Freitag, 29. Juli 2016

Rezension // Laura Newman - Anyone Dies in Paradise (ADIP 2) von SINA

© Sina Frambach
Naya, Jaze, Summer und Gadget schaffen es nach "Trust", einer Siedlung, in der sich Überlebende zusammengeschlossen haben und so etwas wie ein normales Leben führen. Doch dann bricht auch dort das Virus aus und die Deadheads übernehmen die Oberhand. Mit Mühe und Not können die vier Freunde fliehen und nehmen Miles mit, der mit ansehen musste, wie seine Familie und Freunde von Deadheads getötet wurden. Nun schlagen sie sich zu fünft durch das kalte Kanada. Eines Tages treffen sie auf eine Person, mit der sie nicht gerechnet hätten und bekommen so die Chance, einen Ort aufzusuchen, an dem sie vielleicht Ruhe haben könnten. Doch dann kommt alles anders, als gedacht und wieder kämpfen Naya und ihre Freunde um das nackte Überleben. 

Schon mit dem ersten Band "Another Day in Paradise" war ich total gebannt von der apokalyptischen Welt, die die Autorin geschaffen hat. 
Nun geht es in die zweite Runde. Die Deadheads haben die Oberhand erhalten, trotzdem gibt es immer wieder Zusammenschlüsse von Überlebenden, die den Deadheads trotzen. Genau so ein Ort ist "Trust", eine Siedlung hinter hohen Mauern, die das normale Leben innerhalb vorgaukeln. Als Naya, Jaze, Summer und Gadget dort ankommen, meinen auch sie, dass sie hier ein normales Leben führen können. Doch wie immer kommt alles ganz anders.

Diesmal erzählt die Autorin die Geschichte aus drei verschiedenen Sichten. Zu Anfang kommt Miles zu Wort, der das Leben in Trust anpreist. Er scheint sympathisch und man merkt ihm an, dass er für seine Familie und Freunde alles tun würde. Sein Handeln ist überdacht, doch hat auch er Momente, in denen er seinen Impulsen Freiraum gibt. 

Erst später kommt Naya zu Wort und erzählt ihre Sicht der Dinge. Die Ankunft in Trust, die Gefahr, die von den Deadheads ausgeht und ihr Weg durch das kalte Kanada. 



Trailer zum ersten Teil

Die dritte Person, die zu Wort kommt, möchte ich hier in der Rezension nicht erwähnen. Dies wäre ein großer Spoiler. Nur kann ich sagen, dass sie oder er wichtig für die Handlung ist und durch sie oder ihn die Geschichte nochmals an Spannung zulegt.

Wieder konnte ich mich gut mit den Charakteren identifizieren. Hier besonders Nayas Handeln und Denken. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, mit ihr befreundet zu sein und wäre froh, sie in solch einer Katastrophe an meiner Seite zu haben.
Auch Jaze, der mit seinem klugen Handeln so manche Ideen in den Raum wirft und damit auch immer wieder beweist, dass er mit Recht der Anführer der vier Freunde ist. 

Summer und Gadget haben sich ebenfalls zu wertvollen Mitgliedern entwickelt und so sind die vier ein eingespieltes Team. Sie wissen genau, wer sich wie zu verhalten hat, verstehen sich blind, wissen, was der andere braucht und halten einfach zusammen. 

Naya und Jaze, die als Paar die Apokalypse gemeinsam überstehen, werden dabei nicht als überromantischen Pärchen dargestellt. Sie zeigen zwar, dass sie zusammengehören, aber man merkt deutlich, dass sie ihre Gefühle nicht übertrieben deutlich zur Schau stellen. Und trotzdem weiß man, dass sie alles füreinander tun werden. 

Aber auch die "bösen" Gegenspieler sind gut ausgearbeitet. Wie es mittlerweile der "Trend" ist, stehen die eigentlichen Bösewichte, die Deadheads gar nicht so richtig im Mittelpunkt. Es geht um das Menschliche bzw. ob die Menschen es schaffen, menschlich zu bleiben oder vollkommen dem Wahnsinn zu verfallen und sich somit ihr eigenes Grab zu schaufeln. So gibt es dann auch unter den Menschen die "Bösen" und die "Guten". Dass Naya und ihre Freunde zu den Guten gehören, haben sie schon mehrfach beweisen können. Und so brauchen sie natürlich den Gegenpart, das Böse, dass ihnen das Leben schwer macht. Und dass das Böse - dabei verkörpert durch einen Mann namens Borrows - dabei mit skrupellosen Machenschaften vorgeht, brauche ich nicht zu erwähnen. 

Ab Kapitel 32 ließ mich die Autorin nur noch mit offenem Mund dasitzen. Ein Ereignis jagt das nächste. Meine Gefühlswelt fährt Achterbahn und es passieren Dinge, die ich mir gar nicht vorstellen wollte, aber dann leider genauestens nachlesen musste. Ich habe gehofft, getrauert, gehasst, gekämpft und Flüche ausgestoßen. Doch es hat nichts genutzt. Diese Wendung in der Story hat mich hilflos gemacht und ich war der Geschichte endgültig verfallen. 

Dies ist nun mein drittes gelesenes Buch der Autorin und mittlerweile kann sie sich bei meinen Lieblingsautoren einreihen. Denn gerade ihre so anschauliche Art des Schreibens hat sich bei mir festgesetzt. Sie setzt bei mir ein Kopfkino in Gang. Zum Glück habe ich noch einige Bücher von ihr vor mir. Und ich hoffe sehr, dass noch viele weitere Bücher folgen werden.

Fazit:
Eine neue Favoritenreihe, die sich in mein (e)Regal gestohlen hat. Für diesen tollen Abschluss der Dilogie gibt es von mir die volle Punktzahl. 

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2016
Printseiten: 332
Format: ebook
ISBN: 978-3741237621





Montag, 25. Juli 2016

Rezension // Jojo Moyes - Ein ganz neues Leben von SONJA


Lou ist zurückgekehrt. Zurückgekehrt in den Alltag und in der Realität. Nach Paris und diversen Reisen arbeitet Lou nun in einer kleinen Bar am Flughafen. Die Wohnung karg und ihr Kleidungsstil inzwischen belanglos. Ihr Leben plätschert so dahin. Will hat eine große Lücke hinterlassen. 
Lou versucht ihrem Leben einen Sinn zugeben, in dem sie zu einer Selbsthilfegruppe für Hinterbliebene geht. Dort lernt sie interessante Leute kennen. Doch eines Tages klingelt überraschender Besuch an ihrer Tür, der alles auf den Kopf stellt.

Ich habe mich lange vor dieser Fortsetzung gedrückt. Immerhin ist "Ein ganzes halbes Jahr" ein wundervoller Roman und ich wollte mir Lous Bild nicht durch eine Fortsetzung zerstören lassen. Dennoch war ich neugierig und ich tat mich sehr schwer. Denn Lou ist nicht mehr die lebensfrohe, bunte und schrille Lou, die Will versuchte, ins Leben zurück zu reißen.

Sie gibt sich einem belanglosen Leben hin, greift jeden Abend zum Wein und betrauert Will. Irgendwie fand ich das traurig beim Lesen, so dass ich sogar zwischendurch pausiert habe. Vermutlich bezweckte die Autorin dies jedoch. Endlose Traurigkeit. Da kommt Lous Überraschung namens Lily um so stürmischer daher. Auch Lous Nahtod Erfahrung bringen nicht nur Schmerzen und dumme Sprüche ihrer Umgebung mit sich, sondern auch noch einen Sanitäter namens Sam.

Interessant ist natürlich auch, was aus den Traynors und Lous Familie geworden ist. Besonders der Emanzipationsschub von Lous Mutter bringt einige Lacher bezüglich Beinbehaarung mit sich. 

Wie das alles zusammenpasst und wie Lous Leben wieder geordnet wird, müsst ihr selbst lesen. Das Ende fand ich nach den überstandenen Krisen etwas eigentümlich aber ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Rowohlt
erschienen: 2015
Seiten: 528
ISBN: 978-3805250948

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

Sonntag, 24. Juli 2016

Rezension // Nalini Singh - Rock Kiss: Du bist alles für mich von SONJA


David Rivera ist Drummer und gilt als Gentleman of Rock. Frauenherzen könnte er alle im Sturm erobern, doch er interessiert sich nur für die PR Managerin Thea. Diese ist jedoch Rockmusikern mehr als kritisch eingestellt und lässt den sexy Musiker mehr als einmal abblitzen. Aber David gibt nicht auf.

Ich habe mit dieser Enovelle angefangen, da mir geraten wurde, diese vor Band 1 und den Folgebänden zu lesen. Doch beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass diese Enovelle deutlich nach Band 1 spielt, denn einige Paarungen und Probleme werden hier bei den anderen Bandmitgliedern bereits angesprochen.

Sicherlich erfährt der Leser - vermutlich eher Leserin - von der Gründung der Band und den familiären Hintergründen, doch schon Spoiler bezüglich der anderen Bandmitglieder zu erfahren, wollte ich eigentlich vermeiden, da ich Band 1 bis 3 gleich im Anschluss lesen wollte und auch werde. Ich werde daher berichten, welches m. E. die richtige Reihenfolge ist.

David ist ein charismatischer und bodenständiger Typ, der aufgrund seiner Herkunft auch für seine Zukunft eine konservative und treue Frau sucht, die wie Thea auf High Heels sexy durchs Leben stöckeln darf. Thea dagegen hat zwar eine liebevolle Familie, die sie unterstützt, musste aber schon einige Rückschläge hinnehmen, woran ihr Selbstbewusstsein noch ordentlich zu knapsen hat.

Diese Selbstzweifel ziehen sich massiv über das ganze Buch und ich fand es trotz der spritzigen und lustigen Emails/SMS, die zwischen den beiden Protagonisten regelrecht abgefeuert werden, etwas nervig. Trotz Spannungsbogen und sexy Szenen, waren die Zweifel stets präsent, so dass ich hier 7 von 10 Punkten vergebe. Das Konzept von Rock Kiss finde ich aber dennoch sehr gelungen.

Verlag: Lyx Digital
erschienen: 2015
Seiten: 182
ASIN: B010U2FNZE
© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

Rezension // Jeaniene Frost - Betörende Dunkelheit von SONJA


Cat und Bones haben mit Dons Nachfolger ordentlich zu kämpfen. Denn der nutzt Cats ehemaliges Team und die Forschungseinrichtung zu ganz anderen Zwecken. Cat und Bones sind gezwungen einzugreifen. Sie müssen das Team retten und die Forschungsergebnisse vernichten, um einen Krieg zwischen Vampiren, Ghulen und Menschen zu verhindern. Doch dann stellt sich heraus, dass noch eine andere Partei mit mischt ....

Dies ist der inzwischen 7. Band der Night Huntress Reihe. Die Handlung baut jedoch nicht nur auf den Geschehnissen dieser Reihe sondern auch auf den Geschehnissen der Night Huntress World Reihe auf. Ich habe das Buch eine Weile liegen lassen, da ich das Gefühl hatte, durch die Zeitspannen der Veröffentlichungsdaten der Bücher den Anschluss verloren zu haben. 

Doch da ich die Reihen immer geliebt habe, habe ich mir neulich einen Ruck gegeben. Tatsächlich gibt es eine Menge Daten und Personen, aber durch Schilderungen, Einschübe und Beschreibungen der Autorin kommt man wider Erwarten gut in die Handlung rein, die sehr reißerisch ist. Man schwimmt beim Lesen mit. Die Aktion ist wie gewohnt blutig (bei den Beissern kein Wunder).

Wer ein Freund der Resident Evil Filme ist, wird vielleicht an die Umbrella Organisation erinnert, die auch skrupellos Forschungen betrieben haben. Cats Weg durch die Basis erinnert jedenfalls an Alices Weg durch das unterirdische Genlabor der Umbrella Organisation.

Die zynischen und sarkastischen Wortgefechte sind allerdings wirklich etwas besonderes zum Schmunzeln. Diese konzentrieren sich jedoch nicht nur auf die Hauptfiguren Cat und Bones, sondern auch auf die übrigen Personen. Das diese so vielfältig und wortgewandt gelungen sind, liegt vermutlich an dem Imperium der Figuren, das Jeaniene Forst um die Gevatterin Tod aufgebaut hat. Auf jeden Fall gibt es hier lustige Anspielungen auf den Einsatz von Pfannenwendern beim Sex und Natursektspiele.

Familie kann man sich nicht aussuchen und so bereitet diese mit dem übernatürlichen Aspekt noch interessante Probleme bei der Friedensmission. 7 von 10 Punkten, da ich dennoch das Gefühl hatte, dass von Cat und Bones genug erzählt wurde. Obwohl ich neugierig bin, was da in den Auskopplungen noch kommen könnte.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2015
Seiten: 352
ISBN: 978-3442383788

© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

Rezension // C. J. Daugherty - Secret Fire: Die Entflammten (1) von SINA


Auf Sacha liegt ein uralter Fluch. Er kann nicht sterben. Zumindest nicht vor seinem 18. Geburtstag. Denn dann stirbt er endgültig. Sacha kann mit dem Fluch nicht umgehen und macht sich selbst das Leben schwer, in dem er immer waghalsigere Aktionen ausprobiert. Erst als er Taylor kennenlernt, merkt er, dass es vielleicht eine Hoffnung gibt, sich von dem Fluch zu lösen. Denn Taylor hat ebenfalls Fähigkeiten, die helfen könnten. Doch beide haben nicht mit den dunklen Dämonen gerechnet, die sie tot sehen wollen. Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Sachas 18. Geburtstag steht kurz bevor.

Mit einem Wort: Wow! Mehr bräuchte ich eigentlich nicht zu schreiben. Doch das wäre nicht meine Art. 
Mit dem Auftakt zur Reihe hat die Autorin mich total in den Bann ziehen können. In einem Rutsch hatte ich das Buch durchgelesen und mich am Ende tierisch darüber geärgert, dass ich es getan habe. Ich hätte es mehr genießen müssen, mich noch mehr auf die Geschichte einlassen sollen. Aber es ging nicht. Es war einfach zu gut, um es langsam zu lesen.


Ich habe von der Autorin bis jetzt nur den ersten "Night School"-Band gelesen, der mich allerdings nicht so mitreißen konnte, weil ich mit der Hauptperson einfach nichts anfangen konnte. Dies ist hier nun total anders. 
Taylor und Sacha sind zwei Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sacha ein Draufgänger, der mit sich und dem Leben abgeschlossen hat und nur darauf aus ist, noch etwas Sicherheit für seine Familie zu erhalten. 
Taylor dagegen die spießige Schultussi, die ihre Zukunft aufbauen will und sich immer an alle Regeln hält. 

Als die beiden aufeinanderstoßen, überdenken si ihr Leben, was natürlich auch mit ihren Fähigkeiten zu tun hat. 
Taylor macht eine sehr große Wandlung durch, bleibt aber auch ihren Grundprinzipien treu. Ich mag Taylor sehr gerne. Sie hat eine offene, ehrliche Art. Ihr kluges Auftreten hilft so manches Problem zu lösen und man muss einfach Vertrauen zu ihr fassen. Das wiederum merkt auch Sacha. Dies führt dann dazu, dass beide merken, dass sie einander brauchen, um die Zukunft überstehen zu können. 
Sacha braucht lange, bis er sich dazu entschließt, um sein Leben zu kämpfen. Und er ist froh, Taylor gefunden zu haben. 

Die Autorin legt hier einen sehr fesselnden Schreibstil an den Tag. So ist es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. 

Ich hatte das große Glück, das Buch lesen zu dürfen, bevor es erschienen ist und ich kann jetzt schon sagen, dass es zu meinem Jahreshighlight 2016 zählen wird. 


Auch die Beschreibung der einzelnen Orte ist faszinierend. So z. B. Paris.  Denn dort lebt Sacha. Er selbst merkt erst, in welch schönem Ort er lebt, als er Taylor kennenlernt und bringt Taylor auch die Schönheit dieser Stadt näher. 

Manche Szenen fangen mit sehr leisen Tönen an, steigern sich dann aber mächtig und letztendlich wird mit einem Krach das Ende eingeläutet. Ich habe mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt.
So ist eigentlich das ganze Buch aufgebaut. Zu Anfang kann man aus abwechselnder Sicht erstmal Taylor und Sacha kennenlernen. Dies ist aber keineswegs langweilig, da beide Jugendlichen faszinierende Persönlichkeiten sind. Gegen Mitte des Buches kommt dann nochmals richtig Fahrt auf und steigert sich dann in den berühmten Showdown mit einem nicht sehr überraschend kommenden Cliffhanger. 

Ich kann es nun kaum erwarten, bis der zweite Teil erscheint. Aber hier muss ich mich in Geduld üben. Dies gehört aber büchertechnisch nicht gerade zu meinen Stärken.

Fazit:
Ein toller Auftakt zu einer spannenden Reihe. Ich vergebe dafür die volle Punktzahl.

Verlag: Oetinger
erschienen: 22. August 2016
Format: Hardcover
Printseiten: 448
ISBN: 978-3-7891-3339-8



Samstag, 23. Juli 2016

Rezension // Fay Winterberg - New Steampunk Age: Das Amulett in der Wüste (2) von SINA


© Sina Frambach
Lilith hat sich nach ihrem Aufenthalt in Wien schon fast wieder häuslich eingerichtet, als eine Einladung zur großen Zusammenkunft der Vampir-Oberhäupter Europas eintrifft. So macht sie sich zusammen mit ihrem Vater auf nach London, um herauszufinden, was sich Neues ergeben hat. Als Elisabeth, der Prinz von London, ihr einen Auftrag erteilt, in Ägypten nach einem Artefakt zu suchen, macht sich Lilith zu gerne dahin auf. Als die dort ankommt, merkt sie, dass sie mit dem Artefakt mehr verbindet, als sie zu hoffen gewagt hat. Und schon bald ist sie gefangen in einem uralten Machtkampf.

Eigentlich hatte ich mir nach Beendigung des ersten Teils gesagt, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde. Der erste Teil "Wien, Stadt der Vampire" hat mich nicht so sehr mitreißen können und die Geschichte war sehr schwach ausgearbeitet. Da ich aber den Blog der Autorin und auch ihr Facebook-Profil "stalke", habe ich natürlich mitbekommen, dass sich Fay Winterberg die Kritiken an ihrem ersten Teil sehr zu Herzen genommen hat und sich für den zweiten so richtig ins Zeug legen würde.

Deswegen habe ich ihr nochmals einen Chance gegeben, die die Autorin auch in vollem Stil nutzen konnte. Zu Band 1 habe ich himmelweite Unterschiede feststellen können. Nicht nur der Schreibstil hat sich geändert, nein, auch die Geschichte und die Charaktere an sich waren um einiges besser ausgearbeitet. 

Ich hatte zwar einige Zeit gebraucht, um wieder in die Geschichte hineinzukommen und musste mir auch ein kurze Zusammenfassung des ersten Teiles zu Gemüte führen, aber dann war ich mittendrin und habe mich von der Story um Lilith und ihre Vampirfreunde und auch -feinde in den Bann ziehen lassen. 
Befindet man sich zu Anfang noch in Deutschland und England, führt die Reise letztendlich nach Ägypten. Es werden verschiedene Mythen miteingeflochen und so ergibt sich ein bunter Mix aus Steampunk, historischen Begebenheiten und Fantasy der feinsten Art.

Sehr schmunzeln musste ich, als die Autorin in ihrem Werk weitere Geschichten aus dem Art Skript Phantastik Verlag bewirbt. Für alle, die es hier nicht wissen, die Autorin Fay Winterberg ist die führende Kraft, die hinter dem Verlag steht. 


Aber auch die Aufmachung des Buches ist natürlich ein Hingucker. Auch ein Verdienst der Autorin, die die Cover selbst gestaltet. Und dies mit einem wunderbaren Hang zum Detail. Man merkt die Liebe zum Beruf deutlich. Sie spiegelt sich in jedem Buch des Verlages wieder. Aber nicht nur das Cover lässt sich sehen, sondern auch das Innere, welches immer wieder mit kleinen Bildchen geschmückt ist.


Durch die starke Weiterentwicklung in Bezug zu Band 1 habe ich mich nun endgültig auf die Charaktere einlassen können.
Lilith, die sich erst vor kurzem auf ihr Leben als Halb-Vampirin eingelassen hat, ist sehr wissbegierig und versucht schnellstmöglich viel über sich, ihren Vater und ihre Vorfahren herauszufinden, um sich auch auf ein Leben als Vampirin vorbereiten zu können. Dies gelingt ihr mehr oder weniger geschickt und sie tappt auch gerne in Fettnäpfchen. Trotzdem schafft sie es meist mit Witz und Charme aus den Situationen herauszukommen und letztendlich auch als Gewinnerin dazustehen. Ihre Art ist sehr sympathisch und sie hat auch einige Freunde, die ihr in manchen Situationen treu zur Seite stehen.

Anders natürlich ihre Gegenspieler. Diese sind - wie es auch sein soll - eher der dunklen Seite des Vampir-Daseins zugeneigt und erfüllen somit das Bild, dass man von Vampiren so im Kopf hat. Der Kampf untereinander führt zu Machtspielen, Intrigen und dem üblichen Wahnsinn, wenn Gut und Böse versuchen, die Oberhand zu gewinnen.


Zum Ende hin ergibt sich ein kleiner Showdown und es kommt natürlich auch noch ein sehr fieser Cliffhanger. Dieser schreit geradezu nach einem dritten Teil, der aber schon angekündigt ist. Also heißt es abwarten. Ich freue mich auf alle Fälle auf ein neues Abenteuer mit Lilith.

Fazit:
Ein toller zweiter Teil, der Lust auf viele Fortsetzungen macht. Von mir gibt es dafür 8 von 10 Punkten.

Verlag: Art Skript Phantastik 
erschienen: 2016

Format: Klappenbroschur
Printseiten: 211

ISBN: 978-3-9815092-7-4

Rezension // Tim Erzberg - Hell-go-Land von SINA

© Sina Frambach
Anna Krüger tritt ihre neue Stelle als Polizistin auf Helgoland an. Nach langer Zeit kehrt sie auf die Insel zurück, auf der sie schon als Kind gelebt hat. Unvorstellbare Ereignisse hatten dazu geführt, dass Anna der Insel den Rücken kehrt. Doch nun möchte sie mit der Vergangenheit abschließen und es scheint ihr sinnvoll, dies dort zu tun, wo alles angefangen hat. Doch kaum will sie ihren ersten Arbeitstag beginnen, bekommt sie ein Päckchen zugeschickt. Darin befindet sich ein abgetrennter Daumen. Und geheimnisvolle Nachrichten auf dem Handy lassen ihren größten Albtraum wahr werden. Wer spielt hier ein perfides Spiel mit ihr? Hat es mit ihrer Vergangenheit zu tun? Anna wird Tag für Tag weiter in den Abgrund gezogen.

Irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, ein sehr leises Buch zu lesen. Das einzige, dass mächtig laut war, waren die Naturgewalten, die auf die kleine Insel Helgoland einschlugen und ständig präsent waren. Ansonsten war gerade Anna, der Hauptcharakter, eher zurückhaltend. Sie ist froh, wenn ihr jemand vorgibt, was sie tun soll und hält sich so an ihre beiden Kollegen Marten und Paul. Paul übernimmt dabei die Führung und versucht mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln herauszufinden, wer Anna so übel mitspielen will. Das dies auf Helgoland nicht so einfach ist, wie in großen Städten auf dem Festland, spielt allen übel mit.

Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Beschreibung der Insel Helgoland. Ihre raue, wilde Schönheit wird sehr oft in den Vordergrund gerückt und hat in mir den großen Wunsch geweckt, dies doch mal in Natura zu erleben. Gerade bei der doch sehr krassen Situation, dass ein Orkan mehr als eine Woche lang über die Insel fegt und dort das gesamte Leben lahmlegen will. Doch das gelingt ihm nicht. Die Inselbewohner trotzen dem und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie leben ihr Leben weiter, zwar im Sparprogramm, da man sich besser nicht außerhalb der vier Wände bewegen soll, aber trotzdem mit allem, was möglich ist.
Diese Beschreibung hat mir sehr gut gefallen. Fast noch besser, als die Geschichte selbst.

Denn diese ist von Anfang an richtig spannend. Anna hat mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und schlagartig bekommt sie durch den Erhalt des Päckchens nochmals einen Rückblick auf diese. Auch wenn sie am Anfang erst die Angelegenheit nicht mit sich in Verbindung bringen will, muss sie irgendwann ihre Augen öffnen und einsehen, dass sie der Mittelpunkt des Ganzen zu sein scheint. Aber sie ist ratlos.

Zwischen den einzelnen Kapiteln über Anna gibt es immer wieder kursive Abschnitte, die erzählen, was der Täter gerade macht. Natürlich ohne zu verraten, wer es ist. Aber auch eine weitere Person, Katharina Loos, die als Putzfrau auf Helgoland arbeitet, kommt oft zu Wort und erzählt in einem Nebenstrang einen wichtigen Teil der Geschichte.

Erst am Ende laufen alle Fäden zusammen und es ergibt sich ein Gesamtbild. Leider konnte ich mir schon etwa nach einem Drittel des Buches denken, wer denn hinter dem ganzen steckt. Trotzdem war es sehr spannend zu lesen, wie auch Anna auf die Idee kommt und vor allem, warum.

Der Autor hat einen sehr anziehenden Schreibstil, gerade wenn es um die Beschreibung Helgolands geht. Aber auch die spannenden Momente werden klar und strukturiert wiedergegeben und so hatte ich Mühe, das Buch aus der Hand zu legen. Auch wenn ich schon wusste, wer der Täter ist.

Die weiteren Charaktere wie die beiden Polizisten Marten und Paul, die Inselhure Dora, die Ärzte und Kneipenbesitzer waren sehr gut gezeichnet und haben immer wieder zur Geschichte beitragen können. Nichts war langweilig oder als Lückenbüßer gedacht. 

Der Inselpastor war auch eine treue Seele. Er war Anna eine große Hilfe und hatte gute Ratschläge. Seine Anwesenheit hat Anna sehr gut getan.

Fazit:
Ein faszinierender Roman über eine faszinierende Insel. Auch wenn ich früh den Täter kannte, gibt es von mir aufgrund des spannenden Schreibstils 9 von 10 Punkten.

Verlag: HarperCollins
erschienen: 2016
Format: ebook
Printseiten: 400
ISBN: 9783959676038


Rezension // Tommy Krappweis - Mara und der Feuerbringer: Das Todesmal (2) von SINA



© Sina Frambach
Mara hat es noch nicht geschafft, die Welt vor der Götterdämmerung zu retten. Also versucht sie weiter mit Hilfe von Professor Weissinger herauszufinden, wie sie diese aufhalten kann. Dabei stößt sie auf rätselhafte Verse und Vorhersehungen. Loge, der Feuerbringer, scheint an Kraft zu gewinnen und es kann ihr anscheinend nur einer helfen. Der Gott des Meeres Njördr. Also sucht Mara diesen auf, merkt aber, dass ihr einfach zu viele Steine in den Weg gelegt werden. Doch Mara wäre nicht Mara, wenn sie die Steine nicht dazu nutzen würde, um sich Brücken zu bauen.

Auch der zweite Teil um Mara und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten hat mich sofort in den Bann ziehen können. Dies liegt unter anderem an der spannenden Geschichte, aber auch an der so lebhaften Art, die der Autor dazu nutzt, um die Geschichte zu erzählen. So hatte ich wirklich teilweise das Gefühl, mittendrin zu sein und zusammen mit Mara die Abenteuer zu bestehen.




Mara hat sich in kurzer Zeit sehr weiterentwickelt. Ihr pubertäres Verhalten ist zwar noch geblieben, doch zeigt sie großes Interesse daran, nun nicht mehr nur für sich alleine zu kämpfen, sondern Hilfe anzunehmen. Diese Hilfe gibt es in Form des Professors Weissinger, aber auch durch andere Gestalten, die der nordischen Göttersage entsprungen sind.

Die Mischung aus "modern vs. Altertum" ist faszinierend und lässt eben auch eine Menge Spielraum. Der Autor bedient sich hierbei vieler Dinge und weiß diese geschickt miteinander zu verbinden. So wird aus verschiedenen Orten, Personen und Mythen eine perfekte Story, um einen für Stunden gut zu unterhalten.

Besonders gut gefallen hat mir in diesem Teil der Professor, der durch Mara wieder etwas jünger zu werden scheint. Er scheut keine Risiken, steht mit gutem Rat zur Seite und überrascht mit Dingen, die man ihm gar nicht zugetraut hat. Ich denke, dass er im letzten Teil bestimmt nochmals eine wichtige Rolle spielen wird.



Ebenso Mara. Sie hat einen großen Sprung gemacht, sich mit dem abgefunden, was sie ist. Ihre Aufgabe nimmt sie sehr ernst und ist auch bereit, notfalls mit ihrem Leben dafür zu bezahlen. Sehr mutig für eine 14jährige, die eigentlich immer nur eins wollte: nicht auffallen.

Es gab allerdings ein, zwei Szenen, da hätte ich mir gewünscht, dass Mara und der Professor nicht ganz so leicht davonkommen. Doch hat der Autor dies mit anderen Szenen wieder wett machen können. So gibt er Situationen vor, die ich als ausweglos darstellen würde, aber mit einer geschickten Wendung der Seiten stehen plötzlich Mara und der Professor als Gewinner da. Ob dies allerdings immer so bleiben wird, kann ich natürlich nicht verraten. Nur eins: gerade am Ende wird es für Mara sehr hart und dies führt dazu, dass sich ein toller Cliffhanger ergibt, der es mir nun unmöglich macht, nicht zum dritten Band zu greifen. 



Auch ist der Wunsch, mir den Film zum ersten Teil anzusehen, nochmals gestiegen und ich werde dies schnellstmöglich nachholen. 

Die Geschichte an sich ist wieder sehr spannend. Das Einbringen verschiedener nordischer Götter bringt eine anständige Portion Mythik mit hinein und so fragt man sich, ob sich die Menschen zur damaligen Zeit wirklich ihre Götter so vorgestellt haben. Aber irgendwie passt es. Das Hochmütige zu Njördr, die Eitelkeit zu Loki, die Fürsorge zu Sigyn. Besonders gut hat mir Hel gefallen, die als Wächterin der Unterwelt eine große Rolle spielt.

Ich mag einfach die Art des Autors, einem die Geschichte etwas näher zu bringen. Nicht nur die nordische Mythologie, auch die römische und germanische Geschichte wird abgehandelt. Und so möchte ich mir auch gerne mal die Orte ansehen, die im Buch erwähnt werden. Wenn es mich in die Richtung verschlägt, werde ich auf alle Fälle eine Besichtigungstour machen.

Fazit:
Spannung pur, die richtige Mischung der Charaktere und viel Informationen. Von mir gibt es dafür wieder die volle Punktzahl.

Verlag: Schneiderbuch
erschienen: 2010
Format: Hardcover
Printseiten: 336
ISBN: 978-3-505-12786-1

s. a. Bibliografie Tommy Krappweis 


sina frambach

Freitag, 22. Juli 2016

Rezension // Lauren Rowe - The Club: Love von SONJA


Sarah und Jonas nehmen es trotz der lebensbedrohlichen Situation mit dem Club auf. Denn sie wollen den Verbrechern das Handwerk legen und in Frieden leben.

Nach dem blutigen Cliffhanger des Vorbandes muss die Leserin nicht lange auf die Handlungsfortsetzung warten. Das Blut ist noch nicht getrocknet und Jonas und Co. bibbern im Krankenhaus um Sarah. Jonas hat in dieser Zeit einige Flashbacks zu seinem Kindheitstrauma, die später mit Sarah gekonnt in der Handlung aufgegriffen und aufgearbeitet werden. Die Verbindung zum Bergsteigen und dem Tod der Mutter finde ich sehr gelungen und etwas ganz Besonderes.

Achtung liebe Leser: Hier haben wir wieder einen klassischen Fall von einem Übersetzungsfehler. Sarah wird auf einer BAHRE abtransportiert. Keine Angst. Es hätte eine TRAGE sein müssen. Es ist kleinlich, aber mich ärgert in Romanen dieser Fehler immer wieder und verursacht unnötig, Herzklabastern, wenn man denkt, dass ein Protagonist gerade gestorben ist.

Schnell wird klar. Sarah hat durch ihr Handeln ihr Leben gerettet und eine Möglichkeit gefunden, gegen den Club zu ermitteln.

Doch dies ist eine große Sache und so muss das Team um Josh, Kat und den Hacker Henn erweitert werden. Eine schlagfertige und sexy Truppe, die sich als Rächer a la Oceans Eleven sieht. Das dieses Buch noch nicht so lange in einem Fundus liegt, kann man daran erkennen, dass der Russland und Ukraine Konflikt einen Weg in die Handlung findet. Auch das Lied "Take me to church" ist noch nicht lange aus den Charts und hat mir einen Ohrwurm während des Lesen beschert. 

Die Dialoge möchte ich an dieser Stelle besonders betonen, denn es gibt einiges zum Schmunzeln. Hier werden "Auas weggeküsst" und sarkastisch erwähnt, dass eine Trennung körperliche Schmerzen verursacht. Ach ja, das waren dann halt doch nur die Stichwunden.....
Mea Culpa Bullshit und Valentinstagbullshit hat man auch noch nicht oft gelesen und das Ende krönt....ich verrat nix, aber es geht danach tatsächlich zu Ikea, obwohl dies laut Jonas im ersten Band das Schlimmste ist, was ein Paar machen kann. 

Ursprünglich sollten es in der Vorschau nur drei Teile sein. Nun steht ein weiterer Band an und ich frage mich nach Abschluss der Handlung ernsthaft, was da noch kommen soll und ob dies so sinnvoll ist. Denn die diversen Handlungsstränge finden hier gekonnt ihren Abschluss. 9 von 10 Punkten weil mir der akrobatische Sex und Jonas Klammern an manchen Stellen minimal zuviel war.

Verlag: Piper
erschienen: 2016
Seiten: 368
ISBN: 978-3492060431


© Sonja Kochmann

Mittwoch, 20. Juli 2016

Rezension // Ellen Sussman - Die vergessenen Träume von SONJA


Bali. Für die einen ein Ort zum Träumen und zum Urlaub machen. Für die Amerikanerin Jamie ein wahr gewordener Alptraum. Vor einem Jahr wurde sie bei einem Bombenattentat in einem Nachtclub auf Bali schwer verletzt und ihr Freund getötet. Anlässlich einer Gedenkfeier stellt sie sich ihren Ängsten und kehrt zurück. Sie hofft auf ein Wiedersehen mit Gabe, der sie damals aus den Trümmern zog.

Das Buch ist bereits vor einiger Zeit gebunden im Limes Verlag erschienen. Als ich nun das Taschenbuch beim Stöbern in der Buchhandlung in der Hand hielt, musste es einfach mit nach Hause. Vermutlich war es dass leider immer noch aktuelle Thema des Klappentextes, was mich so faszinierte.

Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen der lockere und leichte Schreibstil - trotz des ernsten Themas - hat mir sehr gut gefallen. Die Seiten flogen nur so dahin, so dass ich das Buch tatsächlich an einem Tag (mit ein bisschen Nachtschicht) durchgelesen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. In dieser Form hatte ich das schon lange nicht mehr.

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt spielt 2003. Ein Jahr nach dem Attentat und setzt bei Jamies Ankunft auf Bali an. Sie hat scheinbar zurück ins Leben gefunden und muss sich damit auseinandersetzen, dass jeder unterschiedlich mit solch einem Verlust umgeht. So kämpfen die Balinesen nicht nur um eine Touristenattraktion, sondern auch um ihren Glauben. Eine lebenslange Trauer ist aufgrund der notwendigen Nachkommensregelung kaum möglich und Reinkarnation fast tröstlich. Hier prallen Kulturen aufeinander. Jamie findet durch das Straßenkind Bambang eine Möglichkeit ihren Retter Gabe ausfindig zu machen.

Der zweite Abschnitt spielt 2002 unmittelbar vor dem Anschlag. Gabe hat aufgrund einer familiären Tragödie seinen Lebensmittelpunkt aus den Staaten nach Bali verlegt. Er trifft sich gerade mit einem Freund in einer Bar gegenüber des Nachtclubs. Die darauffolgenden Stunden und auch Tage beschäftigen sich ausschließlich mit Gabe und Jamie und an dieser Stelle kann man auf keinen Fall aufhören zu lesen oder etwas verraten. 

Der dritte Abschnitt spielt wieder 2003 und alle Personen lernen abzuschließen und weiterzumachen. Dies trifft für Jamie, Gabe und auch die wundervollen Nebenfiguren zu, die ich hier nicht nennen werde, um den Rahmen zu sprengen bzw. das wundervoll gelungene Gesamtkonzept zu verraten. Eine wundervolle Lebensgeschichte mit romantischen Klängen. Volle Punktzahl für diesen Stöberfund.

Außerhalb der Wertung muss ich aber anführen, dass ich den deutschen Titel total irreführend und unpassend finde. "The Paradise Guest House" beinhaltet Jamies Unterbringung und Neuanfang und klingt viel stimmiger.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2016
Seiten: 320
ISBN: 978-3734103056

Verlag: Limes
erschienen: 2014
Seiten: 320
ISBN: 978-3809026327


© Sonja Kochmann


Rezension // Geneva Lee - Royal Kiss von SONJA


Belle will die scheinbare Trennung von Smith nicht hinnehmen und erarbeitet neben der Gründung von Bless einen Plan. Doch dieser scheint nicht aufzugehen, als sie Smith mit einer anderen beobachtet.

Belle und Smith: ein neues Paar am Firmament der Erotik. Der Weg dahin ist immer steinig und so dürfte es die Leserin beim mittleren Band der Trilogie um Belle nicht wundern, dass neue Probleme und Bedrohungen auftauchen.

Der Schreibstil der Autorin hat mich am Anfang dieses Bandes extrem verwirrt. Hier bin ich mir jedoch nicht sicher, ob es an der deutschen Übersetzung gelegen haben könnte. Aufgrund der temporeichen Handlung gibt es am Anfang viele Wechsel der Perspektive zwischen Smith und Belle. Am Anfang eines jeden Kapitel geriet ich immer massiv ins Straucheln, da es kaum Anhaltspunkte gab, wer da gerade "dran" ist. Dies klärte sich zwar meist nach einer Seite auf, hat meinen Lesefluss aber schon gestört.

Smith und Belle haben aufgrund seiner Vergangenheit mit einem großen schwerwiegenden Problem zu kämpfen. Nicht einfach nur emotionale Altleisten. Die haben beide nämlich durch Tod und Verlust auch. Nein, Hammond gehört zum organisierten Verbrechen und hat andere Ziele. Ziele die auch die lieb gewonnene Clara und ihren Königsgatten Alexander bedrohen. Das Buch ist durch diesen Handlungsstrang fast schon ein Thriller, denn hier fließen nicht nur Schweißtropfen beim Sex, sondern es fließt auch Blut. Dr. Kimble ...äh Smith und Belle auf der Flucht.

Die Gründung von Belles Modekonzept Bless und die Reise nach New York hat mich ein bisschen an der "Der Teufel trägt Prada" erinnert und bietet einen vernünftigen Vorwand, die Heldin etwas shoppen zu lassen. Aufgrund einer extravaganten Tante, einer verschuldeten Mutter und ... haben die Hauptprotagonisten ordentlich Konkurrenz. Die Dialoge sind gewohnt spritzig und ich bin gespannt auf den finalen Band um Belle und Smith. Volle Punktzahl, da ich das Buch trotz stilistischer Verwirrungen nicht aus der Hand legen konnte.

P.S.: Liebe Geneva Lee Clara hat auch noch eine kesse Schwester. Die benötigt dringend einen Mann ;)

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2016
Seiten: 320
ISBN: 978-3734103810


© Sonja Kochmann


Rezension // Tim Erzberg - Hell-Go-Land von SONJA

© Sonja Kochmann

Helgoland. Ein roter Fels. Mitten in der stürmischen Nordsee. Während die Insulaner sich in ihren Häusern verkriechen und die Touristen inzwischen wieder auf das Festland zurückgekehrt sind, ist die Rückkehr der Polizistin Anna Krüger auf ihre Heimatinsel ein Alptraum. Sie erhält ein blutiges Willkommensgeschenk und ein grausamer Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Ich habe dieses Buch in der Verlagsvorschau entdeckt und fand es gleich ansprechend. Ich kenne Helgoland lediglich als Tourist und es war reizvoll, fiktiv mal eine andere Seite der Insel kennen zulernen.

Als es die vergangenen Tage wie aus Eimern geschüttet hat, griff ich zu diesem Buch, das Helgoland mit einer eher herbstlichen und unfreundlichen Wetterlage schildert. Da greift man beim Lesen doch glatt auch gern zum Tee.

Annas Einstand ist blutig und der Leser erfährt nur Häppchenweise von Annas Vergangenheit und ihren Dämonen.

Als Stilmittel verwendet der Autor Einschübe, in denen der Bösewicht ohne ihn durch besondere Merkmale oder Namensgebung zu enttarnen, agiert. Auch gibt es hier und da SMS und Tagebucheinträge. So kann der Leser mutmaßen und das fast bis zum Schluss.

Die Abgeschiedenheit und Isolierung der Insel bei Orkan wird durch die Einleitung der Kapitel mit den Koordinaten unterstrichen. Es wird beeindruckend geschildert, dass eine Inselgemeinschaft sich deutlich von einer Dorf- oder Stadtgemeinde abhebt. Persönliche Schicksale werden durch die besondere Fixierung der Gruppe auf der Insel verstärkt. Hier ist bei Scheitern, Versagen oder Verbrechen kein Entkommen für Opfer oder Täter. 

Die Besonderheiten der Insel wie die bunten Hummerbuden, die Bunkeranlage oder die lange Anna werden geografisch und historisch gekonnt in die Handlung mit eingeflochten.

Eine interessante Menschen- und Inselstudie in Thrillerform: volle Punktzahl für Anna und die lange Anna.

Verlag: HarperCollins
erschienen: 2016
Seiten: 400
ISBN: 978-3959670463


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Dienstag, 19. Juli 2016

Interview // mit Liliana Le Hingrat von SONJA

Als das Buch "Das dunkle Herz der Welt" erstmalig in der Vorschau des Verlages und auf historischen Buchseiten auftauchte war für mich klar: Dieses Buch muss ich lesen. Die Thematik ist bislang kaum in historischen Romanen verarbeitet und bietet Stoff für viele gemütliche Leseabende. 

Auf der Frankfurter Buchmesse konnte ich die Autorin treffen und besprach mit ihr soviele interessante Dinge, so dass sich im Nachgang noch dieses tolle Interview ergab.

© Sonja Kochmann

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Du hast Geschichtswissenschaften studiert. Was war Dein Lieblingsthema?

Am meisten liebe ich die Recherche. Ich war schon immer neugierig. Deswegen habe ich neben dem Vorlesungsstoff oder der Pflicht-Fachliteratur noch mehr gelesen, um die „pikanten“ Informationen zu finden … das gewisse „Etwas“.

Besonders das Mittelalter hat mich fasziniert. Es ist die Zeit, als in Europa entscheidende Ereignisse stattfanden, die unsere Geschichte bis heute prägen …. Wenn nicht sogar unser Schicksal. Denn seitdem hören wir Worte wie Heiliger Krieg oder Djihad  … egal in welcher Sprache. Aber es ist nicht nur das. Hunderte von Burgen und Prunkschlösser quer durch die Europa faszinieren uns bis heute mit ihren Geschichten. Wir haben dieser Epoche viel zu verdanken, wie beispielsweise die Gotik und die Renaissancearchitektur. Ich denke, deswegen sind so viele Mittelalter-Fangruppen entstanden. Die Mittelalter-Fans „erleben“ diese Zeiten mit Herz und Seele in ihren Aktivitäten wie: sich auf Mittelaltermärkten zu treffen, Ritterspiele zu veranstalten, um historischen Personen schauspielerisch zu verkörpern. So sind auch die Leser von historischen Romanen.

Gerade deswegen ist es in meinen Augen so wichtig, in meinem Roman nicht nur die historischen Ereignisse neu erlebbar zu machen, sondern auch die Schicksale der Menschen zu zeigen. Sie haben uns mit ihren Geschichten etwas Wertvolles hinterlassen: Unsere Gegenwart!

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht? Wolltest Du schon immer Autorin werden?

Ja, ich wollte schon immer Bücher schreiben. Was oder wer mich zum Schreiben gebracht hat? Mit Sicherheit war es mein Vater. Er hat historische Romane geliebt. Ich werde nicht vergessen, wie er uns, als wir Kinder waren, daraus vorgelesen hat. Hier möchte ich ein „Danke, Papa!“ meinem Vater im Himmel senden und ihm zuwinken.

Bereits während meines Studiums der Geschichtswissenschaften spürte ich die Faszination von historischen Traktaten, originalen Urkunden und den möglichen Geschichten, die zwischen den geschriebenen Fakten im Verborgenen zu schlummern schienen. Und ich hatte das größte Glück, wunderbare Professoren und Dozenten zu haben. Sie waren begnadete Erzähler. Ihre Vorträge glichen imaginären Zeitreisen in die Vergangenheit, die so lebendig dargestellt wurden, dass sie mich bis heute begleiten und beim Schreiben inspirieren.

Die Schreiberfahrung, die ich als freiberufliche Journalistin einer rumänischen Tageszeitung gesammelt habe, hat mir diese Aufgabe erleichtert.

Woher kam die Idee für das Buch?

Die Leidenschaft für die Geschichte und der Drang, die Biographie von Vlad Dracula anders zu erzählen, ihm die mystische Aura, die ihm Bram Stoker verliehen hatte, zu nehmen und gleichzeitig Unterhaltung mit wahren historischen Fakten zu verbinden, fühlte sich wie eine Aufgabe an. So las ich als Studentin das erste Mal über den Vater des legendären Vlad Dracula: Vladislav Draco Basarab. Denn Draculas Geschichte beginnt nicht erst mit jenen Gräueltaten, die ihm den Beinamen „Der Pfähler“ eingebracht haben. Sie beginnt mit dem Streben seines Vaters Vladislav nach dem walachischen Thron …

Wie lange dauerte das Schreiben?

Das kann ich nicht genau definieren. Allein die Zeit am Schreibtisch zu betrachten, während man tippt, finde ich es ungenügend. Man schreibt an dem Buch, auch dann während man kocht oder im Stau steht. Ständig denkt man an die Romanfiguren und wiederholt im Kopf eine Szene oder einen Dialog, bis es passt. Und das geschieht unbewusst. Man steht nachts auf, weil man den perfekten Cliffhanger „geträumt“ hat. Daher für mich hat die Schreibzeit mit der Idee begonnen und sie ist mit der Abgabe der Druckfahne an Verlag beendet worden. Insgesamt zehn Jahre!



Wie verläuft ein Arbeitstag bei Dir?

Ein Arbeitstag als Autorin verlangt sehr viel Disziplin, das ist schon klar. Ich habe nun zwei Mustertage:

Quelle: Liliana Le Hingrat / Himmerod


1.     Muster: Schreiben zu Hause

Zuerst muss ich richtig wach werden, und das geht nur mit viel Kaffee und lauter Musik. In dieser Zeit erledige ich alle erforderlichen Hausarbeiten, denn ich will nicht an sie denken, während ich am Schreibtisch bin. Mit klarem Kopf kann ich mich hundertprozentig in meine Geschichte und ihre Romanfiguren versetzten. Mittag- oder Abendessen gibt es nur, wenn mein Magen knurrt oder Mann und Kinder mit Messer und Gabeln auf den Tisch klopfen. Wenn ich in meinem Buchprojekt versinke, dann vergesse ich die reale Welt.
Und wenn ich nicht schreibe, dann lese ich. Ich lese viel und ich lese gerne. Es sind nicht nur die Fachbücher oder historische Fachzeitschriften. Ich lese sehr gerne die historischen Romane meiner Kolleginnen und Kollegen. Wir alle sind die Nachfahren der „Geschichtenerzähler“ oder der „Minnesänger“ aus dem Mittelalter, die ihre Lieder von Dorf zu Dorf und vom Mensch zu Mensch weitergetragen haben.

Quelle: Liliana Le Hingrat / Himmerod


2.       Muster: Schreiben im Kloster der Himmeroder Abtei

Hier ist es einfacher:
Aufstehen – Frühstück im Parlatorium – Schreiben
Mittagessen im Parlatorium – Schreiben
Abendessen im Parlatorium – Schreiben und Lesen, bis die Augen von allein zu fallen.
Zwei Wochen, jeden Tag!
In der Abtei Himmerod habe ich die fruchtbarste Schreibzeit und Inspiration.


Dorothea Kenneweg hat für Dich lektoriert. Ihr habt beide verschiedene Muttersprachen. Wie war die Zusammenarbeit?

Bis heute genieße ich die Zusammenarbeit mit Dorothea. Ich glaube, so etwas findet und erlebt man nur ein Mal im Autorenleben.

Ich habe damals eine einfache Anzeige auf Xing gestartet, dass ich auf der Suche nach Lektoren und Verlagen bin … und ich hatte Angst, dass sich tatsächlich jemand meldet. Es waren in der Tat viele, die geantwortet haben. Aber nur die Nachricht von Dorothea war persönlich. Sie hat gezielt nach meinem Buchprojekt gefragt. Ob das Manuskript schon fertig sei? Welches Genre? Ob es mein erstes Manuskript ist? Was mich bewegt hat zu schreiben? … usw. Es waren viele und schöne Fragen, so dass ich mich entschieden habe, sie anzurufen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Aber ich wollte sie unbedingt persönlich treffen und mit ihr alle Themen „live“ besprechen. Einige Wochen später flog ich nach Berlin, um über unsere Zusammenarbeit zu sprechen. Ich werde es niemals vergessen! Aus „Arbeitskolleginnen“ sind wir inzwischen Freundinnen geworden.
Dorothea hat ein besonderes Gespür für das Zwischenmenschliche einer Geschichte und die Charakterentwicklung. Sie hat mich immer wieder auf „den roten Faden“ der Dramaturgie aufmerksam gemacht.
Ich schätze unsere Gespräche sehr, besonders die, die mich aus einem „Schreibloch“ oder einer Blockade rausholen. Sie hat es immer geschafft!

Dass wir beide verschiedene Muttersprachen haben, hat uns beide weitergebracht, denn wir beide haben etwas voneinander zu lernen oder zu erfahren gehabt. Und das ist schön. Wir leben eben in einer multikulturellen Gesellschaft … so wie „Das dunkle Herz der Welt“ nun einmal ist.  


Ich habe das Gerücht von einer Fortsetzung gehört. Kannst Du schon etwas verraten?

Ungerne, denn schon das Wort „verraten“ klingt für mich „verräterisch“ meinen Romanfiguren gegenüber. Ich kann nur so viel sagen: Auch in dem Folgeband bleibt das Thema der Balkanische Rosenkrieg. Es wird ein Geflecht von historischen Konflikten mit unerwarteten Wendungen sein, dargestellt von starken und berühmten Persönlichkeiten, wie Vlad Draculea, Matthias Corvinus, Sultan Mehmet der Eroberer, Eneas Silvio Piccolomini, dem späteren Papst Pius II.,  und vielen anderen, deren persönliche Geschichte wir miterleben werden.
Und der Schauplatz? Das blutige Europa des 15. Jahrhunderts ... mehr kann und darf ich nicht verraten.


Du engagierst Dich für den Erhalt und die Restaurierung von Kirchen in Deinem Heimatland. Erzähl uns davon und hast Du ein paar Bilder für die Leser?

Mit meinem Roman „Das dunkle Herz der Welt“ wollte ich deutschsprachige Leser auch auf die deutsche Minderheit aus Rumänien aufmerksam machen und zeigen, dass diese Völker historisch seit Jahrhunderten verbündet sind. Die Kirchenburgen aus Transsylvanien sind aufgrund ihrer Architektur einmalig in Europa. Es ist traurig mitzuerleben, wie diese historischen Spuren der deutschen Minderheit in Rumänien dem Zerfall und der Vergessenheit preisgegeben sind, denn ihre Kultur hat die Geschichte Rumäniens über Hunderte von Jahren geprägt.

Nur leider leben seit der Revolution von 1989 immer weniger Siebenbürger Sachsen in diesem Land. Es gibt verlassene deutsche Dörfer, evangelische Kirchburgen, die Einsturz gefährdet sind, sowie verwahrloste Friedhöfe, wo man Namen wie Müller, Schuster, Weber oder Maier auf den Grabsteinen lesen kann. Dieses kulturelle Erbe droht verloren zu gehen. Mit meinem Roman möchte ich daher auch ein Zeichen setzen, die Geschichte dieser deutschen Minderheit in Rumänien bekannt und damit neu erlebbar machen.
Mein Herz schlägt für das Projekt der Kirchenburg Dobring:

Folgende Links kennzeichnen wir gemäß  
§ 2 Nr. 5 TMG als Werbung:
http://www.kulturerbe-kirchenburgen.de/

Quelle: Liliana Le Hingrat / Alexander Kloos

Aber lassen wir lieber die Bilder darüber sprechen, die mit freundlicher Genehmigung von Herrn Alexander Kloos hier veröffentlicht werden dürfen.

Hier appelliere ich an alle Leser, die ein Herz für Geschichte haben! Nur mit einer kleinen Spende können wir so viel erreichen, wie zum Beispiel Zement für Mörtel zu kaufen oder ein Steingrab zu reparieren. Jeder Euro zählt.

Diesbezüglich kontaktieren Sie bitte Herrn Kloos von
Kulturerbe Kirchenburgen e.V. – Verein für den Erhalt der Kirchenburgen in Siebenbürgen
Am Vogelgesang 29, 67657 Kaiserslautern, Deutschland
email: alex.kloos@buero75.de

Quelle: Liliana Le Hingrat / Alexander Kloos

Quelle: Liliana Le Hingrat / Alexander Kloos


Wer ist Dein Lieblingsschriftsteller?

Ich habe diese Frage gefürchtet. Es gibt so viele Autoren, die ich gerne lese. Nur einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zu nennen, wäre ungerecht den anderen gegenüber, deren Bücher ich genauso so sehr schätze.

Dennoch, ich habe tatsächlich einen Lieblingsautor: Alexandre Dumas. Ich liebe seinen D'Artagnan bis heute und besonders den Bösewicht Kardinal Richelieu.

Was ist Dein Lieblingsbuch?

Auf Rumänisch heißt Abecedar …freiübersetzt: Das ABC-Buch. Damit habe ich in der ersten Klasse das Lesen erlernt. Ohne dieses Buch hätte ich nicht schreiben und lesen können.

Aber wenn ich nur ein einziges Buch nennen müsste, würde ich sofort sagen: „Das dunkle Herz der Welt“ … denn es ist mein Kind. Welche Mutter liebt nicht ihr Baby bedingungslos?

© Sonja Kochmann


Willst Du zukünftig auch in verschiedenen Genres Bücher schreiben?

Ganz klar: Nein! Ich bin Autorin aus Liebe zur Geschichte geworden. Es gibt so viele spannende Ereignisse und interessante historische Persönlichkeiten, über die ich noch gerne Romane schreiben würde. Zeit muss man haben und gesund bleiben …

Welche/n Autor/in würdest Du gerne mal treffen? Welche Frage würdest Du stellen?

Bram Stocker. Und die Frage wäre: Was zum Teufel hast du dir dabei gedacht, aus einem walachischen Fürst einen transsylvanischen Vampir zu machen?

Die Antwort habe ich in meinen umfassenden Recherchen gefunden ;-) . Daraus ist die Idee für einen weiteren Roman entstanden. Aber alles zu seiner Zeit.

Das nenne ich Cliffhanger in einem Interview. Nun bin ich und hoffentlich auch Ihr gespannt auf die nächsten Werke von Liliana Le Hingrat. Vielen Dank für die Einblicke und hoffen wir, dass die ein oder andere Kirchenburg Unterstützung findet, um vor dem Verfall bewahrt zu werden.