Sonntag, 27. Juli 2014

Rezension // Frederic Brake - Dunkelste Stunden von SINA


Die Kurzgeschichtensammlung enthält insgesamt neun Storys, die sich mit den dunkelsten Stunden der Protagonisten befassen. Es handelt sich hierbei um
… die Story vom echten Gefühl ...
… die Story, warum eine ewige Nacht auch Vorzüge haben kann ...
… die Story, was Wörter dem Autor sagen können …
… die Story von der Erleichterung …
… die Story vom schlimmsten Schnupfen aller Zeiten …
… die Story von der perfekten Hausfrau …
… die Story vom Anderen …
… die Story von überall und immer wieder …
… die Story vom verschwundenen Vater
Die Geschichten umfassen mal mehrere Seiten, mal nur zwei, aber jedes Mal läuft es einem eiskalt den Rücken hinunter, wenn man eine beendet hat. Der Autor holt wirklich das Dunkelste aus den einzelnen Geschichten vor.

Laut Aussage des Autors sind

„zwei der Geschichten  Neuveröffentlichungen bereits erschienener Geschichten. Die anderen sind in dieser Form Neuveröffentlichungen. Alle sind sie zusammen ein Streifzug durch die letzten 5 Jahre meines Schreibens und durch unterschiedliche Genres.“
Das knapp 40 Seiten umfassende ebook hat es aber in sich. Man wird mit einigen dunklen Momenten  konfrontiert und der Fantasie des Autors ist keine Grenze gesetzt. Ob Mord, die Begegnung mit dem Tod, mit Außerirdischen oder der Autor mit Stimmen im Kopf, die in zu einer furchtbaren Tat zwingen, jede Geschichte ist für sich gesehen gruselig und abgründig.

Nicht nur der Inhalt der Geschichten ist interessant, nein auch durch den Schreibstil sollten Zartbesaitete eher am Tag zu dem ebook greifen.

Am Besten gefiel mir die erste Geschichte „Gefühlsecht“. Sie hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, was die Welt wohl ohne Gefühle wäre.

Fazit:
Eine Kurzgeschichtensammlung über die tiefsten Abgründe im Leben. Von mir gibt es die volle Punktzahl

Verlag: Selfpublishing
ET: 15.08.2014
Printseiten: 40
Format: ebook


Freitag, 25. Juli 2014

Rezension // Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken: Die Armee der Königin von SINA

Ze'ev Kesley wird als Junge schon in die Armee der Königin von Luna berufen und in eine Kampfmaschine verwandelt. Teils Mensch, teils Wolf soll er die Königin verteidigen und einen Einsatz auf der Erde leiten. Doch er hat einen weiten Weg, um sich an die Spitze des Rudels zu kämpfen.

Diese Kurzgeschichte ist eine Ergänzung zu den Luna-Chroniken und insbesondere zum zweiten Teil Wie Blut so rot. Hier wird uns Wolf näher vorgestellt und zwar sein Weg in die Armee der Königin und wie er es geschafft hat, seinen Rang im Rudel zu erhalten.

Ich muss sagen, dass mir Wolf hier nicht so ganz sympathisch war, wie in Wie Blut so rot. Seine Teilnahmlosigkeit macht ihn manchmal zu einem stahlharten Kämpfer. Er setzt seine Ziele durch und geht hierfür auch nötigenfalls über Leichen.

Da ich aber wusste, was aus ihm wird, kann ich hier großzügig drüber wegsehen.

Es war interessant, sich mal auf Luna „aufzuhalten“ und die Lebensweise der Lunarier kennenzulernen.

Auch hier ist das Ende darauf gemünzt, dass man sich problemlos im zweiten Band Wie Blut so rot wiederfindet.

Es wird etwas aus dem Nähkästchen geplaudert, aber auch nicht zu viel verraten. Eben eine perfekte Ergänzung zu den Luna-Chroniken.

Ich hoffe, dass die Autorin auch zu den zwei weiteren noch kommenden Bänden auch eine Kurzgeschichte herausbringt. So bekommt man dann doch einen weiteren kleinen Einblick in das Leben der Charaktere.

Fazit:
Kleine, aber feine Ergänzung. 10 Punkte.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Printseiten: 32
Format: ebook
ISBN: 978-3-646-92620-0 

s. a. Bibliografie Marissa Meyer

Rezension // Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken: Das mechanische Mädchen von SINA


Die Kurzgeschichte beschreibt Cinders Ankunft in ihrer Pflegefamilie. Dort ist sie alles andere als willkommen. Nur Peony, ihre Stiefschwester nimmt Cinder so, wie sie ist und verschwendet keinen Gedanken daran, dass Cinder nicht so ist, wie andere Mädchen. Und so versucht Cinder sich zu integrieren und es allen so recht wie möglich zu machen. Doch dann erkrankt ihr Stiefvater Garan an der Blauen Pest und nichts ist mehr so, wie es war.

Die Kurzgeschichte Das mechanische Mädchen erschien nur als ebook im Carlsen-Verlag. Sie gehört zum ersten Band der Luna-Chroniken Wie Monde so silbern und schildert, wie Cinder in ihre Pflegefamilie kommt und welche Hindernisse sie überwältigen muss, um akzeptiert zu werden. Dies gelingt ihr jedoch nur bei Peony, ihrer Stiefschwester, die ein quirliges und sympathisches junges Mädchen ist.

Die Ängste und Sorgen Cinders werden sehr gut beschrieben, man hat einen guten Einblick in ihr junges Leben und versteht einiges mehr, was schon in Wie Monde so silbern angedeutet wurde.

Die Kurzgeschichte ist eine gute Ergänzung zu Wie Monde so silbern.

Die 33 Seiten sind war sehr schnell gelesen und man wünscht sich eigentlich nur, noch mehr lesen zu können, aber trotzdem hat es auch gereicht, denn die Geschichte endet nicht mit einem Happy End und weist den Weg zum ersten Teil der Luna-Chroniken.

Ich habe mich gefreut, auf diesem Wege nochmals mehr von Cinder erfahren zu dürfen und freue mich nun auf die zweite Kurzgeschichte Die Armee der Königin, die eine Ergänzung zum zweiten Teil Wie Blut so rot der Luna-Chroniken darstellt.

Fazit:
Kleine, aber feine Ergänzung. 10 Punkte.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Printseiten: 33
Format: ebook
ISBN: 978-3-646-92606-4 

s. a. Bibliografie Marissa Meyer 

Sonntag, 20. Juli 2014

Rezension // Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken: Wie Blut so rot (Band 02) von SINA


Scarlets Großmutter ist verschwunden und die Polizei kann Scarlet nicht weiterhelfen. So versucht Scarlet auf eigene Faust herauszufinden, was passiert ist. Da taucht ein Straßenkämpfer namens Wolf auf und bietet ihr seine Hilfe an. Scarlet ist skeptisch, doch auch fasziniert von dem ungewöhnlichen Mann. Doch trauen kann sie ihm nicht. Nur eins weiß sie. Ihre Vergangenheit und die Vergangenheit von Cinder sind miteinander verbunden und ihre Großmutter kennt die ganze Wahrheit.

Band 01 hat mich schon mitgerissen und der zweite Teil der Luna-Chroniken steht dem ersten in nichts nach. Die Spannung ist von Anfang an greifbar, auch wenn neue Charaktere eingeführt werden und man sich mit diesen vertraut machen muss.

Das Buch ist in zwei Handlungen aufgeteilt. Parallel wird die Geschichte von Scarlet und Wolf erzählt, der andere Strang handelt von Cinder und ihrer Flucht. Beide Stränge verbinden sich am Ende und es warten einige Überraschung auf einem.

Die Geschichte ist angelehnt an das Märchen „Rotkäppchen und der böse Wolf“. Der Charakter Wolf ähnelt auch stark dem bösen Wolf aus dem Märchen. Er wirkt gefährlich durch seine Tätowierungen, die vielen Narben und seine Art. Doch schlägt auch etwas charismatisches durch und dies wiederum gefällt Scarlet und dem Leser.

Auch hier ist es wieder der Schreibstil, der mich gefangen genommen hat. Die Leichtigkeit, mit der die Autorin die Geschichte erzählt, ist faszinierend. Mir kam es so vor, als hätte sie die Story „mal so nebenbei“ geschrieben.
Sie hat es auch hier wieder hervorragend geschafft, dem Märchen „Rotkäppchen und der böse Wolf“ ihre eigenen Stempel aufzudrücken und etwas neues zu erschaffen.

Auch der witzige Part kommt nicht zu kurz. Kapitan Thorne sorgt für den heiteren Teil. Ich hoffe, dass ihm noch eine größere Rolle zugesprochen wird und er im dritten Band wieder dabei ist.

Mir ist aufgefallen, dass im ersten Band von Kaiser Kai die Rede war, im zweiten wird er als Imperator betitelt. Die Leseprobe am Ende des Buches für den dritten Teil „Wie Sterne so golden“ spricht jedoch wieder von einem Kaiser.

Ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Teil, der im September 2014 erscheint.

Fazit:
Eine märchenhafte Fortsetzung. Wieder die volle Punktzahl.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2013
Printseiten: 432
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-551-58287-4 

s. a. Bibliografie Marissa Meyer

Dienstag, 15. Juli 2014

Rezension // J. D. Robb - Sündige Rache von SONJA


Ein Polizist wird bei einem Undercovereinsatz in Roarkes Nachtclub brutal ermordet. Die Spuren sind zunächst verwirrend, doch dann wird ein weiterer Polizist ermordet. Die Spuren führen scheinbar zu dem wahnsinnigen Gangster Max Ricker, doch Eve hat eine andere Vermutung, die auch sie in das Fadenkreuz des Killers rückt.

Der nunmehr 11. Band der Reihe um Eve Dallas und ihre Lieben hat leider einige Längen. Die Mordserie und die Ermittlungen fand ich anfänglich ziemlich eintönig und verwirrend.

Das Buch lebt jedoch von den Dialogen der bereits bekannten Protagonisten Eve, Roarke, Summerset, Peabody und Mavis. Allein die Szene von Eve und Mavis, die in einem Besäufnis endet, ist einfach göttlich.

Die Beziehung von Eve und Roarke hat glaubwürdige Probleme, so dass beide neben den Ermittlungen auch an ihrer Beziehung arbeiten müssen. Hierbei bleibt die gewohnte Erotik nicht auf der Strecke. Die Reihe ist nach wie vor eine gelungene Krimireihe, die in der Zukunft spielt. Auch wenn mir dieser Fall nicht so gut gefallen hat, werde ich natürlich weiterlesen. 6 von 10 Punkten.



Verlag: Blanvalet:
erschienen: 2006
Seiten: 576
ISBN: 978-3442363322



© Sonja Kochmann



Rezension // Kathryn Taylor - Colours of Love: Erlöst von SONJA


Grace und Jonathan sind inzwischen verheiratet; doch die Tücken des Alltages machen auch vor dieser Ehe nicht halt. Und dann ist da auch noch etwas, was Grace Jonathan beichten muss....

Diese kleine Kurzgeschichte gibt es nur als ebook. Sie ist 1 Jahr nach den beiden Bänden "Entfesselt" und "Entblöst" einzuordnen.

Da mir die beiden Protagonisten sehr ans Herz gewachsen sind, habe ich die 53 Seiten gern gelesen. Wer allerdings die Vorbände nicht kennt, wird sich langweilen und die Zusammenhänge nicht verstehen.

Das Verhältnis Handlung und erotische Szenen ist stimmig. Für Fans von Colours of Love sicherlich ein schöner Bonus (allerdings kein Muss). 8 von 10 Punkten

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2013
Seiten: 53
ASIN: B00GYZX6Y2



© Sonja Kochmann

Montag, 14. Juli 2014

Rezension // Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken: Wie Monde so silbern (01) von SINA

Cinder hatte es nicht einfach in ihrem bisherigen Leben. Sie hat zwar ein Talent, Dinge zu reparieren und sich damit in Neu-Peking auch einen Namen gemacht, doch muss sie sich auch mit einer Stiefmutter herumplagen, die ihr das Leben unnötig schwer macht. Cinder möchte ein neues Leben beginnen und sinnt schon darüber nach, wie ihr die Flucht aus ihrem tristen Leben gelingen könnte, als eines Tages Prinz Kai an ihrem Stand auftaucht und sie darum bittet, sein Androidin schnellstmöglich zu reparieren, da er diese dringend benötigt.
Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Dinge. Cinder erfährt so manches, dass ihr lieber verborgen geblieben wäre und als auch noch die Königin von Luna auf der Erde einen Staatsbesuch abhält, weiß Cinder, dass ihr Leben von nun an nicht mehr das Gleiche sein wird.

Warum habe ich nur so lange gewartet, mit dieser Reihe anzufangen? Ich habe den ersten Teil förmlich verschlungen, konnte ihn nicht aus der Hand legen und habe danach auch gleich nach dem zweiten gegriffen.

Ich war von Anfang an in den Schreibstil der Autorin verliebt. Sie hat eine unvergleichliche Art, einem sofort in den Bann zu ziehen, so dass man meint, selbst in der Geschichte mitzuspielen.
Das Kopfkino ist sofort angesprungen und hat farbenfrohe Bilder hervorgebracht.

Cinder war mir von Anfang an sympathisch. Dies lag natürlich auch an den vielen Parallelen zu dem Märchen „Cinderrella“ oder auch „Aschenputtel“.
Cinder wird von ihrer Stiefmutter und der Stiefschwester Pearl wie Abschaum behandelt. Nur ihre Stiefschwester Peony liebt Cinder wie ihre eigene Schwester.

Wer aber nun eine 1 : 1-Abhandlung eines modernen Cinderella-Märchens erwartet, liegt völlig falsch. Die Autorin hat es geschafft, der Geschichte neues Leben einzuhauchen und damit eine andere Sichtweise hervorzurufen. Trotzdem gibt es einiges, dass man wiedererkennt. Die Fantasy- und Sience-fiction-Elemente bilden einen tollen Kontrast zu den kleinen klassischen Auszügen.

Es hat einfach Spaß gemacht, Cinders Weg zu verfolgen und am Ende war ich ein wenig enttäuscht, dass das Buch keine weiteren Seiten hat, die mir erzählen können, wie es denn mit Cinder weitergeht. Aber die Enttäuschung wärte nur kurz, hatte ich den zweiten Band ja schon im Regal stehen.

Ich kann nur eine klare Leseempfehlung für den Auftakt der Luna-Chroniken aussprechen und hoffe, dass es genauso spannend und interessant weitergeht, wie im ersten Teil.

Fazit:
Cinderella im modernen Gewand. Von mir gibt es klare 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2013
Format: Hardcover
Printseiten: 384
ISBN: 978-3-551-58286-7


s. a. Bibliografie Marissa Meyer

Lesung // David Safier - 28 Tage lang von SONJA


Das Buch "28 Tage lang" beinhaltet ein für den Autor ungewohntes Thema. Schließlich sind die bisherigen Bücher eigentlich eher im humoristischen Bereich anzusiedeln. 

Daher war ich neugierig wie eine Lesung mit dem Autor in der hiesigen Apostelkirche wohl ablaufen würde. 


© Sonja Kochmann


Das Wetter an diesem Tag war warm und drückend, so dass sich die Zuhörer über die kühle Luft in der Kirche gefreut haben. Schnell wurde klar, dass dies die richtige Atmosphäre für diese Lesung ist. Die Stimme des Autors, der tatsächlich die ganze Lesung im Stehen zugebracht hat, hallte bis in jeden Winkel der Kirche, was die Wirkung der Geschichte verstärkt hat.


© Sonja Kochmann




Ich war sofort von Miras Geschichte gefesselt. (Bitte lest dieses Buch selbst. Ich möchte an dieser Stelle nicht zuviel verraten.)

Nach der Lesung berichtete David Safier, dass er die Idee für dieses Buch bereits vor 20 (!) Jahren gehabt hat. Erst 2012/2013 hat er dieses Projekt umgesetzt. Es ist sein Wunsch, durch dieses Buch die Schulliteratur diesbezüglich etwas aufzufrischen, damit junge Leute einen anderen Umgang mit dem Thema bekommen. Denn die derzeitige Aufklärung in diesem Bereich ist mehr als trocken. Um sein Buch vorzustellen, hat David Safier auch schon einige Schulklassen besucht. So etwas hätte ich mir in meiner Schulzeit auch gewünscht. 

Die Motivation war auch eine persönliche, denn seine Familie ist selbst durch die Kriegsgeschehnisse gezeichnet. Seine Großeltern starben in verschiedenen Konzentrationslagern und sein Vater, war durch seinen jüdischen Glauben auf der Flucht. Seine Mutter hingegen hat die Bombennächte in Hamburg mitgemacht und hat dadurch ein Trauma erlitten. Dennoch haben die Eltern von David Safier zusammengefunden. Hier fiel dann auch bei der persönlichen Autogrammstunde der Begriff "Kriegsenkel". Dies hat mich persönlich sehr angesprochen, da dies zum Teil auch meine Familie betrifft. 


© Sonja Kochmann


Persönlich wusste David Safier bereits mit 17 Jahren, dass er einmal Autor werden wollte. Prägend war u.a. "Per Anhalter durch die Galaxis". Inzwischen zählt aber "Games of Thrones" zu seinen literarischen Favoriten, da humorvolle Bücher für ihn eher Arbeit bedeuten. 

Der Abend war etwas ganz Besonderes. Das Buch habe ich inzwischen auch verschlungen. 


© Sonja Kochmann

Rezension // David Safier - 28 Tage lang von SONJA


Mira ist 16. Doch sie hat kein einfaches Teenagerleben. Sie lebt 1943 im Warschauer Ghetto und versucht durch Schmuggel ihre Familie am Leben zu erhalten. Als sie erfährt, dass alle Juden im Ghetto sterben sollen, schließt sie sich dem Widerstand an, der es schafft, 28 Tage lang der scheinbar übermächtigen SS zu trotzen. 28 Tage lang, in denen Mira die komplette Bandbreite von Gefühlen (Liebe, Freundschaft, Verrat, Schmerz, Trauer und Hoffnung) durchmacht.

Nachdem ich Teilen des Romans schon bei einer Lesung lauschen durfte, war ich gespannt auf das Buch. Schließlich ist dies kein einfaches Thema. Doch der Autor hat mit seiner Schreibweise den Leser schnell in die Geschichte eingewoben. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Das Thema ist sicherlich ein Thema, was viele nicht freiwillig als Unterhaltsliteratur in die Hand nehmen würden. 

Warum? Zum einen gibt es viele Leser, die sicherlich noch selbst Erfahrungen an diese Zeit haben oder die ein oder mehrere Familienmitglieder haben, die durch diese Zeit geprägt sind. Zum anderen wird dieses Thema in der Schule für die heranwachsenden Generationen teilweise mehr als 3x im Deutsch- oder Geschichtsunterricht durch genommen (ich hatte sogar häufiger das Vergnügen), so dass man zusätzlich zum TV-Marathon an Feiertagen, von diesem Thema nichts mehr hören mag.

Aber ist das richtig? Der Autor hat sich diese Frage aus eigenen persönlichen Gründen selbst gestellt und er hat ein Buch geschaffen, dass sich sowohl für den privaten Leser als auch für den schulischen Bereich eignet. Durch den Erzählstil und die Schreibweise, kann man sich schnell in die Beweggründe der einzelnen Personen hineinfühlen und ist nicht durch andere Stilmittel abgelenkt. Daher würde ich die Altersbegrenzung lediglich vom Thema abhängig machen.

Ich würde dem Autor wünschen, dass es dieses Buch in die Schulliteratur und in die Dauerbestsellerliste schafft, dann es ist David Safier gelungen, ein schwieriges Thema zu recherchieren und tatsächliche Begebenheiten mit einer starken und menschlichen Heldin zu kombinieren. Volle Punktzahl und Hut ab!

P.S.: Ich grüße meinen ehemaligen Deutsch- und Geschichtslehrer, der mich u.a. mit "Die schöne Frau Seidenman" von Andrzej Szczypiorski an dieses Thema herangeführt hat. Bitte nehmen Sie doch auch dieses Buch mit in ihren zukünftigen Unterricht mit auf.


Verlag: Kindler
erschienen: 2014
Seiten: 416
ISBN: 978-3463406404



© Sonja Kochmann

Freitag, 11. Juli 2014

Rezension // Katrin Bauerfeind - Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag von SONJA


Scheitern ist für alle da. Prominente wie Maschmeyer und Co schreiben übers Gewinnen. Katrin Bauerfeind, schreibt hier kein deprimierendes sondern ein lockeres Buch über nicht ganz freiwillig NICHT eingehaltene Ziele. So kann es gehen..... 

Ich habe teilweise Tränen gelacht! Ehrlich! Sicherlich ist diese Art von Humor nicht Jedermanns Sache, aber ich fand es genial. Mit der Autorin mal bei einem Tässchen Kaffee zusammenzusitzen, wäre bestimmt ein echter Hit. (Oder vielleicht auch nicht?! - Scheitern ist für alle da!! Ich werde vermutlich ordentlich Kopfkino haben, denn das Bild, was ich mir von der Mehlölhaarkur gemacht habe, ist zum Wiehern.) 

Die Themen betreffen alle Themen des Alltages Familientreffen, Geschenke, Single sein, Berufsleben, Haarpflege und und und. Diese sind in kleinen Kapiteln wundervoll seziert. 

Wer hat sich als Raucher noch nie über die Warnhinweise aufgeregt? Na? Warum steht auf Kalbsmett keine Warnung, dass liebreizende Kälber getötet wurden?

Wer bekommt zum Geburtstag immer das, was er nicht haben will?

Welche Familie sieht als Hauptziel, dass die Tochter schnell verheiratet ist?

Warum muss man sportlich sein?

All diese Tücken des Alltags, vom großen und kleinen Scheitern, sind mit Wortwitz, Schlagfertigkeit, Sarkasmus und Ironie aufgearbeitet. Leider war das Buch schon nach 224 Seiten zu Ende.

10 von 10 Punkten für ein Buch der etwas anderen Art.

Verlag: Fischer Taschenbuch
erschienen: 2014
Seiten: 224
ISBN: 978-3596198917

© Sonja Kochmann

Rezension // Abby Clements - Viviens himmlisches Eiscafé von SONJA


Imogen und Anna haben beide eine feste Vorstellung im Leben: die eine fotografiert in Thailand, die andere hat einen festen Job in der Werbebranche. Als sie das Café ihrer Großmutter erben, wird ihre Zukunftsplanung ein wenig durcheinander geworfen. Um das Erbe der Großmutter zu wahren, versuchen sich die beiden Schwestern in der Eisherstellung. Doch es ist alles nicht so einfach, wie es scheint.

Nachdem ich von Abby Clements "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" so begeistert war, musste ich dieses Buch unbedingt lesen und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte birgt zwei Schwestern, die nach dem richtigen Weg zum Glück suchen. Beide sind in ihren Charaktereigenschaften unterschiedlich: die eine lebendig und impulsiv, die andere eher konservativ. Doch es scheint, als ob das Eiscafé einen Teil der Familie zusammenrücken lässt. 

Um die Eisherstellung zu erlernen, fliegt die ohnehin schon begeisterte Köchin Anna nach Italien und lernt, dass Eis auch mit Sinnlichkeit zu tun hat.

Die andere kämpft unterdessen gegen Neider und die Tücken der Selbstständigkeit. Sie erhält auch hier ungeahnte Hilfe. Somit hat der Leser zwei wundervolle Liebesgeschichten, die zum einen im englischen Brighton und zum anderen in Italien spielen. Die Beschreibung des Eiscafés im Retrolook hat mir sehr gut gefallen. An dieser Strandpromenade würde ich gern mal lang schlendern, um ein schönes Eis dort zu essen.

Urlaubsfeeling pur. Ich war fast schon ein wenig traurig, als ich das Buch beendet hatte. Darauf volle Punktzahl und eine doppelte Portion Eis mit Sahne! Wer es selbst wagen möchte, bekommt im Anschluss an das Buch ein paar interessante Eisrezepte (salziges Karamelleis) mitgeliefert. 

Das Cover finde ich übrigens sehr gelungen. Die Farbgebung, die Ornamente und die Schrift sind ein echter Hingucker und fällt in der Reihe der Neuerscheinungen beim Buchhändler gleich ins Auge!


Verlag: Goldmann
erschienen: 2014
Seiten: 384
ISBN: 978-3442480432


© Sonja Kochmann



Rezension // Helen Carter - Rockstar von SONJA


Bones ist ein Rockstar wie er im Buche steht: er sieht gut aus und er liebt Alkohol, Drogen und Sex. Doch eine Frau schafft es, seine Welt aus den Angeln zu heben.

Das Buch ist derb. Richtig derb. Wer einen erotischen Roman im Stil von Shades of Grey, Crossfire, Colours of Love oder 80 Days sucht, wird hier nicht fündig.

Die Beschreibungen der erotischen Eskapaden enthalten viele Formulierungen, die ich persönlich teilweise als Gossensprache einstufen würde. Versteht mich nicht falsch. Ich bin kein "verklemmter" Leser. Schließlich habe ich die o.a. Beispiele auch alle mit Vergnügen gelesen, aber den männlichen Zauberstab als Stamm zu bezeichnen, der dann in die Auster reinrammt , stört mich persönlich in meinem Leseempfinden. Und lasst es euch gesagt sein, dass ist ein harmloses Beispiel!
Auch das Thema Safer Sex scheint hier quasi nicht vorhanden. Das man stimmige Begriffe und Safer Sex miteinander vereinen kann, ist schließlich inzwischen von einigen Autoren vorgemacht worden.

Die Geschichte (oh ja die gibt es) hat mir allerdings sehr sehr gut gefallen. Ein Rockstar der durch Manager, Bandkollegen, Presse und Groupies bedrängt wird und nachdem er die große Liebe trifft, Probleme bekommt, alles unter einen Hut zu bekommen. 

Daher 7 von 10 Punkten.

Verlag: Blue Panther Books
erschienen: 2013
Seiten: 256
ISBN: 978-3862772551


Mittwoch, 9. Juli 2014

Rezension // Rick Yancey - Die 5. Welle (01) von SINA

Die ersten vier Wellen haben sieben Milliarden Menschen das Leben gekostet. Nur noch wenige sind übrig, die ums nackte Überleben kämpfen. Die Ankunft der Anderen hat alles ausgelöst und nun muss Cassie am eigenen Leib erfahren, was es heißt, zu überleben. Sie kann keinem trauen, denn sie weiß nicht, ob ein Mensch vor ihr steht oder ein Mensch, der von einem Anderen übernommen wurde. Ihr Ziel ist es, ihren Bruder zu finden. Bald trifft sie auf Evan Walker, der sie gesund pflegt, als sie von einem Anderen angeschossen wurde. Sie lässt sich auf ihn ein, zweifelt jedoch auch an ihm. Evan kennt ein Geheimnis und so findet Cassie heraus, wann und wie die fünfte Welle kommt.

Rick Yancey war mir bekannt durch seine Monstrumologen-Reihe, die ich schon mit Begeisterung gelesen habe, weil sie mal was anderes war in den Weiten des Fantasy-Genre. Nun kommt Yancey mit dem Auftakt zu einer Trilogie, in der es um Außerirdische geht, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen.
Eigentlich ein Thema, dass durch Filme schon sehr ausgereizt ist, aber hier zeigt sich, was einen guten Autor ausmacht.

Der Start dieser Dystopie ist – wie es sich gehört – düster und ohne einen Funken Hoffnung. Man lernt den Hauptcharakter Cassie kennen, erfährt ihre tragische Geschichte und erkennt die Absichten der Anderen. Sie schlägt sich tapfer alleine durch, hat Ängste und Sorgen und möchte nur eins: ihren Bruder finden.

Ein zweiter Handlungsstrang führt uns zu Ben, der zum Soldaten ausgebildet werden soll, um gegen die Anderen zu kämpfen. Mit der Zeit findet er Geheimnisse der Anderen heraus und fängt an, seine Denkweise zu ändern.

Die Spannung wird fast stetig gehalten und man fragt sich mehr als einmal, was nun als nächstes kommt. Die einzelnen Handlungsstränge laufen parallel und führen am Ende zu einem Showdown zusammen. Doch bleibt man am Ende unzufrieden zurück und würde am Liebsten zum zweiten Teil greifen, der jedoch noch nicht erschienen (September 2014) ist.

Allein im Mittelteil ist ein kleiner Hänger als es um die Beschreibung der militärischen Ausbildung geht. Doch liest es sich trotzdem flott und nachdem man über den Hänger weg ist, ist man gleich wieder mittendrin.

Fazit:
Alles in allem hat mir der Auftakt zur Trilogie gut gefallen und ich warte gespannt auf den nächsten Teil. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Goldmann
erschienen: 2014
Printseiten: 480
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-442-31334-1

Sonntag, 6. Juli 2014

Rezension // Cynthia J. Omololu - Für immer die Liebe (Band 02) von SINA


Seit dem Angriff von Veronica sind gerade ein paar Wochen vergangen. Die Wunden heilen und langsam versuchen Cole und Griffon wieder ein normales Leben zu führen. Soweit dies mit ihrer Gabe, sich an frühere Leben zu erinnern, möglich ist. Wäre da nicht noch Drew, der sich in Coles Leben schleicht und mit seinem charismatischen Wesen Cole um den Finger zu wickeln droht. Die Lage ist verzwickt, und da taucht Veronica wieder auf und ändert mit einem einzigen Kniff das komplette Leben aller.

Vom ersten Teil war ich irgendwie schon nicht so recht überzeugt, da die Story rasant verläuft und kaum Platz zum Atmen blieb. Der zweite Teil der Duologie ist das genaue Gegenteil. Hier plätschert die Geschichte vor sich hin und es passiert nun gelegentlich etwas aufregendes. Auch wenn die Tatsache recht interessant ist, dass man sich an sein früheres Leben erinnert und hier manche Parallelen zur Gegenwart ziehen kann, so ist die ganze Idee irgendwie nicht ausgereift. Was bringt es, sich an das frühere Leben zu erinnern, wenn man mit dieser Erinnerung letztendlich nichts anfangen kann?

Ich hatte jetzt eigentlich den „Supergau“ erwartet und mich auf eine Geschichte gefreut, in der man die Tatsache des „Sich-Erinnerns“ besser einbaut. Doch ist es im Endeffekt eben doch „nur“ eine Liebesgeschichte, welche alles beinhaltet, was eine Liebesgeschichte eben so braucht: Drama, Eifersucht, Sehnsucht und das Streben nach seinem persönlichen Glück auf vielen, vielen Umwegen.
Cole war mir im ersten Band noch sehr sympathisch, im zweiten hat sich dies jedoch sehr geändert. Auch wenn sie eine große Entwicklung durchmacht und einige Schicksalsschläge auf sich nehmen musste, bleibt sie letztendlich doch in ihrem Schneckenhaus, lässt sich Vorschreibungen machen und versucht nicht, selbst das Beste aus ihrer Situation zu machen. Sie ergeht in Selbstmitleid und übernimmt keine Initiative, um ihr Leben dahingehend zu ändern, dass es endlich mal so läuft, wie sie es sich wünscht.
Diese Kritik spiegelt aber nur meine persönliche Meinung wieder, weil ich eigentlich davon ausging, einen Fantasy-Roman in der Hand zu halten und keine ausführliche Liebesgeschichte, die ich eigentlich gar nicht so mag.

Trotzdem hatte ich aufgrund der so angenehmen Schreibweise der Autorin doch großes Interesse daran, zu wissen, wie die Geschichte ausgeht. So erging es mir schon im ersten Teil. Der Stil der Autorin ist fesselnd und führt dazu, dass man nicht loskommt.

Auch meine Meinung über die Charaktere hat sich geändert. War mir Cole vorher noch sympathisch, hat sich dies nun umgekehrt und ich finde eher Griffon, den ich in Band 01 noch nicht so mochte, mehr in mein Herz geschlichen. Nur eine Reaktion von ihm fand ich nicht so prickelnd und übervoreilt. Aber dies hat zu einer entscheidenden Wendung beigetragen und wieder Pfiff in die Geschichte gebracht.

Fazit:
Eine Duologie, die mich zwar nicht umgehauen, aber trotzdem gut unterhalten hat. Von mir gibt es 6 von 10 Punkten.

Verlag: Dressler
erschienen: 2014
Printseiten: 384
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-7915-1507-6

s. a. Bibliografie Cynthia J. Omololu

Dienstag, 1. Juli 2014

Rezension // Laurent Bach - Claude Bocquillon: Die zehn Plagen (Band 02) von SINA

Blutrotes Wasser in Brunnen, ein totes Kalb vor der Kirche und eine Heuschreckenplage. Claude Bocquillon wittert einen neuen Fall und bringt die Vorkommnisse gleich mit den Plagen aus der Bibel in Verbindung. Als dann auch noch Kinder verschwinden, gerät plötzlich Claude in das Visier der Ermittler. Er versucht seine Unschuld zu beweisen und gleichzeitig den Entführer zu finden.

Der zweite Fall von Claude Bocquillon fängt schon sehr geheimnisvoll an. Und das Rätselhafte zieht sich durch bis zum Ende des Buches. Die Spannung steigt stetig an, um den roten Faden wird eine Geschichte aufgebaut, die von vielen Einzelheiten geprägt ist.

Gerade die Nebenfiguren machen einen hohen Anteil aus.
Claude wirkt mir zu Anfang jedoch etwas verwirrt und bevor er seine Gedanken richtig ordnen kann, ist er auch schon mittendrin im Fall.

Die Autorin behält ihren Schreibstil bei und gibt wieder einige Häppchen aus Claudes Leben preis. Die Schicksalsschläge, die er in diesem Buch aushalten muss, sind heftig und machen den schwulen Privatdetektiv nur noch sympathischer.

Mir persönlich hat der erste Teil zwar besser gefallen, was jedoch daran lag, dass man Claude und die anderen Figuren kennengelernt hat. Insbesondere Amelie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre herzliche Art macht sie zu einer einzigartigen Person. Ihre Freundschaft zu Claude ist ihr wichtig und sie tut auch alles dafür. Ihre kurze Liason im ersten Band zu Frederic Lambert, führt im zweiten Teil zu Verwirrungen und Enttäuschungen.

Die Erotik-Szenen, die im ersten Teil noch ausgeprägter waren, werden hier nur angedeutet, aber trotzdem gefühlvoll erzählt. Man merkt, dass es der Autorin nicht um die sexuelle Seite, sondern um die Gefühlvolle geht. Deswegen liegt das Hauptaugenmerk auch auf dem Fall und auf den Emotionen, denen Claude ausgesetzt ist.

Er hat einiges zu verarbeiten und hat eigentlich fast niemanden, mit dem er richtig reden kann. Auch erfährt er Neues, dass er verarbeiten muss.

Fazit:
Teil 1 hat mich zwar mehr überzeugt, Teil 2 wartet dafür mit einem spannenderen Fall auf. Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.

Verlag: Bruno Gmünder 
erschienen: 01.07.2014
Printseiten: 224
Format: ebook
ISBN:  978-3-86787-774-9

Rezension // Corinna Bach - Bodyguard: Spezialauftrag Liebe von SINA

Ruben arbeitet bei einer Security-Firma als Personenschützer und bekommt einen neuen Mandanten zugeteilt. Er soll auf Niklas aufpassen, der zufällig einen Mord im Drogenmillieu beobachtet hat. Niklas, gutaussehend und heterosexuell, findet schnell heraus, dass Ruben auf Männer steht und geht dementsprechend auf Abstand. Doch bald weckt Ruben in Niklas Gefühle, die er sich so noch nie eingestehen konnte. Auch Ruben merkt, dass hinter Niklas jemand anderes steckt, als er vorgibt zu sein. Dann wird Niklas entführt und Ruben bangt um sein Leben.

Geich am Anfang wird einem klar, dass Ruben ein aufgeschlossener, junger Mann ist, der sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht, als ein bodenständiges, normales Leben zu führen. Als er jedoch Niklas kennenlernt, weiß er, dass er dafür nicht geschaffen ist.
Niklas ist eher der Draufgänger und wird – verunsichert durch Ruben – in seinem Weltbild erschüttert.

Diese Kombi verspricht eine interessante Story und diese wird einem auch geboten.
Ruben und Niklas sind ein so ungleiches Paar, dass sie wiederum sehr gut zusammen passen. Hier gilt das Argument: Gegensätze ziehen sich an.

Die Autorin weiß, die Spannungen zwischen den beiden gut einzufangen und wiederzugeben. Vorrangig geht es um die Gefühle der beiden. Fast beiläufig wird auch noch ein Mord im Drogenmillieu und eine Entführung mit eingebaut.

Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass die Autorin das Augenmerk auf die Lovestory und nicht auf den Spannungsaufbau gelegt hat.
Abwechselnd wird aus Rubens und aus Niklas Sicht erzählt, so dass man einen guten Einblick in die Gedankengänge erhält.

Beide Charaktere sind sehr sympathisch. Bei Niklas hatte ich jedoch etwas länger gebraucht, um ihn zu verstehen. Er war mir am Anfang unsympathisch, wenn man ihn jedoch näher kennenlernt, kann man verstehen, warum sich Ruben zu ihm hingezogen fühlt.

Die Erotik sind dezent und stehen nicht im Vordergrund, was man auch bei der Beschreibung der Szenen merkt. Auch hier geht es der Autorin mehr um die Gefühlswelt.

Fazit:
Eine Geschichte mit der richtigen Mischung aus Abenteuer, Erotik und Liebe. Von mir gibt es 8 von 10 Punkte.

Verlag: Sieben Verlag
erschienen: 01.07.2014
Format: Taschenbuch
Seiten: 300
ISBN: 978-3-864432-82-8