Guter Ansatz, aber unbefriedigende Umsetzung. 

Verlag: Loewe
erschienen: 2014
Seiten: 173
ISBN: 978-3785578711


Rezension // Carly Phillips - Küss mich später von SONJA


Als sein Adoptivvater an Krebs erkrankt, kehrt Mike Marsden zurück nach Serendipity. Obwohl er freiheitsliebend ist, vertritt er seinen Vater als Sheriff und fängt eine Affäre mit der Polizistin Cara an. Lässt sich der ruheloser Geist mit dem ruhigen Landleben vereinbaren? Und ist das Landleben überhaupt so ruhelos?

Als ich Serendipity im Klappentext gelesen habe, war ich anfänglich etwas verwirrt. Denn es gibt ja schon eine Reihe, die in Serendipity spielt 


(Baron-Reihe: 
Ich will doch nur küssen, 
Ich will nur dein Glück, 
Ich will ja nur dich). 

Diese Reihe streift jedoch nur am Rande die dort angeführten Charaktere. (In einer Kleinstadt kennt nun einmal jeder jeden.) Denn hier wird der Startschuss für eine neue Reihe um die Familie Marsden gegeben. Dieser Startschuss, war allerdings ziemlich mau.

Ich muss sagen, obwohl ich von den anderen Romanen der Autorin stets begeistert bin, fand ich dieses Buch langatmig und ein bisschen öde. 

Mike und Cara hatten bei Beginn des Buches bereits einen One Night Stand. Der Leser wird davon lediglich in Kenntnis gesetzt und ist dadurch irgendwie außen vor.

Sie führen dies bei erneutem Zusammentreffen einfach weiter, denn beide haben ihre Probleme, die sie an einer festen Bindung hindern. Die Handlung plätschert nur so dahin, bis beide merken, was das Schicksal für sie vorgesehen hat. Grundsätzlich ist die Idee nicht falsch. Aber es fehlt dem ganzen an Pfeffer, wie z.B. durch witzige Dialoge oder spannende Rahmenhandlung. Hier wurde zwar um den Beruf von Mike und Cara ein bisschen Aktion angelegt, doch konnte diese mich nicht wirklich begeistern.

4 von 10 Punkten. Vielleicht werden die Geschwister von Mike in den Folgebänden etwas besser verkuppelt.

Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3453410664



© Sonja Kochmann

Montag, 10. März 2014

Rezension // Wolf Serno - Der Medicus von Heidelberg von SINA

Lukas Nufer hat einen großen Wunsch. Er möchte Medicus werden und sich vor allem den Frauen sowie Geburten der Kinder widmen. Auf seinem Weg nach Erfurt, um dort an der Universität zu lernen, wird er jedoch in ein Abenteuer hineingezogen, welche ihn noch lange verfolgt. Bei einem Überfall sieht er sich plötzlich der Verantwortung für Odilie gegenüber. Seine Aufgabe ist es, sie wohlbehalten nach Heidelberg zu bringen. Während ihrer Reise verliebt er sich jedoch in die schöne, aber sehr kratzbürstige Frau und hat seine liebe Not mit ihr. Doch sie erwidert seine Liebe. Ihrer Zweisamkeit steht jedoch eins im Weg: Odilie ist einem anderen versprochen und Lukas ist nur ein armer Student.

Der Name Wolf Serno steht für gut recherchierte historische Romane mit Tiefgang. Und so habe ich mich gefreut, zu seinem neuesten Werk zu greifen und Lukas Nufer auf seinem Weg zu einem angesehenen Medicus zu begleiten.

Auch wenn im Mittelteil des Buches einige Längen entstanden sind, war es doch wieder eine spannende Geschichte um einen jungen Mann, der versucht, seine Träume wahr werden zu lassen. Über Umwege, Gefahren, Intrigen und einer Liebe, die nicht sein darf, wird Lukas Werdegang erzählt.
Lukas wächst einem von Anfang an ans Herz. Er ist wissbegierig, strebsam, versucht es allen Recht zu machen und vergisst darüber aber nicht selbst. Sein Leben ist geregelt und auch sonst ist er eher der „Nerd“, als der Aufschneider und Draufgänger. Doch wissen wir ja spätestens seit „The Big Bang Theory“, das Nerds gar nicht mehr so sind, wie wir immer dachten ;-)

Wolf Serno erzählt auf knapp 700 Seiten in Abschnitten gegliedert, wie es Lukas ergeht und welche Widrigkeiten er überwinden muss, bis er letztlich das in Händen halten darf, was er am meisten begehrt. Sein Weg zu einem erfolgreichen Medicus ist mit vielen Steinen gepflastert, die er aber auch teilweise geschickt nutzt, um sich daraus Seitengänge zu bauen.

Die Liebe, die er zu Odilie empfindet, ist da schon schwieriger, zumal sie beide ja nicht in der Öffentlichkeit zusammen sein dürfen. Auch hier muss Lukas einiges einstecken.



Die Vorstellungen von Medizin im 15. und 16. Jahrhundert haben mich manchmal zum Lächeln gebracht (vor allem die Vorstellung, wie ein Kind entsteht), aber sie waren gleichzeitig auch erschreckend im Vergleich zum heutigen Stand.

Welch Qual mancher über sich ergeben lassen musste, ist unvorstellbar. Und ob die Behandlung oder Operation dann zum Erfolg führte, war fraglich. Meist endete sie mit dem Tod. 

Der Autor beschreibt sehr ausführlich die Behandlungsmethoden, was auch auf eine sehr gute Recherchearbeit hindeutet. Lukas Eifer, alles Wissen in sich aufzunehmen, ist bewundernswert. Trotz seiner Studierwut ist er kein Stubenhocker und nimmt am Leben teil. Er ist freundlich und wird von jedem herzlich aufgenommen, was bestimmt auch an seinem Hund Schnapp liegt, den ich gerne mal knuddeln würde.

Die Längen im Mittelteil waren für mich dann aber doch etwas zäh und ich hatte ein bisschen Not, das Buch wieder zur Hand zu nehmen, und weiterzulesen. Hat man diese Hürde jedoch geschafft, liest es sich fast von selbst.

Das Ende war für mich etwas unbefriedigend und lässt schwer auf einen zweiten Teil hoffen, obwohl ich im Moment darüber nichts gefunden habe.

Fazit:
Nicht der beste Wolf Serno, aber solide und mit spannender Handlung. Deswegen vergebe ich 8 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2014
Format: Hardcover
Printseiten: 688
ISBN: 978-3-426-65352-4

Montag, 3. März 2014

Rezension // George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Zeit der Krähen (07) von SINA

Königin Cersei kämpft verbittert um den Thron für ihren Sohn Tommen und scheut sich nicht, dafür über Leichen zu gehen. Ihr Kampf schlägt auch auf ihr Gemüt und sie sieht Feinde, wo gar keine sind. Währenddessen muss Sam mit einer neuen Aufgabe zurechtkommen und Jaime gibt sich Mühe, nicht in Selbstmitleid zu zerfließen. Briennes Suche nach Sansa Stark führt sie an Orte, die besser im Dunkeln bleiben sollten.

Der siebte Teil der Reihe hat mich sehr überrascht. Denn diesmal kommen Charaktere zum Zug, die eigentlich vorher nicht so sehr ins Rampenlicht gerückt sind. Die Kapitel werden diesmal aus Sicht von Cersei, Jaime, Brienne und Sam erzählt und so wird die eigentliche Geschichte aus den vorherigen sechs Bänden erstmals nicht weiterverfolgt. Nur zwei Kapitel (am Anfang und am Ende) sind Arya gewidmet und auch hier wird man am Ende doch etwas ratlos zurückgelassen.

Die in Band 6 aufgebauten Cliffhanger werden einfach „links liegen“ gelassen und man muss sich – laut Nachwort des Autors – bis zum nächsten Band gedulden.

Somit muss ich leider sagen, dass Band 7 der bisher schwächste Teil der Reihe ist. Doch nicht minder uninteressant. Nur die Herangehensweise war sehr ungewöhnlich.

Die Faszination, die man für die Reihe empfindet, wird hier zwar deutlich gebremst, jedoch ging es mir nach Beendigung des Buches und nach nochmaliger Revue der Geschichte doch auf, warum der Autor dieses „Stopp“ eingebaut hat.
Denn gerade bei mir wurde so eine große Neugier aufgebaut und so greife ich garantiert in nächster Zeit zum 8. Band und freue mich auf ein Wiederlesen mit den mir lieb gewonnenen und auch verhassten Figuren aus einer Welt, die unserer so ähnlich ist, aber doch wieder meilenweit entfernt.

In diesem Band hat mir Cersei am Besten gefallen. Ihre Verbitterung war greifbar, ihr Hass gegenüber allen anderen und ihr Hunger nach Macht zehren sie auf und sie macht sich mehr Feinde, als sie eigentlich weiß. Ihr Verhalten gerade gegenüber ihrem Bruder Jaime, der wahrscheinlich einer der Letzten ist, der noch einigermaßen zu ihr hält, macht die Sache natürlich nicht besser.
Jaime dagegen macht für mich eine Wandlung durch. Wohin diese führt, ist noch schwer zu sagen. Doch hoffe ich insgeheim, dass sie am Ende in Richtung „Gut“ geht.

Fazit:
Der bislang schwächste Band der Reihe. Daher vergebe ich nur 8 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2012
Format: ebook
Printseiten: 576
ISBN: 978-3-641-08375-5

Samstag, 1. März 2014

Rezension // Antoinette Lühmann - Das Geheimnis des Spiegelmachers von SINA

Seit die Brüder von Nikolaas van Leeuwenhoek gestorben sind, hat sich vieles in seinem Leben verändert. Er versucht zusammen mit seiner Mutter das Tuchgeschäft am Laufen zu halten, kümmert sich um seinen Vater, der seit dem Tod seiner Kinder in einem Dämmerzustand lebt und möchte eigentlich nur ein ganz normales Leben führen. Doch der Tod der Kinder gibt Rätsel auf und Nik kommt einer Bruderschaft auf der Spur, die vor nichts zurückschreckt. Nik wird nach London geschickt, wo er weitere Beweise sammeln kann. Alles scheint mit geheimnisvollen Spiegeln und Glaskugeln in Verbindung zu stehen.

Herzliche Dank an den Coppenrath Verlag und auch an
Blogg Dein Buch für das von außen wunderschöne Exemplar von Das Geheimnis des Spiegelmachers.
Der Klappentext verspricht einen spannenden Jugendroman mit Fantasyelementen die im Amsterdam und London der Vergangenheit spielen.
Was vielversprechend anfing, hat sich jedoch leider nicht halten können und so hatte ich schon nach etwa einem Drittel des Romans Probleme mit der Art des Stils.

Die Charaktere im Buch sind durchweg sympathisch und ich konnte auch die Beweggründe der einzelnen Personen verstehen. Allerdings gab es manchmal Szenenwechsel, die ich nicht nachvollziehen konnte und die auch – für mich – völlig aus dem Zusammenhang gerissen dargestellt waren.

Die Geschichte wird von einer dritten Person aus Nik's Sicht erzählt, allerdings kommen zwischendurch immer mal wieder Szenen aus Sicht einer anderen Person. Nur machten diese zeitweise keinen Sinn bzw. passten so gar nicht in den Stil des Buches.

Sehr schön fand ich allerdings die Beschreibung der einzelnen Orte. Ich konnte mir so gut vorstellen, wo sich gerade alles abspielt. Die Autorin hat hier gute Recherche betrieben und man bekommt große Lust, sich Amsterdam und London einmal genauer anzusehen.

Die Grundidee des Buches ist sehr gut, nur hat es mit der Umsetzung etwas gehapert. Genauere Erklärungen hätte ich mir auch gewünscht. Am Ende musste ich mir einiges zusammenreimen und ich bin mir sehr sicher, dass ich damit auch komplett falsch liege. Denn so weiß ich nicht, was es
eigentlich genau mit der geheimnisvollen Gilde auf sich hat und vor allem, wie sie zu dem Wissen kamen, dass sie haben und anwenden.

Eigentlich macht das Buch auf mich keinen Eindruck, als würde ein zweiter Teil folgen, die offenen Fragen und fehlenden Erklärungen schreien jedoch nach einer Fortsetzung.

Fazit:
Ein Jugendbuch mit vielen Schwächen, daher vergebe ich 5 von 10 Punkten.

Verlag: Coppenrath
erschienen: 2014
Printseiten: 387
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-649-61434-0