Freitag, 7. Oktober 2016

Verfilmung // Ransom Riggs - Die Insel der besonderen Kinder von SONJA

© Sonja Kochmann

Was war zuerst da: Der Wunsch das Buch zu lesen oder den Film zu schauen? Ich war mir aufgrund der Trilogie lange nicht sicher, bis ich in einem Trailer sah, dass Eva Green Miss Peregrine spielen wird.


© Sonja Kochmann

Da man meiner Meinung nach immer erst das Buch gelesen habe sollte, hatte ich vor kurzem das Buch gelesen. Die Rezension findet sich hier: http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2016/08/ransom-riggs-die-insel-der-besonderen.html .


© Sonja Kochmann
Am Mittwoch war es dann soweit. Die Preview in 3 D. Nachdem ich die lustige 3 D Brille mit meiner eigenen Brille bekannt gemacht hatte, sah ich mir gespannt den Film als 6 Auge an.


© Sonja Kochmann
Bereits der Vorspann des Films hatte mich. Die alten Bilder, die Musik und ... plötzlich war man mittendrin in der Handlung.

Der junge Jake (Asa Butterfield) erfährt durch den brutalen Tod des Großvaters (Terence Stamp), das an den gruseligen Gute Nacht Geschichten doch mehr dran ist, als ihm lieb ist. Als er dann als Vermächtnis ein Buch mit einer Postkarte geschenkt bekommt, macht er sich auf die Such nach der Insel der besonderen Kinder und findet dort die Heimleiterin Miss Peregrine (Eva Green) und ihre Schar vor. Doch die Gefahr durch Barron (Samuel L. Jackson) und seine Monstergefährten rückt immer näher.

Mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich nicht verraten, um die Effekte des Films vorab nicht zu verraten. Die Drehbuchautorin Jane Goldman ist allerdings hier und da vom Buch abgewichen, um dem Zuschauer die komplexe Handlung in 127 Minuten näher zu bringen.

Obwohl mich Abweichungen vom Buch normalerweise immer massiv stören, fand ich sie hier gelungen. Warum? Weil Tim Burton seine Hände im Spiel hatte. Die Besonderheiten der Kinder, die schrulligen Insulaner und die Monster haben seine Handschrift. 
Daher möchte ich an dieser Stelle auch noch mal hervorheben, dass dieser Film FSK 12 trägt und dies etwas unpassend ist. Bei den malerischen Beschreibungen, warum Barron und seine Monster die Kinder jagen und auch beim Finale des Films (der im ersten Buch nicht vorkam, aber Schwamm drüber) verließen doch einige Kinder mit ihren Eltern fluchtartig den Saal. Vielleicht ist phantasievoller Horror doch etwas grausamer als ein Gangster, der um sich schießt. Denkt mal darüber nach liebe Kritiker.

Der Film regt, nicht nur durch die tollen Kostüme und Frisuren aus der Zeit von 1943, zum Träumen an, auch das Kinderheim ist ein Gemäuer zum Spuken.

Mein Mann saß neben mir und kannte das Buch nicht. Auch er war begeistert. Ihr wollt einen spannenden Film, der Eure Phantasie anregt? Ein paar Monster? Eine tolle eindrucksvolle Hauptdarstellerin (Evas Augen sind der Hammer!)? Einen Antihelden, der über sich hinaus wächst? Dann geht ins Kino!


© Sonja Kochmann