Montag, 29. Dezember 2014

Rezension // James Frey - Endgame: Kalas Rache (eNovelle 02) von SINA


Kala wurde von ihrer Familie getrennt, um als Spielerin für Endgame ausgebildet zu werden. Doch Kala wehrt sich innerlich dagegen. Sie ist zwar gut, doch sträubt sie sich, als endgültige Spielerin ausgewählt zu werden. Zusammen mit Alad, ihrem heimlichen Freund, versucht sie, die Zeit so gut wie möglich hinter sich zu bringen. Doch dann wird sie ausgewählt und muss sich von ihrem alten Leben trennen. Dies kann Kala aber nicht und zusammen mit Alad flieht sie, um ein neues Leben zu beginnen.

Kala ist eine der härtesten Spielerinnen in Endgame. Doch war sie dies nicht immer. Sie hatte Angst, sehnte sich nach einer Familie und wollte eigentlich nur eines: ein normales Leben.

Doch ihr Training verbietet ihr solche Gedanken und so lebt sie von einem Tag zum anderen und hofft, die Zeit bis zu ihrem 20. Geburtstag einfach nur zu überleben. Denn dann kann sie nicht mehr an Endgame teilnehmen.

Es kommt jedoch alles anders, als gedacht. Und Kala schleicht sich mit ihrem Mut, ihrem Widerspruch und ihren Gedanken ein bisschen mehr in mein Herz. Sie wird zu einer Kampfmaschine gemacht, ohne dass sie es will. Und ein mächtiger Verrat drängt sie dazu, sich nur noch einem zu widmen: Endgame.

Diese Kurzgeschichte war hochinteressant und hat mir von den bisher drei Erschienenen am Besten gefallen.

Fazit:
Kalas Rache ist grausam. 10 von 10 Punkten.

Verlag: Oetinger
erschienen: 2014
Printseiten: 44
Format: ebook
ISBN: 978-3-86274-290-5

s. a. Bibliografie James Frey

Reihenfolge
01 Die Auserwählten (Rezension)
02 noch nicht bekannt
03 noch nicht bekannt
eNovellen
01 Chiyokos Mission (Rezension)
02 Kalas Rache
03 Marcus Entscheidung (Rezension)

Begleitbücher
Das geheime Wissen von Endgame (Rezension)

Rezension // James Frey - Endgame: Marcus' Entscheidung (eNovelle 03) von SINA

Marcus' charismatisches Verhalten wickelt fast jeden um den Finger. Sein Ehrgeiz, sich als würdiger Spieler für Endgame zu qualifizieren, nimmt ihm meist die Sicht, sich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen. Aber so wurde er erzogen. Er ist ein Kandidat, zusammen mit anderen wird er für die Spiel ausgebildet. Vor allem Alexander ist sein härtester Konkurrent. Aber mit ihm entwickelt sich auch eine Freundschaft, die beiden bald zum Verhängnis wird.

Marcus war eine Person in Endgame, die arrogant, selbstsicher und sehr unsympathisch herüberkam. Warum dies so ist, wird in dieser eNovelle sehr gut beschrieben.

Marcus einziges Ziel ist es, bei Endgame als Spieler teilzunehmen. Und so arbeitet er verbissen darauf hin. Zu anfangs ohne Rücksicht auf Verluste. Bis ihm ein Kampf mit Xander etwas zur Einsicht kommen lässt.

Doch die Enttäuschung, als sein bester Freund Xander als Spieler ernannt wird, stürzt ihn in ein Tief, dass er aber nicht nach Außen dringen lässt. Er freut sich äußerlich für seinen Freund, innerlich zerfrisst es ihn jedoch fast.

Und dieser Zwiespalt bringt ihn dazu, eine Entscheidung zu treffen, deren Ausgang ihn ein Leben lang begleiten wird. Und ihn letztendlich zu dem macht, was er ist.

Wie auch im Buch Endgame: Die Auserwählten sowie in den bereits erschienenen eNovella finde ich den Schreibstil des Autors einfach wunderbar. Die meist kurzen, prägnanten Sätze und die damit verbundenen knappen, dennoch interessanten Informationen ergeben eine schöne Mischung. So fliegt man durch das Buch bzw. die Kurzgeschichten.

Fazit:
Marcus Weg ist nicht einfach, doch selbstbestimmt. Volle Punktzahl.

Verlag: Oetinger
erschienen: 2014
Format: ebook
Printseiten: 37
ISBN: 978-3-86274-289-9

s. a. Bibliografie James Frey

Reihenfolge
01 Die Auserwählten (Rezension)
02 noch nicht bekannt
03 noch nicht bekannt
eNovellen
01 Chiyokos Mission (Rezension)
02 Kalas Rache (Rezension)
03 Marcus Entscheidung

Begleitbücher
Das geheime Wissen von Endgame (Rezension)

Rezension // James Frey - Endgame: Chiyokos Mission (eNovelle 01) von SINA


Chiyoko ist stumm, aber vielleicht auch gerade deshalb eine der treuesten Spielerinnen von Endgame. Ihr Leben lang wurde sie darauf vorbereitet, bei Endgame mitzuwirken, wird aber von keinem ernst genommen. Aufgrund ihres Handicaps wird sie verspottet und davon ausgegangen, dass sie das Spiel nicht gewinnen wird. So muss sie sich auf ein perfides Spiel einlassen. Sie und eine anderes für würdiger befundenes Mädchen werden auf einer einsamen Insel ausgesetzt. Die Überlebende wird bei Endgame antreten.

Chiyoko war die Person, die mich in „Endgame: Die Auserwählten“ am meisten fasziniert hat. Gerade aufgrund ihres Stummseins hat sie eine schwierige Stellung, weiß dabei aber geschickt ihre anderen Sinne einzusetzen. Vor allem das Gehör und der Tastsinn. Aber auch ihr Denken ist anders.

In dieser eNovelle kommt das sehr gut zur Geltung. Auf der Insel ausgesetzt, wartet sie auf den großen Showdown, dem Gegenübertreten mit ihrer Konkurrentin und das ist das, was Chiyoko sehr gut kann: Warten.

Ihr Plan, sich gegen die Konkurrentin zur Wehr zu setzen, nimmt Formen an und am Ende kommt es dann doch anders, als gedacht.

Chiyoko kommt in dieser eNovelle sehr sympathisch rüber. Was allerdings im Buch letztendlich nicht mehr so ist. Denn dort wird sie zur Spielerin.

Die Vorgeschichte ist sehr interessant. So kann man sich mehr in die Spieler hineinversetzen und manches Handeln im letztendlichen Hauptbuch nachvollziehen.

Fazit:
Ein kurzer Einblick in das Leben von Chiyoko. Von mir gibt es die volle Punktzahl.

Verlag: Oetinger
erschienen: 2014
Printseiten: 37
Format: ebook
ISBN: 978-3-86274-289-9

s. a. Bibliografie James Frey

Reihenfolge
01 Die Auserwählten (Rezension)
02 noch nicht bekannt
03 noch nicht bekannt
eNovellen
01 Chiyokos Mission
02 Kalas Rache (Rezension)
03 Marcus Entscheidung (Rezension)

Begleitbücher
Das geheime Wissen von Endgame (Rezension)

Sonntag, 28. Dezember 2014

Rezension // James Frey - Das geheime Wissen von Endgame: Schauplätze, Mythen, Fakten von SINA

Hier handelt es sich um ein Lexikon, in welchem einige Begriffe aus dem Endgame-Universum erklärt werden. Mystische Schauplätze, Orte, Städte, aber auch Waffen, Kampftechniken, Kulturen und Personen näher beschrieben werden.

So erhält man einige Hintergrundinformationen zu den einzelnen Begriffen.

Ich persönlich hatte mich dann noch weiter informiert und im Internet zu den einzelnen wahren Orten und Personen weitere Infos eingeholt. So kann man auch nachverfolgen, wo sich die Spieler aufhalten bzw. was genau sie herausgefunden haben.

Die 128 Seiten sind zwar schnell gelesen, bilden aber ein Nachschlagewerk zu dem ersten Teil der Endgame-Trilogie.

Abgerundet wird das Buch durch Bilder, die aber leider in Schwarz-Weiß gehalten sind und auch etwas „altertümlich“ anmuten. Man erkennt nicht sehr viel und dieses „Auf-Alt-gemacht“ hat mich auch etwas irritiert, weil der erste Teil der Trilogie „Die Auserwählten“ eher Science-Fiction ist und so hätte ich mir lieber aktuelle Farbphotos gewünscht.

Fazit:
Viele Informationen verpackt in einem kleinen Nachschlagewerk. Von  mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Oetinger
erschienen: 2014
Printseiten: 128
Format: broschiert
ISBN: 978-3-7891-3523-1

s. a. Bibliografie James Frey

Reihenfolge
01 Die Auserwählten (Rezension)
02 noch nicht bekannt
03 noch nicht bekannt
eNovellen
01 Chiyokos Mission (Rezension)
02 Kalas Rache (Rezension)
03 Marcus Entscheidung (Rezension)

Begleitbücher
Das geheime Wissen von Endgame

Rezension // James Frey - Endgame: Die Auserwählten (01) von SINA

Zur selben Zeit schlagen an 12 unterschiedlichen Orten Meteoriten ein und starten damit ein gefährliches Spiel: Endgame. 12 Spieler wissen nun, dass sie die von den Meteroiten überbrachten Nachrichten entschlüsseln müssen. Und sie wissen, dass es am Ende nur einen Sieger geben kann, der und dessen Linie dazu bestimmt ist, weiterzuleben. So beginnt ein Kampf auf Leben und Tod sowie ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Spielort: die ganze Welt.

Auch ich bin dem Hype erlegen und habe mir das Buch zugelegt. Doch nach einem ersten Versuch, es zu lesen, bin ich kläglich gescheitert. Nach 20 Seiten musste ich es weglegen und mich anderen Büchern widmen.
Doch war es immer wieder präsent, was nicht zuletzt auch daran lag, dass im Internet doch so einiges darüber zu finden war. Auch die positive Kritik meiner Bloggerfreundin Sonja hat mich dann doch wieder dazu gebracht, der Geschichte eine Chance zu geben.

Und so fand ich dann doch einige positive Aspekte an dem Buch, als ich mich dann nochmals rantraute.
Vor allem die Erzählweise des Autors war faszinierend. Die 12 verschiedenen Spieler könnten unterschiedlicher nicht sein. Ihre Verantwortung ist groß, sind sie ja für ihr Geschlecht zuständig und müssen darum kämpfen, dass ihre Linie weiterbesteht. Doch merkt man auch deutlich den eigenen Kopf. Die Gedanken sind verschieden, die Handlungsweisen weichen voneinander ab und auch ihr Kampfwille hängt stark von ihrer sozialen Umgebung ab.

Ich kann den Hype um das Buch verstehen, wurde es schließlich vom Verlag und verschiedenen anderen Medien so stark gelobt und beworben, dass einem fast nichts anderes übrig blieb, sich damit zu beschäftigen. Auch dass dem Löser des Rätsels am Ende (2016) ein Gewinn von 500.000 Dollar winkt, ist natürlich ein Anreiz.

Dieses crossmediale Ereignis (das Buch, das Spiel für den Computer, das Rätsel, die verschiedenen Homepages im Internet und die Novellen sowie das Buch mit Hintergrundinfos und die Ankündigung eines Films) ist natürlich ebenfalls ein Reiz. Dem zu erliegen ist schwer.

Ich muss zugeben, dass ich angefangen habe, die Rätsel zu entziffern. Teilweise sind sie sehr einfach, teilweise verdammt schwer und bringen einem dazu, so verquer zu denken, dass man sich am Ende fragt, ob es sich lohnt, weiterzurätseln. Aber 500.000 Dollar sind natürlich schon (wieder) ein Anreiz.

Die Geschichte an sich ist nichts weltbewegendes, obwohl es sich natürlich darum dreht, die Welt zu retten. Der Autor hat einen Erzählstil, der einem in den Bann zieht. Dies liegt an den kurzen Sätzen, dem Weglassen von unwichtigen Details und einem Spannungsbogen, der sich bis zu Ende hält.

So macht es Spaß, sich der Geschichte zu widmen und der Cliffhanger am Ende drängt einem, den zweiten Teil zu lesen, welcher allerdings erst nächstes Jahr erscheinen wird.

Auch das Cover ist ein absoluter Hingucker. Die leicht erhabenen Buchstaben darauf ergeben Sätze in Deutsch, Latein, Englisch und anderen Sprachen. Auch das Cover an sich ist ein Teil des großen Rätsels.

Wer auf spannende Zukunftsgeschichten steht, ist mit Endgame gut bedient. Wer allerdings eine herausragende Geschichte erwartet, sollte besser zu anderen Büchern greifen.

Fazit:
Die Idee, die Story, die Rätsel – perfekt abgestimmt mit dem Hang bei vielen zum Kult zu werden. Von mir gibt es für den Auftakt gute 7 von 10 Punkten.

Verlag: Oetinger
erschienen: 2014
Printseiten: 590
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-7891-3522-4

s. a. Bibliografie James Frey

Reihenfolge
01 Die Auserwählten
02 noch nicht bekannt
03 noch nicht bekannt

eNovellen
01 Chiyokos Mission (Rezension)
02 Kalas Rache (Rezension)
03 Marcus Entscheidung (Rezension)

Begleitbücher
Das geheime Wissen von Endgame (Rezension)

Sonntag, 21. Dezember 2014

Rezension // Stefan Bachmann - Peculiar: Die Wedernoch (02) von SINA

Hettie befindet sich im Alten Land und stampft seit Tagen durch den Schnee auf eine Hütte zu, die einfach nicht näher kommen will. Ihre Gedanken kreisen um ihren Bruder Bartholemew. So verbringt sie Jahre dort, auch wenn sich alles nur wie Minuten für sie anfühlt. Sie weiß, dass sie von großer Wichtigkeit für die Feen ist, denn ihre Macht als Mischlingswesen könnte den Feen helfen, endgültig das Alte Land zu verlassen. Währenddessen versucht Bartholemew alles, um Hettie aus den Klauen der Feen zu befreien und stößt dabei auf Pikey, einem einäugigen Straßenjungen, der die Fähigkeit hat, Visionen von Hettie zu empfangen. Und so machen sich die beiden auf ins Alte Land, stoßen aber unterwegs auf Hindernisse, die ihre Mission zum Scheitern verurteilen.

Nach dem etwas gewöhnungsbedürftigen ersten Teil Die Seltsamen wollte ich aber schon wissen, wie es denn mit Bartholemew, Hettie und den durchtriebenen Feenwesen denn weitergeht.
Der zweite Band schließt fast nahtlos an das Ende des ersten Teils an. Obwohl Jahre vergangen sind, ist es doch so, als wäre keine Zeit vergangen, zumindest ist es so in der Feenwelt, in der sich Hettie nun aufhält.

Was mir diesmal sehr gut gefallen hat, ist die düstere Stimmung, die im Alten Land herrscht. Feen sind sehr wandelbare Geschöpfe, im einen Moment zuckersüß, im anderen herrschsüchtig, hinterhältig und bestimmend. Hettie muss dies am eigenen Leib erfahren und merkt bald, dass es besser ist, zu machen, was die Feen sagen und sich still und heimlich einen Plan auszuarbeiten, um zu fliehen.

Bartholemew taucht erst ziemlich spät in der Geschichte auf und es wird erstmal Bezug genommen auf Pikey, einer neu eingeführten Figur. Pikey hat die Möglichkeit mit seinem sog. „umwölkten Auge“ Visionen aus dem Alten Land und damit von Hettie zu empfangen. Dies macht ihn für Bartholemew damit sehr wichtig und man merkt, wie im Laufe ihrer Abenteuer auch eine richtige Freundschaft entsteht. Dies fand ich sehr wichtig, gerade für Pikey, der als Straßenjunge schon so einiges erlebt hat, dass Kinder eigentlich gar nicht erleben sollen. Er findet Halt bei Bartholemew und kehrt so zu einem normalen Leben zurück, wenn man ein Leben in einem von Dampfmaschinen betriebenen und mit Mischlingswesen bevölkerten London als normal bezeichnen kann.

Zuerst tut sich nicht sehr viel in der Geschichte und so plätschert erst mal alles vor sich hin. Mir kam es sehr lange vor, bis überhaupt mal etwas geschah und dies nahm mir natürlich auch etwas die Lust am Lesen. Doch ist man über die erste Hälfte des Buches hinaus, schlagen die Ereignisse Purzelbäume und der Showdown beginnt.
Aber wieder ist das Glück den Charakteren zu oft hold, wie auch schon im ersten Teil Die Seltsamen.

Trotzdem geht eine kleine Faszination von der Geschichte aus. Ich vermute, dass diese Faszination bei mir von dem sehr düsteren Faden ausgeht, der sich durch alles zieht. Es scheint keine Freude zu geben, alles ist fast ohne Emotionen ausgestattet und das Augenmerk liegt auch darauf, diesen Eindruck bis zum Schluss durchzuhalten.

Ich weiß nicht so recht, was ich nun genau von dieser Diologie halten soll. Einerseits würde ich natürlich weitere Abenteuer von Bartholemew, Hettie und Pikey lesen, doch andererseits bin doch froh, die beiden Bücher abgeschlossen zu haben.

Fazit:

Eine Diologie, die ich so vorher noch nicht gelesen habe. Fantasy, Endzeitszenario und Steampunk in einer Mischung, die für micht nicht einzuschätzen ist. Von mir gibt es deswegen wieder 7 von 10 Punkten.

Verlag: Diogenes
erschienen: Oktober 2014
Printseiten: 416
Format: ebook
ISBN: 978-3-257-60430-6

s. a. Bibliografie Stefan Bachmann

Reihenfolge
01 Die Seltsamen (Rezension)
02 Die Wedernoch

Interview // mit Anne Sonntag von SONJA

Heute ist Sonntag und der 4. Advent; daher haben wir etwas Besonderes für Euch: Ein Interview mit Anne Sonntag! Viel Spaß beim Lesen.

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht?

Anne: Der pure Zufall. Es war eine Idee, die dann letztlich zu „Irgendwo dazwischen“ wurde. Die Idee von drei Freundinnen, die erwachsen werden. Von Freundinnen, die auch mal neidisch sind, sich vergleichen, sich aber gegenseitig wichtig sind. Echte Freundinnen eben.



Woher kam die Idee für das Buch „Eigentlich Liebe“?

Anne: Die wurde im Chat mit Adriana geboren. Die Geschichte hieß mal „Liebeswogen“, hatte 80 Seiten und Clara hieß Conni. Sie war als Serie gedacht, and along came Piper (und es wurde ein Roman). Der Rest ist Geschichte. 

Wie lange dauerte das Schreiben? Wie schreibst Du?

Anne: „Eigentlich Liebe“ schrieb sich fast von allein. Das, was letztlich wirklich gedauert hat, war dann das Überarbeiten und Feilen.

Wie lange dauerte es, bis Du einen Verlag für Dein Buch gefunden hast?

Anne: Das ging tatsächlich erschreckend schnell. Ich hatte die ersten 80 Seiten, also die erste Episode, und die habe ich an Piper geschickt. Ausschließlich an Piper. Ich hatte keine riesigen Erwartungen, aber die Hoffnung war da. Und zwei Tage später kam dann die E-Mail, dass sie es haben wollen.
Ich habe vor ein paar Jahren schon versucht, bei Verlagen unterzukommen, aber da hatte ich keinen Erfolg. Die Geschichten passten irgendwie nie ins Programm. 

Wie viel Anne steckt in Clara, Anne und Vero?

Anne: Immer ein Hauch, aber nie zu viel. Ich hoffe, der Humor ist von mir. Aber jeder meiner Charaktere hat seine ganz eigene Stimme. Es gab schon Protagonisten, die mir zu ähnlich waren und deren Geschichten habe ich nie zu Ende bekommen. Also, ein Hauch, ja bestimmt. Aber eben wirklich nur ein Hauch.

Anne Freytag, Anne Sonntag und Ally Taylor  - welcher Name steht für was?

Anne: Aaaaalsooooo... Ally Taylor ist die, die sich mit ihrer besten Freundin Carrie Price malerische Städtchen an der amerikanischen Ostküste erfindet, im Klischee badet, tief ins Drama eintaucht und prickelnde Erotik ihr Handwerk nennt, Anne Freytag ist die fürs Reale, deren Geschichten in München spielen und in der Nachbarwohnung stattfinden könnten, und die liebe Anne Sonntag ist die Unterhaltsame, bei der es kribbelt, knistert und lustig zugeht, sie ist eben irgendwo dazwischen.
Ich unterscheide das gerne so: Ally Taylor und Anne Sonntag schreiben Love Stories und die Freytag-Romane sind Life Stories. Da kann es ein Happy End geben, es muss aber nicht. Es sind Geschichten, die aus dem Leben gegriffen sind (oder zumindest davon inspiriert).
Allys Geschichten spielen in den USA (in Neuengland) und sind episch. Die Sonntag-Geschichten sind realistischer mit einem Hauch Feenstaub.

Was hat es mit Oceanside auf sich?

Anne: Oceanside, Massachusetts ist eine fiktionale Kleinstadt zwischen Boston und New York. Dort, und im Nachbarort Clearwater Bay, spielen unsere Oceanside Love Stories. Die „Make it count“-Reihe besteht aus vier in sich abgeschlossenen Romanen, die wir in 2014 veröffentlicht haben. In Oceanside ist alles möglich. Es ist ein magischer Ort.


© Sonja Kochmann

Wie kam es zur Freundschaft mit Adriana Popescu?

Anne: Über Facebook und ein paar glückliche Wendungen. Wir haben so viel Spaß zusammen. Ein Nachmittag mit Adriana ist das effektivste Bauchmuskeltraining, das man sich vorstellen kann. Wir lachen und albern und gackern. Ich muss Facebook generell für viele spannende Menschen danken, die ich sonst nie gefunden hätte. Adriana ist eine (der wichtigsten) davon.


© Sonja Kochmann

Auf der Buchmesse warst Du total locker und mittendrin in der Fanmenge. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?

Anne: Ich finde es großartig, dass es diesen Austausch gibt. Es ist schön, wenn man mit Lesern reden kann, hören, was sie denken, was ihnen gefällt, was sie besonders mochten, oder eben nicht. (Wobei es einen natürlich am meisten freut, wenn ihnen alles gefällt ;-) ) Gerade Treffen wie auf der Messe sind grandios, weil viele Menschen mit derselben Vorliebe zusammenkommen. Es war wirklich klasse, mit Lesern und Bloggern herumzualbern, Fotos zu machen und Spaß zu haben. Ich glaube, das wichtigste ist, möglichst offen zu sein und sich einfach fallen zu lassen.

Wer ist Dein/e Lieblingsschriftsteller/in?

Anne: Ich bin ja kein Vielleser. Aber die Frau, die mich am meisten beeindruckt, ist J.K Rowling. Originell, ich weiß, aber ich liebe Harry Potter. Die komplexe Handlung, die Charaktere, die vielen Stränge. Rowling hat eine Welt erschaffen, die sich in meinem Kopf ausgerollt hat, wie ein Teppich. Sie ist eine ganz, ganz große Geschichtenerzählerin und ich konnte mich ihrem Können, ihrem Talent und ihren Gedanken einfach nicht entziehen.

Wie heißt Dein Lieblingsbuch?

Anne: Meine Top 5:

„Harry Potter“ von J. K. Rowling (besonders: The Half Blood Prince)
„Das Parfüm“ von Patrick Süskind

„The Catcher in The Rye“ von J. D. Salinger

„The Fault in our Stars“ von John Green
„Me before you“ von Jojo Moyes

Hast Du neben dem Schreiben noch Hobbys (auf der Piper Homepage steht etwas von einer Sammelleidenschaft für alte Möbel)?

Anne: Nein, ich sammle keine Möbel, aber ich liebe Möbel. Vor allem alte. Ich habe ein altes Sofa und das haben wir neu beziehen lassen. Ich mag Dinge mit Geschichte. Und den Gedanken, was diese Möbel wohl alles ‚gesehen’ haben. Außerdem mag ich Stilbrüche. Deswegen liebe ich auch meinen 50ger-Jahre-Schreibtisch in Knallorange. Auf dem Dachboden meiner Oma findet sich so mancher Schatz, der in einem neuen Kleid mein Herz höher schlagen lassen würde.
Ich bin kein Hobby-Typ. Ich lese ab und an, aber nicht oft (wenn ich aber verfalle, dann so richtig), ich liebe Serien und Filme, gehe gerne (vor allem mit meinem Freund) essen, treffe Freunde, rede, lache, aber wirkliche Hobbies? Nein, eigentlich nicht.

Was liest Du gerade?

Anne: Ich lese nicht, solange mein momentanes Projekt noch nicht fertig ist. Wenn ich schreibe, lese ich im Normalfall nie.

Wie stehst Du zum Ebook?

Anne: Ich liebe Ebooks. Sie sind praktisch und man kann sie immer und überall kaufen. Ich lese im Original und da ist es manchmal ganz nett, sich ein Wort übersetzen zu lassen. Das Ebook ist eine kleine Revolution. Aber ein Buch ist ein Buch ist ein Buch. Zum Lesen sind E-Reader klasse. Sie haben wirklich viele Vorteile. Aber erst, wenn ich mein Buch in den Händen halten kann, bekomme ich dieses Kribbeln. Dann ist es echt. Dann ist es eben nicht nur eine Datei. Dann ist es ein Buch.

Wie stehst Du zu Buchreihen? Bist Du davon begeistert, oder magst Du lieber Einzelbücher?

Anne: Hmmm.... ich bin da zwiegespalten. Wenn die Reihe mich mitreißt und alle Bücher schon draußen sind, dann liebe ich sie, aber ewiges Warten ist nicht so meins. Ich bin ein ungeduldiger Typ. Ich habe Harry Potter erst gelesen, als der sechste Band bereits draußen war und so musste ich nur ein paar Monate auf den letzten Band warten. Ich selbst würde gerne mal einen Zweiteiler schreiben. Einen Bikini sozusagen. Hihihi.

Welche/n Autor/in würdest Du gerne mal treffen? Welche Frage würdest Du stellen?

Anne: ich würde wirklich gerne einmal Georg Schramm treffen und ich würde ihn fragen, ob es sehr anstrengend ist, er zu sein. Ich finde ihn großartig. Absolut großartig.

Was erwartest Du von 2015?


Anne: Zeit und Spaß mit den Menschen, die ich Liebe, Lachkrämpfe, Freunde, die mich weiter begleiten, meinen Freund an meiner Seite und meine Familie im Rücken. Ich freue mich auf 2015. Und ich bin gespannt, was so passiert. Ich wünsche mir, dass meine neuen Projekte Liebhaber finden. Dass Leser in meine Geschichten eintauchen und sich auf gute Art und Weise verlieren. Ich wünsche mir (tolle) Überraschungen und Abzweigungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.


Vielen Dank für das Interview und wünschen Dir für Deine neuen Veröffentlichungen in 2015 viel Erfolg.



© Sonja Kochmann

Sonntag, 14. Dezember 2014

Rezension // Jason Segel - Nightmares: Die Schrecken der Nacht (01) von SINA

Charlie hat Angst einzuschlafen. Denn wenn er schläft, suchen ihn die schlimmsten Albträume heim. Alles hat damit angefangen, dass er mit seinem Vater und seinem Bruder bei der neuen Stiefmutter in der lila Villa eingezogen ist. Der Schlafentzug zerrt an Charlie und so setzt er sich mit allem auseinadner und findet bald heraus, dass seine Stiefmutter hinter allem stecken muss. Und so macht er sich auf den Weg in die Albtraumwelt, um sich seinen Ängsten zu stellen.

Allein das Cover ist es wert, das Buch zu besitzen. In warmen Rot- und Gelbtönen gehalten, schauen einem die gruseligsten Gestalten entgegen. Geister, Skelette, Mumien, Spinnen, Schlangen und sonstiges Getier, das einem in seinen schlimmsten Träumen aufsucht. Das Cover lädt eigentlich gleich dazu ein, das Buch zu lesen. Und der orangene Buchschnitt rundet alles ab.

Aber auch das Innere des Buches ist sehenswert. Auf einzelnen Seiten wiederholen sich Teile des Covers.
Aber letztendlich kommt es ja auch auf die Geschichte an, die sich zwischen den Buchdeckeln befindet.

Und die ist natürlich auch sehr lesenswert. Ich muss zugeben, dass ich etwas skeptisch war. Als Fan der Serie „How I met your mother“ war ich mir nicht sicher, ob der Schauspieler Jason Segel es schaffen würde, mich auch mit seinen schriftstellerischen Talenten zu überzeugen. Doch ist ihm dies wider Erwarten gelungen.

Der Protagonist Charlie war mir von Anfang an sehr sympathisch, konnte ich mir doch sehr gut vorstellen, was ihn bedrückt. Der Tod seiner Mutter, dier erneute Heirat seines Vaters und der Umzug vom vertrauen Zuhause in eine Villa, die mit ihrem lilalen Anstrich eigentlich Heiterkeit vermitteln soll, Charlie aber eher etwas düsteres vorgaukelt.
Seine Ängste bringen Charlie fast um den Verstand und seine böse Stiefmutter tut mit ihrem eigenartigen Verhalten ihr Bestes, um Charlie noch mehr Ängste zu vermitteln.

Seine größte Angst ist die vor dem Einschlafen. Eine böse Hexe und deren hinterhältige Katze verfolgen Charlie in seinen Träumen und damit beginnt die eigentliche Geschichte.

Jason Segel hat zusammen mit Kirsten Miller eine Geschichte geschaffen, die mit allen Klischees der Albträume aufwartet. Über böse, menschenfressende Hexen, Mumien, Geistern, Medusen bis hin zu allen sonstigen schrecklichen albtraumhaften Gestalten ist alles vertreten, was einem Angst einjagt. Der Autor hat in dieser Geschichte auch seine Albträume aus der Kindheit verarbeitet.

Das Buch ist eingestuft für Kinder ab 10 Jahren, hier empfehle ich aber, dass die Kinder selbst schon über Geister & Co. aufgeklärt sind und es auch verstanden haben, dass es solche Gestalten nur in Büchern oder Filmen gibt. Denn teilweise ist es schon recht gruselig, was Charlie und seinen Freunden widerfährt.

Es hat aber trotzdem Spaß gemacht, Charlie auf seinem Weg zu begleiten, was nicht zuletzt auch an dem sehr lockeren Schreibstil liegt, mit dem die Geschichte erzählt wird.

„Der Schrecken der Nacht“ ist der Auftakt zu einer Trilogie. Der zweite Band wird „Die Stadt der Schlafwandler“ heißen. Ein Erscheinungstermin ist jedoch noch nicht bekannt.

Fazit:
Gruselig und spannend. Eine Geschichte, nicht nur interessant für Kinder. 10 Punkte.

Verlag: Dressler
erschienen: 2014
Format: Hardcover
Printseiten: 377
ISBN: 978-3-7915-1908-1

s. a. Bibliografie Jason Segel

Reihenfolge
01 Die Schrecken der Nacht
02 Die Stadt der Schlafwandler

Freitag, 12. Dezember 2014

Rezension // Abby Clements - Ein Traum am Kaminfeuer von SONJA


Amelia und ihr Mann Jack wohnen in einer kleinen beengten Wohnung in London. Doch Amelias Traum ist es, aufs Land in ein kleines idylisches Cottage zu ziehen. Ihr Mann stimmt zu, als sich Amelia auf die Suche nach einem neuen Zuhause begibt. Als beide fündig werden, entpüppt sich das Cottage als Sanierungsalptraum und Idylle und Zuhause rücken in weite Ferne. 

Sogar die Ehe der beiden scheint in Gefahr. Amelia bekommt durch die Renovierungsarbeiten Einblicke in die wichtigen Dinge des Lebens.

Das Buch hat die typische Aufmachung eines Weihnachtsbuches und ist es eigentlich gar nicht, denn das Buch teilt sich in vier Jahreszeiten auf und hat sein Finale an Weihnachten. (Daher kann man es unbesorgt auch in den anderen 11 Monaten des Jahres lesen.)

Nachdem der Kauf des Cottages abgeschlossen ist, wird jedes Kapitel mit Einrichtungsvorschlägen begonnen. Auf diese Art und Weise hat der Leser (fast) Lust mitzuhelfen oder sich selbst ein Cottage zu zu legen. Die Beschreibungen der Einrichtung und des Gartens sind wunderschön und man gerät richtig ins Träumen.

Die Landbevölkerung und auch die Beziehungen zu Amelias Familie und Freunden sind wunderbar geschildert und man kann ihre Gefühls- und Gedankenwelt gut nachvollziehen.

Bei den ersten paar Kapitel hatte ich zwar "Einstiegsschwierigkeiten", da mir Amelia zu langsam und tranig vorkam, aber irgendwann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, wie es mit Ameila und Jack, ihrem Cottage und all den netten Nebenfiguren weitergeht. 

Dies ist nun mein drittes Buch der Autorin und ich bin begeistert: 9 von 10 Punkten (aufgrund der lahmen Einleitung).

Alle Bücher der Autorin sind übrigens Einzelbücher und eignen sich hervorragend zum Verschenken!


Verlag: Goldmann
erschienen: 2014
Seiten: 352
ISBN: 978-3442481910


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Rezension // Mila Roth - Spionin wider Willen: O du fröhliche, o du tödliche (08) von SINA

Janna feiert zusammen mit ihrer Familie das Weihnachtsfest, als sie vor ihrer Tür eine Pralinenschachtel mit einer Karte von Markus findet. Sie beschließt, ihn zu besuchen, weil sie weiß, dass er am Weihnachtsabend wahrscheinlich alleine in seiner Stammkneipe sitzt. Doch dort angekommen, findet sie ihn nicht allein vor. Alexa, seine Kollegin, sitzt ebenfalls bei ihm. Kurz darauf wird Alexa entführt und Janna bekommt dies mit. Zusammen mit Markus macht sie sich an die Verfolgung und finden sich plötzlich in einem Wald wieder. Doch dann fallen Schüsse und Janna ist plötzlich alleine.

Der achte Band der Reihe rund um den Agenten Markus Neumann und die Zivilisten Janna Berg dreht sich um das Thema Weihnachten und eine Entführung durch drei Weihnachtsmänner. Schon allein die Idee finde ich eigentlich ganz witzig, vor allem, da es Alexa ist, die entführt wird. Sie ist ja eine etwas bissigere Figur in der Geschichte und es geschieht ihr eigentlich recht, dass sie mal einen Dämpfer bekommt.
Klar ist auch, dass Janna und Markus sich natürlich gleich ran machen und die Verfolgung aufnehmen. Und ab da geht es Schlag auf Schlag. Man kommt kaum zum Luftholen und auf eins folgt das nächste.

Gerade den Anfang fand ich sehr gut gelungen, da hier wieder Markus Gefühlszustand zutage kommt. Er hat es nicht einfach gehabt und das spiegelt sich in seinem Verhalten wieder. Außerdem kam er mir in dieser Folge auch etwas redseliger vor. Er hat sich mehr geöffnet.

Janna ist auch etwas forscher geworden, gerade was ihre Gefühlswelt betrifft. Sie gesteht sich zwar Gefühle ein, weiß aber genau, dass sie sich selbst nichts Gutes tun würde, würde sie sich auf Markus einlassen.

Aber auch die Action kommt nicht zu kurz. Die Entführung und die Jagd nach den Entführern ist actionreich und eigentlich viel zu schnell vorbei. Und so freut man sich gleich auf das nächste Abenteuer zusammen mit Markus und Janna.

Fazit:
Gewohnte gute Unterhaltung mit einem Schuss Romantik. Volle Punktzahl!

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2014
Printseiten: 105
Format: ebook
ISBN: 978-3-95690-189-8

s. a. Bibliografie Mila Roth

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Rezension // George R.R. Martin - Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben (01) von SINA

Ser Duncan, der Große ist ein Heckenritter und zieht von einem Turnier zum andern, um dort etwas Geld und Ruhm zu verdienen. Durch Zufall gerät er an einen Jungen namens Ei, der sich ihm als sein Knappe anschließen will. Doch hinter Ei verbirgt sich etwas Größeres und Dunk weiß, dass es ihm Ärger bringt, ihn zu sich zu nehmen. Trotzdem nimmt er sich Ei an und zieht mit ihm durch Westeros, von einem Abenteuer zum anderen. Kann er sich als wahrer Ritter behaupten oder muss er sich den Intrigen, Gefahren und Machtkämpfen letztendlich geschlagen geben?

Nach George R.R. Martins großer Fantasyreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ reiht sich nun mit „Der Heckenritter von Westeros“ die Vorgeschichte in das Epos mit ein.
Man begibt sich wieder auf den fiktiven Kontinent Westeros, zieht mit einem Heckenritter namens Dunk durch die Lande und erlebt ein Abenteuer nach dem anderen. Auch trifft man auf viele Namen, die einem auch schon in „Das Lied von Eis und Feuer“ begegnen, allerdings spielt alles 100 Jahre zuvor.

Viele Informationen, die man in „Das Lied von Eis und Feuer“ bekommen hat, werden hier ausführlicher beschrieben. Es ist fast wie ein Nach-Hause-Kommen.
Und doch war im am Ende doch etwas enttäuscht, kommt diese Vorgeschichte in keinster Weise an das große Epos heran.
Mir fehlten die vielen Verbindungen, die Verzweigungen innerhalb der Familen, die große Intrigenspinnerei (obwohl natürlich eine Intrige vorkommt). Es war alles so einfach, so locker-flockig zu lesen und es kam keine große Westeros-Stimmung auf.

Ich fühlte mich eigentlich wie in einem normalen historischen Roman auf einem fiktiven Kontinent.
Die Magie, der Zauber, das Flair von „Das Lied von Eis und Feuer“ hat einfach gefehlt.

Lässt man diesen Makel aber weg, erwartet einem eine spannende Geschichte rund um den Heckenritter Dunk und seinen Knappen Ei, die durch Westeros ziehen und versuchen, ihren Lebensunterhalt mit Turnieren zu verdienen.
Dunk ist von seinem Denken her etwas langsamer, einfacher, naiver. Und doch hat er trotzdem einen Cleverness vorzuweisen, die seinesgleichen sucht. Genauso sein Knappe Ei. Die beiden sind eine perfekte Ergänzung und schenken sich nichts.

Sie stolpern von einem Abenteuer ins nächste und alles hat irgendwie eine Verbindung.

Das Buch ist in drei Kurzgeschichten aufgeteilt. Diese bauen aufeinander auf. So erlebt man quasi die ersten zwei Jahre von Dunk's und Ei's gemeinsamer Reise durch Westeros.

Aber mir hat der Schreibstil des Autors von „Das Lied von Eis und Feuer“ gefehlt. Ich konnte mich nur schwer davon lösen. Als ich es endlich schaffte, habe ich mich einfach auf die Geschichte eingelassen und hoffe nun, dass noch weitere Abenteuer von Dunk und Ei folgen werden.

Fazit:
Nicht so komplex und interessant wie „Das Lied von Eis und Feuer“. Eben anders, aber doch ein kleines bisschen Westeros. Für Fans der Reihe jedoch ein Muss. Von mir gibt es gute 6 von 10 Punkten.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2013
Printseiten: 413
Format: broschiert
ISBN: 978-3-7645-3122-5

s. a. Bibliografie George R.R. Martin

Reihenfolge
01 Das Urteil der Sieben
02 noch nicht bekannt

Dienstag, 9. Dezember 2014

Rezension // Jennifer L. Armentrout - Obsidian: Daemon & Katy - Die erste Begegnung von SONJA


Die erste Begegnung von Daemon und Katy verlief aus Katys Sicht mehr als bescheiden. Doch wie sah Daemon das Ganze und warum?

Ich empfehle diese kleine aber feine Bonusgeschichte nach dem ersten Band Obsidian zu lesen, da Daemon sich in Gedanken für sein Verhalten rechtfertigt und hierbei Details preisgibt, mit denen man nur zurecht kommt, wenn man den ersten Band der Reihe kennt.

Seine humorvolle fast verzweifelte Art Katy auf Abstand zu bringen, hat mir sehr gut gefallen, denn hier wird doch recht vielversprechend auf seine eigentliche Gefühlswelt hingewiesen.

Obwohl es noch nicht lange her war, dass ich die bewusste Szene aus Katys Sicht gelesen habe, habe ich diese Szene gern noch einmal aus dieser Sichtweise gelesen und mitgeschmunzelt: volle Punktzahl!

Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Seiten: 10
ASIN: B00P6ME71K


Rezension // Jennifer L. Armentrout - Obsidian: Schattendunkel von SONJA


Katy ist durch den Umzug der Mutter gezwungen, vom sonnigen Florida in ein Kaff nach West Virgina umzuziehen. Ohne direkte Postauslieferung ist die Buchbloggerin quasi von der Zivilisation abgeschnitten. Die merkwürdigen Nachbarn: Zwillinge, deren Eltern so gut wie gar nicht zu sehen sind! Dee ist freundlich, überdreht und extrem hübsch. Ihr Bruder Daemon unfreundlich, mürrisch und sexy. 

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich zu diesem Buch gegriffen habe. Warum? Mir wurde im Vorfeld durch negative Kritik der Spaß und die Lust an diesem Buch verdorben. Viele Stimmen mehrten sich, dieses Buch sei ein Abklatsch der Biss Reihe.

NEIN! Ist es nicht!

Sicherlich gibt es Ähnlichkeiten wie z.B. eine amerikanische Kleinstadt, High School etc. Aber mal ehrlich: ein Jugendroman geschrieben von einer Amerikanerin spielt nun einmal in dieser Umgebung! Bei einem Liebesroman geht es auch immer um das Suchen und Finden der Liebe (ob nun mit oder ohne Erfolg).

Okay, bevor ich mich nun hier zuviel aufrege; ich habe etwas verpasst: denn das Buch ist wundervoll. Das Geheimnis um Daemon und Dee ist wundervoll verpackt und bringt Abwechselung in die Jugendbuchreihen. Schließlich haben wir ja alle ziemlich viel von Vampiren, Werwölfen und Co. gelesen.

Die damit verbunden Probleme, Ängste und Schwierigkeiten integrieren sich hervorragend in das Wortgefecht zwischen Daemon und Katy. Diese beiden geben ein hervorragendes Paar ab. Hier hat mich zwar der Name Katy mit dem verbundenen Kosewort Kätzchen gestört, aber das liegt daran, dass diese Namen bereits von einer anderen Fantasyreihe in Benutzung sind.

Katy ist Buchbloggerin und liebt Bücher. So führt sie als kleinen Seitenhieb sogar die Biss Reihe an, als Daemon sein Geheimnis lüftet. Eine Hommage? Gewollt? Ich finde es passt hervorragend und führt an, was die Jugendlichen in den letzten Jahren beschäftigt hat.

Nachdem das Buch ungewollt einige Zeit bei mir lag, konnte ich es nach den ersten Seiten kaum aus der Hand legen, weil ich diesen Schlagabtausch so herrlich fand. Die Handlung und auch die Nebenfiguren haben mir sehr gut gefallen: mehr davon / volle Punktzahl!

Leider kommt das Funkeln und die metallische Oberfläche des Covers auf dem Foto nicht heraus. Aber es ist einfach passend und schön gestaltet.


Verlag: Carslen
erschienen: 2014
Seiten: 400
ISBN: 978-3551583314



Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Rezension // Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken: Wie Sterne so golden von SONJA


Seit frühsten Kindheitstagen sitzt Cress einsam und allein in einem Satelliten. Sie hat die Aufgabe, für die Lunarier die Erde zu überwachen. Doch sie findet Gefallen an dem blauen Planeten und die schlaue Hackerin findet einen Weg, Cinder, Wolf und Scarlet zu warnen.

Obwohl ich ja Band 1 (Wie Monde so silbern) und Band 2 (Wie Blut so rot) schon einfach unschlagbar fand, bin ich erneut hin und weg.

Der Kreativität der Autorin Märchen als Grundlage für ihre Dystopie zu verwenden, scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Cress ist eine moderne Form des Rapunzels. Doch scheint ihr "Prinz" ganz anders als erwartet.

Diese Konstellation ist eine hervorragende Grundlage für zynische und witzige Dialoge. Denn beide wirken wie Hund und Katze.....mehr will ich nicht verraten.

Bemerkenswert finde ich auch, dass die Autorin es schafft, in dieser Form des Jugendbuches noch Platz für Kritik an Gesellschaftssystemen zu üben, die auf Macht, Unterdrückung, Krieg und Folter basieren. Auch die "Orte" an denen der Roman spielt, sind äußerst vielseitig. Da wäre einmal der Weltraum und als krasser Gegensatz die Sahara. Wie die Personen da hinkommen? Lest selbst!

Aber bitte in der richtigen Reihenfolge, denn einige Handlungsstränge und Zugehörigkeiten der Personen zueinander finden sich nun im 3. Band oder bereiten den 4. Band vor, der leider erst im Jahr 2015 erscheint. 

Die Verbindungen der Personen untereinander werden nach und nach geschickt von der Autorin zu einem roten Faden geflochten, so dass der Leser stückchenweise aus der Vergangenheit von Luna, der Erde und der Protagonisten erfährt. Dies gelingt Marissa Meyer meisterhaft und wirkt nicht konstruiert: volle Punktzahl!

Genau wie seine Vorgänger (s.u.) hat dieser Band ein wunderbar funkelndes Cover, was inhaltlich zum verwendeten Märchen passt.


Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Seiten: 576
ISBN: 978-3551582881

Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Rezension // Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken: Die Armee der Königin von SONJA


Wolf, was er war, wie er transformiert wurde und warum.

Eine aktionreiche Geschichte über die Hauptfigur Wolf. Ein spannender Zusatz für Fans der Reihe. Hier muss der Leser allerdings schon ein bisschen Hintergrundwissen mitbringen, da sich dieses Buch nicht als Einleitung der Reihe eignet. Meiner Meinung sollten mindestens die ersten beiden Bände (s.u.) bekannt sein.

10 von 10 Punkten für diesen aktionreichen Kurzausflug!

Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Seiten: 38
ASIN: B00HJV9EEG

Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Rezension // Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken: Das mechanische Mädchen von SONJA


Die Bonusgeschichte handelt von Cinders Ankunft in ihrer neuen Familie und ihre Probleme, sich mit ihrer Schwiegermutter und ihren Stiefschwestern zu arrangieren.

Mehr braucht man inhaltlich nicht über diese kleine aber feine eShort Geschichte wissen. Denn zuviel will ich nicht verraten. Schließlich bin ich ein begeisterter Fan der Reihe.

Es ist ein Appetithappen für all jene, die die Luna Chroniken noch nicht angefangen haben, eine Wiederauffrischung für die Leser, die mit einem Folgeband wieder anfangen oder die sich die Wartezeit verkürzen wollen.

9 von 10 Punkten für den kleinen Rückblick.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2013
Seiten: 40
ASIN: B00GUDMS3I



© Sonja Kochmann


Rezension // James Frey - Endgame: Die Auserwählten von SONJA


12 Geschlechter der Menschheit warten seit Tausenden von Jahren auf den Beginn des Endgames. Die 12 Spieler werden in Kampf und Bildung geschult bis zur Selbstaufgabe. Dann ist der Tag da: 12 Meteoriten schlagen auf der Erde ein und es geht los. Die 12 Spieler erhalten Rätsel, die sie und ihr Geschlecht vor der Auslöschung bewahren sollen. Denn es soll nur ein Geschlecht von 12 überleben. Ein tödlicher Kampf um die Führung beginnt.

Das Buch war auf der Frankfurter Buchmesse ein echter Eyecatcher. Es funkelte und strahlte, so dass ich es einfach in die Hand nehmen musste. In die goldene Hülle sind Zeichen eingeprägt. (Dies gehört zur Handlung des Buches, wie ich ein wenig später erfuhr.)


Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Ich gebe jedoch zu, dass mich der PR-Hype um dieses Buch etwas skeptisch machte. Miträtseln? Für einen Goldschatz? Irgendwo auf der Welt? Online und mit Buch? Naja.

Egal, die Neugier siegte als es viele widersprüchliche Rezensionen gab. Die einen waren begeistert und viele gar nicht. Eine gesunde Mitte schien es nicht zu geben. Also wollte ich mir selbst ein Bild machen:

Ich war begeistert! Bereits nach 5 Seiten! Warum? Das Buch ist sehr aktionreich und auch brutal. Die Spieler schenken sich nichts und sollte dieses Buch jemals verfilmt werden, wird es wohl eine FSK 18 Version geben.

Der tödliche Kampf ist packend und die Sichtweise des Buches ermöglicht dem Leser am Endgame teilzunehmen ohne Mitzurätseln. Ich gebe nämlich zu, die Zeichnungen, Zahlenfolgen geben mir nichts. Ähnlich wie bei den Büchern von Dan Brown habe ich diese Daten und Fakten zur Kenntnis genommen und einfach weitergelesen. Der Autor führt einen durch die Geschichte, so dass ich nicht das Gefühl hatte, etwas zu verpassen.

Die 12 Spieler sind 12 wunderbar gelungene Charaktere. Denn die jeweiligen Charaktereigenschaften und Talente (Heißsporn, stoische Ruhe, Religosität etc.) können von Vorteil sein oder den Spieler ins Verderben stürzen. Der Leser kommt gut mit der Vielzahl der Charaktere zurecht, da der Autor diese geschickt nebeneinander herführt.

Das Buch wird wohl der erste Teil einer Trilogie sein, so dass Ihr Euch am Ende auf einen bösen Cliffhanger gefasst machen müsst. Volle Punktzahl für diese spannende blutrünstige Schnitzeljagd. (Wer dieses Buch unter den Tannenbaum von Jugendlichen legen will, sollte jedoch mindestens einen 16 jährigen Leser vor sich haben, da es hier doch schon recht heftig zur Sache geht.)


Verlag: Oetinger
erschienen: 2014
Seiten: 592
ISBN: 978-3789135224

Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann