Donnerstag, 10. Dezember 2015

Rezension // Geneva Lee - Royal Passion von SONJA

© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

Clara Bishop, eine in Amerika aufgewachsene Engländerin, hat es endlich geschafft: Ihren Abschluss an der Oxford University. Dies muss gefeiert werden! Auf der Abschlussfeier trifft sie einen attraktiven Fremden, der sie unverschämter Weise küsst. 

Die Klatschpresse beendet Claras Unwissenheit, als ihr Foto mit dem Fremden gedruckt wird: es ist der Kronprinz.
Er übt eine magische und gefährliche Anziehungskraft auf Clara aus. Kann das gut gehen?

Wer bei der Covergestaltung und des Titels an die After Passion Reihe von Anna Todd denkt, liegt falsch! Ich selbst bin kein Freund von Tessa und Hardin, so dass ich bewusst sagen kann: Clara und Alexander sind erwachsener. Sie haben zwar auch ihren dunklen Geheimnisse, aber sie gehen bewusster miteinander um. Beide wissen schon ganz genau, was sie vom Leben wollen bzw. was sie erwartet.

Alexander hat mich ein weniger an Jesse aus der Lost in You Reihe von Jodie Ellen Malpas erinnert, was aber vermutlich von dem englischen High Society Flair des Buches ausgelöst wird.

Die königliche Familie und ihr Gefolge sind schlimmer als jede Clique an einer Schule, so dass man mit Clara ordentlich mitleiden muss und sie fast ein wenig für ihren Stil und ihre Schlagfertigkeit bewundert.

Die erotischen Szenen sind bis auf eine natürlich und nicht überzogen gestaltet, wobei man sich allerdings bei manchen Seiten aufgrund der Häufigkeit fragen muss, wie es Clara schafft, noch gerade gehen zu können. 
In einer Szene ist jedoch von einer Buschtrommel die Rede, bei der ich den erotischen Charakter stark bezweifeln muss. Ob es sich hier bei um eine Übertreibung der deutschen Übersetzung handelt, kann ich an dieser Stelle nicht sagen.

Ihre Mitbewohnerin bietet die nötige Unterstützung (sowohl menschlich, modisch als auch verbal). Wem dieses Stilelement bekannt vorkommt, denkt vermutlich an die Driven Reihe von K. Bromberg.

Ist diese Reihe also abgekupfert? Ein ganz klares NEIN. Mit Clara und Alexander (genannt X bzw. His Royal Hotness) bettet die Autorin eigenständige Charaktere in eine royale Umgebung - es wird geliebt, gelitten und gehasst wird in jedem Liebesroman. 

Bleibt abzuwarten was der X Faktor und Band 2 und 3 bieten werden: Ich bin dabei. Volle Punktzahl!


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2016
Seiten: 448
ISBN: 978-3734102837


Rezension // Debbie Macomber - Winterglück von SONJA


Jo Marie Rose hat ihren Mann verloren und beschließt im beschaulichen Cedar Cove neu anzufangen. Sie kauft ein Bed and Breakfast und versucht in der Kleinstadt Fuß zu fassen. Ihre ersten Gäste Abby und Josh lebten einst hier und werden durch die diverse Umstände gezwungen, zurückzukehren.

Schnell merkt Jo Marie, dass ihr die Arbeit mit Menschen liegt und Sie und ihre Gäste haben ein turbulentes Wochenende und einen Neuanfang vor sich.

Die Idee einer Aussteigerin mit einem Bed and Breakfast in einer Kleinstadt ist nicht neu, wird aber hier sehr viel versprechend umgesetzt. Der Verlust ihres Mannes lässt Jo Marie glaubwürdig für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen erscheinen, da sie ja schließlich selbst gerade dabei ist, ihr Leben zu sortieren.

Anfänglich war ich etwas irritiert über die Auflistung des Werdegangs von Jo Marie, Abby und Josh. Dies legte sich aber nach ein paar Seiten und ich war schnell drin in der Geschichte mit Herz und Gefühl.

Die Bewohner von Cedar Cove sind die typischen Kleinstadtmenschen - von eigenbrötlerisch bis neugierig und hilfsbereit ist alles mit dabei. Die beschriebenen Lädchen, und Restaurants würde ich gern mal besuchen.

Die Koch- und Backkunst von Jo Marie ist übrigens nichts für Diätabbrecher. Die Autorin scheint kochen zu können....oder hat zu mindestens genaue Vorstellungen davon!

Jo Maries Zukunft lässt auf drei weitere spannende Bände mit ihren zukünftigen Gästen schließen. 

Wer nun aufgrund des Covers meint, dass Buch nur in der Winterzeit lesen zu können, liegt falsch. Hier handelt es sich wohl lediglich um eine Variante der deutschen Titel- und Covergebung. (Wobei ich diese sehr schön, aber leider irreführend finde.)

Dieses Buch habe ich in zwei Tagen verschwunden. Wer also ein Buch mit Herz und Gefühl sucht, wird hier fündig. 9 von 10 Punkten!


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2015
Seiten: 416
ISBN: 978-3734102493
© Sonja Kochmann



Rezension // Monica Davis - Outcasts: Lost Island von SONJA


Welltown - errichtet auf einem Berg in England. Es ist nach Anstieg des Meeresspiegels ein Zufluchtsort, der strikte und unterdrückende Regeln beinhaltet. Die 18 jährige Kate strebt ein Leben als Senatorin an und möchte ihren Freund Liam heiraten, doch dieser hält nichts vom strengen Regime. Kate muss ihn ausliefern, um ihre Existenz in Welltown sichern zu können. Denn die Outcasts werden ausgeschlossen und müssen in einer Strafkolonie ums Überleben kämpfen.

Kate wird eines Tages auf die Insel der Strafkolonie Lost Island geschickt, um den Rebellen Wolf auszuspionieren. Sie traut ihren Augen kaum: es ist Liam. Was wiegt mehr: die Liebe von einst oder ihre Verpflichtungen?

Dystopien sind derzeit ein beliebtes Genre. Schließlich kann man die Zukunft überzogen darstellen und gesellschaftskritisch agieren ohne aktuelles politisches Geschehen zu sehr zu kommentieren.

Mit Outcasts ist Monica Davis ein interessantes Endzeitszenario für Jugendliche und auch für Erwachsene gelungen.

Die freie Entwicklung, Gefühle und auch die Träume der Jugendlichen werden durch Hormonhemmer und die strengen Vorgaben der familia eingeschränkt. Das die Freiheit ein besonders schützenswertes Gut ist, wird anschaulich verdeutlicht.

Der Luxus der Medizin und der Nahrungsmittel wird besonders durch die Gegenüberstellung Stadt/Wildnis betont. Wie kann man dort bloß überleben?

Der Zwiespalt von Kate, Liams Freiheitsdrang und einige interessante Nebencharaktere machen nach diesem Auftakt Lust auf die nachfolgenden drei Bände. Volle Punktzahl!


Verlag: Books on Demand
erschienen: 2015
Seiten: 152
ISBN: 978-3738609141

Rezension // Emily Bold - Auf der Suche nach Mr. Grey: Autsch ist ein schlechtes Safeword von SONJA


Anna ist Single und absolut ergriffen von den bösen und heißen Jungs in ihren Liebesromanen. Also beschließt sie, sich auf einer Online-Single-Plattform anzumelden, um ihr Singleleben zu beenden und ihr devotes Ich zu entdecken. Dumm nur, wenn sich die Kandidaten als absolute Witzfiguren herausstellen - sehr zur Belustigung ihres Mitbewohners Marcs. 

Frauen stehen nicht auf Schuhe. Nein, gar nicht. Nachdem ich beim ebook Kauf ständig dieses schicke Cover vor Augen hatte, musste das ebook neulich mit in den Warenkorb. 

Das ebook war ein absoluter Glücksgriff! Ich habe mich gekringelt vor Lachen. Ich bin selbst Fan von Liebesromanen (zwar kein Single), aber der derzeitige Boom von Erotik etc. verdient auch einmal eine Prise Humor und das gelingt hier wunderbar.

Anna und Marc sind eine WG, wie sie im Buche steht. Die beiden ziehen sich andauert auf und Annas brach liegendes Liebesleben lässt "frau" mitleiden.

Ihre Kandidaten und die damit erfundenen Schlamassel sind herrlich zu lesen, so dass ich zwar traurig war, dass das Buch nach ca. 102 Seiten endete, ich aber definitiv zum nächsten ebook der Reihe greifen werde. Volle Punktzahl - auch wenn ich an dieser Stelle keine Hinweise auf die Schlamassel geben werde, um die Anekdoten der Autorin nicht zu spoilern. (Nur soviel: Pfannenwender können sexy sein, müssen aber nicht….)


Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
erschienen: 2015
Seiten: 102
ISBN: 978-1507825495

Rezension // Anna Todd - After Forever von SONJA

© Sonja Kochmann

Tessa und Hardin. Hardin und Tessa. Der finale Band nach diversen ordentlichen Cliffhangern.

Die ständige On-Off-Beziehung von Tessa und Hardin ist stetigen chaotischen Ereignissen ausgesetzt. Beide sind nicht in der Lage, sich im akuten Geschehen zu ändern oder anzupassen. 

2416 Seiten umfassen die Bände 1 bis 3 und dennoch kommen die beiden nicht voran! Ich habe mich mit mehr als vier Anläufen durch dieses Buch gequält, da ich die Hoffnung auf ein versöhnliches Ende nicht aufgeben wollte. Hardin und Tessa sind für mich inzwischen ein rotes Tuch: unreif, verantwortungslos, kindisch.....

Die On-Off-Beziehung mit den Handlungscliffhangern könnte das Drehbuch für eine Soap aus dem US Fernsehen sein. (Wir erinnern uns mal an Reich und Schön. Seit nun mehr 20 Jahren sind Brooke und Ridge in diesem Beziehungsstatus.)

Die Dialoge bieten auch keine Abwechselung mehr, so dass es elendig zäh zu lesen ist. Der Leser bekommt erst nach einigen Zeitsprüngen die Aussicht auf ein Ende geboten. Doch hier arbeitet die Autorin mit Rückblicken auf bisher Geschriebenes, so dass auch hier keine Abwechslung aufkommen will.

Am Ende kann ich sagen: Ich hab es geschafft oder viel mehr überstanden! Ob eine Geschichte um ein Liebespaar, was kaum Entwicklungen durchmacht in vier Bänden mit 2992 Seiten erzählt werden muss, ist mehr als fraglich. 2 von 10 Punkten.

Die angekündigten Bände der Autorin um die Zeit "vor Tessa" und die eigene Geschichte um Landon werde ich wohl auslassen.

Verlag: Heyne
erschienen: 2015
Seiten: 576
ISBN: 978-3453418837



Mittwoch, 9. Dezember 2015

Rezension // Ursula Poznanski und Arno Strobel - Fremd von SONJA


Wie würdest DU reagieren, wenn ein fremder Mann in DEINEM Wohnzimmer steht und behauptet mit DIR verlobt zu sein? Panik macht sich breit und DU möchtest zum Messer greifen.....

Nach der Lesung mit diesen beiden tollen Autoren war ich richtig neugierig auf das Buch. Thriller sind inzwischen zwar nicht mehr mein bevorzugtes Genre, doch die Handlung aus zwei Perspektiven erzählen zu lassen, die auch tatsächlichen von zwei verschiedenen kreativen Köpfen geschrieben wurden, hat mich gereizt.

Die Kapitel beschreiben anfänglich die gleiche Situation von Joanna und Erik. Später dann aufeinander folgend. Dies führt rasch dazu, dass Tempo aufkommt.

Der Leser leidet mit beiden Charakteren mit, denn schließlich kann man ja noch gar nicht erkennen, wer hier im Recht oder im Unrecht bzw. wer Gut und Böse ist. 

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Zwischendurch hatte ich eine leichte Ahnung, woher Joannas Gedächnisverlust kommen könnte, die sich dann auch bewahrheitete. Doch dies tat dem Spannungserlebnis keinen Abbruch. Die aktuelle politische Lage findet sich in beängstigender Weise auch in diesem Buch wieder, so dass es ein wahrlich brandaktueller Thriller mit besonderen Stilmitteln ist! Volle Punktzahl!

Besonders erwähnenswert finde ich eine Rezension in einer sehr bekannten Bücherzeitung, die davon spricht, dass ein "wirres Realitätskonstrukt" geschaffen wurde, in dem "die Bälle hin- und herflogen und im Versuch jeden davon in der Luft zu halten, gelegentlich noch ein Element herbeikonstruiert werden musste". Dies empfand ich zu keinem Zeitpunkt! Auch das zwei "Spitzenautoren sich zu geistigen Höhenflügen angetrieben und dabei den Boden unter den Füßen verloren haben", kann nur jemand schreiben, der die besondere Perspektive nicht nachempfinden konnte.

Ich freue mich schon jetzt auf das zweite Buch des Duos (Es wird keine Fortsetzung!).

Verlag: Wunderlich
erschienen: 2015
Seiten: 400
ISBN: 978-3805250849


© Sonja Kochmann



Rezension // Poppy J. Anderson - Touchdown fürs Glück von SONJA


Julian gehört zu den Titans. Umschwärmter Footballer und Frauenschwarm. Eines Abend trifft er Liv wieder - seine Frau. Denn obwohl sich beide seit Jahren nicht gesehen haben, verband die beiden einst Liebe. Doch etwas ist geschehen...haben die beide eine Chance?

Ich kann es nicht genug sagen: Der Schreibstil der deutschen Autorin ist genauso famos wie die große amerikanische Liebesromanautorin Susan Elizabeth Phillips. Wer diese Romane favorisiert, wird auch diese Reihe lieben!

Poppy J. Anderson schafft es, schlagfertige Figuren in eine realistische Handlung einzuflechten, so dass man sich zu keinem Zeitpunkt langweilt. 

Im klassischen Liebesroman müssen Held und Heldin eine oder mehrere Hürden überwinden, um zusammen das Glück erreichen zu können. Hier ist der Tod eines Babys ein ernstes Thema und die Gefühle der Figuren, die Zweifel und Ängste wurden hervorragend dargestellt.

Auch der sportliche Aspekt kommt nicht zu kurz, denn dass harte Sportler durch Yoga beweglich werden, ist inzwischen tatsächlich ein beliebtes Trainingsmittel. 

Da die Titans eine Reihe voll mit kräftigen Jungs sind, freue ich mich schon auf die Folgebände, denn durch humorvolle Anspielungen auf das Sex- und Liebesleben der Teamkollegen werden bereits vielversprechende Alphamännchen ins Spiel gebracht, die dringend an die Frau gebracht werden müssen.

Die Autorin schaffte es jedoch, mir für einen kleinen Moment einen Schrecken einzujagen: denn der Held wird mit einer Bahre vom Feld getragen. Aber seid unbesorgt. Es hätte eine Trage sein müssen. Übersetzungsfehler kann man hier wohl ausschließen.    ;)

Touchdown für die Autorin. Volle Punktzahl.

Verlag: Rowohlt
erschienen: 2015
Seiten: 368
ISBN: 978-3499269325


© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann

Lesung // Sebastian Fitzek - Das Joshua Profil von SONJA


Meine erste Lesung mit Sebastian Fitzek fand in einer besonderen Kulisse statt: in einer Kirche! 

Bevor es losging, saßen wir alle ganz andächtig auf unseren Plätzen und warteten. Als Sebastian Fitzek seinen Platz am Mikrofon antrat, gab es erst einmal einen donnernden Applaus. Trotz der großen Erwartungshaltung führte Sebastian Fitzek in spannender und lebendiger Weise durch den Abend. 


© Sonja Kochmann

So wurden Anekdoten aus den Anfängen seiner Autorenzeit und aktuelle Lebensgeschichten berichtet:

Wusstet Ihr, dass fast jeder Autor sein Buch in Buchhandlungen sucht  und unauffällig werter vorne platziert? Herr Fitzek hat dies getan (das muss wohl damals vor dem Kartoffelkrieg gewesen sein, denn mittlerweile sind die Bücher immer gut platziert). UND er hat seine eigenen Verkaufsquoten in die Höhe getrieben. Peinlich ist das nur, wenn man dann beim Zahlen mit der EC Karte von der Verkäuferin gefragt wird : "Sind Sie etwa der Autor?"

Sebastian Fitzek wird häufiger gefragt, warum er so etwas Irres Schreiben würde. Daraufhin kann er einfach nur antworten: Und warum lesen sie sowas? Recht hat er. Dennoch bezeichnet er sich selbst als "Irrenmagnet" selbst alltägliche Situationen lassen sich in einen Thriller umwandeln oder sind zu realistisch für einen Thriller.

Situation 1: Herr und Frau Fitzek haben Besuch. Es soll sich das Staffelfinale von True Detectives  (wurde gleich gekauft) angeschaut werden. Leider geht das TV Gerät im Wohnzimmer kaputt und es muss auf das Schlafzimmer ausgewichen werden. Dort setzt sich der weibliche Gast auf das Bett und findet die Klobürste des Jüngsten  unter der Bettdecke (für Kinderlose: Kleinkinder können Vorlieben für lustige Dinge entwickeln): Die Fitzeks: Ach das ist nur Spielzeug. Diverse Lacher. Abwandlung eines Thrillerautors. Im TV läuft ein selbstgedrehtes Urlaubsvideo auf der eine Frau mit Muschelkette erscheint, die im Urlaub spurlos verschwand. Bei der Übernachtung findet der weibliche Gast unter der Decke diese Kette. So einfach wird ein Thriller bei Herrn Fitzek gemacht.

Situation 2: Ein Freund fährt trotz Warnungen des Betreibers mit dem eigenen Kfz in ein befahrbares Wildgehege. Der Elefant dort findet das Auto zum Kuscheln und tritt dagegen. Bei der Polizeikontrolle am nächsten Tag wird ungläubig geschaut, als der Schaden am Auto erklärt wird.

Ja, Geschichten, die das Leben schreibt und den Abend füllen. Ich hätte stundenlang zu hören können. Denn das Interesse am Menschen führt für diesen redegewandten Autor offensichtlich von einer interessanten Situation in die nächste. Oder haben sie schon einmal Tätowierer gefragt, ob sie Schutzgeld zahlen müssen? Nein. Sie sollten darauf achten, ob diese vielleicht den Hells Angels angehören. Herr Fitzek hat dies übersehen, jedoch unbeschadet überstanden.

Gern verwendet er Eigenschaften von bekannten Personen. Bei Namen ist er jedoch aufgrund des Genres etwas vorsichtiger. Denn vielleicht findet Hannibal Lecter im nach hinein es nicht mehr witzig, dass sein Name damals verwendet wurde, wenn er sich eine Pizza bestellt?!


© Sonja Kochmann

Ein unterhaltsamer Abend und definitiv eine Wiederholung wert. Ich bin 2016 bei der 

Jubiläumsshow 

dabei und Ihr?


© Sonja Kochmann

Rezension // Sebastian Fitzek - Das Joshua Profil von SONJA

© Sonja Kochmann

Max, erfolgloser Autor, Pflegevater von Jola, Bruder eines Pädophilen und Anhängsel einer erfolgreichen Ehefrau versucht seinen Alltag mit seiner Schreiberei und der hingebungsvollen Pflege seiner Pflegetochter zu füllen. Doch dann bekommt er eines Tages einen merkwürdigen Anruf und wird beschuldigt, in den nächsten Tagen ein schreckliches Verbrechen zu begehen, von dem er selbst noch (?!) nichts weiß.

Bislang fand ich die Romane von Sebastian Fitzek immer schwierig. Meisterliche Verwirrspiele auf Ebenen von denen der Thrillerleser noch nichts ahnte. Überraschend überwältigende Unterhaltung, die mir manchmal zuviel war. Aber der Autor schafft es immer wieder, alltägliche Situationen derart eskalieren zu lassen, dass man einfach zu diesen Büchern greifen MUSS!

Und dies ist hier wieder der Fall. Max befindet sich in seiner alltäglichen Umgebung, als der Anruf seinen Lebensrhythmus durcheinander bringt. Ich möchte die einzelnen Elemente der Handlung an dieser Stelle bewusst nicht analysieren, um das Buch weiterhin für diejenigen interessant zu halten, die es noch nicht gelesen haben.

Das Buch hat viele kurze Kapitel durch die schnell eine temporeiche Handlung aufkommt. Auch möchte ich hier empfehlen, das Buch des Protagonisten Max Rhode "Die Blutschule" vorher zu lesen! Schnell fragt sich der Leser: Wie viel Fitzek steckt in Max?

Eine derzeit gern diskutierte Komponente ist der durchsichtige Mensch. Wie viel geben wir bewusst und unbewusst von uns Preis und wer verwendet es? Die Thematik ist seit Orwell ein immer wieder gern benutztes Thema, doch hier wird es mit Kriminalitätsbekämpfung, Pädophile und einigen gesellschaftskritischen Elementen zu einem spannenden Thriller verpackt.

Alle die bislang keine Chance hatten, eine Lesung mit dem Autor zu besuchen, werden das ausführliche Nachwort besonders interessant finden. Sebastian Fitzek bringt einem nicht nur mit dem Roman, sondern auch mit dem Nachwort zum Nachdenken. Hut ab! Ich vergebe das erste Mal für ein Buch des Autors die volle Punktzahl. Empfehlenswert.


Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2015
Seiten: 432
ISBN: 978-3785725450




© Sonja Kochmann

Rezension // Max Rhode - Die Blutschule von SONJA

© Sonja Kochmann

Simon und Mark ziehen mit ihren Eltern in die Einöde am Storkower See. Ein heruntergekommenes Haus und seltsame Nachbarn. Kann es da noch schlimmer kommen? 

Eines Tages beschließt ihr Vater, sie mit auf die Insel im See zu nehmen. Eine einsame Holzhütte, Schulbänke und ein neues Schulfach: Töten.......

Bereits die einleitenden Beschreibungen der Charaktere brachten mich zum Schaudern. Mit wenigen Worten schafft es Sebastian Fitzek (ja, genau der steckt hinter Max Rhode; auch wenn er sich auf der Frankfurter Buchmesse 2015 etwas verkleidet hat s.u.) unsympathische Figuren zu schaffen, wie es keinem anderen gelingt. Wahrlich meisterlich.

Obwohl ich kein Freund von Thrillern bin, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Was mögen die Beweggründe sein? Gibt es ein Entrinnen?

"Angst, Not, Grauen, Schmerz und Trauer" - das alles findet sich in diesem Buch. Mehr kann nicht verraten werden, denn ihr müsst selbst in die Schule - in die BLUTschule!!!

Kleine Anekdote und Hinweis an den Autor: Ich werde nun in der nahenden Vorweihnachtszeit nicht mehr an einem Weihnachtsbaumtrichter vorbei gehen können, ohne an ihr Buch zu denken. Frohe Weihnachten!

Den grafisch hervorgehobenen Kartentrick hätte ich gern im Nachwort erläutert bekommen, aber vermutlich wird ein Autor genau wie ein Zauberer seine Tricks nicht verraten. Für diesen literarischen Trick 9 von 10 Punkten.


Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2015
Seiten: 256
ISBN: 978-3404172672


© Sonja Kochmann



Dienstag, 24. November 2015

Lesung // Jilliane Hoffmann - Samariter von SONJA


Jilliane Hoffman, Gisa Zach und Ulrike Sárkány bildeten für dieses Lesung das Gespann. Bereits in den ersten Minuten fiel die Autorin durch ihren sympathischen Redeschwall auf, den Ulrike Sárkány kaum managen konnte.


© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann


Die Anekdoten und Einschübe sprudelten regelrecht aus Jilliane Hoffman heraus, so dass ich an dieser Stelle froh war, auf ein angestaubtes Schulenglisch zurück greifen zu können. Denn es wurde leider nicht alles übersetzt und auch nur grob zusammengefasst, was ich bei anderen Lesungen viel viel besser erlebt habe. Enttäuschend fand ich auch, dass das Buch zwischen den gelesenen Passagen durch Anmerkungen von Ulrike Sárkány derart gespoilert wurde, dass ich mich entschlossen habe, dieses Buch erst einmal nicht zu lesen. (Wenn etwas Gras über meine Erinnerungen gewachsen ist, werde ich es vielleicht versuchen.)

Nun denn. Ich möchte von einigen spoilerfreien und interessanten Anekdoten an dieser Stelle berichten: 


© Sonja Kochmann
Die Autorin ist selbst ein großer Fan der Serie The Walking Dead und hat den geschilderten Landstrich mehrfach bereist, da sie dort in der Nähe lebt.

Aufgrund des wegfallenden Tourismus der letzten Jahrzehnte fand die Autorin in einem, von Zuckerrohrfeldern umgebenen, verlassenen Krankenhaus den idealen Platz, um Angst zu schüren. Eine Flucht durch diese scharfblättrigen Pflanzen ist die ideale Umgebung für einen Thriller!

Das Wetter spielt nicht nur im Roman eine Rolle, denn auch der Bruder der Autorin verlor einst während eines Sturms sein Haus. Auch das junge Ehepaar Hoffmann musste sich während eines gefährlichen Sturms zwischen TV-Gerät und Kristallgläsern entscheiden. (Da der Mann getragen hat, dürft ihr raten, was gerettet wurde.)

Sie selbst liest bereits seit sie 7 Jahre (!) alt ist Berichte über wahre Verbrechen in der Zeitung und sagt von sich selbst, dass sie nichts mehr schocken kann.


© Sonja Kochmann


Die Rechte für das Buch "Cupido" sind bereits verkauft worden, doch leider gibt es noch nichts konkretes über die Verfilmung.

Die Autorin hat übrigens keinen festen Platz zum Schreiben, dank Laptop schreibt sie zu Hause, im Cafe, im Zug, im Flugzeug....entscheidend ist die "deadline". Dann dürfte bei dieser Disziplin ja für ausreichend Nachschub gesorgt sein. Die Fortsetzung vom "Mädchenfänger" erscheint übrigens Anfang 2016 auf Englisch.



© Sonja Kochmann

Sonntag, 15. November 2015

Lesung // Ursula Poznanski und Arno Strobel - Fremd von SONJA


Ursula Poznanski zählt mit zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Daher stand für mich fest: Ich muss zu ihrer gemeinsamen Lesung mit Arno Strobel!

Nachdem beide Autoren durch Inbetriebnahme eigener Headsets die armen Buchhändler in ein Technikchaos mit Rückkopplung gestürzt hatten, begann Ursula Poznanski fix die Moderation des Abends, denn Arno müsse schließlich erst noch warm werden mit den Hannoveranern.


© Sonja Kochmann


So erfuhren wir, dass das gemeinsame Buchprojekt auf der Leipziger Buchmesse bei viel Wein entstanden ist. Eigentlich war es eine Art Austausch: Wie schreibt der andere? Und so wurde eine Geschichte "gesponnen" bei der die Handlung durch die Perspektiven von zwei verschiedenen Erzählern hinzu gewinnt.

An dieser Stelle wurde Arno Strobel gefragt, ob er denn nun schon was sagen könne und er konnte. Schließlich sei er damals in Leipzig abgefüllt worden, um den Vertrag zu unterzeichnen!

Es kam der Vorschlag: Wir lesen ihnen das ganze Buch vor, sind gegen 3: 30 Uhr fertig, beantworten Fragen bis 4:05 Uhr und fangen dann an zu signieren.

Hmm, das wäre auch mal eine ganz besondere Lesung gewesen, aber es kam dann doch anders.


© Sonja Kochmann


Das Buch entstand im Ping-Pong-Prinzip. Einer schrieb das Kapitel, das meist mit einem Cliffhanger endete und der andere musste dann durch sein Kapitel "antworten".

Kleines Bespiel: "Dann klingelte es an der Tür......" "Ursula? Wer ist denn an der Tür?" "Keine Ahnung, Arno. Es ist dein Kapitel!"

So wurden die Kapitel per Email von Trier nach Wien und von Wien nach Trier geschickt. Ab und an gab es auch persönliche Treffen; doch am meisten glühte der elektronische Emailverkehr.

Da der Spannungsbogen des Buches nur zuließ, dass die ersten beiden Kapitel vorgelesen wurden, erhielten wir eine ganz besondere Lesung. Wir bekamen nämlich Auszüge des Emailverkehrs zu hören, der beim Enstehen des Buches für ordentliche Schmunzler und bei der Lesung für ordentliche Lacher sorgten.


© Sonja Kochmann


Denn Abgabefristen sorgten dafür, dass man sich in die Haare bekam (Arno Strobel "Schauen sie sich doch die Haare an!"). So verfeinerte der Autor seine Emails mit Ausreden, warum das Kapitel noch nicht fertig war mit wunderbaren Anekdoten über Computerviren, versehentlich in der Bücherei abgegebenen Manuskriptseiten und und und. Es war einfach lustig zu zu hören, so dass ich am Ende einfach fragen musste, ob beide nicht einmal ein lustiges Buch schreiben wollten. Doch dies machen wohl die Agenten bzw. die Verlage nicht mit. Schade.

Es wird jedoch eine Fortsetzung der Zusammenarbeit, aber keine Fortsetzung dieses Buches geben. Das Buch erscheint voraussichtlich im Oktober 2016!

Die Kritik am anderen und die Kapitelwechsel haben im übrigen fast das Lektorat ersetzt. Auch wenn Ursula Poznanski das Los des "Angstkapitels Nr. 41" zog und sehr lange auf die Unterstützung ihres Kollegen warten musste, da dieser nicht pflichtbewusst vorm PC saß, sondern auf dem Golfplatz war, haben beide aus ihrer Zusammenarbeit für ihre Soloprojekte gelernt und die Zusammenarbeit genossen.

Der Abend war Gold wert (auch wenn nicht alle Anwesenden ein Buch kaufen konnten, da der Verkauf durch den Vorablesungstermin limitiert war und einige mehrere Bücher kauften).


© Sonja Kochmann


Wirklich empfehlenswert. Sympathie Hoch 3 für dieses Autorenduo!



© Sonja Kochmann


Freitag, 13. November 2015

Rezension // Rebecca Gablé - Der Palast der Meere von SONJA


England 1560: Elisabeth I. und Mary Stuart. Die eine Königin ist protestantischen Glaubens, die andere katholisch. Beide wollen den Thron. Damit Elisabeth I, diesen auch behält, ist Eleanor of Waringham das Auge der Königin und versucht durch alle Mittel, Intrigen und Putschversuche abzuwenden.

Dabei lernt sie den König der Diebe kennen und lieben. Doch darf das bei ihrer Verbundenheit zur Königin überhaupt sein?

Isaac of Waringham versucht, den heimischen Verpflichtungen durch eine Fahrt als blinder Passagier zu entkommen und lernt gefährliche Zeitgenossen kennen, die eine tragende Rolle für die Königin einnehmen.

Dieser neue Band der Waringham Saga wurde von mir wahrlich herbei gesehnt. Denn obwohl historische Bücher schnell langatmig und langweilig werden können, schafft es die Autorin, durch ihre Charaktere und Dialoge schnell den Leser zu fesseln.

Ich gebe zu, anfänglich hatte ich leichte Einstiegsschwierigkeiten aufgrund des Stammbaums der Waringhams (Der letzte Band wurde von mir 2011 gelesen.) Doch beim Lesen kam ich schnell wieder herein.

Eleanor und Isaac sind wirklich interessante Charaktere, deren Werdegang mit den historischen Persönlichkeiten ihrer Zeit verbunden wurden.

Besonders Eleanor ist der Autorin gelungen. Sie entspricht nicht dem Klischee der Hofdame (s. hierzu auch Bericht zum Meet and Greet) sondern hat ihren eigenen Kopf. Die Dialoge haben dadurch Pfiff und bei ihrem wortgewandten und selbstbewussten Auftreten wird dem König der Diebe schnell der Kopf verdreht. Beide sind wichtige Figuren auf Augenhöhe und es war eine Freude, den beiden in der Geschichte zu folgen.

Isaac, der nicht das schwarze Einhorn (das Wappen der Waringhams) sondern das schwarze Schaf der Familie zu sein scheint, findet seinen Platz in der Geschichte um die Seefahrt seiner Zeit. Seine Figur macht eine enorme Entwicklung und bringt den Part um die Seefahrt als spannungsgeladenes Element hinein.

Durch diese Figuren ist die Geschichte um Elisabeth I hervorragend dargestellt und der Leser erhält sogar die Chance, Shakespeare in seinen Anfangen zu erleben.

Die Charaktere zeichnen sich übrigens nicht nur durch historische Elemente aus, nein, auch alltägliche Dinge, die uns auch heute bekannt sein dürften: Mahallat und Lappidot sind nämlich mit ihren Namen so gar nicht einverstanden, sodass sie selbst einfachere Namensgebung betreiben. 

Volle Punktzahl.

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2015
Seiten: 960
ISBN: 978-3431039269



© Sonja Kochmann

Bericht // Meet and Greet mit Rebecca Gablé von SONJA


© Sonja Kochmann

Die Frankfurter Buchmesse hatte dieses Jahr ein besonderes Highlight für mich: Einer von zehn Plätzen beim Meet and Greet mit Rebecca Gablé.

Als mir vor ein paar Jahren die Waringham Reihe von meiner Mitbloggerin Sina empfohlen bekam, schaute ich erstmal skeptisch drein. Historisch? Und soviele Seiten? Doch ich verschlang alle Bände und als die Autorin letztes Jahr den Erscheinungstermin für "Der Palast der Meere" bekannt gab, konnte ich es kaum noch erwarten.


© Sonja Kochmann


Das von Bastei Lübbe organisierte Treffen fand im abgetrennten Bereich von Bastei Lübbe statt und es war auf Anhieb gemütlich dort. Die Autorin nahm uns auch gleich die Hemmungen und wir konnten mit den ersten Fragen gleich loslegen. Es ergab sich ein lockeres Gespräch mit Getränken und Keksen während die Autorin für jeden signierte.


© Sonja Kochmann


In ihrem neuen Buch nimmt die Seefahrt einen großen Raum ein, da dies für diese Zeit sehr wichtig und prägend war. Zur Recherche nutzte Rebecca Gablé ihre alte Uniblibliothek. Doch wie es nun mal so ist, muss man geliehene Bücher immer dann zurück geben, wenn man sie benötigt. Daher verschafft sie sich gern einen Überblick über die notwendigen Bücher und kauft sie dann selbst. Hierbei ist erforderlich, dass sie auch die Sprache des Quellenbuches versteht, um Übersetzungsfehler zu vermeiden.

Gerne würde sich auch über spanische Ereignisse schreiben, aber ihr Spanisch sei hierfür noch zu schlecht.

Bei der Recherche werde dann eine Art stichwortartiges Verzeichnis angelegt, in dem sie zum Beispiel unter "Blitzschlag im Hauptmast" das Quellenbuch und die Seitenzahl notiert. Da die Autorin chronologisch schreibt, kann dann bei der entsprechenden Szene sofort darauf zurückgegriffen werden. Klingt eigentlich einfach. Erfordert aber auch sehr viel Vorbereitung.

Wir waren uns übrigens alle einig: unser historisches Wissen über England (und auch Otto) wurde durch ihre packenden Romane gefestigt. Denn in der Schule gibt es große Themengebiete, die einfach nicht oder kaum behandelt werden. (Übrigens wird es von Otto "Das Haupt der Welt" vorraussichtlich 2017 eine Fortsetzung geben.) Ob sie die Waringhams nun nach diesem Zeitabschnitt direkt fortsetzt, ist fraglich, denn nun würde die Perückenzeit beginnen und dies könne sie sich nicht so ganz für ihre Romanfiguren vorstellen.

Nach "Das Haupt der Welt" hat Rebecca Gablé übrigens die weibliche Hauptfigur für sich entdeckt. Denn Eleanor, die ursprünglich "nur" Hofdame werden sollte, bekommt eine tragende Rolle als Auge der Königin, deren Agieren und die Dialoge der Autorin beim Schreiben sehr viel Spaß gemacht haben. 

Spaß ist bei ihren Büchern auch ein wichtiger Faktor. Denn bei aller Recherche möchte die Autorin nicht belehren, so dass sie sich beim Schreiben häufig fragt: "Ist dieses historische Detail für das Buch wirklich wichtig?"

In einer kürzlich gesendeten Reportage ("Der Bestseller Code") führte sie selbst an, dass die Titel "Der dunkle Thron" und auch "Der Palast der Meere" nicht von ihr selbst stammen. Eine Nachfrage ergab aber, dass sie nicht den Schlüssel, der zum Buchkauf führe habe und damit überlasse sie dies lieber der Lektorin.


© Sonja Kochmann


Die neuen Cover sind sehr schön gestaltet und wer noch alte Ausgaben besitzt, kann die neuen Cover auf der Homepage der Autorin 


(https://www.gable.de/?page=buecher) 

ausdrucken. 

Sie selbst greift gerne zu Stephen King und hat ja auch schon selbst Krimis geschrieben.


© Sonja Kochmann


Das Treffen endete mit Fotos für jeden und war wie im nu um. Danke an die Autorin und an die Organisatoren!



© Olivier Favre







Freitag, 6. November 2015

Lesung // Karen Rose - Dornenmädchen von SONJA



Karen Rose. Ein großer Name in der Thrillerwelt (bzw. Romantic Suspense) und eine kleine Autorin, die gerne lacht. Bereits zum zweiten Mal war ich bei einer Lesung von ihr und ich finde sie einfach goldig.

Sie begeistert überall auf der Welt mit ihren Büchern und es gibt sie inzwischen in 24 Sprachen!

Das neue Buch "Dornenmädchen" ist bereits auf Platz 14 der Bestsellerliste eingestiegen!


© Sonja Kochmann


Die Lesung wurde von Günther Keil moderiert und den deutschen Part übernahm die Schauspielerin Floriane Daniel. Die Übersetzungen von Herrn Keil waren teilweise sehr großzügig, so dass ich froh war, auf ein etwas angestaubtes Schulenglisch zurück greifen zu können. Floriane Daniel las hervorragend und ist für Lesungen super geeignet. Die Autorin selbst las ihren Part übrigens nicht aus dem Buch, sondern vom Smartphone....auch mal etwas Besonderes.


© Sonja Kochmann


In einer vorgelesenen Szene spielt im Radio ein Lied von Tim McGraw. Beim Signieren sprach ich Karen Rose auf diesen Interpreten an und sie ist in der Tat ein großer Countryfan!


© Sonja Kochmann


Im Laufe des Abends erfuhren wir, dass die Autorin bereits als Lebensmittelchemikerin und Lehrerin tätig war. Sie schrieb 5 Jahre im Geheimen, bis ihr Mann ihr einen Ratgeber für Autoren kaufte und sie zu einem Treffen mit anderen Autoren nötigte. 

Diesen Mann lernte sie übrigens bei einem Blind Date auf einer Überraschungsparty kennen, bei der die beiden die einzigen Gäste waren. (Das ist bei Autoren scheinbar üblich. s.a. Susan Elizabeth Phillips HIER).

Ihr Mann arbeitete als Therapeut mit Verbrechern, was bereits zu einer massiven Bedrohungssituation für ihre Familie geführt hat. Diese Bedrohung war für die Familie Auslöser für einen Neustart und einen Umzug wie auch für die Romanfigur Faith. 

Sie selbst sieht sich jedoch nicht als ängstliche, sondern als vorsichtige Person. Denn Serienkiller könnten überall sein. Dies führt häufig zu Neckereien innerhalb der Familie.

Vorsicht! Schreibt Karen Rose gerade an einer Szene mit einem Bösewicht, sollte man sie nicht anrufen oder an ihre Bürotür klopfen, die Resonanz könnte .....ich verrate nichts.

Obwohl die Autorin eine Schnellschreiberin ist (3 Monate für das Manuskript - bisheriger Rekord 17 Tage - , ca. 5 Monate für die restlichen Arbeiten), ist der Anfang stets das Schwerste. Wichtig ist auch der Bösewicht, denn der ist ausschlaggebend für die anderen Figuren.

Der Bösewicht kann auch noch so böse sein. Kinder und Tiere sind vor ihm sicher. (Hier kommt wohl die Lehrerin durch.)

Interessant ist auch die Gemeinsamkeit mit "ihrem FBI Agenten" denn hätte Karen Rose nicht einen guten Frisör, wäre sie bereits seit frühster Jugend schneeweiß. 

Aufgrund eines Reitunfalls musste Karen Rose ihr Hobby Reiten aufgeben und vergnügt sich nun mit "vampire novels" und Malen und Wein. (Hierbei wurde ordentlich gelacht.)  Es war ein lustiger und spannender Abend. Vielen Dank an alle Beteiligte.


© Sonja Kochmann