Dienstag, 27. Mai 2014

Rezension // Priska Lo Cascio - Das Herz des Sternenbringers von SINA


Alwynn kümmert sich um das kleine Hofgut Wertlyng, solange ihr Bruder als Housecarl für den angelsächsischen Harold Godwinson durch die Lande zieht. Eines Tages kommt ein Fremder auf das Hofgut. Garred Garredson ist jedoch ein normannischer Spion, der die Invasion seines Herzogs William vorbereiten soll. Garred jedoch merkt bald, dass die Menschen in Wertlyng seinen Schutz brauchen und allen voran Alwynn, zu der er sich hingezogen fühlt. Alwynn geht es genauso, doch dann verheiratet ihr Bruder sie mit Turoc, einem tyrannischen Angelsachsen, dem Rache wichtiger ist, als Friede und Liebe.

Allein das Cover des Buches ist schon ein Augenschmauß. Nicht nur, dass es in meiner Lieblingsfarbe Orange gefertigt ist, wirkt es insgesamt sehr stimmig und man weiß schon, was sich im Inneren des Buches verbirgt. Eine Geschichte um Freundschaft, Liebe, Krieg und Vernunft.

Die Autorin hat mit der jungen Alwynn of Wertlyng eine sehr sympathische Frau geschaffen, die allen Widrigkeiten zum Trotz versucht, sich und ihren Leuten auf dem Gutshof ein schönes Leben zu schaffen. Sie führt ihren Haushalt mit strenger Hand, aber jeder weiß dies zu schätzen und ist ihr treu ergeben. Ihr Talent, alles in die richtigen Bahnen zu leiten, ist bewundernswert.
Bis Garred auftaucht.

Garred ist ebenfalls sehr sympathisch. Seine Vergangenheit lässt einem sein Handeln entschuldigen und nach und nach merkt man, dass er mit allen Mitteln versucht, eine Lösung zu finden, die für beide Parteien ein gutes Ende findet.

Ich war aufgrund des faszinierenden Schreibstils sofort in der Geschichte gefangen. Die Autorin weiß mit Worten umzugehen, fügt diese zu Sätzen zusammen, die einem bildlich aufzeigen, wie es damals ausgesehen haben könnte und vor allem zugegangen ist.

Gerade durch den Stil habe ich mich gerne in die Welt von Alwynn und Garred entführen lassen und werde mir die Autorin auch im Hinterkopf behalten und hoffen, dass noch weitere schöne Geschichten von ihr den Weg zu mir nach Hause finden.

Die sehr gefühlvolle Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht Alwynns und Garreds erzählt. So bekommt man einen schönen Einblick in die Gedankengänge der beiden. Ihr Hang zur Gerechtigkeit ist sehr ausgeprägt und führt zu allerhand Situationen, die für alle Beteiligten brenzlig sind.

Besonders ans Herz gewachsen ist mir der ungestüme Junge Aelfric, der mich vom Verhalten her sehr an meinen kleinen Sohn erinnert hat. Sein lausbubenhaftes Grinsen konnte ich mir förmlich vorstellen und so hat Aelfric für mich auch ein Gesicht bekommen.

Fazit:

Eine mittelalterliche Geschichte rund um Liebe und Krieg. Ich vergebe die volle Punktzahl.

Verlag: Thienemann Verlag
erschienen: 2014
Printseiten: 430
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-522-20183-4


Sonntag, 25. Mai 2014

Rezension // Alexandra Pilz - Verliebt in Hollyhill (02) von SINA


Nach dem ersten aufregenden Abenteuer in Hollyhill kann es Emily immer noch nicht richtig fassen, dass sie in der Zeit zurückgereist ist. Und auch, dass Matt sie geküsst hat, lässt Emily nicht mehr los. Als sie überlegt, ob sie in Hollyhill bleiben will oder zurück zu ihrer Großmutter nach München geht, bleibt ihr fast keine Zeit, sich zu entscheiden. Denn der nächste Zeitsprung steht an und Emily ist mittendrin im Jahr 1811. Eine Kutsche rollt heran und heraus fällt eine bewusstlose junge Frau, die in Hollyhill für Aufregung sorgt. Emily und Matt finden schnell heraus, dass die Spur der Frau zu einem Herrenhaus führt. Dort bringen Briefe Emily auf die Spur einer geheimnisvollen und komplizierten Liebe. Und Emily weiß, dass sie sich selbst entscheiden muss. Für Matt oder für München.

Der erste Teil Zurück nach Hollyhill hatte mich ja bekanntlich schon nicht richtig vom Hocker reißen können, ich wurde aber mit offenen Fragen zurückgelassen, von denen ich hoffte, dass diese im zweiten Teil erklärt würden. Doch leider war dies nicht der Fall. Im Gegenteil, es kamen neue Fragen hinzu und ich bin mehr als neugierig, wie diese ganzen Zeitreisen denn eigentlich genau vonstatten gehen.
Außerdem wird eine geheimnisvolle Maschine erwähnt, mit deren Hilfe sich die Zeitreisenden in den jeweiligen Zeiten zurecht finden können, doch auch hier wird nur erwähnt und nicht richtig erklärt.

Ich, an Emilys Stelle, würde Fragen um Fragen stellen, um genau zu verstehen, wie denn so etwas Spannendes wie der Zeitsprung genau funktioniert und warum dies denn nur in Hollyhill der Fall ist.
Aber Emily hat mehr mit sich und ihren Gefühlen zu tun und den Entscheidungen, die sie treffen muss. Fast nebenbei wird daher geklärt, um wen es sich bei der bewusstlosen jungen Frau handelt.

Sehr gut gefallen haben mir die Beschreibungen des Jahres 1811, genau die Art und Weise, wie sich damals das Leben in einem Herrenhaus abgespielt hat. Da Emily hier immer wieder vergleicht, wie es denn im 21. Jahrhundert zugeht und mit ihren „modernen“ Manieren dann doch ab und zu mal in ein Fettnäpfchen tritt, wurde hier von der Autorin für kleine Schmunzler gesorgt, die mir den zweiten Teil der Reihe dann doch etwas sympathischer als den ersten gemacht haben.

Langsam kann man sich durch kleinere Andeutungen einen Reim auf die Zeitsprünge machen, wird jedoch am Ende wieder mit seinen Fragen alleine gelassen.

Das Ende hat mich dann doch überrascht und ich werde auch zum dritten Band greifen, um herauszufinden, wie sich denn nun alles (letztendlich?) entwickelt.

Vom Schreibstil her hat sich gegenüber dem ersten Teil nichts geändert. Manche Szenen waren wieder etwas schnell abgehandelt und ich bin überzeugt, dass dem Buch ein paar Seiten mehr garantiert gut getan hätten.

Emily, die mir im ersten Teil am Ende nicht mehr richtig sympathisch rüberkam, hat es dann doch wieder geschafft, sich einen kleinen Platz in meinem Herzen zu erschleichen, gerade weil sie auch ihr Herz an andere weitergegeben hat, die ein bisschen Zuneigung dringend gebraucht haben.

Fazit:
Eine bislang nicht recht überzeugende Reihe, die aber durch überraschende Wendungen am Ende doch das Weiterlesen lohnenswert machen.
7 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne fliegt
erschienen: 2014
Printseiten: 382
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-453-26917-0

Mittwoch, 21. Mai 2014

Rezension // George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Der Sohn des Greifen (Band 09) von SINA

Tyrion muss fliehen und es verschlägt ihn auf ein Schiff in Richtung Meereen bzw. Quarth. Sein Ziel: Daenerys. Diese wiederum hat mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Hunger, Not und Intrigen. Und Jon Schnee findet sich in seiner Rolle als Lord Kommandant der Nachtwache immer mehr zurecht.
Doch das Spiel um die Throne wird immer undurchsichtiger und die Eifersucht der einzelnen Häuser kostet Leben und bringt einem an den Rand der Verzweiflung.

Das ist ein begeisterter Fan der Reihe bin, braucht nicht nochmals erwähnt zu werden. Und so stimmt es mich schon sehr traurig, dass ich mittlerweile beim neunten Teil der Reihe angelangt bin und meine Reise durch Westeros schon bald vorzeitig beendet sein wird. Vor mir liegt nur noch Band Nr. 10 und dann heißt es erstmal warten. Wie lange, weiß man nicht. Doch hoffe ich, dass der Autor mich bzw. die ganze Fangemeinschaft nicht mehr lange warten lässt.

Der neunte Teil widmet sich wieder den Personen, die meiner Meinung nach die Wichtigsten der ganzen Handlung sind. Allen voran Jon Schnee, Daenerys Targaryen und Tyrion Lennister. Als zweiten Handlungsstrang verfolgen wir Ramsey Bolton und Theon Graufreund. Zwischendurch gibt es Einwürfe aus Rosengarten.

Die Handlung nimmt Fahrt auf, Hintergründe werden offengelegt und man bekommt wieder einen Einblick in das Gefühlsleben der einzelnen Charaktere.
Insbesondere die Entwicklung von Theon Graufreund und Daenerys waren interessant und teilweise wieder sehr überraschend.

Das Buch fordert einem aber auch einiges an Orientierung ab. So war ich manchmal etwas verwirrt, da wieder eine Unmengen an Namen ins Spiel kommen und neue Wege offen gelegt werden.

Aber auch alte Personen drängen sich wieder in den Vordergrund, werden zu interessanten Charakteren, die durch ihr Handeln einiges verändern können.

Der Autor fasziniert mich wieder mit seinem Einfallsreichtum und seinen unergründlichen Wegen in immer neue Abenteuer.

Fazit:
Westeros ist immer wieder eine Reise wert. Deswegen wieder volle Punktzahl.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2012
Printseiten: 832
Format: ebook
ISBN: 978-3-7645-3104-1

Reihenfolge der Bücher

Dienstag, 13. Mai 2014

Rezension // Sandra Regnier - Pan: Das geheime Vermächtnis des Pan (01) von SINA

Felicity, von allen nur abwertig City genannt, weiß, dass sie nicht dem Schönheitsideal entspricht und kümmert sich auch dementsprechend nicht darum, was andere von ihr denken. Ein paar Kilo zuviel, die doofe Zahnspange und bedingt durch ihren Job im Pub ihrer Mutter gibt sie ihren Mitschülerin auch allen Anlass dazu, nicht gerade in höchsten Tönen von ihr zu schwärmen. Gut, dass sie ihre Clique hat, die stets zu ihr halten und sie so nehmen, wie sie ist. Bis der gutaussehende Leander FitzMor auftaucht. Felicity rechnet sich keinerlei Chancen bei ihm aus, außerdem scheint er arrogant und eingebildet. Doch Leander und Felicity freunden sich an, rein platonisch zuerst. Bis komische Dinge passieren und Felicity nachhakt. Was sie herausfindet, sprengt ihre Vorstellung von Dimension und Zeit.

Die Hauptprotagonistin Felicity ist nicht das, was man so in Büchern gewohnt ist. Sie ist vorlaut, frech, hat ein paar Kilo zuviel auf den Rippen, kümmert sich nicht um ihr Aussehen und hat auch sonst einige Probleme, die sie nicht lösen kann. Ihr schlagfertiges Mundwerk rettet sie zwar aus manchen Situationen, doch ist sie im Grunde eigentlich ein Mädchen, dass nur eins will: ein normales Leben führen mit einer normalen Familie und normalen Freunden. Doch dies ist ihr nicht vergönnt und so schlägt sie sich mehr schlecht als recht durch ihr Leben.
Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch, vor allem auch wegen ihrer Schlagfertigkeit.

Mit Leander, von allen Lee genannt, hatte ich schon mehr Probleme, warm zu werden. Sein arrogantes Verhalten ganz zu Anfang hat mich zur Weißglut gebracht, doch dies hat sich kurz darauf verändert. Felicity gegenüber war er anständig, half ihr, wo es ging und gab ihr das Gefühl, ein wertvoller Mensch zu sein.

Ich gebe zu, dass mich das Buch von Anfang an gepackt hat, nicht, weil es eine schriftstellerische Meisterleistung ist, sondern einfach, weil es gerade durch die manchmal hitzigen Wortgefechte von Felicity und Lee ein wahres Vergnügen war. Beide sind eigentlich wie Feuer und Wasser und passen doch wieder zusammen wie die berühmte Faust aufs Auge.

Bis sich ungefähr im letzten Drittel des Buches plötzlich einiges ändert. Man wird überschüttet mit neuen Informationen, ein Abenteuer der besonderen Art bildet sich und Felicity weiß plötzlich nicht mehr, wie ihr geschieht.

Ich war etwas überrascht, dass die Geschichte erst Highschool-mäßig vor sich hinplätschert und dann urplötzlich eine Wendung nimmt.
Doch muss ich sagen, dass dann so richtig Fahrt in die Geschichte kam und ich mich auch gefreut habe, dass nun endlich eigentlich das Thema angesprochen wird, um das es in der Story eigentlich geht.

Die volle Punktzahl vergebe ich trotzdem nicht, weil ich hoffe, dass in den nächsten beiden Bänden der Trilogie der Fantasyanteil höher ist und das eigentliche Abenteuer erst richtig beginnt.

Fazit:
Felicity und Lee – ein ungewöhnliches Team. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2013
Format: Taschenbuch
Printseiten: 416
ISBN: 978-3-551-31380-5 

Montag, 12. Mai 2014

Rezension // Linda Lael Miller - Big Sky River: Am reißenden Fluss von SONJA


Boone Taylor hat es schwer im Leben. Seine Frau verstarb an Krebs und ließ ihn mit zwei kleinen Kindern zurück. Da er sich nicht in der Lage sah, diese aufzuziehen, gab er die beiden Jungen an seine Schwester Molly. 

Obwohl er als Sheriff der Stadt Parable eine Vorbildfunktion hat, haust er einem heruntergekommen Trailer und schert sich nicht um seine Nachbarin Tara, die diesen als Schandfleck bezeichnet. Doch das Schicksal sorgt für eine Menge Kinder, denn Molly ist gezwungen, die Kinder zu Boone zurück zubringen und Taras Stiefkinder sorgen auch für ordentlich Wirbel. Bei all diesem Trubel wird auch für Boone und Tara ordentlich Staub aufgewirbelt....

Das Örtchen Parable bietet eine Menge einsamer Herzen, die verkuppelt werden wollen. Dies ist ja ein inzwischen ein bewährtes Konzept von Liebesromanen. Man nehme eine kleine idylische Kleinstadt, ein paar einsame Herzen, verschrobene und schrullige Nebenfiguren und paar Dialoge zum Lachen und fertig ist das Ganze!?

So einfach ist es dann meist doch nicht. Schließlich müssen die Hauptfiguren sympathisch sein. Boone ist aufgrund seines persönlichen Leidensweges zum Einsiedler geworden, der sich nur schwer auf andere einlassen kann. Diese harte Schale wird erst einmal von seinen eigenen Kindern und einem kleinen verkommenen Hund bearbeitet. Allein diese Dialoge lassen einem das Herz erweichen. Als Boone dann nach einigen zickigen Dialogen Sympathien und.... für Tara entwickelt, nimmt die Handlung Fahrt auf, denn auch Tara hat zwei Mädchen, einen Hund und eine Schar voll Hühner im Schlepptau. Sie ist selbst durch eine Scheidung durcheinander und muss sich an das Kleinstadtleben noch gewöhnen. 

Schön, das die beiden duch schrullige Nebenfiguren (Opal) und nette Freundinnen (siehe Vorbände Big Sky Country und  Big Sky Mountain) die Schubser in die richtige Richtung erhalten. Man muss diese Vorbände übrigens nicht gelesen haben, da diese in sich abgeschlossen sind. Allerdings tauchen die Bewohner von Parable immer wieder auf und es ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden.

Der Lesefluss ist stimmig und ununterbrochen,da man es kaum abwarten kann, wie es weitergeht. Opal (die Kupplerin vom Dienst) droht auch schon weitere Bündnisse an.

In dem Diner der Stadt möchte ich auch mal einen Burger essen und den Dialogen der Tratschtanten lauschen....10 von 10 Punkten.


Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2014
Seiten: 304
ISBN: 978-3862788026


© Sonja Kochmann



Rezension // Viola Krauß, Martina Kiesel - Das Bastelbuch für alle, die sich im Büro langweilen von SONJA


No risk no fun. Wer sich am Arbeitsplatz langweilt, der sollte basteln. Womit? Mit allerlei Büromaterial und Einrichtungsgegenständen kann die Zeit bis zum Feierabend überbrückt werden. Doch Vorsicht, wenn der Chef naht.

Man und auch frau sollte dieses Buch nicht allzu ernst nehmen. Denn ich wage mal zu behaupten, dass nicht jeder einen toleranten Arbeitgeber hat, der bereit ist, für lustige Bastelspielchen Arbeitszeit, Büromaterial und Einrichtungsgegenstände zu opfern.

Denn mit einem Schwamm die Bürowände zu verzieren oder Bürostuhlrollen zu demontieren, tonnenweise Druckerpapier zu entwenden, könnte doch schnell zum Kündigungsgrund werden.

Das Buch hat allerdings zu jedem "Bastelerzeugnis" witzige Einleitungen bei denen man ordentlich schmunzeln muss. Daher eignet sich das Buch vielleicht als Geschenk für ein Dienstjubiläum.

Ein Paar Ideen finde ich allerdings auch geeignet, um sie mit Kindern nachzubauen. Hier meine kleine Filtertütentaube:


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


7 von 10 Punkten. Da ich manche Ideen etwas zu ausgefallen fand ;)


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Seiten: 192
ISBN: 978-3764504915

Rezension // Melvin Burgess - Death von SONJA


Death ist eine Todesdroge. Wer sie nimmt, hat 7 berauschende Tage und stirbt danach glücklich! 

Wirklich? 

Adams Leben scheint nach dem Tod seines Bruders in einer Gegenwart mit politischen Umbrüchen aussichtslos, warum sollte er also nicht Death probieren? Wird dies die beste Woche seines Lebens?

Ich gebe zu, dass ich mir nach der Vorankündigung unter dem Buch ein bisschen was anderes vorgestellt habe: Denn der Rockstar Jimmy Earle ist lediglich der inhaltliche Auslöser für eine Reihe von politischen Gegebenheiten. Das Buch spielt in naher (?) Zukunft in London. Die Armen werden immer ärmer und die wenigen Reichen, werden immer reicher. Es gibt eine politische Untergrundbewegung, die den Sturz und den Umbruch vorantreiben will. Dafür nutzen diese die Todessehnsucht und den Wunsch für eine kurze aber wundervolle Lebenswoche aus.

Das Buch hat mich sehr stark an Rachel Ward "Numbers" erinnert. Denn die Konstellation von Politik, Industrie, soziale Armut etc. waren nahezu identisch. 

Ein großer Schwerpunkt wird hier auf die Frage gelegt: Was ist der Sinn des Lebens? Was tut man, wenn man nur noch eine Woche hat, aber körperlich nicht eingeschränkt ist, da die Droge einen in Hochstimmung und Bestform versetzen. Hier werden Listen über Listen gemacht und geplant. Klar ist, dass bei einem Jugendbuch in dieser Form "Baum pflanzen" nicht ganz oben auf der Liste steht. Hier sollen Mädchen abgeschleppt werden, Fieslinge getötet werden und und und.

Diese Überlegungen und Planerei waren mir streckenweise etwas zu eintönig. Denn die eigentliche Handlung, um den politischen Umbruch, der Kampf um die Bösen und das EINE Mädchen werden erst im letzten Viertel des Buches spannend. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, denn auch Adam muss in diesem Buch auf die ein oder andere Art erfahren, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint. 

Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken über Sterbehilfe, Lebensmut, politisches Engagement, Idole, Drogen an und ist daher kein Buch was für unter 14 jährige geeignet ist. Aufgrund der Längen vergebe ich 6 von 10 Punkten, obwohl mir die Idee dahinter gut gefallen hat.

Kleiner Kritikpunkt am Cover: Die Death-Kapsel ist hier rot-weiß-schwarz. Im Buch ist sie jedoch nur schwarz-weiß. Sicherlich ist die Gestaltung des Covers in den Leuchtfarben eine Frage des Marketings, aber es passt leider nicht inhaltlich.


Verlag: Chicken House
erschienen: 2014
Seiten: 352
ISBN: 978-3551520616



Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann



Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann

Rezension // Kathryn Taylor - Colours of Love: Verführt von SONJA


Sophie ist nach London zurückgekehrt. Der Alltag im Auktionshaus ihres Vaters ist so ganz anders als die Tage in Rom mit Matteo. 

Doch Sophie kann den italienischen Mann ihrer Träume nicht vergessen....

Das Buch ist die unmittelbare Fortsetzung von "Verloren" und muss unbedingt vorher gelesen werden, da man sonst die Gedanken und die Beweggründe von Sophie und Matteo nicht versteht. Auch lässt die o.a. Inhaltsangabe (angelehnt an den Klappentext) ein paar Kleinigkeiten aus ;)

Bereits im Vorband hat mir der Gegensatz kühle englische Lady trifft auf heißblütigen Italiener gut gefallen. Denn Gegensätze ziehen sich an und hier sogar aus. Die erotischen Szenen sind schön beschrieben. Die Kombinationen mit italienischen Essen, Kunst, Sonne, Farbe sprechen die Sinne an und geben der Autorin einige Spielmöglichkeiten, die die Szenen abwechslungsreich machen (Stichwort: Pinsel mit Schokolade)

Die Beweggründe, die im Vorband noch unklar waren, bekommen hier einen tieferen Hintergrund und führen zu einem glaubwürdig langen Weg zum Ziel. Schließlich kriegt Frau ja nicht immer sofort ihren Traummann, da müssen schon ein paar Hürden genommen werden.

Die Orte London und Rom lassen Fernweh aufkommen und unterstreichen die Gegensätze der Hauptfiguren noch ein wenig mehr.

Die hier angeführte Legende um den Trevi-Brunnen (ich hab mal bei Wikipedia nachgeschaut) wird tatsächlich so erzählt und führt fast dazu, dass man das Buch seufzenden schließt und über den Buchdeckel streichelt. Ein tolles Ende: 10 von 10 Punkten.


Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2014
Seiten: 288
ISBN: 978-3404169597


© Sonja Kochmann



Interview // Kathrin Lange von SONJA



Heute haben wir mal ein ganz "explosives" Interview für Euch. Kathrin Lange, die Autorin des "bombigen" Buches "40 Stunden".  Das Buch hat mir sehr gefallen und so ergab sich ein netter Kontakt über facebook und ein persönliches Treffen auf der Leipziger Buchmesse:

© Olaf Kutzmutz

Was verbindet Sie mit dem deutschen Kirchentag?

Als Jugendliche war ich sehr engagiert in der ev. Kirche. Das ist heute – aus ganz vielen Gründen – leider anders. Aber ich habe gute Erinnerungen an Veranstaltungen dieser Art.




© Sonja Kochmann



Warum ist Faris der Hauptermittler so wie er ist und nicht ein klassischer deutscher Kommissar namens Stephan (Derrick)?

Weil ich eben nicht den klassischen deutschen Ermittler wollte, sondern jemanden, der gleichzeitig anders und dabei trotzdem deutsch ist. Viele Leute haben erst Berührungsängste, weil Faris Muslim ist, und sagen mir dann nach der Lektüre: „Der ist ja ganz normal!“ Ich finde das sehr interessant, und es stimmt ja auch! Wenn man von dem Trauma absieht, das er hat, ist Faris Iskander so normal wie Du und ich.

Faris und auch einige andere Personen müssen körperlich ordentlich einstecken. Hat Sie dabei jemand medizinisch beraten?

Der Mann einer meiner besten Freundinnen ist Arzt, und ich habe auch noch mehrere andere Kontakte, ja.


© Sonja Kochmann



Darf man schon ein bisschen was über die Fortsetzung erfahren? Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher?

Ich liebe es, Ermittler über mehrere Bücher hinweg zu begleiten! In Band zwei wird Faris zu einem Mordfall gerufen, und das Opfer ist ihm mehr als gut bekannt. Dann gibt es auch wieder eine Bombenserie. Der erste Attentäter flüstert ihm einen Satz ins Ohr: „Das nächste Mal wirst Du auf den Auslöser drücken!“ Wie beides zusammenhängt, wird natürlich nicht verraten. 
J



Wer oder was hat Sie zum Schreiben gebracht? Wollten Sie schon immer Autor/in werden?

Schon mit vierzehn, ja! Ich habe schon immer gern Geschichten erzählt, und das ist es, was ich am liebsten mache.

Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?

Ziemlich geregelt. Früh aufstehen, Mails beantworten und den ganzen organisatorischen Kleinkram machen, der so ansteht. Dann frühstücke ich und setze mich an den Schreibtisch, meist bis Nachmittags. Wenn ich gut vorankomme (oder ein knapper Abgabetermin ansteht), kommt es vor, dass ich auch nach dem Abendessen noch weiterschreibe.

Wie lange dauerte das Schreiben?

Tagsüber meist etliche Stunden.

Wie schreiben Sie?

Auf einem Laptop, den ich fast überall mit hinnehme. Im ersten Schritt denke ich mir die Handlung (den Plot) aus, und schreibe dann daran entlang. Wobei dabei meistens noch etliche Änderungen passieren, einfach, weil mir beim Niederschreiben bessere Ideen kommen. Das Ganze ist ein ziemlich chaotischer Vorgang, der mich manchmal selbst zur Verzweiflung treibt. Es gibt einen sehr schönen Spruch, der ihn gut beschreibt: „Einen Roman zu schreiben, ist wie in der Nacht Auto zu fahren. Du kannst nur so weit sehen, wie die Scheinwerfer reichen, aber du kannst den gesamten Weg auf diese Weise zurücklegen.“ Das trifft es ziemlich genau! 



Getroffen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Ich habe mehrere, aber mein absoluter Favorit war und ist Robert B. Parker. Außerdem Dennis Lehane, Michael Conelly und Julia Spencer-Fleming. Von den deutschen Autoren mag ich Titus Müller und Andreas Eschbach.

Was ist Ihr Lieblingsbuch?

Auch da gibt es mehrere. Sehr gern gelesen habe ich „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt und „Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffenegger.

Haben Sie neben dem Schreiben noch Hobbys?

Meinen Hund. Für mehr bleibt leider nicht viel Zeit.

© Sonja Kochmann


Was lesen Sie gerade?

„Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis. Ich habe aber gerade erst angefangen. Davor habe ich „Der Teufel von New York“ von Lyndsay Faye gelesen, ein großartiges Buch!
Wie stehen Sie zum Ebook?

Ich glaube, dass es das Lesen in den nächsten Jahren sehr verändern wird. Ich merke das schon heute an mir selbst. Wenn ich ein E-Book lese, lese ich sehr viel weniger intensiv und vergesse auch schneller wieder, was ich gelesen habe. Ich glaube, dass das vielen so geht, und dass wir Autoren uns mit unserer Erzählweise darauf werden einstellen müssen. Ich finde diese Entwicklung gleichzeitig spannend, aber auch ein bisschen beängstigend.

Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?

Dennis Lehane! Drück mir die Daumen: Ich fliege im Sommer nach Boston, vielleicht gelingt es mir, ihn dort zu treffen. Ich habe ihn kürzlich schon einmal kurz auf einer Lesung in Berlin getroffen, aber dabei war leider keine Zeit für meine Fragen, denn die sind sehr speziell. Wie kam er auf die ungewöhnliche Rückblende gleich zu Anfang von „In der Nacht“? Warum verliert er im Laufe des Buches die Frauenfigur? Wie entwickelt er seine Helden? Lauter solches Zeug interessiert mich als Thrillerautorin natürlich sehr. 


Vielen Dank für das Interview und ich gespannt auf Faris und seine neuen Blessuren....und werde wohl auch einmal in die anderen Bücher schnuppern.

Freitag, 9. Mai 2014

Rezension // Jennifer Castle - Der Anfang von Danach von SINA


Laurel möchte nicht mit ihren Eltern, ihrem Bruder Toby und den Nachbarn zur Eisdiele fahren, sondern lieber zu Hause ihre Hausaufgaben fertig machen. Und so steht kurze Zeit später ein Polizist vor ihrer Haustür und teilt ihr mit, dass ihre Eltern und ihr Bruder bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Laurel muss nun versuchen, in ihr gewohntes Leben zurückzufinden, genauso wie David, dessen Mutter bei dem Unfall ebenfalls verstarb. Beide gehen auf unterschiedlichste Weise damit um. Während Laurel zusammen mit ihrer Großmutter und einer Therapeutin einen Weg sucht, pendelt David durchs Land und lässt sich einfach treiben. Doch immer wieder führt sein Weg zurück zu Laurel...

Ich wusste von Anfang an, dass das Buch traurig werden würde und irgendwie war mir gerade nach einer traurigen Geschichte. Und so ließ ich mich darauf ein – sogar meist zu sehr.
Man muss unbedingt Taschentücher bereit legen, denn es gibt immer wieder kleine Situationen in der Geschichte, in denen man zu ihnen greifen muss. Immer wieder überraschend und in Momenten, in denen man gar nicht wirklich damit gerechnet hat.

Der tragische Verlust von Laurel und David ist von der Autorin sehr spürbar beschrieben. Laurel, die erst 16 Jahre alt ist, muss nun plötzlich alleine zurecht kommen, auch wenn sie ihre Großmutter hat, die versucht, den Platz der Eltern einzunehmen. Doch Laurel ist für ihr Alter sehr erwachsen und wird durch den Tod der Eltern immer mehr ins Erwachsenwerden hineingschoben. Sie ist vernünftig, versucht mit Logik an alles heranzugehen und gibt sich touger, als sie eigentlich ist.
David dagegen ist der Rebell, er bricht aus allem aus, lässt es hinter sich und ist doch zerbrechlich und braucht die Nähe.

Die Geschichte ist sehr tiefgründig. Aus Laurels Sicht wird geschildert, wie das erste Jahr nach dem Tod der Eltern und des Bruders bewerkstelligt wird und Laurel manchmal einen ziemlichen Spagat auf sich nehmen muss, um ihrem sozialen Umfeld und sich selbst irgendwie treu zu bleiben. Dies löst sie in meinen Augen sehr souverän, was aber auch auch an der Hilfe ihrer Großmutter, ihrer Therapeutin und ihrer besten Freundin Meg liegt.

Das Thema ist schwierig, von der Autorin in meinen Augen jedoch gelungen umgesetzt, obwohl ich mir manchmal gewünscht hätte, etwas mehr von der Trauer von Laurel zu lesen. Meist kam sie mir etwas „fremd“ in dieser Hinsicht vor.

Das Ende kam mir dann doch etwas zu prompt und „freudig“ rüber, obwohl ich verstehen kann, dass der Alltag wieder im Leben von Laurel und David einziehen muss.

Fazit:
Das Buch ist durchweg traurig und voll Erinnerungen Laurels an ihre Familie, doch gleichzeitig auch in die Zukunft blickend, einfach auf einen „Anfang von Danach“. 8 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Format: Hardcover
Seiten: 381
ISBN: 978-3-646-92578-4

Dienstag, 6. Mai 2014

Rezension // Isa Grimm - Klammroth von SINA


Als Anais nach 16 Jahren an den Ort zurückkehrt, den sie eigentlich zu vergessen sucht, erwartet sie Unerklärliches. Zusammen mit ihrer Tochter Lily versucht sie herauszufinden, warum ihr Elternhaus abgebrannt ist und ihre Stiefmutter sich zu diesem Zeitpunkt darin aufgehalten hat und verbrannt ist. Anais findet heraus, dass alles mit dem Tunnel zu tun hat, der ihr vor 16 Jahren zum Verhängnis wurde. Als sie weiterforscht, wünscht sie sich bald nichts sehnlicher, als endlich aus dem Albtraum aufzuwachen.

Wieder ein Buch, auf das ich durch Blogg Dein Buch aufmerksam wurde. Zusammen mit dem Bastei Lübbe Verlag wurden Exemplare von Klammroth an Blogger vergeben.

Nach Lesen der letzten Seite weiß ich nicht, was genau das Buch eigentlich für ein Genre war. Thriller, Horror, Fantasy.... es war von allem etwas dabei und letztendlich war diese Mischung ein Abtauchen in eine sehr düstere Geschichte, die mich manchmal leicht gruseln ließ. Am ehesten würde ich ihn noch in die Sparte Thriller einreihen.

Die Autorin weiß mit ihrem Schreibstil eine Stimmung aufkommen zu lassen, so dass man nach Lesen der ersten Seiten schon weiß, dass man das Buch am Besten am hellichten Tag lesen sollte, möglichst auf einem vielbesuchten Platz, so dass man gar nicht in Versuchung kommt, hinter jedem Geräusch oder jedem Schatten etwas Unerwartetes zu erwarten.

Mich hat Anais' Geschichte sehr in den Bann gezogen und innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Buch auch verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter dem Ganzen für ein Geheimnis steckt.
Im letzten Drittel, wo alles anfängt, sich aufzuklären, hat sich meine Vermutung, die ich gehegt hatte, dann bestätigt – nur um dann doch wieder teilweise über den Haufen geworfen zu werden.

Die Autorin hat durch ihren Schreibstil ein beklemmendes Gefühl in mir ausgelöst, dass sich nur schwer lösen ließ und bis zum Ende hin durchgehalten hat.

Was am Anfang noch wirkt, wie ein „Heimkommen“ an den Ort des Grauens, wird zum Ende hin die Feststellung, dass das Grauen auch außerhalb ein ständiger Begleiter ist und in Klammroth eigentlich nur den Höhepunkt findet.

Was ebenfalls zur düsteren Stimmung beiträgt, ist die Tatsache, dass es die ganze Geschichte hindurch fast ununterbrochen regnet.

Ich weiß nur, dass ich jetzt, wenn ich einen Tunnel befahren oder betreten muss, diesen garantiert mit anderen vielleicht gar ängstlichen Augen sehen werde.

Der Epilog am Ende ist überraschend und lässt vielleicht mit einem Wiedersehen in Klammroth rechnen.

Einzig manche Formulierungen im Buch haben mir nicht gefallen. Auch teilweise Wiederholungen, die in meinen Augen unnötig waren und die Geschichte etwas in die Länge zogen. Dies gibt einen Punkt Abzug.

Fazit:
Spannend, gruselig. Isa Grimm werde ich mir ab sofort merken. 9 von 10 Punkten.

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2014
Format: Taschenbuch
Printseiten: 334
ISBN: 978-3-7857-6107-6

Montag, 5. Mai 2014

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Impressum:
Sina Frambach und Dirk Frambach, Leininger Pfad 8a, 67271 Mertesheim
Sonja Kochmann, Möckernstr. 4, 30163 Hannover

email: buecherkleeblatt@gmx.de


tätig bis 26.02.2017: Corinna Pehla, Buschmeyerstraße 7, 27313 Dörverden


Rezension // Hope Cavendish - Zeitgenossen: Kampf gegen die Sybarites (02) von SINA


Gemma hat es geschafft, sich und ihre Freunde Mandy, Francisco und Miguel bei den Sybarites einzuschleusen. Ihr Plan, die grausame Vampirsekte zu vernichten steht kurz vor der Vollendung. Doch plötzlich taucht Giles dort auf und bringt Gemma durcheinander. Doch sie nehmen gemeinsam den Kampf gegen die Sybarites auf, dessen Ausgang ungewiss ist und die Freunde zu einer Trennung zwingt. Doch Gemma's Weg durch die Geschichte ist interessanter, als mancher glaubt.

Nachdem mir der erste Teil Gemmas Verwandlung schon gut gefallen hat, war ich natürlich gespannt, wie die Autorin das Leben der Vampirin Gemma weiter gestaltet und welche Abenteuer sie noch bestehen muss.

Der zweite Teil fängt mit einer kleinen Zusammenfassung des ersten Teils an und schon ist man wieder mittendrin, als Gemma, Maddy, Francisco und Miguel ihren Plan, den Kampf gegen die Sybarites aufzunehmen, in die Tat umsetzen. Man merkt sehr wie wichtig den vier ihre Freundschaft zueinander ist.
Auch Gemmas Zerrissenheit bezüglich ihrer Gefühle gegenüber Francisco und später dem wieder auftauchenden Giles.

Auch der Schreibstil der Autorin ist wunderschön zu lesen, da er mir mit einer Leichtigkeit auch noch ganz nebenbei etwas über die französische und englische Geschichte beigebracht hat.

Besonders gut hat mir gefallen, dass historische Persönlichkeiten, in diesem Fall Mary Shelley (Frankenstein) oder gar John Polidoris (Der Vampyr) mit in die Geschichte aufgenommen wurden. Diese beiden Romane gehören zu meinen liebsten Klassikern der Literatur.

Neue Charaktere werden eingeführt, ein weiterer Feind taucht auf und die Aussicht auf den dritten Teil wird auch noch mit einem schönen Cliffhanger versüßt.

Fazit:
Vampire mit ungewöhnlicher Mission. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2014
Format: ebook
Printseiten: 228
ISBN: 9781494457389 

s. a. Bibliografie Hope Cavendish

Sonntag, 4. Mai 2014

Rezension // Percy - Roter Mond von SINA


Claire ist eine Lykanerin und wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher, als vollkommen normal zu sein. Als ihre Eltern von Regierungsbeamten getötet werden, muss Claire fliehen und sich versteckt halten. Denn Chase Williams, der für das bevorstehende Amt des Präsidenten kandidiert, verspricht seinen zukünftigen Wählern, diese vor den Lykanern zu schützen. Doch das, was er fürchtet, wird ihm selbst zum Verhängnis.
Auch Patrick möchte Gerechtigkeit, hat aber nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet Claire in sein Leben tritt und ihn daran erinnert, was Gerechtigkeit eigentlich wirklich ist.

Mit Roter Mond lag mir eine Endzeitstory vor, die ich bis dato so nicht gelesen habe.

Drei Hauptcharaktere werden einem vorgestellt. Claire, Chase und Patrick, deren eigene Belange erst im Vordergrund stehen und nach und nach erst zusammengeführt werden. Dabei bedient sich der Autor einer Menge realer geschichtlicher Vorkommnisse, die leicht abgewandelt werden, um so ein recht hartes Bild auf die Lykaner zu werfen.

Diese geschickte Verflechtung von Fiktion mit geschichtlichen Punkten bringt eine Welt vor, die uns so vertraut und doch wieder fremd ist. Gerade Lykaner unter die Menschen zu mischen, diese als Gefahr hinzustellen und eine Krankheit daraus zu machen, hat mich sehr fasziniert.

Zu Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen, weil der eher abgehakte Schreibstil sehr gewöhnungsbedürfig war. Mir der Zeit war ich dann aber richtig drin und war überrascht, wie gekonnt letztendlich alle Fäden zusammenliefen.

Dass der Autor die Lykaner als sog. Mutanten mit Wolfsgenen darstellt, ist etwas völlig neues. Sie sind Außenseiter, müssen eine Art Droge nehmen, damit sie ihre Gefühle unter Kontrolle habe und sich einem monatlichen Bluttest unterziehen.

Die Story ist sehr komplex, deswegen ergeben sich teilweise auch einige Längen, sich aber durchzuhalten lohnt. Denn dann erwartet einem eine rasante und abenteuerliche Story, die gepaart mit Fantasy und kritischem Auseinandersetzen von gesellschaftlichen Gepflogenheiten einem selbst etwas zum Nachdenken gibt.

Ich habe öfters im Internet gelesen, dass das Buch als „Jugendbuch“ angesehen wird. Ich würde die Geschichte jedoch nicht so ansehen, da gerade die vielen geschichtlichen Fakten und politischen Szenen doch etwas „Lebenserfahrung“ voraussetzen und auch die düsteren und meist brutal beschriebenen Szenen nicht gerade leicht zu lesen sind.

Das Buch hat mir bis auf eine Ausnahme – die auch zum Punkteabzug führt – sehr gut gefallen. Das Ende war für mich sehr unbefriedigend, ich hatte mit etwas komplett anderem gerechnet. Auch einige Fragen sind offen geblieben und so stellt sich mir dann berechtigterweise die Frage, ob es einen weiteren Teil geben wird, der einiges auflöst.

Fazit:
Ein Endzeitszenario mit einigen Überraschungseffekten und einer gut durchdachten Story. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2014
Format: Hardcover
Seiten: 640
ISBN: 978-3-7645-3123-2


Freitag, 2. Mai 2014

Rezension // Peter Huth - Berlin Requiem von SONJA


Berlin. 
Ein Virus bricht aus. 
Symptome: Koma, Tod, Erwachen. 
Die Infizierten greifen die Lebenden an. 
Betroffene: Scheinbar Immigranten. 
Betroffene Gebiete: Neukölln und Kreuzberg.

In einer Blitzaktion wird wieder eine Mauer errichtet und die Berichterstattung in den Medien überschlägt sich mit dem politischen Handeln einzelner.....

Aufgrund diverser Filme und Serien sind derzeit ja Zombies "in". Doch die Schauplätze sind meist die USA. Wie wird ein solches Szenario in Berlin ablaufen? 

Grandios! Ich konnte das Buch teilweise gar nicht aus der Hand legen. Aber nicht weil es so blutrünstig war, sondern, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die einzelnen Personen weiter handeln. Denn der Schwerpunkt liegt hier nicht bei den Kämpfe der Überlebenden, sondern bei den Journalisten und Politikern.

Hier gibt es Politiker, die ein Buch über scheinbar gescheiterte Immigration verfasst haben und den Virus zum Aufstieg in höhere Ämter nutzen, Politiker die räumliche Distanz vorziehen und zurück nach Bonn gehen oder Kameramänner, die bereits in Kriegsgebieten eingesetzt waren und für den kleinen Mann in der Gefahrenzone recherchieren.

Das Buch hat eine Vielzahl an charismatischen, unbeliebten, verschrobenen Protagonisten, die den Handlungsverlauf vielfältig gestalten und die derzeit in den Medien vorkommende Reizthemen (Sozialstaat, Banken, nationale Identität) werden geschickt mit in die Handlung integriert. Es ist realitätsnah geschrieben und könnte beinah morgen passieren!?

Die Dialoge sind rasant und erzeugen eine temporeiche Handlung. An manchen Stellen musste ich doch laut loslachen, als zum Beispiel der in Deutschland geborene Türke dem Ossi erklärt, dass er schon länger als dieser Deutscher sei. Wunderbar gemacht.

Die Mauer in Berlin aus Aspekten der Seuchenvorbeugung wieder aufzubauen  führt natürlich auch zu diversen Rückblicken und hat hier eine besondre Bedeutung.

10 von 10 Punkten für die tolle Zombiehandlung im heutigen Berlin. 

Verlag: Heyne
erschienen: 2014
Seiten: 336
ISBN: 978-3453676664


Rezension // M. Leighton - Atemlos: Addicted to You von SONJA


Liv lernt auf einem Junggesellinnenabschied den smarten und äußerst attraktiven Barbesitzer Cash kennen. Anfänglich sträubt sich Liv, denn die Anziehungskraft von "Bad Boys" wird ihr stets zum Verhängnis. Gut, dass Cash eine Zwillingsbruder namens Nash hat. Der scheint ein bisschen konservativer zu sein. Doch beide Jungs ziehen sie magisch an.

Der Anfang war ein bisschen mühselig, da jedes Kapitel einen Perspektivenwechsel beinhaltet: Oliva, Nash und Cash. Erzählt wurde das Ganze dann auch noch in der Ich-Form, was ich eigentlich überhaupt nicht mag. Doch diese Erzählweise soll einen bestimmten Effekt in der Handlung erzielen, denn ich allerdings schon bereits nach ein paar Kapiteln vermutet habe, da ich ein ähnliches Buch schon einmal gelesen habe.

Einen erotischen Roman für Frauen aus der Sichtweise von Männern, war dann auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Dennoch hab ich die Protagonisten ins Herz geschlossen. Diese haben auch endlich mal Namen, die noch nicht in den 100.000 Erotikromanen der letzten Jahren vorgekommen sind, so dass man sich beim Lesen ein neues Bild machen konnte. Und das kann man, dank des Erzählstils recht gut. 

Die Dialoge sind spritzig und anzüglich, was die Umgebung z.B. die Bar einfach mit sich bringt. Auch die Nebenfiguren wie z.B. Ginger und Tyrn hauen die sexistischen Äußerungen nur so heraus, so dass man mit den Mädels gern mal einen Trinken gehen würde.

Anspielungen auf die Filme "Pretty in Pink" oder "James Bond" lassen das Buch moderner wirken und endlich fährt ein Held mal ein Motorrad und keine moderne Limousine!

Auf die angekündigten Fortsetzungen freue ich mich jetzt schon, da das Buch neben des Techtelmechtels mit den Zwillingen auch einen weiteren recht spannenden Handlungsfaden enthält, den ich hier aber nicht verraten werde.

9 von 10 Punkten.


Verlag: Heyne
erschienen: 2014
Seiten: 336
ISBN: 978-3453418325




© Sonja Kochmann





Rezension // Sandra Lüpkes - Das kleine Inselhotel von SONJA

© Sonja Kochmann

Nach einem Skandal will die Fernsehmoderatorin nur noch Ruhe und Frieden. Sie beschließt das Haus des Leuchtturmwärters auf einer kleinen Insel in der Nordsee zu kaufen. Doch es gibt Auflagen! Sie muss einige Zimmer ganzjährig an Touristen vermieten. Alles ganz einfach!? Doch das ist es leider dann doch nicht. Das Haus muss renoviert werden, die Insulaner sind ein Volk für sich, das Finanzamt und ihr ehemaliges Filmteam kündigen sich an.....

Urlaub. Ich brauch Urlaub an der Nordsee. Wer den nicht sofort bekommen kann, der MUSS zu diesem Buch greifen!

Da ich selbst seit Jahren auf diversen Inseln in der Nordsee Urlaub mache, war ich gespannt, auf welcher Insel das Buch wohl spielt, doch dies wird von der Autorin gar nicht konkret genannt und im Nachwort erfährt der Leser: ein bisschen was von hier und da. Eine wunderschöne Mischung!

Jannike ließ mich zeitweise an diverse Moderatorinnen aus dem NDR-Programm denken. Ob das wohl ein Zufall war?! Jannike macht in diesem Buch einen ordentlichen Sprung: vom hektischen Köln auf die Insel. Denn hier ticken die Uhren anders. Hier muss sich nach Ebbe und Flut gerichtet werden. Ansonsten läuft hier nämlich gar nichts. Und in die Pedale muss sie auch treten, denn die Insel ist autofrei. 

Im alkoholisierten Zustand Fahrrad fahren, einem angriffslustigen Kaninchen die Stirn bieten, dem Finanzamt Rede und Antwort stehen und für sich selbst einen Neustart wagen: das ist alles nicht so einfach, wird aber von der Autorin mit Witz und Charme umgesetzt.

Die Insulaner werden hier als kleines schrulliges eingeschworenes Volk dargestellt, die einem als Zugezogene das Leben ordentlich schwer machen können. Doch wenn man erst einmal dazugehört, dann kann man auf die Leute zählen. Irgendwie ist für jeden etwas in dem Buch zu finden: ein bisschen Heimat, ein bisschen Liebe, lustige Szenen und ein tolles (wenn auch ein bisschen offenes) Ende. 

Die Kapitel werden durch passende abgebildete Postkarten, Briefe, SMS eingeleitet. Kritik muss ich jedoch üben: ich fand die Schrift des Buches einen Tick zu klein. (Aber das ändert nichts am Inhalt.)

Da würde ich gern ein Zimmer mieten: volle Punktzahl!

Am 15.05.14 findet in Hannover eine musikalische Lesung mit Sandra Lüpkes bei Leuenhagen und Paris statt. Ich habe mir schon eine Eintrittskarte besorgt. 


Verlag: rororo
erschienen: 2014
Seiten: 320
ISBN: 978-3499266485