Dienstag, 22. November 2016

Lesung // Geneva Lee - Royal Passion von SONJA

© Sonja Kochmann

Geneva Lee begleitet mich inzwischen fast 12 Monate durch meinen Lesealltag und ist nicht mehr wegzudenken.

Ihre Bücher sind erotisch, romantisch und spannungsgeladen. Postet man bei facebook oder instagram eine Rezension oder ein Bild zu ihren Büchern bekommt man meist innerhalb kürzester Zeit ein Feedback. Daher war ich gespannt auf diese Autorin, die zusammen mit Irina von Bentheim, der deutschen Stimme von Carrie aus Sex and the City, auf Lesereise gegangen ist.


© Sonja Kochmann

Bereits die ersten Minuten mit den beiden Damen waren hervorragend. Es war als ob ein Saal voller Frauen (plus zwei Quotenmänner/Begleiter) zu einer Art Kaffeekränzchen zusammen saßen. Es wurde gelacht und gegluckst und mehr als einmal über S E X und Co. gesprochen. Die Herren dürften so einiges dazugelernt haben.


© Sonja Kochmann

Bei Geneva Lee handelt es sich um ein Pseudonym, was angesichts des prüden Amerikas durchaus Sinn macht. Sie hat zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Da sie überall schreibt und dafür sowohl PC, Papier oder Diktiergerät nutzt, muss sie allerdings inzwischen ein wenig aufpassen, denn beim Diktieren lebt sie die Szenen aus. 
Sie erklärte auch mit einem pikanten Lächeln, dass die Sexszenen alle dem nachempfunden sind, was sie selbst schon einmal erlebt hat. Mit zwei Einschränkungen, sie war leider bislang noch nie im Buckingham Palace und es war ein Jeep kein Bugatti! Alles klar?! 

Manchmal verliebt sie sich beim Schreiben in ihre Protagonisten. Dann freut sich ihr Mann besonders, da alle wissen, dass die Geschichte dann funktioniert.

Aus Kostengründen veröffentlicht Geneva Lee in Amerika ihre Bücher im Selbstverlag. Dabei wird sie von Ihrer Schwester und von ihrem Mann unterstützt. Über die funkelnden Cover aus Deutschland vom Blanvalet Verlag freut sie sich besonders, da das Budget in Amerika so etwas nicht hergebe.


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

Wir erfuhren, dass Alexander gedanklich an das Model David Ghandy angelehnt wurde. Da Geneva Lee bereits ahnte, dass wir deutsche Leserinnen ihn nicht kennen, wurden wir gleich aufgefordert, die Handys zum Googeln zu zücken. Jaaaaaaa.....kann man so genehmigen.

Wir erfuhren auch, dass Geneva Lee eine nicht abschließbare Box mit Sexspielzeug (museumsartig und natürlich zu Recherchezwecken über Jahre angesammelt) während ihrer Lesereise zurückgelassen hat. Das Pikante dabei: Ihre Mutter hütet ihr Haus und ihre Kinder. Doch sollte sie da hineinschauen, ist dies die Strafe für die Wahl von Donald Trump.

Wer Geneva Lee auch stets aktuell und frei erleben will, sollte in die facebook Gruppe "Geneva Lee's Love" eintreten. Ich habe es noch während der Lesung beantragt und wurde auch noch während der Lesung bestätigt. Die Helferlein sind also sehr aktiv. Hier sieht man auch einige Fotos von dem besagten Herrn.  :)


© Sonja Kochmann
Die deutschen Passagen wurden wie bereits oben erwähnt von der deutschen Stimme von Carrie aus Sex and the City, Irina von Bentheim, gelesen. Bereits bei der Begrüßung mussten einige Zuhörerinnen schmunzeln, da diese Stimme doch sehr präsent ist. Als es jedoch an den Text ging, gab es eine witzige Reaktion:













Videos - © Sonja Kochmann

Der Abend hätte noch Stunden andauern können. Auch beim Signieren und Foto machen (mit Krönchen) wurde noch viel gelacht. Was u.a. auch am spendierten Sekt von Hugendubel lag. 


© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann

Rezension // Sebastian Fitzek - Das Paket von SONJA


Psychiaterin Emma ist schwer traumatisiert. Nach einer Vergewaltigung und Kopfrasur durch den Serienvergewaltiger "Der Friseur" verlässt sie ihr Haus kaum noch. Sie hat Angst vor ihren Mitmenschen und fürchtet, dass der Täter ihr irgendwann wieder auflauert.

Eines Tages gibt der Paketbote ein Paket für einen Nachbarn ab. Der Name des Nachbarns ist ihr völlig unbekannt, obwohl sie seit Jahren in der Straße wohnt. Gebeutelt durch ihre Paranoia, fällt es schwer den Alltag zu bewerkstelligen. Oder geht von dem Paket und dessen Eigentümer doch eine Bedrohung aus?

Bereits vor dem Erscheinen des Buches habe ich in einem stillen Moment den Buchtrailer angeschaut. Still war vermutlich der große Fehler, denn danach hatte ich erst einmal einen erhöhten Pulsschlag. Aber seht doch selbst rein


Folgende Links kennzeichnen wir gemäß  § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:
 (https://www.youtube.com/watch?v=qp-X0Clgeoc).

Doch nun zum Buch. Betrachten wir es doch einmal von Außen. Die Aufmachung ist genial. Harte Pappe und ein Karton zum Drumherum falten. Wie ein echtes Paket. Ein echte Hingucker.

Und was steckt drin? Jede Menge Nervenkitzel: Die Psychiaterin Emma ist eine interessant gelungene Protagonistin. Aufgrund von prägenden Kindheitserlebnissen ergreift sie den Beruf der Psychiaterin. Durch ihre Fachkenntnisse weiß sie, dass sie durch ihr Trauma Paranoia entwickelt. Dennoch kann sie rationales Denken und die blanke Panik nicht von einander Trennen. Dieser Zwiespalt zerreißt sie fast und lässt den Leser bei dem Verwirrspiel mitfiebern.

Sebastian Fitzek ist wieder Meister der Verwirrspiele: Was ist Realität? Wo ist die echte Bedrohung? Seite um Seite saß ich bangend auf der Couch und versuchte herauszufinden, wer der armen Emma großes Leid und seelische Qualen zu fügen will. Wer nach 200 Seiten meint alles zu wissen, der irrt sich gewaltig. Fitzek like gibt es die Auflösung erst auf den letzten Seiten mit einem echten Herzschlagfinale. Volle Punktzahl.

Verlag: Droemer HC
erschienen: 2016
Seiten: 368
ISBN: 978-3426199206


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann
Den Bericht zur Jubiläumsshow gibt es auch hier auf dieser Seite.

Bericht // Sebastian Fitzek - 10 Jahre Fitzek Show (Hannover) von SONJA



© Sonja Kochmann
Sebastian Fitzek......mittlerweile ist der Name nicht mehr von den Bestsellerlisten wegzudenken. Doch dahinter steckt eine Menge Arbeit.
Nicht "nur" das stetige Schreiben und Entwickeln von Buchideen auch die ständige Präsenz auf Messen, Lesungen und online auf facebook und Co.

Doch dieser sympathische Autor hat sich zu Recht seinen Platz erkämpft und so bestellte ich bereits vor über einem Jahr Karten für seine Jubiläumsshow in Hannover.

Ich war gespannt. Obwohl ich bereits auf einer Lesung war (Bericht HIER) konnte ich mir nicht vorstellen, wie sich denn die Jubiläumsshow davon unterscheiden sollte. 


© Sonja Kochmann
Eine Herausforderung war auf jeden Fall, dass es im Theater am Aegi keine festen Sitzplätze gab und man rechtzeitig da sein musste. Alle wollen Fitzek und alle wollen einen guten Platz.

Gleich am Anfang wurde das Publikum zur Paketeröffnung mit eingebunden. 


© Sonja Kochmann
Das Bühnenbild war wie ein aufgeklapptes Buch gestaltet und konnte je nach Programmpunkt angepasst werden.


© Sonja Kochmann
Musikalisch wurde der Abend durch die Band "Buffer Underrun" untermalt. Was gefühlvoll und bebend je nach Szene in die Magengrube ging. Witzig war hier auch die Demonstration, das Cover und Musik eine Buchszene völlig anders präsentieren können.


© Sonja Kochmann




Video - © Sonja Kochmann 


Im Laufe des Abend erfuhren wir Familiäres und Einiges aus 10 Jahren Autoren Dasein. Dabei war Sebastian Fitzek nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum unterwegs. Seit diesem Abend hab ich auch einen höllischen Ohrwurm "Who the fck is ftzk"! Schön des es davon so viele Zeilen zum Singen gab. Ein schöner Abend. Auf die nächsten 10 Jahre, Sebastian!


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

Montag, 21. November 2016

Rezension // Joy Fielding - Die Schwester von SONJA


Während eines Dinners wird die kleine Samantha aus ihrem Bettchen in einem Hotelzimmer entführt. Für die Familie bricht eine Welt zusammen. 15 Jahre später erhält Caroline einen Anruf von einer jungen Frau, die vermutet, die entführte Samantha zu sein.

Ist dies ein schlechter Scherz? Ein PR Gag? Oder besteht die Chance.....

Ich habe das Buch schon vor der Lesung begonnen. Bereits die ersten Seiten waren für mich als junge Mutter sehr aufwühlend.

Joy Fielding liefert hier keinen blutrünstigen Roman ab. Es ist ein Roman, der mit den tief verwurzelten Ängsten von Eltern spielt.

Inspiriert von dem derzeit bekanntesten Entführungsfall "Maddie" zeigt die Autorin die Gefühlswelt der Mutter auf, die durch die Medien die Rolle der "schlechten Mutter" verpasst bekommt. Ihr Umfeld: ihr Mann, ihre ältere Tochter, ihre Mutter, ihr Bruder, Ihre Freunde und auch ihr Arbeitgeber reagieren unterschiedlich.
Die Reaktionen sind durch Dialoge und Situationen anschaulich dargestellt und gehen unter die Haut. Ich musste das Buch sogar zwischenzeitlich aus der Hand legen, da es mir schlaflose Nächte bereitet hat.

Das Buch berichtet hauptsächlich über die Mutter Caroline, deren Leben durch den Verlust in Trümmern liegt und die Schwester Michelle, die ihr Leben im Schatten der entführten Schwester führt.

Das Buch ist mit 448 Seiten kein dünnes Buch, aber die Seiten lesen sich schnell dahin, da Joy Fielding durch kapitelweise Zeitsprünge es schafft, das Geschehen und die Entwicklungen abwechselungsreich darzustellen.

Ich möchte nicht zuviel verraten, doch das Buch findet für Caroline und Michelle ein akzeptables Ende, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass dies so passieren könnte...aber egal, wie wahrscheinlich ist die Entführung des eigenen Kindes...diese Statistik möchte ich nicht testen....9 von 10 Punkten für diesen Elternschocker.

Verlag: Goldmann
Erschienen: 2016
Seiten: 448
ISBN: 978-3442312726


© Sonja Kochmann



Lesung // Joy Fielding - Die Schwester von SONJA

© Sonja Kochmann


Joy Fielding gehört für mich zu den besten Thrillerautoren, die es gibt. Mein erstes Buch von Ihr war natürlich "Lauf, Jane, Lauf!" so machte ich mich zur Lesung von Joy Fielding mit Margarete von Schwarzkopf und Suzanne von Borsody auf.


© Sonja Kochmann


Im Laufe des Abends erfuhren wir, dass die Inspiration für dieses Buch tatsächlich von dem realen Entführungsfall Maddie McCann stammt. Sie nutze diese in den Medien nach wie vor präsente Tragödie, um ihre eigene Story zu kreieren.


© Sonja Kochmann


Die Mutter Caroline aus dem Buch "Die Schwester" entspricht in vielen Punkten ihren typischen Protagonistinnen: ein gebrochener Charakter, der sich wiederfinden muss und der in der Geschichte lernt.

Caroline bekam durch die Lesung eine besondere Farbe durch die herausragende Stimme von Suzanne von Borsody. Nicht nur das der Text mit seinen Emotionen unter die Haut ging - nein - auch die geniale Stimme sorgte für Gänsehaut.






Videos - © Sonja Kochmann



Die schwierige Großmutter Mary hat übrigens ihr Vorbild in der 97jährigen Großmutter der Autorin gefunden. Die offensichtlich einen massiven prägenden Eindruck bezüglich mütterlichen Rollen hinterlassen hat.

Joy Fielding ist selbst Mutter von zwei Töchtern und fand das Thema Mutter/Tochter Beziehung wichtig. Ihre eigene Mutter starb früh mit 62 Jahren und sie selbst vermisste diese Verbundenheit in den Jahren nach deren Tod. Ihre älteste Tochter ähnelt in einigen Zügen übrigens der Schwester Michelle.

Der Abend war wundervoll und einprägend. Vielen Dank an die Organisatoren. Eine kleine Anekdote am Schluss: Wusstet ihr das Joy Fielding als junge Schauspielerin in "Rauchende Colts" mitgespielt hat?


© Sonja Kochmann

Rezension // Sylvia Day - Crossfire: Vollendung von SONJA


Eva und Gideon. Sie streiten, planen und lieben. Sie versuchen ihr Leben zu ordnen und in den Griff zu bekommen. Doch erneut hindern diverse Vorkommnisse die beiden einen gesunden Rhythmus für ihr Leben zu finden.

Eva und Gideon. Gideon und Eva. Ein Paar was mich einige Lesestunden und Nerven gekostet hat. Manche Passagen der Vorbände fand ich zulang. Die Entwicklung der Charaktere zu stockend. Aber da ich dieses Pärchen faszinierend fand, las ich weiter.

Als nun dieser Abschlussband eingetrudelt ist, bekam ich erst einmal einen Schock. 544 (!) Seiten - puh - . Aber ich wurde bereits bei den ersten Seiten mehr als positiv überrascht. Gideon und Eva machen eine positive Entwicklung miteinander durch. Die Gemeinheiten des Schicksals werden, bis auf ein paar kleine Ausreißer von Gideon, gemeinsam gemeistert und es ergeben sich teilweise witzige Dialoge. Die Positionen in ihrer Ehe werden verbal ausgefochten und auch der attraktive Anwalt Arash kann seinen Senf dazu geben. (Dies sind die besten Szenen im Buch.) Eva weiß sich auch zu wehren, so setzt sie Sexentzug gegen ihren Alphamann gekonnt ein, um die Stimmung vor dem großen Fest anzuheizen.

Die dramatischen Entwicklungen liefern der Autorin geschickt die Grundlage für die notwendigen Veränderungen in Evas und Gideons Leben. Dennoch hätte es vielleicht doch ein klein bisschen weniger dramatisch verlaufen können. 9 von 10 Punkten für den überraschend spannenden und gefühlvollen Abschluss der Reihe.


Verlag: Heyne
erschienen: 2016
Seiten: 544
ISBN: 978-3453545809
© Sonja Kochmann




Bericht // Messeimpressionen - Frankfurt 2016 von SONJA

Ja, Frankfurt...ich war dabei und habe viele Leute gesehen, getroffen und kennengelernt. Danke dafür. 
Da ich krankheitsbedingt nicht früher einen Bericht schreiben konnte, entfällt er, denn inzwischen dürften alle, die sich für die Messe interessieren so ziemlich alles gelesen haben. Einige Impressionen will ich an dieser Stelle aber dennoch zeigen.....


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

Bildunterschrift hinzufügen


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann



Bis zum nächsten Jahr.

Dienstag, 15. November 2016

Rezension // Audrey Carlan - Calendar Girl - Begehrt: Juli/August/September von SONJA


Mia muss weiter das Geld für den Kredithai aufbringen und tritt trotz ihrer psychischen Blessuren den nächsten Auftrag als Escortgirl an: eine Rolle in dem Musikvideos des heißen Latin-Lovah. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse im August: Sie soll die verloren geglaubte Schwester in einem Erbfall mimen, doch da steckt mehr dahinter, ihr Vater schwebt in Lebensgefahr....und.....

Kennt ihr diesen Spruch auf facebook, in dem sinngemäß drin steht, dass man bei einem guten Buch in einem echten Dilemma steckt? Man möchte zum einen es schnell gelesen haben, weil man unbedingt wissen muss, was mit der Heldin passiert und wie es weitergeht und zum anderen darf es doch nicht so schnell vorbei sein!!!

Ok, das hatte ich bislang noch nie, aber hier war es so. Ich habe mir das Buch ganz brav eingeteilt, weil es mir tatsächlich so erging. Bis....und dann habe ich es einfach so weggelesen und der nächste finale Teil ist noch nicht draußen    :(

Audrey Carlan schafft es, abwechslungsreich die Handlung um ihre Protagonistin Mia zu flechten. Die Gute hat es bei ihren Einsätzen als Escortgirl wirklich nicht leicht. (An dieser Stelle weise ich daraufhin, unbedingt die Vorbände zum besseren Verständnis zu lesen. Ihr verpasst sonst wirklich was, Mädels.)

Vom Drama des Vorbandes gezeichnet, trifft Mia im Juli auf Latin-Lovah, einen wie sie selbst zugibt "Mokkagott" (Eine Bezeichnung, die ich irgendwie witzig und passend fand. Mal eine echte Abwechselung.) Die beiden proben mit viel aufgeladener Stimmung für ein heißes Musikvideo und...ätsch...mehr verrate ich nicht. Der Text ist hier und da mit spanischen Sätzen und Einwürfen gespickt, was zwar zur Stimmung der Szene passte, aber ein bisschen den Reiz verlor, weil man aufgrund der Menge nicht alles herauslesen konnte, da keine Fußnoten dabei waren. Der Einsatz eines Sprachjokers (liebe Grüße) ergab, dass es wohl sehr umgangssprachliche Bezeichnungen zum Teil waren und auch der Sprachjoker durch dieses Buch an Wortschatz hinzugewonnen hat  ;)

Wes spielt in Mias Leben weiterhin eine wichtige Rolle und kommt wieder ordentlich zum Einsatz. Obwohl sich ab August die Dinge regelrecht überschlagen. In manchen Punkten dachte ich handlungstechnisch "Das ist jetzt aber zuviel des Guten" aber es hat gepasst. Und ich möchte nach diesem massiven Handlungsereignissen unbedingt und dringend den finalen Band lesen! Volle Punktzahl mit Sternchen.


Verlag: Ullstein Taschenbuch
erschienen: 2016
Seiten: 400
ISBN: 978-3548288864

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Donnerstag, 10. November 2016

Bericht // Buchmesseninterview mit Ursula Poznanski und Arno Strobel - Anonym von Sonja

© Sonja Kochmann


"Anonym" ist nun das zweite Buch des Autorenduos Ursula Poznanski und Arno Strobel. Bereits das erste Buch "Fremd" zeichnete sich durch den spannungsgeladenen Perspektivwechsel aus, der inzwischen ein Markenzeichen der beiden Autoren geworden ist. Auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich Gelegenheit, die Autoren zu treffen und es ergab sich ein interessantes Gespräch.


© Sonja Kochmann


Die Idee für die gemeinsame Zusammenarbeit entstand auf der Buchmesse in Frankfurt und wurde schließlich in Leipzig umgesetzt. Da das erste Buch anfänglich nur als eine Art "Idee" geschrieben wurde, gab es hier keinen Zeitdruck. Erst gegen Ende, als ein Verlag gefunden und die Abgabefrist näher rückte, wurde etwas schneller geschrieben. (Man beachte hierbei bitte die Besonderheiten, mit denen die beiden sich herumschlagen mussten. Zu finden im Bericht zur Lesung zu "Fremd".) So wurde "Anonym" inzwischen tatsächlich schneller und routinierter geschrieben.


2015
© Sonja Kochmann

2015
© Sonja Kochmann


Beide haben mittlerweile auch einen eigenen Hashtag. Schaut mal unter Instagram und Co. unter #stroblanski. Nach mehreren Varianten mit den Vornamen der beiden setzte sich dieser der Lektorin Katharina durch.

Das Buch spielt in Hamburg und beschreibt auch schön einige örtliche Begebenheiten. Da Ursula Poznanski mit ihrer Familie in der Nähe von Wien und Arno Strobel mit seiner Familie in der Nähe von Trier leben, wurden diverse Recherchereisen nach Hambrug genutzt. Denn nicht alles kann über den bunten Emailverkehr geklärt werden. Manche Abstimmungen müssen persönlich laufen. Für Adressen von Wohnanschriften hat Ursula Poznanski jedoch einen Trick. Sie verwendet immer eine Börse für Mietwohnungen, um die "richtige" Wohnung für den passenden Stadtteil zu finden. Na? Schon jemand geschaut, ob er die Wohnung von Nina inzwischen angemietet hat?  ;)

Obwohl Daniel Buchholz und Nina Salomon ein sehr gelungenes Ermittlerduo geworden sind, steht bislang nicht fest, ob es ein Wiedersehen mit den beiden Polizisten aus Hamburg geben wird. Denn beide Autoren haben ihre Verträge erfüllt und sind derzeit an keine Projekte gebunden. 

Beide Autoren sind sehr präsent auf facebook und so habe ich die Frage gestellt, wie weit unsere Gesellschaft von Morituri entfernt ist. Beide haben die Ansicht, dass die Hemmungen im Netz quasi nicht mehr existent sind. Es wird gepostet, gehetzt und sämtliche Werte und Normen außer Acht gelassen. Lediglich die Angst vor der Strafverfolgung hält manche zurück. Dies ist mehr als erschreckend.

Vielen Dank an die Autoren und an den Rowohltverlag für die Möglichkeit des Gespräches und ich hoffe dennoch auf eine Möglichkeit mehr von den beiden Autoren in dieser Kombination zu lesen.



2015
© Sonja Kochmann