Dienstag, 31. Januar 2017

Rezension // Judith und Christian Vogt - Die verlorene Puppe von SINA


© Sina Frambach

Ferenc heuert als Artist beim fliegenden Circo Apocalástico an. Dort arbeitet er zusammen mit der Schlangenfrau Yue am Trapez. Doch Yue und er sind nicht die einzige Attraktion. Ein echtes Mammut begeistert das Publikum genauso wie die bärtige Dame Selma, der Magier Herr Iko und noch viele weitere fantastische Artisten. Während einer Aufführung werden sie angegriffen. Das Zirkuszelt verbrennt und sie werden zusammen mit ihrem Luftschiff entführt. Die Entführer wollen in ein fernes Land, von welchem noch kein Europäer zuvor lebend zurückkam.
Schon auf der Fahrt dorthin merkt Ferenc, dass einige der Zirkustruppe ein falsches Spiel spielen. Doch findet er nicht heraus, wer. Und warum wollen die Entführer gerade die ferne Hochkultur aufsuchen, um die sich grausame Sagen ranken?
Ferenc macht sich an die Aufklärung und kommt dabei einem Ränkespiel auf die Spur, die nicht nur die Zirkusgruppe, sondern auch Europa in Gefahr versetzt.

© Sina Frambach
Schon mit "Die zerbrochene Puppe" konnte mich das Autorenduo um die Finger wickeln. Nun legen sie mit ihrem neuen Roman noch mal einen drauf.
Auch wenn die Geschichte wieder in der Welt von "Eis & Dampf" spielt und hier auch Personen aus dem Vorgängerroman auftauchen, ist "Die verlorene Puppe" einzeln lesbar. Es werden an den richtigen Stellen Erklärungen eingeflochten, die es möglich machen, ohne Vorkenntnisse an das Buch heranzugehen.
Dies war nämlich meine einzige Sorge, weil es schon 2 1/2 Jahre her ist, dass ich "Die zerbrochene Puppe" gelesen hatte. Doch sie war unbegründet.

© Sina Frambach
Auch hier muss ich sagen, dass mich der Schreibstil sofort wieder eingefangen hat. Ich war gleich mitten in der Geschichte, die damit beginnt, dass wir Ferenc kennenlernen. Ferenc ist ein Roma, der auf der Suche nach einem Zuhause beim Circo Apocalástico anheuert. Er war schon vorher Artist in einem Zirkus, aber aus vorerst nicht erwähnten Gründen ist er von dort weggegangen, um sich einer neuen Aufgabe zu widmen.

Der Circo Apocalástico ist eine Ansammlung der seltsamsten Figuren. Die Schlangenfrau Yue ist wohl noch das harmloseste dort. Die bärtige Dame Selma, die lebende Kanonenkugel Fernando, der Blitzmagier Herr Iko oder der Starke Agosto sind nur einige der wunderbar ausgearbeiteten Charaktere, die sich im Zirkus tummeln.

© Sina Frambach

Doch ist alles nicht so, wie es scheint. Bei einer Aufführung wird das Luftschiff des Zirkus gestohlen. Die Diebe sind ungewöhnliche Gestalten und ihr Ziel ist das Land der Mexica, einem gefürchteten Stamm, der eigentlich nur aus Legenden und Sagen besteht, ist von dort doch noch keiner lebend zurückgekehrt.

Und ab hier wird es wunderbar undurchsichtig, obwohl Ferenc doch so viel herausfindet. Trotzdem tappt man bis fast zuletzt im Dunkeln und die Autoren führen einem gewitzt an der Nase herum. Durch geschickt miteinander verwobene Ereignisse wird eine Handlung gesponnen, die es fast unmöglich macht, ihr nicht zu folgen. Die Spannung ist greifbar, die Charaktere sind fein ausgearbeitet und haben alle ihre Ecken und Kanten. So kann man sich in viele gut hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen. Auch die "Bösen" sind gut gezeichnet und bieten das perfekte Gegenspiel zum Guten.

© Sina Frambach
Gerne wäre ich länger in dieser mysteriösen Welt geblieben. Eine Welt, die von Steampunk nur so protzt, die mit Geheimnissen gefüllt ist und in der man sich - in sicheren Gefilden - sehr wohl fühlen kann.

Ich bin sehr gespannt, mit welchen neuen Geschichten das Autorenpaar uns noch erfreuen wird und vor allem, ob man mit alten Bekannten nochmals ein Wiederlesen feiert. Insoweit steht ihnen ja Allerlei offen.

Fazit:
Ein Ausflug in ferne Länder mit Spannung, Fantasie und einer gehörigen Portion Steampunk. Ich vergebe 10 von 10 Punkten für diesen tollen Ausflug ins Reich von Eis & Dampf.

Verlag: Feder und Schwert
erschienen: 2016
Printseiten: 440
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-86762-275-2


© Sina Frambach





Rezension // Traci Chee - Das Buch von Kelanna: Ein Meer aus Tinte und Gold (1) von SINA


© Sina Frambach

Sefia muss mitansehen, wie ihre Tante Nin entführt wird. Nun will sie herausfinden, warum dies geschehen ist. Sie bringt es in Verbindung mit dem geheimnisvollen Buch, das sich in ihrem Rucksack befindet. Je mehr sie der Wahrheit auf die Spur kommt, umso undurchdringlicher wird alles. Hilfe kommt unerwartet von Archer, einem Jungen, den sie aus einer Kiste befreit. Leider ist er stumm und kann sich nur durch Zeichensprache verständigen. Doch je größer das Abenteuer wird, in das sie hineingezogen werden, umso froher ist Sefia, einen Freund wie Archer zu haben. Und was hat das Buch mit all dem zu tun?

© Sina Frambach

Leider kann ich den Hype um dieses Buch nicht nachvollziehen. Ich hatte viel Mühe, überhaupt einigermaßen in die Geschichte hineinzukommen. Dies hatte vor allem damit zu tun, dass man in der Handlung immer hin und her springen muss. Einmal ist man mit Sefia und Archer unterwegs, einmal in einer geheimnisvollen Bibliothek (deren Sinn ich nicht so ganz verstanden habe) und einmal in dem geheimnisvollen Buch, dass Sefia mit sich führt.

Diese drei Handlungsstränge haben erst so gar nichts miteinander zu tun, bis sich in der Mitte des Buches zwei Stränge zusammentun. Der dritte Strang bleibt jedoch unbeachtet bzw. hier kann man sich erst am Ende ungefähr vorstellen, was es mit ihm auf sich hat. 

© Sina Frambach

Auch der Erzählstil der Autorin war nicht so ganz meins. Irgendwie hatte ich immer Probleme, am Ball zu bleiben. Manchmal kamen nichtsaussagende Passagen bzw. wurde etliches mehrere Male wiederholt. 

Letztendlich habe ich auch den Sinn, der hinter dem Ganzen stand, einfach nicht begreifen können. Mir hat sehr viel Erklärung gefehlt. Gerade für den ersten Band einer Reihe ist dies sehr schwach. So hatte es für mich den umgedrehten Effekt, eher nicht zum zweiten Band zu greifen, da ich gar nicht richtig weiß, wieso ich weiterlesen soll.

© Sina Frambach
Verwirrend war für mich auch, dass die Autorin gleich mit vielen Namen um sich schmeißt, sei es der Name der Protagonisten, der Orte oder anderer Dinge. Auch bin ich mir nicht sicher, ob die Geschichte in der realen Welt spielt oder ob eine fiktive Welt als Schauplatz dient. Es gibt Andeutungen dafür, aber es wird nichts bestätigt. Dies ist so ein Rätsel, dass ich mir aufgelöst gewünscht hätte.
Leider gibt es auch keine Karte, auf welcher man den Weg von Sefia und Archer nachvollziehen kann.

Auch die Charaktere konnten mich nicht recht überzeugen. Zu Sefia bekam ich überhaupt keinen Draht. Sie war mir zu emotionslos, zu blass und zu zielstrebig, während Archer eher das Gegenteil bewirkte. Er drückte mir zu sehr auf die Mitleidsschiene, war teilweise zu perfekt. 

© Sina Frambach

Mir hat einfach die Tiefe gefehlt. Es gibt zwar einen roten Faden, den Sefia und Archer verfolgen, doch irgendwie kommen sie nicht so recht voran. Erst am Ende - einem sehr rasanten Ende, in das sehr viel hineingepackt wurde - gab es einige Aufklärung, jedoch auch wieder nicht genug. Hier wurde wohl das Ziel verfolgt, die Leser mittels eines Cliffhangers davon zu überzeugen, auch die nächsten Teile zu kaufen.

"Ein Meer aus Tinte und Gold" hat mich mal wieder davon überzeugt, dass man nicht jeden Hype mitmachen muss und wirklich danach gehen sollte, was das Bauchgefühl sagt. Ich war von Anfang an schon irgendwie nicht so begeistert vom Klappentext, habe mich dann allerdings von den vielen positiven Rezensionen und Meinungen umstimmen lassen. 

© Sina Frambach

Ein echter Pluspunkt für das Buch ist das wunderschöne Cover. Es lädt echt zum Träumen ein, zeigt ein Buch und ein Schiff, zwei Details, die im Buch ausführlich beschrieben werden. Das viele Gold stellt Wellen dar, was für mich das Auf und Ab des Buches symbolisiert. Hier ist wieder mal der Carlsen Verlag großzügig zu loben. Der hat dafür echt ein Händchen. Im Regal ist das Buch natürlich ein richtiges Goldstück.
Auch im Inneren finden sich immer wieder schöne Details. Seien es Fingerabdrücke, Bucheinträge oder "verbrannte" Buchseiten". So macht das Lesen natürlich Spaß, da man nicht nur Buchstaben hat, sondern richtige kleine Hingucker.

© Sina Frambach

Fazit:
Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt. Von mir gibt es dafür nur 4 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2016
Printseiten: 480
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-551-58352-9

© Sina Frambach




Rezension // Susan Mallery - Wie zwei Inseln im Meer von SONJA


Michelle und Carly waren einst die besten Freundinnen. Doch ein Verrat riss die beiden auseinander. Michelle entschloss sich, sich für die Army zu melden und Blackberry Island zu verlassen. Carly, verlassen und schwanger, arbeitete für Michelles Mutter Brenda in ihrem Inn. Nach dem Tod von Brenda und einer schweren Verwundung kehrt Michelle zurück. Doch das Leben geht unaufhaltsam weiter und das Inn steht vor dem Bankrott. Die beiden Frauen müssen zusammenhalten, um das Inn zu retten.

Susan Mallery habe ich früher immer sehr gerne gelesen. Doch irgendwann hatte ich das Gefühl, dass die Bücher immer süßer und kitschiger wurden, so dass ich mich anderen Autoren zugewandt habe.

Dieses Buch wurde mir besonders ans Herz gelegt. Danke J. ! Allein schon das Cover ist ein echter Hingucker. Harmonische Farben, ein schlichtes Motiv. Endlich mal kein Kitsch und Cartoons.

Süß und kitschig? Auf keinen Fall. Hier schreitet das Leben anders voran. Das Buch hat zwei fast gleichwertige Protagonistinnen: Michelle, die vor Konsequenzen und ihrer Mutter geflüchtet ist und ein schweres Kriegstrauma erlitten hat und Carly, die von ihrem Exmann betrogen und schwanger zurückgelassen wurde. Um sich und ihre Tochter Gabby durch zu bringen, hat sie für einen Hungerlohn gearbeitet. 

An dieser Stelle möchte ich nicht mehr über die weiblichen Hauptfiguren verraten, aber ich fand die Themen mit denen sich die beiden Frauen herumschlagen müssen außergewöhnlich und stimmig.

Die Idylle der Insel kann für die einen schön und wundervoll sein und für die anderen belastend. Interessante Beispiele Margeriten und Kraniche....Margeriten und Kraniche?....lest einfach.

Die beiden Frauen haben einen sehr steinigen Weg zum Glück vor sich und bekommen Unterstützung von charmanten Figuren wie einen Exschwager Robert, einen kernigen Physiotherapeuten namens Mango, dem Vermieter Jared, Sam, Helen und vielen mehr. Die kleine Gabby bringt ab und an den nötigen kindlichen Humor in die Handlung. Doch auch eine fiese Person und die Schatten der Vergangenheit sorgen für Stress.

Da das Leben hier auch einmal einen bitteren Beigeschmack hat und ein Löffelchen voll Zucker völlig ausreichend war, vergebe ich hier für Susan Mallery nach langer Zeit mal wieder volle Punktzahl!

Ich habe mal ein bisschen auf der Verlagsseite gestöbert und ich freue mich, dass es im Sommer eine Rückkehr nach Blackberry Island mit dem Buch  "Der Sommer der Inselschwestern" geben wird. Es scheint von diesen Protagonisten losgelöst, aber vielleicht trifft man sich ja auf dem Markt, am Steg, beim Einkaufen....hach das wird schön.

Verlag: HarperCollins
erschienen: 2016
Seiten: 304
ISBN: 978-3959670364

© Sonja Kochmann

Montag, 30. Januar 2017

Rezension // Ann Patchett - Aus Liebe zum Buch von SONJA


Als 2011 die letzte Buchhandlung in Ann Patchetts Heimatstadt Nashville schließt, nimmt die Autorin die Fäden in die Hand und eröffnet mit einiger Hilfe den Buchladen "The Parnassus Bookshop" und trotzt den Medien, die den Tod der Buchhandlungen prognostizieren.

Das Buch ist ein Plädoyer für den unabhängigen Buchladen. Denn die Autorin berichtet, wie mit Liebe zum Buch und entsprechendem Marketing ein Buchladen trotz der drohenden online Konkurrenz überleben kann.

Die Atmosphäre und das Personal, dass die Bücher gelesen hat, sind hierbei entscheidend. Der Leser muss sich beim Stöbern im Buchladen wohlfühlen.

Die Autorin hat ihre eigene Berühmtheit und die Erfahrungen aus Lesereisen genutzt, um "The Parnassus Bookshop" zu bewerben und zu gestalten. Der kluge Leser weiß dies zu schätzen und wird den lebendigen Buchladen mit seiner Beratung stets dem Computeralgorithmus vorziehen. Das Buch ist jedoch keine Hetzkampage gegen das ebook, denn es ist wichtig, das man liest und nicht wie!

Absolut empfehlenswert. Ich vergebe 8 von 10 Punkten für den Einblick in diese Geschäftswelt.

Verlag: Atlantik
erschienen: 2016
Seiten: 64
ISBN: 978-3455370287


© Sonja Kochmann


Sonntag, 29. Januar 2017

Rezension // Jennifer Ryan - Montana Dreams: So ungezähmt wie das Land von SONJA


Mitten in einem Schneesturm findet der Cowboy Gabe Bowden die fast bewusstlose Ella Wolf. Doch die scheint sich über die Rettung kaum zu freuen und sie ist eher für die New Yorker Innenstadt gekleidet, als für den stürmischen Winter in Montana. Was ist passiert? Und warum zittert Ella vor Kälte und Furcht?

Dies ist mein erstes Buch von Jennifer Ryan und bestimmt nicht mein letztes! Der Schreibstil dieser Autorin kann es locker mit dem Schreibstil von Linda Lael Miller und Nora Roberts aufnehmen.

Das Buch enthält nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern hat auch noch eine Dosis Thriller dabei: Denn Ella muss um ihr Leben fürchten.

Doch wer jetzt denkt, dass ein schwaches Stadtmädchen von einem starken Cowboy gerettet werden muss, der liegt falsch. Ella hat es nach dem ersten Schockmoment und kurzer Erholungsphase faustdick hinter den Ohren. Traktor fahren, Reiten, Gewehr laden und einiges mehr sind kein Problem.Sie erstaunt die Männerwelt. 

Denn Gabe hat noch ein paar Brüder, die in den Folgebänden einen verdienten Platz erhalten werden (Juhu!). Ich bin gespannt auch die übrigen Familienmitglieder der Familie Bowden kennen zu lernen.

So dauert es auch nicht lange und zwischen Gabe und Ella fliegen die Fetzen und die Funken. Doch auch die Bedrohung muss aus dem Weg geräumt werden. Die Vorgehensweise ist auf den 384 Seiten durchaus spannend gestaltet und muss sich nicht hinter den bereits erschienenen Romantic Thrillern von anderen Autoren verstecken. Gewürzt mit Erotik hat mir an diesem Roman nichts gefehlt und ich bin für diese Entdeckung im Bücherregal dankbar. Volle Punktzahl.

Verlag: Mira TB
erschienen: 2016
Seiten: 384
ISBN: 978-3956496233






© Sonja Kochmann



Rezension // Brittainy C. Cherry - Wie die Luft zum Atmen von SONJA


Tristan Cole gilt als A*#% der Stadt. Als Lizzie mit ihrer Tochter zurückkehrt, wird sie von allen Seiten gewarnt: Er ist verrückt und wird Dich verletzten!
Doch Lizzie ist durch die Vergangenheit gebrochen und kann an Tristan Seite endlich wieder atmen, denn auch er leidet aufgrund eines großen Verlustes.

Den Klappentext des Buches fand ich eigentlich ziemlich durchschnittlich. Doch das Cover mit diesem kernigen Kerlchen lies mich zur Leseprobe greifen und hat mich sofort gepackt. Schnell hatte ich meinen eigenen Tristan vorm geistigen Auge und musste wissen, wie es weiter geht.

Denn die Autorin hat zwei Protagonisten geschaffen, die beide massive Seelenqualen leiden. Beide schlagen dabei um sich und man kann nur die Gefühle der beiden erahnen. 

Was genau bei beiden geschah, erfährt der Leser genau wie Elizabeth (Lizzie) und Tristan erst im Verlauf der Geschichte. Hier gibt es einige Dreh- und Angelpunkte, die ich an dieser Stelle auf keinen Fall verraten werde.

Lizzie und Tristan haben beide Schlagfertigkeit und Zynismus gepachtet. Lizzie bekommt noch kindliche Unterstützung durch ihre kleine Tochter Emma, die mit ihrer kessen Art und ihrem Kindermund durch eine lustige Einleitung Tristan einen Spitznamen verpasst, der später noch für ein ordentliches Taschentuchfeeling führen wird.

Taschentücher sind ein gutes Stichwort, denn die wird man brauchen. Hier gibt es einige Szenen in denen man ordentlich die Tränen wegblinzeln oder einfach laufen lassen muss. Wundervoll; die Idee mit Kinderbüchern, Federn, Liebesbriefen, der Magie der Liebe und den Träumen von Menschen. Nein mehr verrate ich nicht.

Doch auch was zum Lachen hat das Buch. Lizzie hat eine Freundin namens Faye und die hat einen derben dreckigen Humor. So bekommen die besten Teile ihrer Freunde grundsätzlich einen Spitznamen und es wird richtig anzüglich.

Beide sind zerbrochen und finden in diesem Buch in den Scherben des anderen das Gegenstück (eine wundervolle Formulierung). Volle Punktzahl mit Taschentuchbonus - das hatte ich schon seit "Ein ganzes halbe Jahr" nicht mehr.



Verlag: Lyx
erschienen: 2017
Seiten: 368
ISBN: 978-3736303188


© Sonja Kochmann

Samstag, 28. Januar 2017

Rezension // Matthew J. Arlidge - D.I. Helen Grace: Kalter Ort von SONJA

© Sonja Kochmann

Ruby legt sich in ihrer Wohnung schlafen und erwacht in einem fremden Raum. Ein Raum, der aussieht wie eine Puppenstube. Wer hat sie entführt und was will er?

Derweil hat es das Team von D. I. Helen Grace mit einen Leichenfund tun. Tief im Sandstrand vergraben: eine junge Frau. Helen vermutet nach einer Weile, dass die Tat eine Serientat sein könnte. Dann wird dies nicht das erste und letzte Opfer sein. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt bei den Ermittlungen.
Dies ist der dritte Fall von D. I. Helen Grace nach "Einer lebt, einer stirbt" und "Schwarzes Herz". Obwohl mich der zweite Teil nicht so begeistern konnte, empfehle ich an dieser Stelle die beiden Vorbände zu lesen, um Helens Geschichte und Entwicklung zu verstehen. Auch das Ermittlungsteam hat entscheidende Entwicklungen durchgemacht. Dieses Buch baut spannend auf der Vorgeschichte der Ermittlerin auf.

Der Autor schafft eine temporeiche Handlung, denn der Leser ahnt schnell, dass für Ruby die Zeit läuft. Dies wird u.a. auch dadurch besonders betont, dass es sich bei den 400 Seiten um recht kurze Kapitel handelt, die stets zwischen Ruby, Helen und dem Täter hin und her wechseln. Doch keine Angst, man behält dabei den Überblick und die 400 Seiten lesen sich wie im Fluge.

Durch geschickte Erzählweise wird dem Leser erst am Schluss der Bösewicht offenbart, so dass man mit Helen zusammen ermitteln muss. Die Motive und Beweggründe des Täters sind interessant erdacht und werden am Ende aufgedeckt. Ob Ruby und Helen den Kampf gegen die Zeit gewinnen? Lest selbst.

Obwohl Helen eigene Probleme hat, überwiegen diese Probleme, im Gegensatz zum Vorband, dieses Mal nicht das Versteckspiel mit dem Serienkiller. Auch das Team hat trotz einiger Irritationen zum Ende eine neue Perspektive, so dass man sich auf die weiteren Bände freuen kann.

Etwas irritierend fand ich den deutschen Titel "Kalter Ort". Denn der englische Titel "The Doll's House" hätte ich bei entsprechender Übersetzung deutlich passender im Kontext zur Handlung gefunden. Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: Rowohlt
erschienen: 2016
Seiten: 400
ISBN: 978-3499271526



© Sonja Kochmann


Freitag, 27. Januar 2017

Rezension // Renée Ahdieh - Fluch und Flammen (eShort) von SINA


Chalid ist auf dem Weg nach Hause, als er und seine Truppen die Flammen schon von Weitem sehen. Verzweifelt versucht er herauszufinden, was passiert ist. Als er in der Stadt eintrifft, sucht er zuerst nach Sharzad, doch kann er sie nicht ausfindig machen. Ist sie verletzt? Hat sie sich in Sicherheit bringen können? Als er auf Jalal trifft, stellt ihn dieser vor eine bittere Wahl.


Mit "Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist.

In diesem eShort wird wieder Chalids Sicht geschildert. Seine Ängste, seine Zweifel und sein Pflichtgefühl werden in den Vordergrund gerückt. Mit 11 Seiten ist die Geschichte nicht sehr lang, doch wird in ihr einiges komprimiert dargestellt. Vor allem Chalids Sorge und Sharzad steht im Mittelpunkt und damit seine Gefühlswelt.

Eigentlich ist "Fluch und Flammen" eine kurze Zusammenfassung des Endes von "Zorn und Morgenröte", eben nur aus Chalids Sicht.

Trotzdem war es eine gute Auffrischung und verkürzt natürlich auch die Wartezeit auf den im März erscheinenden zweiten Roman "Rache und Rosenblüte", auf welchen ich mich persönlich schon sehr freue.

Unheimlich gefühlvoll wird von der Autorin die Szene geschildert. Man merkt deutlich die Liebe zu der Geschichte und das Herzblut, dass in alle Worte gesteckt wurde.

Die zwei weiteren eShorts, die als Lückenfüller dienen, heißen "Motte und Licht" sowie "Honig und Gift".

Fazit:
Ein emotionaler Ausflug in Chalids Gefühlswelt. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

Verlag: Bastei Entertainment
erschienen: 2016
Printseiten: 11
Format: ebook
ISBN: 978-3-7325-3878-2


Rezension // Renée Ahdieh - Motte und Licht (eShort) von SINA


Despina möchte nichts sehnlicher, als für Ava, die Gemahlin des Kalifen als Leibdienerin da zu sein. Doch ihre Dienste scheinen nicht benötigt zu werden. Als sie dann auch noch auf Jalal Azaf al-Churi, dem Hauptmann der Palastwache trifft, scheint das Chaos perfekt. Nicht nur, dass sie in einem unbedachten Moment auf Ava trifft, nein, auch Jalal geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Seine charmante, jedoch provozierende Art reizt sie sehr, zieht sie aber auch irgendwie an. 


Mit "Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist.


"Motte und Licht" beleuchtet jedoch eine anderen Charakter, der in "Zorn und Morgenröte" auch eine große Rolle spielt. Despina, die als Leibdienerin von Sharzard fungiert, wird hier näher vorgestellt. Ihre Schlagfertigkeit ist einzigartig. Vor allem, als sie auf Jalal trifft. Er ist als Herzensbrecher bekannt. Despina weiß um diese Tatsache und lässt ihn eiskalt abblitzen. 
Für Jalal ist dies jedoch eine Herausforderung

Der eShort soll die Wartezeit auf den zweiten Band "Rache und Rosenblüte" verkürzen und gibt Einblick in das Leben von Despina und Jalal. Ich hoffe, von diesen beiden im zweiten Teil mehr zu erfahren. Denn Despina ist mir sehr ans Herz gewachsen, auch wegen ihrer Schlagfertigkeit. Sie kann sich verbal wehren und lässt so manche bissige Bemerkung fallen. In einem Interview, welches im Anschluss an die Kurzgeschichte folgt, verrät die Autorin, dass sie Despina und Jalal eine wichtige Rolle in ihrem neuen Buch eingeräumt hat, was mich sehr freut. 

Dieser eShort umfasst 44 Seiten, von mir aus hätte er sehr viel länger sein können. Ich würde mich freuen, wenn die Autorin vielleicht irgendwann ein Spin-Off über Despina und Jalal schreiben würde und hier ausführlicher die erste Begegnung und die vielen weiteren beschreiben würde. 

Zweite weitere eShorts werden ebenfalls angeboten. "Honig und Gift" sowie "Fluch und Flammen" sollen ebenfalls Lückenfüller sein.

Fazit:
Despina und Jalal, zwei wie Katz und Maus... von mir gibt es dafür die volle Punktzahl.

Verlag: Bastei Entertainment
erschienen: 2016
Printseiten: 44
Format: ebook

ISBN: 978-3-7325-3876-8

Rezension // Renée Adieh - Honig und Gift (eShort) von SINA



Chalid bereitet sich auf seine Hochzeit vor. Ein Fest, dass für ihn jeden Tag stattfindet. Immer mit einer neuen Frau. Auf Chalid haftet ein Fluch. Nach einer mit ihm verbrachten Nacht, muss seine Frau sterben. Zum 72. Mal findet dieses Ereignis nun statt. Doch Chalid ist diesmal stutzig. Denn seine neue Ehefrau hat sich freiwillig gemeldet, mit ihm die Ehe einzugehen - und dann zu sterben.

Mit "Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist. 

Mit "Honig und Gift" haben wir eine Art Vorgeschichte zu "Zorn und Morgenröte".  Hier wird aus Chalids Sicht erzählt, wie er das erste Mal auf Shahrzad trifft. Seine Gedanken und Gefühle werden beschrieben.
Wir lernen Chalid besser kennen und können nun nachvollziehen, warum er so handelt, wie er handelt. Sein Zwiespalt ist greifbar. 

Auf 10 Seiten wird kurz und knackig die Story wiedergegeben. 

Es ist besser, den eShort nach dem Lesen des Buches "Zorn und Morgenröte" zu lesen, da man ansonsten mit der Kurzgeschichte nichts anfangen kann. Sie ist eine sehr gute Ergänzung zu dem ersten Teil der Reihe.

Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und man ist auch gleich wieder mit allen Charakteren vertraut und es fühlt sich ein bisschen wie nach Hause kommen an, da man sofort wieder mitten in der orientalischen Welt gefangen ist.

Der eShort ist darauf ausgelegt, die Wartezeit auf den zweiten Band "Rache und Rosenblüte" zu verkürzen, der im März 2017 erscheinen soll. 
Außerdem gibt es zweite weitere eShorts: "Motte und Licht" sowie "Fluch und Flammen".

Fazit:
Ein gelungener Lückenfüller. Von mir gibt es 10 von 10 Punkte.

Verlag: Bastei Entertainment
erschienen: 2016
Printseiten: 10
Format: ebook
ISBN: 978-3-7325-3877-5


Mittwoch, 25. Januar 2017

Rezension // J. R. Ward - Bourbon Kings von SONJA


Die Bradfords sind die Familie in Kentucky. Die Familiendynastie gründet ihr Vermögen auf der Produktion von Bourbon. Geld, Alkohol, Macht, Liebe und Hass treffen in Massen aufeinander.

Die Autorin hat mich durch ihre Vampirreihe "Black Dagger" schon viele Lesestunden unterhalten. Daher war ich gespannt auf die neue Reihe ohne die schicken Vampire.

Der Leser wird bereits auf den ersten Seiten in das Geschehen geschubst. Er ist mittendrin in unterschiedlichen Handlungssträngen, die sich alle auf dem Familienansitz vereinen.

Man erfährt, dass der Patriarch William seine Qualitäten nicht als Vater, Ehemann oder erfolgreicher Geschäftsmann hat. Seine vier Kinder leiden noch immer unter ihm, obwohl sie bereits erwachsen sind. Die Werdegänge des Patriarchen, seiner Frau und der Kinder Lane, Edward, Max und Gin werden nach und nach enthüllt und verbergen einige Leichen im Keller. Auch die Nebencharaktere wie die Köchin Miss Aurora oder der Anwalt Samuel T. sorgen für eine abwechslungsreiche Familiengeschichte.

Noch mehr Details möchte ich an dieser Stelle bewusst nicht verraten, um den von der Autorin kunstvoll geschaffenen Effekt nicht zu spoilern.

Ich fühlte mich ein wenig an meine Kindheit erinnert, in der Denver, Dallas und Falcon Crest im TV liefen. Man muss weiter schauen bzw. hier weiter lesen. Was kommt als nächstes? Welche Geheimnisse werden enthüllt. Wer wird gehasst? Wer stirbt oder wird getötet und welche Liebe/Affäre ist von Dauer?

Dieses prunkvolle Familiendrama wird luxuriös in eine interessante Handlung um Bourbon Destillation und Pferdederby eingeflochten. Achtung! Dieser Band endet mit einem fiesen Cliffhanger und bis Band 2 "Bourbon Sins" erscheint, dauert es noch eine Weile. Volle Punktzahl und ich bin absolut angefixt von dieser Reihe.

Verlag: Lyx
erschienen: 2017
Seiten: 528
ISBN: 978-3736303225

© Sonja Kochmann

Rezension // Poppy J. Anderson - Taste of Love: Geheimzutat Liebe von SONJA


Andrew Knight ist ein gefragter Koch in Boston. Sein Restaurant brummt und auch sein Kopf. Er muss raus; raus aus den Verpflichtungen er und flieht mit seinem Auto Richtung Maine.
Aufgrund eines Unfalls ist er gezwungen, in ein etwas heruntergekommenes Restaurant mit Zimmer einzukehren. Brooke Day Köchin und verärgerte Gastgeberin tischt ihm jedoch eine kulinarische Köstlichkeit nach der anderen auf. Schnell kommt es zu Verwicklungen von Herz und Herd.

Auf dieses Buch freue ich mich schon seit einigen Monaten. Denn die Autorin ist für spannende Liebesromane und ihren eigenen Faible fürs Kochen bekannt.
Das diese Buchreihe nun von einem großen Verlag veröffentlicht wird und damit in den Buchläden durch Marketing einen verdienten Platz bekommt, freut mich um so mehr.

Das Buch ist auch ein echter literarischer Gaumenschmaus. Zum einen, weil Andrew und Brooke zwei gelungene Protagonisten sind, die sich nach aller Kunst kabbeln, necken und verlieben und zum anderen, weil man stetig den Mund wässrig gemacht bekommt.

Abgerundet wird das Ganze durch absolut kernige Nebenfiguren, wie den Mechaniker mit tief sitzender Hose und Vorliebe für Alkoholisches, eine über besorgte Bürgermeisterin Mrs. Murphy, die gerne ihre Einwohnerzahlen durch Kuppeln erhalten will und eine geschwätzige Freundin namens Lauren. 
Alle runden die Seiten mit peppigen Dialogen und Anmerkungen auf, so dass die 384 Seiten wie im Fluge vergehen. Dennoch hat man einige Gelegenheiten beim Lesen zu Leckereien zu greifen und mit zu genießen. Ich vergebe volle Punktzahl und obwohl ich befürchte, dass mein Kalorienverbrauch ansteigen wird, freue ich mich auf den Folgeband "Küsse zum Nachtisch". 

Etwas irritierte mich die Namensgebung und Kombination Knight und Day, da ich hierbei an den Film mit Tom Cruise und Cameron Diaz denken musste und mir dieser Film so gar nicht zusagte.

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2017
Seiten: 384
ISBN: 978-3404174683

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

Sonntag, 22. Januar 2017

Rezension // Julia Engelmann - Jetzt, Baby von SONJA


Julia Engelmann legt nun das dritte Buch mit neuen Poetry Slam Texten vor. Begleitet durch lustige Karikaturen erhalten wir Einblicke in Gefühls- und Gedankenwelt in Versform.

Julia Engelmann schafft es tatsächlich auch bei ihrem dritten Buch dem Leser tiefe Einblicke zu gewähren.
Gefühle, Erfahrungen, Familie werden zu Poetry Slam Texten verarbeitet. Diese beinhalten "leichte Kost" wie Musik oder Grumpy Cat oder aber auch schwierigere Themen wie Stress und das leidige Thema des "Erwachsen werdens".

Obwohl die Autorin durch ihren Sprachstil, so werden zum Beispiel englische Wörter eingeflochten oder Liedtexte zitiert, den Leser nebenbei einfängt, hatte ich im Gegensatz zu den anderen Büchern "Eines Tages, Baby" und "Wir können alles sein, Baby" das Gefühl, dass die Texte kritikreicher, melancholischer und auch rastloser geworden sind. 

Manchmal hatte man das Gefühl, dass die Autorin nicht unbedingt Erwachsen werden will und nach wie vor gern das Mädchen im Schlafanzug am Fenster wäre, das sehnsüchtig auf Peter Pan wartet.

Einmal noch mal träumen? Kritik, Melancholie und Gefühle in Versform durchleben? Dann ist dieses Buch mit seinem besonderen Rhythmus etwas, wobei man mit muss   ;)    Volle Punktzahl!


Verlag: Goldmann
erschienen: 2016
Seiten: 128
ISBN: 978-3442485680

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

Samstag, 21. Januar 2017

Rezension // Michelle Madow - Diamond Sisters - Die Konkurrenz schläft nicht von SONJA


Die Ferien gehen zu Ende und für Courtney, Peyton und Savannah startet ein neues Schuljahr an der teuren Privatschule in Las Vegas. Die Diamond Sisters müssen sich im Kreis der neuen Mitschüler bewähren und dann kommt auch noch ein weiteres Geheimnis ans Tageslicht....

Der Schreibstil der Autorin hat mich bereits beim ersten Band "Las Vegas kennt keine Sünde" begeistert. Courtney, Peyton und Savannah reagieren stets unterschiedlich auf die anstehenden Situationen und halten dennoch zusammen. Eine interessante und abwechselungsreiche Strategie der Autorin, die aufgrund der Geschehnisse noch ordentlich Zündstoff bietet.

Der erste Schultag in der neuen Schule ist nun jedoch da und die 3 haben trotz des Aufstieges in den Reichtum mit den üblichen Problemen zu kämpfen: was zieht man an, kann man mit dem Lernpensum mithalten, mögen mich die anderen Mädchen und erst die Jungs!

Der Schulchat campusbuzz.com spiegelt einen Teil der Schülerschaft wider und hält einige Hasstriaden bereit. Es wird den Mädels kaum Zeit gelassen, Luft zu holen und sich einzuleben.
Diese bräuchten die Diamond Sisters dringend, denn die Geschichte um die Entführung, die ihr Leben so derart beeinflusst hat, ist noch nicht vom Tisch. Die damit zusammenhängende  Enthüllung verändert einiges und es stellt sich die Frage: Wem kann man noch trauen?

Aber nicht nur Courtney, Peyton und Savannah haben mit sich und ihrem Umfeld zu kämpfen. Ihre "Feindin" Madison stolpert über ihr eigenes Geheimnis und muss ihre Sichtweise bezüglich der Schwestern überdenken. Doch das Intrigenkarussell spinnt weiter und gefährdet alles 

Intrigen, Leid und Liebe im Lichterglanz von Las Vegas: Volle Punktzahl! Ich brauche nach diesem Cliffhanger dringend den übersetzten Folgeband, lieber Verlag!

Verlag: cbt
erschienen: 2017
Seiten: 528
ISBN: 978-3570310410

© Sonja Kochmann

Rezension // Philip K. Dick - Das Orakel vom Berge von SONJA


Dieses Buch hat ein Zukunftsszenario kreiert, was man sich kaum vorstellen kann/mag: Was wäre, wenn Hitler und die Achsenmächte den 2. Weltkrieg gewonnen hätten?

Dieses Buch ist bereits vor Jahrzehnten erschienen. Ein echter Klassiker und nun brandaktuell, da daraus von den Amerikanern eine Sere ("The Man In The High Castle") gemacht wurde, die derzeit immense Einschaltquoten hat.

Obwohl ich in der Schule das Thema 2. Weltkrieg mehr als einmal durch genommen habe, tat ich mich bei diesem Szenario und den Schilderungen etwas schwer. Die Details über Afrika, Stalingrad und die Vielzahl an historischen Personen, die nicht so populär in den Büchern und Medien waren/sind, haben mich teilweise überflutet.

Neben der komplizierten Handlung, um ein Buch, was den Ausgang des Krieges anders darstellt und einen möglichen Umbruch im deutschen Staat, sind Rassenhass und die japanische Kultur erdrückend. Auch die Protagonisten erschienen mir lediglich vom Hass bestimmt und teilweise etwas farblos.

Ein Mahnmal? Ich fand es sehr schwer nachzuvollziehen: Wie kann Rassenhass so bestimmend sein? (Wie weit sind wir heute davon entfernt?) Wie kann ein Buch "I Ging" mit allgemeinen Prognosen mein tägliches Tun derart bestimmen? 

Interessant ist dieses Buch alle Mal. Aber halt keine leichte Lektüre. 5 von 10 Punkten, da ich nicht den richtigen Zugang gefunden habe. Dennoch bereue ich es nicht, es gelesen zu haben.

Verlag: Fischer
erschienen: 2014 (1962)
Seiten: 272
ISBN: 978-3596905621

© Sonja Kochmann


Rezension // Sarah Morgan - Zwischen Vernunft und Sinnlichkeit von SONJA


Die junge Archälogin Lily Rose hat die Schnauze voll von Männern. Auf der Suche nach einer wahren Liebe und der Möglichkeit eine Familie zu gründen, wurde sie bislang nur enttäuscht.
Ihre Kollegin Brittany schlägt ihr vor, die Männer nur für das eine zu nutzen. Nur mit wem soll sie da bloss anfangen? Der griechische Milliardär Nik Zervakis kommt ihr da ganz recht.

Diese eShort gehört inhaltlich zwischen "Einmal hin und für immer" und "Für immer und ein Leben lang". Sie spielt zwar nicht auf Puffin Island, sondern im wunderschönen Griechenland, hat aber einige Verweise auf die drei Frauen der Puffin Island Trilogie. Man kann diese jedoch auch unabhängig voneinander lesen.

Trotz der knappen 135 Seiten schafft es die Autorin ein echten Urlaubsfeeling mit Sonne und Meer zu kreieren. 

Liliys "Mission Eisberg" entsteht aus der Not heraus und es erscheint äußerst komisch, wie diese vor Gefühlen übersprudelnde Person, alle Gefühle unterdrücken will. 
Nik scheint der totale Gegensatz zu sein. Distanziert und teilweise wortkarg; es prallen Welten aufeinander. Zynismus trifft Optimismus.

Durch diese Konstellation entstehen witzige und prickelnde Dialoge, die Formulierungen beinhalten, die einfach einzigartig sind: Hier wird "emotional verhütet". Zu mindestens war das der Plan.
Denn beim griechischen Dinner fliegen bereits die Funken und.....das sonnige Gemüt von Lily knackt die düstere Gewitterwolke von Nik. Es zeigt sich, dass die Liebe sich nicht an die Regeln hält und sich nicht alles planen lässt. Eigentlich schade, dass die beiden es "nur" zu einer eShort Geschichte geschafft haben und kein ganzes Buch entstanden ist. Volle Punktzahl.


Verlag: Mira TB
erschienen: 2016
Seiten: 135
ASIN: B01GCPZR5Y



© Sonja Kochmann

Freitag, 20. Januar 2017

Special // Sina bastelt... ZAUBERSTÄBE

Trends mache ich gerne mit... vor allem, wenn es ums Basteln geht und mir das gebastelte auch noch sehr gut gefällt.

Auf Facebook bin ich in einer neuen Gruppe, die sich rund um Harry Potter dreht. Dort bin ich auf viele Bilder gestoßen, die die selbstgemachten Zauberstäbe der Fans zeigen. Klar, dass das auch was für mich ist. Also kurz Gedanken gemacht und ab in den Baumarkt. Was dabei herausgekommen ist, wollte ich Euch mal zeigen.

© Sina Frambach
im Vordergrund seht ihr den Zauberstab von Harry Potter (nicht selbstgemacht)

Zuerst habe ich mir in der Bastelabteilung des Baumarktes lange Holzstäbe besorgt, die ich mir dann auf die passende Größe gesägt habe. Aus einem langen Stab habe ich drei kleinere Stäbe herausbekommen.

In vielen Videos, die ich mir bei YouTube angesehen habe, nahmen die meisten einfach große Pinsel und trennten den Pinselkopf ab (alternativ auch Essstäbchen). So war die perfekte Form des Zauberstabs natürlich schon da. Nur hatte ich so einen großen Pinsel nicht zu Hause und einen zu kaufen, war mir dann zu teuer. Die Holzstäbe sind da erheblich billiger und auch etwas dicker, so dass man sehr gut Muster hineinbekommt. Und man bekommt mehrere aus einem Stab heraus.

Nun stand bei mir das Problem an, den Zauberstab so zu gestalten, dass er sich zu einer Seite hin verjüngt. Zuerst dachte ich mit Schleifpapier per Hand abschleifen... wäre aber eine sehr lange Angelegenheit. Den Stab mit dem Taschenmesser zu schnitzen war eine harte Angelegenheit (Bucheholz). Den Elektrohobel traute ich mich nicht, da der Stab dafür zu dünn war und ich Angst hatte, dass zum Schluss kein Stab und keine Hände mehr da sind.

Also packte ich das Multifunktionswerkzeug (auch Dremel genannt) aus und bearbeitete den Stab mit dem Schnitzaufsatz so lange, bis er die gewünschte verjüngte Form angenommen hatte.

© Sina Frambach

Der Dremel hat auch den Vorteil, dass man mit verschiedenen Aufsätzen einfach arbeiten kann. So konnte ich ihn auch benutzen, um das Holz glatt zu schleifen. Ich glaube, das Ding wird mein neues Lieblingsspielzeug, weil es einfach so vielfältig ist.

Danach kam (natürlich auch mit dem Dremel 👍 ) das Muster rein, einfach eine Linie in das Holz hineingefräst. 

© Sina Frambach
Diese Linie habe ich dann mit Schnur "gefüllt", die ich mit der Heißklebepistole festgeklebt habe. 

© Sina Frambach

© Sina Frambach
Den hinteren Teil habe ich mit Schnur ummantelt.

© Sina Frambach
Danach kam Farbe ins Spiel. 

Ein dunkles Braun als Unterton. Hier musste ich 2 x anmalen, da die Schnur die Farbe förmlich aufgesaugt hat. 

© Sina Frambach

Als Kontrast habe ich die Schnur dann mit einem helleren Braun hervorgehoben. Für die Konturen habe ich das dunkle mit dem hellen Braun gemischt und "trocken" aufgetragen, d.h. ich hab den Pinsel so lange auf der Pappe abgestreift, bis fast keine Farbe mehr auf dem Pinsel war.

© Sina Frambach

© Sina Frambach

Fertig ist der Zauberstab.

© Sina Frambach

© Sina Frambach

Der Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Man kann mit so vielen Materialien arbeiten. Ich habe hier nun auch schon Ton liegen, der an der Luft aushärtet. So kann man einen schönen Griff formen. Aber wie gesagt - alles ist möglich. 
Nun warte ich immer noch auf den Brief aus Hogwarts...

© Sina Frambach