Montag, 27. Oktober 2014

Rezension // Markus Heitz - Exkarnation - Krieg der alten Seelen von SONJA


Claire wird ermordet und weil ihre Seele nach Rache und Aufklärung verlangt, fährt sie in den Körper von Lene von Bechstein ein. Doch dieser Körper war gar nicht für Claires Seele vorgesehen, sondern für eine andere. Sie gerät somit zwischen die Fronten eines uralten Krieges.

Ich habe mich auf dieses Buch wirklich gefreut! Denn ich liebe den aktionreichen Schreibstil von Markus Heitz. Das Buch begann auch, wie gewohnt, aktionreich und dann stolperte ich über bekannte Namen: Eric von Castel und Sia. Liest man den Klappentext, ist von diesen Figuren überhaupt nicht die Rede und dies verärgerte mich doch beim Lesen massiv. Denn die Figuren stammen aus den vor Jahren erschienen Reihen um die Werwölfe und die Vampire.

Ich hatte ordentliche Probleme mich an die Details und den Werdegang dieser Figuren zu erinnern und das störte mich beim Lesen.

Die Geschichte wurde vom Autor so schön neu erfunden und mit Charakteren bestückt, dass ich mich frage: warum muss ein Recycling von alten Hauptfiguren sein? Nicht jeder kennt die anderen Bücher oder hat so ein gutes Gedächtnis. Kommt so etwas vor, erwarte ich mehr Rückblicke oder Erläuterungen.
Nach Beendigung des Buches kann ich auch gut und gerne sagen Eric und Sia sind gar nicht notwendig, es hätten auch Figuren mit gleichen oder ähnlichen Fähigkeiten sein können. (Da es vermutlich, mal wieder, auf eine Reihe hinausläuft, kann sich dies natürlich ändern.)

Zur Handlung muss ich allerdings sagen, dass mir die Idee um die Seelen sehr gut gefallen hat. Die Logik dahinter fand ich schön und lässt auch Spielraum für weitere Erklärungen unserer Weltgeschichte. Sicherlich möchte der Leser wissen, wie es mit Claire weitergeht und wie sie ihre Fähigkeiten nutzt, aber dann sollten doch hier und da mehr Erläuterungen einfließen.

8 von 10 Punkten für diesen aktionreichen Thriller mit Seele.


Verlag: Knaur TB
erschienen: 2014
Seiten: 608
ISBN: 978-3426516232



Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann







Rezension // George R. R. Martin - Wild Cards: Das Spiel der Spiele von SONJA


Als durch ein Virus die Menschheit mutiert, wird alles anders. Es gibt ab sofort Menschen mit besonderen Fähigkeiten und Superkräften: die sogenannten Asse. Einige nutzen die Kräfte, um zu helfen und andere versuchen, ihren Vorteil daraus zu ziehen. Eine handvoll Asse kommt bei einer Castingshow zusammen, denn Amerika sucht "The world's next super hero". Hier treffen Schönheit, Intelligenz und Außenseiter aufeinander und dann....kommt alles anders als gedacht.

Als erstes oute ich mich mal als Unwissende. Unwissende? Ja, ich habe noch kein Buch der Games of Throne Reihe gelesen und auch noch keine TV-Minute gesehen.

Als ich dann die Zusammenfassung des Buches las, wurde ich bezüglich des Autors doch neugierig. Denn ich oute mich gern an dieser Stelle als Marvelfan. Zu gern habe ich damals die Comics gelesen und im TV gesehen. Daher war ich gespannt, wie eine Castingshow unter Superhelden wohl ablaufen würde.

Tja, eigentlich genauso wie im echten Leben. Ein paar spannende Szenen, Tränen, Intrigen, Freundschaften. Nichts Besonderes. Die Handlung plätscherte so dahin. Man lernte eine Vielzahl an Helden mit tollen Fähigkeiten kennen, aber spannend war es nicht. Ich gebe zu, ich war versucht aufzugeben, aber irgendwas hielt mich, Gott sei Dank, denn auf einmal kam es für die Asse ganz anders. Etwas Großes geschah und ab dem Moment (leider erst nach 2/3 des Buches) konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Konflikte und Konfrontationen enthalten hier durchaus versteckte Gesellschaftskritik und Potential für weitere Bände, so dass die lange Durststrecke wohl einfach als lange Einleitung einer interessanten neuen Reihe zu werten sein dürfte.

Der Schreibstil lässt sich leicht und locker herunterlesen.

Aufgrund der neuen Elemente, der Ideen und der Wendung vergebe ich 8 von 10 Punkten!

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2014
Seiten: 544
ISBN: 978-3764531270

Auch ein Rücken kann Entzücken:

© Sonja Kochmann


Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann


Rezension // Andreas Altenburg und Harald Wehmeier - Frühstück bei Stefanie: Nix wie wech! von SONJA


Man glaubt es kaum, Opa Gehrke hat beim Rätseln tatsächlich was gewonnen: Ein Aufenthalt mit Konzert von Andrea Berg und anderen Schlagerpromis. Also werden fix die Sachen gepackt und auf geht die Reise im VW Jetta.

Da diese Truppe nichts als Chaos verursachen kann, kommt es zu Begegnungen mit einer Rockergang und einem Kaffeefahrtenausrichter. Ob dann das Konzert mit der Andrea etwas wird.....

Ich bin ja Fan der Radiosendung und habe trotz Absetzung immer noch die Stimmen von Steffi, Udo, Opa Gehrke und Herrn Ahlers im Ohr. Ich war gespannt, wie dann das Buch mit den Zeichnungen auf mich wirken würde.

Es war ganz nett. Aber mir hat was gefehlt. Auch waren die sonst so typischen Dialoge um Promis und Steffis "Stare" oder die Verwechselungen beim Rätseln durch die Chaosreise kaum enthalten. Gerade diese Dialoge im Imbiss machen den Charme bei Frühstück bei Stefanie aus!

(Die Szene mit den Rockern erinnerte mich jedoch sehr stark an eine Folge aus dem Radio und auch die Erfahrungen mit dem Reisebus kamen mir bekannt vor.)

Da mir was gefehlt hat und ich nicht wirklich über neue Anekdoten lachen konnte: Es iss ja wie's iss. 5 von 10 Punkten.

Verlag: Rowohlt
erschienen: 2014
Seiten: 128
ISBN: 978-3499268922


© Sonja Kochmann


Freitag, 24. Oktober 2014

Rezension // Adnan Maral - Adnan für Anfänger von SONJA


Ein bekannter Schauspieler. Diverse Lebenserfahrungen. Gesammelt in der Türkei und Deutschland. Daraus entsteht ein Buch.

Muss da noch mehr gesagt werden? Ja, denn dieses Buch ist eine lustige Angelegenheit. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Denn der Autor schafft es, mit einem zwinkernden Auge von Ungleichbehandlung und "scheinbar unbemerkter" Integration zu berichten.

Das Ganze erfolgt mit einer lustigen Ein- und Überleitung. Denn wo treffen alle Kulturen und Altersstufen zusammen? Jawohl. Beim Arzt. Denn während alle auf den Halbgott in Weiß warten, ergeben sich einige Fragen, Anekdoten und Gedankengänge. Geschickt gelöst und nett verpackt.

Die Biografie von Adnan Maral und seine Sichtweise sind eine nette Unterhaltung für alle, die bereit sind, sich mit dem Thema des deutschtürkischen Zusammenlebens auseinanderzusetzen. Das Hümor dabei ist, macht das Ganze lesenswert. 10 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Seiten: 256
ISBN: 978-3764505196



Getroffen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Rezension // Sylvia Day - Eine Frage des Verlangens von SONJA

© Sonja Kochmann

Lady Elizabeth Hawthorne und Earl of Westfield Marcus Ashford haben eine schmerzvolle Vergangenheit. Doch eine akute Bedrohung führt zum unausweichlichen Aufeinandertreffen der Lady und dem Agenten der Krone. Können beide den Schmerz der Vergangenheit vergessen, die Bedrohung ausschalten und die magische Anziehungskraft ignorieren?

Dieses Buch ist eindeutig ein "Nackenbeisser" auch wenn es durch das edle Cover nicht danach aussieht. 

Ein Nackenbeisser? Ja genau, diese historisch angehauchten Bücher, auf denen ein gut gebauter Held (leicht bekleidet oder geöffnetes Hemd) eine Dame im wallenden Kleid (ggfs. Mieder geöffnet, riesiges Dekolletee) im Arm hat...na? Genau.

Da ich ein riesen Fan der Crossfire Bücher bin, war ich richtig gespannt auf dieses Buch und ich hatte es richtig schwer. Obwohl das Buch "nur" 368 Seiten umfasst, habe ich mich wochenlang gequält. Warum?

Mir haben die Hauptpersonen überhaupt nicht gefallen! Ich fand Elizabeth und Marcus total unsympathisch.
Hinzu kommt dass die Heldin des Buches keine Heldin ist, sie ist ein Opfer und er muss sie ständig retten oder im Bett bestrafen und maßregeln. Es vergeht kein Kapitel in dem sie nicht in Tränen dahinfließt. 

Ich habe mich beim Lesen teilweise gefragt, ob dieses Buch vor Crossfire geschrieben wurde und es ist tatsächlich so. Das Buch erschien 2008 mit einem ...na?....Nackenbeisser-Cover!

Zur Rettung des Buches muss ich allerdings sagen, dass die Autorin hier bereits die erotischen Szenen sehr gut und auch abwechslungsreich hinbekommen hat, so dass ich unter Berücksichtigung, dass es in manchen zeitlichen Epochen nun einmal keine Heldinnen wie Eva (Crossfire) geben kann, 4 von 10 Punkten vergebe. 

Die anderen historischen Bücher werde ich nun auslassen, da es wohl nicht mein Genre ist und freue mich auf Crossfire 4, das für Dezember 2014 angekündigt wurde. Ich bin dann wohl auch bei Erotikromanen etwas emanzipierter

;)


Verlag: Heyne
erschienen: 2014
Seiten: 368
ISBN: 978-3453545670


Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann



Special // #fbm2014 von SONJA

Die Buchmesse! Gefürchtet und Geliebt.


© Sonja Kochmann


Geliebt? Ja,klar. Mekka aller Buchfans. Gefürchtet? Ursprung von Husten, Schnupfen und Co. Ja, mich hat es auch erwischt, daher kommt mein Bericht erst jetzt.

Meine Buchmesse begann für mich chaotisch. Beim Aussteigen aus dem Zug ging mein Handy nicht mehr und lies sich auch nicht mehr überzeugen für mich tätig zu werden. Bei einem Streifzug durch die Halle entdeckte einen Promotionstand meines Handys und dachte mir, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ein netter englischsprechender Herr konnte mir tatsächlich weiter helfen und ich war wieder erreichbar. Danke!


© Sonja Kochmann


Da ich schon aus dem Vorjahr wusste, wie erdrückend Frankfurt sein kann, hatte ich mir im Vorfeld nur eine handvoll Termine herausgesucht und schlenderte erst einmal los. 


© Sonja Kochmann



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© Sonja Kochmann

Beim Bloggertreffen von Randomhouse traf mich ein bisschen der Schlag. Es war so derbe voll, dass ich ein wenig an die Seite geflüchtet bin. Das war auch echt ein Hingucker wert, denn an einem kleinen Tisch an der Seite saßen das Autorenpaar Iny Lorentz und freuten sich über das Gewusel. Auch traf man am Rand Martina André und Inka Loreen Minden, mit der ich verabredet war. Es war wirklich toll Dich mal live und in Farbe zu treffen, Inka!


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© Sina Frambach


Nach einiger Zeit wurde ich mutiger und wagte mich in die Mitte, da ich ja unbedingt ein Autogramm von Adnan Maral haben wollte. Dieses Buch hat mir einige heitere Lesestunden beschert und ist echt empfehlenswert. Die Stimmung war beim Bloggertreffen super und die Temperaturen schweißtreibend. Unzählige Autoren (Angelika Schwarzhuber, Eric Berg, Marc Elsberg und viele mehr) lieferten sich tapfer der Horde aus.


© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann


Danach ging es für mich mit einigen Pausen weiter zum Piperstand, denn zum Erstaunen der Verlagsmitarbeiter trafen dort Anne Sonntag und Adriana Popescu ein. Sie haben den Stand mit ihrer lockeren Art gerockt. Ich glaube, soviel Spaß gab es bei keinem anderen Treffen. Die beiden hatten auch Polaroidkameras dabei, so dass man ein signiertes Foto mit nach Hause nehmen konnte. 


© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann


Zum Abschluss gönnte ich mir noch das moderierte Gespräch mit Horst Lichter. Ich liebe ja seine lockere Art und ich habe wohl mit meiner Anwesenheit den Altersdurchschnitt massiv gesenkt. Ich konnte trotz der "Renterstampede" (wenn es was umsonst gibt, kann man auch mit Krückstock schnell sein) ein Buch ergattern und signieren lassen.


© Sonja Kochmann


Nach einigen Verlagsterminen hatte ich dann ordentlich platte Füsse und stöberte mal hier und da und kaufte mir beim Ausgang drei schöne Stempel. Ein erfolgreicher Messetag.



© Sonja Kochmann




Lesung // Kerstin Gier - Silber: Das zweite Buch der Träume von SONJA

© Sonja Kochmann


Silber: Das zweite Buch der Träume. Ein Buch, dass zu vielen verschiedenen Rezensionen geführt hat. Sicherlich ist es bei einer Trilogie schwierig das "Mittelstück" zu schreiben - schließlich darf noch nicht alles verraten werden - aber es muss auch eine gewisse Spannung aufrecht erhalten werden.

Spannung, dass ist das richtige Stichwort, bevor auch ich abschweife, denn ich war wirklich gespannt auf Kerstin Gier! Sie kam locker herein und präsentierte eine coole Tasche. Wir sind halt doch alle (!) kleine Mädchen. Denn wir erfuhren später, dass die "Bushandtasche" zu Rasierspaß-Ken gehört. Mit alle möchte ich noch besonders darauf hinwiesen, das wirklich alle Altersgruppen vertreten waren, obwohl Silber zu den Jugendbüchern gehört.


© Sonja Kochmann


Als kleine Einleitung wurde uns Rasierspaß-Ken mit kleinem Striptease vorgestellt, der von Seiten der Hersteller wirklich enttäuschend gestaltet wurde. Die ersten Lacher wachen hier nicht die letzten. 


© Sonja Kochmann


Auch wurde hier schon darauf hingewiesen, dass wir doch bei der Lesung bitte alle lieb gucken sollten, schließlich würde sie alles gaaaaaaaaaaaaaanz genau sehen und hören. An dieser Stelle wurden natürlich einige Anekdoten der Lesetour vorgetragen, die man so gar nicht wieder geben kann. Ich habe wirklich viel gelacht. Es war herrlich. Der Humor aus den Büchern ist 1 zu 1 die natürliche Art von Kerstin Gier!

Während der Lesung unterbrach sich Frau Gier immer selbst, da sie zu einigen Stellen noch "unbedingt und ganz kurz" (Blick auf das Handy und die Verlagsbegleitung) etwas erzählen wollte.

So wurde Anagramm am Beispiel der lieben Elke erklärt, die Stolz war "Klee" bilden zu können, obwohl sich auch ein "Ekel" ergeben kann. Nette Anekdoten über nächtliche Aufwachgründe (WC, Granufink - ihr wisst schon), der Unterscheid zwischen Jaguar und Leopard, den tatsächlich die Gestalterin der Einbände auch nicht kennt (schaut mal nach) usw.

Nach der Lesung war Fragezeit und hier kamen etliche zum Einsatz. Manche Wissbegiere wollten Fragen stellen und vergaßen diese vor Aufregung, aber Frau Gier war da sehr geduldig.

Wir erfuhren, dass sie die Verfilmung der Mütter-Mafia sehr gelungen fand und sich auf die Fortsetzung sehr freue. Das London für die Buchreihe Silber der beste Ort sei, da es was magisches an sich habe UND man die Recherchekosten von der Steuer absetzen könne!


© Sonja Kochmann


Die Verfilmung von Smaragdgrün stehe aufgrund der Besucherzahlen noch nicht fest, werde sich aber demnächst ergeben.

Witzig fand ich die Situation, in der ein junges Mädchen nach dem Ursprung (hoffentlich krieg ich als alte Schachtel den Begriff richtig zusammen) der echtmegaendgeilenhyperkrassen Idee für das Buch fragte. 

PAUSE. 

Publikum und Frau Gier baff. Hintergrund ist der: die Autorin hasst Fragen nach ihren Buchideen so sehr, dass sie meist von irgendwelchen Vögel erzählt, die übers Dach fliegen....oder Gedanken, die von den Füssen aufsteigen....Da die Frage aber mit einem so außergewöhnlichen Lob verpackt war, wurde sie auch beantwortet. (Die anwesende Journalistin der örtlichen Tageszeitung hatte an dieser Stelle wohl nicht aufgepasst und fragte kurze Zeit später die Frage, warum und wie sie Frauenromane und Jugendbücher schreibe und ZACK, da waren sie: DIE VÖGEL.)


© Sonja Kochmann


Die Lesung war einfach genial. Ich hätte bei Hugendubel trotz der Hitze in der Buchhandlung noch Stunden sitzen und zu hören können.

Ich konnte die niedlichen kleinen in China verpackten Schlüssel vom Cover beim Signieren ergattern und habe sie als "mein Schatz" nach Hause getragen.


© Sonja Kochmann




Rezension // Kerstin Gier - Silber: Das zweite Buch der Träume von SONJA


Liv Silber wird erneut mit Secrecys Allwissenheit konfrontiert. Wie kann es sein, dass die anonyme Schulbloggerin ihre verborgenen Geheimnisse kennt?

Auch die Nachtaktivitäten nagen an Liv: Träumen kann ja so anstrengend sein und wenn tagsüber die intrigante Bocker auch noch die junge Patchworkfamilie nervt....

Ich gebe zu, dass ich mich mit der Bewertung des Buches wirklich schwer tue. Denn ich war schließlich vom ersten Band mehr als begeistert und habe mich auf dieses Buch sehr gefreut. Doch irgendwie kam ich nicht richtig in die Geschichte herein. 

Die Geschehnisse um Liv plätscherten von Seite zu Seite so dahin und man merkte, dass dieser Band doch das "Mittelstück" einer Trilogie ist. Schließlich darf man noch nicht zuviel verraten, das Finale kommt ja noch.

Lustig und wie immer spritzig sind hier die Dialoge der teilweise sehr verschrobenen Figuren. Manchmal hat man direkt Lust, sich mit an den Tisch zu setzen und ein Vanillekipferl zu essen. Als Garten- und Buchsbaumbesitzerin fand ich eine Szene im Buch natürlich sehr hart, aber die Stelle erzielte durchaus seine Wirkung.

Liv bekommt mit dem Biest in Ocker (Bocker - die Namensgebung ist einfach genial) eine neue Herausforderung, die dem nächtlichen Stress die Krone aufsetzt.

Leider bekam ich zwischenzeitlich die Zeitung Bücher in die Hand, in der tatsächlich der namentliche Ursprung des nächtlichen Bösewichts genannt wurde. So spoilern tut noch nicht einmal ein Blogger bei seinen ersten Rezensionen. Dies verdarb mir ein wenig den Lesegenuss, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon selbst Vermutungen in diese Richtung hatte.

Da es Lesestunden mit Ecken und Kanten waren, vergebe ich 6 von 10 Punkten, obwohl das vermutlich auch an den Umständen lag. Denn die Lesung war einfach nur genial!


Verlag: Fischer FJB
erschienen: 2014
Seiten: 416
ISBN: 978-3841421678



© Sonja Kochmann



© Sonja Kochmann

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Lesung // Sandra Lüpkes - Das kleine Inselhotel von SONJA



© Sonja Kochmann



Das Buch "Das kleine Inselhotel" hat mir beim Lesen sehr, sehr gut gefallen. Als ich beim Stöbern nach Lesungen in meiner Region feststellte, dass die Autorin genau dieses Buch in einer musikalischen Lesung vorstellt, war ich neugierig, wie eine musikalische Lesung wohl abläuft.


© Sonja Kochmann



Die Autorin las die Geschichte sehr lebhaft und hatte dazu passende Lieder herausgesucht, die sie vortrug. Die Abschnitte zwischen Vorlesen und Singen wurden mit Möwenlärm übergeleitet, so dass richtiges Urlaubsfeeling aufkam. (Wer also seinen Strandurlaub vermisst, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.)

Hierzu muss gesagt werden, dass Sandra Lüpkes früher eine Band namens "Strandgut" hatte. Die vorgetragenen Lieder, sind Lieder, die die Band nie veröffentlicht hatte und die von der Autorin vor einiger Zeit wieder gefunden wurden. Eigentlich hätte man die Lesung in dieser Form auch gleich aufzeichnen sollen, es wäre das perfekte Hörbuch herausgekommen. (In einer Szene kam im Text eine Klospülung vor, die dann auch tatsächlich durch die Buchhandlung rauschte.)


© Sonja Kochmann


Die übliche Fragezeit fiel hier aufgrund der musikalischen Einlagen etwas kürzer aus, so dass es hier nicht soviel zu berichten gibt.

Da ich die Krimis der Autorin bislang noch nicht kenne, habe ich mir diese jedoch gleich auf die Wunschliste gesetzt, denn eine solche Lesung verlangt einfach nach mehr von dieser Autorin.



© Sonja Kochmann