Montag, 12. Mai 2014

Rezension // Linda Lael Miller - Big Sky River: Am reißenden Fluss von SONJA


Boone Taylor hat es schwer im Leben. Seine Frau verstarb an Krebs und ließ ihn mit zwei kleinen Kindern zurück. Da er sich nicht in der Lage sah, diese aufzuziehen, gab er die beiden Jungen an seine Schwester Molly. 

Obwohl er als Sheriff der Stadt Parable eine Vorbildfunktion hat, haust er einem heruntergekommen Trailer und schert sich nicht um seine Nachbarin Tara, die diesen als Schandfleck bezeichnet. Doch das Schicksal sorgt für eine Menge Kinder, denn Molly ist gezwungen, die Kinder zu Boone zurück zubringen und Taras Stiefkinder sorgen auch für ordentlich Wirbel. Bei all diesem Trubel wird auch für Boone und Tara ordentlich Staub aufgewirbelt....

Das Örtchen Parable bietet eine Menge einsamer Herzen, die verkuppelt werden wollen. Dies ist ja ein inzwischen ein bewährtes Konzept von Liebesromanen. Man nehme eine kleine idylische Kleinstadt, ein paar einsame Herzen, verschrobene und schrullige Nebenfiguren und paar Dialoge zum Lachen und fertig ist das Ganze!?

So einfach ist es dann meist doch nicht. Schließlich müssen die Hauptfiguren sympathisch sein. Boone ist aufgrund seines persönlichen Leidensweges zum Einsiedler geworden, der sich nur schwer auf andere einlassen kann. Diese harte Schale wird erst einmal von seinen eigenen Kindern und einem kleinen verkommenen Hund bearbeitet. Allein diese Dialoge lassen einem das Herz erweichen. Als Boone dann nach einigen zickigen Dialogen Sympathien und.... für Tara entwickelt, nimmt die Handlung Fahrt auf, denn auch Tara hat zwei Mädchen, einen Hund und eine Schar voll Hühner im Schlepptau. Sie ist selbst durch eine Scheidung durcheinander und muss sich an das Kleinstadtleben noch gewöhnen. 

Schön, das die beiden duch schrullige Nebenfiguren (Opal) und nette Freundinnen (siehe Vorbände Big Sky Country und  Big Sky Mountain) die Schubser in die richtige Richtung erhalten. Man muss diese Vorbände übrigens nicht gelesen haben, da diese in sich abgeschlossen sind. Allerdings tauchen die Bewohner von Parable immer wieder auf und es ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden.

Der Lesefluss ist stimmig und ununterbrochen,da man es kaum abwarten kann, wie es weitergeht. Opal (die Kupplerin vom Dienst) droht auch schon weitere Bündnisse an.

In dem Diner der Stadt möchte ich auch mal einen Burger essen und den Dialogen der Tratschtanten lauschen....10 von 10 Punkten.


Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2014
Seiten: 304
ISBN: 978-3862788026


© Sonja Kochmann



Rezension // Viola Krauß, Martina Kiesel - Das Bastelbuch für alle, die sich im Büro langweilen von SONJA


No risk no fun. Wer sich am Arbeitsplatz langweilt, der sollte basteln. Womit? Mit allerlei Büromaterial und Einrichtungsgegenständen kann die Zeit bis zum Feierabend überbrückt werden. Doch Vorsicht, wenn der Chef naht.

Man und auch frau sollte dieses Buch nicht allzu ernst nehmen. Denn ich wage mal zu behaupten, dass nicht jeder einen toleranten Arbeitgeber hat, der bereit ist, für lustige Bastelspielchen Arbeitszeit, Büromaterial und Einrichtungsgegenstände zu opfern.

Denn mit einem Schwamm die Bürowände zu verzieren oder Bürostuhlrollen zu demontieren, tonnenweise Druckerpapier zu entwenden, könnte doch schnell zum Kündigungsgrund werden.

Das Buch hat allerdings zu jedem "Bastelerzeugnis" witzige Einleitungen bei denen man ordentlich schmunzeln muss. Daher eignet sich das Buch vielleicht als Geschenk für ein Dienstjubiläum.

Ein Paar Ideen finde ich allerdings auch geeignet, um sie mit Kindern nachzubauen. Hier meine kleine Filtertütentaube:


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


7 von 10 Punkten. Da ich manche Ideen etwas zu ausgefallen fand ;)


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Seiten: 192
ISBN: 978-3764504915

Rezension // Melvin Burgess - Death von SONJA


Death ist eine Todesdroge. Wer sie nimmt, hat 7 berauschende Tage und stirbt danach glücklich! 

Wirklich? 

Adams Leben scheint nach dem Tod seines Bruders in einer Gegenwart mit politischen Umbrüchen aussichtslos, warum sollte er also nicht Death probieren? Wird dies die beste Woche seines Lebens?

Ich gebe zu, dass ich mir nach der Vorankündigung unter dem Buch ein bisschen was anderes vorgestellt habe: Denn der Rockstar Jimmy Earle ist lediglich der inhaltliche Auslöser für eine Reihe von politischen Gegebenheiten. Das Buch spielt in naher (?) Zukunft in London. Die Armen werden immer ärmer und die wenigen Reichen, werden immer reicher. Es gibt eine politische Untergrundbewegung, die den Sturz und den Umbruch vorantreiben will. Dafür nutzen diese die Todessehnsucht und den Wunsch für eine kurze aber wundervolle Lebenswoche aus.

Das Buch hat mich sehr stark an Rachel Ward "Numbers" erinnert. Denn die Konstellation von Politik, Industrie, soziale Armut etc. waren nahezu identisch. 

Ein großer Schwerpunkt wird hier auf die Frage gelegt: Was ist der Sinn des Lebens? Was tut man, wenn man nur noch eine Woche hat, aber körperlich nicht eingeschränkt ist, da die Droge einen in Hochstimmung und Bestform versetzen. Hier werden Listen über Listen gemacht und geplant. Klar ist, dass bei einem Jugendbuch in dieser Form "Baum pflanzen" nicht ganz oben auf der Liste steht. Hier sollen Mädchen abgeschleppt werden, Fieslinge getötet werden und und und.

Diese Überlegungen und Planerei waren mir streckenweise etwas zu eintönig. Denn die eigentliche Handlung, um den politischen Umbruch, der Kampf um die Bösen und das EINE Mädchen werden erst im letzten Viertel des Buches spannend. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, denn auch Adam muss in diesem Buch auf die ein oder andere Art erfahren, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint. 

Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken über Sterbehilfe, Lebensmut, politisches Engagement, Idole, Drogen an und ist daher kein Buch was für unter 14 jährige geeignet ist. Aufgrund der Längen vergebe ich 6 von 10 Punkten, obwohl mir die Idee dahinter gut gefallen hat.

Kleiner Kritikpunkt am Cover: Die Death-Kapsel ist hier rot-weiß-schwarz. Im Buch ist sie jedoch nur schwarz-weiß. Sicherlich ist die Gestaltung des Covers in den Leuchtfarben eine Frage des Marketings, aber es passt leider nicht inhaltlich.


Verlag: Chicken House
erschienen: 2014
Seiten: 352
ISBN: 978-3551520616



Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann



Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann

Rezension // Kathryn Taylor - Colours of Love: Verführt von SONJA


Sophie ist nach London zurückgekehrt. Der Alltag im Auktionshaus ihres Vaters ist so ganz anders als die Tage in Rom mit Matteo. 

Doch Sophie kann den italienischen Mann ihrer Träume nicht vergessen....

Das Buch ist die unmittelbare Fortsetzung von "Verloren" und muss unbedingt vorher gelesen werden, da man sonst die Gedanken und die Beweggründe von Sophie und Matteo nicht versteht. Auch lässt die o.a. Inhaltsangabe (angelehnt an den Klappentext) ein paar Kleinigkeiten aus ;)

Bereits im Vorband hat mir der Gegensatz kühle englische Lady trifft auf heißblütigen Italiener gut gefallen. Denn Gegensätze ziehen sich an und hier sogar aus. Die erotischen Szenen sind schön beschrieben. Die Kombinationen mit italienischen Essen, Kunst, Sonne, Farbe sprechen die Sinne an und geben der Autorin einige Spielmöglichkeiten, die die Szenen abwechslungsreich machen (Stichwort: Pinsel mit Schokolade)

Die Beweggründe, die im Vorband noch unklar waren, bekommen hier einen tieferen Hintergrund und führen zu einem glaubwürdig langen Weg zum Ziel. Schließlich kriegt Frau ja nicht immer sofort ihren Traummann, da müssen schon ein paar Hürden genommen werden.

Die Orte London und Rom lassen Fernweh aufkommen und unterstreichen die Gegensätze der Hauptfiguren noch ein wenig mehr.

Die hier angeführte Legende um den Trevi-Brunnen (ich hab mal bei Wikipedia nachgeschaut) wird tatsächlich so erzählt und führt fast dazu, dass man das Buch seufzenden schließt und über den Buchdeckel streichelt. Ein tolles Ende: 10 von 10 Punkten.


Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2014
Seiten: 288
ISBN: 978-3404169597


© Sonja Kochmann



Interview // Kathrin Lange von SONJA



Heute haben wir mal ein ganz "explosives" Interview für Euch. Kathrin Lange, die Autorin des "bombigen" Buches "40 Stunden".  Das Buch hat mir sehr gefallen und so ergab sich ein netter Kontakt über facebook und ein persönliches Treffen auf der Leipziger Buchmesse:

© Olaf Kutzmutz

Was verbindet Sie mit dem deutschen Kirchentag?

Als Jugendliche war ich sehr engagiert in der ev. Kirche. Das ist heute – aus ganz vielen Gründen – leider anders. Aber ich habe gute Erinnerungen an Veranstaltungen dieser Art.




© Sonja Kochmann



Warum ist Faris der Hauptermittler so wie er ist und nicht ein klassischer deutscher Kommissar namens Stephan (Derrick)?

Weil ich eben nicht den klassischen deutschen Ermittler wollte, sondern jemanden, der gleichzeitig anders und dabei trotzdem deutsch ist. Viele Leute haben erst Berührungsängste, weil Faris Muslim ist, und sagen mir dann nach der Lektüre: „Der ist ja ganz normal!“ Ich finde das sehr interessant, und es stimmt ja auch! Wenn man von dem Trauma absieht, das er hat, ist Faris Iskander so normal wie Du und ich.

Faris und auch einige andere Personen müssen körperlich ordentlich einstecken. Hat Sie dabei jemand medizinisch beraten?

Der Mann einer meiner besten Freundinnen ist Arzt, und ich habe auch noch mehrere andere Kontakte, ja.


© Sonja Kochmann



Darf man schon ein bisschen was über die Fortsetzung erfahren? Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher?

Ich liebe es, Ermittler über mehrere Bücher hinweg zu begleiten! In Band zwei wird Faris zu einem Mordfall gerufen, und das Opfer ist ihm mehr als gut bekannt. Dann gibt es auch wieder eine Bombenserie. Der erste Attentäter flüstert ihm einen Satz ins Ohr: „Das nächste Mal wirst Du auf den Auslöser drücken!“ Wie beides zusammenhängt, wird natürlich nicht verraten. 
J



Wer oder was hat Sie zum Schreiben gebracht? Wollten Sie schon immer Autor/in werden?

Schon mit vierzehn, ja! Ich habe schon immer gern Geschichten erzählt, und das ist es, was ich am liebsten mache.

Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?

Ziemlich geregelt. Früh aufstehen, Mails beantworten und den ganzen organisatorischen Kleinkram machen, der so ansteht. Dann frühstücke ich und setze mich an den Schreibtisch, meist bis Nachmittags. Wenn ich gut vorankomme (oder ein knapper Abgabetermin ansteht), kommt es vor, dass ich auch nach dem Abendessen noch weiterschreibe.

Wie lange dauerte das Schreiben?

Tagsüber meist etliche Stunden.

Wie schreiben Sie?

Auf einem Laptop, den ich fast überall mit hinnehme. Im ersten Schritt denke ich mir die Handlung (den Plot) aus, und schreibe dann daran entlang. Wobei dabei meistens noch etliche Änderungen passieren, einfach, weil mir beim Niederschreiben bessere Ideen kommen. Das Ganze ist ein ziemlich chaotischer Vorgang, der mich manchmal selbst zur Verzweiflung treibt. Es gibt einen sehr schönen Spruch, der ihn gut beschreibt: „Einen Roman zu schreiben, ist wie in der Nacht Auto zu fahren. Du kannst nur so weit sehen, wie die Scheinwerfer reichen, aber du kannst den gesamten Weg auf diese Weise zurücklegen.“ Das trifft es ziemlich genau! 



Getroffen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Ich habe mehrere, aber mein absoluter Favorit war und ist Robert B. Parker. Außerdem Dennis Lehane, Michael Conelly und Julia Spencer-Fleming. Von den deutschen Autoren mag ich Titus Müller und Andreas Eschbach.

Was ist Ihr Lieblingsbuch?

Auch da gibt es mehrere. Sehr gern gelesen habe ich „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt und „Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffenegger.

Haben Sie neben dem Schreiben noch Hobbys?

Meinen Hund. Für mehr bleibt leider nicht viel Zeit.

© Sonja Kochmann


Was lesen Sie gerade?

„Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis. Ich habe aber gerade erst angefangen. Davor habe ich „Der Teufel von New York“ von Lyndsay Faye gelesen, ein großartiges Buch!
Wie stehen Sie zum Ebook?

Ich glaube, dass es das Lesen in den nächsten Jahren sehr verändern wird. Ich merke das schon heute an mir selbst. Wenn ich ein E-Book lese, lese ich sehr viel weniger intensiv und vergesse auch schneller wieder, was ich gelesen habe. Ich glaube, dass das vielen so geht, und dass wir Autoren uns mit unserer Erzählweise darauf werden einstellen müssen. Ich finde diese Entwicklung gleichzeitig spannend, aber auch ein bisschen beängstigend.

Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?

Dennis Lehane! Drück mir die Daumen: Ich fliege im Sommer nach Boston, vielleicht gelingt es mir, ihn dort zu treffen. Ich habe ihn kürzlich schon einmal kurz auf einer Lesung in Berlin getroffen, aber dabei war leider keine Zeit für meine Fragen, denn die sind sehr speziell. Wie kam er auf die ungewöhnliche Rückblende gleich zu Anfang von „In der Nacht“? Warum verliert er im Laufe des Buches die Frauenfigur? Wie entwickelt er seine Helden? Lauter solches Zeug interessiert mich als Thrillerautorin natürlich sehr. 


Vielen Dank für das Interview und ich gespannt auf Faris und seine neuen Blessuren....und werde wohl auch einmal in die anderen Bücher schnuppern.

Montag, 5. Mai 2014

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Freitag, 2. Mai 2014

Rezension // Peter Huth - Berlin Requiem von SONJA


Berlin. 
Ein Virus bricht aus. 
Symptome: Koma, Tod, Erwachen. 
Die Infizierten greifen die Lebenden an. 
Betroffene: Scheinbar Immigranten. 
Betroffene Gebiete: Neukölln und Kreuzberg.

In einer Blitzaktion wird wieder eine Mauer errichtet und die Berichterstattung in den Medien überschlägt sich mit dem politischen Handeln einzelner.....

Aufgrund diverser Filme und Serien sind derzeit ja Zombies "in". Doch die Schauplätze sind meist die USA. Wie wird ein solches Szenario in Berlin ablaufen? 

Grandios! Ich konnte das Buch teilweise gar nicht aus der Hand legen. Aber nicht weil es so blutrünstig war, sondern, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die einzelnen Personen weiter handeln. Denn der Schwerpunkt liegt hier nicht bei den Kämpfe der Überlebenden, sondern bei den Journalisten und Politikern.

Hier gibt es Politiker, die ein Buch über scheinbar gescheiterte Immigration verfasst haben und den Virus zum Aufstieg in höhere Ämter nutzen, Politiker die räumliche Distanz vorziehen und zurück nach Bonn gehen oder Kameramänner, die bereits in Kriegsgebieten eingesetzt waren und für den kleinen Mann in der Gefahrenzone recherchieren.

Das Buch hat eine Vielzahl an charismatischen, unbeliebten, verschrobenen Protagonisten, die den Handlungsverlauf vielfältig gestalten und die derzeit in den Medien vorkommende Reizthemen (Sozialstaat, Banken, nationale Identität) werden geschickt mit in die Handlung integriert. Es ist realitätsnah geschrieben und könnte beinah morgen passieren!?

Die Dialoge sind rasant und erzeugen eine temporeiche Handlung. An manchen Stellen musste ich doch laut loslachen, als zum Beispiel der in Deutschland geborene Türke dem Ossi erklärt, dass er schon länger als dieser Deutscher sei. Wunderbar gemacht.

Die Mauer in Berlin aus Aspekten der Seuchenvorbeugung wieder aufzubauen  führt natürlich auch zu diversen Rückblicken und hat hier eine besondre Bedeutung.

10 von 10 Punkten für die tolle Zombiehandlung im heutigen Berlin. 

Verlag: Heyne
erschienen: 2014
Seiten: 336
ISBN: 978-3453676664


Rezension // M. Leighton - Atemlos: Addicted to You von SONJA


Liv lernt auf einem Junggesellinnenabschied den smarten und äußerst attraktiven Barbesitzer Cash kennen. Anfänglich sträubt sich Liv, denn die Anziehungskraft von "Bad Boys" wird ihr stets zum Verhängnis. Gut, dass Cash eine Zwillingsbruder namens Nash hat. Der scheint ein bisschen konservativer zu sein. Doch beide Jungs ziehen sie magisch an.

Der Anfang war ein bisschen mühselig, da jedes Kapitel einen Perspektivenwechsel beinhaltet: Oliva, Nash und Cash. Erzählt wurde das Ganze dann auch noch in der Ich-Form, was ich eigentlich überhaupt nicht mag. Doch diese Erzählweise soll einen bestimmten Effekt in der Handlung erzielen, denn ich allerdings schon bereits nach ein paar Kapiteln vermutet habe, da ich ein ähnliches Buch schon einmal gelesen habe.

Einen erotischen Roman für Frauen aus der Sichtweise von Männern, war dann auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Dennoch hab ich die Protagonisten ins Herz geschlossen. Diese haben auch endlich mal Namen, die noch nicht in den 100.000 Erotikromanen der letzten Jahren vorgekommen sind, so dass man sich beim Lesen ein neues Bild machen konnte. Und das kann man, dank des Erzählstils recht gut. 

Die Dialoge sind spritzig und anzüglich, was die Umgebung z.B. die Bar einfach mit sich bringt. Auch die Nebenfiguren wie z.B. Ginger und Tyrn hauen die sexistischen Äußerungen nur so heraus, so dass man mit den Mädels gern mal einen Trinken gehen würde.

Anspielungen auf die Filme "Pretty in Pink" oder "James Bond" lassen das Buch moderner wirken und endlich fährt ein Held mal ein Motorrad und keine moderne Limousine!

Auf die angekündigten Fortsetzungen freue ich mich jetzt schon, da das Buch neben des Techtelmechtels mit den Zwillingen auch einen weiteren recht spannenden Handlungsfaden enthält, den ich hier aber nicht verraten werde.

9 von 10 Punkten.


Verlag: Heyne
erschienen: 2014
Seiten: 336
ISBN: 978-3453418325




© Sonja Kochmann





Rezension // Sandra Lüpkes - Das kleine Inselhotel von SONJA

© Sonja Kochmann

Nach einem Skandal will die Fernsehmoderatorin nur noch Ruhe und Frieden. Sie beschließt das Haus des Leuchtturmwärters auf einer kleinen Insel in der Nordsee zu kaufen. Doch es gibt Auflagen! Sie muss einige Zimmer ganzjährig an Touristen vermieten. Alles ganz einfach!? Doch das ist es leider dann doch nicht. Das Haus muss renoviert werden, die Insulaner sind ein Volk für sich, das Finanzamt und ihr ehemaliges Filmteam kündigen sich an.....

Urlaub. Ich brauch Urlaub an der Nordsee. Wer den nicht sofort bekommen kann, der MUSS zu diesem Buch greifen!

Da ich selbst seit Jahren auf diversen Inseln in der Nordsee Urlaub mache, war ich gespannt, auf welcher Insel das Buch wohl spielt, doch dies wird von der Autorin gar nicht konkret genannt und im Nachwort erfährt der Leser: ein bisschen was von hier und da. Eine wunderschöne Mischung!

Jannike ließ mich zeitweise an diverse Moderatorinnen aus dem NDR-Programm denken. Ob das wohl ein Zufall war?! Jannike macht in diesem Buch einen ordentlichen Sprung: vom hektischen Köln auf die Insel. Denn hier ticken die Uhren anders. Hier muss sich nach Ebbe und Flut gerichtet werden. Ansonsten läuft hier nämlich gar nichts. Und in die Pedale muss sie auch treten, denn die Insel ist autofrei. 

Im alkoholisierten Zustand Fahrrad fahren, einem angriffslustigen Kaninchen die Stirn bieten, dem Finanzamt Rede und Antwort stehen und für sich selbst einen Neustart wagen: das ist alles nicht so einfach, wird aber von der Autorin mit Witz und Charme umgesetzt.

Die Insulaner werden hier als kleines schrulliges eingeschworenes Volk dargestellt, die einem als Zugezogene das Leben ordentlich schwer machen können. Doch wenn man erst einmal dazugehört, dann kann man auf die Leute zählen. Irgendwie ist für jeden etwas in dem Buch zu finden: ein bisschen Heimat, ein bisschen Liebe, lustige Szenen und ein tolles (wenn auch ein bisschen offenes) Ende. 

Die Kapitel werden durch passende abgebildete Postkarten, Briefe, SMS eingeleitet. Kritik muss ich jedoch üben: ich fand die Schrift des Buches einen Tick zu klein. (Aber das ändert nichts am Inhalt.)

Da würde ich gern ein Zimmer mieten: volle Punktzahl!

Am 15.05.14 findet in Hannover eine musikalische Lesung mit Sandra Lüpkes bei Leuenhagen und Paris statt. Ich habe mir schon eine Eintrittskarte besorgt. 


Verlag: rororo
erschienen: 2014
Seiten: 320
ISBN: 978-3499266485