Donnerstag, 27. November 2014

Rezension // Jennifer L. Armentrout - Onyx: Schattenschimmer (02) von SINA


Katy fühlt sich immer mehr zu Daemon hingezogen, weiß aber, dass dies nicht sein kann. Es hat alles damit zu tun, das Daemon sie geheilt hat und nun eine Art tiefe Verbundenheit entstanden ist, die sie und Daemon mit Liebe verwechseln. Als ein neuer Schüler an der Highschool auftaucht, fühlt sich Katy auch zu diesem hingezogen, doch auf eine völlig andere Art. Er scheint einige Geheimnisse zu haben, denen Katy auf den Grund gehen möchte. Doch was sie herausfindet, sprengt jeglichen Rahmen. Und dann ist da ja auch noch Daemon, der seine Verführungskünste in jeglicher Form bei ihr ausübt. Und Katy weiß nicht, wie lange sie sich allem noch entziehen kann. Aber auch das Verteidigungsminsterium ist Katy und Daemon auf den Fersen. Alles scheint irgendwie mit Dawson, Daemons totem Bruder in Verbindung zu stehen.

Band eins hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. Katy und Daemon sind mir gleich ans Herz gewachsen, wobei ich mit Katy, einer Leseratte mit Buchblog ja auch einiges gemein habe. Aber der Rest ist total gegensätzlich.

Wieder war ich vom Schreibstil der Autorin mehr als begeistert. Sie zieht einem durch die Geschichte, lässt keine Langeweile aufkommen und gibt mit wenigen Details doch so viel preis, als würde sie alles bis ins Unendliche ausschmücken.

Die Charaktere haben sich weiterentwickelt, was nicht nur an der Verbundenheit der beiden Hauptfiguren Daemon und Katy liegt. Katy wird mutiger, gibt (noch) mehr Kontra und wieder gefällt mir einfach der Schlagabtausch zwischen Daemon und Katy und dann auch noch Katy und Blake, der neuen Figur in der Geschichte.

Blake ist mir von Anfang an sehr unsympathisch, was wahrscheinlich daran liegt, dass er als Surferboy aus Santa Monica beschrieben wird. Damit hat er gleich mal einen Stempel weg, den er nur schwer ablegen kann. Aber auch im Laufe der Geschichte macht er sich nicht gerade Pluspunkte.

Es passiert so einiges in Band 02 und wenn die Autorin Ruhephasen einlegt, sind diese ganz Katy und Daemon gewidmet. Das die beiden sich rein gar nicht schenken, dürfte wohl klar sein. Es gab eine Szene, die ich sehr gelungen fand. Ich sage nur: Webcam, Katy und Daemon sowie einige Bücher mit „lustigen“ Covern. Hier knistert es gewaltig.

Es dauerte zu Anfang etwas, bis die Geschichte richtig in Fahrt kam. Doch dann legte die Autorin so richtig los. Nochmals Schwung kam in alles, als Daemon mit Katy wettete, dass sie ihm spätestens bis Neujahr nicht mehr widerstehen kann. Katy will Daemon natürlich nicht gewinnen lassen. Und so entsteht ein Hin und Her, dass mir dann manchmal doch ein bisschen zu sehr „Hin und Her“ war. Doch dies wurde durch den flüssigen Schreibstil der Autorin gleich wieder wett gemacht.

Band 01 fand ich trotzdem etwas besser, wahrscheinlich aber auch, weil er eben etwas „Neues“ für mich war.

Auf Band 03 muss man diesmal nicht so lange warten. Er erscheint im April 2015 unter dem Namen "Opal: Schattenglanz". Band 04 und 05 sind im englischen schon erschienen und bei Carlsen in Planung.

Fazit:

Eine Reihe, die süchtig macht. Ich möchte mehr von Daemon (und Katy ;) ). Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Format: Hardcover
Printseiten: 464
ISBN: 978-3-551-58332-1

s. a. Bibliografie Jennifer L. Armentrout


Dienstag, 25. November 2014

Rezension // James Dashner - Die Auserwählten: In der Todeszone (03) von SINA


Thomas kommt nicht nur Ruhe. Kaum ist er der gefährlichen Brandwüste entkommen, findet er sich im Hauptquartier von ANGST wieder, in einem weißen Raum, ähnlich einer Zelle in der Psychiatrie. Kurz darauf wird er von Janson, einem Mitglied von ANGST dazu aufgefordert, sich einer Operation zu unterziehen, damit er sein Gedächtnis wiedererlangt. Doch Thomas ist skeptisch. Will er dies überhaupt? Will er wissen, warum ANGST Menschen in Labyrinthe steckt und Prüfungen durchlaufen lässt, die sie das Leben kosten? Zusammen mit Minho, Jorge und Brenda kann Thomas fliehen, nur um kurz darauf in Denver herauszufinden, dass er sich mitten in der Todeszone befindet und seine einzige Chance darin besteht, ANGST endlich den Kampf anzusagen und zurückzuschlagen.

Schon der zweite Band hat mich nicht mehr so mitgerissen, wie der erste, in meinen Augen geniale Teil der Maze Runner-Reihe. Band 03 konnte daran leider auch nicht mehr viel ändern. Auch wenn es rasant, teilweise spannend und unvorhersehbar war, hat mich doch der sehr kindliche Schreibstil des Autors etwas verwirrt.

Es geht um eine Krankheit, die im Gehirn wütet, die Menschen zu Wahnsinnigen werden lässt, Mord, Kannibalismus, rohe Gewalt ist an der Tagesordnung und trotzdem wird alles etwas verharmlost. Die Jugendlichen, die die Tortur mitmachen müssen, sind abgestumpft, Gefühle werden nicht nach außen getragen, es macht auf mich den Eindruck, als wolle man alles ganz schnell hinter sich bringen, damit man sich ja nicht mit der Situation auseinandersetzen muss.

Auch sind manche Dinge einfach nicht gut erklärt, so dass man Mühe hat, manchem Gedankengang richtig zu folgen. Nichts wird großartig hinterfragt, erst traut man einer Person, dann der anderen, um letztendlich dann doch wieder in einer ganz anderen Richtung zu agieren.

Dies alles gab mir den Eindruck von „Verwirrtsein“, was aber dann letztendlich zu den Zombie-ähnlichen Gestalten im Buch passt. Ich bin nun auch verwirrt, denn das Ende war plötzlich, einfach und für mich sehr unbefriedigend. Fast so, als könnte vielleicht noch ein weiterer Teil der Reihe folgen. Es bleibt einfach zu vieles ungeklärt.

Die Charaktere haben sich weiterentwickelt, aber in eine für mich sehr negative Richtung. Gerade dieses Abgestumpfte hat mich nicht kaltgelassen, im Gegenteil: ich fand es sehr beängstigend, mit welch „Leichtigkeit“ an manche Situationen herangegangen wurde, stets nach dem Motto „Bringen wir es hinter uns“.
Eine Szene hat mich dann doch sehr berührt, hat sich doch endlich Einblick in Thomas Gefühlsleben gebracht. Sein Tun in dieser Szene verfolgt ihn bis ans Ende des Buches und hat ihn insoweit etwas menschlicher gemacht, obwohl er immer noch etwas Gleichgültigkeit ob seiner Zukunft an den Tag legt.

Fazit:
Mit etwas mehr Gefühl(sausbrüchen) und weniger Abgestumpftheit eine interessante Dystopie, die am Ende doch einiges offen lässt. Von mir gibt es 6 von 10 Punkten.

Verlag: Chicken House
erschienen: 2013
Printseiten: 480
Format: ebook
ISBN: 978-3-646-92487-9

s. a. Bibliografie James Dashner

Reihenfolge
01 Im Labyrinth (Rezension)
02 In der Brandwüste (Rezension)
03 In der Todeszone

Sonntag, 23. November 2014

Rezension // Damian Dibben - Jake Djones: Die Dynastie des Bösen (03) von SINA

Jake Djones neuestes Abenteuer führt ihn diesmal in seine Heimatstadt London, jedoch 400 Jahre früher, als er geboren wurde. Denn dorthin führt ihn die Spur auf der Jagd nach Xi Xiang, dem bislang mächtigsten Gegner der Geschichtshüter. Denn dieser hat vor, den größten Teil der Weltbevölkerung auszulöschen. Kaum in London angekommen, wird er in eine Verfolgungsjagd verwickelt und findet einen weiteren Hinweis, der ihn nach China führt. Gut, dass er als Begleitung Miss Yuting dabei hat, die ihm mit ihrer reizenden Art mehr als nur den Kopf verdreht.

Band 01 konnte mich überzeugen, Band 02 hatte Anlaufschwierigkeiten und hat mich erst gegen Ende wieder eingefangen und Band 03 lässt mich gerade schwer überlegen, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.

An dem Schreibstil des Autors hat sich nichts geändert, im Gegenteil: ich finde, dass dieser noch kindgerechter geworden ist und sich teilweise überhaupt nicht mehr mit Erklärungen aufhält.
Außerdem gab es meiner Meinung nach einige Logikfehler, die aber Kinder nicht auffallen werden.

Die Geschichte an sich war jedoch alles andere als spannend und sehr, sehr vorhersehbar. So gab es wieder „gefährliche“ Situationen, die einfach gelöst wurden. Hier hätte ich mir etwas mehr Fantasie gewünscht bzw. mal etwas, was nicht auf Anhieb klappt.

Sehr gut gefallen hat mir allerdings wieder der „Geschichtsunterricht“. So hat man in fast spielender Weise viel über das London vor 400 Jahren oder über China und dessen Erfindungen gelernt. Und genau dies ist es, was diese Buchreihe eigentlich ausmacht: der Geschichtsunterricht, der fast nebenbei stattfindet.
Dies wertet die Geschichte um Längen auf.

Die Charaktere sind wieder durchweg sympathisch, vor allem, da diesem frisches Blut mit von der Partie ist. Miss Yuting, von allen Yojo genannt, ist Chinesin und für die Mission dann natürlich bestens geeignet. Ihre Art war zwar etwas nervig, weil sie bestimmend ist und sich nichts sagen lässt, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und eine kleine Schwäche für Jake.

Der rote Faden, der sich seit dem ersten Band durch die Geschichte zieht, ist auch die suche nach Jakes verschollenem Bruder Philipp. Diesmal bekommt Jake neue Hinweise und geht diesen natürlich auch nach.

Alles in allem liegt ein solider dritter Teil der Reihe vor. Da mir aber schon der Vorgänger nicht so gut gefallen hat, warte ich ab, ob ich die Reihe weiterverfolge. Dies hängt für mich dann vom Klappentext des vierten Bandes ab.

Fazit:
Logikfehler, einfache Lösungen und nicht an den ersten Band heranreichend. Schade für diese sehr interessante Idee. Von mir gibt es 6 von 10 Punkten.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2014
Printseiten: 332
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-7645-3095-2

s. a. Bibliografie Damian Dibben

Reihenfolge
01 Jake Djones und die Hüter der Zeit (Rezension)
02 Die Arena des Todes (Rezension)
03 Die Dynastie des Bösen

Mittwoch, 19. November 2014

Rezension // James Dashner - Die Auserwählten: In der Brandwüste (02) von SINA

Nachdem Thomas und die anderen aus dem Labyrinth fliehen konnten, werden sie sofort in die nächste Prüfung hineingezogen. Mit einem tödlichen Virus infiziert haben sie zwei Wochen Zeit, die gefährliche Brandwüste zu durchqueren, um das Heilmittel zu erhalten. Doch die Wüste weist nicht nur brütende Hitze und kein Wasser auf, sondern auch Cranks, ebenfalls mit dem Virus infizierte Menschen, deren Gehirn schon weitesgehend zerstört ist, sie aber trotzdem nur eines im Sinn haben: töten!

Nach dem begeisterten ersten Teil, konnte ich es kaum abwarten, mit dem zweiten zu beginnen, muss aber zugeben, dass ich letztendlich dann doch etwas enttäuscht war, als ich das Buch beendet hatte. Hat mich die Idee, Jugendliche in eine Labyrinth zu sperren, dass sich jede Nacht verändert und es augenscheinlich keinen Ausweg gibt, noch fasziniert, war jetzt irgendwie die Luft raus.

Die Durchquerung der Wüste ist gespickt mit etlichen Gefahren, die von den Jugendlichen fast mit Leichtigkeit gemeistert werden. Ständig kommt jemand zur Hilfe oder die gefährliche Situation ist schnell abgehandelt.

Auch wenn manche Wendungen vorhersehbar waren und manche Charaktere von sympathisch zu unsympathisch und wieder zurück wechselten, gab es Stellen, die mir sehr gut gefallen haben.

Letztendlich lässt mich der zweite Teil etwas verwirrt zurück, weil ich am Ende nicht genau weiß, was der Autor damit eigentlich bezwecken wollte. Ich hoffe, dass der dritte Teil da wieder Aufschluss gibt und an dem Niveau des ersten Bandes anknüpfen kann. Letztendlich interessiert mich ja doch, was das ganze eigentlich soll und wieso Thomas diese Prüfungen durchmachen muss.

Alles in allem ist der zweite Band schwach, vorhersehbar und ohne richtigen Spannungsbogen, der einzig allein durch den flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil des Autors aufgewertet wird. Außerdem bleibt es am Ende rätselhaft und so möchte man eigentlich nur nach dem dritten Teil greifen und hofft auf einen würdigen und soliden Abschluss der Trilogie.

Fazit:
Trotz einiger Schwächen und dem Eindruck eines Lückenfüllers gut lesbar und zum Ende hin wieder spannend. Von mir gibt es daher nur 6 von 10 Punkten.

Verlag: Chicken House
erschienen: 2012
Format: ebook
Printseiten: 496
ISBN: 978-3-646-92327-8 

s. a. Bibliografie James Dashner

Reihenfolge
01 Im Labyrinth (Rezension)
02 In der Brandwüste
03 In der Todeszone (Rezension)

Montag, 17. November 2014

Rezension // Annell Ritter - Brägenbeck: Sommer in Grasgrün (01) von SINA

Nach dem Tod ihrer Tante erbt Carla einen Bauernhof in einem abgelegenen Dorf namens Brägenbeck mitten in Norddeutschland. Für eine Großstadtpflanze aus München ist das natürlich ein Kulturschock. Doch Carla nimmt die Herausforderung an und stattet dem Dörfchen einen Besuch ab. Sie nutzt die Chance, um einfach mal abzuschalten: von ihrem Beruf als Anwältin, von ihrem Ex-Verlobten und einfach dem stressigen Leben. Was sie aber in Brägenbeck vorfindet, übersteigt selbst ihre Vorstellungen. Und das streikende Cabrio bringt sie auch noch einem gutaussehenden Mechaniker näher...

Der Klappentext hat mich sehr gereizt und ich hatte Lust, mal wieder einen locker-flockigen Roman zu lesen, bei dem man nicht nachdenken braucht.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und man fliegt durch das Buch hindurch. Allerdings muss ich zugeben, dass ich manchmal zu sehr „geflogen“ bin und meine Gedanken abschweiften und ich mich dann doch nicht mehr so richtig auf die Geschichte konzentrieren konnte.

Die Autorin bedient sich jeder Menge Klischees. Da dies von Anfang an der Fall ist, konnte ich damit gut leben und fand sie zeitweise einfach sogar richtig passend für den Verlauf der Geschichte, allerdings hat mich gerade die beste Freundin Carla, Marie-Louise, kurz Lou zeitweise doch ein bisschen genervt. Dies lag wahrscheinlich daran, dass ich mich mit Carla identifizieren konnte, mir aber nie vorstellen könnte, mit Lou befreundet zu sein. Die beiden waren mir zu gegensätzlich.

Ansonsten ist das Buch eine schöne Liebesgeschichte. Gestresste Anwältin zieht aufs Land, um dort ein neues Leben zu beginnen mit allem Drum und Dran. Sieht man mal von der nervigen Lou ab, erwartet einem ein witziger Roman rund um das Dorfleben mit den typischen Figuren, sei es der frauensuchende Polizeichef, der heiße Mechaniker, die tratschende Friseuse oder der geldgierige Bauer.

Gewünscht hätte ich mir ein paar mehr Seiten. Manche Situationen wurde dann doch sehr schnell und einfach gelöst. So auch am Ende. Der Showdown war umfangreich, eins jagt das andere und plötzlich ist alles irgendwie geregelt. Insoweit hoffe ich, dass dies in der Fortsetzung vielleicht besser gelöst wird.

Fazit:
Eine schöne Geschichte mit guten Ansätzen, aus der etwas mehr gemacht werden könnte. Von mir gibt es 6 Punkte.

Verlag: Forever by Ullstein
erschienen: 2014
Printseiten: 176
Format: ebook
ISBN: 978-3-95818-013-0

Reihenfolge
01 Sommer in Grasgrün
02 Apfelgrüne Aussichten

Wohnzimmerlesung // Petra Schier von SINA


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Bei einem Gewinnspiel zu Sylvester 2013 hatte ich eine Wohnzimmerlesung mit Petra Schier gewonnen. Am 15.11.2014 war es dann soweit. Und ich möchte Euch davon erzählen!

Gegen 17.30 Uhr trudelte Petra bei mir ein und wir waren gleich im Gespräch. Wir freuten uns beide auf die Veranstaltung. Während Petra ihre Werke auf einem Tisch präsentierte, war ich erstaunt, wie viele Bücher sie schon geschrieben hat. Ich wusste zwar, dass schon einiges  von ihr erschienen ist, aber diese Kreativität dann geballt auf dem Tisch stehen zu sehen, war beeindruckend.

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Während wir (Petra, meine Eltern und ich samt Mann und Sohn) auf die anderen Gäste warteten, taten wir uns noch an der gekochten Pizzasuppe mit Baguette gütlich. Um 18.30 Uhr traf dann auch der erste Gast ein, Frau Kym Schober von der Tageszeitung "Die Rheinpfalz". Wir unterhielten uns mit ihr, bis um 19 Uhr alle eingetroffen waren.

Petra war gleich in ihrem Element. Sie beantwortete Fragen, unterhielt sich angeregt mit den Zuhörern und plauderte Hintergrundinformationen aus, die hochinteressant waren. Man merkte ihr richtig an, dass sie sich mit der Hauptfigur, Herrmann Löher, intensiv befasst hat. Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten und so erzählte die Autorin über ihre Recherchen, die sie dann auch soweit brachten, ein Manuskript des Hermann Löher, die "Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage der Frommen Unschültigen" zu lesen.

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Einige Kupferstich-Kopien wurden herumgegeben, anhand denen Petra uns erklärte, wie ein Hexenprozess in Rheinbach damals stattgefunden hat. Ein Kupferstich zeigte auch eine von Petra ins Buch übernommene Frau, die gerade gefoltert wurde.

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Danach folgte eine Lesung aus Petra Schiers Buch Der Hexenschöffe. Gerade das erste Kapitel führt einem direkt zu einer Folterszene und man merkte, wie ruhig es im Raum wurde, während die Zuhörer interessiert lauschten.

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Petra hat eine sehr angenehme Art, vorzulesen und verlieh jedem Charakter eine kleine Stimmfarbe. Vor allem den Part des "Bösewichts" Dr. Franz Buirmann hat sie wunderbar vorgelesen. Teilweise kam richtig die gehässige Art des Mannes rüber.

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Zwischen den einzelnen Lesungsabschnitten wurden auch wieder Erklärungen gegeben. So zum Hexenprozess an sich oder zu dem sogenannten Mailehen, welches teilweise immer noch Brauch ist. Dies könnt ihr aber natürlich auch auf Petra's Blog nachlesen.

Danach brauchte Petra aber eine Pause, die sie sich auch redlich verdient hat. Viele nutzten die Gelegenheit, etwas zu essen, den Büchertisch zu betrachten oder Petra ins Gespräch zu verwickeln. 

Der zweite Teil des Abends war dann der Buchreihe Spionin wider Willen gewidmet, die Petra unter ihrem Pseudonym Mila Roth schreibt. 

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Hier las Petra aus dem ersten Band Spionin wider Willen vor und danach kam ein Schmankerl, nämlich Auszüge aus dem noch nicht erschienenen achten Band der Reihe "O du tödliche". Dies hat mich als Fan der Reihe natürlich sehr gefreut und mich nur noch neugieriger auf diesen Teil gemacht. Zum Glück muss ich ja nicht mehr lange warten.

Alle waren begeistert und haben den Abend genossen. Und sich auch angemeldet, wieder an so etwas teilzunehmen. Also muss ich mein Glück wohl wieder in Gewinnspielen suchen oder vielleicht einfach mal frech sein und fragen, ob ein Autor dazu Lust hat ;).

Natürlich wurden auch Bücher gekauft. Und Petra musste fleissig signieren. Auch ich konnte eine Reihe vervollständigen, die ich teilweise als Printbuch, teilweise als ebook hatte. Jetzt steht die Adelina-Reihe komplett (und signiert) in meinem Bücherregal.

sina frambach
Es war ein rundum gelungener Abend, meine Aufregung, ob es allen gefallen wird, war umsonst und ich hab es dann nur noch genossen, Petra zuzuhören.

Herzlichen Dank, Petra, für diese tolle Erfahrung und den wunderschönen Abend. Ich hoffe, es hat Dir ebenfalls gefallen und wir sehen uns bald wieder - spätestens in Frankfurt oder gar Rheinbach ;)

Nachtrag:
Hier noch der Bericht aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" vom 18.11.2014 *stolzbin*



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Rezension // Anne Sonntag - Eigentlich Liebe von SONJA


Clara, Hanna und Vero. Drei Freundinnen wie sie im Buche stehen.   

;) 

Sie sind für einander da und teilen Freud und Leid und davon gibt es derzeit einiges. Eine Freundin wurde verlassen, eine betrogen und einer fehlt das gewisse Etwas zum Glücklich sein.

Und welche Veranstaltungen sollte man bei solch einem Gefühlschaos meiden? Richtig! Eine Hochzeit. Doch die drei ziehen es tapfer durch, denn die Männer der Gästeliste haben einiges zu bieten.....

Das Buch ist leicht und locker geschrieben, obwohl man in den einzelnen Kapiteln ordentlich mitleiden muss, denn jedes Kapitel hat die Perspektive von Clara, Hanna oder Vero. Dies sorgt für ordentlich Abwechselung. Obwohl ich solche vielfältigen Perspektivwechsel nicht mag, passte es zur rasanten Geschichte der drei Liebe Suchenden sehr gut.

Der Humor der Autorin hat mich Absatz für Absatz schmunzeln lassen und ist etwas ganz Besonderes. Wie viel von Ihr wohl in Clara, Hanna und Vero steckt?

Wer denkt dass es hier nur um Gefühlschaos geht, der liegt falsch. Hier gibt es auch erotische pikante Szenen, in denen Teppiche eine "tragende Rolle" spielen   ;)  (Ich konnte es mir nicht verkneifen. Lest es selbst.)

Die Geschichte kann es auf jeden Fall mit den ganzen Serien wie zum Beispiel Sex and the City und Co aufnehmen und ist fast schon hollywoodreif.

Da das Ende mit sehr viel Zuckerguss verziert wurde 9 von 10 Punkten.


Verlag: Piper
erschienen: 2014
Seiten: 288
ISBN: 978-3492305860


Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Getroffen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann



Rezension // Jessica Sorensen - Nova & Quinton: True Love von SONJA


Novas Träume wurden in einer einzigen Nacht zerstört. Ohne Träume macht das Leben keinen Sinn. Dann trifft sie Quinton und auch er scheint etwas erlebt zu haben, was ihm seinen Lebensmut genommen hat....

Harter Tobak. Wer dieses Buch liest sollte ordentlich gefestigt und nicht all zu sehr am Wasser gebaut sein, denn hier schwappen die Tränen!

Ich habe bislang noch kein Buch der Autorin gelesen, aber inzwischen habe ich erfahren, dass die Bücher um Nova und Quinton wohl die traurigsten sein sollen. (Also guter Einstieg.)

Beide Charaktere werden von einer tiefen Traurigkeit umgeben und der Leser erfährt erst Stück für Stück, warum Nova und Quinton derart entwurzelt erscheinen. Von Kapitel zu Kapitel schwimmen beide durch ein Meer von Tränen. Es scheint keinen Ausweg zu geben und so versuchen beide den Schmerz durch Drogen zu betäuben.

Ich gebe zu, dass mir dies an einigen Stelle zuviel und auch zu lange angedauert hat. Immerhin hat dieser Band 400 Seiten. Da kann man beim Lesen schon melancholisch werden und zur Stress-Schokolade greifen! Aber irgendwas hatten die beiden an sich, dass ich nicht aufhören konnte, zu lesen. Irgendwas muss den beiden passieren und dann kurz vor Ende....nun muss ich auf die Ankunft vom Folgeband warten: 8 von 10 Punkten für diese Gefühlsgewalt, der man nur mit Schokolade und Taschentüchern begegnen sollte.


Verlag: Heyne
erschienen: 2014
Seiten: 400
ISBN: 978-3453418011


Rezension // Inka Loreen Minden - Lustpunkte von SONJA


Dieses Buch hat es in sich! Erotische Kurzgeschichten, bei denen die Ohren glühen!

Hier zu schreiben, dass die erotischen Kurzgeschichten einfach klasse sind, würde dem Buch und auch den einzelnen Geschichten nicht gerecht werden. Daher mal kleine Appetithäppchen...

1) Doktorluder
Ein Frauenarzt mit einer Schublade voll Spielzeug und einer willigen Sprechstundenhilfe.....


2) Geliebter Feind
Eine historische Geschichte bei der die Röcke gerafft werden und das Herz berührt wird.


3) Wildes Begehren
Fantasy meets Crossfire. Ein bisschen Wildkatze schadet nur dem männlichen Rücken.


4) Praktikum der Lüste
Ja, auf dem Bau laufen nicht nur knackige Bauarbeiter rum.


5) Dämonenbraut
Hier hat die Autorin wirklich viel Fantasie bewiesen und ordentliche pikante dämonische Details einfließen lassen. Hut ab.


6) Wie du mir, so ich dir
Kollegen können verhasst sein oder bei richtiger Erziehung: lieb und sexy.


7) Rancherherzen
Lass uns Cowboy, Bardame und Indianer spielen.

Welches meine Lieblingsgeschichte war? Schwer zu sagen Dämonenbraut hat mir aufgrund der fantastischen Elemente sehr gut gefallen, aber Rancherherzen war einfach nur genial mit den Seilen (hust) und den Charakteren.

Volle Punktzahl.


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Seiten: 256
ISBN: 978-3442383627

Getroffen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sina Frambach

Sonntag, 16. November 2014

Rezension // Molly O'Keefe - Geschickt eingefädelt von SONJA


Luc ist Eishockey Profi und kann es scheinbar mit jedem aufnehmen. Daher ist er fuchsteufelswild, als er erfährt, dass sich sein verhasster sterbender Vater mit einer rassigen Blondine verlobt hat. Zusammen mit seiner Halbschwester packt er die Koffer, um die Hochzeit zu verhindern und erfährt, dass alles doch ganz anders ist. So ist das Leben nun einmal...und dann....

Pfeffer. Tara hat ordentlich Pfeffer im Hintern und lässt sich weder von Cowboys noch von Eishockeyspielern auf der Nase rumtanzen. Da sie selbst einiges erlebt hat, kämpft sie um ihre Rechte. Trotz ihrer Kurven hat sie ordentlich Grips und eine liebenswerte Macke: Sie kann einfach nicht die Finger von Bonbons jeglicher Art lassen. 

Luc der knallharte Eishockeyspieler, der von seinem Vater nie Anerkennung bekam, kehrt zurück, um abzurechnen. Als dies nicht so klappt, wie er es sich vorgestellt hat, gerät sein Plan ins Wanken und es wird deutlich, dass auch ein harter Kerl verletzlich sein kann.

Luc und Tara sind zwei gelungene Charaktere, deren Dialoge spritzig und mitreißend geworden sind. Doch auch die anderen Charaktere sind toll gelungen, so dass ich bei den angekündigten Bänden auf Lösungen für diese Personen hoffe.

Das Buch hat auch einen ordentlichen Spannungsbogen, denn Tara ist in Gefahr und auch Luc hat eine schwere Bürde zu tragen.

Aufgrund der Konstellation Sportler, Cowboy, Blondine für Fans von Susan E. Phillips, Rachel Gibson und Linda Lael Miller ein MUSS! Volle Punktzahl!


Etwas Kritik außerhalb der Punktewertung: Ich finde das Cover leider extrem kitschig und hätte ich die Inhaltsangabe nicht so toll gefunden, ich hätte das Buch nicht gelesen. Bunt und lustig ist nicht immer ein Hingucker.


Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2014
Seiten: 384
ISBN: 978-3956490439

Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann


Rezension // Marie Lu - Legend: Berstende Sterne von SONJA


June arbeitet nun für den Elektor und Day hat trotz seiner Erkrankung ein hohes militärisches Amt inne. Die Friedensverhandlungen laufen und geraten plötzlich in Gefahr als massive Anschuldigungen einen neuen Krieg heraufbeschworen.

Das Buch behält im letzten Teil sein rasantes Tempo bei. Es wird deutlich wie instabil Friedensverhandlungen sein können und welche Macht Biowaffen und politische Bündnisse über Land, Ressourcen und Geld besitzen.

Diese Aspekte werden von der Autorin mühelos in die Handlung eingeflochten und der Leser fiebert mit den lieb gewonnen Charakteren mit.

Die Geschichte von June und Day wurde in diesem Abschlussband leider etwas vernachlässigt und das Ende oder besser der Anfang (?) war für meinen Geschmack etwas zu offen gestaltet. Daher 9 von 10 Punkten.


Verlag: Loewe
erschienen: 2014
Seiten: 448
ISBN: 978-3785574928




Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Rezension // Marie Lu - Legend: Schwelender Sturm von SONJA


Auf der Flucht vor der Republik dürfen June und Day nicht wählerisch sein: sie schließen sich den Patrioten an, deren Ziel es ist, den neuen Elektor Anden zu töten. Denn sein Tod könnte das Unrecht im Staate beenden. Aber bei der Vorbereitung des Attentates kommen June Zweifel, was ist, wenn Anden anders ist, als sein Vater und er einen Neuanfang bedeutet?

Während ich den ersten Band der Legend-Trilogie noch als etwas lahm empfunden habe, kommt nun endlich Spannung auf. June und Day brauchen dringend Hilfe und schließen sich den Patrioten an.

Hier kommen auch schön umgesetzt für ein Jugendbuch die politischen Aspekte der Selbstbestimmung, Diktatur, Demokratie und der freien Meinungsäußerung hinein. 

Die Republik und die idealisierten Kolonien als Gegensatz zeigen dem Leser zwei Staatsformen auf, die beide nicht das Wohl seines Bürgers im Vordergrund haben. Doch die beiden Protagonisten müssen erst schmerzlich erfahren, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Auch verrät die Autorin in diesem Band ein bisschen mehr, wie es zur Republik gekommen ist, was mir beim ersten Band der Dystopie sehr gefehlt hat.

Dieser Handlungsverlauf hat mir sehr gut gefallen und mich mitgerissen, so dass ich Band 3 gleich im Anschluss angefangen habe, denn Band 2 endet mit einem bösen Cliffhanger: volle Punktzahl!


Verlag: Loewe
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3785573952


© Sonja Kochmann

Rezension // Marie Lu - Legend: Das Prequel von SONJA


June und Day sind beide zum Zeitpunkt des Prequels 12 Jahre alt. June sammelt Erfahrungen an ihrem ersten Tag auf der Militärakademie und Day kämpft um seine Essensration und macht eine besondere Erfahrung.

Da ich Band 1 der Trilogie schon vor einiger Zeit gelesen habe und mich die Bände 2 und 3 immer wieder aufgefordert haben: "Lies mich, lies mich", habe ich diese beiden Kurzgeschichten um June und Day genutzt, um wieder in die Geschichte hineinzukommen.

Vom Schreibstil unterscheiden sich die Kurzgeschichten nicht von der Trilogie. 

Days Kurzgeschichte wird später kurz in Band 2 oder 3 erwähnt (Rezensionen folgen), sie sind jedoch nicht relevant für die Hauptgeschichte und jeder Fan sollte überlegen, ob ihm der Preis von 2,99 EUR das Vergnügen wert ist. 
Die Kurzgeschichten gibt es auch nur als ebook. Ich konnte hier auf die onleihe meiner Bücherei ausweichen, da ich den Preis für 44 Seiten etwas übertrieben finde. Die Geschichten sollten vielmehr in den Büchern mit abgedruckt werden: 6 von 10 Punkten, da mir die gewohnte Spannung gefehlt hat.

Verlag: Loewe
erschienen: 2014
Seiten: 44
ASIN: B00K9RYMOO



Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann


Rezension // Jennifer L. Armentrout - Daemon & Katy: Die erste Begegnung (Obsidian) von SINA


Daemon ist rastlos. Warum geht ihm das Mädchen nicht aus dem Kopf, dass gerade gegenüber eingezogen ist? Warum muss er laufend aus dem Fenster schauen, um sie zu sehen? Irgendwie lässt sie ihn nicht kalt. Aber er darf sich nicht für sie interessieren. Aber plötzlich steht sie vor seiner Tür.

„Obsidian: Schattendunkel“ hat mir schon sehr gut gefallen und nun überrascht der Carlsen Verlag mit einer eNovelle kurz vor Erscheinen des zweiten Bandes. Das erste Kapitel des Buches aus Sicht von Daemon.
Und schon schmachtet man wieder ein bisschen für diesen auf den ersten Eindruck recht ruppigen Kerl.

Das Kapitel ist ein kleiner Bonus für Fans der Reihe und jetzt, kurz vor Erscheinen des zweiten Bandes, ist dies natürlich wieder ein Leckerbissen für alle, die Daemon „hot“ finden und nicht genug von ihm bekommen können.

Kurz, knackig und eben aus Sicht von Daemon kann man sich nun ein bisschen in ihn hineinversetzen und bekommt Einblick in sein Gefühlsleben, dass sich von jetzt auf nachher total auf den Kopf stellt.

Fazit:
10 Seiten Lesevergnügen als Appetithappen für Band 02. 10 Punkte.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Printseiten: 10
Format: ebook
ISBN: 978-3-646-92747-4

s. a. Bibliografie Jennifer L. Armentrout

Rezension // Anja Bagus - Glasberg: Waldesruh (01) von SINA

Minerva, eine adlige Witwe, wünscht sich ein Abenteuer, damit sie ihre Zeit nicht ständig mit ihrer sehr nervigen Mutter verbringen muss. Dieses Abenteuer erscheint ihr in Form des Unternehmers Falk Bischoff, der ebenfalls im Hotel Waldesruh residiert, weil er in der näheren Umgebung eine Glashütte kaufen möchte. Durch Zufall begleitet sie Falk und wird sogleich in einen Kriminalfall hineingezogen. Der Glasmachermeister wurde ermordet und es ranken sich etliche Gerüchte um die dessen Tod, die Glashütte und die nähere Umgebung. Denn der mysteriöse Glasberg, der Aether und die Mythen und Sagen der Gegend bilden eine gefährliche Mischung. In der Sylvesternacht kommt es zum Showdown und Minerva bangt um ihr Leben.

Schon mit ihrer Annabelle-Rosenherz-Reihe hat mich die Autorin verzaubern können. Ihre Welt des Steampunk gemischt mit dem geheimnisvollen Aether und Charakteren, die man einfach gern haben muss, bilden einen interessanten Mix aus Abenteuer, Fantasie und einem guten Schuss Romantik und Liebe.

Diesmal lernen wir Minerva, Freifrau von Rappenfeld-Zähringen kennen, die mit ihrer toughen, liebenswerten Art gar nicht so ins rechte Bild einer Adligen passt. Sie sagt, was sie denkt, lässt sich nichts vorschreiben und gibt Kontra, wenn ihr etwas nicht passt. Dies muss vor allem ihr sehr herrische Mutter Berta ausbaden, die ihrer Tochter aber in nichts nachsteht.

Den Schlagabtausch zwischen diesen beiden Frauen fand ich sehr gelungen und hat mich öfters schmunzeln lassen. Die adlige Berta, die ihre Fassade aufrecht erhalten will, sich altersgemäß benimmt, alle Etikette wahrt und für ihre Tochter eine gute Partie sucht, aber insgeheim will, dass sie unverheiratet bleibt und sich um sie kümmert – auf der anderen Seite die unabhängige, willensstarke und vor allem freie Minerva, die auf keinen hört und ihr Ding durchzieht.

Falk, der männliche Part in der Geschichte war mir auf den ersten Seiten so gar nicht sympathisch. Er hat eine raue Art, die aber im Laufe der Story dann doch verständlich wird.
Minerva und Falk bilden ein harmonisches Team und ich kann mir sehr gut vorstellen, diese beiden auf ihrem weiteren Weg zu verfolgen.

Wie auch in der Annabelle-Rosenherz-Reihe ist der Schreibstil der Autorin locker und es fängt gleich spannend an. Es war schwer, das Buch wegzulegen und sich wieder normalen Dingen zu widmen.
Der Auftakt zur Reihe um den Glasberg hat mir persönlich jetzt sogar besser gefallen, als die Annabelle-Rosenherz-Romane, die aber auch schon einen Favoriten-Status bei mir haben.
Dies lag aber daran, dass ich mich mit Minerva einfach mehr identifizieren konnte.

Die Fantasie-Elemente sind wieder Mythen und Sagen entnommen und bieten auf jeden Fall noch eine Menge Stoff, um daraus Geschichten zu spinnen. Ich bin überzeugt, dass die Autorin dies auch machen wird und daraus noch einige Aetherwelt-Romane und neue spannende Abenteuer erschafft.

Fazit:
Mit Witz, Charme und einer gehörigen Portion Mut durchleben Minerva und Falk ihr erstes Abenteuer. Von mir gibt es 10 Punkte.

Verlag: Edition Roter Drache
erschienen: 2014
Printseiten: 304
Format: ebook
ISBN (TB): 978-3-939459-84-2 

s. a. Bibliografie Anja Bagus


Sonntag, 9. November 2014

Rezension // Anja Bagus - Annabelle Rosenherz: Aethersymphonie (Band 03) von SINA


Annabelle kommt fast nicht zur Ruhe. Nach ihrer Hochzeit mit Paul, geht sie weiteren Hinweisen nach, die sie zu ihrem Vater führen könnten. So macht sie sich zusammen mit Paul und vielen weiteren Freunden in ihrem Luftschiff „Delfin“ auf nach Prag, der goldenen Stadt. Dort ist ihr Vater Briefen zu Folge hingereist, um seinen Nachforschungen nachzugehen. Kaum in Prag angekommen, macht sich Annabelle auf die Suche und wühlt dabei in mehr Geheimnissen, als ihr lieb ist.

Nach den zwei genialen ersten Teilen der Aetherwelt-Reihe, habe ich mich sehr auf den dritten gefreut. Denn ich wollte unbedingt wissen, wie es Annabelle, Paul und ihren Freunden ergeht und wie sie ihr neues Abenteuer bestreiten.

Wie auch sein Vorgänger beginnt das Buch mit einer Zusammenfassung der vorherigen Bände, so dass man sein Gedächtnis auffrischen kann, falls zwischen dem Lesen der Bücher schon einige Zeit vergangen ist. So kommt man gleich wieder in das Geschehen hinein.

Annabelle und Paul sind immer noch auf der Suche nach Annabelles Vater und machen sich nun auf die Suche in Richtung Prag.
Die einzelnen Erzählsichtweisen führen dabei zu einem besseren Verständnis der Geschichte und man kann sich so auch in die verschiedenen Charaktere besser hineinversetzen.
So dann auch in Friedrich, Annabelles Schwager, der durch die Veränderung seines Körpers eine innere Zerrissenheit durchmachen muss und nun nicht weiß, ob er gut oder böse ist.

Der Schreibstil der Autorin macht es wieder einfach, durch das Buch zu fliegen und sich einfach fallenzulassen.

Allerdings muss ich sagen, dass mir der Showdown am Ende des Buches dann doch etwas zu „ausgefallen“ war. Es ist viel passiert und teilweise hatte ich etwas den Überblick verloren, musste einige Stellen nochmals lesen.

Was mir gut gefallen hat, war Pauls Wandlung zu einem etwas forscheren Auftreten. Störend fand ich nur sein sexuelles Verlangen nach Annabelle, welches in den mir unpassendsten Momenten zum Vorschein kam.

Die Autorin flicht verschiedene Mythen und Sagen in ihre Geschichte mit ein, wie z. B. das Nibelungenlied (Fafnir, Siegfried) oder auch aus anderen Ländern, welches sie hochinteressant angehört hat.

Am Ende ergeben sich viele Möglichkeiten, die Geschichte weiterzuführen und auch ein süßes, kleines Geheimnis macht natürlich Lust, die Charaktere und deren Weg weiterzuverfolgen.

Fazit:
Aufgrund des etwas schwierigen Endes gibt es Punkteabzug. Ansonsten trotzdem eine hochinteressante Art des Steampunks. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2014
Printseiten: 466
Format: ebook
ASIN: B00KFIW00U

s. a. Bibliografie Anja Bagus

Reihenfolge
01 Aetherhertz (Rezension)
02 Aetherresonanz (Rezension)
03 Aethersymphonie

Dienstag, 4. November 2014

Rezension // Anja Bagus - Annabelle Rosenherz: Aetherresonanz (02) von SINA

Annabelle Rosenherz ist eine Veränderte, eine Verdorbene wie man abwertend sagt. Ihr Ziel ist es jedoch immer noch, ihren Vater zu finden, der auf einer seiner Reisen spurlos verschwunden ist. Ihr Verlobter Paul Falkenberg unterstützt sie in allen Dingen. Auch das neu erstandene Amt für Aetherangelegenheiten nimmt ihn in Anspruch. Als Annabelle von Briefen erfährt, die ihr Vater vor seinem Verschwinden hinterlassen hat, macht sie sich auf den Weg zu den Bader-Werken, um dort mit Robert Bader zu sprechen. Ihn und seinen Sohn Valentin kennt sie schon aus ihrer Kindheit. Doch kaum ist sie dort angekommen, merkt sie, dass mehr hinter allem steckt. Denn rätselhafte Dampfmaschinen, unerklärliche Todesfälle und unerfüllte Liebe ergeben eine tödliche Mischung.

Schon der erste Roman „Aetherhertz“ von Anja Bagus konnte mich überzeugen und mit der Weiterführung ihrer Aetherwelt-Reihe schöpft die Autorin nochmals aus den Vollen. Gleich von Anfang an war ich wieder mit in der Steampunk-Welt, die sich in Baden-Baden befindet und mit einer Leichtigkeit in die reale Welt eingepasst wurde, als würde sie schon immer dort hingehören.

Annabelle Rosenherz hat sich weiterentwickelt, wagt sich aber nicht, diese Weiterentwicklung auch in ihrem Leben zuzulassen, aus Angst, andere zu verletzten oder gar zu töten. Ihr Hang zu Helfen nimmt jedoch überhand und so sucht sie nach einer Möglichkeit, ihre Gabe zum Guten einzusetzen. Dies macht sie menschlich und man kann einfach nicht anders, als sie dafür zu lieben.
Insoweit verstehe ich Paul, ihren Verlobten, der für sie alles machen würde und es auch tut.

Die beiden sind eben ein Paar, das so zusammenpasst, wie der Deckel auf den Topf und ich könnte mir nicht vorstellen, dass sie nicht zusammen wären.

Die Geschichte an sich war spannend, gut durchdacht und endet mit einem Cliffhanger, der es einem fast unmöglich macht, nicht gleich nach dem dritten Roman der Reihe - „Aethersymphonie“ - zu greifen.
Anja Bagus hat einen ungemein flüssigen Schreibstil, man rauscht förmlich durch die Geschichte, nimmt alles in sich auf und ist immer wieder erstaunt, mit welchen neuen Ideen man unterhalten wird.

Die Idee, den Aether für alles Veränderte verantwortlich zu machen und die daraus entstehenden „Verdorbenen“, genetisch veränderte Menschen, mit ihren neuen Fähigkeiten dafür sorgen zu lassen, dass Unruhen entstehen, aber auch neue Verbündete gefunden werden, ist faszinierend und birgt sicherlich noch einigen Raum für Neues.

Fazit:
Eine schöne Fortsetzung, die sehr viel Lust auf die Welt des Steampunk macht. 10 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2013
Printseiten: 431
Format: ebook
ASIN: B00GWO2N9O

s. a. Bibliografie Anja Bagus

Reihenfolge
01 Aetherhertz (Rezension)
02 Aetherresonanz
03 Aethersymphonie (Rezension)

Montag, 3. November 2014

Rezension // Nicholas Vega - Das Mädchen, das Hoffnung brachte von SINA

Annas Leben verlief bisher alles andere als glücklich. Sie ist eine Waise, lebt im Heim und zu allem übel ist sie auch noch stumm. Doch Anna hat gelernt, damit zu leben. Bis sie eines Tage nur aufgrund eines Zettels mit aufgemalten Kaninchenohren aus dem Alltag ausbricht und sich zu einer U-Bahn-Station aufmacht. Dort trifft sie auf den Rollstuhlfahrer Luke und auf Zelda, die mit ihrem Hang zur Gleichgültigkeit alle in den Wahnsinn treibt. Zusammen machen sie sich auf in das Kinderhospiz Niemalsfern, denn dort liegt die Welt im Keller, eine Welt voll Hoffnung und Harmonie. Und Anna weiß, dass sie nichts sehnlicher braucht als Hoffnung. Doch droht die Hoffnungslosigkeit in Niemalsfern Einzug zu halten und Anna, Luke und Zelda sind die einzigen, die das Land und das Kinderhospiz retten können.

Nicholas Vega hat eine einzigartige Art, Geschichten zu schreiben. Seine Schreibpalette reicht in alle Richtungen und man wird von Szene zu Szene immer tiefer in die Geschichte hineingesaugt und kommt schwer wieder daraus hervor.

So auch in „Das Mädchen, das Hoffnung brachte“. Hier geht es um die Protagonistin Anna, der das Leben bis jetzt eher übel mitgespielt hat. Waisenkind, stumm und schüchtern ist sie bis jetzt nicht in den Vordergrund getreten. Doch ein kleiner Zettel bringt ihr Leben durcheinander. Hier wird Bezug genommen auf Alice im Wunderland, denn auch Anna folgt ein paar Kaninchenohren und findet sich letztendlich in einer anderen Welt wieder.

Und schon ist man mitten in der Geschichte, reist mit Anna und ihren Gefährten, verliert sich selbst in Hoffnungslosigkeit und fragt sich, ob es denn je gut enden kann. Und dies liegt eben am Schreibstil des Autors.

Mit Textstellen wie „Leise Menschen werden leicht überhört. Aus diesem Grund müssen sie mit dem Herzen umso lauter reden“ oder „Man kann auf vielerlei Arten auf Reisen gehen. Für manche braucht man nicht einen einzigen Schritt zu tun“ fühlt man sich einfach wohl und möchte immer mehr und mehr lesen.

Und hier möchte ich nochmals zitieren: Die Realität hat viel zu bieten, man muss sie nur mit einem dicken Klecks Fantasie anstreichen. Und genau dies macht der Autor. Er zieht einem in eine bunte Welt hinein.

Leider muss ich aber zugeben, dass ich im letzten Drittel einen kleinen Durchhänger hatte. Anna und ihre Gefährten müssen einige Abenteuer bestehen, lernen neue Leute kennen und nehmen jede Hilfe an, die sich ihnen bietet. Leider wurden diese Abenteuer etwas zu viel und ich habe mich gefragt, wann es denn endlich zum Showdown kommt. Und dann ging es schnell, zu schnell für meinen Geschmack.

Der Epilog macht dies dann aber wieder wett und ich hatte am Ende dann doch Tränen in den Augen.

Meine Rezension möchte ich mit folgendem Zitat abschließen, dass mich persönlich am ehesten berührt hat: Manche Bücher sind tot, manche sind einfach nur still und wieder andere haben einen mächtigen Herzschlag. Wo es Bücher gibt, gibt es Geschichten. Geschichten machen uns auf fantastische Weise lebendig.

Fazit:
Nicholas Vega verführt einem immer wieder in Welten voll farbiger Fantasie. Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 03. November 2014
Dateigröße: 766 KB
Format: ebook
ASIN: B00P5CNPD2

s. a. Bibliografie Nicholas Vega