Sonntag, 31. Dezember 2017

Seitenwettkampf 2018 (SONJA)

© Sonja Kochmann


Der Seitenwettkampf beginnt (Zeitraum 01.01.2018 bis 31.12.2018)




Wer liest wie viel?

Januar:
01) Lara Adrian - For 100 Reasons: Enthüllung (235)
02) Matthew J. Arlidge - D.I. Helen Grace: In Flammen (432)
03) Jo Watson - Herz auf Anfang (400)
04) J. K. Rowling - Was wichtig ist (80)
05) Matthew J. Arlidge - D. I. Helen Grace: Letzter Schmerz (352)
06) Kristen Callihan - Game on: Trotz allem du (448)
07) Jojo Moyes - Mein Herz in zwei Welten (592)
08) Katy Evans - Mr. President - Liebe ist alles (316)
09) Laura Kneidl - Berühre mich. Nicht. (464)
10) Seressia Glass - Sugar and Spice: Glühende Leidenschaft (384)

Februar:
11) Laura Kneidl - Verliere mich. Nicht. (480)
12) Geneva Lee - Game of Passion (288)
13) Maja Lunde - Die Geschichte der Bienen (528)
14) Piper Rayne - The Bartender (248)
15) Erin Watt - Paper Party: Die Leidenschaft (208)
16) Brittainy C. Cherry - Wie die Stille unter Wasser (400)
17) Kirsty Moseley - Fighting to Be Free: Nie so begehrt (464)
18) Samanthe Beck - Love Emergency: Aus Versehen verlobt (229)
19) Samanthe Beck - Love Emergency: Zufällig verliebt (217)
20) Matthew J. Arlidge - D. I. Helen Grace: Eingeschlossen (416)
21) Seressia Glass - Sugar and Spice: Wildes Verlangen (400)
22) Adriana Popescu - Schöne Grüße vom Mond (65)
23) Adriana Popescu - Mein Sommer auf dem Mond (400)

März:
24) Layla Hagen - Diamonds for Love: Voller Hingabe (320)
25) Charlaine Harris - Midnight, Texas (416)
26) Samanthe Beck - Love Emergency: Und plötzlich ist es Liebe (220)
27) Samanthe Beck - Hot Cop (228)
28) Laurelin McGee - Mr. Undateable (368)
29) Uwe Laub - Sturm (400)
30) Sarah Morgan - Verliebt bis über beide Herzen (384)
31) Mona Kasten - Save Me (416)
32) Sarina Bowen - The Ivy Years: Bevor wir fallen (352)
33) Layla Hagen - Diamonds for Love: Verlockende Nähe (320)
34) Cherrie Lynn - Raw Deal: Gegen alle Regeln (386)
35) Vanessa Sangue - Cold Princess (352)
36) Geneva Lee - Game of Destiny (304)

April:
37) Sara Rider - Going for the Goal (370)
38) Jennifer Ryan - Montana Dreams: So tief wie die Sehnsucht (384)
39) Laurelin McGee - Miss Taken (108)
40) Erin Watt - When it's real: Wahre Liebe überwindet alles (480)
41) Tim Erzberg - Sturmfeuer (384)
42) Anna Rosendahl - Meerblick inklusive (368)
43) Geneva Lee - Now and Forever: Weil ich dich liebe (380)

Mai:
44) Alice Clayton - Cream of the Crop - Erste Sahne (308)
45) L. J. Shen - Vicious Love (448) 
46) L. J. Shen - Rough Love (130)
47) Piper Rayne - The Boxer (256)

Juni:
48) Petra Hülsmann - Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (576)
49) Ursula Poznanski und Arno Strobel - Invisible (368)
50) Tillie Cole - Hades Hangmen: Styx (375)
51) Stacey Kade - From Scratch: Alles neu mir dir (529)
52) Angelika Schwarzhuber - Barfuß im Sommerregen (400)
53) Jane Linfoot - Der kleine Brautladen am Strand (416)
54) Markus Heitz - Die Klinge des Schicksals (576)
55) Ransom Riggs - Die Legenden der besonderen Kinder (208)
56) Lucy Score - Mr. Fixer Upper: Bauplan für die Liebe (408)
57) Mona Kasten - Save you (384)
58) Sarah Morgan - Verliebt bis in die Fingerspitzen (400)

Juli:
59) Anna Nigra - Cecilia: Wenn die Sterne Schleier tragen (399)
60) April Dawson - Royal Temptation (274)
61) Cherrie Lynn - Raw Need: Gegen den Verstand (386)
62) Layla Hagen - Diamonds for Love: Entflammte Sehnsucht (336)
63) Katharina Herzog - Zwischen dir und mir das Meer (352)
64) Juno Dawson - Clean (400)
65) Sarina Bowen - The Ivy Years: Was wir verbergen (320)
66) Jessica Clae - Wild Games: In einer heißen Nacht (240)
67) Connie Glynn - Prinzessin undercover: Geheimnisse (400)
68) Louise Bay - King of New York (352)
69) Diana Amft - Die kleine Spinne Widerlich: Ausflug ans Meer (32)
70) Audrey Carlan - Dream Maker: Sehnsucht (464)

August:
71) Erin Watt - Paper Paradise (368)
72) Layla Hagen - Diamonds for Love: Verhängnisvolle Liebe (320)
73) Vanessa Sangue - Fire Queen (320)
74) Kathryn Taylor - Wo mein Herz dich findet (336)

September:
75) Kelly Moran - Redwood Love: Es beginnt mit einem Blick (384)
76) Louise O'Neill - Du wolltes es doch (368)
77) Markus Heitz - Doors: Der Beginn (97)
78) L.J. Shen - Twisted Love (480) 



Stand: 27.396 Seiten

Seitenwettkampf 2018 (SINA)

© Sonja Kochmann


Der Seitenwettkampf beginnt (Zeitraum 01.01.2018 bis 31.12.2018)


Wer liest wie viel?

Januar:
001 Mila Roth - Man trifft sich stets zweimal (11) - 196 Seiten
002 S.J. Kincaid - Diabolic: Vom Zorn geküsst - 488 Seiten
003 Jonathan Stroud - Lockwood und Co.: Der wispernde Schädel - 512 Seiten
004 Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher: Die Katakomben - 128 Seiten
005 Nadja Losbohm - Die Tagebücher des Michael Iain Ryan (1) - 342 Seiten
006 Jonathan Stroud - Lockwood und Co.: Die raunende Maske - 464 Seiten
007 Rainer Wekwerth - Pheromon: Sie riechen Dich (1) - 416 Seiten
008 H.G. Wells - Die Insel des Dr. Moreau - 256 Seiten
009 Guillermo del Toro + Daniel Kraus - Trollhunters - 416 Seiten
010 Jonathan Stroud - Lockwood und Co.: Das flammende Phantom (4) - 512 Seiten

Februar:
011 Jim Butcher - Die dunklen Falle des Harry Dresden: Wolfsjagd (2) - 368 Seiten
012 Jonathan Stroud - Lockwood und Co.: Das grauenvolle Grab (5) - 512 Seiten
013 Rachel Joyce - Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie - 384 Seiten
014 George R.R. Martin - Wild Cards: Der Astronom (3) - 544 Seiten
015 Jeff Kinney - Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt (1) - 218 Seiten
016 Ella Blix - Der Schein - 472 Seiten
017 Ransom Riggs - Graphic Novel: Die Stadt der besonderen Kinder (2) - 272 Seiten
018 Jenny Wood - Der Hain hinter dem Herrenhaus - 179 Seiten
019 Stefanie Mühlsteph - Cenusa. Asche zu Asche - 113 Seiten
020 Tom Hanks - Schräge Typen - 352 Seiten
021 Joanne K. Rowling - Was wichtig ist: Vom Nutzen des Scheiterns und der Kraft der Phantasie - 80 Seiten
022 Joshua Foer u. a. - Atlas Obscura - 480 Seiten
023 Guillermo del Toro - Die Saat (1) - 528 Seiten
024 Leah Remini - Troublemaker - 280 Seiten
025 Nora Bendzko - Bärenbrut - 140 Seiten
026 Rainbow Rowell - Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow - 528 Seiten

März:
027 Judith + Christian Vogt - Die 13 Gezeichneten - 591 Seiten
028 Guillermo del Toro - Das Blut - 400 Seiten
029 Guillermo del Toro - Die Nacht - 432 Seiten
030 Mila Roth - Man trifft sich stets zweimal (Teil 2) - 196 Seiten 
031 Annell Ritter - Küsse zum Dessert - 200 Seiten
032 Markus Heitz - Die Klinge des Schicksals - 576 Seiten
033 Guillermo del Toro - The Shape of Water - 432 Seiten
034 Patrick Ness - Sieben Minuten nach Mitternacht - 224 Seiten
035 Anja Janotta - Die Trabbel-Drillinge - 224 Seiten

April:
036 Christopher Golden - Der Fährmann - 372 Seiten
037 July Murphy - Dumplin': Go big or go home - 400 Seiten
038 Jeff Kinney - Gregs Tagebuch: Gibts Probleme? - 224 Seiten
039 Helene Sommerfeld - Wie man Kopfschmerzen mit dem Holzhammer vertreibt - 112 Seiten
040 Helene Sommerfeld - Die Ärztin: Das Licht der Welt - 580 Seiten
041 M.A. Bennett - Bloody Weekend - 344 Seiten
042 Markus Heitz - Die dunkle Zeit: Schatten über Ulldart - 400 Seiten
043 Anna Ruhe - Die Duftapotheke - 264 Seiten
044 Mina Baites - Träume aus Silber - 304 Seiten
045 Markus Heitz - Die dunkle Zeit: Der Orden der Schwerter - 496 Seiten

Mai:
046 M.G. Leonard - Käferkrawall - 320 Seiten
047 Ransom Riggs - Die Legenden der verlorenen Kinder - 208 Seiten
048 Fay Winterberg - Kain: Der erste Vampir - 232 Seiten
049 Markus Heitz - Die dunkle Zeit: Das Zeichen des dunklen Gottes - 528 Seiten
050 Markus Heitz - Die dunkle Zeit: Unter den Augen Tzulans - 512 Seiten
051 Mac P. Lorne - Die Pranken des Löwen - 736 Seiten

Juni:
052 Anne Freytag - Nicht weg und nicht da - 480 Seiten
053 Otto Waalkes - Kleinhirn an alle - 416 Seiten
054 Markus Heitz - Die dunkle Zeit: Die Magie des Herrschers - 544 Seiten
055 Christine Feret-Fleury - Das Mädchen, das in der Metro las - 176 Seiten
056 Markus Heitz - Die dunkle Zeit: Die Quellen des Bösen - 832 Seiten

Juli:
057 Klüpfel + Kobr - Kluftinger: Milchgeld - 320 Seiten
058 Klüpfel + Kobr - Kluftinger: Erntedank - 384 Seiten
059 Klüpfel + Kobr - Kluftinger: Laienspiel - 368 Seiten
060 Klüpfel + Kobr - Kluftinger: Rauhnacht - 368 Seiten
061 Rainer Wekwerth & Thariot - Pheromon: Sie sehen Dich - 384 Seiten



Stand: 23.090 Seiten

[Manga] Rezension // Steve Moffatt - Sherlock: Das große Spiel (3) von SINA


© Sina Frambach
Sherlock Holmes ist zu Tode gelangweilt. Kein Fall kann ihn herausfordern oder gar reizen. So stößt er sogar seinen Bruder Mycroft vor den Kopf und lässt diesen mit einem Auftrag hängen. Dr. John Watson dagegen versucht zu vermitteln und prompt ist er plötzlich in zwei Dinge involviert. Mycroft nicht zu enttäuschen und Sherlock bei einem Fall zu helfen, der ihn endlich vor die Herausforderung stellt, die er sich wünscht. Denn es geht persönlich um ihm. Sherlock muss fünf Fälle lösen mit nur einem kleinen Hinweis. Die Leben, die er dadurch retten kann, würden ihm selbst zu einem guten Gefühl verhelfen. Doch Sherlock wäre nicht Sherlock, wenn er mit Gefühlen etwas anfangen könnte. Und so stößt er diesmal jede Menge Leute vor den Kopf. Die Genialität, die er dabei aber an den Tag legt, verschafft ihm wieder einen Höllenrespekt.

Der dritte Teil der Fernsehserie liegt nun auch in Manga-Format vor und wieder konnte ich mich einer ungewöhnlichen Lektüre widmen. Von hinten nach vorne gelesen und dann auch noch von rechts nach links. Sehr gewöhnungsbedürftig und diesmal für mich bis Ende des Buches auch wirklich schwer umzusetzen.

© Sina Frambach

Trotzdem hat es mir wieder Spaß gemacht, zusammen mit Sherlock Holmes und Dr. John Watson einen neuen Fall zu lösen. Diesmal sogar fünf Stück hintereinander, denn Sherlock wird zu einer Art Spiel herausgefordert. Er bekommt einen gewissen Zeitkorridor, in dem er den Fall lösen muss, ansonsten stirbt eine Person. Kleine Hinweise sind für Sherlock ja kein Problem. Aus einem Staubkorn kann er ja die Zukunft lesen. Doch diesmal ist es wirklich ganz verzwickt. 

Die Logik, mit der Sherlock an den Fall geht, ist mir diesmal nicht so sehr nachvollziehbar, was aber auch daran liegt, dass Sherlock auf ältere Fälle zurückgreifen muss, so dass es für den Leser gar nicht ersichtlich ist, wieso eigentlich alles so passiert, wie es gerade passiert. Watson ist ebenfalls ratlos, kann wie immer nur in medizinischen Fragen als Ratgeber fungieren.

Sehr gut gefallen hat mir Watson diesmal. Er ist schier vorm Ausrasten, kann sich aber dann doch immer noch so weit beherrschen, dass er Sherlock nicht einfach am Kragen packt und schüttelt. Erst gegen Ende des Bandes merkt man ihm deutlich an, dass er anfängt zu resignieren und Sherlock einfach so nimmt, wie er ist.

© Sina Frambach
Sherlocks Empathie ist grandios. Er sagt, was er denkt, er denkt, was er sagt und stößt dabei sämtliche Charaktere vor den Kopf. Doch am Ende des Buches kommt ein neuer Sherlock zu Tage, ein Sherlock, der auch weiß, was es heißt, Freundschaften zu pflegen und mal Neue gerade sein zu lassen. 

Denn es tritt ein Gegner auf den Plan, ein Erzfeind, den viele aus den Büchern von Arthur Conan Doyle zur Genüge kennen. Endlich weiß Sherlock, wer hinter allem steckt und kann sich nun dem widmen, was er die ganze Zeit schon will.

Die Zeichnungen sind diesmal in meinen Augen nicht so wie in den ersten beiden Bänden. Gerade Sherlock wirkt auf mich abgemagert und kantig. Sein Äußeres ist manchmal nicht mehr mit dem Schauspieler Benedict Cumberbatch zu vergleichen. Bei Watson und einem Polizisten hatte ich sehr Mühe, die beiden auseinanderzuhalten, da sie doch sehr ähnlich gezeichnet waren. Auch andere Protagonisten hatten Ähnlichkeit mit Watson. Manchmal musste ich Seiten mehrmals lesen, um den Sinn zu verstehen. 

© Sina Frambach
Leider hat dies dann auch nochmals den Lesefluss gestört und ich habe einige Zeit mehr gebraucht, als für die ersten beiden Manga.

Die Story an sich war zwar packend, konnte mich aber nicht so arg mitreißen. Dies war aber in der Fernsehserie schon so. Erst der Schluss war spannend und hat so einigen Aufschluss gebracht und auch ein Versprechen abgeliefert, dass es ab jetzt so richtig abgeht. Denn nun hat Sherlock eine Lebensaufgabe: seinen Erzfeind besiegen.

Fazit:
Nicht so gut wie die ersten beiden Teile. Deswegen gibt es nur 6 von 10 Punkten.

Verlag: CarlsenManga
erschienen: 2017
Format: Softcover
Printseiten: 244
ISBN: 978-3-551-72886-9
© Sina Frambach

[Hörbuch] Rezension // Jonathan Stroud - Bartimäus: Die Pforte des Magiers (3) von SINA

© Sina Frambach

Während Nathanael immer noch verstreute Widerstandsmitglieder aufspüren will und in London für Recht und Ordnung sorgt, hält sich Kitty gut versteckt und lernt allmählich die Anwendung von Magie. Dies führt dazu, dass sie Bartimäus beschwört und ihm das Angebot macht, zusammenzuarbeiten. Nur so könnten sie die Zauberer stürzen und frei leben. Doch bevor sie den Plan ausarbeiten können, spürt Nathanael Kitt auf und benötigt selbst ihre Hilfe. Denn Dämonen ergreifen Besitz von Menschen und töten, was ihnen in den Weg kommt. Und so macht sich das ungleiche Trio Nathanael, Kitty und Bartimäus auf zur Rettung der Welt.

Teil 3 fängt eigentlich eher ruhig an. Man erfährt, wie es drei Jahre nach dem Aufstand des Widerstandes mit Nathanael und Kitty sowie Bartimäus weitergegangen ist.
Während Nathanael als Minister arbeitet und Bartimäus sowie mehrere andere Dämonen befehligt, hält sch Kitty im Hintergrund. Die Chance, im Haushalt eines Zauberers als Hilfe zu arbeiten, nimmt sie wahr und lernt nebenbei so einiges über Magie. Bis sie es selbst wagt und Bartimäus beschwört, den Nathanael kurz entlassen hat, damit dieser sich erholen kann.

© Sina Frambach

Und so führt eines zum anderen. Und prompt müssen Nathanael, Kitty und Bartimäus zusammenarbeiten, damit sie London und den Rest der Welt retten.

Diesmal greift der Autor in die Vollen und holt nochmals alles aus sich heraus. Es kracht, es raucht, Intrigen werden aufgedeckt, Verschwörungen geplant, Missverständnisse aus der Welt geschafft.
Die Zusammenarbeit wird diesmal groß geschrieben und alle müssen am selben Strang ziehen. Dabei muss so einiges vollbracht werden, was die Welt der Zauberer und der Gewöhnlichen verändern kann.

Bartimäus kommt diesmal nicht so sarkastisch rüber, wie in den ersten beiden Bänden. Dies liegt aber auch am Ernst der Lage. Und auch an seiner körperliche Verfassung bzw. seiner sich auflösenden Substanz.
Doch werden auch viele Rückblicke gewährt in Bartimäus Zeit als Diener des Ptolomäus, einem jungen Mann, der für Bartimäus ein guter Freund war.

Man bekommt einen guten Einblick in Bartimäus bislang geführtes Leben und auch Kitty wird eine sehr große Rolle zugestanden. Nathanael bleibt unsympathisch, obwohl er gerade zum Ende des Hörbuches hin sehr interessante Züge zeigt, die ihn eher als netten Kerl dastehen lassen. 

© Sina Frambach

Das Ende ist sehr überraschend, vor allem wenn man sich vielleicht auf einen vierten Teil mit dem "Dream"-Team gefreut hat. Doch wird dies unmissverständlich unterbunden. Wer jedoch die ersten drei Bücher gelesen bzw. gehört hat, darf sie ja noch auf ein Prequel freuen. Mit "Der Ring das Salomon" wird nämlich die Geschichte von Bartimäus und Ptolomäus erzählt. 

Wieder ist es die gekürzte Hörbuch-Fassung, die ich gehört habe. Es fehlt so einiges, aber wie immer ist alles wichtige untergebracht. Der Sprecher Gerd Köster verleiht allen Charakteren wieder eine unverwechselbare Stimmlage. Und gerade Bartimäus war einfach wunderbar getroffen. 

Ich mag diese Trilogie um den kauzigen Dschinn Bartimäus und den beherrschten Zauberer Nathanael, die unweigerlich zusammenarbeiten müssen und dadurch auch ein gewisses Quentchen Respekt füreinander entwickeln.

Fazit:
Ein zwar gekürzte, aber immer noch gelungene Hörbuchfassung des dritten Teils der Bartimäus-Trilogie. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag. RandomhouseAudio
erschienen: 2008
Format: 6 CDs, gekürzte Fassung
Länge: 420 min.
ISBN: 978-3-8371-0003-7

Rezension // Philip Pullmann - His Dark Materials: Über den wilden Fluss von SINA

© Sina Frambach
Malcolm arbeitet im Gasthaus seiner Eltern mit und bekommt beim Bedienen der Gäste so einiges zu hören. Nicht nur die Sorge, Ängste und Alltagsgeschichten der Anwohner, auch die interessanten Themen fremder Gäste finden so den Weg zu ihm. Als eines Tages im angrenzenden Kloster ein Baby unterkommt, ist es Malcolm, der sich sogleich zu ihr hingezogen fühlt und weiß, dass Lyra ein besonderes Kind ist. Er macht es sich zur Aufgabe, sie zu beschützen. Als der seit Wochen andauernde Regen eine große Flut auslöst, ist es Malcolm, der Lyra aus dem überschwemmten Kloster rettet und sie zu ihrem Vater bringen möchte. Gemeinsam mit Alice, einer Küchenhilfe aus dem Gasthaus und seinem kleinen Kanu fahren sie über das mit Wasser geflutete Land. Doch auch weitere Gesellen sind hinter der kleinen Lyra her. Malcolm muss seine ganze Kraft aufwenden, um die kleine Lyra zu retten.

Mit "Der goldene Kompass" hat Philip Pullman eine so besondere Welt geschaffen, die parallel an unsere angegliedert ist. Ein Dæmon ist jedem Menschen zugewiesen, der in Tiergestalt als Seelenverwandter fungiert. Ein Mensch und sein Dæmon sind so sehr miteinander verbunden, dass eine Trennung zu körperlichen sowie seelischen Schmerzen führt.

Malcolm ist elf Jahre alt. Er ist ein aufmerksamer Junge, der sich für wissenschaftliche Themen genauso interessiert, wie für Nautik oder den Ablauf in einem Kloster. Er saugt Informationen in sich auf und lernt sehr schnell. Sein Dæmon Asta und er fahren am liebsten auf einem Kanu über den Fluss. Bei seiner Arbeit in der Gaststätte seiner Eltern bekommt Malcolm so einiges mit.
Außerdem ist er sehr hilfsbereit. Gerade im angrenzenden Kloster ist er ein gern gesehener Gast. Er unterhält sich gerne mit den dort lebenden Nonnen, hilft in der Küche oder bei Ausbesserungsarbeiten.
Als dort ein Baby auftaucht, ist Malcolm natürlich neugierig und möchte wissen, warum das Kind da ist. Doch er bekommt nur fadenscheinige Antworten.

© Sina Frambach

Beim Bedienen dreier Gäste wird er von diesen ausgefragt. Und seine Neugier steigt weiter. Wer ist das Baby namens Lyra? Warum wurde sie gerade in das Kloster gebracht? Wer sind die Eltern? Und was ist so besonderes an ihr, dass jeder Interesse zeigt?

Und ab da beginnt ein Abenteuer, dass sich Malcolm so nie hat vorstellen können. Der Autor hat es aber geschafft, sich nicht zu sehr in der Parallelwelt zu verlieren. Dinge, die in der Trilogie "Der goldene Kompass" erklärt wurden, werden hier nochmals erklärt, so dass es nicht zwingend erforderlich ist, erst die Trilogie und dann das Prequel zu lesen. Denn "Über den wilden Fluss" spielt zeitlich vor "Der goldene Kompass" und erzählt die Vorgeschichte von Lyra.

© Sina Frambach
Malcolm ist mir unheimlich sympathisch, da er mit seinem Wissensdurst und dem angeborenen Talent des Zuhören gesegnet ist. Dadurch saugt er so unheimlich viel in sich auf und wirkt mit seinen 11 Jahren schon derart erwachsen, dass man ihn zeitweise gar nicht mehr als Kind wahrnimmt. Er übernimmt eigenständig Verantwortung, ist hilfsbereit, nett und zuvorkommend. Doch bei der Flut kommt manchmal sein "kindliches" Wesen zum Vorschein und man merkt, wie dringend er einen Erwachsenen benötigt, der ihm hilft. In Alice, die ihm dabei hilft, Lyra zu ihrem Vater zu bringen, findet er eine Freundin, die ihn mit ihrer manchmal sehr schroffen Art auf den Boden der Tatsachen zurückholt. 

Die Vorgeschichte schlägt eine Brücke zu der anschließenden Trilogie, die die Bände "Der goldene Kompass", "Das magische Messer" und "Das Bernstein-Teleskop" umfasst. 

Mit einem sehr jugendlich wirkenden Schreibstil, erzählt der 1946 geborene Autor die Geschichte von Malcolm und Alice und schafft es, in einer Geschichte mit wenig Handlung trotzdem Spannung und Abenteuer einfließen zu lassen. Und so begleiten wir Malcolm und Alice auf ihrem Weg über den wilden Fluss, der viele Gefahren bereit hält, aber auch Gutes. 

Einige Informationen bekommt man "zugeschmissen", die sich dann im Laufe der Geschichte aneinander reihen. Es geht nämlich nicht nur um Malcolm und Alice, sondern auch im die geheime Oakley Street, eine Organisation, die sich dem Guten gewidmet hat. Sie hüten die sog. Alethiometer, ein Gerät, dass die Wahrheit anzeigen kann. Diese Geräte werden sporadisch eingesetzt und stehen auch nicht so richtig im Mittelpunkt der Geschichte. Trotzdem sind sie wichtig für die spätere Handlung.

Und so wird man langsam, aber stetig auf die angrenzende Trilogie vorbereitet. Da ich diese schon vor Jahren gelesen habe, werde ich mir die Trilogie als ReRead für 2018 vornehmen und freue mich schon richtig auf ein Wiederlesen mit Lyra und ihrem Dæmon Pantalaimon. 

Fazit: 
"Über den wilden Fluss" ist eine mitreißende Geschichte über den Jungen Malcolm, dessen Herz mehr für andere schlägt. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2017
Format: Hardcover
Printseiten: 560
ISBN: 978-3-551-58393-2

Rezension // Tom Fletcher - Der Weihnachtosaurus von SINA

© Sina Frambach
William ist ein wahrer Dinosaurier-Fan. Es liegt also nichts ferner, als dass er sich zu Weihnachten einen echten Dinosaurier wünscht. Doch er weiß auch genau, dass ihm dieser Wunsch nie erfüllt werden kann, denn bekanntlich sind Dinosaurier ja ausgestorben. Aber wenn man fest genug an etwas glaubt, entsteht eine Magie, die alles möglich macht.

Wer hat sich nicht auch schon mal etwas gewünscht, das nicht in Erfüllung gehen kann?Und viele Kinder wünschen sich sicherlich mal einen Dinosaurier als besten Freund. Unmöglich ist dieser Wunsch zur erfüllen. Doch der Weihnachtsmann ist nicht umsonst der Weihnachtsmann - der Wunsch eines Kindes ist ihm Befehl und wenn er gerade einen Dinosaurier am Nordpol hat, warum verschenkt er ihn dann nicht. 

© Sina Frambach
Ganz so einfach ist es natürlich nicht, denn der Weihnachtsmann will ja nicht so einfach seinen liebsten Weihnachtosaurus verschenken. Und so bastelt er einen Dino für William. Nur blöd, dass der Weihnachtosaurus den gebastelten Dino sehr lieb hat und ihm ein letztes Mal auf Wiedersehen sagen will. Natürlich in Williams Zimmer, wo der Gebastelte in der Weihnachtsnacht vom Weihnachtsmann abgeladen wurde. Und wie verhält sich ein Dinosaurier im Kinderzimmer? Genau, wie der Elefant im Porzellanladen und es kommt, wie es kommen muss. William wacht auf, entdeckt den Weihnachtosaurus und ein großes Abenteuer beginnt. Viele Gefahren lauern an jeden Ecken und dann taucht auch noch der Jäger Huxley auf, der es auf die Rentiere des Weihnachtsmannes abgesehen hat... bis er den echten Weihnachtosaurus sieht und nur noch dessen Kopf im Kopf hat. 

Rasant und abenteuerlich leitet uns der Autor durch die zauberhafte wie auch traurige Weihnachtsgeschichte. Denn unser Protagonist William hat es nicht leicht. Er ist mit einem großen Handicap gestraft, sein Vater scheint ein bisschen "tüddelig" und ist ein absoluter Weihnachtsnarr und in der Schule läuft es Dank der neuen Schülerin Brenda auch nicht gerade rosig. So hat William eines wohl am Nötigsten: einen Freund, der ihm beisteht, ihm hilft und ihm zeigt, was es heißt, Spaß am Leben zu haben.  Der Weihnachtosaurus kommt da gerade richtig.

© Sina Frambach
Das Schöne ist, dass wir nicht nur einem echten Dinosaurier begegnen, sondern auch dem Weihnachtsmann und anderen zauberhaften Gestalten, die in der Phantasie der Kinder eine wichtige Rolle spielen und für sie das Fest der Feste zu etwas Besonderem machen.

Der Autor zieht wirklich alle Register, lässt eine wunderschöne Weihnachtsnacht entstehen, die gespickt ist mit Abenteuer und der Suche nach etwas Neuem und Aufregendem. Und die Suche nach Glück, einem normalen Familienleben und Freundschaft.

© Sina Frambach
Mit leichten Worten wird kindgerecht die Geschichte über William, den Weihnachtosaurus und die Suche nach einer Familie beschrieben. Doch so traurig die Geschichte beginnt, so wunderschön weihnachtlich endet sie und bringt einem in die richtige Stimmung. Doch nicht nur für Weihnachten ist das Buch geeignet. Man kann es das ganze Jahr über lesen, sich in der Geschichte verlieren und sich so auch immer wieder einen Stück des Zaubers der Weihnachtszeit zurückholen. 

Und wer von der Geschichte noch nicht genug hat, bekommt am Ende des Buches auch noch eure Top-Ten-Liste der besten Dinge zu Weihnachten. Film, Musik und Essen sowie Aktivitäten des Autors werden vorgestellt. Und ein paar Rätsel gibt es auch noch. So kann man testen, ob man auch gut aufgepasst hat beim Lesen. 

Aber nicht nur die Geschichte ist wunderbar gestaltet. Auch der Text ist "sehenswert"... denn es gibt immer wieder kleine und große Zeichnungen sowie hervorgehobene Schrift, um natürlich einen Effekt noch etwas "bildlicher" zu beschreiben. Die Zeichnungen sind ebenso liebevoll gehalten und unterstreichen somit nochmals die Geschichte und ist somit auch für Kinder geeignet, die noch nicht lesen können, da es ja was zu sehen gibt.

Fazit:
Der Weihnachtosaurus rettet Weihnachten, William und den Rest der Welt. Von mir gibt es 10 Punkte für diese zauberhafte Geschichte.

Verlag: cbt
erschienen: 2017
Format: Hardcover
Printseiten: 384
ISBN: 978-3-570-16499-0

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Anzeige // Rezension // Laura Dave - Hello Sunshine von SONJA



Die Rezension zu diesem Buch nimmt an der Anzeigenkampagne "Hello Sunshine" des Verlages teil und wurde freundlicherweise durch den Verlag vorab zur Verfügung gestellt.


INHALT:
Sunshine MacKenzie lebt den amerikanischen Traum. Sie ist mit einer Kochsendung ein you tube Star, begeistert Millionen von Fans und verkauft Kochbücher. An ihrer Seite ihr Mann, der von Anfang an ihren Karriereweg begleitet hat. Blöd nur, dass Sunshine gar nicht Kochen kann und alles an ihrem Geburtstag ans Licht kommt.

Eine öffentliche Hetzkampagne lässt alles zu Bruch gehen: ihre Kochsendung, ihre Buchverträge und ihre Ehe. Sie flüchtet in ihr Heimatstädtchen, um dort ihre Wunden zu lecken und dort kochen zu lernen.....

FAZIT:
Hello sunshine und hallo liebe Leser: Laura Dave hat einen stimmungsvollen Roman geschaffen, der ein bisschen an Carrie Bradshaws Plauderton aus "Sex and the City" erinnert. Denn Sunshine MacKenzie teilt ihr Leben mit der Öffentlichkeit - und auch mit dem Leser.

Dieser Plauderton lässt sich leicht und locker lesen und führt zu einer temporeichen Handlung, die man am liebsten in einem Stück lesen möchte, um ja nichts zu verpassen.

Das nun von Sunshines öffentlichem Leben nicht alles wahr ist, hatte seine Gründe und man erfährt nach und nach von der "Geburt" des Medienstars Sunshine. Interessant, welche Marketingerwartungen und Prognosen zu bestimmten Entscheidungen in ihrem öffentlichen Leben führten. Durch den schwungvollen Tenor des Buches, hat man das Gefühl Sunshine schon eine Weile zu kennen und als ihr idyllisches Leben durch Neider beendet wird, möchte man ihr am Liebsten helfen.

Doch die Autorin hat eine wahre Kämpfernatur erschaffen und sie erholt sich schnell vom Schein und Sein der TV und Social Media-Welt. Sie erinnert sich an ihren Herkunftsort und startet bei Null. Sie sieht ihre Fehler ein und kehrt nach Haus zurück. Doch dort erwartet sie ein ungeklärter Schwesternzwist, ein kecker Fischer und ein knatschiger divenhafter Sternekoch. 

Ihr wollt mit dabei sein, wie Sunshine MacKenzie einen Weg aus dem Chaos findet und allen zeigt, dass es jetzt erst recht geht? Dann lest dieses Buch: volle Punktzahl!


Verlag: Blanvalet
erscheint: 2018
Seiten: 384
ISBN: 978-3734103537



Anzeige // Rezension // Anne Sanders - Mein Herz ist eine Insel von SONJA



Die Rezension zu diesem Buch nimmt an der Anzeigenkampagne "Hello Sunshine" des Verlages teil. Es wurde jedoch selbst gekauft und nicht durch den Verlag zur Verfügung gestellt.

INHALT:
Isla Grant war froh, ihrer Heimatinsel Bailevar an der Küste Schottlands zu entkommen. Doch nach 10 Jahren geht ihre Beziehung in die Brüche und ihre Familie auf der Insel ist das Einzige was übrig bleibt. 


Doch die empfangen Sie nicht nur mit offenen Armen. Schnell wird klar; Isla muss herausfinden, was sie wirklich will vom Leben. Ob da die Begegnung mit ihrer Jugendliebe Finn hilfreich ist?


FAZIT:
Da ich das Meer, kleine Inseln und die dazugehörige maritime Einrichtung sehr liebe, hat mich das Buchcover und der Titel magisch angezogen.


Der Schreibstil eignet sich für einen Tag am Strand (oder alternativ aufgrund des Wetters auf der Couch). Leicht und locker ist der Erzählfluss gestaltet und man ist schnell im Geschehen.

Anne Sanders schafft es, eine kleine idyllische schottische Insel zu kreieren auf der allerhand schrullige Insulaner zu Werke sind. Hier passt jeder auf jeden auf und weiß bestens über seinen Nachbarn Bescheid. Diese Nähe war Isla bislang zuviel und floh vor über 10 Jahren nach Edinburgh. Doch aufgrund ihrer persönlichen Krise muss sie sich eingestehen, dass die Insel mit ihrer Familie doch eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt.


Besonders ein Insulaner, ihre Jugendliebe Finn, hat ihr Herz nicht vergessen. Und dieses Herz ist im Buchtitel gemeint, warum es eine Insel ist? Lest unbedingt selbst, welche Entwicklungen Isla durchmachen machen muss, um zur Ruhe zu kommen. 

Wer aber denkt, dass auf dieser kleinen Insel nichts los ist, der irrt: ein Einbrecher treibt sein Unwesen, die alte Dame Shona versucht Isla mit Finn zu verkuppeln, Islas Brüder und ihr Vater haben mit Isla einiges Aufzuarbeiten, eine Oma paddelt mit einer Harpune im Meer und dann gibt es noch eine Geschichte um eine verschwundene Insel.

An einigen Stellen hätte ich Isla am liebsten in den Hintern getreten und gesagt: "Nu reiß dich mal zusammen!" Aber das hat meist der heimliche Star des Buches Shona gemacht. Die alte Dame war meine Lieblingsprotagonistin im ganzen Buch.

Bei den vielfältigen Dialogen merkt man, dass die Autorin ihr Herzblut in das Inselbuch mit Herz gesteckt hat und das ein "okay" inzwischen ein echter Dialogklassiker geworden ist.

Ich würde gern mal einen Ausflug auf diese kleine Insel  machen, um ein Krabbenbrötchen in Finns Pub zu essen: Volle Punktzahl!

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2017
Seiten: 384
ISBN: 978-3764505936

© Sonja Kochmann

Rezension // Michael Engler - Wir zwei sind Freunde fürs Leben von SONJA




INHALT:
Der Hase und der Igel sind die besten Freunde, man sieht sie nie ohne einander. Doch eines Tages möchte der Hase lieber mit dem Eichhörnchen spielen.....

FAZIT:
Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit meinem Sohn vorgelesen und durfte es noch nicht rezensieren, weil wir es noch nicht ausreichend studiert hatten. (Das meinte zu mindestens die Zielgruppe.)

Nach etlichem Umblättern kann ich jedoch sagen, dass es ein wundervolles Kinderbuch ist. Die Thematik "wer spielt mit wem und warum" ist nicht neu und beschert manchen Eltern graue Haare, denn häufig ist ein Kind traurig, das nicht mitspielen darf und fühlt sich zurückgesetzt.

So ergeht es dem kleinen Igel. Doch dieser Moment sagt nichts über die eigentliche Freundschaft mit dem Hasen aus. Durch wunderschöne niedliche Bilder und an die Stimmungen der Tiere angepasste Farben blättert man von Seite zu Seite und möchte fast auch mal ein Taschentuch zücken. 

Doch keine Angst für den jungen Leser, es findet sich ein Ende, was vielleicht auch dem kleinen Leser bezüglich der "Spiel- und Freundschaftsdramen" nachdenklich stimmen kann. ("Das ist ja wie bei mir!")

Mein Sohn hat netterweise für das Foto am Ende der Rezension einen seiner besten Freunde zur Verfügung gestellt, weil ihm das Buch so gut gefallen hat. Von uns beiden gibt es Daumen hoch und volle Punktzahl.


Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
erschienen: 2017
Seiten: 32
ISBN: 978-3833907012

© Sonja Kochmann

Dienstag, 19. Dezember 2017

Rezension // Stephanie Garber - Caraval von SINA


Scarlett und ihre Schwester Donatella fürchten sich vor ihrem grausamen Vater. Einzig die bevorstehende Heirat mit einem Grafen hält Scarlett aufrecht. Und der Gedanke Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Spiel und Spaß stehen dort im Vordergrund. 
Als der Seefahrer Julian auftaucht und die Schwestern auf Bitten von Donatella nach Caraval bringen soll, ist Scarlett jedoch diejenige, die protestiert. Sie möchte nur endlich heiraten, um sich und ihre Schwester vor ihrem Vater zu retten. Doch Donatella überredet ihre Schwester zu diesem letzten Ausflug. Ihr zu liebe geht Scarlett letztendlich mit, wobei jedoch auch Julian so einige Reize auf sie ausübt. Und die Aussicht, Legend zu treffen, ist ebenfalls ein Grund für Scarlett. Denn Legend ist berühmt für Caraval und das Spiel, dass dort gespielt wird. Gewinnt Scarlett, hat sie einen Wunsch frei... Dann wird Donatella entführt und Scarlett hat nur drei Tage Zeit, sie zu finden. 

Ich hatte mir ehrlich gesagt etwas total anderes unter dem Buch vorgestellt. Mehr Rätsel, mehr Spannung und auch mehr Action. Für mich war die Geschichte nur eine Aneinanderkettung an Ereignissen, die eigentlich gar nicht so richtig was miteinander zu tun hatten. Selbstzweifel, Mitleidsheischen, Liebesbekenntnisse und Warten auf den nächsten Hinweis. 
Die Autorin konnte mich nicht wirklich fesseln, da sie keinen roten Faden verfolgt hat. Die Hinweise, die Scarlett bekommt, helfen nicht wirklich weiter. Im Gegenteil, eigentlich hat sie mehr Glück, als Verstand und viel Hilfe, um sich von Hinweis zu Hinweis zu hangeln. Erst am Ende muss sie alleine weitermachen und ihren Grips anstrengen. 

Viele Szenen waren in meinen Augen auch unnötig und zogen das Buch nur in die Länge. Warum Scarlett und Donatella letztendlich auf der Insel sind und das Spiel spielen, wird zwar am Ende des Buches aufgeklärt, war in meinen Augen aber eher etwas fadenscheinig. Die endgültige Lösung hat mir nicht so gefallen.

Die Idee, eine Art Jahrmarkt oder Zirkus zu veranstalten, damit die Besucher ein Spiel spielen können, wo es am Ende einen Gewinn in Form eines Wunsches gibt, hat mich aber dennoch interessiert. Die Umsetzung fand ich jedoch nicht so gelungen. Die Autorin verstrickt sich auch in Wiederholungen, so dass ich mehrmals lesen musste, wie sehr Scarlett ihre Schwester doch liebt und sich um sie Sorgen macht. 

Sehr gut hat mir jedoch gefallen, dass die Autorin ein - im wahrsten Sinne des Wortes - farbenfrohes Buch geschrieben hat. Ständig begegnen einem Farben, aber nicht nur normale wie rot-grün-blau, sondern eher sonnengelb, mondsilbern, jadegrün, hochzeitskleidweiß, immergrünblau, moosbeerenrot, kirschblütenrosa, bernsteingefleckt, quecksilbern, smaragdgrün, orchideenfarben, schierlingsgrün, pflaumenfarben, usw. Die Beschreibungen der Farben ziehen sich durch das ganze Buch wie ein roter Faden und bilden einen Mittelpunkt, um den sich alles dreht.

Zu Scarlett und ihrer Schwester konnte ich keine Verbindung aufbauen, sie blieben für mich ohne Tiefe und wirkten sehr blass. Einzig Julian war für mich interessant. Er erscheint geheimnisvoll und gefährlich, seine unberechenbare Art lässt Scarlett mehr als einmal an ihm zweifeln. Doch geht von ihm auch etwas sehr sympathisches aus und im Laufe der Geschichte entwickelt er sich weiter und zeigt sein wahres, sehr interessantes Ich.
Scarlett traut ihm nicht, und doch entwickelt sie Gefühle für ihn, die sie eigentlich nicht zulassen dürfte.

Ganz Caraval ist farbenfroh, täuschend, unecht und geheimnisvoll. Sich bewegende Brücken, Räume, die ihre Größe ändern, andere Spieler und Statisten, die eine Rolle innehaben. Alles wirkt wie ein großes Fest. Doch  muss man aufpassen, was an der nächsten Ecke lauert. Es könnte der Untergang sein. 
Und doch fehlte mir das gewisse Etwas, um mich vollständig zu überzeugen.

Fazit:
Eine tolle Idee, die jedoch sehr ausbaufähig ist. Von mir gibt es 6 von 10 Punkten.

Verlag: IVI
erschienen: 2017
Format: ebook
Printseiten: 400
ISBN: 978-3-492-96578-1

Rezension // Tanja Kinkel - Grimms Morde von SINA


Jakob und Wilhelm Grimm, Herausgeber der "Kinder- und Hausmärchen", leben zusammen mit ihren Geschwistern in Kassel. Als ein Mord die Stadtbewohner aufwühlt, werden die Gebrüder Grimm unweigerlich hineingezogen. Denn die Tote starb wie in einem von ihnen verlegten Märchen. Dies kommt den Schwestern von Droste zu Hülshoff zu Ohren, die das Märchen beigesteuert hatten. Zusammen mit den Brüdern versuchen Annette und Jenny den Mord aufzuklären, bis ein zweiter Toter auftaucht, vergiftet durch einem Apfel. Auch Annette entgeht nur knapp einem Anschlag. Wer hat es auf die Gebrüder Grimm und die Schwestern von Droste nur abgesehen?

Die Autorin hat es mir mit der Geschichte nicht einfach gemacht. Verschachtelte Sätze, Abschweifungen in Religions- und Glaubensfragen, Rückblicke auf die Vergangenheit aller Beteiligten und immer wieder die Verbundenheit der Geschwister untereinander lassen den eigentlichen Fall, die Aufklärung der Morde, in den Hintergrund rücken.
Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, weil die Schreibweise dem Stil des 19. Jahrhunderts angepasst wurde. 

Viele Namen werden genannt und so einige sind tiefer in der Geschichte involviert, als andere. Hier habe ich dann ab und zu etwas den Überblick verloren, gerade wenn es um die adligen Charaktere ging, Mätressen, Konkubinen, Grafen und weitere hochwohlgeborene Personen, die allesamt Dreck am Stecken haben. 

Jakob Grimm konnte mich nicht wirklich überzeugen, da es ihm offensichtlich an Taktgefühl und sozialer Kompetenz fehlt. Mit Mitmenschen kann er nicht so, muss nun aber unweigerlich mit anderen zusammenarbeiten, da er in den Mittelpunkt der Ermittlungen rückt. Als Verdächtigter muss er nun natürlich dafür sorgen, dass er den wahren Mörder findet. Doch seine verletzende Art sowie der respektlose Umgang mit anderen, führt nicht gerade dazu, dass er sich Freunde macht. Nur sein Bruder Wilhelm bedeutet ihm viel. Ihm gegenüber kann er sich öffnen und zusammen versuchen sie, den Mord aufzuklären. 
Als dann noch die Schwestern von Droste nach Kassel kommen, scheint das Chaos perfekt. Alle haben eine gemeinsame Vergangenheit. Jenny und Wilhelm fühlen sich zueinander hingezogen, doch erlaubt es ihr unterschiedlicher Stand nicht, dass sie zusammenfinden. 

Wilhelm ist warmherzig und auch seinen Geschwistern über viel offener und freundlicher als Jakob. Trotzdem hält er mehr zu ihm und stößt damit auch manchmal andere vor den Kopf.

Annette hat mir sehr gut gefallen. Ihre forsche Art führt dazu, dass sie täglich Diskussionen ausfechten muss, doch öffnen sich hier auch Türen, die man anders nie zu sehen bekommen hätte. Ihre Sichtweise als Frau in der damaligen Zeit war fast revolutionär, nur wird sie nicht ernst genommen. Sie sagt, was sie denkt, sie versucht, zu tun, was sie will, doch wird sie immer wieder ausgebremst. Ihre schlagfertige Art lässt so manchen Mann blass aussehen, doch bekommt sie auch oft genug über den Mund gefahren.

Zu Anfang war ich noch begeistert von der Geschichte, doch dann verzettelt sich alles. Die vielen Abschweifungen haben mich teilweise so sehr aus der Story gerissen, dass ich Mühe hatte, wieder zurückzufinden. 

Die Suche nach dem Mörder hat sich auch nicht spannender gestaltet. Kleine Bruchstücke helfen zwar den Protagonisten, voranzukommen, doch bleiben diese wirklich klein. Und so zieht sich die Aufklärung dann auch in die Länge. Manche Passagen fand ich auch unnötig.

Außerdem dachte ich, dass mehr Morde passieren, als nur zwei, d. h. dass mehr Märchen zum Anlass genommen werden. 

Insoweit konnte mich das ganze Buch nicht so recht überzeugen.

Fazit:
Leider nicht so wie gedacht. Von mir gibt es 5 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2017
Format: Hardcover
Printseiten: 480
ISBN: 978-3-426-28101-7