Mittwoch, 30. März 2016

Rezension // Stefanie Hasse - BookElements: Die Magie zwischen den Zeilen (1) von SINA

Lin ist eine Luftelementarierin, die zusammen mit anderen Elementaren dafür verantwortlich ist, sog. Seelenlose - aus Büchern herausgelesene Charaktere - wieder einzufangen. Ihr Team besteht aus Ric, einem Feuerelementar, Coral, einer Wasserelementarierin und Peter, einem Erdelementar. In letzter Zeit häuft sich das Aufkommen der Seelenlosen und ihr Verhalten wird immer aggressiver. Die Elementare haben große Mühe, alle wieder einzufangen. Lin ist sich nicht sicher, ob dies auch mit ihr zusammenhängen könnte, den verbotenerweise hat sie zu Hause ein Buch, in welchem sie selbst liest, obwohl ihr dies außerhalb der Bibliotheca elementaria verboten ist. In "Otherside" jedoch verliert sich Lin und der Hauptcharakter Zac ist es, der es ihr angetan hat. Und plötzlich ist Zac da, doch ist er nicht der, für den Lin ihn gehalten hat. Aber ihre Mitbewohnerin Ty scheint Interesse an Zac zu finden und Lin merkt, dass es bei ihr eher Ric ist, der sich in ihre Gedanken schleicht. Doch plötzlich merkt Lin, dass hinter allem mehr steckt, als gedacht.

Da ich den Blog der Autorin sehr gerne verfolge, vor allem, da wir den gleichen Buchgeschmack haben, war es für mich dann fast schon ein Muss, auch mal ein von ihr geschriebenes Buch zu lesen. Mit BookElements ist es ihr natürlich gelungen, ein breites Publikum anzusprechen, da es in ihrer Geschichte ja um Bücher selbst geht. Und nicht die "altbackenen", sondern die neuen, frischen Jugendromane, die so viele von uns faszinieren. Und welcher Leser, welche Leserin hat es sich nicht schon vorgestellt, wie es wäre, wenn der Hauptcharakter plötzlich neben einem stehen würde. Ein Daemon aus der Lux-Reihe würde uns ins Schwitzen bringen. Oder ein in der Sonne glitzernder Edward aus Twilight könnte unsere Herzen reihenweise brechen. Oder vielleicht eher was für die männlichen Leser? Cress aus den Luna-Chroniken, die mit ihrer Haarpracht und ihrem technischen Know-How überzeugt. Die Autorin holt sich massenweise bekannte Figuren ins Boot und lässt so beim Lesen nochmals die spannenden Geschichten Revue passieren. Hier ist es allerdings schon ein bisschen Voraussetzung, dass man die Reihe gelesen hat oder zumindest ansatzweise weiß, um was es geht.

Die Geschichte fängt schon fast harmlos an. Junges Mädchen trifft Bad Boy, ist genervt von seinem Gehabe, aber unterbewusst ist sie in ihn verliebt. Langsam baut sich die Spannung auf. Der Bad Boy bekommt Konkurrenz von einem Good Guy und plötzlich sieht sich das Mädchen zwischen den Stühlen und muss sich entscheiden. In diesem Fall ist es Lin, die sich nun mit dem Feuerdrachen Ric und dem Buchcharakter Zac rumschlagen muss und nicht weiß, wie sie die ganze Sache denn deichseln soll. 
Dass dann noch die Welt zerbrechen und die Buchwelt verschwinden soll, ist ja auch noch zur regeln.

Ich persönlich fand es sehr interessant, wie die Welt aufgebaut ist, die sich die Autorin ausgedacht hat. Es gibt eine Bibliotheca elementaria, die als Institut Lins Arbeitgeber ist. Lin hat eine besondere Gabe. Sie kann die Luft kontrollieren. Es gibt noch weitere Elementarer, die sich mit Erde, Wasser und Feuer beschäftigen können. Zusammen haben sie große Macht und sind dafür verantwortlich, aus Büchern herausgelesene Charaktere wieder in selbige zurückzubefördern. 

Ich hätte mich jedoch gefreut, etwas mehr über das Institut zu erfahren. Der Aufbau, die einzelnen Abteilungen und warum eigentlich alles so ist, wie es ist. Mit Magie wird zwar vieles erklärt, aber für mich war es letztendlich dann doch etwas unbefriedigend. Vielleicht wird dies jedoch in den nächsten zwei Bänden noch etwas näher erläutert.

Lin ist eine sehr friedliebende Person, die zwar immer versucht, es jedem Recht zu machen, aber wenn ihr etwas gegen den Strich geht, auch schon mal ihren Senf dazu abgibt. Vor allem, wenn es um Ric geht, der sich mit seinem Machogehabe  immer sehr nah am Limit bewegt. Er ist der perfekte Gegenpart zu Lin, eben wie Luft und Feuer.
Manchmal hatte ich bei den beiden "Katy und Daemon" aus der Lux-Reihe vor mir. Die beiden schenken sich auch nichts.

Trotzdem hat die Autorin es geschafft, hier etwas eigenständiges zu schaffen und mich dadurch auch in den Bann zu ziehen. Auch gerade, weil es sehr rasant zugeht und man wissen möchte, wie es denn weitergeht.

Das Ende kam mir dann doch etwas zu plötzlich und ich hätte mir hier etwas mehr Ausführungen gewünscht. Da ich jedoch noch weiter lesen kann, bin ich gespannt, was noch folgen wird.

Zum Schreibstil möchte ich noch sagen, dass dieser mich teilweise an den Stil der Rezensionen der Autorin erinnert hat. Frisch und frei wirkt er und lädt geradezu dazu ein, abzutauchen.
Da ich die Autorin auch schon live erlebt hat, kann ich auch sagen, dass sich ihre Natürlichkeit auch in ihrer Geschichte widerspiegelt.

Fazit:
Ein Buch über Bücher geschrieben von einer Buchbloggerin mit einem großen Bücherherz. Von mir gibt es dafür 8 von 10 Punkten.

Verlag: impress
erschienen:  2015
Printseiten: 288
Format: ebook
ISBN: 978-3-646-60165-7

Rezension // Shane Hegarty - Darkmouth: Die andere Seite (2) von SINA

© Sina Frambach
Finns Vater Hugo ist auf der Verseuchten Seite verschollen und Finn, Emmie und deren Vater Steve versuchen die geheimnisvolle Karte zu finden, die Hugo kurz vor seinem Verschwinden noch erwähnte. Doch so sehr sie sich auch anstrengen, sie können sie nicht finden. 
Auf der Verseuchten Seite allerdings rüsten die Legenden zum Krieg gegen Darkmouth, jetzt wo sie wissen, dass der Legendenjäger verschollen ist und nur ein Legendenjäger in Ausbildung die Stadt beschützen wird.


Oetinger
Auch der zweite Teil der Reihe legt ein rasantes Tempo vor. Kaum Luft zum Atmen bleibt Finn und Emmie. Die Suche nach der Karte stellt sich als äußerst schwierig heraus und man möchte am Liebsten ins Buch krabbeln, um den beiden zu helfen. 

Der Autor legt nochmals ne Schnippe drauf und vermischt gekonnt die Welt der Verseuchten Seite mit Darkmouth. Es wird bald klar, dass die Verseuchte Seite nicht nur Schlechtes bereit hält. Und Finn und Emmie finden unter den Legenden ein paar Verbündete. Vor allem der Hund Cornelius, der einen sprechenden Schlangenschwanz namens Hiss besitzt. Die Kreatur ist lustig und auch ernst zugleich. Da die Filmrechte an der Buchreihe bereits verkauft wurden, bin ich gespannt, wie die Legenden denn umgesetzt werden und freue mich hier insbesondere auf den Hogboon Broonie und dem Orthros namens Cornelius und Hiss.

Oetinger
Finn wird immer klarer, dass er nicht für das Legendenjägerleben gemacht ist, stellt sich aber der Herausforderung und macht sich auf die Suche nach seinem Vater. Große Hilfe bekommt er dabei von Emmie, die ihm eine sehr gute Freundin geworden ist. Ihr liegt das Jägerleben mehr und obwohl sie nur eine Halbjägerin ist und sich auch in der Ausbildung befindet, legt sie ein größeres Talent vor.

Ab Mitte des Buches wird es richtig rasant und ich hatte wieder Mühe, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Welt von Darkmouth gefällt mir außerordentlich gut. Sie ist monströs und vielfältig und lässt dabei viel Platz für Fantasie, die man richtig gut ausreizen kann.
Und dies tut der Autor auch und wirft am Ende eine Person ins Spiel, mit der man so nicht gerechnet hat. Hier bleibt auch wieder jede Menge Spielraum und somit ist alles wieder offen. 

Auch die Aufmachung des Buches ist wieder erwähnenswert. Hier liegt die Liebe im Detail und somit hat man immer etwas zum Gucken. 

Oetinger
Fazit: 
Darkmouth ist ein mysteriös monströser Ort mit allem, was eine gute Geschichte braucht. Dafür gibt es wieder die volle Punktzahl.

Verlag: Oetinger
erschienen: 2016
Printseiten: 400
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-7891-3726-6

s. a. Bibliografie Shane Hegarty 


Rezension // Shane Hegarty - Darkmouth: Der Legendenjäger (1) von SINA

© Sina Frambach
Finn ist ein angehender Legendenjäger und steht kurz vor seiner Vollendung. Nur muss er dafür nachweisen, dass er erfolgreich drei Legenden gefangen hat. Da sich Finn jedoch etwas ungeschickt anstellt, macht er mehr kaputt, als dass es ihm gelingt, Darkmouth vor den Legenden zu bewahren. Sein Vater versucht trotzdem, ihn zu motivieren und lehrt in alles Mögliche, damit Finn ein guter Legendenjäger wird. Aber lehr er ihn wirklich alles? Denn als Emmie und ihr Vater Steve in Darkmouth auftauchen, ist Finn sich nicht mehr sicher, ob sein Vater es wirklich gut mit ihm meint und ihm alles erzählt hat. Als dann auch noch eine Legende namens Broonie auftaucht und von einer Prophezeiung berichtet, die auf Finn gemünzt ist, fängt Finn an seiner Vorhersehung und an seinem Vater zu zweifeln. Und kommt dabei einigen Familiengeheimnissen auf die Spur. Doch dann bricht das Chaos in Darkmouth aus.

Oetinger
Schon länger habe ich den ersten Darkmouth-Band auf meinem SuB liegen und nun, im Osterurlaub unter sonnenbeschienenen Palmen auf der schönen Insel Teneriffa, dachte ich, dass es Zeit wird, mich diesem zu widmen. 

Die Idee, dass sich so eine Art "Ghostbuster für Dämonen" als Beschützer einer kleinen Stadt ausgibt, fand ich allein schon klasse. Dass der Hauptcharakter dann auch noch wie mein Sohn heißt, war dann ebenfalls ein Muss. 
Finn möchte eigentlich kein Legendenjäger sein. Lieber würde er später mal Tierarzt werden. Nur als Sohn des letzten Legendenjägers ist es eben seine Pflicht, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. Auch wenn Finn sich sehr bemüht, scheint er jedoch kein Talent für seine Bestimmung zu haben. Theoretisch könnte er jede Legende besiegen, praktisch kriegt er es jedoch einfach nicht hin.

Oetinger
Als dann Emmie in sein Leben tritt, ändert sich einiges für Finn. Sie wird ihm eine gute, aber sehr nervig Freundin und ihre Neugier ist unendlich. So fragt sie ihn ständig über sein Legenenjägerleben aus und damit beginnt Finn sich dann auch näher mit seinem Leben auseinanderzusetzen und bekommt auch immer mehr Zweifel.
Emmie war mir zu Anfang sehr unsympathisch, eben wegen ihrer nervigen Art. Je mehr man jedoch von ihr liest, umso mehr wächst sie einem ans Herz. Sie ist Finn eine große Hilfe und eben eine gute Freundin, die er auch so dringend braucht.

Auch die anderen Charaktere sind ihr ihrer Art sehr unterschiedlich. Vor allem Finns Mutter sticht deutlich heraus. Sie kann Finns Zweifel sehr gut verstehen und würde ihn am liebsten darin bestärken, einen anderen Weg einzuschlagen, aber auch sie weiß ob der Tradition und versucht, Finn in seiner Rolle als Legendenjäger zu unterstützen, wo es nur geht.

Oetinger
Der Schreibstil des Autors ist sehr fesselnd und ich hatte große  Mühe, das Buch aus der Hand zu legen, um mich mal dem Meer, dem Strand und der schönen Insel zu widmen. Die spannende Geschichte und auch die Aufmachung des Buches bilden ein gutes Zusammenspiel. So sind die einzelnen Kapitelanfänge mit verschiedenen Zeichnungen versehen, die zu den jeweiligen Abschnitten passen. 

Oetinger
Hier lag mir mal ein Jugendbuch vor, welches durch Spannung und ungewöhnliche Charaktere punkten konnte.

Fazit:
Spannung pur, tolle Charaktere und eine schöne Aufmachung. Absolut empfehlenswert. Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl.

Verlag: Oetinger
erschienen: 2015
Printseiten: 368
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-7891-3725-9

s. a. Bibliografie Shane Hagerty




Freitag, 18. März 2016

Rezension // Helen Maslin - Darkmere Summer von SINA

© Sina Frambach
Kate sagt begeistert zu, als ihr Schwarm Leo sie fragt, die Sommerferien zusammen mit ihm und ein paar Freunden auf Schloss Darkmere zu verbringen. Eine tolle Zeit liegt vor ihnen, so glauben sie zumindest. Doch kaum in Darkmere angekommen, überfällt Kate ein flaues Gefühl. Warum hat Leo sie eingeladen? Und woher kommen die seltsamen Geräusch und Schatten? Darkmere hütet ein dunkles Geheimnis und Kate macht sich daran, es zu erforschen. Und da ist dann auch noch Jackson, der Kate auch nicht gerade das Leben leicht macht.

Der Einstieg in das Buch fällt nicht leicht. Denn man wird quasi ins kalte Wasser geworfen und muss sich einiges selbst zusammenreimen. Denn die Hauptperson - Kate - ist eine echt ungewöhnliches Mädchen. Sie ist eine Streberin, lässt dies aber nach außen nicht erkennen, in dem sie mit gefärbten Haaren und ungewöhnlichem Outfit dagegen ansteuert. Ihre "Freunde" sind aber auch alle etwas durchgeknallt, allen voran Leo, der ein Schloss geerbt hat und nun Leute sucht, die mit ihm dort den Sommer verbringen. 

Der Erzählstil der Autorin ist einfach gehalten, fesselt einem aber doch an die Seiten und so fliegt man förmlich durch die Geschichte hindurch. 


Kate ist die Neue an der Schule und hat es nicht leicht. Schon von zu Hause aus ist sie es gewohnt, alles selbst in die Hand zu nehmen und ihr Leben zu organisieren. Viel Liebe scheint sie nicht erfahren zu haben. Man erfährt nicht viel über ihr privates Leben, nur dass ihre Mutter mehr mit sich selbst beschäftigt ist, als sich um ihre Tochter zu kümmern. Aber dies scheint Kate ihrer Mutter nicht übel zu nehmen. Und so macht sie sich auf in die Sommerferien und will diese auf einem Schloss verbringen mit Leuten, die sie so gut wie nicht kennt. Mir kam das aber auch so vor, als würde Kate vor ihrem bisherigen Leben fliehen.

Die anderen Charaktere haben aber auch Probleme. Allen voran der neue "Schlossherr" Leo, der eine ziemliche Sucht nach Alkohol und Drogen an den Tag legt. Erst ist Kate von Leo fasziniert, bis sie merkt, dass auch er mehr als ein Problem hat. Aber auch Jackson, Beano, Dan und Lucie sind keine einfachen Personen und tragen ihre Päckchen.

Sehr gestört hat mich, dass die 16 bis 18jährigen Kids ohne Probleme Alkohol und Drogen anschleppten, wie Lebensmittel. Vor allem Alkohol wurde dort getrunken wie andere Wasser konsumieren. Da hat kein Charakter eine Ausnahme gebildet. 

Überrascht hat mich, dass erst aus Sicht Kates geschrieben wurde und dann aus Sicht Eleonors. Eleanor stammt aus der Vergangenheit und war einmal Schlossherrin auf Darkmere. Ihre Geschichte wird parallel zu der Kates erzählt.
Nach und nach ergibt sich so ein Bild und die Hintergründe werden deutlich.


Die Geschichte war sehr interessant, aber leider nichts furchtbar Neues. Sehr früh war mir klar, wie alles endet. Dies nahm mir ein bisschen die Spannung. Auch hatte ich keinerlei Mitleid mit den Kids. Sie haben zwar alle ihre Probleme und wissen dies auch, aber so wirklich ändern wollen sie daran nichts. Sie stürzen sich in Alkohol- und Drogenrausche und meinen, dass damit dann alles andere vergessen ist. Ich weiß, dass sie jung sind, aber manchmal hatten sie schon sehr altkluge Sprüche drauf und dies zeigte mir, dass sie reif genug sind, um die Konsequenzen deutlich zu sehen. Vielleicht nehme ich dies aber auch etwas zu eng und werde dies deshalb nicht in meine Bewertung einfließen lassen.

Das ich förmlich durch das Buch geflogen bin und mich die Geschichte auch gepackt hat, liegt aber auch an der düsteren Stimmung, die die Autorin verbreitet hat. Gerade die Abwechslung der Sicht "Vergangenheit" zu "Gegenwart" war hochinteressant. Vor allem hat die Autorin es geschafft, hier auch zwei völlig verschiedene Schreibstile an den Tag zu legen. 
Die Gegenwart war von jugendlicher Sprache geprägt und sehr modern, während die Vergangenheit gemäßigter war und man auch das Gefühl hatte, sich in dieser zu befinden.



Die Aufmachung des Buches ist natürlich auch wieder erwähnenswert. Ein wunderschönes Cover lädt zum Träumen ein. Für mich unter anderem ein Grund, warum mich das Buch interessiert hat. Der Chicken-House-Verlag hat für Cover einfach ein Händchen. Ein echter Hingucker im Regal.


Fazit:
Ein Gruselroman der leichteren Sorte, der Dank der Erzählweise im Wert steigt. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

Verlag: Chicken House
erschienen: 2016
Format: Hardcover
Printseiten: 400
ISBN: 978-3-551-52082-1

s. a. Bibliografie Helen Maslin

Donnerstag, 17. März 2016

Rezension // Jennifer L. Armentrout - Origin. Schattenfunke (4) von SINA

© Sina Frambach
Katy wird von Daedalus festgehalten und für diverse Tests eingesetzt. Sie weiß, wenn sie nicht kooperiert, wird sich dies auf ihre Freunde und ihre Familie niederschlagen. Währenddessen sucht Deamon fieberhaft nach einer Lösung, weiß sicher aber keinen anderen Rat, als sich Daedalus ebenfalls zu stellen und von innen heraus die Organisation zu zerschlagen. Doch dort angekommen, muss er Kompromisse eingehen, die er niemals in Erwägung gezogen hat. Zusammen mit Katy versucht er, der Gefangennahme zu entkommen, doch die Entdeckungen, die sie machen geben ihnen sehr zu denken. Was genau hat Daedalus vor und vor allem, für welchen Zweck sind Daemon und Katy vorgesehen?

Sofort nach Lesen des ersten Wortes ist man wieder mitten in der Geschichte und ich hatte das Gefühl, dass ich den dritten Band erst kurz vorher gelesen habe und nicht schon ein paar Monate dazwischenliegen würden. Doch muss ich ehrlich zugeben, dass mich der vierte Teil der Reihe so mal gar nicht aus den Schuhen gehauen hat. Klar, ich wollte wissen, wie es Katy in der Gefangenschaft ergeht und mit welchen Mitteln Daemon versucht, sie dort herauszuholen. Aber das es so ablaufen würde, damit hätte ich nicht gerechnet.


Es plätscherte vor sich hin. Katy musste Tests durchstehen, einmal kam ein Oha-Effekt und dann plätscherte es wieder. Bis Daemon auf den Plan trat und dann plätscherte es wieder. Und das ziemlich lange. Es wurde viel geredet, manchmal um den heißen Brei, manchmal wurden Geheimnisse ausgetauscht und dann schwups, drehte sich das Tempo. Es wurde rasanter, aber nicht spannender. Und dann plätscherte es wieder. Puh, ich hatte wirklich Mühe, weiterzulesen, da ich mich ehrlich gesagt etwas gelangweilt habe. 
Und zeitweise musst ich mich sogar zwingen, weiterzulesen, weil Daemon einfach nicht die Finger von Katy lassen konnte. Er küsst sie, umarmt sie, herzt sie, streichelt sie, zieht sie mit Blicken aus, zieht sie wirklich aus, zieht sie wieder an, beschützt sie, drückt sie an sich, und immer, immer wieder küsst er sie, sobald es die Situation zulässt. Das war mir ehrlich gesagt, ein paar Mal Geherze zu viel. Und sie denken ständig an die eine Sache, die intime Sache, die vertraute Sache, eben den Sex. Und das in den unpassendsten Momenten. Furchtbar! Ich habe nichts gegen solches Gerede in Büchern, nein, zu manchen gehört das dazu. Aber hier, nein! Es gibt Grenzen. Wenn man lieber mit seiner Freundin ins Bett möchte, als sich Gedanken darüber zu machen, wie man sich aus der Gefangenschaft befreien möchte, dann läuft irgendetwas grundlegend falsch.


Aber gut. Die Geschichte drehte sich ja dann nochmal und am Ende gab es sogar einen richtigen Showdown mit allem Drum und Dran. Und Momenten, in denen dir der Mund offen steht. Und da hat die Autorin es geschafft, mich wieder für sich zu gewinnen. Was aber leider lange gedauert hat und deswegen zu ordentlich Punktabzug führt.
Und wieder lässt die Autorin mich am Ende im Regen stehen, führt einem an der Nase herum und zwingt einem dazu, den fünften Band (der übrigens Ende April bei Carlsen erscheint) herbeizusehnen. Und das ist ja eigentlich das, was ein gutes Buch so ausmacht, oder? Deswegen gibt es wieder Punkte dazu.

Und dann das Cover. Fast muss man es schon nicht mehr erwähnen, aber diese Reihe der Autorin ist ein wahres Schmuckstück fürs Auge, auch wenn die innere Qualität leider sehr nachgelassen hat.


Diesmal war es Daemon, der mich mächtig aufgeregt hat. Seine Art zu denken und Dinge anzugehen hat mich fast zur Weißglut gebracht. Fast kam es mir vor, als würde er versuchen, aufzugeben und die Dinge einfach hinnehmen. Keine Lösungsansätze, wie in den Bänden zuvor. Nur seine große Klappe rettet ihn aus manchen Situationen und bringt ihn und Katy aber auch fast an den Rand des Wahnsinns.

Katy kommt ungewohnt passiv rüber. Irgendwie wird alles von Daemon dominiert. Zwar wird abwechselnd aus beider Sicht geschrieben, doch verlässt sich Katy zunehmend auf Daemon und wurde für mich zu einer Art Nebenrolle und schönem Schmuckstück, dass an Daemons Seite lebt.

Ich hoffe sehr, dass sich dies im fünften Band wieder ändert, denn am Ende kommen so einige neue Dinge ins Spiel, die vieles in einem anderen Licht erstrahlen lassen.

Fazit:
Die Faszination aus Band 1 konnte sich bei mir nicht wieder einstellen, doch bleibt es eine Reihe, die ich gerne weiterverfolgen möchte. Von mir gibt es aber leider nur 5 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2016
Printseiten: 447
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-551-58343-7

s. a. Bibliografie Jennifer L. Armentrout
















Rezension // Natalie Matt + Silas Matthes - Kings & Fools: Vergessenes Wissen (4) von Sina

© Sina Frambach
Während eines Auswärtseinsatzes können die Zirkler einen Wissenschaftler des Brennenden Königs gefangennehmen. Da das Rätsel auf dem Grabstein gelöst wurde, wollen sie nun von dem Gefangenen wissen, wo sich die geheime Bibliothek befindet. Nur mit Geduld erfahren sie den Weg und Noel und Sam begeben sich auf die Reise dorthin. Doch so einfach wird es ihnen nicht gemacht, an Informationen heranzukommen. Denn der Brennende König ist hinter Sam her, deren Geheimnis tief mit ihm verwurzelt ist.



Diesmal schildert Sam die Ereignisse rund um Favilla und gibt Einblick in ihre Vergangenheit, die mit einigen Überraschungen aufwartet.
Längst steht nicht mehr das unterirdische Internat im Mittelpunkt, sondern die Suche nach den Informationen, mit welchen der Brennende König gestürzt werden kann. Sam spielt dabei keine unwichtige Rolle. Dies wissen jedoch nur Estelle und Noel. Doch auch hier ist sich Sam nicht sicher, wem und ob sie jemandem trauen kann.
Die Beziehung zwischen ihr und Noel wird etwas in den Vordergrund gestellt und Sams Gefühlswelt fährt Achterbahn. Ihre kühle Fassade fängt an zu bröckeln und gibt Einsicht auf ihr wahres Ich, dass sie aber selbst nicht wahrhaben will.

Mir kam dieser Band als eine Art Selbstfindung Sams vor. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen, auch um des Zirkels Willen. Der Zirkel bzw. Jon als Leiter des Internats wird mir jedoch zusehends suspekter. Seine Vorgehensweise ist dabei etwas ruppig und scheint unkoordiniert, obwohl stets der Brennende König im Vordergrund steht. Doch scheint sein Vorhaben ehrenvoll zu sein und auf das unterdrückte Volk gemünzt oder nimmt er alles sehr persönlich und sinnt auf Rache? Benutzt er die Zirkler für seine Machenschaften? Gerade Noel scheint ihm hier sehr verfallen.




Ich bin noch nicht richtig durchgestiegen bei Jon. Und dass dann auch noch eine neue Zirklerin namens Kyara auftaucht, hat mich vollends verwirrt. Es ging mit ihr sehr schnell. Warum durfte sie in den Zirkel? Was macht sie so besonders? Auch Sam ist sich ihrer nicht sicher. Und ich bin mir ihr da einer Meinung. Wahrscheinlich steckt hinter ihrem Auftauchen noch etwas anderes. Vor allem, da sie so ein großes Interesse an Sam zeigt. Auch die "Erklärung" von Kyara, warum sie in Favilla aufgetaucht ist, hat mich nicht befriedigen können.

Diesmal kamen mir die Sätze im Buch etwas abgehackt und kürzer vor. Aber vielleicht soll dies auch die wortkarge Art von Sam widerspiegeln. Es gibt eine Stelle im Buch, in welcher Sam ein längeres Gedicht vorträgt. Nach Beendigung war mein erster Gedanke: Wow, Sam kann doch längere Zeit am Stück reden. Kurz darauf kam fast die gleiche Aussage auch von Noel.




Viele Gefühle, ein mysteriöses Auftreten von Jon und Kyara und eine geheimnisvolle Bibliothek, die jedes Bücherherz höher schlagen lässt. Wieder ist alles auf den knapp 220 Seiten vorhanden, was ein gutes Buch braucht.

Doch ist mir aufgefallen, dass sich die Aufmachung des Buches im Gegensatz zu den ersten drei Bänden geändert hat. In der Vorschau sind Band 5 und 6 ebenfalls im Stil des vierten Teils gehaltne. Soll so angezeigt werden, dass das Tempo angezogen wird? Dass eine entscheidende Veränderung ansteht? Mir gefällt es.

Fazit:
Rundum gelungen und spannend. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

Verlag: Oetinger34
erschienen: 2016
Printseiten: 212
Format: Softcover
ISBN: 978-3-95882-072-2




Mittwoch, 16. März 2016

Rezension // Reneè Ahdieh - Zorn und Morgenröte (1) von SINA

Der Kalif Chalid lässt seine Bräute nach der Hochzeitsnacht umbringen. Auch Shiva, die beste Freundin von Sherzad wurde hingerichtet. Sherzad schwört Rache und meldet sich freiwillig zur Hochzeit mit dem Kalifen. Ihr Vorhaben, den Kalifen in der Nacht nach der Hochzeit zu töten, kann sich jedoch nicht umsetzen, da sie merkt, dass ihn etwas Geheimnisvolles umgibt. Aber auch Sherzad scheint dem Kalifen zu gefallen und so gewährt er ihr eine weitere Nacht mit ihm. Sherzad fängt an zu zweifeln und bald merken beide, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Und beide wissen, dass dies nichts Gutes bewirken kann.

Im Stil von 1001 Nacht entführt die Autorin in den Orient und wir begeben uns auf eine gefährliche Reise mit dem Kalifen Chalid und der schönen Sherzad. Zwei Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.

Ich muss zugeben, dass ich mich mal wieder von dem Hype um ein Buch habe anstecken lassen. Wahrscheinlich hätte ich gar nicht zu "Zorn und Morgenröte" gegriffen, wenn ich im Internet nicht einiges davon gelesen hätte. Aber: es war auch gut so! Das Buch hat mich sofort gefangengenommen und ich konnte kaum auftauchen aus der Geschichte rund um den stillen und mürrischen Chalid und die dafür umso lebhaftere und starrsinnige Sherzad.

Ich habe zu Hause die gesammelten Werke von "Tausend und eine Nacht" und habe mich auch schon mehrmals an ihnen versucht. Nur ist es sehr langwierig geschrieben und ich habe es bis jetzt nicht durchgestanden. Zur Zeit habe ich wieder Lust darauf, mich daran zu versuchen.


Der Autorin ist mit "Zorn und Morgenröte" jedoch etwas vollkommen eigenständiges gelungen, obwohl der Einschlag von Tausend und eine Nacht trotzdem deutlich zu spüren ist. Klingt komisch, ist aber so. Zum einen liegt dies schon an dem Namen Sherzad, der dem ursprünglichen Sheherzade ja sehr ähnlich klingt. Dann der sehr orientalische Einfluss, auch wenn man sich hier in einem fiktiven Land befindet. Und doch ist es neu und schön und herrlich und exotisch.

Sherzad ist eine sehr mutige Frau, die im Alleingang ihre Freundin Shiva rächen will und damit die Sorge ihrer Familie und ihrer Freunde auf sich zieht. Sie versucht, das Richtige zu tun, hat aber selbst Zweifel. 
Während man zu Anfang noch Zorn auf Chalid hat, entwickelt sich dieser jedoch im Laufe der Geschichte zu einem völlig anderen Menschen. So fängt man an, sich Gedanken zu machen, was denn nun genau richtig und falsch ist.

Die Autorin hat eine sehr farbenfrohe Art, die Geschichte zu erzählen, und so fühlt man sich, als wäre man mittendrin. Die Stadt, die exotischen Düfte der Speisen und Pflanzen. Die Bewohner, die mit ihren Eigenarten und sympathischen Zügen ans Herz wachsen. Ich war zeitweise sehr gefangen in der Geschichte und wollte mich mit nichts anderem beschäftigen, als dem Buch.

Mich hat das orientalische sehr fasziniert. Ich hatte auch etwas Schwierigkeiten, mich mit meinem neuen Buch zu befassen, da ich immer wieder dachte, dass Sherzad und Chalid gleich um die Ecke kommen müssten. Dies ist mir schon lange nicht mehr mit einer Geschichte passiert.

Das Ende ist - wie erwartet - ein Cliffhanger und ich bin gespannt, ob mich der nächste Teil wieder genauso in den Bann ziehen kann, wie Band 1.

Fazit:
Ein orientalischer Leckerbissen. Von mir gibt es dafür 10 von 10 Punkten.

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2016
Printseiten: 400
Format: ebook
ISBN: 978-3-7325-2267-5


Sonntag, 13. März 2016

Rezension // Alexander Odin - Pandämonium: Die letzte Gefahr von SINA

© Sina Frambach
Ein Virus verändert die Menschen und Berlin muss sich einer Katastrophe großen Ausmaßes entgegenstellen. Naomi und einige Mitbewohner ihres Plattenbaus sind in diesem eingeschlossen und stehen unter Quarantäne. Doch im Haus verändern sich einige Mitbewohner und das Leben der Gruppe noch nicht Infizierter wird mehr und mehr bedroht. Sie wollen fliehen und sich bis zu einer Zeltstadt durchschlagen. Doch unterwegs kommen ihnen so einige Gefahren entgegen und keiner weiß, ob er aus dieser Sache lebend herauskommt.

Ein Virus verändert Menschen. Wenn so etwas im Klappentext steht, hat man mich meist schon. Und dass dies dann noch alles in Deutschland, und hier eben in Berlin stattfinden soll, hat mich dann auch noch mehr interessiert. Normalerweise passieren so Dinge doch nur auf anderen Kontinenten oder in England, wie "Shawn of the Dead" so eindrucksvoll bewiesen hat. 

Zu Anfang lernen wir die verschiedeneren Charaktere kennen. Allen voran Naomi, einem 16jährigen jungen Mädchen, dass mit so allerlei Ängsten zu kämpfen hat. Dies führt auch dazu, dass sie meist das Haus nicht verlässt und sie mit Hilfe ihres Fernrohrs die Nachbarn ausspioniert. Dies erinnerte sehr an den Film "Das Fenster zum Hof" und ich sah Naomi sogar mit Gipsbein vor dem Fenster im Stuhl sitzen. Doch mit der Zeit geht in Naomi eine Verwandlung vor. Sie wird mutiger, setzt sich für andere ein und ihr Selbstmitleid geht zurück. Auch die anderen Protagonisten machen solche Verwandlungen durch. Paul, ein arbeitsloser Trinker, lernt, das Liebe alles verändern kann. 

Dann ist da noch Sigmund Witter, der Krebs im Endstadium hat und nur darauf wartet, endlich zu sterben. Bis er anfängt, Wolken über den Köpfen der Menschen zu sehen und sich daraus seine nötige Lebensenergie zieht.
Jimmy, ein Drogendealer, hat ein derart kaputtes Leben, dass ihm fast gar nicht mehr zu helfen ist. Doch lernt er noch kennen, was es heißt, Teamgeist zu beweisen.

Die Charaktere sind derart unterschiedlich, dass man sich immer wieder fragt, wie die vier es schaffen sollen, sich durch ein Berlin voll infizierter Toter zu schlagen. Dabei sind diese "infizierten Toten" nicht die klassischen Zombies, die man aus "The Walking Dead" kennt, nein. Sie scheinen clever, können mit Waffen umgehen und sind darauf aus, möglichst viele in den Untergang zu reißen. Und doch greifen sie nicht wahllos alles an, was sich ihnen in den Weg stellt. 

Die Anfänge der Seuche sind schleichend und nach und nach ergibt sich ein Gesamtbild, das meiner Meinung nach dann schon etwas zu abgehoben war. Es war schon interessant zu lesen, was der Autor sich da ausgedacht hat und dass er mal nicht auf den Zug anderer aufgesprungen ist, doch hat mir persönlich der Grund nicht sehr gut gefallen, passt er meiner Meinung nach nicht zu einer apokalyptischen Katastrophe solchen Ausmaßes.

Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Sie waren zu bunt durcheinander gewürfelt. Auch wenn sie zusammenarbeiten, ging doch irgendwie jeder seinen Weg und man merkte ihnen deutlich an, dass sie im Endeffekt nur sich selbst im Sinn haben. 

Auch die Story war etwas undurchsichtig, vieles war mir - wie schon oben erwähnt - zu weit hergeholt und gab auch keinen richtigen Sinn. Und der Grund für den Ausbruch der Seuche zu wirr. 
Der Schreibstil tat auch nicht sein Bestes. Der Sprung zwischen den einzelnen Charaktere war mir dann auch zu häufig und manche Protagonisten hatten meiner Meinung nach auch nichts in dem Buch verloren, da sie zum Voranschreiten der Story nichts beifügten.

Fazit:
Leider unausgereift und wirr. Von mir gibt es 3 von 10 Punkten.

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2013
Printseiten: 320
Format: ebook (prebook)
ISBN: 978-3-8387-1883-5

Rezension // Beate Brömse - Inseln der Stille: Ein Ausmalbuch von SINA

© Sina Frambach
Ausmalbücher für Erwachsene liegen derzeit voll im Trend. Sie versprechen Erholung vom Alltag. Man kann Abschalten und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Auch ich bin auf den Zug aufgesprungen, habe mich mit Ausmalbüchern ausgestattet und mir die für mich richtigen Stifte zugelegt.

Auf das Ausmalbuch "Inseln der Stille" bin ich nur zufällig gestoßen und das Titelbild hat mich schon sehr fasziniert. Nur hatte ich den Fehler gemacht, mir nicht das Innere anzuschauen, was aber auch leider nicht möglich war. Ich bin davon ausgegangen, dass die Bilder genauso beschaffen sind, wie in den anderen Büchern, die ich besitze. Aber hierzu gleich noch mehr.


Ein Bild zum Ausmalen ist mir zu Hause dann gleich mal ins Auge gefallen. Natürlich sind Bücher drauf und ich hab mich dann gleich mal hingesetzt und angefangen. Doch je länger ich mich mit dem Ausmalen beschäftigt habe, umso mehr verlor ich die Lust daran. Hier komme ich nun auf den Fehler zu sprechen, den ich oben schon gemacht habe. Hätte ich mich näher mit dem Buch befasst, wäre mir aufgefallen, dass die Flächen zum Ausmalen teilweise sehr, sehr klein sind. Schon sehr filigran, um es genauer zu sagen. Ich hatte teilweise Probleme, die kleinen Flächen auszumalen.


Dies hat mich sehr gestört. Vielleicht liegt dies aber auch an mir. Normalerweise bin ich ein geduldiger Mensch, Bücher mit 1000 Seiten zu lesen ist für mich eine Herausforderung, die ich gerne annehme, aber Bilder auszumalen, die aus 1000 Flächen bestehen, anscheinend nicht. Das Buch konnte deswegen für mich keine Insel der Stille werden, da es mich nervlich fast fertig gemacht hat.

Ich habe mit Holzbuntstiften gemalt, konnte also durch Anspitzen der Stifte schon bestimmen, ob ich nicht über die Linie male, trotzdem ist es mir teilweise nicht gelungen, da die Fläche eben sehr klein war.


Trotzdem habe ich mich zusammengenommen, und das Bild bis zum Ende ausgemalt, obwohl ich gegen Ende dann schon die Lust daran verlor und auch den im Vordergrund zu sehenden Kelch nur in einer Farbe angemalt habe, obwohl sicherlich mit mehreren Gold-Brauntönen hätte gearbeitet werden können.

Sämtliche auszumalenden Bilder sind so angeordnet. Hier ein weiteres Beispiel, dass meiner Meinung nach am Besten widerspiegelt, wie filigran alles angeordnet ist:


Die Bilder sind teilweise wirklich schön in ihrer schwarz-weißen Pracht, doch ich denke, dass ich dieses Buch nicht weiterverfolgen werde, da es für mich sehr nervenaufreibend war, die Flächen zu bemalen.

Schön fand ich die Zitate, die einem auf jeder Seite erwarten. Sei es von berühmten Schriftstellern, unbekannten Autoren, Dichtern oder einfach nur Sprichworte. 



Die einzelnen Seiten können sehr gut herausgetrennt werden, so dass man seine Meisterwerke auch aufhängen oder anderweitig vorzeigen kann. Das Papier ist schön dick und ich gehe davon aus, dass beim Malen mit Filzstiften auch kein "Auslaufen" der Farben auf dem Papier entsteht. 

Fazit:
Alles in allem ist dieses Buch einfach nicht für mich gemacht. Deswegen bekommt es von mir leider auch nur 5 von 10 Punkten.

Verlag: Bassermann Inspiration
erschienen: 2016
Printseiten: 79
Format: Paperback
ISBN: 978-3-572-08212-4

Dienstag, 8. März 2016

Rezension // Natalie Matt + Silas Matthes - Kings & Fools: Verfluchte Gräber (3) von SINA


© Sina Frambach
Auf dem Friedhof über Favilla werden Gräber aufgebuddelt. Eine Legende macht die Runde: Der Fleischfresser sucht seine ermordete Tochter in den geöffneten Gräbern. Jon, der Leiter des Internats, stellt Wachen auf. Noel und Sam machen dabei eine schreckliche Entdeckung. Ist es tatsächlich der Fleischfresser, der sein Unwesen treibt oder sind es eher die Wachen des Brennenden Königs, die ihnen auf die Schliche gekommen sind? Noel forscht nach und kommt dabei einem Rätsel auf die Spur, welches helfen könnte, alles zum Richtigen zu wenden.

Auch wenn ich kurze Einstiegsprobleme hatte, war ich sofort wieder von der düsteren Atmosphäre, die das Buch widerspiegelt, gefangen.
Diesmal wird alles aus Noels Sicht geschildert. Noel ist ein ernster Junge, der sich eher den Büchern und dem Wissen hingezogen fühlt, als dem Kampf und dem Heldentum. Doch scheint er für viele eh schon eine Art Anführer zu sein. Dies mach ihm aber sehr zu schaffen und er wird noch grüblerischer. Trotzdem fühlt er sich in Favilla viel wohler, als in seinem früheren Leben. Warum er allerdings vom Internatsleiter Jon bevorzugt behandelt wird, ist ihm, wie auch allen anderen Zirklern, eher ein Rätsel.

© Sina Frambach
Noel hat eine sehr grüblerische Art und macht sich teilweise auch zu viele Gedanken. Diese führen zwar zu vielen Lösungen, verunsichern ihn aber auch. Trotz allem ist er sehr tapfer. Die Dankbarkeit, die ihm entgegenschlägt, ist ihm allerdings sehr unangenehm.

Die Anfangs erwähnte düstere Stimmung wird durch die Wachschichten auf dem gruseligen Friedhof und dem dortigen Friedhofswärter noch verstärkt. Was genau die Ursache für die aufgebuddelten Gräber ist, wird nach und nach klar. Und die Bedrohung durch den Brennenden König rückt auch immer näher. Die Verzweiflung, die gerade bei dem Internatsleiter Jon zu spüren ist, zieht sich dann auch über die anderen Zirkler und es scheint keine Lösung für das vorliegende Problem zu geben.

© Sina Frambach
Das Autorenduo hat es wieder geschafft, mich mit dem dritten Teil der Reihe in den Bann zu ziehen und mir auch wieder zu wünschen, schnellstmöglich nach dem nächsten Band zu greifen. Aber hier habe ich Glück. Der vierte Band liegt schon bereit und ich kann nahtlos dazu übergehen.

Wieder kann ich nicht sagen, wann die Autoren sich abgewechselt haben mit dem Schreiben. Die Stile sind sich zu ähnlich. Dies zeigt jedoch, dass die beiden ein eingespieltes Team sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr Pate Bernhard Hennen viel zu tun hatte, um den beiden zu helfen.

© Sina Frambach
Aber nicht nur Noel ist ein interessanter Charakter, auch Sam, die mit ihrer zurückhaltenden, fast schüchternen Art  mein Herz für sich gewinnen konnte. Sie hatte etwas an sich, dass sich kaum beschreiben kann. Auf jeden Fall hat sie meinen Beschützerinstinkt geweckt, obwohl sie ja eigentlich gut auf sich selbst aufpassen kann. Ich kann deshalb auch gut verstehen, dass Noel sich zu ihr hingezogen fühlt.

Doch Sam überrascht einem am Schluss mit einem Geständnis, mit welchem ich so nicht gerechnet hätte. Und wieder ein Grund, unbedingt den nächsten Band zu lesen. Ich habe schon mal reingelinst, Band 4 ist aus Sams Sicht geschrieben und ich freue mich schon darauf, sie näher kennenzulernen.

Fazit:
Düster, spannend, unerwartet - Favilla überrascht alle. Von mir gibt es 10 Punkte.

Verlag: Oetinger34
erschienen: 2016
Printseiten: 224
Format: Softcover
ISBN: 978-3-95882-071-5