Dienstag, 29. April 2014

Rezension // Mila Roth - Spionin wider Willen: Sport und Mord gesellt sich gern (6) von SINA

Markus steht vor einem Rätsel. Mehrere namhafte Sportler kommen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Hinter allem scheint ein Waffenhändler zu stecken. Die Spur führt auch zu einem Sportzentrum, in welchem eine Sportgala stattfinden soll. Markus soll daran teilnehmen, braucht jedoch eine Begleitung und so wendet er sich an Janna Berg. Diese sagt zu und wird prompt vom Gastgeber Lars Brenkow zum Abendessen eingeladen. Nur ist Brenkow auch der Hauptverdächtige und arbeitet allem Anschein nach auch mit einer Auftragskillerin zusammen.

Der sechste Fall hat es in sich. Gleich am Anfang stirbt ein Mann, wir wissen genau, wer ihn getötet hat und trotzdem stehen wir vor einem Rätsel, dass es zu lösen gilt.

Und dann kommt Markus. Schlecht gelaunt, unausstehlich und unwiderstehlich wirkend auf Janna, die es nicht zugeben will.
Und Janna, die Markus unabsichtlich zeigt, was ne Harke ist und ihn eiferstüchtig macht, was er nicht wahrhaben will.

Dieses Hin und Her zwischen den beiden ist einfach zu köstlich. Nur das diesmal viel mehr Gefühl vorhanden ist, auch wenn es von beiden nicht "ausgelebt" wird. Aber sie merken, dass alles nicht so einfach ist, wie es scheint und etwas geändert werden muss. Was genau, bleibt auch dem Leser verborgen.

Die Autorin hat diesmal eine sehr emotionale Folge der Serie geschaffen. Markus muss sich über einiges klar werden und Janna ebenfalls.

Das Ende hatte ich so nicht erwartet, aber da die Serie ja weitergeht, weiß ich, dass es so nicht bleiben wird.

Ich freue mich auf den nächsten Teil der Serie und bin gespannt, wie sich die Beziehung zwischen Janna und Markus weiterentwickelt.

Fazit:
Der bislang emotionalste Teil der Reihe. Deswegen 10 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2014
Printseiten: 172
Format: ebook
ISBN: 978-3-95690-095-2

Rezension // Robin L. LaFevers - Benjamin Wood: Beastologe: Die Suche nach dem Phönix (01) von SINA


Benjamin Woods Eltern sind verschollen und so soll er zu seiner einzigen noch lebenden Verwandten ziehen. Tante Phil ist jedoch so gar nicht, wie Ben sich seine Tante vorgestellt hat. Kaum ist er bei ihr angekommen, brechen die beiden auch schon zu einer Mission auf. Denn Ben entstammt einer langen Reihe von Beastologen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, seltene und mysteriöse Tiere zu erforschen. Und Tante Phil möchte Ben nun zu ihrem Nachfolger ausbilden. Das erste Abenteuer führt Ben und seine Tante nach Arabien, um dort der nur alle 500 Jahre stattfindenden Geburt eines Phönix beizuwohnen. Doch das ist alles gar nicht so einfach, vor allem, wenn man es auch noch mit einem spuckenden Kamel und einem immer hungrigen Gremlin zu tun hat.

In diesem kleinen Büchlein erwartet einem eine spannende Geschichte für kleine Entdecker. Der kindgerechte Schreibstil entführt in eine fantastische Welt, in der es vor Abenteuern nur so wimmelt. So werden Kinder auch an die mystischen Tiere und Geschichten herangeführt.

Der Auftakt der Reihe bildet die Suche nach dem Phönix, der nur alle 500 Jahre aus seiner eigenen Asche wiedergeboren wird.

Der 10 Jahre alte Ben ist eigentlich ein eher ruhiger Junge, der aber nun aufgrund des erlebten Abenteuers mehr Mut fasst und sich seiner Ausbildung stellt. Er wirkt sehr sympathisch und ich denke, dass sich viele Kinder mit ihm identifizieren können.
Seine Tante Phil ist dagegen sehr resolut und nimmt Ben einfach mal so schnell mit auf ihre Mission und führt ihn ohne viel Federlesens in ein Abenteuer.

Die Geschichte wird abgerundet durch kleine Bilder und einer Landkarte. So gibt es außer zum Lesen auch etwas zu sehen.
Die kurzen Kapitel sind auch gut zum Vorlesen geeignet.

Mir bleibt nur ein Rätsel, warum der Originaltitel „Nathaniel Fludd, Beastologist“ heißt, im Buch aber kein Nathaniel Fludd auftaucht.
Meine Vermutung ist, dass kurzerhand die Hauptfigur in Benjamin Wood umgewandelt wurde.

Fazit:

Ich freue mich auf weitere Teile aus dieser Reihe. Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.

Verlag: cbj
erschienen: 2014
Printseiten: 160
Format. Hardcover
ISBN: 978-3-570-15272-0

Samstag, 26. April 2014

Rezension // Armentrout, Jennifer L. - Obsidian: Schattendunkel (01) von Sina

Die 17jährige Katy Swartz zieht mit ihrer Mutter in ein kleines, verschlafenes Städtchen in West Virginia. Sie möchten ein neues Leben anfangen. Doch kaum sind sie dort angekommen, spürt Katy, dass in dem kleinen Städtchen nicht alles so ist, wie es scheint. Besonders seit sie den arroganten Nachbarn Daemon Black kennengelernt hat. Er benimmt sich ihr gegenüber unmöglich und reizt sie in jeder Sekunde, die sie miteinander verbringen müssen. Seine Zwillingsschwester Dee ist da das genaue Gegenteil und Katy und Dee werden Freundinnen.
Als Katy die Gerüchte hört, die im Ort umgehen, weiß sie gleich, dass diese etwas mit Daemon und Dee zu tun haben müssen. Und dann kommt die Wahrheit ans Licht...

Die Geschichte hatte mich schon aber der ersten Seite total in den Bann gezogen. Nicht nur durch die schöne Aufmachung des Buches, sondern auch durch die Schreibweise der Autorin wird man regelrecht von dem Buch angezogen und kann sich nur schwer wieder davon lösen.

Normalerweise lasse ich mich nicht über das Cover aus, nur wenn es wirklich erwähnenswert ist. Und das ist das Cover von „Schattendunkel“ allemal. Wenn man das Buch mit Schutzumschlag in der Hand hält, fühlt es sich leicht gummiert an, aber in sehr guter Weise. Und die Buchseiten sind etwas dicker und so hat man das Gefühl, eine etwas edlere Ausgabe zu besitzen.

Auf der Leipziger Buchmesse wurde uns bei einem Bloggertreffen verraten, dass der amerikanische Verlag die deutsche Covergestaltung übernimmt, was den Carlsen-Verlag natürlich sehr stolz macht.

Katy, die Hauptprotagonistin war mir von Anfang an sympathisch, was sicherlich auch daran liegt, dass sie für ihr Leben gerne liest und auch einen kleinen Buchblog führt. So konnte ich mich natürlich sehr gut in sie hineinversetzen.
Aber sie hat auch andere wunderbare Eigenschaften. Allen voran ihr Einfühlungsvermögen und ihre Hingabe zu ihrer Mutter. Sie hilft, wo sie kann und versucht es jedem Recht zu machen, vergisst aber doch nicht sich selbst. Außerdem ist sie sehr schlagfertig, was ihr gerade in Hinsicht zu Daemon sehr, sehr nützlich ist.

Der Schlagabtausch zwischen Katy und Daemon hat mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht. Die beiden schenken sich rein gar nichts und man spürt förmlich die Abneigung, die sie gegeneinander hegen. Wären da nicht die Gedanken Katys, die ihre Worte Lügen strafen. Durch die Ich-Perspektive aus Sicht Katys kann man sich nämlich sehr gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzen.
Auch aber Daemons Zwiespalt ist verständlich. Seine Zerrissenheit ist einfühlsam dargestellt. Sein innerer Kampf ist spürbar.

Ich bin förmlich durch das Buch geflogen, wie das Licht durchs Weltall. Es hat einfach Spaß gemacht, sich mit Katy und Daemon auseinanderzusetzen, ihre Streitereien zu genießen und auch die ruhigeren Momente, die sie sich gönnten. Eigentlich rückte die eigentliche Geschichte etwas in den Hintergrund, weil es einfach ein Vergnügen war, Katy und Daemons „Nichtbeziehung“ zu verfolgen.

Fazit: 
Obsidian: Schattendunkel ist mein März-Highlight 2014 und ich kann das Buch jedem Fantasy-Leser nur Wärmstens ans Herz legen. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 25.04.2014
Printseiten: 400
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-551-58331-4

s. a. Bibliografie Jennifer L. Armentrout 

Reihenfolge
01 Obsidian: Schattendunkel
02 Onyx: Schattenschimmer (Rezension)
03 Opal: Schattenglanz 

eNovelle: Daemon + Katy: Die erste Begegnung (Rezension)

Freitag, 25. April 2014

Rezension // Sonya Kraus + Jessi Hesseler - Törtchenzeit: All you need is sweet von SINA


All you need is sweet - der Untertitel des Buches sagt genauestens aus, worum es geht: Naschereien, die einem das Leben versüßen.
Nichts anderes wollen Sonya Kraus und Jessi Hesseler vermitteln. Das Leben genießen mit all dem was Spaß macht.

Jessi Hesseler hat mir ihrem Food-Blog Törtchenzeit eigentlich nur eins im Sinn: ihr Hobbie mit anderen zu teilen. Bei ihr fing alles mit Weihnachtsplätzchen an und wurde zu einer Art Passion. Und zusammen mit Sonya Kraus, bekannt aus dem Fernsehen, wurde aus dem Hobbie dann doch etwas Ernsteres, auch wenn man bei den verspielten Rezepten, dekorativen Fotos und DIY-Anleitungen eigentlich nur eins im Sinn hat: Spaß an der Sache und Liebe zum Detail.

Von Schokocupcakes über Möhrenglück-Törtchen bis hin zu Sommerträumchen überhäuft mit Erdbeeren gibt es für jeden Geschmack etwas. Dabei wird in Schritt für Schritt-Anleitungen alles genauestens erklärt und sogar für mich, einen absoluten Backlaien, ist es laut Sonya Kraus easy-peasy, alles nachzubacken.

Mit Tipps und Tricks gelingt alles. Ich habe mich mal dem Käsekuchen im Glas probiert. Das Ergebnis seht ihr auf den folgenden Fotos:

Quelle: Sina Frambach
Quelle: Sina Frambach
Quelle: Sina Frambach
Quelle: Sina Frambach
Quelle: Sina Frambach
Quelle: Sina Frambach
Quelle: Sina Frambach
Supereinfach nachzumachen und schmecken tuts auch wunderbar.

Aber nicht nur Backrezepte sind in dem Buch zu finden. Sonya Kraus ist ja auch bekannt dafür, dass sie gerne bastelt, heimwerkt und restauriert. Ein paar Bastelanleitungen gibt es auch noch und da ich ja auch gerne bastel, hab ich mir für den Geburtstag meines Sohnes ein paar Winrädchen rausgesucht, um damit den Garten und die Kaffeetafel zu schmücken. Das Ergebnis gibt es hier:

Quelle: Sina Frambach

Quelle: Sina Frambach

Quelle: Sina Frambach

Quelle: Sina Frambach

Quelle: Sina Frambach

Quelle: Sina Frambach
Fazit:
All you need is sweet!

Dienstag, 22. April 2014

Rezension // Rachel Gibson - Küssen gut, alles gut von SONJA


Stella ist Barkeeperin. Eines Abends versucht sie, ihr Chef Ricky nach der Arbeit zu betatschen. Dieser wird kurzer Hand von dem mysteriösen Beau niedergeschlagen. Doch damit es nicht langweilig wird, stellt sich heraus, dass Ricky mit der Mafia zu tun hat und nun ein Hühnchen mit ihr zu rupfen hat. Da zieht Stella doch lieber die Flucht mit dem gut aussehenden Retter vor, der leider auch ein paar Hintergedanken hegt.

Das Buch führt den Leser im Laufe der Handlung nach Lovett, Texas. Kommt Euch bekannt vor? Mir auch. Denn Stella ist die bereits in "Wer zuletzt lacht, küsst am besten" erwähnte verlorene Schwester von Sadie.

Wer die Vorbände nicht kennt, ist der Handlung nicht hilflos ausgeliefert. Rachel Gibson setzt diese nicht voraus, so dass man schnell in der Handlung drin ist. Diese ist aufgrund der "Bedrohung" durch den Mafiosi auch am Anfang recht aktionreich und wird durch die schrulligen Texaner und der familiären Verbandelungen äußerst interessant.

Die beiden Hauptfiguren Stella und Beau haben recht eigenwillige Macken: Stellas Humor, über den meist nur sie lachen kann und ihr Wunsch als Jungfrau in die Ehe zu gehen und Beau als Exsoldat, der beschlossen hat, ab sofort mit dem Sex auf die Richtige zu warten und einen Zwillingsbruder hat, der für ordentlich Probleme sorgt.

Dies führt zu witzigen Dialogen und knisternde Erotik. Denn Verzicht kann so schwer sein und gute Vorsätze müssen......

Witzig fand ich hier in den Dialogen die Superheldenthematik und den Vergleich einer Blendgranate mit Romantik und Erotik. Das sind Ideen, die Rachel Gibson zu einer Topautorin im Bereich der Liebesromane macht. Hier wird es nicht langweilig. Volle Punktzahl!

Wie es wohl mit dem Zwillingsbruder weitergeht...?

Verlag: Goldmann
erschienen: 2014
Seiten: 288
ISBN: 978-3442477517


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann

Rezension // Ellen Berg - Ich koch dich tot von SONJA


Das erste Mal war es ein Versehen: Da landet doch tatsächlich Rattengift statt Pfeffer im Essen und weil man damit nicht nur den fiesen Ehemann los wird, kommt Vivi auf den Geschmack. Im Essen werden kleine tödliche Nettigkeiten versteckt und Vivis Leben wird immer besser. Dann trifft sie Jan und auch er liebt kochen. Doch als sich ihre Unfallquote drastisch erhöht, kommt ein schlimmer Verdacht auf: wie sehr ähneln Jans Kochkünste ihren eigenen?

Aufgrund des Covers hätte ich das Buch vermutlich nie in die Hand genommen. Ich finde es leider ziemlich hässlich und auch zur Handlung unpassend. Vielen Dank auch an zwei liebe ehemalige Buchgesichter, die mir dieses Buch empfohlen haben.

Wer schwarzen Humor liebt, der sollte zu diesem Buch greifen. Vivi ist einfach herzensgut. Am Anfang des Buches lässt sie sich ausnutzen und hin und her schubsen. Doch dann gibt sie sich einen Ruck und obwohl ihr Weg zum Glück mit einigen unangenehmen Exemplaren der männlichen Gattung gepflastert ist, lässt sie sich nicht unterkriegen. Augen zu und durch. An einigen Stellen musste ich ziemlich grinsen, denn eine abgebrühte Mörderin ist sie nicht und mehr als einmal hilft ihr der Zufall und auch eine ordentliche Portion Glück, die Morde zu vertuschen. Dies macht Vivi liebenswert und die Männer sind aber auch wirklich gemein. Tod durch Chili con Carne! Und Vivi wird immer einfallsreicher.

Ohrwurmgefahr besteht übrigens ganz akut, denn Vivi summt ab und an Schlager und anderes bekanntes Liedgut, um ihre Stimmung zu verdeutlichen. Auch mal eine pfiffige Idee der Autorin.

Als sie Jan trifft, werden die Küchenmesser zum Duell gewetzt. Oder ist es doch die große Liebe, denn "die Schweine von heute, sind die Schnitzel von morgen". Mörderisch gute 10 von 10 Punkten für dieses humorvolle Buch!


Verlag: Aufbau Taschenbuch
erschienen: 2013
Seiten: 315
ISBN: 978-3746629315


Rezension // S. Quinn - Devoted: Gefährliches Verlangen von SONJA


Finale! Sophia und Marc bekommen von Sophias Vater eine Auflage: Wenn sie wirklich mit seinem Segen heiraten wollen, dann dürfen sie sich 3 Monate nicht mehr sehen. Was für eine Qual! Diese Trennung wollen einige Neider und Intriganten nutzen, dass Paar zu entzweien. Wird ihnen das gelingen?

Nach den Vorbänden "Geheime Begierde" und "Verbotene Leidenschaft" habe ich dem angekündigten Ende um die Schauspielschülerin und den Hollywoodstar hingefiebert. Die Mischung aus Paparazzi, Hollywoodflair, Erotik und Romantik in Londoner Umgebung hat mich gepackt. Bitte lest die richtige Reihenfolge, da die Handlung stark aufeinander aufbaut!

Die Charaktere machen währen der gesamten Trilogie eine Entwicklung durch, so dass es nicht langweilig wird. Marc, der Unnahbare muss lernen, loszulassen und zu vertrauen. Auch ein bisschen Romantik tut dem dominierenden Part ganz gut.

Sophia lernt sich zu unterwerfen und dennoch auf der Bühne eigenständig und hollywoodreif zu bestehen. Leo sorgt für einige lustige Dialoge und .... (verrate ich nicht).

Die Trennung wirft natürlich in einem Erotikroman die Frage auf: wie soll das gehen? Aber da geht so einiges, denn Marc ist ungeheuer kreativ.

Die Prise Gefahr ist glaubhaft und geschickt in die Liebesgeschichte eingeflochten. Auch das Umfeld von Marc und Sophia, die ich in den Vorbänden lieb gewonnen habe, bekommen für ihren "Lebensweg" akzeptable Lösungen, so dass ich die Trilogie mit einem Seufzen beendet habe. Das Ende ist ja so schön: 10 von 10 Punkten!

Verlag: Goldmann
erschienen: 2014
Seiten: 288
ISBN: 978-3442480418


Rezension // Bachmann - Peculiar: Die Seltsamen (01) von SINA

Bartholemew Kettle ist ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen. Er muss sich zusammen mit seiner Schwester Hettie versteckt halten, sonst werden sie gejagt. Eines Tages beobachtet Bartholemew durch das Fenster, wie eine geheimnisvolle Dame mit dem Mischlingskind in einem Wirbel von schwarzen Federn verschwindet. Und er weiß auch, dass auch er beobachtet wurde und nun in Gefahr schwebt.
Gleichzeitig bemerkt der junge Politiker Arthur Jelliby, dass sein Kollege Mr. Lickerish etwas im Schilde führt. Und der Schlüssel zu allem scheinen verschwundene Mischlingskinder zu sein. Arthur versucht Mr. Lickerish zu überführen und trifft dabei auf Bartholemew. Zusammen versuchen sie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Die Aufmachung des Romanes mutet auf den ersten Blick sehr schlicht an. Befasst man sich jedoch näher mit dem Cover und hat dann auch noch die Geschichte gelesen, merkt man, dass das Cover sehr gut auf die Mischung aus Steampunk und Fantasy abgestimmt ist. Denn der abgebildete mechanische Vogel nimmt eine kleine, aber trotzdem wichtige Rolle ein.

Auch die Geschichte ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und man braucht einige Zeit, um sich in das vom Autor geschaffene England und hier explizit London und Bath hineinzuversetzen. Doch ist man dann erst mal drin, erwartet einem eine interessante Geschichte.

Für mich war es kaum zu glauben, dass der Autor bei Entstehung des Romans erst 16 Jahre alt war. Denn durch den Roman zieht sich eine düstere Stimmung, die durch verschiedene Szenen ihren Höhepunkt findet. So etwa die verschwundenen, ermordeten Kinder oder die Feenwesen, die nicht feengleich sind, sondern durchtrieben, gierig und mordlüstern.

Auch wenn die Geschichte an sich sehr faszinierend ist, konnte ich mich mit den Personen teilweise nicht anfreunden. Sie wirkten blass und wenn der Autor versuchte, ihnen Tiefe zu verleihen, verlor er sich wieder in der Beschreibung der Umgebung. Ich konnte deswegen keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen.

Die Ideen, die der Autor in dem Roman verarbeitet, waren fast schon zu dicht aufeinanderfolgend. Auch das Glück, dass den beiden Hauptprotagonisten ständig hold war, wurde sehr ausgereizt.

Trotzdem wollte ich immer wissen, wie es denn weitergeht, denn das von Dampfmaschinen und Feenwesen bevölkerte England wirkt interessant und birgt bestimmt eine Menge Raum für weitere Abenteuer.

Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger. So warte ich gespannt auf den zweiten Teil, der im Herbst 2014 erscheinen soll.

Fazit:
Eine düstere Geschichte! Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

Verlag: Diogenes
erschienen: 2014
Format: Taschenbuch
Seiten: 367
ISBN: 978-3-257-06888-7

s. a. Bibliografie Stefan Bachmann

Reihenfolge
01 Die Seltsamen
02 Die Wedernoch (Rezension)

Dienstag, 15. April 2014

Rezension // Jenni Fagan - Das Mädchen mit dem Haifischherz von SINA

Mit 15 Jahren hat Anais Hendricks schon einiges hinter sich. Diebstahl, Prügeleien und Drogen dominieren ihren Alltag. Als sie nach einem besonders harten Trip auf dem Rücksitz eines Polizeiautos zu sich kommt, wird ihr vorgeworfen, eine Polizistin dermaßen verprügelt zu haben, dass diese nun im Koma liegt. Doch Anais ist sich sicher, dass sie es nie soweit kommen lassen würde. Aber die Erinnerungen fehlen. Anais wird ins Panoptikum eingewiesen, ein Heim für schwer erziehbare Jugendliche. Dort ist sie unter „ihresgleichen“. Doch die Vergangenheit holt Anais immer wieder ein.

Ein schwieriges Buch. Und eine schwierige Rezension.
Am Anfang hatte ich sehr oft das Gefühl, dass ich das Buch abbrechen muss. Schon allein der Schreibstil war für mich anstrengend und verwirrend, auch die Wortwahl war nicht gerade mein Ding. Es wird geflucht, die Sprache ist ordinär. Respekt ist keiner vorhanden und die Zukunftsperspektiven sind von vorneherein klar.

Anais war mir von Anfang an unsympathisch. Leider konnte sie mich auch im Laufe des Buches nicht umstimmen.
Auch wenn sie eine Kindheit hatte, die man keinem wünscht, psychisch labil ist und sich auch sehr stark beeinflussen lässt, hat sie doch eine Persönlichkeit, mit der sie sich eigentlich durchsetzen könnte. Bei ihr passt der Spruch: der Wille ist stark, nur das Fleisch ist schwach. Leider hat sie keinen, der sie unterstützt, der ihr hilft, sich zu finden und sie fördert.
Das Buch ist eine Aneinanderreihung von Drogenkonsum, Verstößen gegen das Gesetz und Respektlosigkeit.

Aber zwischendurch gibt es auch immer wieder ruhige Szenen, in denen Anais über sich und ihre Zukunft nachdenkt. Und ihre Zukunft ist wunderschön. Sie malt sich alles bis ins kleinste Detail aus, nimmt sich vor, endlich was aus sich zu machen und sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit.

Die „Verharmlosung“ des Drogenkonsums und die genaue Schilderung der Momente, in denen Anais high ist, haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Kann es wirklich sein, dass Drogen von Jugendlichen so dermaßen „verständlich“ angesehen werden? Geschockt war ich auch, dass man mit 15 Jahren schon so dermaßen kaputt ist.

Fazit:
Ein kaputtes, junges Leben! Von mir gibt es 4 von 10 Punkten.

Verlag: Antje Kunstmann Verlag
erschienen: 2014
Printseiten: 312
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-88897-925-5

Sonntag, 13. April 2014

Rezension // Barry Lyga - Blut von meinem Blut (02) von SINA

Jazz arbeitet mit der Polizei zusammen, auch um sich selbst zu beweisen, dass er nicht zu dem psychopathischen Killer wird, der sein Vater Billy Dent ist. Als Jazz nach New York gerufen wird, um dort an einem Fall mitzuarbeiten, sieht er seine große Chance gekommen, sich zu beweisen und endgültig von seinem Vater abzukapseln. Doch je mehr Informationen er herausfindet, um so sicherer wird er sich, dass sein Vater Billy die Fäden zieht. Nur wie, muss Jazz noch herausfinden. Aber auch seine Freundin Connie wird durch eine mysteriöse SMS in den Fall hineingezogen. Und sie ermittelt auf eigene Faust. Und so wird aus den Jägern Gejagte, ohne Aussicht auf Erfolg...

Ich soll nicht töten (der erste Teil der Reihe) hatte mich schon begeistert, vor allem, weil die doch recht ungewöhnliche Art der Geschichte seinen Reiz hatte.
Mit dem zweiten Teil wird die dichte Atmosphäre wieder aufgenommen und man dringt weiter in Jazz' Gedankenwelt ein. Seine Besessenheit wird deutlicher und seine Zweifel an sich selbst auch.

Auch Jazz Freundin Connie bekommt eine größere Rolle zugeteilt. Ihr Denken und ihr Handeln kommt Jazz zu Gute, doch reitet sie sich selbst auch immer weiter in die Fälle hinein. Sie versucht, wie Jazz zu handeln, tut sich damit aber selbst keinen Gefallen.

Sehr gut hat mir wieder Howie, Jazz bester Freund, gefallen. Seine sarkastische Art macht ihn liebenswert. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, sagt seine Meinung, auch wenn sie weh tut und ist so eigentlich die ehrlichste Haut von allen. Seine Flirtversuche bei Jazz Tante sind herrlich. Man nimmt ihm ab, dass er selbst glaubt, dass er eine Chance hätte.

Die Spannung zieht sich durch das Buch wie ein roter Faden und man überlegt mehrmals, wer denn der Mörder sein könnte. Die Auflösung ist überraschend und die Idee, die der Autor hatte, war – zumindest für mich – sehr ungewöhnlich und interessant. Das Spiel, dass der Mörder spielt, ist eigentlich jedem bekannt. Die Muster müssten einem von ein Anfang an klar sein und wenn man die Lösung erfährt kommt auch ein großer Aha-Effekt.

Teil 1 war schon sehr gut, doch mit dem zweiten Band hat der Autor - was die Dichte und die Gedankengänge der Protagonisten angeht - noch eins draufgesetzt.

Auch wenn ich Jazz manchmal am liebsten geohrfeigt und ihm gerne gesagt hätte, er soll endlich zur Vernunft kommen und versuchen, wie ein normaler 17jähriger Teenager zu leben, hat er doch seine Bestimmung gefunden.

Das Ende ist böse... ein Cliffhanger nach meinem Geschmack. Nur blöd, dass der dritte Teil nicht parat liegt bzw. noch in der Mache ist. So heißt es abwarten und hoffen, dass Teil 3 genauso gut ist wie seine beiden Vorgänger.

Fazit:
Spannung pur! Volle Punktzahl.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Printseiten: 512
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-442-38140-1

Mittwoch, 9. April 2014

Rezension // Nicholas Vega - Glas: Glaslügen (01) von SINA

Rebecca ist mit ihrem Eversong im Internet recht erfolgreich und erhofft sich dadurch, endlich ernst genommen zu werden und nicht immer in eine Schublade mit ihrem Vorfahr, einem berühmtem Märchenerzähler gesteckt zu werden. Doch gerade durch ihren Song löst sie einiges aus, was für sie immer nur ein Märchen war. Denn die aus dem Londoner Museum gestohlene Fabula, eine alte Glasflasche, ist nicht das, was viele denken. Und der Glasmacher, der eigentlich nur im Märchen erscheint, scheint Wirklichkeit zu sein. Genauso wie der mysteriöse Junge aus Glas, der Rebecca's Herz nicht nur durch seine Sanftmütigkeit erobert. Aber da ist auch noch Jace, ein Draufgänger und arroganter Kerl...

Mit Demor – Einfach bösartig und Der Junge, der Glück brachte hat mich der Autor schon in Welten geführt, die abseits jeglicher Vernunft spielen. Gerade diese neu erdachten Welten waren jedoch so zauberhaft und wunderschön, dass es für mich natürlich Pflicht war, mir auch sein neues Werk Glaslügen zuzulegen.

Der Auftakt der Glas-Trilogie ist mal wieder was ganz anderes. Gleich von Anfang an ist man mitten in der Geschichte, mitten in England und mitten in einem verworrenen Gespinst aus Musik, Lügen und Glas. Ich muss zugeben, dass es schon einige Kapitel gedauert hat, bis ich so richtig in der Geschichte drin war, was aber auch daran lag, dass viele Informationen auf einen zufliegen und diese erst mal geordnet werden müssen. Ist dies jedoch geschehen, fügen sich die ganzen Puzzleteile von Kapitel zu Kapitel zu einem Ganzen zusammen und schon ist man gefangen von der Intensität, die ausgestrahlt wird.

Rebecca, die mir von Anfang als sympathische Hauptfigur suggeriert wird, ist eine junge Frau, sie sich eigentlich nur ihr eigenes, normales Leben aufbauen will und ihrem Hobby – der Musik – frönen möchte. Dies wird jedoch von einem auf den anderen Zeitpunkt knallhart über den Haufen geworfen und schon ist sie mitten drin in einem mehr als verworrenen Spiel, welches überwiegend aus einem Element besteht: Glas.

Allein, dass dieses zerbrechliche Element als Hauptfaktor gewählt wurde, muss man dem Autor schon zugute halten. Denn genauso wie Glas, ist auch die Geschichte zerbrechlich und fein gegliedert. Es gibt drei Hauptstränge, die letztendlich zu einem großen zusammenlaufen, aber immer wieder die Gefahr droht, dass alles kaputt geht und das Böse die Überhand gewinnt.

Da „Glaslügen“ der Auftakt zu einer Trilogie ist, endet das Buch mit einem Cliffhanger, so dass man gespannt sein darf, wie es denn mit all den liebgewonnenen und auch verhassten Figuren weitergeht, wie sich letztendlich alles entwickelt und vor allem, ob Rebecca das findet, was sie sich am sehnlichsten wünscht.

Fazit:
Nicholas Vega überrascht durch immer neue Ideen und zieht so seine Leser in den Bann. Volle Punktzahl.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2014
Printseiten: 313
Format: ebook
ASIN: B00JHMWU7I


Samstag, 5. April 2014

Rezension // Theresia Graw - Das Liebesleben der Suppenschildkröte von SONJA


Sophie ist Single. Mit zwei Kindern. Irgendwie verträgt sich das nicht miteinander. Denn entweder flüchten die Kerle bei der Nennung der lieben Kleinen gleich oder werden Vertrieben. Als Sophie nach einem Autounfall den smarten Anwalt Roland kennenlernt, verschweigt sie ihre Brut lieber - wie die Suppenschildkröte, Eier legen und weg. Ob das so glücklich macht?

Ich gebe zu, das Buch hat mich in einigen Punkten sehr stark an Kerstin Giers Müttermafia erinnert. Aber: Es ist gelungen. Lange habe ich nach Büchern in diese Richtung gesucht und ich fand den Erzählstil, die witzigen Szenen des Buches und die gesunde Prise schwarzen Humor phantastisch.

Sophie scheitert auf den ersten Seiten bereits bei der online Partnersuche, Denn die Wunschfelder sind einfach zu klein. Irgendwie nachvollziehbar und dennoch komisch.

Es sind hier und da kleine Formulierungen, mit denen die Autorin mich eingefangen hat. So wünscht sich Sophie statt des Gute-Nacht-Bades lieber KO-Tropfen für ihre Kinder und sie ist der Meinung, dass ihre Kinder ihr "Lego-"Steine in den Weg legen...

Sophie ist natürlich im Stress, Halbtagsjob, Haushalt, Kinder und dann Roland. Dieser Stress wird besonders dadurch hervorgehoben, dass die einzelnen Kapitel in Uhrzeiten dargestellt werden (9:15 Uhr, 12:30 Uhr, 12:33 Uhr usw.). Manchmal kann man ihre Wünsche und Flüche richtig gut nachvollziehen. 

Das Buch ist übrigens kein Kinderhasserbuch. Es verdeutlicht eigentlich nur, dass Sophie im Alltag mehrere Rollen inne hat. Diese unter einen Hut zu bekommen, ist schwierig - besonders, wenn man nicht erkennt, wer der richtige Partner für einen ist....

10 von 10 Punkten für dieses gelungene Werk. Ein MUSS für Fans von Kerstin Gier, gestresste Mütter, Liebesromanfans und einigen mehr.

Einen Bonuspunkt würde ich am Liebsten noch für den Titel und das integrierte Thema mit der Suppenschildkröte geben. Also daher ein *. :) 


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Seiten: 320
ISBN: 978-3442382019




© Sonja Kochmann
Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014

Rezension // Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken: Wie Blut so rot von SONJA


Scarlets Großmutter ist verschwunden. Der Regierung und der Polizei ist dies jedoch egal. Doch ihre Großmutter ist nicht nur eine Biobäuerin, sie kann Raumschiffe fliegen und birgt mehr als ein Geheimnis. Scarlet beschließt sie zu retten. Sie bekommt unverhoffte Hilfe (?) durch den Straßenkämpfer Wolf.

Nachdem mich der erste Teil "Wie Monde so silbern" wirklich begeistert hat, musste ich natürlich den zweiten Band lesen.

Das Buch baut auf den Geschehnissen des ersten Bandes auf und fügt Scarlets Geschichte mit Cinders Geschichte zusammen. Also bitte tut Euch den Gefallen und lest die Bücher in der richtigen Reihenfolge!

Anfänglich war ich etwas skeptisch, als Vorlage für diesen Band der dystopischen Reihe Rotkäppchen zu wählen, aber es wurde wieder einmal mit Wortspiel, Witz und Charme umgesetzt.

Scarlet wird durch rote Haare und einen roten Kapuzenpulli gekennzeichnet. Sie wirkt anfänglich etwas naiv. Doch ihre Großmutter hat sie offensichtlich vorbereitet, denn ihr Charakter macht im Laufe der Geschichte eine ordentliche Entwicklung durch.

Wolf dagegen ist ein haariger, brummiger Einzelgänger, der lieber Schinken als Tomaten isst, obwohl er die bislang noch nie gegessen hat! Er wird als "verprügelter Hund" bezeichnet und liebt sein Steak blutig. Ein kerniger Kerl.

Die Geschichte spielt diesmal schwerpunktmäßig in Frankreich und speziell in Paris. Dies und die Bedrohung aus Band 1 (Lunarier) sorgte dafür, dass ich zusätzlich (neben der Märchenvorlage Rotkäppchen) an den geschichtlichen Hintergrund der Résistance und der Untergrundkämpfergruppierung Himmlers namens Werwolf denken musste. 
Interessant, an was die Autorin alles denkt. Denn diese Verknüpfung zwischen Märchen und Dystopie fand ich im ersten Teil auch schon sehr gelungen und stimmt einen manchmal nachdenklich. Mehr möchte ich nicht verraten, da sonst einige Dreh- und Angelpunkte der Geschichte verloren gehen. Lest selbst!

Die einzelnen Leseabschnitte werden wieder durch Zitate (? - Ich bin nicht mehr so sicher in der Rotkäppchengeschichte) eingeleitet.

10 von 10 Punkten und schaut beim Cover mal genauer hin. Wirklich gelungen das Muster.

Am Ende des Buches gibt es bereits ein paar Seiten des dritten Bandes und ich muss ihn haben!!!! Nur noch ein paar Monate....


Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Seiten: 512
ISBN: 978-3551582874


© Sonja Kochmann

Rezension // Quizduell - Quizduell: Das Buch von SONJA


Wer kennt das App nicht? Fragen über Fragen werden hier nach den bekannten Bereichen gestellt und aufgelöst.

Vor einiger Zeit hat mir mein Mann auf meinem Handy nur mal eben ein kleines lustiges App installiert. "Nur mal so" und "Ist ganz lustig". Inzwischen wird sich duelliert, was das Zeug hält. Schließlich ist man ja neugierig, was man alles so weiß und ob der Gegenüber das auch alles so weiß.

In diesem Buch (Ich habe es als ebook gelesen) werden Fragen zu jeder Kategorie gestellt und im Lösungsteil die richtige Frage aufgelöst. Der Lösungsteil wird beim ebook durch einen Link erreicht und zurück zu den Fragen geht es auch mit einem Link.

Hier machte mein reader leider schlapp. Er war nur noch am Rödeln, so dass ich das ebook auf dem PC durchgeklickt habe. Auch hatte ich zwei Links, die dann bei einer völlig anderen Sparte landeten.

Vereinzelt gibt es Fragen, bei denen auch etwas im Antwortteil erläutert wurde. Dies hätte ich mir doch bei ein paar mehr Fragen gewünscht.

Das Durchklicken war ein netter Zeitvertreib. Aber ob hier das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, wage ich zu bezweifeln. Lang lebe die ebook Ausleihe der Bücherei. 5 von 10 Punkten.


Verlag: riva
erschienen: 2014
Seiten: 240
ISBN: 978-3868834369


Rezension // Anjali Banerjee - Die Bücherflüsterin von SONJA


Nach ihrer Scheidung reist die junge Inderin Jasmine zu ihrer Tante nach Shelter Island. Sie soll in dem kleinen Buchladen ihrer Tante einspringen, während diese nach Indien reist. Doch der kleine Buchladen ist so ganz anders als das heimische New York: verstaubt und voller Magie. Magie, die Jasmine zweifeln lässt, an ihrem Herzschmerz, ihrem Beruf und ihrer tatsächliche Berufung. Denn sie kann die Geister der Autoren sehen und mit ihnen reden. Sie helfen ihr, für ihre Kunden das perfekte Buch und ein klein wenig mehr zu finden....

Der Schreibstil, der mir bis dato unbekannten Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Atmoshäre in dem kleinen unordentlichen staubigen Buchladen mit indischer Deko und einem Sammelsurium an Möbeln konnte ich mir bildlich gut vorstellen. Ich hätte gern auch mal ein bisschen in einem Sessel gesessen und beobachtet, wie die Bücher aus den Regalen kippen. 
Auch die Gegensätze zwischen indischer Kultur, Inselleben und New York treffen stimmig aufeinander. Jasmine und ihre schrullige Tante sind mir gleich an das Herz gewachsen und man fiebert mit, wie es Jasmine im Laufe des Buches wohl ergeht.
Denn der Leser hat scheinbar schon vor Jasmine den Überblick. Jasmine weigert sich die gewisperten Hinweise der Geisterautoren anzunehmen. Ihr Realitätssinn verbietet es ihr anfänglich. Der Leser nimmt diese Zitate (kursiv gedruckt) jedoch auf und vermutet recht zeitnah den Verlauf der Geschichte. 

Wunderschön und ich freue mich, dass Blanvalet 2014 ein neues Buch der Autorin "Die Traumsucherin" auf deutsch herausbringt. 8 von 10 Punkten, da der Leser schon recht früh wusste, wohin die Reise geht.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2011
Seiten: 320
ISBN: 978-3442378340


Rezension // Ethan Cross - Racheopfer von SONJA


Francis Ackerman junior ist ein Psychopat, ein Serienkiller und ein Ausbrecher. Als ein Psychologe ihn als Versuchskaninichen in seine Anstalt verlegen lässt, dreht er den Spiess um und wagt die Flucht. Doch eine Mitarbeiterin des Institutes hat eine besondere Verbindung zu Ackerman und sinnt auf Rache.

Ich hatte vor einiger Zeit "Ich bin die Nacht" angefangen zu lesen und hatte immer das Gefühl hier fehlt etwas. Einen Hinweis auf eine Reihe fand ich nicht direkt, aber dieses ebook. Es ist eine Art Kurzgeschichte, die ein bisschen was von Ackermans Geschichte erzählt und quasi das eigentlich Buch vorbereitet.

Ich habe "Ich bin die Nacht" noch nicht zu Ende gelesen, da ich dann doch diese Kurzgeschichte vorziehen wollte.

Der Schreibstil ist schonungslos, brutal und ehrlich. Die Figuren nehmen kein Blatt vor den Mund und Ackerman verdient aufgrund seiner Intelligenz durchaus den Vergleich mit Hannibal Lecter und SAW. Denn er will spielen...

Ein packender Auftakt: 8 von 10 Punkten und demnächst geht es weiter mit dem Hauptbuch.


Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2013
Seiten: 115
ISBN: 978-3-8387-4716-3



Special // LBM 2014 von SONJA



© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann
Es wird Zeit. Zeit zu schreiben, was für tolle Eindrücke, Bücher und und und ich von der diesjährigen Buchmesse in Leipzig mitgebracht habe. Nicht zu vergessen: der Virus. Dank meiner Hausärztin und meiner Apothekerin bin ich nun wieder fit. Aber wenn ich mich in all unseren Buchforen umschaue, hat es doch den ein oder anderen Bücherfan erwischt. Wir haben also nicht nur Erfahrungen und Bücher ausgetauscht, sondern auch Viren und Bakterien. Schwamm drüber ... äh Taschentuch drauf. Schön war es trotzdem.

Sehr gut gelungen - Lob an die Messeveranstalter - fand ich diesmal, dass die Mangafans ihre eigene Halle bekommen haben. Auch wenn ich Kostüme und die Begeisterung immer toll finde, hab ich die Messe zuvor nie ohne Make up Flecken etc. überstanden. Das extrem große Geschubse (mit ein paar kleinen Ausnahmen - Interessant war die Stampede am Samstag!!) blieb aus. 

Dieses Jahr hatten wir sogar drei Tage zur Verfügung und ich fand den Donnerstag und Freitag aufgrund der noch (!) geringen Besucheranzahl sehr angenehm. Die Mitarbeiter an den Ständen waren locker und entspannt, so dass man nette Kontakte knüpfen konnte. Liebe Grüße an den Mira Taschenbuch Verlag und an Feder und Schwert.


© Sonja Kochmann
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Den ersten Tag rundete die Preisverleihung von wasliestdu.de ab. Hier wurde der Titel 
"Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals" gekürt. Die Moderation durch Jan Drees war sehr witzig, so dass ich zeitweise gar nicht verstanden habe, warum die Leute nach kurzer Zeit wieder gegangen sind. Durchhalten hat sich jedenfalls gelohnt: Alle wasliestdu.de-Mitglieder haben einen online-Gutschein bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle.

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In den ersten Tagen schlenderten auch einige (Literatur-)Promis durch die Gänge, so dass wir Barbara Salesch, Arno Strobel und Wolfgang Hohlbein aus der Nähe betrachten konnten.


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Neben den Mangafans gab es auch einige andere skurrile Besucher. So begegnete uns am Freitag ein "SM-Jünger", der doch einige Blicke auf sich zog (und wohl auch genoss).


© Sonja Kochmann
In der Autorenarena konnten wir den Interviews von Wolf Serno und Mark Benecke zu hören, was ein echter Kampf war. Denn obwohl es dieses Jahr mehr Sitzplätze gab, war es ein ordentliches Gedränge, einen zu ergattern.

Wolf Serno war sehr entspannt und sympathisch, er berichtete davon, dass die Recherche dank des Klapprichs (Laptop) und Google ja inzwischen viel einfacher geworden sei. Auch dass er bei bestimmten Dialogen immer seine Frau um Rat frage, da die ihm ja schließlich genau sagen könne, wie eine Frau so bestimmte Dinge angeht.


© Sonja Kochmann
Mark Benecke plauderte zunächst locker mit dem Publikum, so dass der Moderator aufgrund des strammen Zeitplanes schon ein wenig unruhig wurde. Er bewies nicht nur eine außerordentliche Redegewandtheit, sondern auch ein extremes tagespolitisches Wissen. Ich hätte ihm noch gern etwas länger zu gehört.

Das Bloggertreffen der Randomhouse-Gruppe war wieder einmal genial. Nachdem Herr Rothfuss von seinen Mitstreitern auserkoren wurde, auf einen wackeligen Karton zu steigen, um eine Ansage zu machen, ging es los. Im Getümmel tarnten sich mit neutralen Buttons (AUTOR oder VERLAG) die Autoren oder Verlagsmitarbeiter. Da ich mit Kathrin Lange ja schon über facebook Kontakt hatte, haben wir uns schnell gefunden. Im Gespräch wurde mir dann doch ein klein wenig über ihr neues Buch verraten und nun bin ich jetzt schon ganz gespannt.


© Sonja Kochmann
Tja und dann schaute man sich um, und sah Bernhard Hennen - belagert - , Zoe Beck - belagert - und ich faste mir ein Herz und sprach einen mir bis dato unbekannten Autor namens Rudolf Jagusch an. Der nahm mir das, Gott sei Dank, nicht übel und erzählte mir von seinem neuen Buch "Amen". Dies klingt auch total spannend, so dass ich mir vorgenommen habe, dies zu lesen.


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Tag 3. Der Sprung aus dem Hotelbett fiel uns schon schwerer. Erste Verschleißerscheinungen: Husten und Triefnase bei meiner Mitbloggerin, Rücken und ein Kratzen im Hals bei mir. Naja. Auf ging es zu dotbooks. Hier kam eine lustige und sympathische Runde zusammen. Neben den lustigen und skurrilen Begegnungen der Verlagsmitarbeiter (Diese wurden tatsächlich als Ebookschweine bezeichnet. Wer hat denn da den Fortschritt verpasst?) wurden einige Autoren zum meet and greet gebeten (und meine Lesewunschliste wurde noch länger.)


© Sonja Kochmann
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Danach sind wir zu der Signierstunde der beiden Autorinnen gehetzt, die unter dem Namen Anne Hertz schreiben: sehr sympatisch und locker. Weiter ging es zum Bloggertreffen von Carlsen (Was uns hier alles verraten wurde......) und lovelybooks/Bastei Lübbe. Hier gab es Kalorienreiches in Kuchen- und Buchform durch Sonya Kraus und Jessi Hessler. Den Blog Törtchenzeit, werde ich mir dann wohl mal genauer anschauen. Auch Kai Meyer stand in einer Blogger-Talk-Runde zur Verfügung.


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Die All 4 Love Runde mit Autoren wie Petra Röder, Marah Woolf, Emily Bold und vielen mehr haben wir leider nicht vollständig geschafft, weil die Gänge schon so verstopft waren. 


© Sonja Kochmann
Die Messe war ein voller Erfolg und wir kommen auf jeden Fall wieder. Schließlich brauchen wir alle "Input", um es mit den Worten von Nummer 5 zu sagen.


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