Samstag, 28. Februar 2015

Rezension Hörbuch // Anna Todd - After passion von SONJA


Tessa freut sich auf die Uni. Sie hat viel und hart dafür gearbeitet, um dort ihrem Ziel, irgendwann als Lektorin arbeiten zu können, näher zu kommen. Als sie im Studentenwohnheim eine ganz besondere Mitbewohnerin mit speziellen Freunden antrifft, ahnt sie nicht, was in den nächsten Wochen für ein Gefühlschaos über sie herein brechen wird.

(Das Buch wurde von mir bereits gelesen und ausführlich rezensiert. Ich war begeistert und vergab volle Punktzahl.)

Tessa, die eigentlich Theresa heißt (was das Ganze noch mehr unterstreicht) ist anfänglich die typische durchorganisierte Streberin. Sie liebt Bücher, ihren Freund und ihre Mutter. Ja für die tut sie alles. Sie unterwirft sich ihren Vorgaben, um harmonisch leben zu können.

Als Tessa aus den heimischen vier Wänden heraus kommt, entwickelt sie sich sofort weiter. Sie probiert enge Jeans, Pumps und Make up aus und als der junge Wilde namens Hardin sie ständig herausfordert, kann sie sich seiner magischen Anziehungskraft nicht widersetzen.

Doch Hardin bietet mehr. Er hat tief verborgene Geheimnisse und scheint verletzlich.


Beide liefern sich einen regen Schlagabtausch, so dass man trotz der Länge einfach nicht aufhören kann. so eine lockere Art der Erzählung habe das letzte Mal bei dem Pärchen aus der Obsidian-Reihe vorgefunden; auch wenn hier natürlich kein Fantasy mit hineinspielt, sondern eher die Erotik.

Denn wenn es zwischen zwei Charakteren so knistert, bleibt dies nicht aus. Die Sexualität von Tessa muss erst gefunden werden und wird wahrlich langsam aus ihr herausgekitzelt. Diese Szenen fand ich sehr gut gelungen.

Die verborgenen Geheimnisse bieten ordentlich Zündstoff, so dass ich mich auf die drei angekündigten Fortsetzungen ordentlich freue.



Die Hörbuchsprecherin Nicole Engeln gehört mit zu den besten Sprecherinnen. Ich habe bereits einige Hörbücher gehört und sie auch schon auf einer Lesung live erlebt. Sie liest die Texte lebhaft und akzentuiert vor. Die Dialoge kommen so hervorragend heraus.

Die Geschichte um Tessa und Hardin ist nun eine ganz Besondere. Tessa, das scheinbare Mauerblümchen trifft Bad Boy Hardin. Die Eigenschaften der Hauptfigur Tessa, aus deren Perspektive erzählt wird, passen jedoch nicht zu der Stimme von Nicole Engeln! Denn diese Stimme ist stark und selbstbewusst. Auch hört man dieser Stimme den Altersunterschied deutlich an, dies irritierte mich beim Zuhören doch sehr. Vielleicht wäre hier eine andere Sprecherin passender gewesen. Aber das kann Geschmacksache sein.

Daher vergebe ich 6 von 10 Punkten für die Hörbuchumsetzung (volle Punktzahl allerdings für das Buch selbst).


Verlag: Random House Audio
erschienen: 2015
Dauer: 19 Stunden und 52 Minuten
ASIN: B00S8BT7IY



Rezension // Agnes Christofferson - Elsas Stern von SONJA


Elsa wird zusammen mit ihrer Schwester Hanna und ihren Eltern nach Auschwitz deporiert. Ein Kampf ums Überleben beginnt. 

Elsa überlebt und ihre Tochter Leni erfährt durch ein Tagebuch und Briefen von der bislang verschwiegenen schmerzlichen Vergangenheit ihrer Mutter, als ihre Mutter in einem Restaurant einen Nervenzusammenbruch erleidet.

Dieser Teil der deutschen Geschichte ist in der Literatur ein heikles Thema. Kann man einfach sagen, dass Buch ist gut, wenn das Thema doch so grausam und schmerzlich ist?

Ich gehöre selbst zu einer Generation, die in der Schule das Thema im Geschichtsunterricht in jedem Schuljahr in irgendeiner Form besprochen haben. Doch ich fand das Buch bewegend und mitreißend geschrieben.

Die Kombination zwischen Mutter und Tochter in der Zeit des 2. Weltkrieges und im New York der 70iger ist eine geschickte Lösung, um die Sichtweisen zweier Generationen zu erläutern und zusammenzuführen.

Das Schicksal von Elsa wird schonungslos beschrieben, denn die Misshandlungen in Auschwitz waren psychisch und körperlich. Wie da der menschliche Geist überleben kann wird durch eine Vielzahl an Menschen aufgezeigt, denen Elsa in Auschwitz und auch in New York begegnet. Die Schilderungen der Autorin sind nichts für schwache Nerven und an manchen Stellen musste ich einfach pausieren. Doch ich musste weiter lesen, um zu erfahren, wie es mit Elsa weitergeht.

Das Ende stimmt zuversichtlich. Und ich habe das Buch mit einer Träne im Auge zugeklappt: Volle Punktzahl!


Verlag: Acabus
erschienen: 2014
Seiten: 276
ISBN: 978-3862823109


Freitag, 27. Februar 2015

Rezension // Kerstin Gier - Die Braut sagt leider nein von SONJA


Elisabeth und Alex leben glücklich und zufrieden in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung. Beide planen ihre Traumhochzeit und den Bau des Eigenheims. Doch eine Verkettung von Zufällen und Vorhersagen einer esoterischen Nachbarin lassen Elisabeth zweifeln, ob zur Traumhochzeit und zum Traumhaus, denn überhaupt schon der Traummann vorhanden ist.

Ich habe schon eine Vielzahl an Büchern von Kerstin Gier gelesen und liebe ihre humorvolle Art, ihre Heldinnen ins Chaos zu stürzen. Daher habe ich mir vorgenommen, nach und nach die älteren Bücher zu lesen.

Elisabeth ist eine Frau wie du und ich. Sie ist beruflich mit zwei Mutter Kind Kreisen betreut, die hier bereits stark an die Mütter-Mafia erinnern. Durch die Konfrontation mit "eigenartigen" Müttern und Kindern sieht sie ihren Lebenstraum erst einmal in dem Bau des Traumhauses. Da ihr Verlobter auf ein Mal Wichtigeres zu tun hat, muss sie sich in die ungewohnte Materie einarbeiten und steht ihren Mann. Schließlich stellt sie sich die Frage: wofür braucht man die Männer überhaupt? 

Sie erhält allerlei Unterstützung bei der man ordentlich Schmunzeln muss. Dieses Buch rückt Partnerschaften in ein neues Licht und könnte ein Anti-Heiratsbuch sein, wenn..... 

Die Rache am Verlobten fällt in den finalen Seiten leider etwas kurz aus. Ich hätte mir da doch ein bisschen mehr gewünscht. Schöner Lesegenuss vor ein paar Stunden: 8 von 10 Punkten!


Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 1997
Seiten: 208
ISBN: 978-3404161591


© Sonja Kochmann



Rezension // Sebastian Fitzek - Passagier 23 von SONJA


Eine Kreuzfahrt, die ist lustig, eine Kreuzfahrt, die ist schön...bis deine Liebsten auf hoher See verschwinden! Jedes Jahr verschwinden unzählige Menschen von Kreuzfahrtschiffen.

Martin Schwartz, verdeckter Ermittler, verlor vor 5 Jahren seine Frau und seinen Sohn. Sein Leben scheint nicht mehr lebenswert und er nimmt jeden lebensgefährlichen Polizeieinsatz an. Eines Tages bekommt er von einer alten schrulligen Autorin den Hinweis, dass ein verschollenes Mädchen an Bord des besagten Kreuzfahrtschiffes mit dem Teddy seines Sohnes Wochen nach ihrem Verschwinden wieder aufgetaucht ist! Er begibt sich auf das Schiff, obwohl er dieses nie wieder betreten wollte....

Sebastian Fitzek gilt als Meister seines Genres und dies will ich ihm auch zu recht zugestehen, denn die Ideen, die hinter seinen verschachtelten Handlungssträngen stecken, sind einzigartig.

An Bord des Kreuzfahrtschiffes gibt es eine Vielzahl von Personen, die einfach einen "Sockenschuss" haben. Jeder Psychiater hätte seine Freude dran. Dies führt zu etlichen Finten, Dreh- und Angelpunkten.

Leider wurde die Hauptfigur unrealistisch gestaltet. Bei dem heutigen Verwaltungsapparat der Polizei inklusive der medizinischen und psychologischen Gutachten wäre ein Polizist wie Martin Schwartz gar nicht mehr im Dienst! Sicherlich macht sein Verhalten ein Großteil der Handlung aus, aber dies wirkte irgendwie nicht echt. Vielleicht wäre ein amerikanischer Polizist hier besser gewesen ;) Die können schließlich fast alles.

Witzig fand ich jedoch die Figur der Gerlinde. Als schrullige Thrillerautorin gibt sie durch Hinweise und Verdachtsmomente dem Ermittler den Einsatzbefehl. Ihre Schoten und Sprüche sind hierbei so außergewöhnlich lustig und knackig, dass Sebastian Fitzek vielleicht mal über ein humorvolles Buch nachdenken sollte. 

Mir war das ganze Geflecht an Motiven, Personen und Zeitabläufen darum zu wirr und zuviel. Obwohl die Geschichte rückblickend originell und auch gut ausgedacht ist; aber vielleicht zu dick aufgetragen!  Daher vergebe ich 6 von 10 Punkten.



Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2014
Seiten: 432
ISBN: 978-3426199190




Gesehen auf der Frankfurter Buchmesse 2014
© Sonja Kochmann

Donnerstag, 26. Februar 2015

Rezension // Sylvia Day - Crossfire: Hingabe von SONJA

© Sonja Kochmann

Eva und Giedeon haben sich im Vorband getraut. Doch nur wenige in ihrer Umgebung wissen davon. Offiziell ist die Hochzeit erst in Planung. Doch bereits die Ankündigung der Verlobung ruft die bekannten Neider und Feinde auf den Plan. Die Beziehung von Eva und Gideon wird auf eine harte Probe gestellt.

Dieser vierte Band kann es leider nicht mit der ursprünglichen Trilogie aufnehmen. Der Charme der aufkommenden Liebe scheint vom Alltag der beiden Hauptfiguren erdrückt zu werden. Das es sich hierbei nicht um einen normalen Alltag handelt, dürfte den Lesern noch in Erinnerung geblieben sein. Denn immerhin gehört Gideon die halbe Stadt, er managt ein Imperium und hat viele Feinde.

Auch haben Gideon und Eva als Missbrauchsopfer beide seelischen Ballast zu verarbeiten, so dass ich in diesem Buch die massiven Sexszenen eher erdrückend empfinde. Sex als Therapie? Als Seitenfüller? Die dargstellten Probleme sind altbekannt und finden auch am Ende des Buches keine befriedigende Lösung. 

Enttäuschend finde ich auch, dass die Autorin dem Leser oder vielmehr den Leserinnen, die geplante offizielle Traumhochzeit vorenthält. Ist hier etwa noch ein Band geplant? Auf der Homepage gibt es hierzu noch keine Hinweise.

Für diese (bislang?) unnötige Zugabe 6 von 10 Punkten, da ich die beiden dennoch faszinierend finde.


Verlag: Heyne
erschienen: 2014
Seiten: 480
ISBN: 978-3453545786

Rezension // Poppy J. Anderson - Titans of love: Verliebt in der Nachspielzeit von SONJA


Hanna ist eine bodenständige Person. Als sie in New York in einen Autounfall verwickelt wird, rechnet sie nicht damit, von einem Footballstar gerettet zu werden. Beide fühlen sich zueinander hingezogen und die Dinge nehmen ihren Lauf. Doch leider haben Fans, Paparazzi und Neider auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Poppy J. Anderson schafft es bereits mit den ersten Worten eine handvoll sympathischer Figuren in die Geschichte einzubringen, so dass sich die Geschichte wie von selbst liest. Man kann das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Dialoge sind durch Hannas Ahnungslosigkeit in Bezug auf Football humorvoll gestaltet und man hat Hanna einfach gern. Schließlich ist sie eine Frau wie die Leserin selbst!? Hier und da ein Gramm zuviel oder sagen wir einfach ein paar Kurven.

Die Probleme die Paparazzi und Fans so mit sich bringen, sind glaubwürdig in die Beziehung von Hanna und John eingeflochten.

Die Titans haben definitiv mein Herz erobert, denn die Autorin gibt hier und da Ausblicke auf einsame Footballspieler, um die sich dringend gekümmert werden muss!

Wer Susan E. Phillips und Carly Phillips liebt, der MUSS Poppy J. Anderson lesen. Volle Punktzahl (mit Cheerleader Puschel - Titans vor!) Diese Buchreihe ist absolut konkurrenzfähig mit denen der amerikanischen Liebesromanautorinnen, die die Hitliste anführen.


Verlag: rororo
erschienen: 2014
Seiten: 272
ISBN: 978-3499269318


Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension // Joelle Charbonneau - Die Auslese: Nichts vergessen und nie vergeben von SONJA


Cia und Tomas sind an der Universität von Tosu City angekommen. Durch einen Trick konnte Cia sich die Erinnerung an die brutale und tödliche Auslese bewahren. Doch auch an der Uni werden wieder Studenten abgezogen. Geht der Kampf ums Überleben und die Ausbildung wirklich schonungslos weiter? Wie kann dieses tödliche Verfahren aufgehalten werden?

Cia versucht dem Regime zu trotzen. Wird sie Erfolg haben?

Obwohl es schon eine Weile her ist, dass ich Band 1 der Reihe gelesen habe, war ich sofort wieder in der Handlung drin. (Dennoch sollte der erste Band unbedingt gelesen werden, da hier von der Autorin die veränderte Zukunft Amerikas beschrieben wird.) Die Autorin schafft es, die Spannung aus dem ersten Band nahtlos mit hinüber zu nehmen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Die dystopische Handlung Bildung an das Können zu Überleben zu knüpfen fand ich sehr gelungen. Der Leser stehlt sich die Frage, wie weit ist unser heutiges Bildungssystem "noch" davon entfernt, wenn der weltpolitische Rahmen nach Krieg und Naturkatastrophen derart aus den Fugen gerät.

Die Heldin Cia ist durch ihre natürliche und bodenständige Art liebenswert, so dass man bei jeder Gefahrensituation mitfiebert. Wem kann sie wirklich vertrauen und was erwartet sie? Dies sind die elementaren Fragen in diesem Bauch und werden vermutlich erst im finalen Folgeband aufgeklärt. Volle Punktzahl!


Verlag: Penhaligon
erschienen: 2015
Seiten: 416
ISBN: 978-3764531188

Rezension // Cathy Woodman - Vier Pfoten für die Liebe von SONJA


Maz ist Tierärztin in einer kleinen Gemeinde in England und obwohl hier alles idyllisch wirkt (s. Vorbände), ist hier immer etwas los. Da sie und der Tierarzt Alex inzwischen ein Baby namens George haben, möchten beide kurz vor Weihnachten heiraten. Doch da gibt es ein Problem: die Zeit oder vielmehr das Chaos muss organisiert werden!

Die drei Vorbände der Otter House Veterinary Reihe haben mir sehr gut gefallen, so dass ich mich auf diesen Band sehr gefreut habe.

So war doch die Atmosphäre von der alten TV Serie "Der Doktor und das liebe Vieh" mit einer Menge Liebe und lustigen Tieranekdoten gespickt.

Diese Kombination gelang der Autorin in diesem Band leider nicht. Hier wird die Liebe vom chaotischen Alltag gekillt. Die Chaossituationen werden sogar (ACHTUNG SPOILER durch einen Selbstmord) getoppt, so dass mir hier eindeutig der Spaß am Lesen verging, da ich bei diesem Genre nicht damit gerechnet habe. Bei diesem Cover und der Machart war das Ganze dann etwas zuviel.

Der sonst sympathische Alex entwickelt sich hier eher zum Mann den frau nicht heiraten will, so dass die bislang in den Vorbänden erblühende Liebe zwischen Maz und Alex auch für den Leser ordentlich ins Wanken gerät. Irgendwie wirkt es unglaubwürdig.

Auch die lustigen Tiergeschichten sind hier etwas zu kurz gekommen. Denn auch hier kommt ordentlich Dramatik rein. Obwohl es für alles eine Lösung gibt, vergebe ich 4 von 10 Punkten, da mich soviel Drama eher enttäuscht hat und dieser Band nicht zu den Vorbänden zu passen scheint.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Seiten: 480
ISBN: 978-3442381340


Rezension // Lauren Oliver - Panic: Wer Angst hat, ist raus von SONJA


In einem kleinen amerikanischen Örtchen steht für jeden Schulabgänger eins fest: Man muss an dem Spiel "Panic" teilgenommen haben, wenn man was auf sich hält.

Heather möchte sich der Gefahr, die mit Panic einhergeht, eigentlich nicht aussetzen, doch Wut und Frust veranlassen sie, am lebensgefährlichen Spiel teilzunehmen, das alles ändern wird.

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich ziemlich begeistert und musste dieses Buch unbedingt lesen. Irgendwie erinnerte mich der Gruppenzwang, der durch Panic entsteht an das Buch Erebos, doch ich wurde ziemlich enttäuscht.

Der Autorin gelingt es nicht, die einzelnen Spieler dem Leser nahe zu bringen. Heather, ihre Mitspieler, ihre Freunde und Familie werden zwar vorgestellt und ihre Beweggründe erläutert, aber keine Figur wurde mir sympathisch, so dass ich bei den Aufgaben irgendwie mitgefiebert hätte.

So brach bei mir beim Lesen lediglich Unwohlsein, statt Panik aus, denn die Handlung plätscherte nur so da hin. Selbst die zu bestehenden Mutproben blieben durch die Schilderungen farblos. Vielleicht lag es an der schlichten Abarbeitung der Prüfungen, denn irgendwie blieben die direkten Konsequenzen für die Figuren aus. Wer es nicht geschafft hat, war raus. Der Frust der Figuren ist derart präsent und erdrückend, dass weder Sympathie noch Mitleid aufkommt.

Um nicht zuviel zu verraten, will ich an dieser Stelle nur anführen, dass das Ende im Sinne von "einige Wochen nach Panic" irgendwie zurecht gezimmert wirkt.

Daher nur 2 von 10 Punkten.


Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Seiten: 368
ISBN: 978-3551583291


Rezension // Jodi Ellen Malpas - Lost in you: Verlockendes Geheimnis von SONJA

© Sonja Kochmann

Ava ist Innenarchitektin und sie bekommt einen scheinbar tollen Auftrag. Sie soll für einen Lord einige Zimmer in "The Manor" gestalten. Doch sowohl der Auftrag als auch der Lord sind anders als gedacht. Schnell prickeln die Gefühle und die sexuelle Abhängigkeit von dem jungen düsteren Lord verwirrt Ava mehr und mehr.

Sicherlich ist der Buchmarkt derzeit von erotischen Büchern gerade zu überschwemmt. Doch warum sollte man diese Trilogie nun auch noch lesen?

Weil sie etwas besonderes hat - einen ganz besonderen Mann! The Man - so heißt die Trilogie auch im englischen (weswegen ich den "deutschen" Obertitel Lost in you etwas eigenartig finde) - ist ein ganz besonderes Kerlchen. Er ist schön, jung und reich. Okay, das sind die sexy Helden derzeit eigentlich alle, aber dieser hat Stalker-Qualitäten. Er begehrt Ava so sehr, dass er an die Grenzen des Erträglichen geht. Teilweise möchte man nur noch sagen "Ava, nimm die Beine in die Hand und lauf", aber es ist wie bei einem Autorennen, der Reiz,  das passieren könnte , lässt einen Seite um Seite lesen. 

Diese Seiten sind übrigens nichts für prüde Gemüter. Hier geht es richtig zur Sache! Manchmal wird die Handlung allerdings vom Sex erschlagen, denn es gibt Aufwach-, Versöhnungs-, Erinnerungs-, Besinnungs- und Entschuldigungssex......

Den Namen der Heldin Ava fand ich etwas unglücklich gewählt, da es ja schon in der Crossfire Reihe eine Eva gibt. Irgendwie irriterte mich dies beim Lesen. Auch hatte man auf den ersten 30 Seiten das Gefühl etwas verpasst zu haben, den Jesse geht mit einem scheinbaren Vorwissen (?) in das erste Treffen mit Ava. 

Interessant ist hierbei auch, dass de Heldin nicht ganz so rein wirkt. Sie ist dickköpfig und liebt den Wein derart, dass man schon fast von einem Alkoholproblem sprechen kann. Doch Jesse hat eigenes Ballast im Gepäck....

Die derbe Sprache war in manchen Passagen nicht ganz mein Fall, aber für mich ist es nicht ganz klar, ob hier die Übersetzung oder die Autorin ursächlich war.

Während in den bereits erschienen Erotikbüchern Essen, Landschaft oder Kunst die Atmosphäre geschaffen haben, ist es hier eindeutig die Innenarchitektur. Dies schafft einen abwechslungsreichen Rahmen. 

Manches klärt sich im Laufe des Buches, manches wird vermutlich erst in den Folgebänden zum Problem. Ich bin gespannt. Trotz Einstiegsschwierigkeiten haben diese beiden mit ihrem gewaltigen Gefühlswahnsinn mein Herz erobert 8 von 10 Punkten.

Verlag: Goldmann
erschienen: 2014
Seiten: 544
ISBN: 978-3442481729


Mittwoch, 18. Februar 2015

Rezension // Bussmann, Hilke-Gesa - Die Legenden der Weltentaucher: Die Suche (02) von SINA

Acadius hat es geschafft. Als erster Alchemist seit tausenden von Jahren hat er den Sprung in eine andere Welt vollzogen. Und sogleich wird er von einer jungen Frau verfolgt. Doch Jolanda weiß, wer er ist und will ihm helfen. Die fremde Welt mach Acadius zu schaffen und er findet sich nur schwer darin zurecht. Jolanda hilft ihm, wo es nur geht und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Pflanze, die vonnöten ist, um zwischen den Welten zu springen. Doch nicht nur Acadius und Jolanda haben daran Interesse und so beginnt eine Verfolgungsjagd auf Leben und Tod.

Mit ihrem zweiten Teil der Legenden der Weltentaucher-Reihe konnte mich die Autorin schon mehr überzeugen. Hatte ich beim ersten Teil noch Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden, so hatte ich bei Band 02 schon mehr das Gefühl, in die Geschichte selbst hineingezogen zu werden.

Acadius muss seine introvertierte Art aufgeben und sich auf andere Menschen einlassen. Außerdem muss er sich in einer fremden Welt zurechtfinden und wird dann auch noch mit einem netten Mädchen namens Jolanda konfrontiert.
In meinen Augen macht er sich ziemlich gut, auch wenn ich manche Ängste von ihm gut verstehen kann.

In eine moderne Welt geworfen zu werden und dabei nicht wahnsinnig zu werden, weil auf einem für uns so natürliche Sachen wie Autos, Glühlampen oder Spaghetti einprasseln, ist schon eine großartige Leistung. Trotzdem hätte ihm doch eigentlich viel mehr auffallen müssen. Schließlich kommt er aus einer Welt ohne Strom, fließendem Wasser und anderen technischen Erfindungen. Er nimmt es als gegeben hin. Dies hat mich dann doch ein bisschen enttäuscht.

Die Suche nach der seltenen Pflanze hat sich in meinen Augen leider etwas zu sehr hingezogen. Doch wird man dafür am Ende mit einem spannenden Showdown belohnt. Zwar endet das Buch wieder mit einem kleinen Cliffhanger, doch wird man diesmal nicht so in der Luft hängen gelassen, wie bei Band 01.

Alles in allem hat mir der zweite Teil dann doch besser gefallen, vielleicht auch, weil ich mich nun etwas mehr mit Acadius identifizieren konnte.

Am Besten gefallen hat mir die Figur der Nonna, die mit ihrer resoluten Art jeden für sich einnehmen konnte.

Fazit:
Das Niveau steigert sich, ich freue mich auf den dritten Teil. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2013
Format: ebook
Printseiten: 189
ASIN: B00DVEI9UA
ISBN (Taschenbuch):  978-1490917658

s. a. Bibliografie Hilke-Gesa Bussmann

Reihenfolge
01 Der Aufbruch (Rezension)
02 Die Suche
03 Der goldene Pfeil (Rezension)

Rezension // Hilke-Gesa Bussmann - Die Legenden der Weltentaucher: Der Aufbruch (01) von SINA

Acadius ist ein Einzelgänger. Deswegen hat er es als Student an der Universität nicht gerade leicht. Seine Leidenschaft, die Alchemie, ist für ihn nicht nur ein Fach, es ist seine Bestimmung. Die geheimen Schriftrollen, die sich in seinem Besitz befinden, geben ihm die Möglichkeit, einen Trank zu brauen, der ihn in die Alte Welt zurückversetzt. Die Welt, die von allen gesucht wird. Acadius sucht die seltenen Zutaten zusammen und hier benötigt er einige Geduld, denn es gibt nicht mehr alle Pflanzen, die für den Trank benötigt werden. Sein Geheimnis ist jedoch nicht sicher, und so muss Acadius sich bald um mehr fürchten, als zornige Professoren.

Schon länger war mir die Reihe „Die Legenden der Weltentaucher“ der Autorin ein „Dorn“ im Auge. Gerade bei Facebook habe ich schon einiges mitbekommen und nun ergab sich die Chance, die Reihe einmal anzufangen.

Der Auftakt zur Reihe hat mich allerdings am Ende etwas ratlos zurückgelassen. Die Autorin geht sehr sparsam mit Informationen um. Gleich am Anfang wird man in ihre Welt „geschmissen“ und muss sich zurechtfinden. Dies gelingt auch relativ schnell nach ein paar Seiten, trotzdem fragt man sich die ganze Zeit: Wo genau bin ich? Was hat es mit allem auf sich?
Erst gegen Ende kann man sich dann denken, um was es geht. Nur um dann im zweiten Teil zu erfahren, dass man mit seinen Gedanken völlig daneben gelegen hat. Man wird quasi ins kalte Wasser geschmissen, muss sich selbst zurechtfinden und wenn man glaubt, dies zu können, sagt die Autorin „Ätschibätsch, so isses gar nicht“. Und das hat mir gut gefallen.

Acadius ist ein sehr introvertierter junger Mann, der sich am Liebsten nur seinen Studien widmen möchte, und hier insbesondere der Alchemie. Für ihn wird es fast zur Besessenheit, einen Trank zu mischen, der es ihm ermöglicht, in die Alte Welt einzutauchen. Doch gibt es die Pflanzen, die zum Brauen benötigt werden, leider nicht mehr. Und so fängt Acadius an, zu experimentieren.

Kritisch beäugt wird er dabei von den Professoren der Universität und hier insbesondere von Phobos.

Auch wenn Acadius eher etwas hochnäsig beschrieben wird, hat er doch etwas sehr sympathisches an sich. Seine zwanghafte Art bringt ihn zwar in Teufels Küche und lässt ihn Dinge machen, die er sich nie vorstellen konnte, doch ist es für mich auch ein Pluspunkt, dass er sein Ziel so stur verfolgt. Er möchte eigentlich ja nur Gutes tun, auch wenn er es falsch anpackt.

Das Ende birgt einen Cliffhanger und ich war froh, gleich den zweiten Teil zur Hand zu haben, der nahtlos an den ersten anschließt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr harmonisch. Detaillierte Beschreibungen mancher Szenen lassen einem ein gutes Bild vor Augen entstehen und so hat das Kopfkino auch einiges zu tun.

Leider gibt der etwas holprige Anfang von mir einen Punkteabzug, trotzdem lohnt es sich, bei der Stange zu bleiben und da ich gerade den zweiten Band lese, kann ich sagen, dass nun Fahrt in die Geschichte kommt.

Fazit:
Leichte Startschwierigkeiten, trotzdem eine unterhaltsame Geschichte, die noch einiges an Spannung verspricht. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2012
Format: ebook
Printseiten: ca. 80
ASIN: B008RZY05Q
ISBN (Taschenbuch): 978-1484175361

s. a. Bibliografie Hilke-Gesa Bussmann

Reihenfolge
01 Der Aufbruch
02 Die Suche (Rezension)
03 Der goldene Pfeil (Rezension)

Dienstag, 17. Februar 2015

Rezension // Oliver Wenzlaff - Galerie der Phantasten II von SINA


Werke von Meistern wie Edgar Allan Poe oder Honoré de Balzac. Die „Galerie der Phantasten“ als inszenierte Lesung mit Soundeffekten und Musik sind als Anlehnung an die Bücher und als Hommage an das Genre der Phantastik zu verstehen. Auf Folge zwei der akustischen Leckerbissen, die hier exklusiv bei Audiamo als Download angeboten wird, finden sich drei Geschichten – zwei aus den 1920er Jahren von Maurice Renard und eine von Guy de Maupassant aus dem Jahr 1887. 

Wieder hat es der Produzent Oliver Wenzlaff geschafft, mich mit seinem Hörspiel in den Bann zu ziehen. Die drei vertonten Geschichten sind düster, unheimlich und spannend.

So führen uns die Sprecher Gundi Eberhard, Thomas Schmuckert und Iris Artajo einmal mehr in eine düstere Welt voll dunkler Phantasie.

Zuerst entführt man uns auf ein Schiff, die „Essen“. Sie ist berüchtigt dafür, Schiffe abzuschießen und zum Sinken zu bringen. Als die „Essen“ eines Nachts auf einen anderen Segler trifft, traut der Kapitän seinen Augen nicht. Denn unweit von ihnen segelt „Der fliegende Holländer“.

Die zweite Geschichte handelt von einem Gemälde, dass bei einem Mann Erinnerungen auslöst, die er jedoch nicht zuordnen kann. Dies steigert sich bei ihm zu einem Wahn und so versucht seine Sekretärin herauszufinden, was es mit dem Gemälde auf sich hat.

Zum Schluss leidet man mit einem Mann, dessen Frau vor kurzem gestorben ist. Er vermisst sie sehr und versucht, mit seiner Trauer fertig zu werden. Ein Besuch auf dem Friedhof jedoch lässt ihn seine verstorbene Liebe in einem anderen Blickwinkel sehen.

Alle drei Geschichten sind gruselig, wunderbar vorgelesen und die Wendungen am Ende der Geschichten sind überraschend. Die Sprecher haben mich wieder dazu gebracht, länger im Auto sitzenzubleiben, damit ich herausfinden konnte, wie es weitergeht.

Sehr gut gefallen hat mir die zweite Geschichte über den Mann, der seine Erinnerungen an ein Landschaftsgemälde nicht zuordnen kann. Vor allem seine Sekretärin, die sich mit allen Mitteln daran versucht, herauszufinden, wo genau sich diese Landschaft auf dem Bild befindet und was es damit auf sich hat, dass der Mann sich nicht daran erinnern kann, jemals dort gewesen zu sein bzw. dass er irgendetwas damit verbindet.
Was dann passiert, ist überraschend und müsst Ihr selbst herausfinden.

Die Reihe „Galerie der Phantasten“ ist wirklich empfehlenswert, wenn man auf gruselige Geschichten steht, die in Frankreich spielen.

Fazit:
Wieder genial umgesetzt und absolut empfehlenswert. 10 Punkte.

Wer Interesse an dem Hörspiel hat, kann dies gerne http://new.audiamo.com/Hoerbuch-Verlag-Comic-Culture-Verlag.pid.9783941886148.htm herunterladen. Absolut lohnenswert.

Verlag: Comic Culture Verlag
erschienen: 2014
Spieldauer: 62 Minuten
ISBN: 9783941886315

Rezension // Ransom Riggs - Die Stadt der besonderen Kinder (02) von SINA

© Sina Frambach
Jake und seine Freunde entkommen mit knapper Not den Wights und flüchten in das Jahr 1940 nach England. Miss Peregrine, die in ihrer Gestalt als Vogel gefangen ist, ist verletzt und braucht dringend Hilfe von einer anderen Ymbrine und so machen sich alle auf nach London, denn dort soll sich Miss Wren aufhalten. Sie ist die einzige, die Miss Peregrine und den Kindern helfen kann. Doch die Wights lassen nicht locker und machen Jagd auf die besonderen Kinder.

Schon der erste Teil war sehr faszinierend, der zweite steht diesem in fast nichts nach. Man ist vertraut mit den Charakteren, teilt Freud und Leid, wobei Leid überwiegt und wünscht sich nichts sehnlicher für die Truppe, als Ruhe und Frieden. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, den sie nur gemeinsam als Gruppe bestreiten können.

sina frambach
Auf ihrem Weg nach London treffen Jakob und seine Freunde jede Menge neuer Leute. Die meisten sind ihnen wohlgesinnt, doch manche wollen auch ihren Tod. Und so müssen alle abwiegen, wem sie trauen können und wem nicht.

Es kommen einige Wendungen auf die Leser zu und mit der Fantasie des Autors ergibt dies eine wunderschöne Geschichte um Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.
Die Fotos, die in dem Buch abgebildet sind, stammen wieder aus dem Besitz von verschiedenen Menschen. Sie sind täuschend echt, doch habe ich auch hier wieder das Gefühl, dass es sich doch eigentlich um gut gemacht Fotomontagen handelt. Der Autor hat es eigentlich geschafft, um ein paar Bilder herum eine spannende Fantasygeschichte zu schreiben.

sina frambach
Trotz weniger Höhepunkte schafft der Autor es, die Spannung bis zum Ende zu halten und spinnt dann am Ende noch einen Cliffhanger mit ein, der einem nichts sehnlicher wünschen lässt, als den nächsten Band zu lesen, der aber allerdings noch nicht erschienen ist. Das genaue Datum ist auch noch nicht bekannt.

Ich freue mich auf alle Fälle auf ein Wiedersehen mit Jakob und den besonderen Kindern Emma, Bronwyn, Enoch, Millard und den anderen. Alle haben eine besondere Begabung, die mehr oder weniger nützlich ist. Aber alle sind mir ans Herz gewachsen, so auch die neu hinzugekommenen Freunde der Truppe, die durch ihre Gabe einen wertvollen Gewinn darstellen.

Wieder ist es der Schreibstil des Autors, der mich gefesselt hat. Er hat es geschafft, dass ich mich erneut so gefühlt habe, als wäre ich mittendrin.

sina frambach
Das Buch macht stellenweise etwas traurig, gerade wenn man einiges über das kriegsgebeutelte London im Jahr 1940 erfährt bzw. was die Macht der Liebe doch für eine Kraft hat, bestimmte Entscheidungen zu treffen, ohne Rücksicht auf eigene Verluste.

Fazit:
Ich warte dann mal sehnsüchtig auf den nächsten Teil. Verdiente 10 Punkte.

Verlag: Knaur
erschienen: 2015
Printseiten: 480
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-426-65358-6

s. a. Bibliografie Ransom Riggs

Reihenfolge
01 Die Insel der besonderen Kinder (Rezension)
02 Die Stadt der besonderen Kinder

Sonntag, 15. Februar 2015

Rezension // Kerstin Gier - Silber: Das erste Buch der Träume (01 - Hörbuch) von SINA

Liv und ihre Schwester sind gerade nach London gezogen und freuen sich auf nichts mehr, als endlich ein ruhiges Leben beginnen zu können. Denn so oft wie sie, ist noch keiner umgezogen. Nun scheint es so, als hätte Livs Mutter endlich ihren Traumjob gefunden und das kleine Cottage soll nun ihr endgültiges Zuhause werden. Doch es kommt anders als gedacht. Am Flughafen präsentiert Livs Mutter ihren neuen Freund Ernest und überrascht ihre Kinder damit, dass sie das Cottage nicht beziehen, sondern mit Sack und Pack bei Ernest einziehen werden. Und dann ist da auch noch der Junge mit den verwuschelten Haaren namens Henry, Livs „Stiefbruder“ Greyson, der hübsche Arthur und der etwas verpeilte Henry, die sie in ihren Träumen heimsuchen und irgendwas über Dämonen quatschen. Und immer ist da diese grüne Tür mit dem Eidechsentürknauf. Und wie kommt es, dass die anderen über ihre Träume Bescheid wissen? Und Liv auch weiß, was die anderen träumen? Fragen über Fragen und dann taucht auch noch eine Annabelle auf und bringt sie total durcheinander...

Schon das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und als Auffrischung und nochmalige Vorfreude auf den dritten Band habe ich mir das Hörbuch zum ersten Teil besorgt. Und sofort war ich wieder mittendrin in Liv Silbers Träumen.

Simone Pahl hat eine sehr fesselnde Art, die Geschichte vorzulesen und gab den einzelnen Figuren auch eine individuelle Stimmfarbe, so dass man gleich wusste, welche Figur gerade „spricht“. Mit ruhigen Tönen und dem „Aufbäumen“ an den richtigen Stellen war man mittendrin.

Den zweiten Teil werde ich mir demnächst anhören und freue mich schon auf ein Wiederhören mit Simone Pahl.

Die Geschichte an sich ist spannend, an manchen Stellen etwas verwirrend, doch am Ende versteht man alles richtig und über den Cliffhanger müsste man sich eigentlich ärgern. Doch macht dieser unheimliche Lust darauf, den zweiten Teil zur Hand zu nehmen.

Als Auffrischung sehr gut geeignet, vor allem, da es sich um die ungekürzte Version handelt und damit nichts ausgelassen wird.

Fazit:
Das Hörbuch lädt zum Träumen ein. Von mir gibt es 8 Punkte.

Verlag: argon Hörbuch
erschienen: 2013
Dauer: 9 Std. 35 Min.
Format: 8 CD's
Fassung: ungekürzt
ISBN: 978-3-8398-4050-4

Rezension // Joanne K. Rowling - Harry Potter und der Gefangene von Askaban (03) von SINA


© Sina Frambach
Harry muss die Sommerferien wieder zu Hause bei seiner Tante und seinem Onkel verbringen. Nun hat sich auch noch ein weitere schreckliche Verwandte angekündigt und Harry weiß, dass er sich sehr zusammenreißen muss, um nicht aufzufallen. Doch es kommt, wie es kommen muss. Harry benutzt verbotenerweise einen Schwebezauber, packt seine Siebensachen und verschwindet in Richtung London in die geheime Winkelgasse. Eigentlich droht ihm ein Schulverweis, doch Harry wird zu seiner Überraschung mit Wohlwollen in der Schule aufgenommen. Er bekommt heraus, dass dies alles mit dem aus dem Gefängnis von Askaban ausgebrochenen Verbrecher Sirius Black zu tun hat. Dieser ist hinter Harry her, aber dieser weiß nicht, warum. So stellt er Recherchen an und kommt hinter Geheimnisse, die ihn an vielem zweifeln lassen. Ist Sirius wirklich böse? Und wer ist Professor Lupin, der ihm Ratschläge erteilt und meint, er solle auf sich aufpassen?

Man merkt, dass die Autorin ab dem dritten Band deutlich mit der Komplexität der Geschichte anzieht, immer mehr neue Stränge hineinflicht und versucht, einen deutlichen roten Faden zu weben, der sich dann durch die restlichen Bücher zieht.

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Auch die Charaktere werden erwachsener, obwohl sie ja doch erst 13/14 Jahre alt sind. Doch haben sie schon zu viel durchmachen müssen, um eine beschauliche Kindheit zu leben.

Harry vor allem, der innerlich sehr zerrissen ist. Diese Zerrissenheit ist sehr deutlich und ich bin froh, dass er seine Freunde an der Seite hat. Gerade Hermine, mit ihrer ruhigen, besinnlichen Art, die Harry immer wieder auf den Boden der Tatsachen holt und Ron, der mit seiner flapsigen Art den Gegenpol zu Hermine darstellt und Fünfe auch mal gerade sein lässt.

Die Mischung dieser verschiedenen Figuren bildet dann rundum ein stimmiges Bild und so kann man sich einfach fallen lassen. Dies auch bei dem mehr als wunderbaren Schreibstil der Autorin.

Auch wenn es düsterer wird, so bleibt das Buch doch noch kindgerecht, was sich dann leider im Laufe der Reihe ändert. Deswegen sollte man die ganze Reihe erst ab 12 Jahren anfangen. Denn wenn es einem gefällt, lässt man sich sicherlich nicht davon abschrecken, dass es ab Band 04 einfach düsterer, erwachsener und vor allem etwas brutaler wird.

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Im dritten Teil der Reihe erfahren wir einiges über Harrys Familie, es gibt viele Hintergrundinformationen, die es möglich machen, sich noch mehr in Harry hineinzuversetzen. Die Mitleidsschiene wird meiner Meinung nach etwas hoch gefahren, aber trotzdem passt es so, wie es ist.

Sehr gefallen hat mir Sirius Black. Ich mag ihn recht gerne und durch den Film habe ich da auch ein sehr genaues Bild von ihm im Kopf. Gary Oldman war meiner Meinung nach einfach die perfekte Besetzung. Genau wie Alan Rickman für Professor Snape, der auch eine der Figuren ist, die ich sehr mag.

Fazit:
Band 03 steht seinen Vorgängern in nichts nach und erhöht noch mal etwas das Niveau der Reihe. Wieder 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 1999
Printseiten: 448
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-551-55169-6

s. a. Bibliografie Joanne K. Rowling

Reihenfolge
01 Harry Potter und der Stein der Weisen (Rezension)
02 Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Rezension)
03 Harry Potter und der Gefangene von Askaban
04 Harry Potter und der Feuerkelch (Rezension)
05 Harry Potter und der Orden des Phönix (Rezension)
06 Harry Potter und der Halbblutprinz
07 Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Dienstag, 10. Februar 2015

Rezension // Robert Kirkman - The Walking Dead (01) von SINA

© Sina Frambach

 Philip Blake versucht zusammen mit seinem Bruder Brian, seiner Tochter Penny und zwei Freunden vor dem Grauen zu fliehen, dass die Menschheit seit Kurzem bedroht. Schreckliche Wesen, die sich auf Menschenfleisch stürzen, verfolgen sie. Nur kurze Zeiten bleiben ihnen zur Erholung, bis sie wieder eingeholt werden. Der Kampf um das Überleben nimmt unvorstellbare Ausmaße an. Die Zombies sind aber teilweise die kleinere Bedrohung, denn die Überlebenden kämpfen mit allen Mitteln. Jeder ist sich selbst am nächsten...

Die Fernsehserie „The Walking Dead“ gehört neben „Game of Thrones“ zu meinen Lieblingsserien. Denn sie ist in meinen Augen einfach genial gemacht. Dies aus dem Grund, da das Hauptaugenmerk nicht auf den Beißern liegt, sondern auf den Menschen, die in ihrem Kampf ums Überleben zu Mitteln greifen müssen, die für manchen unvorstellbar sind, aber in diesem besonderen Fall doch auch ein gewisses Maß an Verständnis aufbringt.

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So ist es auch in dem Buch zur Serie. Aber anders als in der Serie, geht es in dem ersten Teil der Reihe um Philip Blake, seine Tochter Penny und seinen Bruder Brian. Die drei versuchen sich zu einem Flüchtlingslager durchzuschlagen. Auf ihrem Weg dorthin stellen sich einige Probleme, die sie zu lösen haben.

Dabei sind es aber nicht nur die Beißer (Zombies), die ihnen das Leben schwer machen, sondern auch teilweise andere Überlebende. Es ist eine Zeit angebrochen, in der man nicht so leicht Vertrauen schenken kann und sich selbst am nächsten ist.

Philip ist kein einfacher Mensch, schon vor der Apokalypse war er das nicht. Trotzdem hat er es geschafft, sich ein normales Leben aufzubauen. Frau, Kind und ein Häuschen. Doch nach dem Tod seiner Frau ging es bergab mit ihm. Nur seine Tochter Penny hält ihn aufrecht, aber auch nicht immer. Und als auch noch die Zombieplage auftritt, verändert er sich zusehends. Er wirkt sehr unsympathisch, lässt sich fast nichts sagen und gibt Befehle, die befolgt werden müssen.
Sein Bruder Brian ist das genaue Gegenteil. Er kuscht, ist kein Anführertyp und verbringt seine Zeit lieber damit, sich um Penny zu kümmern, als Entscheidungen zu treffen.

Dieses ungleiche Brüderpaar gerät mehr als einmal aneinander. Die Endzeitstimmung ist dabei auch ein ausschlaggebender Punkt.

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Der Autor hat diese Stimmung sehr gut eingefangen. Auch merkt man, dass ihm sehr daran gelegen ist, mehr das Zwischenmenschliche zu erörtern, als den Angriff der Beißer. Der Schreibstil wirkt sehr ruhig, es wird sehr detailliert beschrieben (insbesondere bei Beißer-Angriffen) und die düstere Stimmung zieht sich bis zum Ende hin. Trotzdem bleibt es hochinteressant und spannend.

Da die Figuren zum Teil auch in der Fernsehserie auftauchen, hatte ich ein Bild der Protagonisten im Kopf, der einiges zu tun hatte. Hier ist eine gelungene Verbindung zu der Serie entstanden.

Die interessante Herangehensweise an das Thema ist sehr empfehlenswert und so kann ich den Auftakt zu der Reihe nur Wärmstens empfehlen.

Fazit:
The Walking Dead in geschriebener Form – geniale Umsetzung. Von mir gibt es 10 Punkte.

Verlag: Heyne
erschienen: 2012
Printseiten: 441
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-453-52952-6







Rezension // Joanne K. Rowling - Harry Potter und die Kammer des Schreckens (02) von Sina

© Sina Frambach

Harry kann es kaum erwarten, wieder nach Hogwarts zurückzukehren. Doch kaum dort angekommen, geht Angst und Schrecken dort um. Jemand oder Etwas versteinert Schüler und schreibt Botschaften an die Wände. Schon bald finden Harry, Ron und Hermine heraus, dass die Kammer des Schreckens geöffnet wurde, wie schon mal 50 Jahre zuvor. Und dies kann nur ein Erbe Slytherins. Hat Voldemort seine Hände im Spiel?

Das Phänomen Harry Potter geht in die zweite Runde. Und gleich von Anfang an fühlt man wieder mit Harry mit. Seine trostlosen Sommerferien zu Hause bei seiner Tante und seinem Onkel führen dazu, dass Harry sich wieder Gedanken darum macht, wie er wohl am Besten nie wieder zu ihnen zurückkehren muss und seine Ferien auch in Hogwarts verbringen darf.

sina frambach
Doch es kommt natürlich alles anders, als gedacht und schon steckt Harry wieder mitten in einem großen Abenteuer. Und seine Ermittlungen führen zu Ergebnissen, die er gar nicht so gerne erfahren hätte.

Schnell ist man mitten im Geschehen und die fesselnde Art der Autorin macht es einem fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Man muss der Geschichte folgen, sich darin verlieren und hofft und bangt mit.

Auch wenn es einige kleine Logikfehler gibt, die mir ehrlich gesagt beim ersten Lesen vor zig Jahren nicht aufgefallen sind, ist es doch wieder faszinierend, welch wunderbare Welt von Joanne K. Rowling geschaffen wurde. Die Ideen sind und bleiben einfach einzigartig.

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Die komplette Reihe ist natürlich genial, doch hat mir neben Band 04 der zweite Teil am Besten gefallen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass sich Harry, Ron und Hermine mittlerweile schon besser kennen, sich gegenseitig vertrauen können und nun auch mal ihre Meinung kundtun.

Man freut sich auf die nächsten Abenteuer mit den drei und ist froh, dass noch weitere fünf Teile folgen.

Fazit:
Harry Potter, Ron Wesley, Hermine Granger - so macht Fantasy Spaß. 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 1998
Printseiten: 352
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-551-55168-9 

s. a. Bibliografie Joanne K. Rowling

Reihenfolge
01 Harry Potter und der Stein der Weisen (Rezension)
02 Harry Potter und die Kammer des Schreckens
03 Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Rezension)
04 Harry Potter und der Feuerkelch (Rezension)
05 Harry Potter und der Orden des Phönix (Rezension)
06 Harry Potter und der Halbblutprinz
07 Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Freitag, 6. Februar 2015

Rezension // Anna Todd - After Passion von SONJA

© Sonja Kochmann

Tessa freut sich auf die Uni. Sie hat viel und hart dafür gearbeitet, um dort ihrem Ziel, irgendwann als Lektorin arbeiten zu können, näher zu kommen. Als sie im Studentenwohnheim eine ganz besondere Mitbewohnerin mit speziellen Freunden antrifft, ahnt sie nicht, was in den nächsten Wochen für ein Gefühlschaos über sie herein brechen wird.

Tessa, die eigentlich Theresa heißt (was das Ganze noch mehr unterstreicht) ist anfänglich die typische durchorganisierte Streberin. Sie liebt Bücher, ihren Freund und ihre Mutter. Ja für die tut sie alles. Sie unterwirft sich ihren Vorgaben, um harmonisch leben zu können.

Als Tessa aus den heimischen vier Wänden heraus kommt, entwickelt sie sich sofort weiter. Sie probiert enge Jeans, Pumps und Make up aus und als der junge Wilde namens Hardin sie ständig herausfordert, kann sie sich seiner magischen Anziehungskraft nicht widersetzen.

Doch Hardin bietet mehr. Er hat tief verborgene Geheimnisse und scheint verletzlich.

Beide liefern sich Seite um Seite einen regen Schlagabtausch, so dass man trotz der massiven Seitenanzahl das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Wobei ich an dieser Stelle kurz auf den flüssigen und lockeren Schreibstil der Autorin eingehen möchte: Man merkt kaum, wie die Kapitel an einem vorbei ziehen. Diese lockere Art habe das letzte Mal bei dem Pärchen aus der Obsidian-Reihe vorgefunden; auch wenn hier natürlich kein Fantasy mit hineinspielt, sondern eher die Erotik.

Denn wenn es zwischen zwei Charakteren so knistert, bleibt dies nicht aus. Die Sexualität von Tessa muss erst gefunden werden und wird wahrlich langsam aus ihr herausgekitzelt. Diese Szenen fand ich sehr gut gelungen und habe ich in dieser Form tatsächlich noch nicht gelesen.

Die verborgenen Geheimnisse bieten ordentlich Zündstoff, so dass ich mich auf die drei angekündigten Folgebände ordentlich freue.

Obwohl das Buch wie ein schwarzer Backstein wirkt, ein locker leichtes Leseerlebnis für tatsächlich nur 3 Abende! Volle Punktzahl!

(Anmerkung: Leider nimmt die schwarze Beschichtung Fingerabdrücke an, so dass das wunderschöne Ornamentecover bei mir schon ein bisschen verhunzt aussieht, obwohl ich ein vorsichtiger Leser bin.)

Verlag: Heyne
erschienen: 2015
Seiten: 704
ISBN: 978-3453491168