Montag, 17. September 2018

Rezension [Hörbuch] // Joanne K. Rowling - Harry Potter und die Kammer des Schreckens (2) von SINA

© Sina Frambach

Harry kann es kaum erwarten, wieder nach Hogwarts zurückzukehren. Doch kaum dort angekommen, geht Angst und Schrecken um. Jemand oder Etwas versteinert Schüler und schreibt Botschaften an die Wände. Schon bald finden Harry, Ron und Hermine heraus, dass die Kammer des Schreckens geöffnet wurde, wie schon mal 50 Jahre zuvor. Und dies kann nur ein Erbe Slytherins. Hat Voldemort seine Hände im Spiel?

Das Phänomen Harry Potter geht in die zweite Runde. Und gleich von Anfang an fühlt man wieder mit Harry mit. Seine trostlosen Sommerferien zu Hause bei seiner Tante und seinem Onkel führen dazu, dass Harry sich wieder Gedanken darum macht, wie er wohl am Besten nie wieder zu ihnen zurückkehren muss und seine Ferien auch in Hogwarts verbringen darf.

Doch es kommt natürlich alles anders, als gedacht und schon steckt Harry wieder mitten in einem großen Abenteuer. Und seine Ermittlungen führen zu Ergebnissen, die er gar nicht so gerne erfahren hätte.

© Sina Frambach
Schnell ist man mitten im Geschehen und die fesselnde Art der Autorin macht es einem fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Man muss der Geschichte folgen, sich darin verlieren und hofft und bangt mit.

Und der Erzähler Rufus Beck gibt noch seine unvergleichliche Art dazu. Er ist voll in seinem Element, gibt jedem Charakter seine eigene Klangfarbe oder einen eigenen Akzent und passt auch wunderbar als Erzählstimme. Man kann ihm stundenlang zuhören; für mich gehört er einfach zu dem Phänomen "Harry Potter" dazu. Es macht Spaß, ihm zuzuhören und kann sich einfach der Geschichte hingeben.

Auch wenn es einige kleine Logikfehler gibt, die mir ehrlich gesagt beim ersten Lesen vor zig Jahren nicht aufgefallen sind, ist es doch wieder faszinierend, welch wunderbare Welt von Joanne K. Rowling geschaffen wurde. Die Ideen sind und bleiben einfach einzigartig.

© Sina Frambach
Die komplette Reihe ist natürlich genial, doch hat mir neben Band 04 der zweite Teil am Besten gefallen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass sich Harry, Ron und Hermine mittlerweile schon besser kennen, sich gegenseitig vertrauen können und nun auch mal ihre Meinung kundtun.

Man freut sich auf die nächsten Abenteuer mit den drei und ist froh, dass noch weitere fünf Teile folgen.

Fazit:
Harry Potter, Ron Wesley, Hermine Granger - so macht Fantasy Spaß. 10 von 10 Punkten.

Verlag: der Hörverlag
erschienen: 2010
Format: 1 mp3 CD
Länge: 11 Stunden, 13 Minuten
ISBN: 978-3-86717-652-1

© Sina Frambach

Rezension // Volker Klüpfel + Michael Kobr - Kluftinger: Grimmbart (8) von SINA

© Sina Frambach

Eine Tote im Schloss Grimmbart gibt der Kemptener Polizei Rätsel auf. Warum wurde sie wie auf einem Gemälde positioniert? Warum wurde ihr das Gift des Kugelfisches verabreicht? Und vor allem: Wer war es? Hauptkommissar Kluftingers Recherchen führen in mehrere Richtungen. Zeitgleich muss er sich aber auch mit der bevorstehenden Hochzeit seines Sohnes befassen. Denn hierzu sind die Eltern der Braut aus Japan angereist. Dazu muss die deutsch - japanische Kluft überbrückt werden. Was Kluftinger erstaunlich gut gelingt - zumindest zeitweise.

Neben "Rauhnacht" finde ich den achten Teil der Kluftinger-Romane mitunter den am Witzigsten. Auch wenn die Aufklärung des Falles die meiste Zeit einnimmt, ist es doch eher die bevorstehende Hochzeit von Markus und Yumiko, die auf größeres Interesse stößt. 
Der Mordfall wird in gewohnter Manier von Kluftinger abgewickelt, doch stößt er auf so einige Ungereimtheiten. Seine berühmten Geistesblitze bleiben auch aus und seine Arbeit wird auch meist von nostalgischen Gedanken unterbrochen. Gerade wegen der Hochzeit muss er oft an die Vergangenheit denken. Als Markus klein war, seine eigene Hochzeit mit seiner geliebten Erika oder seine Jugend. Diese privaten, fast intimen Momente mit dem Kommissar machen einem die Person Kluftinger nur noch sympathischer. 

© Sina Frambach

Wer die Familie Kluftinger durch die ersten acht Bände verfolgt hat, weiß, dass die Hochzeit alle dazu bringt, an ihre Grenzen zu gehen. Durchdrehen ist erlaubt und wird auch von jedem Mitglied sehr gut durchgezogen. Aber ich kann beruhigen: auch wenn alles sehr chaotisch wirkt, steckt doch irgendwie ein richtiger Plan dahinter. Und am Ende wird sogar eine kleine Überraschung angekündigt.

Auch Dr. Langhammer hat wieder wunderbare Auftritte im Buch, ebenso auch Kluftingers Kollegen Strobl, Hebele und Maier. Frischen Wind bringt die neue Chefin Birte Dombrowski. Sie verdreht einigen den Kopf, muss sich aber auch selbst erst mal mit allem vertraut machen.

© Sina Frambach

Die gewohnte Mischung aus Logik und Fettnäpfen, Humor und ernsten Themen, Genie und Wahnsinn macht gerade diesen Band zu etwas sehr Einzigartigem. Dies unter anderem deswegen, weil Yumikos Eltern aus Japan einfliegen, um bei der Hochzeit anwesend zu sein. Eine Woche vor der Hochzeit kommt diese schon an und wohnen bei Kluftingers im Gästezimmer. Es ist klar, dass die  Konstellation "Allgäu vs. Japan" zu einigen Lachern führt. Aber man wird es kaum glauben: Yumikos Vater Yoshifuma und Kluftinger haben mehr gemeinsam, als man denkt. Ich musste mehrmals schmunzeln, gerade was die japanischen Traditionen anbetrifft. Es wird sehr deutlich, was passiert, wenn unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen. Dies fängt schon bei der Begrüßung an bis hin zu den Badegewohnheiten. Ich war teilweise sehr erstaunt, wie groß der Unterschied sein kann.

Es gibt eine neue Andeutung bezüglich Kluftingers Vornamen und ich bin mir nun fast sicher, dass ich ihn schon weiß. Aber verraten wird er in diesem Band immer noch nicht. Es bleibt also weiterhin spannend.

Fazit:
Von Band zu Band immer besser. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2014
Format: Hardcover
Printseiten: 480
ISBN: 978-3-426-28203-8

© Sina Frambach

Rezension // Mac P. Lorne - Robin Hood: Das Herz des Löwen (2) von SINA

© Sina Frambach
Robin Hoods Leben ändert sich schlagartig, als er im Wald einen Ritter überfällt. Es stellt sich  nämlich heraus, dass es sich um keinen anderen als Richard Löwenherz, den zukünftigen König Englands, handelt. Dies ist jedoch der Beginn einer tiefen Freundschaft und führt dazu, dass sich Robin mit seinen Merry Men auf einen Kreuzzug begibt, um an der Seite Richards das Heilige Land zu erobern. Die anfängliche Begeisterung weicht jedoch bald der bitteren Erkenntnis, dass der Kreuzzug eine langwierige Angelegenheit ist. Krankheit, Tod und Trauer sind der ständige Begleiter der Kreuzfahrer. Der Gegner ist stark und auch Intrigen in den eigenen Reihen führen dazu, dass der Glaube an einen Sieg immer weiter sinkt. 

© Sina Frambach
Auch der zweite Teil der Robin-Hood-Reihe des Autors wartet mit vielen Informationen, Spannung und wahren Begebenheiten auf. Durch die intensive Recherche und die detailreiche Erzählweise glaubt man sich mitten im Geschehen, erlebt Höhen und Tiefen, Trauer und Freude, Hochzeiten, Schlachten und Intrigen aus erster Hand.

Dies ist das gewisse Etwas, dass mir an den Büchern des Autors so gut gefällt. Die Recherche ist unglaublich detailliert, die fiktive Geschichte wird so um die wahren Begebenheiten gesponnen, dass man glauben mag, dass wirklich alles so geschehen ist. 

Robin Hood, der Rächer der Armen, wird hier nicht nur als Held dargestellt. Seine menschliche Seite nimmt teilweise überhand und auch er macht Fehler. Doch bleibt er stets besonnen, versucht an das Gute im Menschen zu glauben und auch dieses Gute aus dem Menschen herauszuholen. Doch muss auch er Entscheidungen treffen, die schwer wiegen. Ebenso wie Richard, der in Robin einen guten Freund sieht und auch erhält. Robin und Richard sind ein gutes Team, wobei Robin den Part der Ruhe übernimmt, während Richards Jähzorn für manchen Konflikt verantwortlich ist.

© Sina Frambach

Vor allem Robins Ehrlichkeit ist es, die Richard so sehr schätzt. Denn Robin gibt immer das wieder, was ihm durch den Kopf geht. Er scheut sich auch nicht, diese Ehrlichkeit gegenüber Höhergestellten wiederzugeben. 

Der Kreuzzug ist hart, wird von dem Autor jedoch nicht so ausführlich beschrieben. Es geht mehr um das Menschliche zwischen Robin, Richard und ausgewählten anderen Personen. Und doch werden die Schlachten, die schlechten und guten Entscheidungen, die Fehler und Tode nicht ausgelassen. Schonungslos berichtet der Autor, was damals passiert ist und gibt allem seine persönliche Note, in dem er eben Robin Hood an dem Geschehen teilhaben lässt.

© Sina Frambach

Intrigen, Krankheiten, Entführungen, aber auch fröhliche Momente wie Hochzeiten, Feiern und positive Erfahrungen werden abgehandelt. Robins Geschichte wird in historische Ereignisse miteingeflochten und auch nach dem Ende des zweiten Bandes ist klar, dass Robin noch so einiges zu erzählen hat. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, was Robin noch so erlebt und vor allem, wer ihn begleitet.

Fazit:
Robert von Loxley, eine (Sagen)Gestalt mit wahren Wurzeln. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2018
Format: Taschenbuch
Printseiten: 656
ISBN: 978-3-426-52145-8

© Sina Frambach

Rezension // Gerit Bertram - Die Flöte von Rungholt von SINA


© Sina Frambach

Der Jude Eli muss aus seiner Heimatstadt fliehen, da dort Juden verfolgt und getötet werden. Er ändert seinen Namen in Endres und macht sich auf den Weg nach Rungholt, um dort als Dolmetscher seinen Lebensunterhalt verdienen zu können. Doch auch unterwegs trifft er auf Hass und Gewalt, gerade gegen den jüdischen Glauben. In Rungholt angekommen, trifft er auf Levke, die Tochter eines Schafszüchters. Sie verdreht ihm ungewollt den Kopf und Endres weiß, sollten sie sich binden, würde dies weitreichende Folgen haben.

Der Einstieg in die Geschichte ist sehr schön gewählt, denn er beruht auf wahren Begebenheiten: Bei einem Flugzeugabsturz in der Nordsee kann sich der Pilot an Land retten und findet eine alte Flöte im Schlick am Ufer. Als die Flut einsetzt, ist diese Flöte seine Rettung. Ihr heller Ton macht die auf der Insel lebende Gräfin auf ihn aufmerksam. Diese erzählt ihm die Geschichte der Flöte.

© Sina Frambach

Diese Flöte, eine sog. Okarina, ist die ständige Begleiterin der Geschichte. Sie geht durch Zufall (oder doch Schicksal?) in Endres Besitz über und scheint ihm immer Glück zu bringen. Doch das Schicksal schlägt unbarmherzig zu. 

Das Autorenduo bedient sich einiger wahrer Begebenheiten und spinnt um diese herum eine spannende Geschichte um Liebe, Gewalt und Verfolgung. 

Die Flöte als Glücksbringer? Ich war erst skeptisch, aber ich wusste gleichzeitig: wo Gerit Bertram draufsteht, ist auch eine wunderbare Geschichte drin. Die beiden Autoren standen in einer Leserunde Rede und Antwort und so gab es wieder einen Einblick in die Hintergründe der Geschichte. So macht das Lesen doppelt Spaß.

© Sina Frambach

Der Protagonist Endres muss so einige Situationen meistern. Die Okarina ist (zumindest fast) immer bei ihm und beschützt seinen Weg. Sein Mut und seine Entschlossenheit sind unvergleichlich. Seine Ausdauer unerschöpflich.

Das Thema "Judenverfolgung" zieht sich durch die Geschichte. Ein Thema, dass ständig präsent ist, da es sich auch ständig in der Geschichte wiederholt. Mutig, dass es immer wieder Personen gibt, die sich dagegen wehren und versuchen, etwas zu ändern.

© Sina Frambach
Für mich auch sehr interessant, dass es Rungholt wirklich gegeben hat; ein Ort an der Nordseeküste, der durch eine große Flut vollständig ausgelöscht wurde. Eine sehr interessante geschichtliche Begebenheit. Ein Grund, mich damit näher zu beschäftigen.

Fazit:
Ein spannender historischer Roman mit mutigen Elementen. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Tinte + Feder
erschienen: 2018
Format: Taschenbuch
Printseiten: 356
ISBN: 978-2919801244

© Sina Frambach

Rezension // Markus Heitz - Doors. Der Beginn (1) von Sina

© Sina Frambach

Viktor wird von dem reichen Walter van Dam beauftragt, mit einem Team seine Tochter Anna-Lena zu finden. Diese gilt in einem Höhensystem als verschwunden. Das Team scheint bunt zusammengewürfelt, setzt es sich doch aus einem Höhlenforscher, zwei Höhlenkletterern, einem Medium, einem Parapsychologen und einem Waffenexperten zusammen. Erstaunlicherweise finden sie das Mädchen schnell, merken jedoch bald, dass mit der Höhle irgendetwas nicht stimmt. Denn dort befinden sich Türen. Keiner weiß, was sich hinter diesen verbirgt. Wird das Team so mutig sein, eine zu öffnen?

© Sina Frambach

Man hat fast keine Zeit, in die Geschichte hineinzufinden. Es beginnt schnell, in der Mitte ist es rasant und das Ende sehr abrupt. Doch wie will man auch auf 80 Seiten ausführlich erklären, was vor sich geht? Deshalb muss man Abstriche machen. Ich hoffe jedoch, dass diese Erklärungen in den anderen folgenden Bänden gegeben sind.

Allen voran lernen wir Viktor von Troneg kennen, einen Ex-Militär, der nun als Höhlenkletterer seinen Unterhalt verdient. Er merkt bald, dass mit dem ganzen Unterfangen irgendetwas nicht stimmt. Es gibt etliche Ungereimtheiten und die Zusammenstellung des Teams lassen ihn auch zweifeln. Was haben ein Medium und ein Parapsychologe damit zu tun, ein verschwundenes Mädchen zu finden? Seine Zweifel werden geteilt, denn Dana, ebenfalls Höhlenkletterin, stellt ebenfalls Fragen, auf die es kein Antwort zu geben scheint.

© Sina Frambach
Viktor ist mir gleich sympathisch, denn er hat einen trockenen Humor. Dieser hilft ihm über einiges hinweg und durch seine logische Art zu Denken ist er ein wertvolles Mitglied der Truppe. In dem Höhlensystem entdeckt er zusammen mit den anderen einen Raum, in den geheimnisvolle Türen eingelassen sind. Diese Türen sind mit verschiedenen Symbolen bestückt. Welche Tür geöffnet werden soll, ist aber nun Aufgabe des Lesers. Er muss sich entscheiden, durch welche das Team gehen soll. 

Zur Auswahl stehen "X", "!" und "?". Diese Symbole finden sich auch auf den drei Nachfolgeromanen wieder, die im Oktober 2018 erscheinen. Die drei Romane führen in unterschiedliche Welten. 

© Sina Frambach
Da ich wissen möchte, wie es weitergeht, werde ich zu "X" greifen, weiß aber auch genau, dass ich die anderen beiden Romane ebenfalls lesen werde. Jeder ist für sich abgeschlossen und ich vermute, dass man danach auch wieder zu verschiedenen Türen gelangt, die es zu öffnen gilt. Schließlich sind die ersten drei Romane "Kolonie", "Blutfeld" und "Dämmerung" mit "Staffel 1" gekennzeichnet.

Der Schreibstil ist jedoch spannend zu lesen, man muss sich nur daran gewöhnen, dass alles etwas schnell geht. Auch wenn Fragen offen bleiben, ist es für mich doch eine Abwechslung gewesen, mich auf diese Geschichte einzulassen. Das Ende ist - wie bereits oben erwähnt - sehr abrupt, aber gewollt, da man sich ja nun entscheiden soll, wie es weiter geht. Dass die Entscheidung dem Leser überlassen bleibt, finde ich sehr gelungen. Die weiteren Bücher sind von ihren Geschichten sehr unterschiedlich. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und was der Autor aus den verschiedenen Themen macht.

Fazit:
Für welche Tür würde ich mich entscheiden? Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2018
Format: ebook
Printseiten: 80
ISBN: 978-3-426-45481-7

© Sina Frambach

Sonntag, 16. September 2018

Rezension // Volker Klüpfel + Michael Kobr - Kluftinger: Herzblut (7) von SINA


© Sina Frambach

Bei einer wichtigen Pressekonferenz erhält Kluftinger einen mysteriösen Anruf. Kluftinger ist sich sicher, am Telefon Zeuge eines Mordes gewesen zu sein. Seine Ermittlungen führen ihn zu einem Krankenhaus, in welchem mit Herzpatienten Tests bezüglich eines neuen Medikamentes durchgeführt wurden. Für Kluftinger sehr interessant, konnte er doch nach einer Untersuchung durch Dr. Langhammer dessen Diagnose mithören. "Die Pumpe ist kaputt" führt ihn zu der Erkenntnis, ein gesünderes Leben zu führen. Natürlich sehr zu Erstaunen seiner Kollegen und Eltern und zur Freude seiner Frau Erika.

Schon der Anfang ist wieder gewohnt "Kluftinger". Mitten in einer Pressekonferenz, die live im Fernsehen übertragen wird, fällt Kluftinger dadurch auf, dass sein Handy klingelt. Dies stört natürlich den kompletten Ablauf und führt zu einigen Problemen. Doch Kluftinger glaubt, einen Mord am Telefon mitbekommen zu haben und geht dem Ganzen nach.
Klar, dass das nicht geradlinig verlässt, sondern wieder etliche abweichende Szenen auf einen warten. 

© Sina Frambach
Hinzu kommt die Diagnose von Dr. Langhammer. Kluftinger hört ihn am Telefon sagen: "Die Pumpe ist kaputt". Dies führt dazu, dass Kluftinger anfängt, sein Leben umzukrempeln. Mit gesünderem Essen fängt es an. Und führt natürlich zu witzigen Momenten mit Kollegen, Familie und Freunde.

Außerdem kommt Bewegung in Form von Yoga ins Spiel. Kluftinger sucht sich dafür einen Kurs heraus, der zu seiner Überraschung von Dr. Langhammer geleitet wird. 

Aber auch Gemeinsamkeiten werden gefunden. Kluftinger vertieft die (noch) nicht vorhandene Freundschaft zu seinem Kollegen Maier. 

© Sina Frambach
Aber auch die bevorstehende Hochzeit seines Sohnes Markus mit der Japanerin Yumiko drängt sich in den Vordergrund, denn nun steht die Annäherung  mit Yumikos Familie auf den Plan. Wer Kluftinger beim Skypen erleben will, kommt hier voll auf seine Kosten. Denn Kluftingers fehlendes technisches Talent wird hier voll ausgekostet. Oder gar die japanischen Gepflogenheiten, ich sage nur "Allgäu meets Japan".

"Herzblut" ist in meinen Augen der bislang humorvollste Teil der Reihe. 

Auch hier gibt es kleine Andeutungen auf Kluftingers Vornamen. Aber man muss Weiterrätseln.

Fazit:
Kluftinger in Bestform. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2012
Format: Hardcover
Printseiten: 400
ISBN: 978-3-426-28202-1

© Sina Frambach

Rezension // Volker Klüpfel + Michael Kobr - Kluftinger: Schutzpatron (6) von SINA

© Sina Frambach

Vor Jahren wurde ein sagenhafter Schatz in der Burgruine Kalden entdeckt. Dieser Schatz soll nun endlich in Altusried ausgestellt werden. Der enorme Wert benötigt natürlich einen gewissen Schutz. Doch Kommissar Kluftinger hat eigentlich eher mit einem ganz anderen Problem zu tun. Eine Tote in einer Werkstatt gibt den Ermittlern Rätsel auf. Warum musste sie sterben? Außerdem wurde Kluftingers Auto gestohlen. Doch will er die Täter auf eigene Faust schnappen - und muss so vor seiner Frau Erika, seinem Sohn Markus und auch seinen Kollegen etliche Ausreden erfinden, warum er plötzlich nicht mehr mobil ist.

Auch im sechsten Buch des Autorenduos hat es Kommissar Kluftinger nicht leicht. Durch die verschiedenen Probleme, die sich auftun, scheint es geradezu an einem Wunder zu grenzen, dass kein größeres Durcheinander entsteht. Der Kommissar muss nun zu allem eine Lösung finden, wobei das Hauptproblem wohl die Tote in der Werkstatt darstellt. Es ergibt sich jedoch schnell eine Verbindung zu dem Altusrieder Schatz, der in kurzer Zeit endgültig nach Hause zurückkehren soll und natürlich bei vielen für Aufregung sorgt. 
Kluftinger kann sich deshalb eigentlich nicht mit Kleinigkeiten aufhalten und drückt deshalb die Untersuchung der Autodiebstähle an seinen Kollegen Maier ab. Bis sein eigenes Auto gestohlen wird und er sich persönlich angegriffen fühlt. Der alte Passat ist für Kluftinger selbst ein großer Schatz und so nimmt er sich dem Problem auch noch an. Natürlich ist es klar, dass er dabei in viele Fettnäpfchen tritt und manchmal gar nicht so richtig weiß, was er da so tut. 

© Sina Frambach

Das Problem "Auto" zieht sich dabei durch das ganze Buch. Kluftingers Frau Erika weiß nichts von dem Diebstahl und so muss der Kommissar mehrere Ausreden finden, warum nun plötzlich "zu Fuß gehen" so viel besser ist oder warum der Dienstwagen vor der Tür steht. Bis sich eine sehr knallige Lösung ergibt. 

Wie auch in den Vorbänden, ergeben sich hier etliche kuriose Szenen, bei denen man lachen muss. Der Kommissar zieht die Lacher aber auch förmlich an. Herrlich fand ich, wie Kluftinger und Maier zu den Kollegen nach Österreich reisen, um dort Hinweisen nachzugehen. Während Kluftinger und Maier sich freundschaftlich etwas näher kommen, ist es gerade Maier, der nun etwas mehr in den Vordergrund gerückt wird. Er wirkt menschlicher und man bekommt einen Einblick in sein Privatleben. Aber er bleibt weiter steif und seine Besserwisserrei macht ihn nicht sympathischer. Aber man erkennt, warum er so ist, wie er ist.

Auch mit Dr. Langhammer hat es Kluftinger wieder zu tun. Diesmal in einer sehr heiteren Szene bei einem virtuellen Golfspiel. Kluftingers Abneigung ist diesmal besonders hoch. Doch seiner Frau Erika zuliebe reißt er sich zusammen und macht gute Miene zum bösen Spiel. 



© Sina Frambach

Auch der Vorname Kluftingers bleibt weiterhin ein Geheimnis. Diesmal wird gar nichts verraten und es bleibt spannend. 

Das Ende ist diesmal sehr rasant und vor allem sehr interessant.

Fazit:
Kluftinger ist bei mir mittlerweile Kult. Ich freue mich auf die nächsten Bände und vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: Piper
erschienen: 2011
Format: Hardcover
Printseiten: 400
ISBN: 978-3-492-05205-4

© Sina Frambach



Rezension [Hörbuch] // Joanne K. Rowling - Harry Potter und der Stein der Weisen (1) von SINA


© Sina Frambach

Harry Potter, 10 Jahre alt, wohnt bei seinem Onkel und seiner Tante im Schrank unter der Treppe. Er hat kein einfaches Leben. Ständig wird er von seinem Cousin Dudley gehänselt und verprügelt. Sein Onkel sagt ihm ständig, wie nutzlos er doch ist und seine Tante lässt ihn immer nur Hausarbeiten verrichten.
An seinem 11. Geburtstag erfährt Harry jedoch, dass er ein Zauberer ist und an der Zauberschule Hogwarts aufgenommen wurde, um dort seinen Abschluss zu machen. Für Harry beginnt eine aufregende Zeit, die er nicht nur mit neuen Freunden teilt, sondern auch mit einem wahnsinnigen Zauberer namens Voldemort, der nur eins im Sinn hat: Harry zu töten.

© Sina Frambach

Harry Potter - wie hat diese Reihe bei allen eingeschlagen und auch heute, (zum Rezensionszeitpunkt) 20 Jahre später, übt sie immer noch Faszination aus. Auf Jung und Alt gleichermaßen.
Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich die Reihe eigentlich gar nicht lesen wollte. Was interessierte mich ein kleiner Junge, der auf einer Schule zaubern lernen sollte? Also ignorierte ich alles und erst sechs Jahre später sollte mich diese Reihe so dermaßen in ihren Bann ziehen, dass ich mir bis heute in den Allerwertesten beißen könnte, nicht gleich damit angefangen zu haben.
Etwas Gutes hatte es aber: So hatte ich das Vergnügen, gleich mehrere Bände hintereinander lesen zu dürfen und nicht allzu lange auf den letzten Teil warten zu müssen.

© Sina Frambach

Und heute, viele Jahre nach Erscheinen, habe ich mal wieder zum ersten Hörbuch gegriffen und mich verzaubern lassen, von einem kleinen Jungen, der überlebt und seinen Kampf gegen den mächtigsten und dunkelsten aller Magier aufnimmt.

Der Schreibstil der Autorin ist kindgerecht einfach, die Charaktere sind liebenswert gezeichnet und insbesondere Harry und seine Freunde Ron und Hermine schließt man von Anfang an ins Herz.
Aber auch andere Figuren sind einzigartig und durch ihr Agieren und Reagieren kommt letztendlich eine wundervolle, fantastische Geschichte hervor, die es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

© Sina Frambach

Der Sprecher Rufus Beck hat eine unvergleichliche Art, die Geschichte vorzutragen. Er gibt jedem Charakter seine eigene Stimmfarbe, was es einem sehr leicht macht, die einzelnen Figuren auseinanderzuhalten. Auch wenn viele nicht gerade glücklich mit der Wahl des Sprechers sind, kann ich mir keinen anderen vorstellen. Ich verbinde Rufus Beck mit dem Harry Potter-Universum. 

Man wünscht sich, man hätte ebenfalls zum seinem 11. Geburtstag einen Brief bekommen, der einem mitteilt, dass man eigentlich Zauberer ist. Aber wir sind hier im realen Leben und können uns Dank Autoren wie Joanne K. Rowling in solche Welten hineinversetzen und uns einfach treiben lassen. 

Fantastisch und zauberhaft. Ein großartiger Auftakt zu einer sagenhafte Reihe.

Fazit:
Wer einmal damit anfängt, kann einfach nicht mehr aufhören. Ich vergebe 10 von 10 Punkten

Verlag: der Hörverlag
erschienen: 2010
Format: 1 mp3-CD
Länge: 576 min.

ISBN: 978-3-86717-651-4

© Sina Frambach

Montag, 10. September 2018

Rezension // Louise O'Neill - Du wolltest es doch von SONJA

© Sonja Kochmann

Emma ist hübsch; sie ist beliebt und begehrt. Auf einer Party schaut sie zu tief ins Glas und ein paar Pillen später, nimmt das Unglück seinen Lauf. Sie geht mit Paul in ein Schlafzimmer und die anderen Jungs kommen hinterher.

Am nächsten Morgen liegt sie mit zerrissener Kleidung vor dem Haus ihrer Eltern und kann sich an nichts erinnern. Für ihre Mitschüler und auch bald die ganze Kleinstadt ist sie nur noch die Schlampe, Hure und das Mädchen, denn das Internet ist voll mit Fotos von der vergessenen Nacht.

Das Buch wurde vom Verlag mit der Altersangabe ab 16 Jahren versehen. Früher würde ich das Buch auf keinen Fall zu lesen geben. Denn es ist aufwühlend, verstörend und emotional. Daher wurde ich ggfs. auch meinem Kind anbieten, darüber zu reden, wenn es zu diesem Buch greift.

Die Autorin hat anschaulich Emmas Zwickmühle dargestellt: Einerseits ist sie beliebt, anderseits hat sie viele Neider. Bei ihr "zu landen", ist für die Jungs wie die Jagd nach einer Trophäe.

Daher ist das sogenannte Victim Blaming (Opferbeschuldigung, auch „Täter-Opfer-Umkehr“) und Slut Shaming (Frauen werden verurteilt für ihre Sexualität) für Emma nach ihrer vergessenen Nacht auch um so schlimmer. Selbst ihre Freundinnen glauben ihr nicht und wenden sich von ihr ab.

Der Spießrutenlauf und die seelischen und körperlichen Folgen werden eindrucksvoll und bewegend beschrieben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich mit Emma mitgefühlt und gehofft habe. 

Das Buch klärt auf. Es bewegt und es veranlasst zum Nachdenken (und vielleicht für die betroffene Generation auch zum Umdenken). Denn Alkohol, Drogen und Egoismus  scheinen immer mehr zum Verwischen von Grenzen zu führen. Ein "Nein" zählt kaum noch. Ein logischer Gedanke "Kann das noch gewollt sein" kommt kaum noch auf. Und was noch viel schlimmer ist: es wird nicht mehr geholfen!

Ein sehr realistisches Buch mit einem leider realistischen Ende. Volle Punktzahl. 


Verlag: Carlsen
erschienen: 2018
Seiten: 368
ISBN: 978-3551583864

Rezension // L. J. Shen - Twisted Love von SONJA



© Sonja Kochmann

Nach dem ersten Band der Sinners of Saint Reihe "Vicious Love" war ich wirklich gespannt wie es mit den "Hot Holes" so weiter geht:

Immerhin fanden Vicious und Emilia endlich zusammen und die anderen heißen Jungs brauchen auch noch ihre Heldinnen, um das Leben bestreiten zu können!

Emilias Exfreund Dean und ihre kleine Schwestern Rosie schwärmen schon seit eh und je voneinander. Gewusst hat davon keiner - auch der Leser nicht -. Denn der Leser hat im Vorband und der eShort Geschichte "Rough Love" bereits einiges aus der Vergangenheit der einzelnen Protagonisten erfahren. Daher empfehle ich auch, die korrekte Reihenfolge der Bücher einzuhalten.

Doch die unterdrückte Liebe von Dean und Rosie ist mir beim Lesen des ersten Bandes völlig entgangen. Durch den Umzug der LeBlanc Schwestern nach New York nimmt Dean seine Jagd nach Rosie wieder auf und das zieht sich leider erst einmal 2/3 des Buches streng nach dem Motto: "Ich krieg alles was ich will." "Nein, ich will nicht....oder vielleicht doch?"

Anstrengend. Denn es ist klar, die beiden gehören zusammen und müssen die anstehenden Probleme bewältigen: Dean hat eindeutig ein Ego- und Suchtproblem plus einer nicht ganz klaren Vergangenheitsbewältigung, die natürlich Thema wird. Rosie kämpft für jeden Tag ihres Lebens, denn sie hat Mukoviszidose. Eine schleichende tödliche Krankheit. Hier hilft auch das Vermögen von Dean nicht.

Schaffen die beiden es nun nach über 11 Jahren? Bekommen die beiden Unterstützung? 

Die Sinners of Saint Reihe gefällt mir grundsätzlich ganz gut. Ich werde diese auch weiter lesen, denn für die übrigen smarten Kerle bahnt sich einiges an. 

Für diesen Band fand ich, dass die Geschichte von Dean und Rosie es nicht wirklich geschafft hat, zu begeistern. Der erste Band war eindrucksvoller und ich hatte das Gefühl, dass die heimliche Liebe erst für diesen Band "erfunden" wurde. Die Klärung der Fronten und wohin die Geschichte uns führte, war sehr langatmig, so dass ich lediglich 6 von 10 Punkten vergebe.



Verlag: Lyx
erschienen: 2018
Seiten: 480
ISBN: 978-3736307032

Rezension // Markus Heitz - DOORS: Der Beginn von SONJA



© Sonja Kochmann


Er hat es wieder getan. Markus Heitz, der Großmeister der Fantasy, hat sein Leser angefixt. Angefixt mit einem grandiosen Auftakt. 

Ein unterirdisches Gängesystem, eine verschwundene Millionärstochter, drei Türen, drei ungewisse Szenarien. Ein Suchtrupp mit den unterschiedlichsten Charakteren macht sich auf in die Ungewissheit.

Diese Ungewissheit hat Markus Heitz bereits auf den ersten Seiten hervorragend eingefangen. Man traut sich gar nicht den Auftakt aus der Hand zu legen. Denn wir erfahren von Anna-Lenas Flucht durch das Gängesystem und ihrer Begegnung mit den Türen. Sie kennzeichnet die drei Türen mit "X", "?" und "!". Die Bedrohung scheint greifbar und ist dennoch unbekannt.

Gleichzeitig erfahren wir vom Expertenteam, dass Anna-Lenas Vater nach ihrem Verschwinden zusammengestellt hat:

Viktor Troneg, ein ehemaliger Bundeswehrsoldat, Dr. Ingo Theobald, ein Parapsychologe, Carsten Spanger, ein Personenschützer, Coco Fendi, ein Medium, Dr. Wilhelm Rüdiger Friedemann, ein Höhlenforscher und Dana Rentski, eine Freeclimberin.

Eine bunte Mischung mit vielen Eigenschaften und seelischen Höhen und Tiefen. Allein die Gruppe birgt ordentlich Zündstoff.

Doch was ist hinter den Türen? Drei Varianten der Handlung: 

DOORS X - Dämmerung: Ein Kampf mit dem Ungewissen: Der eigene Dämon oder doch viel mehr und was völlig anderes?

DOORS ? - Kolonie: Deutschland in den 40iger Jahren. Doch hier hat Deutschland kapituliert und die USA herrschen über Europa und drohen dem Widerstand mit einem Atomschlag.

DOORS ! - Blutfeld: Bringt einen Ausflug ins frühe Mittelalter des 9. Jahrhunderts mit sich. Hier haben Frauen die Herrschaft und Europa steuert mit diesem Matriarchat auf eine Schlacht zu.

So und welche Fortsetzung lese ich nun? Da ich Markus Heitz Ideen immer abwechslungsreich und faszinierend finde und mir dieser Einstieg sehr gut gefallen hat, werde ich vermutlich alle drei lesen: volle Punktzahl!


Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2018
Seiten: 97
ASIN: B07DCHJ695

Montag, 3. September 2018

Rezension // Kelly Moran - Redwood Love: Es beginnt mit einem Blick von SONJA



© Sonja Kochmann


Wow. Was für ein Buch. Gleich auf den ersten Seiten hat mich dieses Buch begeistert.

Kelly Moran hat einen schönen Schreibstil. Witz, Liebe, Freundschaft und Kleinstadtcharme mit einer Prise "Der Doktor und das liebe Vieh" in einem Buch.

Redwood ist eine Kleinstadt in Oregon. Sie bietet Ruhe und Erholung und eine handvoll eigentümlicher Bewohner, die vor Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Twitter nur so strotzen. Denn hier wird getratscht und geholfen.

Daher fällt es der zurückhaltenden Avery mit ihrer autistischen Tochter Hailey nach ihrer Scheidung anfänglich schwer Hilfe anzunehmen. Doch gegen das Drachentrio und die smarten Tierärzte hat sie keine Chance....

Smarte Tierärzte? Ja, gleich drei und damit auch drei Teile. Die O'Gradys bestehen aus Cade, Flynn und Drake und die Damenwelt Redwoods verzehrt sich nach ihnen. Daher wird auch so manches Tier zum Tierarzt gebracht, obwohl es kerngesund ist. Dies führt zu einigen lustigen Szenen. Überhaupt bietet die Tierarztpraxis ordentlich Stoff für eine abwechselungsreiche Handlung. Hier gibt es das Team Gabby, Zoe und Brent und einen Teil des Drachentrios Rosa.

Das Drachentrio sind übrigens drei Schwestern Rosa, Marie, die Bürgermeisterin und die Mutter der Tierärzte Gayle. Die Damen dulden keine Widersprüche und kuppeln, was das Zeug hält. Absolut zum Schmunzeln, schließlich haben die Damen im weisen Alter die nötige Voraussicht....ah nicht zu vergessen sind natürlich auch die Praxistiere, die die Bude rocken. Lest unbedingt selbst.

Avery und Cade sind von Anfang an voneinander angezogen. Durch seine einfühlsame Art schafft Cade den Zugang jedoch auch zu Hailey und damit direkt in Averys Herz. 

Die Protagonisten sind vielseitig gelungen und alle haben glaubhafte Beweggründe. Sie sind sympathisch und man hätte Lust, sein eigenes Haustier in die Praxis zu bringen, um den bunten Haufen mal live zu sehen. Natürlich müssen Avery und Cade noch ein paar Hürden nehmen, aber den beiden wird natürlich von den Bewohnern Redwoods ordentlich geholfen, was das Buch so charmant und lesenswert macht. 

Was es mit den übrigen Protagonisten so auf sich hat, verrate ich nicht. Ich freue mich jedoch schon "tierisch" auf die Folgebände. Volle Punktzahl mit Hundekeks.


Achtung: Derzeit gibt es das ebook zum reduzierten Preis. Unbedingt zuschlagen.



Verlag: Rowohlt
erscheinen: 2018
Seiten: 384
ISBN: 978-3499275388