Montag, 25. Juli 2016

Rezension // Jojo Moyes - Ein ganz neues Leben von SONJA


Lou ist zurückgekehrt. Zurückgekehrt in den Alltag und in der Realität. Nach Paris und diversen Reisen arbeitet Lou nun in einer kleinen Bar am Flughafen. Die Wohnung karg und ihr Kleidungsstil inzwischen belanglos. Ihr Leben plätschert so dahin. Will hat eine große Lücke hinterlassen. 
Lou versucht ihrem Leben einen Sinn zugeben, in dem sie zu einer Selbsthilfegruppe für Hinterbliebene geht. Dort lernt sie interessante Leute kennen. Doch eines Tages klingelt überraschender Besuch an ihrer Tür, der alles auf den Kopf stellt.

Ich habe mich lange vor dieser Fortsetzung gedrückt. Immerhin ist "Ein ganzes halbes Jahr" ein wundervoller Roman und ich wollte mir Lous Bild nicht durch eine Fortsetzung zerstören lassen. Dennoch war ich neugierig und ich tat mich sehr schwer. Denn Lou ist nicht mehr die lebensfrohe, bunte und schrille Lou, die Will versuchte, ins Leben zurück zu reißen.

Sie gibt sich einem belanglosen Leben hin, greift jeden Abend zum Wein und betrauert Will. Irgendwie fand ich das traurig beim Lesen, so dass ich sogar zwischendurch pausiert habe. Vermutlich bezweckte die Autorin dies jedoch. Endlose Traurigkeit. Da kommt Lous Überraschung namens Lily um so stürmischer daher. Auch Lous Nahtod Erfahrung bringen nicht nur Schmerzen und dumme Sprüche ihrer Umgebung mit sich, sondern auch noch einen Sanitäter namens Sam.

Interessant ist natürlich auch, was aus den Traynors und Lous Familie geworden ist. Besonders der Emanzipationsschub von Lous Mutter bringt einige Lacher bezüglich Beinbehaarung mit sich. 

Wie das alles zusammenpasst und wie Lous Leben wieder geordnet wird, müsst ihr selbst lesen. Das Ende fand ich nach den überstandenen Krisen etwas eigentümlich aber ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Rowohlt
erschienen: 2015
Seiten: 528
ISBN: 978-3805250948

© Sonja Kochmann

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Sonntag, 24. Juli 2016

Rezension // Nalini Singh - Rock Kiss: Du bist alles für mich von SONJA


David Rivera ist Drummer und gilt als Gentleman of Rock. Frauenherzen könnte er alle im Sturm erobern, doch er interessiert sich nur für die PR Managerin Thea. Diese ist jedoch Rockmusikern mehr als kritisch eingestellt und lässt den sexy Musiker mehr als einmal abblitzen. Aber David gibt nicht auf.

Ich habe mit dieser Enovelle angefangen, da mir geraten wurde, diese vor Band 1 und den Folgebänden zu lesen. Doch beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass diese Enovelle deutlich nach Band 1 spielt, denn einige Paarungen und Probleme werden hier bei den anderen Bandmitgliedern bereits angesprochen.

Sicherlich erfährt der Leser - vermutlich eher Leserin - von der Gründung der Band und den familiären Hintergründen, doch schon Spoiler bezüglich der anderen Bandmitglieder zu erfahren, wollte ich eigentlich vermeiden, da ich Band 1 bis 3 gleich im Anschluss lesen wollte und auch werde. Ich werde daher berichten, welches m. E. die richtige Reihenfolge ist.

David ist ein charismatischer und bodenständiger Typ, der aufgrund seiner Herkunft auch für seine Zukunft eine konservative und treue Frau sucht, die wie Thea auf High Heels sexy durchs Leben stöckeln darf. Thea dagegen hat zwar eine liebevolle Familie, die sie unterstützt, musste aber schon einige Rückschläge hinnehmen, woran ihr Selbstbewusstsein noch ordentlich zu knapsen hat.

Diese Selbstzweifel ziehen sich massiv über das ganze Buch und ich fand es trotz der spritzigen und lustigen Emails/SMS, die zwischen den beiden Protagonisten regelrecht abgefeuert werden, etwas nervig. Trotz Spannungsbogen und sexy Szenen, waren die Zweifel stets präsent, so dass ich hier 7 von 10 Punkten vergebe. Das Konzept von Rock Kiss finde ich aber dennoch sehr gelungen.

Verlag: Lyx Digital
erschienen: 2015
Seiten: 182
ASIN: B010U2FNZE
© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

Rezension // Jeaniene Frost - Betörende Dunkelheit von SONJA


Cat und Bones haben mit Dons Nachfolger ordentlich zu kämpfen. Denn der nutzt Cats ehemaliges Team und die Forschungseinrichtung zu ganz anderen Zwecken. Cat und Bones sind gezwungen einzugreifen. Sie müssen das Team retten und die Forschungsergebnisse vernichten, um einen Krieg zwischen Vampiren, Ghulen und Menschen zu verhindern. Doch dann stellt sich heraus, dass noch eine andere Partei mit mischt ....

Dies ist der inzwischen 7. Band der Night Huntress Reihe. Die Handlung baut jedoch nicht nur auf den Geschehnissen dieser Reihe sondern auch auf den Geschehnissen der Night Huntress World Reihe auf. Ich habe das Buch eine Weile liegen lassen, da ich das Gefühl hatte, durch die Zeitspannen der Veröffentlichungsdaten der Bücher den Anschluss verloren zu haben. 

Doch da ich die Reihen immer geliebt habe, habe ich mir neulich einen Ruck gegeben. Tatsächlich gibt es eine Menge Daten und Personen, aber durch Schilderungen, Einschübe und Beschreibungen der Autorin kommt man wider Erwarten gut in die Handlung rein, die sehr reißerisch ist. Man schwimmt beim Lesen mit. Die Aktion ist wie gewohnt blutig (bei den Beissern kein Wunder).

Wer ein Freund der Resident Evil Filme ist, wird vielleicht an die Umbrella Organisation erinnert, die auch skrupellos Forschungen betrieben haben. Cats Weg durch die Basis erinnert jedenfalls an Alices Weg durch das unterirdische Genlabor der Umbrella Organisation.

Die zynischen und sarkastischen Wortgefechte sind allerdings wirklich etwas besonderes zum Schmunzeln. Diese konzentrieren sich jedoch nicht nur auf die Hauptfiguren Cat und Bones, sondern auch auf die übrigen Personen. Das diese so vielfältig und wortgewandt gelungen sind, liegt vermutlich an dem Imperium der Figuren, das Jeaniene Forst um die Gevatterin Tod aufgebaut hat. Auf jeden Fall gibt es hier lustige Anspielungen auf den Einsatz von Pfannenwendern beim Sex und Natursektspiele.

Familie kann man sich nicht aussuchen und so bereitet diese mit dem übernatürlichen Aspekt noch interessante Probleme bei der Friedensmission. 7 von 10 Punkten, da ich dennoch das Gefühl hatte, dass von Cat und Bones genug erzählt wurde. Obwohl ich neugierig bin, was da in den Auskopplungen noch kommen könnte.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2015
Seiten: 352
ISBN: 978-3442383788

© Sonja Kochmann
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Freitag, 22. Juli 2016

Rezension // Lauren Rowe - The Club: Love von SONJA


Sarah und Jonas nehmen es trotz der lebensbedrohlichen Situation mit dem Club auf. Denn sie wollen den Verbrechern das Handwerk legen und in Frieden leben.

Nach dem blutigen Cliffhanger des Vorbandes muss die Leserin nicht lange auf die Handlungsfortsetzung warten. Das Blut ist noch nicht getrocknet und Jonas und Co. bibbern im Krankenhaus um Sarah. Jonas hat in dieser Zeit einige Flashbacks zu seinem Kindheitstrauma, die später mit Sarah gekonnt in der Handlung aufgegriffen und aufgearbeitet werden. Die Verbindung zum Bergsteigen und dem Tod der Mutter finde ich sehr gelungen und etwas ganz Besonderes.

Achtung liebe Leser: Hier haben wir wieder einen klassischen Fall von einem Übersetzungsfehler. Sarah wird auf einer BAHRE abtransportiert. Keine Angst. Es hätte eine TRAGE sein müssen. Es ist kleinlich, aber mich ärgert in Romanen dieser Fehler immer wieder und verursacht unnötig, Herzklabastern, wenn man denkt, dass ein Protagonist gerade gestorben ist.

Schnell wird klar. Sarah hat durch ihr Handeln ihr Leben gerettet und eine Möglichkeit gefunden, gegen den Club zu ermitteln.

Doch dies ist eine große Sache und so muss das Team um Josh, Kat und den Hacker Henn erweitert werden. Eine schlagfertige und sexy Truppe, die sich als Rächer a la Oceans Eleven sieht. Das dieses Buch noch nicht so lange in einem Fundus liegt, kann man daran erkennen, dass der Russland und Ukraine Konflikt einen Weg in die Handlung findet. Auch das Lied "Take me to church" ist noch nicht lange aus den Charts und hat mir einen Ohrwurm während des Lesen beschert. 

Die Dialoge möchte ich an dieser Stelle besonders betonen, denn es gibt einiges zum Schmunzeln. Hier werden "Auas weggeküsst" und sarkastisch erwähnt, dass eine Trennung körperliche Schmerzen verursacht. Ach ja, das waren dann halt doch nur die Stichwunden.....
Mea Culpa Bullshit und Valentinstagbullshit hat man auch noch nicht oft gelesen und das Ende krönt....ich verrat nix, aber es geht danach tatsächlich zu Ikea, obwohl dies laut Jonas im ersten Band das Schlimmste ist, was ein Paar machen kann. 

Ursprünglich sollten es in der Vorschau nur drei Teile sein. Nun steht ein weiterer Band an und ich frage mich nach Abschluss der Handlung ernsthaft, was da noch kommen soll und ob dies so sinnvoll ist. Denn die diversen Handlungsstränge finden hier gekonnt ihren Abschluss. 9 von 10 Punkten weil mir der akrobatische Sex und Jonas Klammern an manchen Stellen minimal zuviel war.

Verlag: Piper
erschienen: 2016
Seiten: 368
ISBN: 978-3492060431


© Sonja Kochmann

Mittwoch, 20. Juli 2016

Rezension // Ellen Sussman - Die vergessenen Träume von SONJA


Bali. Für die einen ein Ort zum Träumen und zum Urlaub machen. Für die Amerikanerin Jamie ein wahr gewordener Alptraum. Vor einem Jahr wurde sie bei einem Bombenattentat in einem Nachtclub auf Bali schwer verletzt und ihr Freund getötet. Anlässlich einer Gedenkfeier stellt sie sich ihren Ängsten und kehrt zurück. Sie hofft auf ein Wiedersehen mit Gabe, der sie damals aus den Trümmern zog.

Das Buch ist bereits vor einiger Zeit gebunden im Limes Verlag erschienen. Als ich nun das Taschenbuch beim Stöbern in der Buchhandlung in der Hand hielt, musste es einfach mit nach Hause. Vermutlich war es dass leider immer noch aktuelle Thema des Klappentextes, was mich so faszinierte.

Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen der lockere und leichte Schreibstil - trotz des ernsten Themas - hat mir sehr gut gefallen. Die Seiten flogen nur so dahin, so dass ich das Buch tatsächlich an einem Tag (mit ein bisschen Nachtschicht) durchgelesen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. In dieser Form hatte ich das schon lange nicht mehr.

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt spielt 2003. Ein Jahr nach dem Attentat und setzt bei Jamies Ankunft auf Bali an. Sie hat scheinbar zurück ins Leben gefunden und muss sich damit auseinandersetzen, dass jeder unterschiedlich mit solch einem Verlust umgeht. So kämpfen die Balinesen nicht nur um eine Touristenattraktion, sondern auch um ihren Glauben. Eine lebenslange Trauer ist aufgrund der notwendigen Nachkommensregelung kaum möglich und Reinkarnation fast tröstlich. Hier prallen Kulturen aufeinander. Jamie findet durch das Straßenkind Bambang eine Möglichkeit ihren Retter Gabe ausfindig zu machen.

Der zweite Abschnitt spielt 2002 unmittelbar vor dem Anschlag. Gabe hat aufgrund einer familiären Tragödie seinen Lebensmittelpunkt aus den Staaten nach Bali verlegt. Er trifft sich gerade mit einem Freund in einer Bar gegenüber des Nachtclubs. Die darauffolgenden Stunden und auch Tage beschäftigen sich ausschließlich mit Gabe und Jamie und an dieser Stelle kann man auf keinen Fall aufhören zu lesen oder etwas verraten. 

Der dritte Abschnitt spielt wieder 2003 und alle Personen lernen abzuschließen und weiterzumachen. Dies trifft für Jamie, Gabe und auch die wundervollen Nebenfiguren zu, die ich hier nicht nennen werde, um den Rahmen zu sprengen bzw. das wundervoll gelungene Gesamtkonzept zu verraten. Eine wundervolle Lebensgeschichte mit romantischen Klängen. Volle Punktzahl für diesen Stöberfund.

Außerhalb der Wertung muss ich aber anführen, dass ich den deutschen Titel total irreführend und unpassend finde. "The Paradise Guest House" beinhaltet Jamies Unterbringung und Neuanfang und klingt viel stimmiger.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2016
Seiten: 320
ISBN: 978-3734103056

Verlag: Limes
erschienen: 2014
Seiten: 320
ISBN: 978-3809026327


© Sonja Kochmann


Rezension // Geneva Lee - Royal Kiss von SONJA


Belle will die scheinbare Trennung von Smith nicht hinnehmen und erarbeitet neben der Gründung von Bless einen Plan. Doch dieser scheint nicht aufzugehen, als sie Smith mit einer anderen beobachtet.

Belle und Smith: ein neues Paar am Firmament der Erotik. Der Weg dahin ist immer steinig und so dürfte es die Leserin beim mittleren Band der Trilogie um Belle nicht wundern, dass neue Probleme und Bedrohungen auftauchen.

Der Schreibstil der Autorin hat mich am Anfang dieses Bandes extrem verwirrt. Hier bin ich mir jedoch nicht sicher, ob es an der deutschen Übersetzung gelegen haben könnte. Aufgrund der temporeichen Handlung gibt es am Anfang viele Wechsel der Perspektive zwischen Smith und Belle. Am Anfang eines jeden Kapitel geriet ich immer massiv ins Straucheln, da es kaum Anhaltspunkte gab, wer da gerade "dran" ist. Dies klärte sich zwar meist nach einer Seite auf, hat meinen Lesefluss aber schon gestört.

Smith und Belle haben aufgrund seiner Vergangenheit mit einem großen schwerwiegenden Problem zu kämpfen. Nicht einfach nur emotionale Altleisten. Die haben beide nämlich durch Tod und Verlust auch. Nein, Hammond gehört zum organisierten Verbrechen und hat andere Ziele. Ziele die auch die lieb gewonnene Clara und ihren Königsgatten Alexander bedrohen. Das Buch ist durch diesen Handlungsstrang fast schon ein Thriller, denn hier fließen nicht nur Schweißtropfen beim Sex, sondern es fließt auch Blut. Dr. Kimble ...äh Smith und Belle auf der Flucht.

Die Gründung von Belles Modekonzept Bless und die Reise nach New York hat mich ein bisschen an der "Der Teufel trägt Prada" erinnert und bietet einen vernünftigen Vorwand, die Heldin etwas shoppen zu lassen. Aufgrund einer extravaganten Tante, einer verschuldeten Mutter und ... haben die Hauptprotagonisten ordentlich Konkurrenz. Die Dialoge sind gewohnt spritzig und ich bin gespannt auf den finalen Band um Belle und Smith. Volle Punktzahl, da ich das Buch trotz stilistischer Verwirrungen nicht aus der Hand legen konnte.

P.S.: Liebe Geneva Lee Clara hat auch noch eine kesse Schwester. Die benötigt dringend einen Mann ;)

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2016
Seiten: 320
ISBN: 978-3734103810


© Sonja Kochmann


Rezension // Tim Erzberg - Hell-Go-Land von SONJA

© Sonja Kochmann

Helgoland. Ein roter Fels. Mitten in der stürmischen Nordsee. Während die Insulaner sich in ihren Häusern verkriechen und die Touristen inzwischen wieder auf das Festland zurückgekehrt sind, ist die Rückkehr der Polizistin Anna Krüger auf ihre Heimatinsel ein Alptraum. Sie erhält ein blutiges Willkommensgeschenk und ein grausamer Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Ich habe dieses Buch in der Verlagsvorschau entdeckt und fand es gleich ansprechend. Ich kenne Helgoland lediglich als Tourist und es war reizvoll, fiktiv mal eine andere Seite der Insel kennen zulernen.

Als es die vergangenen Tage wie aus Eimern geschüttet hat, griff ich zu diesem Buch, das Helgoland mit einer eher herbstlichen und unfreundlichen Wetterlage schildert. Da greift man beim Lesen doch glatt auch gern zum Tee.

Annas Einstand ist blutig und der Leser erfährt nur Häppchenweise von Annas Vergangenheit und ihren Dämonen.

Als Stilmittel verwendet der Autor Einschübe, in denen der Bösewicht ohne ihn durch besondere Merkmale oder Namensgebung zu enttarnen, agiert. Auch gibt es hier und da SMS und Tagebucheinträge. So kann der Leser mutmaßen und das fast bis zum Schluss.

Die Abgeschiedenheit und Isolierung der Insel bei Orkan wird durch die Einleitung der Kapitel mit den Koordinaten unterstrichen. Es wird beeindruckend geschildert, dass eine Inselgemeinschaft sich deutlich von einer Dorf- oder Stadtgemeinde abhebt. Persönliche Schicksale werden durch die besondere Fixierung der Gruppe auf der Insel verstärkt. Hier ist bei Scheitern, Versagen oder Verbrechen kein Entkommen für Opfer oder Täter. 

Die Besonderheiten der Insel wie die bunten Hummerbuden, die Bunkeranlage oder die lange Anna werden geografisch und historisch gekonnt in die Handlung mit eingeflochten.

Eine interessante Menschen- und Inselstudie in Thrillerform: volle Punktzahl für Anna und die lange Anna.

Verlag: HarperCollins
erschienen: 2016
Seiten: 400
ISBN: 978-3959670463


© Sonja Kochmann

Dienstag, 19. Juli 2016

Interview // mit Liliana Le Hingrat von SONJA

Als das Buch "Das dunkle Herz der Welt" erstmalig in der Vorschau des Verlages und auf historischen Buchseiten auftauchte war für mich klar: Dieses Buch muss ich lesen. Die Thematik ist bislang kaum in historischen Romanen verarbeitet und bietet Stoff für viele gemütliche Leseabende. 

Auf der Frankfurter Buchmesse konnte ich die Autorin treffen und besprach mit ihr soviele interessante Dinge, so dass sich im Nachgang noch dieses tolle Interview ergab.

© Sonja Kochmann

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Du hast Geschichtswissenschaften studiert. Was war Dein Lieblingsthema?

Am meisten liebe ich die Recherche. Ich war schon immer neugierig. Deswegen habe ich neben dem Vorlesungsstoff oder der Pflicht-Fachliteratur noch mehr gelesen, um die „pikanten“ Informationen zu finden … das gewisse „Etwas“.

Besonders das Mittelalter hat mich fasziniert. Es ist die Zeit, als in Europa entscheidende Ereignisse stattfanden, die unsere Geschichte bis heute prägen …. Wenn nicht sogar unser Schicksal. Denn seitdem hören wir Worte wie Heiliger Krieg oder Djihad  … egal in welcher Sprache. Aber es ist nicht nur das. Hunderte von Burgen und Prunkschlösser quer durch die Europa faszinieren uns bis heute mit ihren Geschichten. Wir haben dieser Epoche viel zu verdanken, wie beispielsweise die Gotik und die Renaissancearchitektur. Ich denke, deswegen sind so viele Mittelalter-Fangruppen entstanden. Die Mittelalter-Fans „erleben“ diese Zeiten mit Herz und Seele in ihren Aktivitäten wie: sich auf Mittelaltermärkten zu treffen, Ritterspiele zu veranstalten, um historischen Personen schauspielerisch zu verkörpern. So sind auch die Leser von historischen Romanen.

Gerade deswegen ist es in meinen Augen so wichtig, in meinem Roman nicht nur die historischen Ereignisse neu erlebbar zu machen, sondern auch die Schicksale der Menschen zu zeigen. Sie haben uns mit ihren Geschichten etwas Wertvolles hinterlassen: Unsere Gegenwart!

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht? Wolltest Du schon immer Autorin werden?

Ja, ich wollte schon immer Bücher schreiben. Was oder wer mich zum Schreiben gebracht hat? Mit Sicherheit war es mein Vater. Er hat historische Romane geliebt. Ich werde nicht vergessen, wie er uns, als wir Kinder waren, daraus vorgelesen hat. Hier möchte ich ein „Danke, Papa!“ meinem Vater im Himmel senden und ihm zuwinken.

Bereits während meines Studiums der Geschichtswissenschaften spürte ich die Faszination von historischen Traktaten, originalen Urkunden und den möglichen Geschichten, die zwischen den geschriebenen Fakten im Verborgenen zu schlummern schienen. Und ich hatte das größte Glück, wunderbare Professoren und Dozenten zu haben. Sie waren begnadete Erzähler. Ihre Vorträge glichen imaginären Zeitreisen in die Vergangenheit, die so lebendig dargestellt wurden, dass sie mich bis heute begleiten und beim Schreiben inspirieren.

Die Schreiberfahrung, die ich als freiberufliche Journalistin einer rumänischen Tageszeitung gesammelt habe, hat mir diese Aufgabe erleichtert.

Woher kam die Idee für das Buch?

Die Leidenschaft für die Geschichte und der Drang, die Biographie von Vlad Dracula anders zu erzählen, ihm die mystische Aura, die ihm Bram Stoker verliehen hatte, zu nehmen und gleichzeitig Unterhaltung mit wahren historischen Fakten zu verbinden, fühlte sich wie eine Aufgabe an. So las ich als Studentin das erste Mal über den Vater des legendären Vlad Dracula: Vladislav Draco Basarab. Denn Draculas Geschichte beginnt nicht erst mit jenen Gräueltaten, die ihm den Beinamen „Der Pfähler“ eingebracht haben. Sie beginnt mit dem Streben seines Vaters Vladislav nach dem walachischen Thron …

Wie lange dauerte das Schreiben?

Das kann ich nicht genau definieren. Allein die Zeit am Schreibtisch zu betrachten, während man tippt, finde ich es ungenügend. Man schreibt an dem Buch, auch dann während man kocht oder im Stau steht. Ständig denkt man an die Romanfiguren und wiederholt im Kopf eine Szene oder einen Dialog, bis es passt. Und das geschieht unbewusst. Man steht nachts auf, weil man den perfekten Cliffhanger „geträumt“ hat. Daher für mich hat die Schreibzeit mit der Idee begonnen und sie ist mit der Abgabe der Druckfahne an Verlag beendet worden. Insgesamt zehn Jahre!



Wie verläuft ein Arbeitstag bei Dir?

Ein Arbeitstag als Autorin verlangt sehr viel Disziplin, das ist schon klar. Ich habe nun zwei Mustertage:

Quelle: Liliana Le Hingrat / Himmerod


1.     Muster: Schreiben zu Hause

Zuerst muss ich richtig wach werden, und das geht nur mit viel Kaffee und lauter Musik. In dieser Zeit erledige ich alle erforderlichen Hausarbeiten, denn ich will nicht an sie denken, während ich am Schreibtisch bin. Mit klarem Kopf kann ich mich hundertprozentig in meine Geschichte und ihre Romanfiguren versetzten. Mittag- oder Abendessen gibt es nur, wenn mein Magen knurrt oder Mann und Kinder mit Messer und Gabeln auf den Tisch klopfen. Wenn ich in meinem Buchprojekt versinke, dann vergesse ich die reale Welt.
Und wenn ich nicht schreibe, dann lese ich. Ich lese viel und ich lese gerne. Es sind nicht nur die Fachbücher oder historische Fachzeitschriften. Ich lese sehr gerne die historischen Romane meiner Kolleginnen und Kollegen. Wir alle sind die Nachfahren der „Geschichtenerzähler“ oder der „Minnesänger“ aus dem Mittelalter, die ihre Lieder von Dorf zu Dorf und vom Mensch zu Mensch weitergetragen haben.

Quelle: Liliana Le Hingrat / Himmerod


2.       Muster: Schreiben im Kloster der Himmeroder Abtei

Hier ist es einfacher:
Aufstehen – Frühstück im Parlatorium – Schreiben
Mittagessen im Parlatorium – Schreiben
Abendessen im Parlatorium – Schreiben und Lesen, bis die Augen von allein zu fallen.
Zwei Wochen, jeden Tag!
In der Abtei Himmerod habe ich die fruchtbarste Schreibzeit und Inspiration.


Dorothea Kenneweg hat für Dich lektoriert. Ihr habt beide verschiedene Muttersprachen. Wie war die Zusammenarbeit?

Bis heute genieße ich die Zusammenarbeit mit Dorothea. Ich glaube, so etwas findet und erlebt man nur ein Mal im Autorenleben.

Ich habe damals eine einfache Anzeige auf Xing gestartet, dass ich auf der Suche nach Lektoren und Verlagen bin … und ich hatte Angst, dass sich tatsächlich jemand meldet. Es waren in der Tat viele, die geantwortet haben. Aber nur die Nachricht von Dorothea war persönlich. Sie hat gezielt nach meinem Buchprojekt gefragt. Ob das Manuskript schon fertig sei? Welches Genre? Ob es mein erstes Manuskript ist? Was mich bewegt hat zu schreiben? … usw. Es waren viele und schöne Fragen, so dass ich mich entschieden habe, sie anzurufen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Aber ich wollte sie unbedingt persönlich treffen und mit ihr alle Themen „live“ besprechen. Einige Wochen später flog ich nach Berlin, um über unsere Zusammenarbeit zu sprechen. Ich werde es niemals vergessen! Aus „Arbeitskolleginnen“ sind wir inzwischen Freundinnen geworden.
Dorothea hat ein besonderes Gespür für das Zwischenmenschliche einer Geschichte und die Charakterentwicklung. Sie hat mich immer wieder auf „den roten Faden“ der Dramaturgie aufmerksam gemacht.
Ich schätze unsere Gespräche sehr, besonders die, die mich aus einem „Schreibloch“ oder einer Blockade rausholen. Sie hat es immer geschafft!

Dass wir beide verschiedene Muttersprachen haben, hat uns beide weitergebracht, denn wir beide haben etwas voneinander zu lernen oder zu erfahren gehabt. Und das ist schön. Wir leben eben in einer multikulturellen Gesellschaft … so wie „Das dunkle Herz der Welt“ nun einmal ist.  


Ich habe das Gerücht von einer Fortsetzung gehört. Kannst Du schon etwas verraten?

Ungerne, denn schon das Wort „verraten“ klingt für mich „verräterisch“ meinen Romanfiguren gegenüber. Ich kann nur so viel sagen: Auch in dem Folgeband bleibt das Thema der Balkanische Rosenkrieg. Es wird ein Geflecht von historischen Konflikten mit unerwarteten Wendungen sein, dargestellt von starken und berühmten Persönlichkeiten, wie Vlad Draculea, Matthias Corvinus, Sultan Mehmet der Eroberer, Eneas Silvio Piccolomini, dem späteren Papst Pius II.,  und vielen anderen, deren persönliche Geschichte wir miterleben werden.
Und der Schauplatz? Das blutige Europa des 15. Jahrhunderts ... mehr kann und darf ich nicht verraten.


Du engagierst Dich für den Erhalt und die Restaurierung von Kirchen in Deinem Heimatland. Erzähl uns davon und hast Du ein paar Bilder für die Leser?

Mit meinem Roman „Das dunkle Herz der Welt“ wollte ich deutschsprachige Leser auch auf die deutsche Minderheit aus Rumänien aufmerksam machen und zeigen, dass diese Völker historisch seit Jahrhunderten verbündet sind. Die Kirchenburgen aus Transsylvanien sind aufgrund ihrer Architektur einmalig in Europa. Es ist traurig mitzuerleben, wie diese historischen Spuren der deutschen Minderheit in Rumänien dem Zerfall und der Vergessenheit preisgegeben sind, denn ihre Kultur hat die Geschichte Rumäniens über Hunderte von Jahren geprägt.

Nur leider leben seit der Revolution von 1989 immer weniger Siebenbürger Sachsen in diesem Land. Es gibt verlassene deutsche Dörfer, evangelische Kirchburgen, die Einsturz gefährdet sind, sowie verwahrloste Friedhöfe, wo man Namen wie Müller, Schuster, Weber oder Maier auf den Grabsteinen lesen kann. Dieses kulturelle Erbe droht verloren zu gehen. Mit meinem Roman möchte ich daher auch ein Zeichen setzen, die Geschichte dieser deutschen Minderheit in Rumänien bekannt und damit neu erlebbar machen.
Mein Herz schlägt für das Projekt der Kirchenburg Dobring:

Folgende Links kennzeichnen wir gemäß  
§ 2 Nr. 5 TMG als Werbung:
http://www.kulturerbe-kirchenburgen.de/

Quelle: Liliana Le Hingrat / Alexander Kloos

Aber lassen wir lieber die Bilder darüber sprechen, die mit freundlicher Genehmigung von Herrn Alexander Kloos hier veröffentlicht werden dürfen.

Hier appelliere ich an alle Leser, die ein Herz für Geschichte haben! Nur mit einer kleinen Spende können wir so viel erreichen, wie zum Beispiel Zement für Mörtel zu kaufen oder ein Steingrab zu reparieren. Jeder Euro zählt.

Diesbezüglich kontaktieren Sie bitte Herrn Kloos von
Kulturerbe Kirchenburgen e.V. – Verein für den Erhalt der Kirchenburgen in Siebenbürgen
Am Vogelgesang 29, 67657 Kaiserslautern, Deutschland
email: alex.kloos@buero75.de

Quelle: Liliana Le Hingrat / Alexander Kloos

Quelle: Liliana Le Hingrat / Alexander Kloos


Wer ist Dein Lieblingsschriftsteller?

Ich habe diese Frage gefürchtet. Es gibt so viele Autoren, die ich gerne lese. Nur einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zu nennen, wäre ungerecht den anderen gegenüber, deren Bücher ich genauso so sehr schätze.

Dennoch, ich habe tatsächlich einen Lieblingsautor: Alexandre Dumas. Ich liebe seinen D'Artagnan bis heute und besonders den Bösewicht Kardinal Richelieu.

Was ist Dein Lieblingsbuch?

Auf Rumänisch heißt Abecedar …freiübersetzt: Das ABC-Buch. Damit habe ich in der ersten Klasse das Lesen erlernt. Ohne dieses Buch hätte ich nicht schreiben und lesen können.

Aber wenn ich nur ein einziges Buch nennen müsste, würde ich sofort sagen: „Das dunkle Herz der Welt“ … denn es ist mein Kind. Welche Mutter liebt nicht ihr Baby bedingungslos?

© Sonja Kochmann


Willst Du zukünftig auch in verschiedenen Genres Bücher schreiben?

Ganz klar: Nein! Ich bin Autorin aus Liebe zur Geschichte geworden. Es gibt so viele spannende Ereignisse und interessante historische Persönlichkeiten, über die ich noch gerne Romane schreiben würde. Zeit muss man haben und gesund bleiben …

Welche/n Autor/in würdest Du gerne mal treffen? Welche Frage würdest Du stellen?

Bram Stocker. Und die Frage wäre: Was zum Teufel hast du dir dabei gedacht, aus einem walachischen Fürst einen transsylvanischen Vampir zu machen?

Die Antwort habe ich in meinen umfassenden Recherchen gefunden ;-) . Daraus ist die Idee für einen weiteren Roman entstanden. Aber alles zu seiner Zeit.

Das nenne ich Cliffhanger in einem Interview. Nun bin ich und hoffentlich auch Ihr gespannt auf die nächsten Werke von Liliana Le Hingrat. Vielen Dank für die Einblicke und hoffen wir, dass die ein oder andere Kirchenburg Unterstützung findet, um vor dem Verfall bewahrt zu werden.



Sonntag, 10. Juli 2016

Rezension // Audrey Carlan - Calendar Girl - Verführt: Januar/Februar/März von SONJA


Mia lebt im Sündenpfuhl Amerikas: Las Vegas. Da verwundert es die Leserin kaum, dass Mia viel Geld - sehr viel Geld: 1 Million Dollar - braucht, um ihren Vater, ihre Schwester und sich selbst vor einem Kredithai zu retten.

Sie heuert für ein Jahr bei einem noblen Escortservice an. Vertragbedingungen 100.000 Dollar für einen Monat Escort exklusive Sex. Den gibt es nur als Bonus und freiwillig. Sie ist überrascht, welche Männer ihre Dienste beanspruchen und gerät in interessante Verwicklungen.

Das Buch wurde vom Verlag bereits vor dem Erscheinen in der Bloggerszene ordentlich beworben. Anfänglich skeptisch hielt ich mich zurück. Als zum Erscheinungstermin die ersten Rezensionen auftauchten, beschloss ich auch, es zu lesen.

Mia ist mir von Anfang an sympatisch gewesen. Unkompliziert, locker und bodenständig geht sie das Problem mit dem Kredithai an, wo so manche junge Frau verzweifelt wäre. Der Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man sich - genau wie Mia - mitten im Geschehen befindet.

Leser und Protagonistin sind daher beide gespannt, was denn da so für Männer Mias Dienste buchen. Die Unterteilung in die Auftragsmonate bieten ordentlich Abwechselung an der Männerfront. Da Mia eine gefühlsbetonte Frau ist (obwohl sie mit Männern bislang nie Glück hatte), sind Empfindungen durch eindrucksvolle Vergleiche besonders hervorgehoben.

Der erste Auftrag ist Wes, ein Hollywoodautor, der Mia mit einem Sack voll Regeln und Designerklamotten überrascht. Er ist optisch ein echter Reißer und ob Mia...lest selbst.

Nummer zwei ist ein französischer Künstler namens Alec, der Mia als seine Muse meist unbekleidet haben will. Der französische Akzent treibt nicht nur Mia die Schweißperlen ins Gesicht. Ob da noch mehr geschwitzt wird...lest selbst.

Und alle guten Dinge sind im ersten Buch drei. Anthony ist Besitzer einer italienischen Kette und benötigt eine Vorzeigeverlobte. Warum?...lest selbst.

Wer jetzt denkt, es ist eine Aneinanderreihung von einzelnen Episoden in Mias (Sex-)Leben, liegt falsch. Die Handlung zieht sich durch und es scheint ihr bereits jetzt ein Mann besonders angetan zu haben. Wie sieht die Zukunft wohl aus?!

Das Buch ist erotisch, lustig, stimmungsvoll und schreit nach mehr. Ich kann es kaum abwarten, die nächsten Monate und die dazugehörigen Kerle zu lesen und meine Vermutung bestätigt zu bekommen, ob es den einen für Mia doch gibt: volle Punktzahl!



Verlag: Ullstein
erschienen: 2016
Seiten: 368
ISBN: 978-3548288840

© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann

Samstag, 2. Juli 2016

Rezension // Poppy J. Anderson - Make Love und spiel Football von SONJA


Quarterback Brian hat es nicht leicht, nach überstandenem PR Skandal in den Vorbänden haben es die Titans und ihr Quarterback nun mit einer neuen Besitzerin namens Teddy zu tun: ein Hippiemädchen. Blutjung, frech und sie hat Ahnung von Football. Schnell fliegen die Fetzen und die Funken.

Brian ist Macho, überzeugter Single und hat eine Frau - Typ Model - nach der anderen. Die kecke Theodora, genannt Teddy, passt mit ihrem alternativen Look und ihrem losen Mundwerk so gar nicht in sein Frauenschema.

Gekonnt schafft es die Autorin zwei scheinbar gegensätzliche Charaktere zusammenzubringen. Denn Brian und Teddy vereint die Liebe zum Football. In witzigen Dialogen und Szenen treffen die beiden aufeinander und man könnte fast von einem Duell der Geschlechter reden; aus dem nicht immer der starke Alphamann als Sieger hervorgeht. (Einmal hätte ich fast vor Lachen mein Buch in der Badewanne versenkt, aber lest selbst.)

Teddys Vergangenheit bringt Probleme für die junge Frau und auch das Team mit sich und da benötigt die doch sonst so toughe Frau Hilfe. Gut dass sich Brian mit der Presse auskennt und auch einige nach leichten Startschwierigkeiten Titans kooperativ sind.

Das Buch kann eigenständig gelesen werden. Es empfiehlt sich jedoch die Reihenfolge einzuhalten, da bereits bekannte Personen des Teams und deren Angehörige wieder darin vorkommen und es einfach schön ist, deren Werdegang zu verfolgen. (Ein uns bereits bekanntes Paar bekommt Nachwuchs und sorgt für ordentlich Adrenalin im Kreissaal.)

Volle Punktzahl. Gut, dass ich schon die nachfolgenden Bände als ebook geladen habe, da Rowohlt bislang (?) nur die ersten 3 Bände in Buchform veröffentlicht hat und ich einfach wissen muss, wie es mit den harten Jungs so weiter geht.

Verlag: Rowohlt
erschienen: 2015
Seiten: 336
ISBN: 978-3499269332

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

Freitag, 1. Juli 2016

Rezension // Sarah Morgan - Einmal hin und für immer von SONJA


Puffin Island liegt idyllisch und abgeschieden vor der Küste von Maine. Emily benötigt für sich und ihre Nichte Juliet eine Rückzugsmöglichkeit, obwohl sich Emily vor dem Meer fürchtet und es einen Abschied von New York für die Karrierefrau bedeutet. Juliet muss vor der Paparazzi aus Hollywood geschützt werden und so verkriechen sich beide in einem kleinen Cottage. Doch die Inselbewohner sind neugierig, wer auf ihre Insel gekommen ist. Allen voran der Yachtclubbesitzer Ryan und der hat es beiden Damen (groß und klein) angetan.

Warum sollte man dieses Buch lesen? Es gibt doch schon so viele Bücher, die in kleinen idyllischen Städtchen oder auf Inseln spielen.....Weil das Buch der Hammer ist. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen.

Der Schreibstil der Autorin war locker und leicht und die Dialoge teilweise mehr als komisch ("Irgendwann habe ich mich entschlossen, die Kurven von meiner Funktionsrechnung zu subtrahieren."). In den betreffenden Situationen ging es auch neckisch und reizvoll zu. Die erotischen Szenen sind nicht zu übertrieben und den Charakterzügen der Protagonisten angemessen.

Klingt gut? Ist es auch. Sarah Morgan hat eine Frauenfreundschaft geschaffen: Emily, Skylar und Brittany. Was diese Frauen genau verbunden hat, erfährt der Leser nach und nach. Aber alle haben einen Pakt geschlossen. Sie werden einander helfen. Dieses Buch dreht sich um Emily und auch die Hauptpersonen der nachfolgenden Bände werden schon gekonnt mit in die Handlung eingeflochten. Wir dürfen auf Brittany und Zach und Skylar und Alec gespannt sein oder dreht uns die Autorin eine Nase und kommt es ganz anders?

Emily hat jedenfalls einen ganzen Sack voll Probleme: Angst vor dem Wasser, ein kleines Kind, Bindungsängste, da ist ein überzeugter Alphasingle wie Ryan genau das Richtige für eine spannende Handlung bei der ordentlich Mut benötigt wird. Die Kellnerin Kristi betätigt sich als Kupplerin und Amor hat wohl auch noch in den bald erscheinenden Bänden ordentlich zu tun. 

Die Insel ist malerisch geschildert und ich würde gern mal durch den Hafen schlendern und mir ein Blaubeereis gönnen. (Dazu trägt übrigens das harmonisch gestaltete Cover bei.)

Volle Punktzahl.

Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2016
Seiten: 400
ISBN: 978-3956495670

© Sonja Kochmann

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