Dienstag, 19. Januar 2016

Rezension // Jennifer Niven - All die verdammt perfekten Tage von SONJA


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Quelle: Limes


INHALT:

Die Jugendlichen Finch und Violet treffen sich nicht irgendwo und irgendwann: nein, beide wollen sterben und stehen auf dem Dach des Glockenturms. Doch der Blick nach unten und der in das Gesicht des anderen lassen Zweifel aufkommen. Sie steigen hinunter und werden aufgrund eines Schulprojektes gezwungen, gemeinsam Orte ihrer Umgebung aufzusuchen und zu dokumentieren.

Dabei lernen sie einander und ihre Beweggründe kennen. Die Dinge ändern sich. Gefühle entstehen. Kann das den Wunsch zu sterben, auslöschen?

FAZIT:

Das Buch behandelt ein schweres Thema: Selbstmord und noch dazu bei Jugendlichen. Ein Thema, was man nicht unbedingt mit leichtem Herzen angeht. Doch Finch übernimmt eine Starthilfe für den zögernden Leser. Denn er beginnt das Buch mit einem Redeschwall, in dem er dem Leser quasi alle Gedankengänge offenbart, die er in dem ersten Moment auf den Glockenturm hat. Interessanterweise sind dabei auch komische Aspekte und der Leser erfährt im Verlauf des Buches, dass Finch trotz seines Kummers eine lustige und offene Seite an sich hat, mit der er Violet gerade zu mitreißt.

Die zögerliche Violet und der impulsive Finch haben mich ein wenig an Hazel und Augustus aus "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erinnert. Auch hier ist den beiden Hauptfiguren das geschriebene und auch das gedruckte Wort sehr wichtig und führt zu einigen schönen Szenen mit bekannten Büchern. 

Hervorgehoben wird dies  u.a. auch anhand der vielen verschiedenen Schriften (mehr als 4) innerhalb des Buches, was mich optisch manchmal ein bisschen überforderte, da es den Lesefluss störte.

Finch und Violet unterscheiden sich in ihren Problemen, auf die ich an dieser Stelle nicht eingehen werde, um dem Leser das Kennenlernen von Finch und Violet nicht zu zerstören.

Finch ist morbide. Während er Listen und Artikel über Selbstmordarten schreibt, beginnt Violet sich über Liebe und Leben Gedanken zu machen. Wohin das führt und ob beide den gemeinsam begonnen Weg beenden, müsst ihr selbst lesen......Volle Punktzahl.

Außerhalb der Wertung muss ich anführen, dass der Verlag im Anhang eine Liste mit Anlaufstellen für selbstmordgefährdete Teenager und andere Hilfestellen aufgelistet hat. Eine vorbildliche Handhabung des Themas. Denn vielleicht findet sich ja der ein oder andere Leser in den Gedanken von Finch und Violet wieder und braucht nur ein bisschen Hilfe?


Verlag: Limes
erscheinen: 2015
Seiten: 400
ISBN: 978-3809026570

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