Montag, 29. Februar 2016

Rezension // [Hörbuch] Martyn Ford - Die Wunschbox: Das Geheimnis des Professors von SINA


Tim lernt Professor Eisenstein kennen, einen genialen Erfinder. Seine neueste Erfindung ist eine Box, die Wünsche erfüllen kann. Und nur Tim scheint sie zu beherrschen. Was er sich vorstellt, erscheint sofort. Doch dann verschwindet der Professor plötzlich. Tim macht sich auf die Suche und bekommt dabei Hilfe von der Enkelin des Professors und einem kleinen Zwergseidenäffchen namens Phil. Doch die Wunschbox bringt nicht nur Gutes hervor.


Als erstes fiel mir die prägnante Stimme des Sprechers Uve Teschner auf. Schon ab dem ersten Satz hatte er mich gefangen. Seine Art, jedem Charakter seine eigene Stimmfarbe zu verleihen, ist einfach genial. Und so musste ich einfach immer wieder weiterhören. Aber nicht nur die Stimme war fesselnd, auch die Geschichte an sich.

Ich bin froh, dass ich bei Blogg Dein Buch auf dieses Hörbuch gestoßen bin und habe mit Begeisterung die Geschichte verfolgt. 

Tim ist ein neugieriger, 10 Jahre alter Junge, der mit seiner kreativen Art schon teilweise sehr erwachsen wirkt. Als er die Chance bekommt, mit der Wunschbox von Professor Eisenstein Dinge zu erschaffen, die eigentlich unmöglich sind, nimmt er diese wahr und schlittert in einen Abenteuer der besonderen Art hinein. 

Die Grundidee finde ich einfach toll. Eine Box, die Wünsche erfüllt. Ob dies allerdings gut ist, lasse ich mal dahingestellt. Tim nimmt die Herausforderung an und wünscht sie so einiges. Heraus kommt auch ein Zwergseidenäffchen namens Phil. Und es kann sprechen. Das Äffchen habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Tim und die Enkelin des Professors, Dee, machen sich nun auf die Suche nach dem verschwundenen Professor. Das dies nicht ganz einfach wird, ist ja wohl klar. Und so ergibt sich ein Krimi der besonderen Art. 

Die Angabe des Verlages, dass das Hörbuch für Kinder ab 10 Jahre ist, finde ich gerechtfertigt. Denn wenn der Anfang sich auch danach anhört, dass es um eine Wunschbox, einen sprechenden Affen und ein Kind geht, wird es später undurchsichtig, düster und es geht tiefer in die Story hinein. Denn es bleibt nicht bei der Entführung des Professors. 

Tim und Dee sind ein wunderbares Team. Und so ist natürlich die Botschaft, dass man mit Freunden alles durchsteht, sehr groß geschrieben.

Das Abenteuer macht einfach Spaß und die Zeit verfliegt wie im Nu. Was dann aber auch an der wundbaren Inszenierung durch den Sprecher liegt. 

Aber nicht nur der Spaß steht im Vordergrund, auch die Wissenschaft wird ein bisschen erklärt. Und dies in kindgerechter Form. Ich hätte ewig zuhören können, aber irgendwann muss ja jede gute Geschichte ein Ende haben. Ich hoffe, dass es weitere Abenteuer mit Tim, Dee und Phil, dem Zwergseidenäffchen gibt.

Das Hörbuch ist eine richtige Mischung aus Witz, Spannung, Grusel und Action.

Fazit:
Eine gelungene Umsetzung des Buches in gehörter Form. Von mir gibt es dafür 10 von 10 Punkten.

Verlag: Jumbo
erschienen: 2016
Format: 3 CDs
Länge: 3 Std. 47 Min.
ISBN: 978-3-8337-3562-2




Rezension // Laura Newman - ADIP: Another Day in Paradise (1) von SINA

Texas ist eine Ödnis. Kaum ein lebender Mensch hält sich dort noch auf. Doch Naya und ihre Freunde Summer, Sam und Gadget schlagen sich durch und halten immer wieder Ausschau nach den sog. Deadheads. Mutierte Menschen, die nichts anderes im Sinn haben als Töten. Keiner der vier Freunde weiß, was genau passiert ist und so leben sie von Tag zu Tag. Als Jaze und seine Gruppe zu ihnen stoßen, freuen sich Naya und die anderen erst gar nicht. Zu viel Misstrauen liegt in der Luft und zu viel Grausames haben sie bis jetzt gesehen. Doch nach und nach schweißt der Umstand sie alle zusammen. Bis sie auf das Geheimnis stoßen, dass hinter den Deadheads steht. Und plötzlich ist alles anders.

Durch meine Bloggerkollegin Sonja bin ich auf diesen Roman gestoßen und sein Klappentext hat mich gleich mal in den Bann gezogen. Zombies, Apokalypse und der Kampf ums Überleben sind genau mein Ding. Seit "The Walking Dead" bin ich da total angefixt.

Als ich dann auch noch die toll gemachten Trailer zu dem Buch entdeckt habe, war es um mich geschehen und ich ließ mich auf die Geschichte ein.


Wie in jeder guten Geschichte lernt man zu Anfang nach und nach die Hauptcharaktere kennen. In diesem Fall sind es Naya, von allen auch Nice genannt und deren besten Freundin (schon vor der Apokalypse) Summer, den Anführer und Grübler Sam sowie den Nerd und Technikerfreek Gadget. Alle vier sind mir gleich sympathisch, auch wenn ich ein paar Probleme hatte, mich gleich zurechtzufinden. Denn man wird mitten in die Geschichte geworfen und bekommt nur häppchenweise Informationen zugespielt. Und dann geht alles ganz schnell und man weiß, mit welcher apokalyptischen Katastrophe das Texas der Zukunft geschädigt ist.

Naya ist ein toughes Mädchen. Sie versucht, zu überleben und stellt sich dabei gar nicht so ungeschickt an. Trotzdem ist sie froh, dass sie in der Gruppe von Sam ist. Einem unerschrockenen jungen Mann, der mit seinem Talent zur Führung schnell der Chef geworden ist und somit sagt, wo es lang geht. Jeder "gehorcht" ihm und hinterfragt auch keiner seiner Entscheidungen. Zwar geben sie ihren Senf dazu und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden, doch wenn Sam sagt, was zu tun ist, springen alle. Dies ist in meinen Augen auch gut so, denn sie alle brauchen Strukturen und Regeln, sonst würden sie ausflippen.

Summer und Gadget sind in meinen Augen eigentlich nur Nebenfiguren, obwohl gerade Gadget mit seinem Wissen über Technik ein wertvolles Mitglied der Gruppe ist. Summer sieht eigentlich nur gut aus und versucht dies auch weiter so zu halten, in dem sie bei ihrer Suche nach Lebensmittel, Wasser und anderen überlebenswichtigen Dingen auch gerne mal am Make-Up oder an unpraktischer Kleidung halt macht. Mit ihrer vorwitzigen Art ist sie so etwas wie der "Klassenclown" der Gruppe. Sie bringt etwas Alltag hinein und hält so die anderen davon ab, in Depressionen zu fallen.

Später taucht Jaze auf, ein Draufgänger, der Sam seine Führerrolle in der Gruppe sehr streitig macht. Er ist geheimnisvoll, lässt keinen an sich ran, will aber selbst alles über die anderen wissen. Er bietet einen guten Gegenpool zu dem grüblerischen Sam und Naya merkt bald, dass sie sich zu Jaze sehr hingezogen fühlt, obwohl sie eigentlich eher dachte, dass Sam mehr ihr Typ ist. Dass dies natürlich zu Missverständnissen, Neid und Missgunst führt, ist wohl klar.

Die sog. Deadheads, die immer wieder unerwartet auftauchen, sind gar nicht die typischen Zombies, die man aus Film und Fernsehen kennt. Sie sind schnell, scheinen denken zu können, da sie auch Dinge als Waffen benutzen und sind vor allem nur auf eins aus: zu töten. Sie möchten nicht essen, sondern einfach nur dem Ur-Trieb nachgeben und auf bestialische Weise abschlachten. 

Warum es zu dieser Katastrophe kam, wird nach und nach aufgedeckt und dabei kommen einige Überraschungen zu Tage, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Und am Ende wird es sogar ganz anders, als in typischen Apokalypse-Storys. Und dieser Punkt hat mich erst mal zum Grübeln gebracht. Doch je mehr ich mich dem Ende näherte, umso mehr war ich mir sicher, dass der Stilbruch der Autorin gar nicht so schlecht war. Im Gegenteil, es hat mir sogar dann sehr gut gefallen, dass mal etwas anderes ausprobiert wurde und somit der Grundstein für etwas Neues gelegt wurde.

Bei diesem Band handelt es sich um den Auftakt zu einer Reihe und ich bin sehr gespannt, wie der zweite Teil denn ausfallen wird. Denn es ergibt sich eine Unmenge an Möglichkeiten, die nun ausgeschöpft werden können.

Der Schreibstil der Autorin war flüssig und leicht lesbar. So flog man förmlich durch die Geschichte. Gerade durch die bildhafte Beschreibung konnte mein Kopfkino sehr gut arbeiten. 

Einen Kritikpunkt gibt es aber doch. In der Mitte des Buches gab es eine längere Szene, die meinen Lesefluss etwas gestört hat, da ich sie als unnötig empfand. Als ich diese jedoch überwunden hatte, war alles wieder wie vorher.

Fazit:
Eine Apokalypse nach meinem Geschmack. Von mir gibt es - aufgrund der kleinen Länge in der Mitte des Buches - 8 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2015
Printseiten: 356
Format: ebook
ISBN: 978-3738646511

s. a. Bibliografie Laura Newman

Rezension // Alan Bradley - Flavia de Luce: Eine Leiche wirbelt Staub auf von SONJA

© Sonja Kochmann

Flavia de Luce wird verschifft bzw. verbannt von England nach Kanada in Miss Bodycote's Mädchenschule. Denn schließlich wird von ihr viel erwartet. Doch Flavia wäre nicht Flavia, wenn in ihrer Nähe kein Mord aufzuklären wäre. Bereits in der ersten Nacht auf ihrem Zimmer in der Mädchenschule purzelt eine Leiche aus dem Kamin.

Ich liebe die Reihe um die kleine Heldin Flavia de Luce. Jeder Band wurde von mir heiß herbeigesehnt und wenn ich gerade ein anderes Buch bei Erscheinen las, so wurde dies eiskalt abserviert.

Auch diesem Buch wurde der Vorrang gewährt und ich hatte es nach ein paar Tagen durch. Flavia ist für mich nach wie vor eine Mischung aus Wednesday Adams und Kalle Blomquist! Ihr detektivisches Gespür ist einzigartig verwoben mit ihren Fähigkeiten als Chemikerin.

Während ich beim Vorband einige Einstiegsschwierigkeiten hatte, fand ich mich in diesem Band sofort zurecht. Aufgrund der Vorgeschichte der Akteure ist das Einhalten der Reihenfolge empfehlenswert.
Die Einleitung mit einer Anekdote zur Verwesung, und Mumifizierung war auch gleich wieder gewohnt morbide.

Der Autor schafft es gekonnt, Flavia als schlaues Mädchen hinzustellen, dass dennoch das ein oder andere Mal Heimweh nach Buckshaw verspürt. Beim Grübeln muss Flavia an Dogger , ihre Schwestern oder ihr Fahrrad Gladys denken und bekommt ihre berüchtigten Geistesblitze.

Ihre Ausbildung ist eine andere als erwartet und Flavia muss herausfinden, wem sie vertrauen kann. Ihr "Faible für Fäulnis" und Chemie trifft einen Mord im Stile von Agatha Christie. Die Dame wird sogar das ein ums andere Mal zitiert. Auch wenn in diesem Band ein Wechsel von England nach Kanada vollzogen wird, empfinde ich das Setting, die Nachkriegszeit und Flavias Eigenschaften als besonders interessant. 

Ihre Kombinationsgabe und die Aufschlüsselung des Mordes mit dem besonderen Schreibstil des Autors erinnern auch ein bisschen an die Serie "Mord ist ihr Hobby". Für mich wieder ein Fall mit voller Punktzahl und Band 8 muss bitte ganz schnell geschrieben und übersetzt werden!


Verlag: Penhaligon
erschienen: 2016
Seiten: 416
ISBN: 978-3764531126


Leseeindruck // Jennifer L. Armentrout - Dark Elements: Steinerne Schwingen von SONJA

Layla ist halb Gargoyle halb Dämonin und sie gehört zum Kreis der Wächter. Doch ein Teenagerleben kann schwer sein, wenn dämonisches Blut in Wallung gerät und der beste Kumpel und oder ein Dämon plötzlich attraktiv erscheinen.

FAZIT:


ABGEBROCHEN nach 84 Seiten

Warum? Was hat mich gestört? Alle sind doch so begeistert?!

Die Hauptprotagonistin Layla erscheint mir sehr kindisch und naiv. Irgendwie hatte ich bei diesem Buch das Gefühl, meilenweit von der Zielgruppe entfernt zu sein. Während mir sonst Jugendbücher sehr gut gefallen (auch die Lux-Reihe der Autorin) hatte ich hier das Gefühl "zu erwachsen" für dieses Buch zu sein. Layla schmollt in einer Tour und kann in den Dialogen nicht wirklich etwas beisteuern.

Auch die geschilderten Fantasyelemente erschienen mir sehr komplex (Dämonenarten, Gargoyles, wer wann mit wem und warum und wer gegen wen). Dies ist im Fantasygenre gar nicht so meins, wenn sich der Aufbau der Fantasykonstruktes mit all seinen Besonderheiten über Seiten hinzieht und die Handlung nicht wirklich schnell voranbringt. Man muss m.E. gleich drin sein in der Materie.

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass diese Reihe für jüngere Fantasyleserinnen durchaus ein Glücksgriff ist, denn der Schreibstil ist (bei Interesse) gut zu lesen.

Wann habe ich abgebrochen?

Wer die Lux Reihe kennt, weiß von mit Stiften piksenden Kerlen, denen die weibliche Hauptfigur nicht abgeneigt ist. So einen Kerl gibt es hier auch und da beide Reihen aus der Feder der gleichen Autorin stammen und mir dann auch egal war, welche Reihe vor der anderen entstanden ist, habe ich beschossen, dass Buch nicht weiterzulesen, da es mich ohnehin nicht gefesselt hat.


Verlag: Harper Collins
erschienen: 2015
Seiten: 368
ISBN: 978-3959670036



Freitag, 26. Februar 2016

Rezension // Marissa Meyer - Luna-Chroniken: Wie Schnee so weiß (4) von SINA


Auf Luna führt die grausame Königin Levana ihre Stieftochter Winter mit süßen Versprechungen hinters Licht, lässt sie aber gleichzeitig merken, dass Winter keinerlei Rechte hat. Winter an sich will jedoch nur eins. Endlich ein ruhiges Leben führen, am Liebsten mit Jacin, ihrem persönlichen Wächter. Der jedoch weiß, dass er, wenn er sich seinen Gefühlen hingibt, Winters Leben gefährdet. Und so kann er nichts weiter tun, als zuzusehen, wie sich Winter immer mehr in ihre Traumwelt flüchtet und droht, den Verstand zu verlieren.
Währenddessen schmieden Cinder und ihre Freunde Pläne, um eine Revolution gegen die Herrscherin von Luna anzuzetteln. Durch eine List kommen sie auf Luna an und setzen ihren Plan gleich in die Tat um. Doch Königin Levana hat mit der Ankunft der Rebellen gerechnet.

Die ersten drei Bände der Luna-Chroniken waren in meinen Augen schon das Märchenhafteste, dass ich bis jetzt gelesen habe. Mit dem Abschluss der Chroniken legt die Autorin nochmals eine Schippe drauf. Sie holt das Letzte aus sich heraus und hat sich sämtlicher Märchenklischees bedient, setzt diese jedoch so geschickt ein, dass man fast nur mit Mühe herausfindet, welches Märchen denn hier gerade zum Einsatz kommt. 

Die geschaffenen Charaktere sind so vielfältig. Allen voran Cinder, die die größte Verwandlung in der Buchreihe durchmacht. War sie am Anfang noch schüchtern und wollte sich eigentlich aus allem heraushalten, nimmt sie nun die Anführerrolle an und kämpft für Gerechtigkeit. Zusammen mit ihren Freunden Kai, Scarlet, Wolf, Cress, Thorne und Iko gibt sie alles, um Frieden herbeizuführen.

Auf knapp 850 Seiten erwartet einem eine spannende und vor allem rasante Geschichte. Man hat kaum Zeit, sich zu erholen, denn es passiert ständig etwas. Keinerlei Längen verunzieren das Lesevergnügen und man hat das Gefühl, als sei man mittendrin und würde sich der Revolte anschließen.

Dass der letzte Teil der Reihe auch noch komplett auf dem Mond spielt und somit ein weiterer spannender Punkt eingebracht wird, macht alles noch etwas besser, noch etwas interessanter und noch   märchenhafter.

Auch die Emotionen werden arg strapaziert. Von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt war einfach alles dabei. 

Die neu hinzugestoßenen Charaktere sind diesmal die Prinzessin Winter und ihre Wächter Jacin. Vor allem Winter ist eine sehr interessante Persönlichkeit, die kein einfaches Leben führt, aber versucht, aus allem Negativen doch etwas Positives zu ziehen. So kommt sie fast etwas naiv daher. Doch steckt hinter diesem Ganzen doch ein Sinn, der sich nach und nach erschließt.

Die Autorin geht mit Herzblut an die Sache heran, verliert sich aber nicht in Details. Alles war stimmig und es war eine Freude, sich mit Cinder und ihren Freunden durch die Geschichte zu bewegen und das Abenteuer zu bestehen. 

Je mehr ich mich jedoch dem Ende genähert habe, umso trauriger wurde ich. Weil ich wusste, dass es bald zu Ende ist. So versuchte ich, alles etwas hinauszuzögern. Allerdings gelang es mir nicht, es war einfach zu gut und ich MUSSTE wissen, wie es ausgeht.

Aber nun ist es vorbei. Leider. Die Luna-Chroniken werden immer einen Platz in meinem Herzen haben und wird auch garantiert eine Reihe sein, die ich wieder lesen werde. 

Fazit:
Wie Schnee so weiß ist der gelungene Abschluss einer märchenhaften Reihe. Von mir gibt es 10 von 10 Punkte.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2016
Printseiten: 848
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-551-58289-8

s. a. Bibliografie Marissa Meyer

Montag, 22. Februar 2016

Rezension // Debbie Macomber - Frühlingsnächte von SONJA


Jo Marie und ihr Bed and Breakfast haben wieder neue Gäste. Ein zeterndes Pärchen, das tatsächlich ihre goldene Hochzeit feiert, deren Enkelin und ihr Nachbar und eine krebskranke Frau mit großen Sorgen. Aber das reicht noch nicht, um Trubel zu verursachen. Auch der Handwerker Mark sorgt für ordentlich Action und ihr Hund Rover ist ein kleiner Held, Kuppler und Sorgentröster.

Bereits der erste Band "Winterglück" hatte mich ja voll überzeugt und ich konnte es kaum erwarten, wieder ins idyllische Cedar Cove zurück zu kehren. Jo Marie hat wieder interessante Gäste: Das ältere Pärchen soll eigentlich ganz harmonisch eine goldene Hochzeit feiern. Doch es wird nur gestritten und gezetert, so dass ihre Enkelin Annie am Liebsten die Feier absagen möchte. Sie selbst ist gerade frisch getrennt und kann für sich selbst kaum noch an die Liebe glauben. Daher geht ihr auch der Nachbar ihrer Großeltern massiv auf die Nerven, denn der scheint mehr zu wollen.

Während dessen hat die krebskranke Mary Kummer und Jo Marie kann nicht genau ergründen, was dahintersteckt.

Aber sie hat auch so alle Hände voll zu tun: Mark, der Handwerker verursacht ein großes Chaos und der Leichnam ihres Mannes soll am Hindukusch geborgen werden. Ist auch für Jo Marie ein Neuanfang möglich? 

Das Liebe nicht alltäglich und für immer ist und dass Beruf und Karriere diese auch zerstören können, ist Thema in diesem Band. Die Protagonisten sind glaubhaft und teilweise liebenswert schrullig.

Die Dialoge haben mir in diesem Band sehr gut gefallen. Hier werden einige Wortduelle ausgefochten und Mark und Jo Marie haben mich das ein oder andere Mal grinsen lassen.

Die Handlung verrät auch ein bisschen was von den Gästen aus dem Vorband, so dass man sich ein bisschen freuen kann. Denn diese Gäste hat der Leser schließlich auch schon lieb gewonnen.

Gäste werden auch im nächsten Band 


"Herbstleuchten

erwartet, denn Jo Marie hat bereits von einer unfreundlichen Dame eine Reservierung erhalten, ich kann es kaum abwarten, welche Sorgen diese im Gepäck hat und wie es mit Jo Marie und Mark weitergeht....volle Punktzahl!


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2016
Seiten: 416
ISBN: 978-3734101915


© Sonja Kochmann

Rezension // Molly McAdams - Love and Lies: Alles ist erlaubt von SONJA


Rachel hatte bislang kein Glück in der Liebe und beschließt, Abstand vom männlichen Geschlecht zu nehmen. Doch das ist gar nicht so leicht: Denn sie hat einen durchgeknallten Verehrer und einen sexy Nachbarn, der ein Geheimnis hat.

Die ersten 10 Seiten dachte ich noch, dass sich Rachel sehr kindisch verhält. Die Beschreibungen der Autorin mit Wortspielereien "Sexappeal am Stil" haben das ganze noch verschlimmert.

Doch dann kam Logan "Kash" Ryan ins Spiel. Der Leser erfährt im Gegensatz zu Rachel sofort, dass er ein Undercovercop ist. Dadurch kommt in die anstehende Liebesgeschichte ein Thrillerelement mit hinein, das mich dann doch zwei Abende hat durchlesen lassen.

Die Beweggründe von Rachel sind nachvollziehbar und verständlich und man möchte ihre dusselige und oberflächliche Mitbewohnerin am Liebesten auf den Mond schießen.

Zwischen Rachel und Logan fliegen die Funken und auch die Fetzen. Denn die Anziehungskraft der beiden lässt sich nicht leugnen. Auch die Dialoge sind dafür gekonnt spritzig gestaltet.

Zusätzlich haben mir die Wortgefechte mit den Nebenfiguren wie zum Beispiel Mason und Candice sehr gut gefallen. Möbel kaufen kann übrigens genau wie Pfannkuchen backen erotisch und witzig sein.

Leider endet das Buch mit einem bösen Cliffhanger, so dass ich unbedingt den nächsten Band 
"Love and Lies: Alles ist verziehen" 

haben muss. Volle Punktzahl!


Verlag: Heyne
erschienen: 2016
Seiten: 416
ISBN: 978-3453419216

Donnerstag, 18. Februar 2016

Special // Sina bastelt.... buchige Regalrückwände!

Mir war mal wieder nach etwas Kreativem. Vor längerem hatte ich schon mal gesehen, wie jemand die Rückwand seines Billy-Regales mit farbigem Papier verschönert hat. Schon da kam mir die Idee, mein langweiliges Bücherregal im Schlafzimmer doch etwas aufzupeppen. 

sina frambach
Vollgestopft, diverse unnötige Dinge darin gelagert und lieblos. So kam es mir immer vor, wenn ich abends ins Bett gegangen bin und noch einen Blick darauf geworfen habe. Dies sollte sich nun ändern.

Also erst mal leerräumen und dabei schon ausmisten. Also die unnötigen Dinge wie Nippes, Kuscheltiere und Papiere, die ich mit reingestopft hatte. 

sina frambach
Die diversen Bastelutensilien habe ich mir dann auch erst mal zurecht gelegt. In diesem Fall war es ein altes Buch, ein Teppichmesser, Klebstoff sowie Tapeten-Kleister und ein Pinsel.

sina frambach
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Diesmal musste "Das Testament" von John Grisham daran glauben. Der schwierigste Teil bei den ganzen Bastelarbeiten ist das Heraustrennen der Seiten aus dem Buch. Nicht weil die Arbeit so anspruchsvoll ist, sondern der erste Schnitt in ein Buch, also das Buch verstümmeln, auseinandernehmen, ruinieren. Aber wenn man sich erst mal überwunden hat, gehts dann eigentlich ganz leicht.

sina frambach
Der leichteste Teil ist es dann, die Rückwand des Regals einzukleistern und die Buchseiten darauf zu kleben. Das fertige Ergebnis sieht dann so aus:

sina frambach
Beide Seiten des Regals zu bekleben hat gerade mal 30 Minuten gedauert. 

sina frambach
sina frambach
Jetzt noch über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag die noch abstehenden Ecken gerade mit einem Tupfer Klebstoff festkleben. 

Und das ist letztendlich dabei herausgekommen:

sina frambach
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Man bemerke, dass ich mich nicht von allem Kitsch trennen konnte. Von dem Kuscheltier konnte ich mich nicht trennen, da es ein Ehemaliges von meinem Sohn ist.
Was natürlich auch noch schön ist, dass man beim Einräumen nochmals alle Bücher in die Hand nehmen muss und sich so daran erinnert, wie schön die Geschichten waren, die sich darin verstecken.

Liebe Grüße
Sina



Rezension // Rob Harrell - Spotz: Alles unter KonTrolle (1) von SINA

© Sina Frambach
Spotz ist ein Troll und hat es nicht gerade leicht im Königreich Scherwutz. Denn wenn man als Troll dort lebt, steht man auf der untersten Stufe der Beliebtheitsskala. Doch Spotz macht das Beste daraus. Zusammen mit seinen Freunden, dem Schwein Kevin und dem Hofnarr-Anwärter Joe, versucht er, seine Schulzeit so gut als möglich hinter sich zu bringen.
Als der beliebte König Kastanius von den Schnupfwieseln entführt wird, sieht Spotz seine Chance, sich beliebt zu machen und so macht er sich zusammen mit Joe und Kevin auf, den König zu retten. Das dies natürlich nicht einfach werden wird, ist ja wohl klar.

Schon das Cover sieht vielversprechend aus und als ich bei Blogg Dein Buch die Chance hatte, das Buch als Rezensionsexemplar zu bekommen, nahm ich diese wahr.
Auch war ich sehr interessiert, wie denn ein Comic-Roman so aussehen könnte.

Schon am Anfang gab es etliche Dinge, die mich schmunzeln ließen. So schon, wie sich Spotz selbst beschreibt. Sarkasmus scheint sein zweiter Vorname zu sein. Doch macht er das Beste aus seiner Situation Denn in der Beliebtheitsskala nimmt er die unterste Stufe ein und muss sich schon sehr, sehr anstrengen, um von seinen Mitschülern akzeptiert zu werden. Sich da gerade mit dem Sohn des Königs anzulegen, ist natürlich nicht die beste Lösung.


Der Coppenrath Verlag hat mit der Herausgabe dieses Buches einen gelungenen Griff getan. Denn es macht einfach nur Spaß, sich auf die Geschichte einzulassen. Vor allem die eingeworfenen Bildchen sind ein hübsches Gimmick. So wird alles aufgepeppt.

Spotz ist eine sehr interessante Figur. Er weiß, dass er als Troll auf der untersten Stufe steht, versucht aber trotzdem, sich zu integrieren und nimmt manches einfach gelassen hin. Nur bei dem Prinzen kann er sich nicht zurückhalten und dann kommt sein Trollblut in Wallung. Ab diesem Zeitpunkt kann er für nichts mehr garantieren und so führt eins zum anderen. Und plötzlich sitzt er im Kerker und wartet auf seine Bestrafung.

Die Mischung aus Roman und Comic ist eine interessante Art, gerade für Kinder. So können sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ein besseres Bild von den Figuren machen.

Die Nebencharaktere sind genauso besonders, wie Spotz selbst. So ist da Kevin, das Schwein, dessen liebstes Essen Hammelkeule ist. Diese Ironie ließ mich immer wieder schmunzeln. Und Joe, der Hofnarr-Anwärter, der lieber Ritter sein möchte, bringt durch seine lahmen Witze so manchen unfreiwilligen Lacher.


In die Geschichte fließen viele Märchen mit ein. So treffen die drei Freunde auf ihrer Sucher nach dem König zum Beispiel auf das Pfefferkuchenhaus der bösen Hexe aus Hänsel und Gretel. Nur das dort nicht mehr die Hexe wohnt, sondern die Person, von der Spotz es am Wenigsten erwartet hätt Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich ansonsten massiv einiges Spoilern würde. Aber nicht nur Hänsel und Gretel müssen daran glauben, nein auch Goldlöckchen, Die drei kleinen Schweinchen, verschiedene Sagen- sowie Fantasiegestalten aus Grimms Märchen.

Die versteckten Andeutungen zu verstehen, hat mir ebenso Spaß gemacht, wie auch die Suche nach der etwas ernsteren Aussage des Buches. Und die lautet: mit guten Freunden schafft man einfach alles.


Für einen Nachfolger ist natürlich auch schon gesorgt, der im Herbst 2016 erscheinen soll.

Fazit:
Ein sehr lustiges Kinderbuch mit Comic-Einwürfen und drei mutigen Helden, die das Königreich Scherwutz vor viel Unheil retten. Von mir gibt es die volle Punktzahl.

Verlag: Coppenrath
erschienen: 2016
Printseiten: 304
Format: Hardcover
ISBN: 978-3649668442

Montag, 15. Februar 2016

Rezension // Libba Bray - The Diviners: Die dunklen Schatten der Träume (2) von SINA

Während Evie immer weiter ins Partyleben abtaucht und sich auf ihre Radiosendung konzentriert, macht sich in der Stadt die mysteriöse Schlafkrankheit breit. Zuerst taucht sie nur in Chinatown auf, was dazu führt, dass die dort ansässigen Chinesen dafür verantwortlich gemacht werden. Der Hass fängt an Wellen zu schlagen. Gleichzeitig tauchen auch viele mysteriöse Wesen auf, die sich in dunklen Tunneln aufhalten. 
Henry unterdessen findet in seinen Träumen Zugang zu Lin, die wie er eine Traumwandlerin ist. Zusammen träumen sie und kommen dabei einem weiteren Geheimnis auf die Spur. Und schon bald merken alle, dass die Geschehnisse der letzten Tage zusammenhängen und eine Bedrohung auf die Stadt zukommt, die alles auszulöschen droht.

Nach dem ersten grandiosen Teil wartete ich sehnsüchtig auf den nächsten und wurde nicht enttäuscht. Wieder befinden wir uns im New York im Jahre 1927 und dieses Flair ist es, dass mich besonders begeistert hat. Es geht um Musik, Party, Alkohol und das neue Zeitalter, das neue Amerika. Dies bringt die Autorin wunderbar rüber und ich war mittendrin, gerade mit Evie, einem der Hauptcharaktere. Sie mag Partys, Alkohol und im Mittelpunkt stehen und so führt sie ein sehr ausschweifendes Leben.

Sie war im ersten Band mein Favorit, allerdings hat sie sich nun im zweiten Teil etwas gewandelt. Der Ruhm, entstanden durch ihre Gabe, Gegenständen Geheimnisse zu entlocken und der damit einhergehenden Radiosendung, steigt ihr zu Kopf und dabei vergisst sie zeitweise ihre Freunde und lässt sich viel zu oft eher mit dem Alkohol ein.

Im zweiten Teil steht eindeutig Henry im Vordergrund. Er hat ebenfalls eine Gabe: das Traumwandeln. Vordergründig will er nur seine große Liebe Louis wieder bei sich haben und nimmt im Traum Kontakt zu ihm auf, um ihm mitzuteilen, dass er noch New York kommen soll. Doch im Traum trifft er auf Lin, die die gleiche Gabe hat wie er. Zusammen versuchen sie Nacht für Nacht, Louis zu finden.

Henry hat eine sehr starke Persönlichkeit, doch wenn es um die Liebe geht, ist er genauso verletzlich wieder jeder andere auch. Und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Was klein anfängt, wird plötzlich zur großen Bedrohung und so kommt es, dass alle zusammenarbeiten müssen, um sich dieser entgegenzustellen.

Auch die Nebencharaktere Jericho, Theta, Mabel und Sam sind wieder großartig gelungen. Wobei so ganz nebensächlich sind sie gar nicht mehr. Jeder hat einen gewissen Part zu erfüllen und jeder hat die ihm gegebene Gabe so gut genutzt wie möglich. Und wenn es nur die Gabe ist, gute Sandwiches zu machen.

Allerdings hat mir etwas die Spannung gefehlt. Die Geschichte plätscherte erst mal so vor sich hin. Erst in der Mitte des Buches wurde mir klar, dass die Autorin langsam aber sicher alles vorbereitet hat, um dann in der zweiten Hälfte so richtig durchzustarten. 

Da Träume eine sehr große Rolle spielen, kann sich die Autorin natürlich einige Freiheiten herausnehmen. So dachte ich zumindest. Aber trotzdem hat sie es geschafft, sich nicht zu sehr in Fantasiegebilden zu verlieren und blieb auch in den Träumen auf dem Boden der Tatsachen. 

Das New York der 20er Jahre war einfach wieder wunderbar und einmal mehr hatte ich das Gefühl, mich dort aufzuhalten und zusammen mit den Diviners Abenteuer zu bestehen. 

Fazit:
Dunkle Träume führen zu dunklen Bedrohungen. Aufgrund der Anlaufschwierigkeiten gibt es von mir diesmal 8 von 10 Punkten.

Verlag: dtv
erschienen: 2015
Printseiten: 704
Format: ebook
ISBN: 978-3-423-42815-6

s. a. Bibliografie Libba Bray


Rezension // Miriam Pharo - Die Bund der Zwölf von SINA

© Sina Frambach
Vincent führt einen erfolgreichen Nachtclub, allerdings bleiben in letzter Zeit die Kunden aus. Die geheimnisvolle Methusalem-Seuche lässt Menschen in Stunden altern, bis sie an Altersschwäche sterben. Vor allem in den privilegierteren Kreisen scheint die Krankheit zu kursieren. 

Vincent und seine Mitarbeiterin Magali kommen durch Zufall an Hinweise, die dazu führen könnten, herauszufinden, was die Krankheit auslöst. 

Gleichzeitig gastiert die Philharmonie der Zwei Welten in Paris. Mit ihrer wunderbaren Art, Musik zum Leben zu erwecken, brechen sie alle Rekorde und ziehen die Liebhaber klassischer Musik scharenweise in die Oper. Doch scheint sie ein Geheimnis zu umgeben.

Magali und Vincent ziehen ihre Schlüsse und plötzlich stehen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, mit deren Folgen sie nie gerechnet hätten.


Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich total in der faszinierenden Schreibweise der Autorin gefangen. Mit einer Präzession lässt sie sich in der Geschichte fallen. 



Die Hauptcharaktere Vincent und Magali sind sehr interessante Persönlichkeiten, die unterschiedlichen nicht sein könnten. Aber bekanntlich ziehen sich ja Gegensätze an und so verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft. Ihr Mut ist bewundernswert und sie setzen sich gegenseitig füreinander ein.


Die Geschichte hat von Anfang an schon einen sehr düsteren Beigeschmack, dies aber im positiven Sinne. Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, ist sehr interessant und die Umsetzung der Autorin hat mich beeindruckt.

Vor allem die Mischung aus Krimi und Mystik war mein Favorit. Man bekommt fast keine Atempause, so jagen einem die Ereignisse von Anfang bis Ende. Dabei hatte ich auch ständig Kopfkino und bin mit Vincent und Magali durch Paris gewandert.


Trotz der vielen Informationen, die man von der Autorin bekommt, hat man nicht das Gefühl, von Einzelheiten überschüttet zu werden.  

In dem Buch geht es viel um Musik und man merkt der Autorin auch die Liebe zu dieser an. Und so verpackt sie die klassische Musik mit Mystik und dem typischen Thriller-Elementen. So ergibt sich eine tolle Mischung.

Besonders Magali hat mir sehr gut gefallen. Sie ist eine Frau, die sich nichts vormachen lässt und selbst ihren Mann steht. Aber trotzdem hat sie auch Gefühle, die sie leiten, sie aber trotzdem immer rational an die Dinge herangehen lässt. 

Abschließend kann ich nur sagen, dass Miriam Pharo eine wundervolle Geschichte geschaffen hat, in der man versinken kann. 

Von mir gibt es für diesen Mystery-Thriller die volle Punktzahl.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2016
Printseiten: 380
Format: ebook
ISBN: 978-3740708245

s. a. Bibliografie Miriam Pharo



Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension // Tania Kambouri - Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin von SONJA


Tania Kambouri - Frau, Polizistin und Griechin - Sie macht als Polizistin mit griechischen Wurzeln Tag für Tag Erfahrungen auf der Straße und im Privatleben. Manche dieser Erfahrungen sind nicht mehr hinnehmbar und wurden ursprünglich in einem Leserbrief in einer Polizeizeitung veröffentlicht. Dieser Brief sprach vielen Polizisten aus der Seele und wurde von den Medien aufgegriffen. Doch trotz des Interesses passierte nichts. Durch dieses Buch erhielt die Polizistin Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Erlebnisse ausführlicher zu präsentieren.

Warum habe ich überhaupt zu diesem Buch gegriffen? Sind es die aktuellen Geschehnisse, die sich seit der Silvesternacht 2015/2016 ergeben haben? Die Diskussionen in Politikrunden?

Nein. Ich gebe zu, dass es in meiner Familie auch ein paar Polizisten gibt. Des weiteren arbeite ich in einer Behörde, die ab und an auf die Hilfe der Polizei angewiesen ist. Manche der Erfahrungen, die Tania Kambouri in ihrem Buch schildert, habe ich in ähnlicher Konstellation auch erlebt.

Die drei Perspektiven (Frau, Polizistin, Griechin) sorgen dafür, dass Tania Kambouri die Hilflosigkeit der Polizei ansprechen kann, ohne dass sie durch Rassismus- oder Feminismusvorwürfe nieder geschrien wird. 

Denn dem Sozialromantiker und dem bislang (?) arglosen Leser wird aufgezeigt, dass es die Polizei bereits seit Jahren mit einer zunehmenden Respektlosigkeit zu tun hat. Diese nimmt, genau wie die Gewalt, an Intensität zu und gefährdet unser (leider zu starres) Rechtssystem. Die "political correctness" wird immer häufiger zur Fußfessel. Es wird an einigen Beispielen die mangelnde Integration der letzten Jahrzehnte deutlich gemacht, die durch den jetzt aktuellen Flüchtlingsstrom lediglich verstärkt werden.

Tradition vs. Gesetz? Empathie vs. Status? 

Die Statistik verschleiert das Problem und der Migrationshintergrund ist leider doch entscheidend, wenn bei Prävention und Opferschutz das Motiv und die Beweggründe der Täter analysiert werden müssen. 

Manche der angesprochenen Situationen können einem Angst und Bange machen. Aber vielleicht braucht das die Politik, um endlich hellhörig zu werden (oder aber der einzelne um manche Situationen, die eskalieren können, zu vermeiden oder zu verstehen?) 

Die Bringschuld der Migranten, Erziehung und die Ausstattung der Polizei und des Bildungssystems sind wichtige Aspekte und das Umetikettieren der Politik und die Rassismuskeule sind nicht mehr angebracht. Volle Punktzahl für dieses Buch, dass Pflichtlektüre für die Politiker und einige andere werden sollte.


Verlag: Piper
erschienen: 2015
Seiten: 224
ISBN: 978-3492060240

Montag, 8. Februar 2016

Rezension // James Frey - Endgame: Die Hoffnung von SONJA


Mit 12 Spieler begann alles. Doch in die nächste Runde haben es nur 9 geschafft. Auf der Suche nach dem weiteren Schlüssel wird wieder gerätselt, gekämpft und getötet. Kann Endgame ein Geschlecht vor dem Ende bewahren? Ist dieses tödliche Spiel überhaupt notwendig?

Und welcher Leser gewinnt wieder den goldigen Preis?

Das erste Buch "Endgame: Die Auserwählten" hat mich sehr gepackt und fasziniert, so dass ich wirklich auf das Erscheinen hingefiebert habe. Kurz nach Erscheinen habe ich es sofort angefangen zu lesen und kam nicht in die Geschichte hinein......Wieso? Keine Ahnung. Zu hohe Erwartungen? Zuviel Zeit dazwischen? Zuviele Charaktere? Ich weiß es nicht.

Da ich die blutige Schnitzeljagd jedoch so toll fand, beschloss ich das Buch erst einmal zur Seite zu legen und holte es erst in der vergangenen Woche wieder hervor. Und dann? Dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung der verbliebenen 9 Spieler setzt unmittelbar an Band 1 an, ohne eine kleine Einleitung oder Hinweise. Dies macht das Ganze nach 12 Monaten natürlich zu einer Herausforderung. Denn die Handlung ist aufgrund der Vielzahl der Charaktere sehr komplex. Jeder Charakter hat besondere EIgenschaften und durch sein Geschlecht ein besonderes Wissen für das Endgame.

So bekommen auch für den Leser die durch Geschichte, Religion, Politik und Nachrichten geprägte Themen wie "das Jüngste Gericht", die Bundelade und Werte und Normen angesichts des Todes eine neue Bedeutung.

Brutale und martialische Szenen und auch prominente Bösewichte wie Mengele und Co. werden hier in die komplexe Jagd mit aufgenommen, so dass ich mich an einigen Stellen tatsächlich gefragt habe, ob hier eine Altersbegrenzung sinnvoll wäre. Bei einer Verfilmung (die durchaus wünschenswert wäre) wäre sie ein Muss. Von den 9 schaffen es natürlich nicht alle in den finalen Band. Die zwischenmenschliche Entwicklung der Charaktere mit dieser Extremsituation und die Jagd nach der Lösung machen das Buch zu einem spannenden Lesegenuss.

Die zwischen den Kapiteln eingefügten Rätsel für den Leser habe ich ausgelassen, da ich nicht den Antrieb und das Wissen für dieses Kryptorätsel habe. Ich wünsche jedoch allen anderen viel Erfolg.

Das Ende ist, wie bei einer Trilogie zu erwarten war, mit einem Cliffhanger versehen und ich sage nur "knapp daneben ist auch vorbei", aber es gibt volle Punktzahl (trotz Anlaufschwierigkeiten, da ich diese mir selbst und nicht dem Autor zu rechne).


Verlag: Oetinger
erschienen: 2015
Seiten: 592
ISBN: 978-3789135248


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann

Sonntag, 7. Februar 2016

Rezension // Poppy J. Anderson - Chaotische Küsse von SONJA


Kayleigh hat es wirklich nicht leicht. Sie ist von 5 Kindern das einzige Mädchen und muss tagtäglich in der Notaufnahme ihren Mann stehen. Da den richtigen Mann zu finden, ist nicht leicht und nun muss sie ein vorzeigbares Date für die Hochzeit ihres Bruders Shane präsentieren.

Im Vorband "Draufgängerische Küsse" hatte Kayleigh bereits ihren großen Auftritt. So hat sie doch einigen Familienmitgliedern mit ihren Krankenhausgeschichten ordentlich den Appetit verdorben. Da sie auch sonst eher der Kumpeltyp ist, scheint es für sie schwer zu sein, den Mann fürs Leben zu finden, der sie so nimmt, wie sie ist.

Die Autorin führt die Leserin auf den ersten Seiten geschickt in eine Finte, doch schnell wird klar: Dieser Mann taugt nichts und es ist dann doch ein anderer. Einer der schon präsent war/ist. Deswegen empfehle ich unbedingt die Reihenfolge einzuhalten, da spätestens jetzt der sorgfältige Plan der Autorin "wer mit wem" sonst zur Verwirrung führen würde.

Kleine Anspielungen auf Grey's Anatomy und Gefängniswitze sind gewollt und passen wie die Faust aufs Auge. Da sich auch in diesem Band die Familie ordentlich einmischt, und Kayleigh das einzige Mädchen unter einem Pulk Brüdern ist, hat sie es nicht leicht. Aber bei einem ordentlichen Liebesroman, soll ja auch gar nicht alles immer so einfach sein. Der Weg ist das Ziel und ich verrate es dann doch; Kayleigh schafft genau wie Heath und Shane die Zielgerade (nur mit wem?). 

Die Dialoge bei dieser Reihe übertreffen alles und sind wahrlich meisterlich. Die Entwicklung und der Zuwachs der Familie Fitzpatrick ist wirklich etwas fürs Herz. Volle Punktzahl.

Ich freue mich bereits auf die verbliebenen Zwillinge, die wohl je einen Band bekommen werden!


Verlag: Kindle Edition
erschienen:
Seiten: 242
ASIN: B00YPSMGO6

Rezension // Poppy J. Anderson - Draufgängerische Küsse von SONJA


Shane Fitzpatrick staunt nicht schlecht, als er zu einem Einsatz gerufen wird und dort Thorne begegnet. Der Frau, der er bei einem Undercovereinsatz eine Menge Lügenmärchen aufgetischt hat, um an ihren Bruder heranzukommen. Doch nicht alles war gelogen und Thorne hat ein Geheimnis......

Das Buch spielt ca. 3 Jahre nach Band 1 "Brandheiße Küsse", so dass man die liebenswerte Familie der Fitzpatricks wieder sieht. Denn die restlichen kernigen Jungs und das toughe Mädel müssen ja schließlich noch an die Frau bzw. an den Mann gebracht werden.

Shane und Thorne (übrigens auch gedanklich beim Lesen ein Zungenbrecher) haben mir sehr gut gefallen. Denn beide sind schlagfertige Charaktere und lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Ich verrate nun doch noch ein kleines Detail, denn Thorne und Shane haben einen gemeinsamen Sohn Brady, der inzwischen 6 Jahre alt ist. Dieser motzt die ohnehin schon sehr spritzigen Dialoge ordentlich auf.

Als Mutter eines 5 jährigen Jungen kann ich auch an dieser Stelle sagen, dass die kindlichen Anekdoten sehr gelungen sind und ich mich teilweise nicht mehr eingekriegt habe vor Lachen. Kindermund und der Fitzpatrick Charme sind hier ein Garant für die volle Punktzahl, da mir dieser Band sogar noch besser gefallen hat, als der vorherige.

Dieser Band bietet auch schon einen Ausblick auf den Nachfolgeband, denn nachdem nun die beiden ältesten Fitzpatrick Sprösslinge thematisiert wurden, ist nun die schlagfertige Kayleigh dran und die hat durch ihre ekligen Arztanekdoten schon in diesem Band einen großen Anteil. Da wird sich auch bei einem leckerem Familienessen nicht gescheut, Prostata und Sexunfälle zu analysieren.

Chips machen dick, können aber erotisch sein!

Verlag: Kindle Edition
erschienen:
Seiten: 260
ASIN: B00QJ3K408

Rezension // Poppy J. Anderson - Brandheiße Küsse von Sonja


Heath Fitzpatrick löst seine Verlobung mit seiner Jugendliebe Hayden. Für die bricht eine Welt zusammen, denn die Fitzpatricks sind ihre Familie und die Heirat mit Heath war ihr großer Traum. Obwohl er ihr deutlich zeigt, dass er sie nicht mehr heiraten will, mischt sich jedoch Heath und auch der Rest der Sippe immer wieder in ihr Leben ein. Wie soll es bloß weitergehen!

Es handelt sich bei diesem Buch um den ersten Band der Boston 5. Im Mittelpunkt steht die Familie Fitzpatrick, die ordentlich Potential für Heldentum und einsame Herzen bietet. Denn Mama Fitzpatrick hat 5 Kinder, die bei der Feuerwehr, der Poilzei oder im Krankenhaus arbeiten. Alle schön anzusehen und so einsam.

Der Schreibstil der Autorin  hat mir bereits bei der Titans Reihe sehr gut gefallen, so dass ich auf diese Reihe sehr gespannt war.


Heath und Hayden sind eine besondere Konstellation. Denn sie sind bereits seit eh und je ein Paar gewesen und lernen sich nicht erst kennen. Doch das Familienoberhaupt der Fitzpatricks ist gestorben und dies löst ordentlich Chaos aus.

Die Fitzpatricks sind ein liebenswerter Haufen und man kann Haydens Verzweiflung nach empfinden, denn so eine Familie ist der Traum. Zusammenhalt und flotte Sprüche sind auf der Tagesordnung. Der Leser (vermutlich eher Leserin) bekommt auch schon Ausblick auf mögliche Folgebände, denn es werden ja 5 und es sind 5 Kinder (was für ein Zufall).

Ich gebe zu, dass Heaths Selbstmitleid und Zweifel mir teilweise ein bisschen zuviel des Guten waren, aber der besondere Humor des Buches ließen mich immer weiterlesen. Ein bisschen Action hat das Buch zum Ende hin natürlich auch zu bieten und der Bösewicht....na ich verrats nicht, aber es wird jemand auf einer Bahre hinausgetragen, obwohl er gute Überlebenschancen hat. Wer übrigens noch Anregungen zur Selbstverteidigung sucht, der sollte den Hausputz vertagen und zu diesem Buch greifen: 9 von 10 Punkten und ein Hoch auf den Erfinder des Glasreinigers!


Verlag: Kindle Edition
erschienen:
Seiten: 250
ASIN: B00MQ2N8CM